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><channel><title>Spreeblick &#187; Ausland</title> <atom:link href="http://www.spreeblick.com/category/kategorien/politik/ausland/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spreeblick.com</link> <description>I live by the river!</description> <lastBuildDate>Sat, 20 Mar 2010 11:48:51 +0000</lastBuildDate> <generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Happiness is a warm gun</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F18%2Fhappiness-is-a-warm-gun%2F&amp;seed_title=Happiness+is+a+warm+gun</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F18%2Fhappiness-is-a-warm-gun%2F&amp;seed_title=Happiness+is+a+warm+gun#comments</comments> <pubDate>Thu, 18 Mar 2010 11:19:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=29058</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage alignleft"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/03/gun.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/badjonni/403366211/"><span
class="text">badjonni</span></a></p></div><br
/> Früher waren Kriege zwischenstaatliche Konflikte; inzwischen ist das die Ausnahme. Die Mehrzahl der Kriege sind Bürgerkriege. Ein Bürgerkrieg dauert im allgemeinen länger als ein zwischenstaatlicher Konflikt. Und die Mehrzahl seiner Opfer sind Zivilisten. Bis zu 90 Prozent, sagt die UNICEF, darunter 40 Prozent Minderjährige. Sie sterben durch Antipersonenminen und Kleinwaffen, durch russische AK47, amerikanische M16 oder deutsche G3. Das sind die Massenvernichtungswaffen von heute. Eine halbe Million Opfer jährlich kommen durch Kleinwaffen um.</p><p>Insgesamt gibt es laut Unicef <a
href="http://www.unicef.de/index.php?id=2193">600 Millionen Kleinwaffen</a>, ungefähr acht Millionen kommen Jahr für Jahr dazu. Einer der fünf wichtigsten Produzenten weltweit ist die deutsche Firma Heckler&#038;Koch, deren G3 laut Amnesty in 64 verschiedenen Ländern Verbreitung gefunden hat &#8211; <a
href="http://www.bits.de/public/articles/kleinwaffen-nl06-07.htm">unter anderem auch in Darfur</a>.</p><blockquote><p>Der Einsatz von G3 in dem Konflikt (&#8230;) ist vielfach dokumentiert. Fast jedes Foto, das es von beteiligten Kämpfern gibt, zeigt neben Kalaschnikows den Exportschlager von Heckler &#038;  Koch. Selbst auf Zeichnungen von Flüchtlingskindern ist das G3 eindeutig zu identifizieren.</p></blockquote><p>Nun ist es nicht so, dass Heckler &#038; Koch diese Waffen eigenhändig nach Darfur geschafft hat: vielmehr werden Lizensen an diverse Länder vergeben, die dann die Waffen produzieren. Dabei ist Heckler &#038; Koch nicht wählerisch: zu den Geschäftsfreunden gehörten unter anderem schon <a
href="http://www.amnesty.de/umleitung/2001/deu07/013?lang=de%26mimetype%3dtext%2fhtml">Myanmar, Sudan, Pakistan, Iran und Saudiarabien</a>. Es kommt darauf an, was gerade möglich ist. Politisch möglich. <a
href="http://www.zeit.de/2007/19/Kleinwaffen?page=1">Hat Heckler &#038; Koch genau so der Zeit gesagt</a>:</p><blockquote><p>Heckler und Koch verkauft dorthin, wo es die Politik zulässt: Mal schauen, was geht. »Ägypten und Saudi-Arabien sind im Moment schwer«, sagt Peter Beyerle, der Pressesprecher. »Afrika ist unmöglich, und Thailand kann man seit den Unruhen auch vergessen.« Südamerika und Teile der arabischen Welt »sind schwer, aber gehen«.</p></blockquote><p>Politisch wird immer mehr möglich die letzte Zeit: und das nicht nur, weil sich Heckler &#038; Koch <a
href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-38729255.html">guter Verbindungen zu Volker Kauder, Fraktionsvorsitzender der Union, erfreut.</a></p><p>Die momentane Koalition ist der Wirtschaft aufgeschlossen, und in besonderem Maße der Wehrwirtschaft. Also Waffenproduzenten. Deswegen soll laut Koalitionsvertrag auch dafür Sorge getragen werden, dass &#8222;bürokratische Hemmnisse abgebaut&#8220; und die &#8222;Verfahren beschleunigt werden. Ein seltsames Ansinnen angesichts der Tatsache, dass sich die Bundesregierung weigert, sowohl ihren Rüstungsbericht zeitnah vorzulegen, als auch die Exporte von allen Rüstungsgütern vollständig aufzuschlüsseln. Der Rüstungsexportbericht wird auch nicht mehr im Bundestag debattiert, seit Jahren schon. Ergebnis: eine Beschleunigung der Verfahren bei mangelnder Transparenz.</p><p>Seit 1961 hat Deutschland die vielen Lizenzen an befreundete Staaten vergeben, die dadurch in Eigenregie das G3 produzieren: vor allem Iran. Iran hat inzwischen das zehntgrößte Kleinwaffenarsenal der Welt, iranische G3s fand man auf dem Balkan und im Sudan. Ein Nachweis, woher sie tatsächlich stammen ist schwer zu erbringen, denn die Waffen sind nicht markiert, aber da die Waffen auf Farsi beschriftet waren, liegt der Schluss nahe. Ergebnis der Lizenzvergaben, <a
