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Das verdient man mit Musik im Netz

UPDATE Ich habe am Ende des Artikels Links nachgetragen und noch ein paar Sätze zum Thema CD-Verkäufe getippt.

UPDATE Ich habe hier noch einen Nachtrag zu diesem Artikel geschrieben.

Debatten, Vermutungen und Gerüchte gibt es genug rund um die Einnahmen, die man mit digitaler Musik generieren kann. Unsere Band Plan B liefert nun ein paar genaue Zahlen, denn wir sind nicht nur Musiker, sondern auch Label.

Und dazu gibt es ein paar schicke Fotos von Gregor Fischer.

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I live by the river und Netzgemüse – ein Update aus Autorensicht

spreeblick_books

Vor über zwei Jahren habe ich ein eBook voller Kurzgeschichten im Eigenverlag veröffentlicht (die Hintergrundgeschichte dazu findet man hier), und vor einem guten Jahr veröffentlichte der Goldmann-Verlag ein von Tanja und mir verfasstes Sach- und Taschenbuch für Eltern. Es folgen daher ein paar Zahlen und Gedanken zum Thema “Selbstverlag vs. Classic”.
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Warum ich relativ gelassen bin, obwohl ich eine Mail vom BSI erhalten habe

bsi

Diverse meiner Mailadressen hatte ich vor zwei Tagen auf der dafür vorgesehenen Seite des BSI eingegeben, um prüfen zu lassen, ob eines oder mehrere dazu gehörende Passwörter als “gehackt” gelten. Abgesehen davon, dass es an dem ganzen Verfahren auch Kritik gibt, war ich anfangs sehr froh, danach eben keine Mail vom BSI erhalten zu haben. Alles gut, anscheinend.

Nun kam aber doch eine Benachrichtigung (böse Zungen behaupten, es dauere halt zwei Tage, bis ein Beamter die Liste der 16 Millionen Mailadressen nach meiner durchsucht habe), und der Code in der Subject-Zeile stimmt mit einem derjenigen überein, die ich nach Eingabe meiner Adressen beim BSI erhalten hatte.

Aber wir wissen ja: Don’t panic.
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Don’t slam poetry, hang the DJ instead. Ich monologisiere öffentlich.

lorenzen

Sachen scheiße finden kann jeder, es gehört zu den leichtesten, unverfänglichsten und konformsten Dingen, die man so tagein, tagaus machen kann. Und zu den langweiligsten und überflüssigsten auch noch. Man braucht keinen Mut, um etwas scheiße zu finden. Die Liste der Dinge, die ich scheiße finde, ist so lang, dass ich mir damit, wäre sie dreilagig, mein Leben lang … nee, dass ich aufgehört habe, mich für sie zu interessieren, obwohl sie sich immer wieder in mein Blickfeld drängt und mich ablenkt von den wichtigen Dingen. Denen nämlich, die gut sind.

Die große Kunst, Damenundherren, liegt also darin, Dinge gut zu finden, dazu zu stehen, sie zu verbreiten und sich und andere von ihnen inspirieren zu lassen, um selbst Gutes auf die Beine zu stellen. Nichts gegen einen toll geschriebenen Verriss, aber schreibt mal einen mitreißenden Text über euer Lieblingsalbum, der so reinhaut, dass jeder, der ihn liest, das Album kauft, ohne es gehört zu haben. Dann reden wir weiter, okee?

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#tvduell: We’re doomed

Twitter war voll mit Kommentaren zum #tvduell (und ist es noch immer), die nach der Sendung folgenden Talkrunden analysierten das Aufeinandertreffen von Merkel und Steinbrück, und heute titeln die Tageszeitungen mit ihrer Wertung des Ereignisses. Man könnte den Eindruck bekommen, dass gestern Abend etwas Großes passiert ist. Dabei war es nichts anderes als die durchgeplante Vorführung von Mittelmäßigkeit.
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#StopWatchingUs, Berlin, 27.7.2013 (Fotos, Video)

Zunächst war ich enttäuscht, als ich gegen 14 Uhr am Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg angekommen war. 400 bis 500 Menschen, schätzte ich, hatten von der Demo mitbekommen und sich in die Hitze geschleppt, ich fand, es hätten trotz der hohen Temperaturen von rund 35 Grad Tausende sein müssen. Als sich der Zug dann nach einigen Reden in Bewegung gesetzt hatte, kamen jedoch immer mehr Menschen hinzu und während des Spaziergangs zum Brandenburger Tor werden es dann wohl doch 2.000 oder sogar mehr Leute gewesen sein.

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Das Internet ist kaputt [Updates]

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UPDATE Für Capital habe ich den Artikel noch etwas erweitert.

Natürlich habe ich geahnt, vermutet, befürchtet, gewusst, dass nichts, was ich im Internet treibe, wirklich privat ist und bleibt. Und dass Behörden bei Verdacht auf kriminelle Handlungen Zugriff auf alles Mögliche haben, war mir klar. Das aktuelle Ausmaß der grundlosen Überwachung durch Systeme wie Prism oder Tempora und was da noch alles ans Licht kommen mag, lässt jedoch viele bisherige Verschwörungstheorien lächerlich naiv wirken.

Es ist eine Sache und schlimm genug, dass ich davon ausgehen muss, dass Mail-Kommunikation mit – sagen wir mal hypothetisch: Julian Assange – bei der NSA landet. Es ist jedoch noch mal eine ganz andere Geschichte, wenn nicht nur diese Kommunikation, sondern sämtliche meiner Mails aus einem bestimmten Zeitraum dorthin gelangen und ich erst zwei Jahre später davon erfahre. Wenn überhaupt.

