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2013: Das Web zurückerobern

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Die gesamte Grafik gibt es hier.

UPDATE Ich habe hier eine kleine Nachbearbeitung zu diesem Artikel getippt.

Facebook, Twitter, Google, Tumblr, Apple, Instagram, Pinterest und wie sie alle heißen … sie machen das Web kaputt.

Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. Vorbei auch die Zeiten, in denen die eigene Repräsentanz im Netz gleichbedeutend mit einer eigenen Homepage oder einem Blog war, auf denen ein individuelles Archiv der Meinungen, Links und Netzfundstücke der Betreiber entstand.

Heutzutage vergraben wir unsere kurzen Gedanken und Links in der Twitter-Wüste, unauffindbar nach nur wenigen Tagen. Wir posten längere Artikel bei G+ und können nur hoffen, dass Google den Dienst nicht irgendwann genauso einstellt wie viele andere Dienste zuvor. Und wenn wir das tolle Video suchen, das neulich jemand auf Facebook geteilt hat, dann sind wir aufgeschmissen, sobald die Facebook-Timeline es verschluckt hat.
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The Walking Dead Story

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(Achtung, dieser Artikel enthält ein paar kleinere Spoiler, wer also mit The Walking Dead noch anfangen möchte, sollte ihn nicht lesen.)

Erst jetzt bin ich nach vielfacher Empfehlung dazu gekommen, einige Folgen der amc-Erfolgsserie The Walking Dead zu schauen. Da ich eine Zeitlang mal in einem Büro mit Nerdcore-/Crackajack-René saß, ist mir die wahnsinnige psychologische Tiefe und philosophische Vielschichtigkeit des Genres durchaus bewusst. Anders gesagt: Ich kann so’n Zombie-Film schon auch mal klasse finden.

Bei The Walking Dead jedoch fällt mir Begeisterung schwer, denn nachdem der Respekt vor einer visuell prima ins “große Fernsehen” übertragenen Comic-Serie verflogen ist, bleibt nur ein merkwürdiges und teilweise sogar ärgerlich schlechtes Drehbuch.
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Geld, Musik und YouTube

Wir reden uns die Köpfe heiß über das Internet im Zusammenhang mit Musik. Während die Einen das Netz als großartigen Verteiler für Songs und Sounds und als direkten Draht zum Fan empfinden, stellt es für die Anderen eine Bedrohung für ihr kreatives Schaffen dar – oder zumindest für die Entlohnung desselbigen.

Die Wahrheit wird wie immer auf einem gemäßigten Feld irgendwo dazwischen liegen und darauf warten, entdeckt zu werden, doch eines steht fest: Urheber, Komponisten, Musiker und andere Kreative im Netz verdienen längst und auch manchmal auch sehr ordentliches Geld im Netz, und zwar unter anderem auf YouTube.
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Plan B: Jetzt online erhältlich

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Ich kann mich daran erinnern, wie es war, als ich die erste Schallplatte (also Vinyl) von der eigenen Band in der Hand hielt. Es war großartig, erhebend, spannend, aufregend und ich war sehr stolz drauf.

Seit heute, Freitag, den 2. November 2012, sind nun drei der Alben von Plan B erstmalig als reguläre Downloads online und in neu gemasterter Qualität erhältlich sowie als CDs vorbestellbar und … naja, es ist nicht ganz das gleiche Gefühl wie damals, als die schweren Kisten aus dem Presswerk kamen, die Zeiten haben sich eben geändert. Aber stolz bin ich trotzdem drauf, zumal die Alben nun auf dem Band-eigenen Label erschienen sind. Prost!

Plan B (Berlin) bei iTunes.

Greenhouse Effect, Intensified!, Cyber Chords bei Musicload.

Amazon-Partnerlinks:
Greenhouse Effect (MP3), Intensified! (MP3), Cyber Chords (MP3)
Greenhouse Effect (CD), Intensified! (CD), Cyber Chords (CD).

Für Fans: Die Facebook-Page.

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Netzgemüse: The Movie

Es ist eine verrückte Welt. Lego-Figuren fallen aus 40 Kilometer Höhe vom Himmel und für Bücher gibt es jetzt Trailer. Irre.