href="http://www.schattenblick.de/infopool/buerger/fr-gesel/dfber232.html">sagt Jürgen Grässlin</a>:</p><blockquote><p>Seither schießen Soldaten und Kindersoldaten, Polizeien, Terroristen und Guerillaeinheiten in Staaten wie Somalia, dem Sudan, in Uganda, der Türkei, Mexiko, dem Iran, dem Irak und in vielen weiteren Krisen- und Kriegsgebieten mit G3, MP5 und anderen H&#038;K-Waffen, von denen mehr als 11 Millionen weltweit im Einsatz sind. Durchschnittlich alle vierzehn Minuten stirbt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer Heckler &#038; Koch-Waffe. Mehr als 1,5 Millionen Menschen sind bis zum heutigen Tag mit H&#038;K-Waffen erschossen, weit mehr verwundet und verstümmelt worden.</p></blockquote><p>Um die Ausbreitung von Kleinwaffen zu unterbinden, müssten die Regelung zur Markierung von Waffen und Munition verbindlich werden. Aussortierte Waffen dürften nicht mehr an andere Staaten weiterverkauft, sondern müssten verschrottet werden. Und die Lizenzen für Staaten, die deutsche Waffen in Kriegsgebiete verkaufen, müssten aufgehoben werden.</p><p>Sofern es überhaupt dem Wunsch der Bundesregierung entspricht, dass weniger Menschen in Kriegsgebieten durch Kleinwaffen umkommen. Angesichts des Koalitionsvertrags aber wird man diesen Wunsch zumindest bezweifeln können.</p><p><small>Kerstin Kohlenberg: <a
href="http://www.zeit.de/2007/19/Kleinwaffen?page=1">Planet der Waffen</a><br
/> Jürgen Grässlin: <a
href="http://www.schattenblick.de/infopool/buerger/fr-gesel/dfber232.html">Gewehre für Nato-Krieger und Diktatoren</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F18%2Fhappiness-is-a-warm-gun%2F&amp;seed_title=Happiness+is+a+warm+gun/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>35</slash:comments> </item> <item><title>Kommt sie noch, die Vorratsdatenspeicherung 2.0?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F17%2Fkommt-sie-noch-die-vorratsdatenspeicherung-2-0%2F&amp;seed_title=Kommt+sie+noch%2C+die+Vorratsdatenspeicherung+2.0%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F17%2Fkommt-sie-noch-die-vorratsdatenspeicherung-2-0%2F&amp;seed_title=Kommt+sie+noch%2C+die+Vorratsdatenspeicherung+2.0%3F#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Mar 2010 16:55:42 +0000</pubDate> <dc:creator>Simon Columbus</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Datenschutz]]></category> <category><![CDATA[eu]]></category> <category><![CDATA[vorratsdatenspeicherung]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=29080</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/03/eu-flagge.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/michalo/4301097624/"><span
class="text">Michal Osmenda</span></a></p></div></p><p>Den Forderungen nach einer baldigen Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung hat Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger <a
href="http://www.neue-oz.de/information/noz_print/interviews/20100317-interview-datenspeicherung.html">eine Absage erteilt</a>. Vor der Sommerpause, wie das CDU-Innenminister de Maizière gern hätte, soll es kein neues Gesetz geben. Aber wird die &#8222;Vorratsdatenspeicherung 2.0&#8243; überhaupt noch kommen?</p><p>&#8222;Es ist vollkommen utopisch, bis zur Sommerpause eine Neuregelung zu erwarten. So funktioniert seriöse Gesetzgebung nicht&#8220;, sagte die FDP-Ministerin im Interview. Schließlich gehe es nicht nur darum, &#8222;hier und da einen Halbsatz zu ändern&#8220;.</p><p>Interessant ist vor allem, dass Leutheusser-Schnarrenberger die Überprüfung der Richtlinie durch die EU abwarten will: &#8222;Die Bestandsaufnahme auf EU-Ebene soll bis zum Herbst vorliegen. Es bringt nichts, jetzt übereilt irgendetwas in ein Gesetz zu schreiben, das später auch europarechtlich keinen Bestand hat.&#8220;</p><p>Kurz vor dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes hatte die neue EU-Justizkommissarin Viviane Reding gemeinsam mit ihrer für Innenpolitik zuständigen Kollegin Cecilia Malmström <a
href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,680686,00.html">angekündigt</a>, sie werde die EU-Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung &#8222;noch in diesem Jahr auf den Prüfstand stellen&#8220;. Die als streitbare Verbraucherschützerin bekanntgewordene Luxemburgerin will &#8222;untersuchen, inwiefern die Speicherung verschiedenster Datensätze notwendig ist, ob die Speicherzeit für Daten angemessen ist und ob nicht weniger aufdringliche Maßnahmen dem gleichen Ziel dienen könnten&#8220;.</p><p>Bei der CDU scheint man dem zuvorkommen zu wollen. Innenexperte <a
href="http://www.neue-oz.de/_archiv/noz_print/interviews/2010/03/20100306-jansen.html">Wolfgang Bosbach meint</a>, &#8222;selbst wenn die EU ihre Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung im Herbst verschärft, wird sie kaum strengere Vorgaben machen als das Bundesverfassungsgericht.&#8220;</p><p>Damit könnte er sich allerdings täuschen. Denn in den Mitgliedsstaaten mehren sich in der letzten Zeit die Anzeichen für eine Opposition gegen die Vorratsdatenspeicherung. Vor allem die &#8222;<a
