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I live by the river!
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Positionen von Johnny Haeusler | 46

Mitte ist ein Bezirk

Argumente austauschen, zuhören, sich einer Wahrheit oder einer Lösung nähern, Gemeinsamkeiten finden, ausreden lassen, Standpunkte überdenken, dazulernen, eigene Fehler eingestehen, Fehler des Gegenüber verzeihen.

Passé.

Alle sind immer, sofort, überall auf ihrem Standpunkt. Im Einsatz. Zögern ist ein Zeichen von Schwäche, Graustufen gibt es nicht, die Nachdenkpause wird ihnen präsentiert von Prince Albert.

Die, die viel reden, diktieren denen, die viel schreiben, viel Lautes. Denn die, die viel lesen, haben viel zu tun und hören nur hin, wenn man sie anbrüllt. Niemand weiß, worum es geht, weshalb sich alle einig sind, dass es darum doch nun wirklich nicht geht.

Aufmerksamkeit, Baby, Baby, komm, komm!

Fernsehen ist Gift. Raucher sind Mörder. Bei uns gibt es so etwas nicht.

Mitte ist ein Bezirk.

FeaturePositionenReflektionenJohnny Haeusler, 13.01.2008 um 21:00


Politik von Malte Welding | 59

Wahlen? Was für Wahlen?

Mich interessieren die Wahlen in den USA nicht.

Read on, my dear…

AuslandFeaturePolitikMalte Welding, 09.01.2008 um 13:01


Positionen von Malte Welding | 115

Gravis, Gravis

Anruf bei Gravis.
„Es geht um einen Airport Extreme. Nachdem ich jetzt einige Wochen zwischen meinem Internetprovider und dem Apple-Support hin- und hergereicht wurde, ist jetzt klar: es liegt am Airport.“

„Mhm.“

„Nun verhält es sich folgendermaßen: ich habe in letzter Zeit einen iMac, ein MacBook und eben diesen Router bei ihnen gekauft. Das MacBook war sofort kaputt, das wurde allerdings nicht umgetauscht, sondern repariert, so dass ich über eine Woche darauf verzichten musste. Ich kann jetzt nicht so lange auf den Internetzugang verzichten, also muss ich den Airport umgetauscht bekommen.“

„Ja, das verstehe ich, in Ordnung, dann machen wir das.“

Aufrichtige Freude auf meiner Seite der Leitung.

„Ah, gut. Sehr schön.“

Read on, my dear…

AlltagFeaturePositionenMalte Welding, 08.01.2008 um 15:46


Politik von Malte Welding | 56

Angela Merkel

Wenn ich in einer Diktatur groß geworden wäre, ich wäre Anwalt geworden. Die einfache Rechnung: Wo wenig Recht, da auch wenig Lernstoff. Angela Merkel hat sich dagegen für ein Gebiet entschieden, bei dem es keinen Unterschied gibt zwischen Demokratie und Diktatur. Ich meine nicht das Amt des Parteivorsitzenden, ich rede von der Physik. Diese Wahl ist charakteristisch für Merkel. Sie ist unideologisch und fleißig. Das sind gute Eigenschaften, gerade wenn man sie mit denen ihres Vorgängers vergleicht, der unideologisch und eitel war.

Read on, my dear…

FeatureInlandPolitikMalte Welding, 04.01.2008 um 16:49


Politik von Frédéric Valin | 19

Sierra Leone - Schweine und Diamanten

Es hätte nicht an Gelegenheiten gefehlt, den Krieg in Sierra Leone zu thematisieren, der es Ende der Neunziger für ganz kurze Zeit auf die Titelseiten geschafft hatte: zuerst die Verhaftung des ehemaligen liberianischen Präsidenten Charles Taylor und dessen Prozess in Den Haag; dann der Start von Blood Diamond; und letztes Jahr Ishmaels Beahs Buch „Rückkehr ins Leben“ über sein Dasein als Kindersoldat.