Ich kann nun ahnen, vermuten, befürchten, wissen, warum die Bundesregierung nicht mit schärfster Kritik reagiert (immerhin aber die Justizministerin, zumindest in Richtung UK), ich kann sowohl die Forderungen als auch die Zuversicht von Peter Schaar teilen, doch die wichtigste Frage bleibt: Wie verhalten ich mich ab jetzt? Wie verändern die enthüllten Tatsachen mein eigenes Verhalten in der digitalen Welt?

Und vor allem: Wie kann ich sicherstellen, dass ich meine Grundrechte auch im Netz wahrnehmen kann?

Die frustrierende Antwort ist: Gar nicht. Das Internet ist kaputt. Für immer.
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2013: Das Web zurückerobern

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Die gesamte Grafik gibt es hier.

UPDATE Ich habe hier eine kleine Nachbearbeitung zu diesem Artikel getippt.

Facebook, Twitter, Google, Tumblr, Apple, Instagram, Pinterest und wie sie alle heißen … sie machen das Web kaputt.

Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. Vorbei auch die Zeiten, in denen die eigene Repräsentanz im Netz gleichbedeutend mit einer eigenen Homepage oder einem Blog war, auf denen ein individuelles Archiv der Meinungen, Links und Netzfundstücke der Betreiber entstand.

Heutzutage vergraben wir unsere kurzen Gedanken und Links in der Twitter-Wüste, unauffindbar nach nur wenigen Tagen. Wir posten längere Artikel bei G+ und können nur hoffen, dass Google den Dienst nicht irgendwann genauso einstellt wie viele andere Dienste zuvor. Und wenn wir das tolle Video suchen, das neulich jemand auf Facebook geteilt hat, dann sind wir aufgeschmissen, sobald die Facebook-Timeline es verschluckt hat.
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The Walking Dead Story

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(Achtung, dieser Artikel enthält ein paar kleinere Spoiler, wer also mit The Walking Dead noch anfangen möchte, sollte ihn nicht lesen.)

Erst jetzt bin ich nach vielfacher Empfehlung dazu gekommen, einige Folgen der amc-Erfolgsserie The Walking Dead zu schauen. Da ich eine Zeitlang mal in einem Büro mit Nerdcore-/Crackajack-René saß, ist mir die wahnsinnige psychologische Tiefe und philosophische Vielschichtigkeit des Genres durchaus bewusst. Anders gesagt: Ich kann so’n Zombie-Film schon auch mal klasse finden.

Bei The Walking Dead jedoch fällt mir Begeisterung schwer, denn nachdem der Respekt vor einer visuell prima ins “große Fernsehen” übertragenen Comic-Serie verflogen ist, bleibt nur ein merkwürdiges und teilweise sogar ärgerlich schlechtes Drehbuch.
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Geld, Musik und YouTube

Wir reden uns die Köpfe heiß über das Internet im Zusammenhang mit Musik. Während die Einen das Netz als großartigen Verteiler für Songs und Sounds und als direkten Draht zum Fan empfinden, stellt es für die Anderen eine Bedrohung für ihr kreatives Schaffen dar – oder zumindest für die Entlohnung desselbigen.

Die Wahrheit wird wie immer auf einem gemäßigten Feld irgendwo dazwischen liegen und darauf warten, entdeckt zu werden, doch eines steht fest: Urheber, Komponisten, Musiker und andere Kreative im Netz verdienen längst und auch manchmal auch sehr ordentliches Geld im Netz, und zwar unter anderem auf YouTube.
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Plan B: Jetzt online erhältlich

plan b

Ich kann mich daran erinnern, wie es war, als ich die erste Schallplatte (also Vinyl) von der eigenen Band in der Hand hielt. Es war großartig, erhebend, spannend, aufregend und ich war sehr stolz drauf.

Seit heute, Freitag, den 2. November 2012, sind nun drei der Alben von Plan B erstmalig als reguläre Downloads online und in neu gemasterter Qualität erhältlich sowie als CDs vorbestellbar und … naja, es ist nicht ganz das gleiche Gefühl wie damals, als die schweren Kisten aus dem Presswerk kamen, die Zeiten haben sich eben geändert. Aber stolz bin ich trotzdem drauf, zumal die Alben nun auf dem Band-eigenen Label erschienen sind. Prost!

Plan B (Berlin) bei iTunes.

Greenhouse Effect, Intensified!, Cyber Chords bei Musicload.

Amazon-Partnerlinks:
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Greenhouse Effect (CD), Intensified! (CD), Cyber Chords (CD).

Für Fans: Die Facebook-Page.

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Netzgemüse: The Movie

Es ist eine verrückte Welt. Lego-Figuren fallen aus 40 Kilometer Höhe vom Himmel und für Bücher gibt es jetzt Trailer. Irre.

Die Netzgemüse-Facebook-Page für unser Buch, das am 19.11.2012 als Taschenbuch und als eBook erscheint und schon jetzt vorbestellbar ist (Partnerlink! Partnerlink!), ist gerade gestartet, das Blog zum Buch braucht noch ein paar Tage …

Wer als Bloggerin oder Blogger oder Journalistin oder Journalist Interesse an einem Rezensionsexemplar des Buches hat, schickt bitte einfach eine Mail an johnny at netzgemuese.com mit einem kleinen Hinweis, wo eine Rezension erscheint, wenn sie denn erscheint (Post-Adresse nicht vergessen!).

Und wenn wir mal irre lustig drauf sind, veröffentlichen wir die Outtakes vom Dreh des Trailers …