href="http://taz.de/1/politik/schwerpunkt-ueberwachung/artikel/1/trotzige-schweden/">trotzigen Schweden</a>&#8220; haben mit ihrer Weigerung, die EU-Direktive umzusetzen, Aufsehen erregt. Aber auch <a
href="http://futurezone.orf.at/stories/1638994/">in Österreich tut sich etwas</a>.</p><p>Zwar hat die dortige Große Koalition auf den letzten Drücker einen Entwurf für die Umsetzung der Vorgaben aus Brüssel vorgelegt, um einer Strafe zu entgehen. Zugleich hat aber die zuständige <a
href="http://kurier.at/nachrichten/1976631.php">Infrastrukturministerin Doris Bures</a> im Namen Österreichs eine mündliche Verhandlung beim EuGH beantragt. Immerhin habe die EU mit dem Vertrag von Lissabon auch eine Grundrechte-Charta erhalten. Ob die Vorratsdatenspeicherung mit dieser vereinbar ist, soll der EuGH prüfen.</p><p>Der größte Schlag gegen die Vorratsdatenspeicherung kam aber wohl aus Rumänien. Dort hat das Verfassungsgericht die nationale Umsetzung der EU-Richtlinie bereits <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Rumaenisches-Verfassungsgericht-untersagt-Vorratsdatenspeicherung-821137.html">im Oktober 2009 gekippt</a>, weil damit die vorgesehenen Ausnahmen vom Fernmeldegeheimnis &#8222;zur Regel&#8220; gemacht würden. Eine Datenspeicherung dürfe nur auf eine richterliche Anordnung hin und unter staatsanwaltlicher Aufsicht erfolgen.</p><p>Angesichts des explizit geäußerten Evaluationswillens der EU-Kommissarinnen Reding und Malmström, des Widerstandes aus Schweden und Österreich und der Urteile aus Deutschland und Rumänien scheint die Vorratsdatenspeicherung als Ganze auf der Kippe zu stehen. Bei einer Neufassung des Gesetzes hätte zudem infolge des Vertrages von Lissabon nun auch das Europäische Parlament ein Mitspracherecht. Die dortigen Abgeordneten haben zuletzt bei der Abstimmung über das SWIFT-Abkommen gezeigt, dass sie für Argumente von Datenschützern durchaus empfänglich sind. Die Vorratsdatenspeicherung als verdachtsunabhängige Telekommunikationsüberwachung könnte scheitern.</p><p>Darf man da nicht denken, dass es vor allem diese Angst ist, die den CDU-Politikern im Nacken sitzt, wenn sie eine schnelle Einführung der &#8222;Vorratsdatenspeicherung 2.0&#8243; fordern? Dass es allein die durch den Wegfall der Überwachung entstandene Sicherheitslücke ist, die sie antreibt, mag man ihnen nicht recht abnehmen.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F17%2Fkommt-sie-noch-die-vorratsdatenspeicherung-2-0%2F&amp;seed_title=Kommt+sie+noch%2C+die+Vorratsdatenspeicherung+2.0%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Welttag gegen Internetzensur</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F13%2Fwelttag-gegen-internetzensur%2F&amp;seed_title=Welttag+gegen+Internetzensur</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F13%2Fwelttag-gegen-internetzensur%2F&amp;seed_title=Welttag+gegen+Internetzensur#comments</comments> <pubDate>Fri, 12 Mar 2010 23:04:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Medien]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28976</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/03/rog.jpg" alt="" title="rog" class="alignnone size-full wp-image-28977" /></p><p>Freitag, der 12. März 2010, war der <a
href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/presse/pressemitteilungen/news-nachrichten-single/article/1/welttag-gegen-internetzensur-neuer-bericht-feinde-des-internets.html"><em>Welttag gegen Internetzensur</em></a>. Initiiert wurde der Tag von <a
href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/"><em>Reporter ohne Grenzen</em></a>, die zu diesem Anlass den Bericht „Feinde des Internets“ veröffentlicht haben, in dem Maßnahmen der Internet-Überwachung und Repressionen gegen Blogger und Cyberdissidenten in mehr als 20 Staaten beschrieben werden. <a
href="http://www.reporter-ohne-grenzen.de/fileadmin/rte/docs/2010/Feinde_des_Internets.pdf">Der Bericht ist hier als englischsprachiges PDF erhältlich</a>.</p><p>Bei Spreeblick wurde auf den Tag mit einer &#8222;feindlichen Übernahme&#8220; der Kommentarfunktion hingewiesen – wie das aussah, kann man sich nach dem Klick noch einmal ansehen.</p><p><object
width="480" height="385"><param
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isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28622</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/03/Bildschirmfoto-2010-03-02-um-12.02.35.png"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/03/Bildschirmfoto-2010-03-02-um-12.02.35.png" alt="" title="Bildschirmfoto 2010-03-02 um 12.02.35" class="alignleft size-full wp-image-28623" /></a><br
/> Sinnlos, mit nur einem Finger auf nur einen Umweltsünder zu zeigen.<br
/> Echte Verschmutzer brauchen Partner.<br