Read on, my dear…

AuslandFeaturePolitikFrédéric Valin, 03.01.2008 um 10:00


Positionen von Malte Welding | 44

Was 2008 noch nicht verboten ist

Man darf übergewichtig sein, sogar in deutlichem Umfang, erste Bestrebungen sind allerdings zu erkennen, dieses der Volksgesundheit Schaden zufügende Körperverhalten mit empfindlichen Geldbußen zu ahnden.

Fernsehen ist weiterhin unbedenklich. Die Zuschauer können sich an Minderjährigen in Castingshows delektieren, da Pr0n7 im Rahmen der Kunstfreiheit operiert, auch RTL wird es weiterhin erlaubt sein, über Teenmodels zu berichten und aus dokumentarischen Gründen gleich auch in Ausübung ihres Berufs zu zeigen, denn die Abscheu und damit die Absolution senden die Bertelsmänner gleich mit.

Read on, my dear…

AlltagFeatureInlandPositionenMalte Welding, 02.01.2008 um 13:55


Pop von Malte Welding | 36

Raus aus dem Retro-Loop

Raus aus dem Retro-Loop, das ist mein Vorsatz für 2008.

Das Internet ist eine Erinnerungsmaschine, die es jedem ermöglicht, ganze Wochenenden mit dem medialen Input seines elften Lebensjahres zu verbringen. Das ist wunderschön, macht aber auf Dauer infantil, träge und blass um die Nase - wie jede gute Droge.

Read on, my dear…

FeatureFilm/TV/RadioFotografieKunstLiteraturMusikNetzPopMalte Welding, 01.01.2008 um 18:59


Positionen von Frédéric Valin | 80

Neuköllner Moscheen(be)suche: Keine Reportage.

„Sach mal, kriegst Du eigentlich hier was von den Hasspredigern mit?“
„Wie kommsten darauf?“
„Naja, liest man doch überall.“
„Liest man wo?“
„In den Zeitungen, Mann.“
„Du solltest den Cicero abbestellen, das würde das Problem lösen.“
„Hm.“

Read on, my dear…

FeaturePositionenReflektionenFrédéric Valin, 27.12.2007 um 13:44


Positionen von Johnny Haeusler | 30

What’s so funny about peace, love and understanding?

Wir gehen es in den kommenden Tagen etwas ruhiger an und bedanken uns an dieser Stelle bei euch für die Unterstützung, Hilfe, Kritik und Diskussionen sowie für die Möglichkeit, das zu tun, was wir lieben. Habt schöne und entspannte Feiertage – Frohe Weihnachten!

AlltagFeaturePositionenJohnny Haeusler, 23.12.2007 um 11:35


Politik von Malte Welding | 44

Ein bisschen Hass muss sein

Das UNICEF Foto des Jahres ist ein bedrückendes Dokument. Es zeigt den 40 Jahre alten (aber älter aussehenden, Standesämter sind in Afghanistan nicht übermäßig genau) Mohammed F. mit seiner elfjährigen Verlobten. Ein beinahe ebenso bedrückendes Dokument ist der Artikel, den der niederländische Autor Leon de Winter für Spiegel Online verfasst hat.

Read on, my dear…

AuslandFeatureInlandMedienPolitikMalte Welding, 20.12.2007 um 21:52


Positionen von Johnny Haeusler | 38

Allgemeine Sozialbedingungen

„Dieser Service ist kostenlos.“ – „Die Anmeldung bei unserem Dienst ist mit keinerlei Kosten verbunden.“ – „Dieses Portal bleibt kostenfrei.“

Die verschiedensten Dienste im Netz buhlen um die Gunst der Nutzer und versprechen dabei keinerlei Kosten zu verursachen. Was nicht stimmt. Denn selbstverständlich bezahlen wir jeden kommerziellen Service in wertvollen Währungen, nämlich mit unserer Aufmerksamkeit und unseren Daten. Nicht nur bei StudiVZ.

Read on, my dear…

EssaysFeatureNetzpolitikPositionenServicesJohnny Haeusler, 18.12.2007 um 16:34


Politik von Frédéric Valin | 13

Updating Burma, Birma, Myanmar: Something new on the Eastern Front?

