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Wie wir mal fast vielleicht den T-Bird von Joe Strummer gekauft und daraus einen Film gemacht hätten

tbird joe strummer

Die Idee war so schön. So irre. So … toll.
Wir hätten ein kleines Stück Rock’n’Roll-Geschichte mitschreiben können.
Aber die Zeit hat leider nicht gereicht.

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Ausgeschlossene Blutsbrüder [Update]

Gestern habe ich die Petition “Buntspenden” unterzeichnet, die vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Christopher Street Day e. V. Berlin und DDB Tribal Berlin initiiert wurde und mit einer grafisch und technisch großartig gemachten Website beworben wird.

Mir war – wie vermutlich vielen anderen Menschen – vorher nicht bewusst, dass bi- und homosexuelle Männer in Deutschland kein Blut spenden dürfen und ich fand das ungeheuerlich. Denn auf mögliche Infektionen wird doch sicher jede Blutspende untersucht, und somit kann die Sicherheit der Spenden-Empfängerinnen und -Empfänger jederzeit garantiert werden, dachte ich.

Im Detail ist die ganze Sache dann aber mal wieder doch nicht ganz so einfach.

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Mikrokosmos Fußball

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Es ist vielleicht doch kein Zufall, dass das diesjährige Logo der WM einem Facepalm gleicht. Denn es ist eine WM, die fad schmeckt. Die Partien sind bisher größtenteils klasse und machen Spaß, für das erste England-Spiel habe ich mir die Nacht um die Ohren gehauen und es nicht bereut, und dennoch sitzt das Gefühl tief, dass ich diese WM eigentlich nicht genießen darf.

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Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld

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Berlin hat abgestimmt und sich in Sachen Tempelhofer Feld gegen die Bebauungspläne des Senats ausgesprochen. Das finde ich gut, denn wie einige andere in der Stadt glaube auch ich, dass mehr hinter dieser Abstimmung steckte, als die reine Frage, was mit dem Feld passieren soll.
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Wie YouTube das andere Spotify werden will und warum das nicht jedem gefallen könnte

busking

Dass Google mit YouTube einen neuen Abonnenten-Musikservice starten will, der dem Modell von Spotify sehr ähnlich sein soll, ist bekannt. Genauso wie die Tatsache, dass dieser Start 2013 noch nicht stattfand. Vielleicht wird es ja was in diesem Jahr, vielleicht schon im Sommer, und vielleicht wird das neue Produkt dann Music Pass heißen.

Vielleicht werden aber nicht alle Songs bei diesem Dienst erhältlich sein. Gerüchten zufolge gibt es hinter den Kulissen einigen Unmut bei den Indie-Labels, die sich u.a. bei der Digitalrechteagentur Merlin sammeln, denn angeblich bietet YouTube den Labels als Vergütung für Streams oder Plays weniger als die Hälfte dessen an, was Spotify momentan zahlt. Zudem möchte YouTube die Auszahlungen vom eigenen Werbeumsatz abhängig machen, bezahlt werden soll also nur, wenn YouTube auch genug Werbung verkauft hat – was auch immer das bedeutet. Viele Indie-Labels wollen das nicht mitmachen und haben daher wohl die von YouTube benötigten Verträge noch nicht unterzeichnet.

Anders sieht es bei den Majors aus, den großen Playern im Musikgeschäft. Vivendi SA (früher Vivendi Universal) soll an Bord sein, Sony und Warner ebenfalls. Denn selbst, wenn von YouTubes neuem Dienst nur wenig an die Labels und damit auch an die Künstler geht, fließt an die Majors jede Menge Geld.

Irrsinnige Summen rauschen durch die Gerüchteküche. Über eine Milliarde Dollar soll Google als Vorschuss für kommende Umsätze der nächsten fünf Jahre an Universal/Vivendi zahlen, mehr als 400 Millionen an Sony, über 200 Millionen an Warner. Alles Gerüchte, wie gesagt, doch die Größenordnungen könnten stimmen. Und so könnte es passieren, dass die Großen Verträge unterzeichnen, die den Kleinen nicht geheuer sind.

Denn wenn die Gehälter von CEOs der Big Player umsatzabhängig sind, sorgen ein paar hundert Millionen für ein feines Taschengeld in der Chefetage.

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Hitler finds out he’s not talking at re:publica 2014

This parody is not affiliated with re:publica.

Not getting it? Know your meme.

