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Archiv

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Auf ein Wiedersehen, SPD

Völlig unverständlich bleibt angesichts der Abwende von Hartz IV, warum immer wieder vom Opportunismus der SPD die Rede ist, von ihrer Wendehalsigkeit, kurzum, von ihrer mangelnden Charakterstärke. „Umfallen“ gilt im Politikbetrieb noch immer als ein Makel.

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Der Berliner Szenemensch

Ein neuer Sturm weht über das Land. Er heisst „Langweile in der Rest-BRD“ und spült täglich Teenager und Tweens an die kantige Küste der Hauptstadt. Überheblich und voller Lebenslust raffen sie sich auf und ziehen ihre schicksten Klamotten an, um sich mit dem Einheimischen (also dem, der letztes Jahr hierhergezogen ist) anzufreunden.

Nur um dann festzustellen, dass Berlin nicht Schnackenburg ist und selbst die langweiligsten Menschen hier in Coolness gebadet wurden. Was die Zugezogenen nicht wissen: Der Kampf um den Platz an der Spitze der Szene ist härter umkämpft als die letzte leere Bierflasche Samstagnachts am Kotti. Das regelfreie Berlin hat also doch bestimmte Grundsätze, zumindest, wenn man in der „It-Crowd“ sein möchte. Aber nicht verzweifeln. Auch du kannst cool sein. Frischfleisch aufpassen, hier kommt der Lehrgang zum Berliner Szenemenschen:

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Popgun! Videocast #01 Broadcast2000

Es ist in der letzten Zeit etwas ruhig geworden um die Popgun!-Kolumne, doch das soll sich jetzt ändern. Die Reihe wechselt das Format und wird als Videocast neu gestartet. Und Joe Steer, Kopf hinter Broadcast 2000 macht den Anfang. Der ausgebildete Multiinstrumentalist wohnt in Camden mitten drin, in der englischen New Folk-Szene: Er ist im Luminaire zu Hause, Noah and the Whales Tom ‘Fiddle’ Hobden spielt auf seinem Debüt Geige und keines seiner neuen Lieder kommt ohne Glockenspiel aus, weshalb er seine Musik nach zwei Bionaden auch als Glocken-Indie bezeichnen würde. Read on my dear…

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Sexueller Missbrauch am Canisius-Kolleg Berlin

Update Es wird am Dienstag, den 2.2.2010 eine Radio-Talkshow zum Thema geben, zur telefonischen Teilnahme sind alle herzlich eingeladen, wer persönlich mitkommen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Mehr Infos gibt es hier.

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Seit einigen Tagen liegt mir und auch der Presse ein Schreiben des Rektors des Canisius-Kolleg vor, einem von Jesuiten betriebenen Gymnasium in Berlin. In dem Schreiben entschuldigt sich der Schulleiter und schämt sich für den sexuellen Missbrauch von Schülern durch lehrende Patres, der an der Schule offenbar in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat.

Also genau in der Zeit, in der ich die Schule besuchte.
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Das Apple Tablet

Die regelmäßig stattfindenden Hypes um kommende neue Apple-Produkte als das Gejaule dumpfer Evangelisten zu diskreditieren macht zwar Spaß, ist aber äußerst kurzsichtig. Schließlich hat Apple mit dem iTunes Store, dem iPod und dem iPhone der Musik- und Filmbranche Türen zum digitalen Vertrieb ihrer Waren geöffnet und mit dem AppStore trotz aller Beschwerden über Apples Walled Garden und zweifelhafte Freigabeprozesse nicht nur Umsatzrekorde aufgestellt, sondern den größtenteils dankbaren Entwicklern mobiler Anwendungen eine Vertriebsplattform in die Hände gegeben, die von der Konkurrenz beneidet wird – man muss kein Fanboy sein, um dies anzuerkennen.
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Hilft Entwicklungshilfe?

Angesichts der Katastrophe in Haiti kocht die Debatte über Entwicklungshilfe wieder auf. Die Zeit schreibt angesichts der Unterernährung von 60 Prozent der Bevölkerung über die vier Milliarden Dollar Entwicklungshilfe der letzten Jahre: „Viel gebracht hat die Hilfe bisher offensichtlich nicht.“ Das ist der Augenschein. Es geht aber auch komplizierter.

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Was es heißt, Frankreich zu sein


Sarkozy hat den Franzosen vor zwei Monaten die Frage gestellt, was es heißt, Franzose zu sein. Seither diskutiert Frankreich unter dem wachsamen Auge des Ministers für Immigration, Integration und Nationale Identität, Eric Besson, darüber, was es ist oder sein will. Inzwischen profitiert von der Fragestellung vor allem: der rechte Rand. Und daran hat die Regierung entscheidende Mitschuld.

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22

Chiptunes

Ich wuchs mit den markanten Klängen des Commodore 64 auf. Schon bald merkte ich, dass mich der C64 nur bedingt als Daddelkiste interessierte, also tauchte ich in die bunte Welt der Demoszene ab und ließ mich fortan von digitalen Meisterwerken berauschen. Natürlich spielte ich auch, aber mein besonderes Augenmerk galt stets der Grafik und Musik. Es gibt alte Sounds, die bei mir selbst nach über 20 Jahren eine Gänsehaut verursachen.
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Podcast 315: Radio Christmas

Im ersten Podcast des neuen Jahres planen wir unseren Nummer-Eins-Hit für Weihnachten 2010:
Radio Christmas.

MP3, 42:54, 62 MB

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What would I have done?