Als in Myanmar die Mönche auf die Straße gingen, war die Überforderung in den deutschen Medien mit Händen greifbar: Myanmar? Burma? Birma? Pagodien? Wie nenn mers denn jetzt? Und die Hauptstadt? Ach, is gar nicht mehr Rangon? Und was passiert jetzt wo nochmal genau? „Safranrevolution“, sagst Du? Ja, toll, das nehmen wir. Und als dann Eva Herman kam, ging ein kollektives Aufatmen durch die Kommentatorenreihen: Weitere Nachrichten entnehmen Sie bitte der Rubrik „ferner liefen in aller Welt“, danke. Dabei war bis vor kurzem noch gar nicht so klar, was in Myanmar eigentlich vor sich gegangen ist. Erst jetzt zeichnet sich so langsam ab, was sich im Spätsommer ereignete. Zeit für eine Reinspektion.

Read on, my dear…

AuslandFeaturePolitikFrédéric Valin, 17.12.2007 um 09:06


Politik von Malte Welding | 49

Das Jugendvögelschutzgesetz - Recht von einem anderen Stern

Wenn man früher Nacktfotos von Minderjährigen gemacht hat, musste man die fertigen Bilder im Fotoladen abholen. Ich erinnere mich, wie ich mit der 15jährigen C. an der Ladentheke stand und der Verkäufer mit einem hinterhältigen Lächeln fragte, ob wir uns die Fotos ansehen wollten. Dabei fing er an, den Umschlag mit den Fotos zu öffnen. Hochroten Kopfes schmiss ich ihm seinen Obolus hin, packte C. und den Umschlag und stürmte aus dem Laden. Im Zuge unserer Trennung musste ich C. die meisten der Fotos zurückgeben, zwei ließ sie mir aus Kulanzgründen. Ihre Hoch-Zeit erlebte die Minderjährigennacktfotografiererei dann mit Einführung der digitalen Fotografie, aber da war ich schon zu alt, so dass ich mein Reservoir an Minderjährigennacktfotos als defizitär bezeichnen würde. Und jetzt werden sie abgeschafft. So wie das Rauchen, das Euthanasieren und vermutlich will uns der Staat auch noch das Totfahren von Menschen irgendwann verbieten.

Read on, my dear…

FeatureInlandPolitikMalte Welding, 14.12.2007 um 17:48


Positionen von Johnny Haeusler | 228

Read on, my dear: Spreeblick 2008!

Berlin ist eine einzige Baustelle. Wohin man auch schaut, überall wird erweitert, erneuert, ergänzt, erschaffen. Und so befanden sich auch Teile von Spreeblick seit Monaten auf einer Baustelle, die glücklicherweise jedoch kaum für öffentliche Staus sorgte. Das Resultat der Arbeiten könnt ihr nun sehen, und wenn auch niemand behaupten würde, dass die Bauarbeiten abgeschlossen sind, so freuen wir uns doch enorm, endlich Richtfest feiern zu können.

Read on, my dear…

FeaturePositionenReflektionenSpreeblickJohnny Haeusler, 12.12.2007 um 18:04


Positionen von Malte Welding | 74

Sie haben das Recht zu schweigen

ccMike Bensalem

Wenn jemand eine Wand hochzieht und ein anderer Jemand des nächtens auf dieser Wand ein Hakenkreuz hinterlässt, dann ist es offensichtlich: Der Wanderbauer hat seine Sorgfaltspflichten verletzt. Ganz besonders, wenn er die Wand in einer Farbe errichtet hat, die seit jeher für Kontroversen sorgt, zum Beispiel: Grün. Oder in einer Gegend, in der es schon häufiger zu politischen Graffiti gekommen ist, zum Beispiel: Dortmund.
Das schon legendäre Landgericht Hamburg hat entschieden, dass es Stefan Niggemeier vorzuwerfen ist, dass ein die Callactive GmbH beleidigender Kommentar in der Nacht von Samstag auf Sonntag für mehrere Stunden online war. Zwar habe Niggemeier aufopferungsvoll seinen Garten gehegt und gepflegt, es sei aber bei Themen von einer derartigen Brisanz zu erwarten, dass rechtswidrige Kommentare erfolgen würden, daher sei eine vorherige Moderation vonnöten.
An diesem Urteil ist so vieles interessant, dass ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. In aller dem Urteil angemessenen Willkür daher einfach ein paar lose Gedanken.

