ZeFrank dreht jetzt Videos für Time.com und im ersten geht es um die Ereignisse in Iran. Und um Kermit.
(via Waxy)
ZeFrank dreht jetzt Videos für Time.com und im ersten geht es um die Ereignisse in Iran. Und um Kermit.
(via Waxy)
Vermutlich wird sich in den nächsten Stunden entscheiden, ob es im Iran zu einem Blutbad kommt oder ob sich die Lage beruhigt. Es ist noch nicht völlig klar, was in diesen Momenten auf den Straßen Teherans passiert. Und es ist auch völlig unklar, wofür und wogegen Khameini, Mussawi oder die Revolutionsgarden stehen - selbst für die meisten Iraner.
Die Yes Men haben zusammen mit Greenpeace nicht weniger als eine Million gefaketer Herald Tribunes verteilt, und zwar die Ausgabe vom 19. Dezember 2009. Die Aktion sollte auf die Klimagespräche hinweisen, die in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember stattfinden. Oben der Fake-Garfield-Cartoon, auf der Comic-Seite gibt’s noch einen Klima Halvin and Cobbes, die komplette Ausgabe ist hier online und hier als PDF runterladbar.
(via The Browser)
Vorher auf Spreeblick:
Die Yes Men beenden den Irak Krieg in einer gefakten New York Times-Ausgabe vom 4. Juli 2009
Eine korrekte Einschätzung des Ahmadinedschad-Opponenten Mir Hossein Mussawi ist mir nicht möglich, dass jedoch das Wahlergebnis im Iran nicht nur von der Opposition und den Demonstranten angezweifelt wird, die sich heftige Straßenkämpfe mit der Polizei liefern, steht fest.
Zusätzlich zu den bekannten Quellen folgend ein paar Links mit Fotos, Artikeln und Videos zur aktuellen Lage. Auch hier gilt: Ich kann die Quellen nicht 100%ig einschätzen oder bewerten, doch wer kann das von hier aus schon …
Mousavi: Twitter, flickr, YouTube
Iran News (Blog)
Juan Coles Blog (Juan Cole Wikipedia)
Iran Photos
Blog von Saeed Valadbaygi
[via]
Wenn wir hier über sogenannte Raubkopien, über Remixe und Copyright-Wars schreiben und diskutieren, geht es meist um Film- und Musikdownloads. Fred hat zuletzt das Feld um GoogleBooks und den Heidelberger Appell erweitert. Doch all das ist weit mehr als nur ein Hobby für kleptomanische Musikfans und Leseratten. Hier geht es um die Frage, wem geistiges Eigentum gehört und was dieser Besitz dem Besitzer für Exklusivrechte gibt. Und diese Fragen betreffen weit mehr als Filesharing, sie haben mit globaler Gerechtigkeit, Menschenwürde, letztlich sogar mit der Entscheidung um Leben und Tod zu tun.
Read on, my dear…
Ich weiß nicht, wie oft ich im Lauf meines Lebens schon hören musste, dass die „Konservativen als Gewinner der Wahl gelten“.
Was bedeutet es eigentlich, konservativ zu sein im Jahr 2009? Es kann doch wohl niemand ernsthaft wollen, dass alles so bleibt, wie es ist. Oder?
In Partnerschaft mit Arte live aus der Cantine in Paris: der Stream zur Europawahl 2009. Nach dem Klick.
Update: Die internationalen Ergebnisse sind da.
Ab 21:30 wird der Stream auf Spreeblick eingebettet sein: bis dahin werde ich hier und auf arte ein paar Reaktionen sammeln, kommentieren und - soweit das jetzt schon möglich ist - analysieren. Europa auf die Couch legen, juchee. Das Posting wird entsprechend aktualisiert.

Die größte Herausforderung zur Europawahl wird die Wahlbeteiligung sein. Deswegen hat arte das Projekt 27 und ich auf die Beine gestellt (Twitter); das ist eine Plattform, auf der 27 Korrespondenten aus allen Ecken der EU von den Stimmungen, den Einflüssen der europäischen Politik und den Wahlergebnissen berichten. Zum Wahlabend wird es in Partnerschaft mit Spreeblick live aus Paris ein Streaming geben, an dem ich teilnehmen werde und das auch hier eingebettet sein wird.
PS: Das Wetter in Paris ist beschissen, aber hallo.