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Das verdient man mit Musik im Netz

UPDATE Ich habe am Ende des Artikels Links nachgetragen und noch ein paar Sätze zum Thema CD-Verkäufe getippt.

UPDATE Ich habe hier noch einen Nachtrag zu diesem Artikel geschrieben.

Debatten, Vermutungen und Gerüchte gibt es genug rund um die Einnahmen, die man mit digitaler Musik generieren kann. Unsere Band Plan B liefert nun ein paar genaue Zahlen, denn wir sind nicht nur Musiker, sondern auch Label.

Und dazu gibt es ein paar schicke Fotos von Gregor Fischer.

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I live by the river und Netzgemüse – ein Update aus Autorensicht

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Vor über zwei Jahren habe ich ein eBook voller Kurzgeschichten im Eigenverlag veröffentlicht (die Hintergrundgeschichte dazu findet man hier), und vor einem guten Jahr veröffentlichte der Goldmann-Verlag ein von Tanja und mir verfasstes Sach- und Taschenbuch für Eltern. Es folgen daher ein paar Zahlen und Gedanken zum Thema “Selbstverlag vs. Classic”.
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Warum ich relativ gelassen bin, obwohl ich eine Mail vom BSI erhalten habe

bsi

Diverse meiner Mailadressen hatte ich vor zwei Tagen auf der dafür vorgesehenen Seite des BSI eingegeben, um prüfen zu lassen, ob eines oder mehrere dazu gehörende Passwörter als “gehackt” gelten. Abgesehen davon, dass es an dem ganzen Verfahren auch Kritik gibt, war ich anfangs sehr froh, danach eben keine Mail vom BSI erhalten zu haben. Alles gut, anscheinend.

Nun kam aber doch eine Benachrichtigung (böse Zungen behaupten, es dauere halt zwei Tage, bis ein Beamter die Liste der 16 Millionen Mailadressen nach meiner durchsucht habe), und der Code in der Subject-Zeile stimmt mit einem derjenigen überein, die ich nach Eingabe meiner Adressen beim BSI erhalten hatte.

Aber wir wissen ja: Don’t panic.
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Don’t slam poetry, hang the DJ instead. Ich monologisiere öffentlich.

lorenzen

Sachen scheiße finden kann jeder, es gehört zu den leichtesten, unverfänglichsten und konformsten Dingen, die man so tagein, tagaus machen kann. Und zu den langweiligsten und überflüssigsten auch noch. Man braucht keinen Mut, um etwas scheiße zu finden. Die Liste der Dinge, die ich scheiße finde, ist so lang, dass ich mir damit, wäre sie dreilagig, mein Leben lang … nee, dass ich aufgehört habe, mich für sie zu interessieren, obwohl sie sich immer wieder in mein Blickfeld drängt und mich ablenkt von den wichtigen Dingen. Denen nämlich, die gut sind.

Die große Kunst, Damenundherren, liegt also darin, Dinge gut zu finden, dazu zu stehen, sie zu verbreiten und sich und andere von ihnen inspirieren zu lassen, um selbst Gutes auf die Beine zu stellen. Nichts gegen einen toll geschriebenen Verriss, aber schreibt mal einen mitreißenden Text über euer Lieblingsalbum, der so reinhaut, dass jeder, der ihn liest, das Album kauft, ohne es gehört zu haben. Dann reden wir weiter, okee?

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#tvduell: We’re doomed

Twitter war voll mit Kommentaren zum #tvduell (und ist es noch immer), die nach der Sendung folgenden Talkrunden analysierten das Aufeinandertreffen von Merkel und Steinbrück, und heute titeln die Tageszeitungen mit ihrer Wertung des Ereignisses. Man könnte den Eindruck bekommen, dass gestern Abend etwas Großes passiert ist. Dabei war es nichts anderes als die durchgeplante Vorführung von Mittelmäßigkeit.
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#StopWatchingUs, Berlin, 27.7.2013 (Fotos, Video)

Zunächst war ich enttäuscht, als ich gegen 14 Uhr am Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg angekommen war. 400 bis 500 Menschen, schätzte ich, hatten von der Demo mitbekommen und sich in die Hitze geschleppt, ich fand, es hätten trotz der hohen Temperaturen von rund 35 Grad Tausende sein müssen. Als sich der Zug dann nach einigen Reden in Bewegung gesetzt hatte, kamen jedoch immer mehr Menschen hinzu und während des Spaziergangs zum Brandenburger Tor werden es dann wohl doch 2.000 oder sogar mehr Leute gewesen sein.

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