Read on, my dear…

EssaysFeaturePositionenMalte Welding, 06.12.2007 um 16:38


Politik von Johnny Haeusler | 45

Linke stellt Strafanzeige gegen Wikipedia

Um als Politikerin für Netzschlagzeilen zu sorgen hilft es enorm, wenn man nicht weiß, was ein Browser ist. Noch wirkungsvoller ist es aber, wenn man keinen Schimmer hat, wie die Wikipedia funktioniert.Katina Schubert, stellvertretende Vorsitzende von Die Linke, hat sich diese Weisheit zu Herzen genommen und dürfte mit ihrer Strafanzeige gegen die Wikipedia, die sie für „wenig kontrollierbar“ hält (die Wikipedia, nicht die Strafanzeige), die heutige Senkrechtstarterin in den „Online-Kompetenz bei Politikern“-Charts sein. „Nazis raus!“ fordert Schubert nicht nur für die Wikipedia, sondern für das gesamte Internet und lässt die Antwort auf die Frage „Und wohin?“ dabei offen.Gerüchte, dass Frau Schubert im nächsten Schritt Arcor zur Sperrung der Wikipedia zwingen will, sind ebensolche.

Disclaimer: Spreeblick arbeitet gerade selbst an diversen Kampagnen, darunter „Arbeitslosigkeit raus!“, „Gewalt niederschlagen!“ und „Der Schnupfen soll für immer weggehen!“.

[via, inzwischen mit Update]

Update: Lt. Wikipedistik ging die Pressemitteilung scheinbar vor der Anzeige raus. Go figure.

FeatureNetzpolitikPolitikJohnny Haeusler, 06.12.2007 um 13:13


Positionen von Malte Welding | 33

Tala

ccKitty27

Ich stand ihr im Weg. „Setz dich doch mal hin“, sie schob mir einen Stuhl zu. „Ich kann gar nichts sehen.“ Ich setzte mich. Es war der Tanztee der Tanzschule Heyden-Schnitzler. „Schwanzschule Scheiden-Kitzler“ nannte Martin Knecht, unser Scherz-Experte, sie und hatte recht. Um die riesige Tanzfläche herum standen Tische und an einem dieser Tische saß ich nun. Mit ihr. Sie war das Wesen, das man zuletzt hier erwartet hätte. Ich kenne mich in den Untiefen des Herr-der-Ringe-Universums nicht aus, aber wenn es das gibt, dann war sie eine dunkle Elfe. Sie war ein Gothic-Mädchen mit dunkler Haut und apricot-pinkem Haar, zerbrechlich wie ein Spielzeug, ich sah keine Details, ich war geblendet. Natürlich war sie unerreichbar für mich. Ich versuchte nicht einmal, ins Gespräch mit ihr zu kommen.
Read on, my dear…

AlltagFeaturePositionenStoriesMalte Welding, 02.12.2007 um 18:57


Politik von Frédéric Valin | 29

Villiers-le-Bel: Brennt Paris?

ccA23H

Als die „französischen Zustände“ in Frankreich begannen, hießen sie „amerikanische Zustände“. Aber davon spricht keiner mehr. Heute sprechen alle nur noch vom Heute. Und jeder hat eine andere Brille auf. Aber zuerst zu den Fakten:

Read on, my dear…

AuslandFeaturePolitikFrédéric Valin, 29.11.2007 um 14:17


Positionen von Malte Welding | 39

Hart. Frontal. Bullshit.