Kaum steht die Europawahl vor der Tür, schon entbrennt zum hundertfünfzigsten Mal die Debatte über einen Beitritt der Türkei. Angesichts der Häufigkeit, mit der dieses Thema schon diskutiert wurde, hätte man davon ausgehen können, dass alle wesentlichen Punkte auf dem Tisch liegen. Stattdessen ergehen sich beide Seiten noch immer in der ewig gleichen Polemik.
1989: Die ersten freien Wahlen in Polen. Der Eiserne Vorhang zu Ungarn öffnet sich. Die Berliner Mauer fällt.
Und auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking tötet die chinesische Volksbefreiungsarmee geschätzt 3.000 friedlich demonstrierende Studenten. Seit zwei Jahrzehnten versucht die Führung in China die Verbreitung der Fakten über das Massaker zu verhindern – teilweise mit Erfolg.
Und so wird heute, zum 20. Jahrestag des Massakers, die Great Firewall Of China noch etwas höher als sonst gebaut: Internet-Dienste wie Twitter, flickr, YouTube, Facebook und viele mehr werden aktuell blockiert, um den Informationsfluss so weit wie möglich zu stoppen. Doch wer sich technisch auskennt, findet Wege an der Mauer vorbei und twittert weiter.
Als Einstieg in das Thema sei diese Frontline-Doku wiederholt empfohlen, weitere Links hat René bereits gestern zusammengetragen.
Nach dem Klick: Ein sehr hübsches Video, das den ganzen Europa-Schlamassel etwas durchschaubarer macht, erstellt von der Wiener Agentur instant. Und keine Wahlempfehlung.
Read on, my dear…
Ich habe da mal ein paar Fragen zur Opelrettung:
Opel soll ja künftig wie folgt besessen werden:
Zu 35 Prozent gehört der Konzern dann der quasi staatlichen Sberbank aus der lupenreinen Demokratie Russland, die mit dieser Beteiligung den hochverschuldeten und hinter allen technischen Entwicklungen zurückliegenden russischen Autobauer Gaz mitsanieren will.
Weitere 35 Prozent soll der alte Mutterkonzern GM halten, der binnen Kurzem wahrscheinlich Insolvenz anmeldet und dann vielleicht doch den ein oder anderen Gläubiger bedienen muss und danach gemeinsamer Besitz des us-amerikanischen Staates, der Mitarbeiter und Gewerkschaften ist.
Der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna will 20 Prozent halten.
Mitarbeiter und/oder Autohändler erhalten weitere 10 Prozent. Read on, my dear…
Carla del Ponte war von 1999 bis 2008 Chefanklägerin des Internationalen Straftribunals für das ehemalige Jugoslawien und Ruanda. Damals galt sie als sehr aufsässige, eigenwillige und mutige Person. Dass ihre Memoiren ohne größeres Aufsehen veröffentlicht werden würden, davon war nicht auszugehen gewesen. Und tatsächlich haben Kroatien, Serbien und Albanien in seltener Einigkeit die Veröffentlichung von „Im Namen der Anklage“ verurteilt, und das Schweizer Außenministerium hat ihr untersagt, öffentlich als Autorin des Buches aufzutreten.
Das widerlichste an der momentanen Causa Berlusconi ist, mit welcher Selbstverständlichkeit und mit welchem Voyeurismus selbst seriöse Medien die Halbnackt-Bilder eines Teenagers vorzeigen. Alles lechzt nach den Enthüllungen, wie der alternde Charmeur an das junge, naive Dessousmodell denn nun rangegangen ist. Erklären soll er sich, das fordert inzwischen halb Europa. Wenn Berlusconi über diese Affäre stolpert, solls recht sein. Allerdings aus anderen Gründe als ein minderjähriges Modell.