/> Und wie bei jeder zwischenmenschlichen Partnerschaft sind Loyalität, Treue, sowie ähnliche Hobbies und Begierden hilfreich für ihren Erfolg.<br
/> Die von Greeenpeace USA organisierte Aktion <a
href="http://www.polluterwatch.com/about/">&#8216;Polluter Watch&#8217;</a> hat eine Kampagne ins Leben gerufen, die, einem Partner-Suchportal gleich, zeigt, welcher Schmierlappen mit welcher Sau am fröhlichsten durch die Gülle steppt.<br
/> <a
href="http://www.polluterharmony.com/">Polluter Harmony</a> ist leider nur auf den US-Klüngel beschränkt, ich ahne aber, dass sich die eine oder andere Schmuddelehe auch hier arrangieren ließe.<br
/> <small><a
href="http://www.guerrilla-innovation.com/archives/2010/02/000732.php">[via]</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F03%2F02%2Fpolluter-harmony-wer-kuschelt-mit-wem%2F&amp;seed_title=Polluter+Harmony+%26%238211%3B+Wer+kuschelt+mit+wem%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>&#8220;Massenmigration&#8221; in Schicksalen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fmassenmigration-in-schicksalen%2F&amp;seed_title=%26%238220%3BMassenmigration%26%238221%3B+in+Schicksalen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fmassenmigration-in-schicksalen%2F&amp;seed_title=%26%238220%3BMassenmigration%26%238221%3B+in+Schicksalen#comments</comments> <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 12:36:12 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Literatur]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28408</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage alignleft"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/verboten.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/library_mistress/4048264276/"><span
class="text">library_mistress</span></a></p></div><a
href="http://www.nachdenkseiten.de/?p=4551">Dank der prächtigen Kooperation zwischen Giovanni di Lorenzo und der Bildzeitung</a> ist die Hartz4-Debatte inzwischen nicht nur bis zu den faulen Nichtsnutzen, sondern auch den massenhaft ins Land strömenden, ausländischen faulen Nichtsnutzen durchgesickert &#8211; und das, obwohl die letzten Jahre von massenhafter Einwanderung überhaupt keine Rede sein kann, im Gegenteil. Die Festung Europa ist unerschütterlich wie nie, und vor ihren Toren verrecken die Unerwünschten. In der Meerenge von Gibraltar und im Atlantik kentern Boote voller Flüchtlinge durch die Bugwellen der Tanker, die Öl, Holz, Diamanten und Erze aus ihren Heimatländern nach Europa schaffen. &#8222;Massengrab Mittelmeer&#8220; statt &#8222;massenhafter Einwanderung&#8220;, das ist die aktuelle Politik.</p><p>Die Debatte gibt Anlass, auf zwei Bücher hinzuweisen, die das Schicksal von Einwanderern nachzeichnen: Klaus Brinkbäumers &#8222;Der Traum vom Leben&#8220; und Quilombo Hoknays &#8222;Als Blinder Passagier&#8220;.</p><p><strong>Quilombo Hoknay: Als Blinder Passagier. Die Geschichte von einem, der durchgekommen ist</strong></p><p>Es gibt so gut wie keine Afrikaner, die in Deutschland gelesen werden, sieht man mal von Coetzee und Waris Dirie ab. Sachbücher und Romane über Afrika gibt es viele auf Deutsch, aber die afrikanische Perspektive wird dabei immer entweder nur nachempfunden, oder aber ganz vernachlässigt.</p><p>Quilombo Hoknay stammt aus Togo. Aufgewachsen bei seiner Großmutter, verstoßen von seinem reichen Vater, nachdem seine Mutter das Elternhaus verließ, von den anderen Frauen seines Vaters gehasst, wird er Soldat in der togolesischen Armee. Schlechte Verpflegung, harter Drill und die Order, während einer Demonstration auf Zivilisten einzuprügeln machen ihn Desertieren; er flieht und beschließt, sein Glück in Europa zu versuchen. Nach einigen Irrwegen schafft er es als blinder Passagier auf ein Schiff, das ihn bis nach Hamburg bringt.</p><p>In zwei parallelen Erzählsträngen berichtet Hoknay einerseits von seiner Flucht und den Schwierigkeiten, sich in Deutschland eine Existenz aufzubauen, andererseits von seiner Kindheit. Er erzählt von seinen Betrügereien während der Flucht, von der Polygamie, zu der er sich in Deutschland veranlasst sieht, um sich Lebensunterhalt und irgendwann die Staatsbürgerschaft zu verschaffen, von deutschen Asylbeamten, von der Unsicherheit und der Einsamkeit eines Stigmatisierten, der in seinem Heimatland fortan als Europäer gilt, in Europa aber als Fremder. Er tut das ohne Bitterkeit, mit hintersinnigem Humor und einer gewissen Naivität; und wenn es sich bei dem Buch auch bei weitem nicht um ein Meisterwerk der Literatur handelt, so ist es doch empfehlenswert: denn es liefert einmal eine andere Perspektive auf die Flüchtlingsdebatte, und es ist obendrein eine spannende Geschichte.</p><p>(Ein &#8222;Schicksalsbericht&#8220; sei die Geschichte, sagt das Cover. Vorsicht ist angebracht, denn obwohl die Geschichte stimmig ist und in sich rund, muss sie nicht in allen Details wahr sein. Post Hegemann weiß man ja nun um die Gefahren, ein Buch so zu lesen, als sei es ein Protokoll; bei Flüchtlingsliteratur kommt hinzu, dass Migranten gezwungen sind, sich eine Geschichte zu erfinden, und sei es nur ein neues Heimatland, in das sie nicht abgeschoben werden können.)</p><p>Quilombo Hoknay: Als Blinder Passagier (<a