Es gibt viele Günde, eine schöne Lüge in die Welt zu setzen. Man kann aus Angst lügen. Man kann aus Höflichkeit lügen. Man kann aus Fanatismus lügen, Fakten dehnen, biegen und umdeuten. Ängstlich, höflich oder fanatisch sind die Redaktionen von Hart aber Fair, Kontraste, Frontal 21 und Panorama jedoch mit Sicherheit nicht, wenn es um das beliebte Thema Killerspiele geht. Hier ist es eher Denkfaulheit, die zur Lüge hinführt. Ob es sich dann überhaupt noch um eine Lüge handelt oder um die sanftere Variante, das fahrlässige Absondern von Bullshit, ist jedenfalls dann zweitrangig, wenn sich auch auf Vorhaltungen hin nichts ändert.
Matthias Dittmayer hat dem Bullshit Fakten gegenüber gestellt.
Für Fakten scheint man allerdings in den Redaktionen nicht mehr empfänglich zu sein. Denn da man ja für eine gute Sache kämpft, glaubt man, guten Gewissens ein bisschen an den Tatsachen schrauben zu dürfen. Wer jetzt sagt: „Genau das ist doch die Art und Weise, in der Fanatiker argumentieren“, dem ist nicht zu helfen. Im Fernsehen, da sitzen die Guten. Die lügen nicht. Die sind im Besitz einer höheren Wahrheit.

Sehr aufschlussreiches Video nach dem Klick.
Read on, my dear…

EssaysFeaturePositionenMalte Welding, 29.11.2007 um 12:39


Pop von Johnny Haeusler | 64

Wie es die Musikindustrie doch noch ins 21. Jahrhundert schaffen kann


Anekdote zum Bild am Artikelende

Der Bundesverband Musikindustrie e.V., deutscher Ableger der IFPI (International Federation of the Phonographic Industry), hat die eigene Website überarbeiten, also mit Farbverläufen und Stock-Fotos von Mädchen mit Kopfhörern ausstatten lassen. Der vom Notizblog entdeckte und dort auch noch dokumentierte Stinkefinger in einer Flash-Datei ist verschwunden und so kann man nur vermuten, ob es sich bei dem Scherz entweder um einen durchaus wirkungsvollen PR-Gag (denn wer hätte sich sonst für den Relaunch interessiert?) oder um das Werk eines aufmüpfigen und nun vielleicht arbeitslosen Programmierers gehandelt hat. Meine Anfrage bei der zuständigen Agentur (Achtung, „witzige“ Startseite!) blieb bis heute unbeantwortet.

Egal: musikindustrie.de ist neu und präsentiert sich in „moderner Optik“. Schade nur, dass die Inhalte immer noch die alten sind.

Read on, my dear…

EssaysFeatureMusikPopJohnny Haeusler, 28.11.2007 um 17:00


Pop von Fabu | 625

Gefangen in der Blogosphäre oder: Benutze Faust mit Gesicht


Original Bild © julipan

Ich sitze gedankenversunken an meinem Schreibtisch und verfasse einen Artikel für Spreeblick. Plötzlich stehen drei maskierte Männer im Raum. Noch bevor ich die Gefahr realisieren kann, werfen mich die Fremden zu Boden. „Widerstand ist zwecklos!“, nuschelt einer energisch durch seine schwarze Skimaske und binnen weniger Sekunden liege ich wie ein verschnürtes Paket auf dem Parkett. „Was wollt…“, beginne ich, doch der Satz endet abrupt mit einer geballten Faust auf meiner Nase und ich fliege zu den Sternen. Blackout.