Gerade gestern habe ich mich noch mit einer englischen Bekannten darüber unterhalten, wie erstaunlich ich es finde, dass ich in London noch kein einziges Mal über Wahlwerbung für die in knapp zwei Wochen stattfindende Europawahl gestolpert bin. Einen Regierungsspot im Radio, der zum Wahlgang ermuntern wollte, einmal ausgenommen. Da flogen heute gleich drei Leaflets durch den Briefschlitz. Read on, my dear…
Jetzt ist Myanmar wieder vergessen, und trotz der weltweiten Aufmerksamkeit während der Mönchsaufstände hat sich nichts geändert in dem Land, das inzwischen nur noch wegen seiner goldenen Pagoden in die Reiseseiten der Medien kommt. Die Informationspolitik oder eher Informationsverhinderungspolitik der Militärjunta hat bewirkt, dass noch immer kaum bekannt ist, was damals in Rangoon und den anderen Städten vor sich gegangen ist: vielleicht will das auch niemand mehr wissen. Wer es doch noch wissen will, dem sei Burma VJ ans Herz gelegt, ein Film der freien Journalistenvereinigung Democratic Voice of Burma, die eine Innenansicht der Geschehnisse von 2007 liefern und den World Cinema
Documentary Editing Award auf dem Sundance Film Festival 2009 gewonnen haben. Trailer nach dem Klick.
Read on, my dear…
Der Papst ist in Israel, und man kann die Besorgnis verstehen, mit der Yad-Vashem-Direktor Avner Schalev seine Einschätzung dazu gibt. Benedikt XVI. hat viel Kredit verspielt, als er einen Holocaustleugner zurück in den Schoß der Kirche holen wollte und in einer Karfreitagsfürbitte dazu aufrief, für die Bekehrung der Juden zu beten. Und eigentlich gäbe es noch eine Menge mehr zu klären: einige historische, sagen wir, Details.
Gestern Abend kam Avigdor Lieberman, der neue israelische Außenminister, auf einen Antrittsbesuch nach Berlin. Der Empfang soll kühl gewesen sein. Man kann nicht sagen, dass die deutschen Medien zögerlich waren in ihrer Kritik bei seiner Amtseinführung: Zu seiner Amtseinführung gab es eine Menge kritischer Kommentare in den Medien. Ein Araberhasser sei er, ein Ultrarechter, ein Rechtspopulist. Als Vergleichsperson halten immer wieder Jean-Marie Le Pen und Jörg Haider her. Gideon Levy, israelischer Journalist, sagte über ihn: „Wenn so einer wie Lieberman in einer europäischen Regierung einzöge, würde Israel die Beziehungen zu ihr abbrechen.“ In israelischen Medien gilt er teilweise als Rassist oder Faschist.
Eigentlich ist Frieden so einfach. Ein wenig Versöhnung, ein wenig Vergeben, etwas Größe und Menschlichkeit. Schon wär Frieden. Selbst in Israel und Palästina.
Hört doch einfach auf mit den Bombenangriffen, den Raketen, den Selbstmordattentaten, der illegalen Landnahme, dem Einsperren eines ganzen Volkes. Geht nicht?
Ginge schon, wenn auch die Menschen in der großen Politik, derart über scheinbar unüberwindbare Gräben hinweg handeln würden, wie der Palästinenser Ismael Khatib, über den der morgen in den deutschen Kinos anlaufende Dokumentarfilm „Das Herz von Jenin“ berichtet.
Read on, my dear…
Mit dem heutigen Tag enden die militärischen Operationen Großbritanniens im Irak. Rund 4000 Soldaten werden bis Ende Mai das Land verlassen haben, nur wenige müssen noch dableiben und einpacken, um Equipment nach Großbritannien zurück zu senden – oder nach Afghanistan.
Premierminister Gordon Brown bezeichnet das Unternehmen als „Erfolgsgeschichte“, und der irakische „Ölminister“ Hussain al-Shahristani reist nach England, um mit etwa 250 Unternehmen (u.a. Shell und Rolls Royce) über ihre möglichen Investitionen im Irak zu sprechen.
[Quelle]
Ich bin in eine kranke Zeit hineingeboren. Seit ich denken kann, beschäftigen sich Medien und Menschen um mich herum mit Weltuntergängen. Das fing an mit Tchernobyl, dem Damoklesschwert eines Nuklearkrieges, diversen Meteoriten, die alle mehr oder weniger betrunken auf die Erde zutaumeln. Nach dem elften September hat man ganze Bibliotheken vollgeschrieben, um mir weiszumachen, dass der Terrorismus und der Islam in Kürze hier die Scharia einführen und ich dann einen Backenbart zu tragen habe plus Schlafanzug. Außerdem droht die Klimakatastrophe, Desertifizierung, globale Erwärmung, El Nino, frohe Weihnachten. Als wäre das alles nicht genug, will alle zwei Jahre ein neuer Virus der Menschheit ans Leder. BSE, SARS, Vogelgrippe, und jetzt die Schweinegrippe. Jede Woche droht das Ende der Menschheitsgeschichte.