href="http://www.amazon.de/Als-Blinder-Passagier-Geschichte-durchgekommen/dp/3837078418/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;tag=spreeblick21&#038;s=books&#038;qid=1267010409&#038;sr=8-1">amazon-Partnerlink</a>)</p><p><strong>Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odyssee</strong></p><p>Klaus Brinkbäumer hat John Ampan begleitet, der vor Jahren aus Ghana nach Europa floh und jetzt diese Reise noch einmal nachexerziert. Fünf Jahre hat John Ampan damals gebraucht, dieses Mal geht es kürzer. Auf dem Weg durch sieben afrikanische Staaten begegnet Brinkbäumer vielen Flüchtlingen, er zeichnet ihren Weg nach und erzählt ihre Schicksale, er erklärt die Begebenheiten vor Ort und zeigt historische und politische Details auf. Packend, sagt dazu der Rezensent in der Regel, und anrührend ist das Buch geworden, nicht hoffnungslos, aber nachdenklich stimmend. <a
href="http://www.zeit.de/2007/07/P-Migration">In der Zeit schrieb damals Bartholomäus Grill</a>: &#8222;Klaus Brinkbäumer ist das beste und lesenswerteste Buch gelungen, das bislang zum Thema »Migration aus Afrika« in deutscher Sprache vorliegt. Denn es handelt nicht nur von afrikanischen Träumen und Albträumen, sondern auch von europäischen Ängsten. Es handelt von der obszönen Ungleichheit der Welt und von der Abwehrschlacht an den Grenzen unserer Wohlstandszitadelle. »Wenn ihr uns stoppen wollt«, rät ein Afrikaner, »dann baut eine Mauer mitten im Meer, und baut sie hinauf bis zum Himmel.«&#8220;</p><p><a
href="http://www.amazon.de/Traum-vom-Leben-afrikanische-Odyssee/dp/3100051033/ref=sr_1_1?ie=UTF8&#038;tag=spreeblick21&#038;s=books&#038;qid=1267011827&#038;sr=8-1">Klaus Brinkbäumer: Der Traum vom Leben. Eine afrikanische Odysee (amazon-Partnerlink)</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fmassenmigration-in-schicksalen%2F&amp;seed_title=%26%238220%3BMassenmigration%26%238221%3B+in+Schicksalen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>23</slash:comments> </item> <item><title>Doku: Burma VJ online bei Arte</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fdoku-burma-vj-online-bei-arte%2F&amp;seed_title=Doku%3A+Burma+VJ+online+bei+Arte</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fdoku-burma-vj-online-bei-arte%2F&amp;seed_title=Doku%3A+Burma+VJ+online+bei+Arte#comments</comments> <pubDate>Wed, 24 Feb 2010 09:38:15 +0000</pubDate> <dc:creator>René Walter</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Film/TV/Radio]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28406</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/vjburma.jpg" alt="" title="vjburma" class="alignnone size-full wp-image-28411" /></p><p>Vor ein paar Monaten bloggte Fred <a
href="http://www.spreeblick.com/2009/05/12/burma-vj-trailer/">hier</a> den Trailer zur Doku „Burma VJ“. Der Film lief gestern abend auf Arte und ist ab heute <a
href="http://plus7.arte.tv/de/1697660,CmC=3071090.html">für sieben Tage auf der Website des Senders online anschaubar</a>. Nach dem Klick nochmal der Trailer und weitere Infos.</p><p><object
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/> <small>(<a
href="http://www.youtube.com/watch?v=Q2VNqC4xxAU">Youtube Direktburma</a>, via <a
href="http://www.iheartpluto.de/film/burma-vj-online-ansehen/">IheartPluto</a>)</small></p><blockquote><p>Tiefe Einblicke in die Realität Birmas, auch Myanmar genannt, die weit über das hinausgehen, was gelegentliche Nachrichten über dieses abgeschottete Land berichten, gewährt der dänische Regisseur Anders Østergaard mit seinem Dokumentarfilm. Er zeigt das Material von Undercover-Videojournalisten , die den Alltag ihres Landes mit kleinen Handy-Kameras filmen, obwohl sie dafür Folter und lebenslange Haft riskieren. Die mutigen jungen Birmanen sorgen dafür, dass die Informationen über ihr Land nach außen dringen. Es sind Journalisten mit Leib und Seele, die nichts davon abhalten kann, ihre Reportagen auf den Straßen der Verwaltungs-Hauptstadt Rangun zu drehen. Ihre Aufnahmen werden aus dem Land geschmuggelt und dann über Satellit wieder nach Birma ausgestrahlt sowie internationalen Medien zur freien Verwendung angeboten.</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F24%2Fdoku-burma-vj-online-bei-arte%2F&amp;seed_title=Doku%3A+Burma+VJ+online+bei+Arte/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Streets Of Plenty</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fstreets-of-plenty%2F&amp;seed_title=Streets+Of+Plenty</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fstreets-of-plenty%2F&amp;seed_title=Streets+Of+Plenty#comments</comments> <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 10:12:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Chahrrour</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Film/TV/Radio]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Reflexionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28261</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/vancouver.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/mjmilloy/3379500533/sizes/o/"><span