Read on, my dear…

FeaturePopFabu, 22.11.2007 um 21:07


Positionen von Johnny Haeusler | 33

Nichts außer Kontrolle


Foto © Wetsun

Die Band Slime sang Anfang der 80er im Song „Bullenschweine“:

Dies ist ein Aufruf zur Revolte, dies ist ein Aufruf zur Gewalt
Bomben bauen, Waffen klauen, den Bullen auf die Fresse hauen

… und bekam, obwohl keines der Bandmitglieder einen Vollbart trug, prompt Ärger mit dem Verfassungsschutz. Read on, my dear…

FeaturePositionenJohnny Haeusler, 20.11.2007 um 23:22


Pop von Frédéric Valin | 12

Interview mit einem Verleger: Jörg Sundermeier (Verbrecherverlag). I. Teil


Bild generiert von Ortstafel

Jörg Sundermeier ist Mitbegründer und Co-Kopf (das wollte ich schon immer mal schreiben) des Verbrecher-Verlages, Literaturkritiker und Autor des Buches „Der letzte linke Student“. Ich hab ihm ein paar Fragen gestellt, über den Buchmarkt, Verlage, Buchgeschäfte im ersten Teil, und im zweiten Teil (der morgen kommen wird) über Literatur und Internet. Und das hat er gesagt: Read on, my dear…

FeatureLiteraturPopFrédéric Valin, 20.11.2007 um 09:08


Politik von Malte Welding | 20

Nach dem Staatsstreich

Bild: blogefl

Wir wollen nicht den gläsernen Bürger, wir wollen den gläsernen Verbrecher.

Siegfried Kauder

Ich weiß nicht, ob Siegfried Kauder diesen Satz erklären könnte, wenn ihn jemand fragen würde. Ab wann denn nun ein Verbrecher kein Bürger mehr ist und woher man das vorher schon so genau weiß. Aber es geht ja schließlich nicht um Argumente. Es geht darum, Tatsachen zu schaffen. Wir müssen vor Terrorismus beschützt werden und vor Verbrechen, sagen die Politiker der Roulette-Koalition (die mittlerweile offensichtlich am liebsten die russische Variante spielen).

Wie sind wir denn um alles in der Welt durch den Kalten Krieg gekommen? Damals waren Atombomben auf uns gerichtet, heute sind es Kofferbomben von Amateuren, die nicht einmal Zünder richtig einstellen können.
Read on, my dear…

FeatureInlandPolitikMalte Welding, 11.11.2007 um 22:41


Pop von Johnny Haeusler | 37

Wolfgang Schäuble erklärt den biometrischen Pass: Remix

Bei Netzpolitik haben wir es zuerst gefunden, das Video von Wolfgang Schäuble über die neuen E-Pässe (hier die YouTube-Version), und dort wird auch heftig widersprochen.

Nun. Netzpolitik und YouTube mögen die Original-Version haben. Aber nur wir haben die echte. Video nach dem Klick. Read on, my dear…

FeaturePopJohnny Haeusler, 02.11.2007 um 22:20


Positionen von Malte Welding | 32

Ein Mann wie Woody

Als Adrian ihre Katze Muush im Vorübergehen geraderückte, wusste Mascha mit einem Mal ganz genau, dass sie mit ihm keine Kinder bekommen wollte. Sie hatte sich daran gewöhnt, dass er grummelnd hinter ihr herräumte. Sie hatte es geschafft, Solitaire so zu spielen, dass das Klicken der Maus für Adrian nicht mehr zu hören war. Um mit Adrian zusammen zu sein, musste sie Opfer bringen, aber Adrian war einfach besonders.

Wenn Adrian eine Sendung über Prosopagnostiker sah, sagte er mit tonloser Stimme, dass es ihm ebenfalls schwer falle, Gesichter zu unterscheiden. Filme, in denen mehr als ein Asiate mitspielt, brauche er sich gar nicht anzuschauen und ein olympisches Hundertmeterfinale sehe für ihn aus wie der Angriff der Klonkrieger.
Read on, my dear…

FeaturePositionenStoriesMalte Welding, 29.10.2007 um 03:27


Politik von Malte Welding | 26

Die Geschichte der RAF

Als wir das erste Mal im Zusammenhang mit der möglichen Entlassung von Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar über die RAF geschrieben haben, wurde deutlich, dass viele unserer jüngeren Leser überhaupt nichts über die RAF wussten. Die gesamte Nachkriegszeit wird im Schulunterricht vernachlässigt, die sechziger und siebziger Jahre finden nicht statt. Im Fernsehen wird die Frage um Schuld und Sühne der Beteiligten meist anhand von Bildern des entführten Hanns Martin Schleyer diskutiert. Die Entwicklung hin zum Terror wird allerdings nicht beleuchtet und bleibt somit für Jüngere nicht nachvollziehbar.