Peter vom Regioblog hat sich gefreut über die Bürgerumfrage zur Europawahl vom Europäischen Parlament … und gewundert, denn für die Umfrage wurde ihm ein WORD-Dokument geschickt. Um zu zeigen, wie man das besser machen könnte, gibt es die Umfrage nun als Online-Formular. Vielleicht kann das Europäische Parlament ja den Code von Peter lizenzieren …
Die Betreiber von Pirate Bay wurden heute vom schwedischen Gericht schuldig gesprochen, alle vier Angeklagten sollen für ein Jahr ins Gefängnis und knapp 3 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Verurteilten haben bereits Berufung angekündigt. Der Artikel auf Heise.de hat noch keinen einzigen Kommentar (12:21 Uhr), ich denke aber nicht, dass das so bleibt.
Ein schwedisches Gericht hat vier Verantwortliche des Torrent-Trackers The Pirate Bay der Beihilfe zur schweren Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden und zu einjährigen Haftstrafen sowie Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt. Der Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro) soll verschiedenen Film- und Musikunternehmen zu Gute kommen. Schon vor dem Urteil hatten die Angeklagten angekündigt, im Falle eines Schuldspruchs in die Berufung zu gehen.
Letzte Woche hatte das französische Parlament das „Three Strikes“- Gesetz eigentlich beschlossen, wobei nach der Sitzung nur noch 16 Parlamentarier anwesend waren und die Abstimmung auf heute verschoben wurde. Und bei dieser Abstimmung wurde das Gesetz überraschend abgelehnt. Markus hat viele Details und einen O-Ton vom französischen Netzaktivisten Jeremie Zimmermann.
Das war ein hervorragender Sieg für die Bürger. Diese Abstimmung zeigt, dass es noch möglich ist, in diesem Frankreich, die Stimme der Bürger hörbar zu mchen. Das ist ein fantastisches Beispiel für die Verwendung des Internets gegen die, die es kontrollieren wollen. Die individuellen Freiheiten werden nun nicht zugunsten organisierter Interessen einiger überholter Industrien geopfert werden. Das HADOPI-Gesetz wurde früher als erwartet beerdigt» erklärt Jérémie Zimmermann, Mitbegründer und Sprecher von “La Quadrature du Net”
Dass die Nato, fast zwanzig Jahre nach Zusammenbruch des Ostblocks, jetzt sechzig Jahre alt wird, ist für sich genommen erstaunlich. Dass sie reformiert und vergrößert werden soll, auch. Dahinter steckt der Gedanke, dass es nur ein westliches Militärbündnis sein kann, das den Frieden in die Welt bringt und die Menschenrechte vertritt.
Eine meiner Forderungen seit langer, langer Zeit: Medienkompetenz als Fach in den Schulen, am besten schon in den Grundschulen. Und zwar nicht nur die Rezeption, sondern auch die Medienproduktion, die Publikation. Die Engländer machen das jetzt vor und lehren an Grundschulen Twitter, Bloggen, Wikipedia und Podcasten. So muss das sein.
Die Chinesen wollen Karl Marx’ „Das Kapital“ als Musicalnummer aufführen. Ich freue ich ja schon auf singende Kritik der politischen Ökonomie und den Battle der tanzenden Arbeiter und der Produktionsmittel. Das Musical wird auf dem bereits existierenden Manga basieren.
(via MeFi)
[update] Freakonomics hat die schönste Headline zum Thema: „Workers of the World, Dance!“
Spreeblick ist auf dem Londoner Flughafen gesperrt, „because it contains a banned word“. Der kreativste Vorschlag für das „banned word“ gewinnt Ruhm und Ehre und keine Reise nach London.
(Danke Nico!)
Die neuseeländische „Internet Blackout“-Aktion gegen das „Section 92A“ genannte, bisher geplante „3 strikes and you’re out“-Gesetz gegen Urheberrechtsverletzungen durch Internet-Nutzer scheint erste Erfolge verbuchen zu können. Premierminister John Key kündigte an, das geplante Gesetz zunächst auszusetzen, um die Beteiligten zu einer gemeinsam entwickelten, freiwilligen Lösung zu bewegen. Sollte diese vorliegen, würde man sich ein halbes Jahr lang ansehen, wie gut sie in der Praxis funktioniere, um dann ggf. Anpassungen oder Änderungen vorzunehmen.