class="text">M-J Milloy</span></a></p></div></p><p>Ah, die Olympischen Winterspiele. Unzählige Möglichkeiten, auf Eis zu rutschen. Ich gebe zu, keine Ahnung von Wintersportarten zu haben, daher gebe ich mit der kleinen Meta-Olympiade aller temporären Experten in meinem Wohnzimmer zufrieden. Ein Punkt für denjenigen, der die Snacks mit bringt, zwei Punkte für patriotische Kriegsschreie und drei Punkte für die einfallsreichsten Sprüche zu männlichen Eiskunstlaufkostümen.</p><p>Bei all dem Enthusiasmus findet sich aber auch genug Kritik. Neben dem universell-anwendbaren Standard &#8222;Free Tibet!&#8220; gibt es im Fall von Vancouver den Protest gegen die unnötige Geldverschwendung. Die Millionen von Dollar hätten ja anders genutzt werden können – zum Beispiel zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse in der Stadt.</p><p>Denn Vancouver ist <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vancouver#Lebensqualit.C3.A4t">trotz aller Auszeichnungen in Sachen Lebensqualität</a> auch ein Unruheherd. Down Town East Side (DTES) erinnert kaum mehr an das friedliche Kanada. Obdachlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Drogenabhängigkeit, willkommen im Bahnhof Zoo.  Diese Probleme gibt es überall, aber gerade in Vancouver bilden sie einen eher beeindruckenden Kontrast zu dem, was man sonst als idealen Lebensraum ansehen könnte.</p><p>Auch Misha Kleider sieht das als ein wichtiges Thema an, weshalb er sich zum Protagonisten eines sozialen Experimentes macht. <a
href="http://www.imdb.com/title/tt1462897/">&#8222;Streets Of Plenty&#8220;</a>, die Dokumentation, die die Missstände Vancouvers aufzeigen soll, <a
href="http://www.streetsofplenty.com/">gibt es online zu sehen</a>. Kleider will versuchen, dreißig Tage lang in DTES aus zu kommen und erfasst dabei die betroffenen Menschen sowohl mit offener als auch mit versteckter Kamera in Interviews oder kleinen Portraits. Er ist überzeugt davon, auch in diesen dunklen Ecken der Stadt klarzukommen: &#8222;So schwer kann das ja nicht sein&#8220;. Als ich von dieser Reportage erfuhr, war ich kurz davor sie als typischen Eventparasit der Olympiade zu verwerfen, meine Neugier gewann dann aber doch. Ich bin bitter enttäuscht und verbleibe mit einem fahlen Nachgeschmack.</p><p>Nicht wegen der Obdachlosigkeit. Nicht, weil so viele Menschen auf der Straße an der Drogenabhängigkeit zugrunde gehen. All das ist nicht neu oder überraschend. Ja, es gibt Probleme, ja, man sollte die Augen nicht davor verschließen, ja, man muss auch mithelfen und seinen Teil beitragen. Gerade in Vancouver herrschen Zustände, die man sonst in einer düsteren Ecke US-amerikanischer Großstädte erwarten würde. Ja, ja. Aber das wissen wir alles.</p><p>Vielmehr hat mich die Dokumentation selbst erschlagen. Abgesehen davon, dass Kleider eine völlig fiktive Situation erschafft, indem er einfach als Obdachloser startet (weil, man ist <em>zuerst</em> obdachlos und hat <em>dann</em> nur deshalb erst die Probleme), hätte &#8222;Streets Of Plenty&#8220; auch nach Tag 3 enden können. Kleider merkt, dass er dank Staat alles bekommt, was er braucht. Klamotten, Dach über dem Kopf, Geld. Er merkte, dass es für <em>ihn</em> nicht schwierig ist obdachlos zu sein, also geht er betteln, schläft auf der Straße und säuft sich die Birne platt &#8211; auch wenn das absolut nicht dem natürlichen Verlauf der Dinge entsprechen würde. Weil ihm das aber weder &#8222;authentisch&#8220; (!) noch &#8222;hart&#8220; genug ist, setzt er sich zum Schluss eine ordentliche Spritze Heroin.</p><p>Ja ne klar, macht man ja so.</p><p>Inwiefern dieser Film ein anderes Licht auf ein bekanntes Problem geworfen hat weiß ich wirklich nicht. Drogenabhängigkeit kann ein Grund sein für Obdachlosigkeit, Obdachlosigkeit ist mit den bisherigen Mitteln wie der Bereitstellung neuer Obdachlosenheime kaum zu bekämpfen. Keine Erkenntnisse, die man erst im Selbstexperiment mit harten Drogen gewinnen muss. Misha Kleider hält es dennoch für nötig, einen Trip ins Abenteuerland zu starten und bedürftigen Menschen den wichtigen Schlafplatz zu nehmen. Alles, um der auf Olympia blickenden Welt zu zeigen, welche Probleme weder ansatzweise respektabel dokumentiert werden, noch eine Lösung haben. Schön. Und demonstriert damit, wie unumgänglich es also sein muss, Drogen zu spritzen. Ganz harter Typ.