
Mein erstes eBook ist da, kostet € 0,99 und ich möchte, dass ihr es alle kauft!
Dabei geht es nicht allein um Ruhm und Moneten, sondern auch um ein Experiment. Aber der Reihe nach:
Read on my dear…
Archiv

Mein erstes eBook ist da, kostet € 0,99 und ich möchte, dass ihr es alle kauft!
Dabei geht es nicht allein um Ruhm und Moneten, sondern auch um ein Experiment. Aber der Reihe nach:
Read on my dear…

Noch immer schauen Internet-Nutzer in Deutschland häufig in die Röhre, wenn sie auf YouTube bestimmte Musikvideos sehen wollen. Über die Hintergründe hatten wir u.a. hier berichtet.
Bewegen tut sich hinsichtlich des Streits zwischen Google und der GEMA jedoch auch nach vielen, vielen Monaten anscheinend gar nichts. Ich bilde mir aber inzwischen durch viele Gespräche ein wenig mehr Durchblick in der Sache ein und glaube, dass es eine Lösung gibt, wenn sich beide Parteien einen Ruck geben. Um diesen Ruck etwas zu forcieren, skizziere ich einen Lösungsansatz in den nächsten Absätzen und bitte durch Verlinkungen dieses Artikels und durch kurze Kommentare um Eure Unterstützung. Ich werde sowohl die GEMA als auch Google um Stellungnahmen zu diesem Artikel bitten, denn vielleicht können wir als Musik- und Netznutzer für ein wenig Druck sorgen.
Read on my dear…
Jetzt wird’s etwas schwierig. Mein Tipp: Wer sich als schnelle Leserin oder schneller Leser nicht mindestens eine halbe Stunde mit den folgenden Inhalten auseinandersetzen kann oder will, wird an diesem Eintrag vermutlich scheitern. Zum Hintergrund:
Für die November-Ausgabe der Zeitschrift KONKRET verfasste der Berliner Konzertveranstalter und Autor Berthold Seliger einen Text mit dem Titel „Die Leistungsschutzgelderpresser – Wie die Kulturindustrie am altbackenen Urheberrecht festhält, um es zu ihren Gunsten auszuschlachten“. Die Kenntnis dieses Textes ist zwingend notwendig, um die weiteren Zeilen verstehen zu können.
Seliger schreibt des Öfteren und durchaus lesenwert über Musik und den Kulturbetrieb in Deutschland (hier eine Auswahl seiner weiteren Texte), im Konkret-Text vertritt er eine Position, die man so oder ähnlich häufiger im Netz lesen kann.
Auf Seligers Text reagierte der Vorsitzende des „Verbands unabhängiger Musikunternehmen e.V.“ (VUT), Mark Chung, mit einem äußerst detaillierten offenen Brief, der zunächst über einen Newsletter-Verteiler die Runde machte und den wir nachfolgend mit Genehmigung auch hier veröffentlichen.
Read on my dear…
Am vergangenen Samstag ließen die Broilers das ausverkaufte Berliner Huxley’s kochen, und noch während die Düsseldorfer ihr Album Santa Muerte feierten, schlichen wir uns hinter die Bühne und klopften vorsichtig an die Backstage-Tür der Support-Band, die als Gäste der Broilers zum ersten Mal durch Deutschland tourt: The King Blues haben es uns mit ihrem dritten Album Punk & Poetry, das in feinster englischer Tradition Politik mit Reggae-, Punk- und Pop-Klängen mischt, nämlich sehr angetan.
King-Blues-Sänger Jonny „Itch“ Fox zeigte sich trotz unseres spontanen Interview-Überfalls erfreut über das Interesse an seiner Band und entpuppte sich im Gespräch als nicht nur äußerst engagiert, sondern auch sehr freundlich und charmant. Und so entwickelte sich zwischen Bierflaschen, Catering-Resten und übervollen Aschenbechern ein anregendes Gespräch, von dem wir etwa 20 Minuten auf einem iPhone mitschneiden konnten.
Read on my dear…

Wie ihr sehen könnt, basteln und probieren wir im Zusammenhang mit dieser Debatte auf Spreeblick gerade etwas herum, was die Integration der verschiedenen Social-Network-Buttons angeht. Selbige befinden sich zur Zeit nicht mehr auf der Homepage, sondern nur noch unter der Einzelansicht eines Artikels, also nachdem ihr auf der Homepage den Titel eines Posts oder auf „Read on, my dear“ geklickt habt. Dort müssen sie dann auch zuerst noch aktiviert werden: Erst, wenn ihr auf „Sharing-Funktion aktivieren“ klickt, erscheinen die Buttons für Facebook, Twitter und Google+. Vorher wird demnach von diesen Buttons auch nichts getrackt.
Read on my dear…
Ich verfolge gerade die Posse um Siegfried Kauder, MdB, der Internet-Nutzern bei Verstößen gegen das Urheberrecht mit einem so genannten „Two Strikes“-Modell das Internet wegnehmen möchte und der nach diesem Modell selbst eine Weile offline sein müsste … denn auf seiner Website wurden einige Fotos gefunden, die anscheinend ohne Genehmigung veröffentlicht wurden.
Die Bilder sind zwar inzwischen entfernt worden (von der Site, nicht aber vom Server), dennoch warten bei Abgeordenetenwatch mittlerweile 225 Interessierte auf eine Stellungnahme von Herrn Kauder und eine Antwort auf die Frage, ob er nun mit gutem Beispiel voran gehen und sich ein temporäres Internet-Verbot auferlegen möchte.
(UPDATE Ich wollte gerade noch ein paar weitere Worte zum aktuellen Stand im Kauder-Fall tippen, aber Sascha war schneller.)
Man könnte nun wieder über Internet-Versteher und -Nichtversteher fabulieren, oder aber auch über einen Generation Gap, über die Digitale Kluft und über Digital Natives versus Digital Immigrants. Aber ich glaube, das ist fast alles Quatsch.
Read on my dear…
Im Forum von Spiegel Online und auch anderswo bewegt sich die Debatte um die kommende Timeline-Darstellung von Facebook, welche die Aktivitäten der Nutzer nicht nur innerhalb von Facebook, sondern auch über externe Applikationen als Lebenszeitleiste, also als ständigen Life-Stream darstellen kann, geradezu religiös im Kreis. Facebook-Fans finden vieles nicht so schlimm, da ja (angeblich) schließlich niemand zur Nutzung des Dienstes gezwungen wird, und Facebook-Gegner erklären jeden für komplett meschugge, der es dennoch tut.
Gruselig erscheint eine Zukunft, in der es nicht mehr zu genügen scheint, sich bei Facebook auszuloggen – das Netzwerk will wissen, was wir tun, selbst wenn wir gerade nicht mit ihm verbunden sind. Weshalb Datenschützer bereits alarmiert sind und Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner das alles „nicht in Ordnung“ findet.
Nur eines ist dabei sicher: Die digitale Abbildung unseres Lebens findet schon lange statt, in öffentlichen Varianten wie einem Facebook-Lifestream wird sie uns jedoch mit neuer Wucht bewusst. Und dieses Bewusstsein wird das Netz und damit unser Leben ein weiteres Mal drastisch verändern. Denn wir befinden uns auf dem Weg zur Data DNA, und die Frage ist nicht mehr, ob wir das gut oder schlecht finden, sondern wie wir damit umgehen.
Read on my dear…
UPDATE: Auf vielfachen Wunsch jetzt mit der FDP.