Nebenan ist auf eine junge Frau eingestochen worden, im Treppenhaus. Es war letzte Woche. Mein Nachbar hat mir das erzählt, als ich auf dem Balkon stand und in die kümmerlichen Reste meiner Balkonblumen gestarrt habe. Direkt im Nachbarhaus, Stiche ins Gesicht und in den Bauch. Im Treppenhaus, direkt nebenan. Vielleicht war ich in der Zeit gerade Bier holen, Mails checken, irgendeine Serie kucken oder das Feuerzeugbenzin war alle. Im Treppenhaus, direkt nebenan.
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Papaladen – Pappalapapp!

Der Berliner Prenzlauer Berg hat einen Papaladen.
Der Papaladen ist ein Treffpunkt für Väter und Kinder, gedacht zum Austausch untereinander, weil es auch schlimm ist, wenn sich plötzlich mit dem Kind das Leben ändert.
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19

Spreeblick-Geschenketipps 2009

Wie auch im letzten Jahr in letzter Sekunde, aber von Herzen: Die Geschenktipps der Spreeblick-Schreiber/innen.
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Lost in the supermarket

Der Supermarkt in der Nähe ist ein ganz normaler, einer von dieser mittelguten Sorte. Aufgeräumt und sauber, die Gänge lassen schonmal eine Handbreit mehr Platz, als für den Einkaufswagen nötig wäre, und dass hier nicht Frau Vonundzu einkauft, merkt man hauptsächlich daran, dass es nur Linie 0,5-Liter-Bierflaschen gibt. Da ist, wenn man’s mal ausrechnet, und wer tut das nicht, gerade in diesen Zeiten, einfach mehr drin.
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13

Die Uganda Skateboard Union – Interview mit Yann Gross


Yann Gross’ Fotos erzählen ungewöhnliche Geschichten.
Eine handelt von Skateboard-Pionieren in Uganda, vom Spaß, das Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen, von Stolz auf Brettern und Glück auf Rollen.
Von Entwicklungshilfe handelt die Geschichte nicht.

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66

Idee für eine neue Soap: Gute Seiten, schlechte Seiten

Ich hatte gerade eine super Idee für eine TV-Soap, eine Art Politik-Sitcom mit einem Hauch Nahzeit-Science-Fiction und ich muss diese Idee unbedingt aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse. Die Serie, Arbeitstitel „Gute Seiten, schlechte Seiten“, soll wegen der höheren Identifikationsmöglichkeit in Deutschland spielen, und der Grundplot ist schnell erzählt:
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Monopoly, Berlin Edition

Bild per Mail erhalten

Die alte Berliner Tradition der Hausbesetzungen hat nicht ganz den Stand der 70er Jahre erreicht, doch für genügend – man verzeihe mir den schlechten Wortwitz – Zündstoff sorgt sie auch heute noch.

Gestern wurde das Gebäude in der Brunnenstraße 183 mit einem Aufgebot von rund 600 Beamten geräumt. Für ein paar Bilder des „linksautonomen Spuks“, auf den die Behörden nun „endlich reagiert“ haben, für ein paar Bilder von Polizeifahrzeugen die anscheinend willkürlich mit Aufnahmen von Steineschmeißern auf einer Demo zusammengeschnitten wurden und damit für einen äußerst tendenziellen „Bericht“ sorgen, kann man sich dieses Video bei Spiegel Online ansehen. Und dabei ahnen: Ganz so einfach, wie sich SpOn die Sache macht, ist sie natürlich nicht.
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Modern Warfare 2, oder: Die Geister, die wir riefen

Ich kann mich noch ziemlich genau daran erinnern, wie ich das erste Mal Quake gespielt habe, der erste Shooter mit wirklich dreidimensionaler Grafik, ein Quantensprung gegenüber allem, was man bisher so kannte. Durch das neuartige Spielgefühl ist mir ziemlich schlecht geworden und ich habe nach 10 Minuten den Computer ausgemacht.
Das war 1996.
Der technische Fortschritt ist seitdem bemerkenswert, grafisch haben wir Dimensionen erreicht, die teilweise von der Realität nicht mehr zu unterscheiden sind. Gleichzeitig haben die Inhalte zugelegt, angefangen mit stumpfem Abknallen, was nicht bei drei auf dem Baum ist, sind wir bei komplexen und spannend erzählten Stories angekommen, die in punkto Atmosphäre neue Maßstäbe setzen konnten – ich erinnere da nur an Half-Life. Es gab und gibt zudem immer Rufe nach mehr Realismus, die auch erfüllt wurden, trotzdem gab es immer noch eine Abstraktionsebene, die wir uns als Fans von Shootern zunutze machen konnten, wenn Kritiker wegen zu offensichtlicher Gewaltdarstellung ankamen: wir befinden uns immer noch in einem Spiel, es ist stilisiert, die Realität sieht so nicht aus. Jetzt haben wir 2009, und der Realismus in Computerspielen hat eine Realismusgrenze überschritten. Willkommen bei Modern Warfare 2.
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Die Quelle-Insolvenz – Hau den Görg!

Eine Pleite, wie sie Quelle hingelegt hat, gibt viel Anlass zu Verunsicherung. Und wenn die Verunsicherung groß ist, bemühen sich die Medien, eine Erklärung zu finden. Eine Erklärung ist, Schuldige auszumachen. Schuldig ist, wer an der Pleite verdient. Der Manager. Und der Insolvenzverwalter.

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Wikipedia in der Krise

Ich war gestern zur Wikipedia-Diskussion in den Räumen von Wikimedia Deutschland eingeladen und war daher vor Ort, musste aber leider nach 90 Minuten schon wieder gehen (wofür ich gestern und heute nochmals um Entschuldigung bitte). Das Resüme der Veranstaltung selbst kann ich also nicht liefern, nur ein paar eigene Eindrücke und Gedanken.
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