</p><p>Misha Kleider ist ein überheblicher Idiot der sich wohl zu fein war für einen allgemeingültigen Extremsport. Wer niemals mit solchen Problemen zu kämpfen hatte wird auch als Tourist im Abgrund nicht kämpfen müssen, denn man weiß ja, dass es schließlich wieder nach Hause geht. Streets of Plenty dokumentiert keine Ursachen, sondern Symptome. An keiner Stelle wird überhaupt angesprochen, wieso gerade in Vancouver diese Probleme vorherrschen. Bildung oder neue Einsichten gab es also keine. Dafür werde ich nun das Gefühl nicht los, dass es bald auch Reisebüros für solche Experimente geben wird…</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fstreets-of-plenty%2F&amp;seed_title=Streets+Of+Plenty/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Haiti: Die Zukunft der Vergangenheit</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F17%2Fhaiti-die-zukunft-der-vergangenheit%2F&amp;seed_title=Haiti%3A+Die+Zukunft+der+Vergangenheit</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F17%2Fhaiti-die-zukunft-der-vergangenheit%2F&amp;seed_title=Haiti%3A+Die+Zukunft+der+Vergangenheit#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Feb 2010 15:12:52 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28133</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/haiti2.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/unitednationsdevelopmentprogramme/4273888371/"><span
class="text">United Nations Developement Programme</span></a></p></div></p><p>Nach und nach wird das Ausmaß der Schäden klar, die das Erdbeben in Haiti angerichtet hat: Die Interamerikanischen Entwicklungsbank bemisst sie auf über 10 Milliarden Euro. Infolge des Bebens sind 212.000 Menschen gestorben, 1,2 Millionen verloren ihr Obdach.</p><p>Über einen Monat nach dem Erdbeben hat das öffentliche Interesse an Haiti spürbar nachgelassen. Und damit auch der Geldfluss. Es wird nichts mehr in Ordnung kommen, der Status quo in Haiti nimmt die nähere Zukunft vorweg, eine Verbesserung der Lage ist nicht in Sicht. Raoul Peck <a
href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/feuilleton/2319010_Eintrittskarte-in-eine-Sackgasse.html">zeichnet eine düstere Zukunft seines Landes</a>:</p><blockquote><p>Da wir die Unzulänglichkeiten unseres Landes kennen, erwarten wir weder Beständigkeit noch Kontinuität, was die Pläne der internationalen Gemeinschaft betrifft. (Haiti wäre nicht der erste Fall medizinisch-humanitärer Vernachlässigung.) Dieser Übergangszustand wandelt sich (obwohl es die haitianischen und ausländischen Führungskräfte abstreiten) vor unseren Augen ins Endgültige.</p></blockquote><p>Jean Francois Labadie, der mit seinem Blog <a
href="http://jeanfrancoislabadie.blogspot.com/">Pour ne pas oublier</a> über Haiti kurzzeitig zu einem gefragten Interviewpartner internationaler Medien wurde, ist ähnlich skeptisch:</p><blockquote><p>Die Haitianer verstehen einmal mehr, dass ihre Führung sie nicht ins Zentrum des Interesses hat platzieren können. Fast eine Million Menschen schlafen in improvisierten Flüchtlingscamps. Hunderttausende sind in die Provinzen geflohen. (…) Die Haitianer wissen, dass diese neue Hölle lange anhalten wird. Die internationale Gemeinschaft müht sich zu helfen, weiß aber nicht, wo die Probleme liegen. Was die Probleme sind. Kann keine Lösungen vorschlagen, weiß nicht, wo anzufangen ist. Die alten Gewohnheiten der reichen Länder kommen wieder auf, Versprechungen über Geld und Beton prasseln auf Haiti nieder.</p></blockquote><p>Die Haitianer selbst glauben nicht so recht an ein Fortkommen, an eine Besserung. Die Vergangenheit hat sie gelehrt, dass es Abhilfe nicht gibt. Die jüngere Geschichte Haitis ist eine Geschichte des kläglichen Versagens der internationalen Staatengemeinschaft. Tatsächlich wird Haiti seit 2004 de facto von der UNO regiert, die im Zuge der <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Mission_des_Nations_Unies_pour_la_stabilisation_en_Ha%C3%AFti">MINUSTAH</a> mit 11.000 Soldaten, Polizisten und Zivilisten die öffentliche Ordnung garantieren sollten.</p><p>Parallel dazu regte die haitianische Regierung an, in Armutsbekämpfung und den Agrarsektor zu investieren, und stieß dabei auf unüberwindbaren Widerstand bei den verantwortlichen Ländern. Peter Hallaward <a
