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!!!1111!

Gestern hab ich die Kategorie “Scherzartikel” erfunden.
Danke, Danke.
Aber wir sind hier nicht in Düsseldorf und also hat’s dann doch nur zu einem Solidaritäts-Posting gereicht.
Helau, Alaaf, ihr Narren!

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Sympathieblockade

Schwierig, das.

Blau. Ein Haufen selbstverliebter Wichtigtuer, wie man es in dieser Form nur noch in CSU-Ortsverbänden nahe der tschechischen Grenze antrifft. Ein in seiner Erfolgsversessenheit und selbstdarstellerischen Narzissmus beinah an Dieter Bohlen heranreichender Verein. Ein zum spielzeug herabgewürdigter Verein, dessen verbissenes Mittelfeld ob seiner Humorlosigkeit vielleicht für eine Zweitkarriere als Berliner Busfahrer probt. Eine Schweinehälfte in der Innenverteidigung.

Oder Rot. Eines der größten Marketingunternehmen der Welt, mit angehängter Fussballabteilung. Ein Wiederkäuer auf der Bank, von dessen großsprecherischer Manier noch so mancher Gangster-Rapper lernen könnte. Ein Springkreisel im Mittelfeld mit Knopf im Ohr. Eine Schweinehälfte im Sturm.

Ich kann mich nicht entscheiden, wen ich unsympathischer finden soll.

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Vermisste Sätze

Die Schalker waren keine Italiener, das hat man ganz genau gesehen.

Vier Mal im Strafraum umgefallen, ohne dass der Schiedsrichter gepfiffen hätte: das muss man den Schalkern erst Mal nachmachen. Hobby-Inzaghisten. Ein Genie kopiert man nicht. Merkts euch.

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“Wir sind alle Schalker”

Gestern Abend gabs viele Schalker auf Premiere. Franz Beckenbauer. Oliver Kahn. Frank Rost. Uwe Seeler. Alles Schalker. Sogar der Moderator, dessen Namen mir immer entfällt, und den ich zu foul faul zu googeln bin: Schalker. “Wir sind alle Schalker.”

Ich nicht. Der neben mir, der da saß, der war Schalker, das hat man gesehen. Der hatte ein blaues Hemd an, hintendrauf war die Elf und da stand Sand drüber. Das sah nach Schalker aus, und gezittert hat er auch während des Spiels. Die Frau daneben war wahrscheinlich auch Schalker (Schalkerin?), weil wegen die sich immer geküsst haben und sie auch gezittert hat, obwohl sie kein blaues Trikot trug, sondern ein schwarzes Oberteil, das ein bißchen weit geschnitten war um die Arme rum. Hat sie wahrscheinlich extra angezogen, das weite Oberteil, da drin lässt sichs besser zittern. In Trikots lässt sichs besser Schwitzen, das ist dann atmungsaktiv oder so, jedenfalls dafür hergestellt.

Oliver Kahn, Frank Rost und Uwe Seeler jedenfalls hatten keine blauen Trikots an, und auch keine schwarzen Tops. Kahn und Rost trugen zwar Trikots (Jersey gefällt mir ja besser als Wort, hat sich aber hierzulande leider noch nicht durchgesetzt), aber von Bayern München und vom Hamburger SV. Bloß der Beckenbauer, dem hat Olaf Thon einen Schalke-Schal umgebunden. Das war ein schöner Moment, da sah Beckenbauer aus wie ein Kind, das auf dem Jahrmarkt auf die Bühne gerufen wird und eine Python um den Hals gelegt bekommt. Der kann ganz schön doof aus dem Anzug rauskucken, der Beckenbauer, und aus dem Schalkeschal drüber auch.

“Wir sind alle Schalker.”, hat der Moderator dann nochmal gesagt, und vielleicht meinte er ja bloß sich und Thon und Beckenbauer und Rost und Kahn und Seeler und den Typen im Trikot und das Mädel im Top, und vielleicht kann man das ja tatsächlich beantragen: Vereinsmitgliedschaft für einen Tag. Und nächstes Wochenende bin ich dann mal, Moment, bochumer. Oder was anderes. Weiß noch nicht.

Fan-Legionäre: Auch nicht schön.

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Heldendasein

Erst stehst Du rum. Dann legst Dich nieder. Dann springste hoch. Und immer schön mit den Händen wedeln, dass es nach was aus sieht. Nach Delphinfutter zum Beispiel (Makrelen). Dann kuckste traurig. Dann freust Du Dich. Dann kuckste grimmig. Dann konzentriert.

Und am Ende fischte drei Elfemeter vorm Netz weg. Heldentum ist vergänglich: zu Recht.

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Super Symbolfilm: Alex Ferguson (ohne Brille)

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Mal wieder Werbung

(Dies ist ein komplett geklauter Beitrag. Der Titel ist von hier, Bild und Text von da. Ich bin ein Dieb und freu mich diebisch.)

auf das Spiel freue ich mich schon.

Bild und Quote Nico Lumma

[File under: Kategorien-Mash-up.]

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“Du hast die Haare schön”

- Und, wie war das Spiel?
– Kuranyiesk.
– Hm?
– Naja, pomadig eben.

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Europapokal-Tombola

Champions League: Schalke – Porto
Uefa-Pokal: Aberdeen – Bayern, Zürich – Hamburger SV, Galatasaray – Leverkusen, Bremen – Braga, Benfica – Nürnberg.

Es hätte wahrlich schlimmer kommen können.

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Glückwunsch (12/08) Teil 1

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Solidaridad!

Wer so verzweifelt ist, dass er in einer Duisburger Großraumdisse seine Sorgen in Alkohol ertränken muss, aber anständig genug, schon um halb fünf Uhr morgens nach Hause zu gehen, hat es nicht verdient, aus dem Kader gestrichen zu werden. Das muss hier mal klar gesagt werden: Wenn von der Entfremdung zwischen Stars und Fans die Rede ist, sind solche Aktionen prinzipiell geeignet, durch einen bestimmten gemeinsamen (wenn auch verschwommenen) Erfahrungsgrundschatz Annäherung zu stiften. Prost auf!

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CL reloaded

Als ich vor einiger Zeit bemerkte, die (auch marketingorientierten) Überlegungen Anfang der 90er hätten es nötig gemacht,

einige Wettbewerbsänderungen durchzusetzen, wie beispielsweise die Gruppenspielphase: Damit ließ sich das Risiko, dass ökonomisch wertvolle Clubs, deren Spiele große Zuschauermassen vor den Fernseher lockten, frühzeitig aus dem Wettbewerb ausschieden, minimieren.

hab ich das höchstens mit dem Fernrohr überprüft. Zitate genug gabs, dass die CL zur Melkkuh großer Fußballclubs taugte: die Faktenlage war mir nicht bis in letzte Konsequenz bewußt. Jetzt schon. Read on my dear…