Der Journalist und Schriftsteller Willi Winkler hat Die Geschichte der RAF aufgeschrieben. Ich habe das Buch verschlungen und mich dann mit Willi Winkler über die RAF unterhalten.

Spreeblick: Sie beginnen Ihre Geschichte der RAF in den fünfziger Jahren. Warum?

Willi Winkler: Neulich sagte einer der Aktivisten von 1968, eine vollständige Geschichte der RAF müsste 1933 beginnen. Ich habe das Leben meiner Protagonisten bis in die fünfziger Jahre zurückverfolgt, weil die RAF entgegen landläufiger Meinung nicht aus zwölf grünen Männchen bestand, die (sagen wir) 1970 in der Lüneburger Heide landeten und dann sofort damit begannen, Flugzeuge zu entführen und Industrielle umzubringen. Die RAF hat eine Vorgeschichte, schlimmer noch: sie ist ein wesentlicher Teil der deutschen Geschichte. Noch platter: ohne Nationalsozialismus, ohne den industriellen Massenmord an den Juden, hätte es auch keinen deutschen Terrorismus gegeben.
Read on, my dear…

FeatureInlandPersonenPolitikMalte Welding, 16.10.2007 um 08:00


Positionen von Malte Welding | 79

Eine Frau wie Krebs

Sven war ein gutaussehender Mann. Gutaussehend auf diese Fernsehmoderatorenart. Man hätte sich von ihm fragen lassen, welches der Worte schwul, Reißverschluss, Glasnost und Doping es nicht in eine Liste der hundert Begriffe des 20. Jahrhunderts geschafft hat und ihn trotzdem sympathisch gefunden. Seine Freundin Maria sah aus wie mit feinstem Pinsel gemalt. Sie hatte deutsche Eltern, aber man hätte schwören können, der Briefträger sei Japaner gewesen. Sie hatte Manga-Augen und wie bei jeder tatsächlich dramatischen Schönheit versteckte sich in ihrem Gesicht ein Hauch von Verschlagenheit. Ein Traum.
Wenn Sven und Maria gemeinsam weggingen, konnte es passieren, dass Maria stolz und froh von der Toilette zurückkam und berichtete, dass sie dort einen anderen Gast gevögelt hatte.
Read on, my dear…

FeaturePositionenStoriesMalte Welding, 01.10.2007 um 19:05


Politik von Frédéric Valin | 27

Myanmar ist Burma ist Birma


Photo © racoles

Business as usual, mögen sich die birmesischen birmanischen Generäle rund um Than Shwe gedacht haben, als vor ein paar Tagen einige Mönche auf die Straße gingen, um gegen die hohen Lebensmittelpreise zu demonstrieren. Ein bißchen Tränengas, ein paar Stockhiebe, Verhaftungen der Organisatoren - die altbewährten Methoden eben. Seit die Militärs in den 60ern die Macht in Myanmar an sich gerissen haben, gibt es das ja quasi vierteljährlich.

Read on, my dear…

AuslandFeaturePolitikFrédéric Valin, 28.09.2007 um 14:38


Positionen von Malte Welding | 47

Vier Väter


Foto © Upsilon Andromedae

Sie sind unsere nächsten Verwandten, sie sind beinahe wie wir in winzig und es gibt immer noch mehr von ihnen als man denkt. Mag man auch hoffen, dass der Blick auf sie mehr über uns selbst verrät, so muss man doch immer wieder feststellen, dass man von ihnen kaum etwas weiß. Ich rede nicht von Bonobos, ich rede von Kindern. Spreeblick, Deutschlands vermehrungsfreudigstes Weblog, hat Menschen gefragt, die wissen müssen, wie das denn nun so ist mit den Kindern. Väter.

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AlltagFeaturePositionenMalte Welding, 26.09.2007 um 12:34


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