Die Netzgemüse-Facebook-Page für unser Buch, das am 19.11.2012 als Taschenbuch und als eBook erscheint und schon jetzt vorbestellbar ist (Partnerlink! Partnerlink!), ist gerade gestartet, das Blog zum Buch braucht noch ein paar Tage …

Wer als Bloggerin oder Blogger oder Journalistin oder Journalist Interesse an einem Rezensionsexemplar des Buches hat, schickt bitte einfach eine Mail an johnny at netzgemuese.com mit einem kleinen Hinweis, wo eine Rezension erscheint, wenn sie denn erscheint (Post-Adresse nicht vergessen!).

Und wenn wir mal irre lustig drauf sind, veröffentlichen wir die Outtakes vom Dreh des Trailers …

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Roche und Böhmermann ist die beste Show im deutschen Fernsehen

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Was in den letzten Jahren nur einigen Fußballspielen und Pop-Unfug wie dem Bundesvision-Song-Contest gelungen ist (und Letztgenanntem vermutlich mit dem letzten Mal zum letzten Mal), das haben Charlotte Roche und Jan Böhmermann endgültig und mit regelmäßiger Nachhaltigkeit geschafft: Ich schaue wieder TV. Und zwar nicht in der Mediathek, nicht hinterher auf YouTube, sondern genau dann, wenn die Sendung auf ZDFkultur läuft, nämlich Sonntags um 22 Uhr. Im Fernsehen. Ihr erinnert euch.

Ich kann natürlich auch begründen, warum ich Roche und Böhmermann für die beste TV-Show seit Jahren halte, ich wollte das begründen, wollte von Frau Roches tollem Fragestil berichten und davon, wie großartig ich es finde, wenn Jan Böhmermann einen Gast mitten im Satz grammatikalisch korrigiert, wollte von Olli Schulz’ fantastischem Rant und Max Herres Eingeschnapptheit erzählen und auch davon, wie sehr ich Herrn Böhmermann in seiner latenten Wut auf Christopher Lauer verstanden habe. Und dann wollte ich noch etwas zu den fein formulierten Einspielern sagen, die oft hart sind, aber – wie die ganze Sendung übrigens – nie zynisch. Böse, aber nicht boshaft. Und ich wollte etwas über das grandiose Setting und die kleinen Rand-Gags schreiben und darüber, dass #RundB eine der wenigen Sendungen ist, die noch Unerwartetes bieten.

Und dann kam am Dienstag Abend die vorerst unbestätigte Meldung rein, dass Roche und Böhmermann den Fernsehpreis gewonnen hätten und da dachte ich: Mist, dachte ich, mein Artikel ist so dermaßen zu spät, dass ich ihn in die Tonne treten sollte, stattdessen haue ich ihn jetzt einfach so raus. Denn wenn das stimmt, dann haben die beiden plus Redaktion und Produktion den Preis verdient, auch wenn mich sonst einen feuchten Dreck interessiert, wer diesen Preis bekommt. Denn ich möchte, dass diese Show alle Preise verdient, die es gibt.

UPDATE 22:37 Uhr: Es ist ein Förderpreis für die Produktion. Unter anderem für den “Retro-Look” (herrje …).

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ZDF log in: Manfred Spitzer, Jimmy Schulz und icke

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Links: Johnny. Rechts: Jimmy. Nicht im Bild: Manni.

Das war anstrengend, aber interessant: Ich war als Gast bei der ZDF-Sendung “log in” und kam leider nicht dazu, mit dem Bestseller-Autor Manfred Spitzer über tatsächliche Herausforderungen im Zusammenhang mit digitalen Medien zu diskutieren, habe aber immerhin im Vorfeld der Sendung während der Recherche den Begriff Gish-Galopping (auf Deutsch etwa: “sarrazinen”) kennengelernt. Und ich bleibe auch nach der Sendung bei meiner Überzeugung, dass Spitzer keinerlei Lösungen bietet, sondern als Angstmacher auftritt.

Den Mitschnitt der Sendung findet ihr in der Mediathek.

UPDATE Guido Brombach hat damit begonnen, “Gegenstudien” zu Spitzers Thesen zu sammeln. Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass es sich bei der von Spitzer herangezogenen südkoreanischen “Studie” zur Vergesslichkeit durch an digitale Geräte ausgelagerte Aufgaben offenbar um diese Umfrage (!) einer Job-Website handelt, und dass “digitale Demenz” in Südkorea eher ein Mode- und Medienwort ist und nicht als Krankheit angesehen wird.

Außerdem: Nilz Bokelberg lehnt es nach der Sichtung von “log in” ab, bei Jauch mit Spitzer zu diskutieren.

UPDATE Ebenfalls sehr lesenswert und unterhaltsam: “Wenn Spitzer Studien zitiert”.

UPDATE Prof. Dr. Heinz Moser zu Spitzers Buch.

“Wo ist eigentlich jener Teil des Bildungs-Bürgertums abgeblieben, der mit dem Fortschritt, mit der Globalisierung, mit komplexen gesellschaftlichen Verhältnissen und Entscheidungsstrukturen, mit Technik und Internet, mit Bildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten – also mit der heutigen Welt – etwas anzufangen weiß?”
Wolfgang Michal bei carta.

UPDATE Im Zusammenhang mit den Debatten macht sich Addliss um eben jene Gedanken: Die zwei Paradigmen der Internetdiskussion.

UPDATE Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat sich ebenfalls geäußert: “Hier wird mit den Ängsten und Sorgen von Eltern und professionell Erziehenden gespielt anstatt aufzuklären.” (Danke, biblio!)

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GEMA: Die unendliche Geschichte

Mein gefühlt halber Facebook-Bekanntenkreis schimpft gerade über das Interview der Berliner Zeitung mit der GEMA-Sprecherin Gaby Schilcher zur umstrittenen Tarifreform ihrer Arbeitgeberin. An persönlichen Beleidigungen in den Kommentaren zum Artikel mangelt es nicht, eher schon an Zahlen, Fakten und einem sachlichen Umgangston in eben diesem – auf beiden Seiten des Gesprächs.

An dieser Stelle daher zwei etwas ruhigere und gleichzeitig informativere Lesetipps für diejenigen unter uns, die immer noch nicht durchblicken (also quasi alle, nehme ich mal an und schließe mich mit ein …):

Sebastian Schwerk bei mittelstern.
Thomas Hohnen beim MT Portalblog.

Ergänzende Lesetipps sind herzlich willkommen, auch wenn immer mehr Meinungen und Zahlen den Durchblick auch nicht zu vereinfachen scheinen. Manchmal wünscht man sich wirklich einen kompletten Reset mit anschließendem Neustart in diesem ganzen Wahnsinnssystem. Aber das geht einem ja nicht nur in Sachen Urhebervergütungen so.

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Plan B: Coming back for more! (Update: Weitere Gigs)

UPDATE Der Vorverkauf hat offiziell begonnen! Hier klicken.

So, jetzt mal Schluss mit der Theorie und ab in die Praxis!
Meine Band Plan B startet nach sechs Monaten Vorbereitung und beinahe zwei Jahrzehnten Pause wieder durch, erste Gigs sind gebucht und wie man oben sehen und hören kann, gibt es auch neue Aufnahmen.
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Ich heb dann mal ur

Es ist offenbar nicht mehr möglich, PRO Urheberrecht zu sein (was ich bin), ohne sich mit Artikeln gemein zu machen, die entweder pure Propaganda oder Panikmache vor einer Partei sind. Oder beides.

Ich schüttle selbst oft genug den Kopf ob einiger Aussagen der Piratenpartei und teile viele der von dort wiedergegebenen Statements zum Thema genau: gar nicht. Doch selten war ich so erschüttert von der Qualität angeblicher Journalismus-Profis, wie in diesen Zeiten der Debatten ums Urheberrecht.
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Get the balance right

Spätestens nach dem Rant von Sven Regener im Zündfunk und den darauf folgenden Reaktionen könnte man die Debatte ums Urheberrecht und um Unterhaltungsinhalte im Netz als abgeschlossen ansehen. Denn sie tritt auf der Stelle: Die Fronten sind verhärtet, alle haben Recht und die jeweils anderen haben keine Ahnung. Deswegen glaube ich auch sagen zu können, was sich an der aktuellen rechtlichen Situation ändern wird: Sehr wenig.
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KONY2012 und Invisible Children

kony

Noch nie habe ich ein Video so oft mit der Bitte, nein, Aufforderung zur Weiterverbreitung erhalten, wie den Film mit dem Titel KONY 2012 von Invisible Children in den letzten Tagen.
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