href="http://www.freitag.de/politik/1003-land-ohne-gott-und-gnade-haiti-guardian">schreibt dazu</a>: &#8222;Die gleichen Länder, die sich nun bei der Katastrophenhilfe zu übertreffen scheinen, haben fünf Jahre lang fortwährend gegen eine Ausweitung des UN-Mandats über die unmittelbaren militärischen Ziele hinaus votiert.&#8220;</p><p>Es ist abzusehen, <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/20/hilft-entwicklungshilfe/">dass es sich bei dem Beben nicht um die letzte Naturkatastrophe auf Haiti handeln wird</a>. Dass Haiti und seine Bewohner dann besser gewappnet sind, erwartet kaum jemand. Mit an Fatalismus grenzender Machtlosigkeit sieht man die nächste Apokalypse bereits auf die Insel zurollen.</p><p>212.000 Tote, 1,2 Millionen Obdachlose.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F17%2Fhaiti-die-zukunft-der-vergangenheit%2F&amp;seed_title=Haiti%3A+Die+Zukunft+der+Vergangenheit/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> </item> <item><title>Is it possible to be happy?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Fis-it-possible-to-be-happy-2%2F&amp;seed_title=Is+it+possible+to+be+happy%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Fis-it-possible-to-be-happy-2%2F&amp;seed_title=Is+it+possible+to+be+happy%3F#comments</comments> <pubDate>Mon, 15 Feb 2010 12:25:12 +0000</pubDate> <dc:creator>Sara Chahrrour</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28003</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/anonymous.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/theredproject/4019882645/"><span
class="text">mandiberg</span></a></p></div></p><p>Am Samstag, den 13. Februar 2010, hat eine sehr interessante und auch <a
href="http://google.com/trends/hottrends?sa=X&amp;date=2010-2-13">ungewöhnliche Suchanfrage</a> die Google Hot Trends (USA) eingenommen: <strong>&#8222;Is it possible to be happy?</strong>&#8220; Ungewöhnlich, weil die restlichen Hotties unter den Querys von nicht so philosophischer Natur sind. Hm. Ist es nun so weit? Sind US-Bürger einer kollektiven Existenzkrise ergeben? Fragen Menschen sich diese Woche etwas öfter, ob ihre Ziele und Ambitionen überhaupt Früchte tragen werden? KANN man tatsächlich glücklich sein, sollte ich auch über diese durchaus einnehmende Frage nachdenken, werde ich eine Antwort finden (bei Google)?<br
/>  <br
/> Ein bisschen musste ich ja schon lachen, als ich auf dem <a
href="http://losangelespublicrelations.com/is-it-possible-to-be-happy/03687">Los Angeles Public Relations Blog</a> las, dass es sich hier tatsächlich um ein Zeichen der Zeit handeln muss, wenn sich so viele Leute mit ihrem Schicksal auseinandersetzen. Stimmt so aber nicht ganz.</p><p> <br
/> Alles begann mit dem <a
href="http://www.reddit.com/r/WTF/comments/b1n4r/check_out_the_top_link_for_is_it_possible_to_be/">Beitrag eines Reddit-Users</a> der bemerkte, dass bei der Google Suche zu <a
href="http://www.google.de/search?hl=de&amp;source=hp&amp;q=is+it+possible+to+be+happy&amp;btnG=Google-Suche&amp;meta=&amp;aq=f&amp;oq=">&#8222;Is It Possible To Be Happy?&#8220;</a> die Scientology Website &#8222;Genuine Auditing&#8220; auf dem ersten Platz erscheint.<span
class="Apple-converted-space">  Wie viele andere schien dieser User verärgert darüber (die selbernannte Internet-Aufklärungstruppe <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Anonymous_(group)">Anonymous</a> hat in der Vergangenheit schon seinen Teil zu dieser Bewegung gegen Scientology beigetragen) und rief im Reddit-Posting dazu auf etwas dagegen zu unternehmen.<br
/>  <br
/> Wer die rudimentären Regeln des Google-Algorithmus kennt wird wissen, dass am effektivsten Links mit dem Linktext &#8222;Is It Possible To Be Happy?&#8220; auf die gewünschte Zielseite (in diesem Fall entschied man sich im Kollektiv für die Scientology-Aufklärungsseite &#8222;<a
href="http://www.xenu.net/">Xenu</a>&#8222;) dafür sorgen werden, dass bald schon die Scientology-Seite vom ersten Platz verdrängt wird. </p><p>Eigentlich. <br
/>  <br
/> Denn Google hat schon vor längerer Zeit dafür gesorgt, dass das sogenannte &#8222;<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Google-Bombe">Google Bombing</a>&#8220; nicht mehr so einfach umzusetzen ist; die meisten Google Bomben sind entschärft, der Filter im Algorithmus funktioniert also- <a
href="http://googlewebmastercentral.blogspot.com/2007/01/quick-word-about-googlebombs.html">wenn auch nicht perfekt</a>. Das Ziel kann dennoch erreicht werden, indem man einen zeitlich konstanten Linkaufbau und den entsprechenden Content auf der Zielseite bereitstellt. Nicht nur deshalb ist xenu.com nicht das geschickteste Ziel. Selbst wenn die Website es auf den ersten Platz schafft, wird sie für den suchenden User nicht relevant genug sein (weil sie die Frage nicht beantwortet). Auf Platz 2 wartet dann (wahrscheinlich) schon Scientology.<br
/>  <br
/> Deshalb ist in der Zwischenzeit der Mission, Scientology von Platz 1 zu verdrängen, mindestens eine großartige Seite entsprungen: <a
href="http://www.isitpossibletobehappy.com">Is It Possible To Be Happy?</a> (ich weiß, überraschender Titel). Nicht nur, dass das Engagement von Anonymous damit verdeutlicht wird. Auch die Frage wird für den Suchenden beleuchtet und schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe. Im Übrigen lege ich jedem ans Herz, sich den eingebundenen TED-Talk anzuschauen. Wie jeden anderen TED-Talk auch. Nur so am Rande.<br
/>  <br
/> &#8222;Greetings, friends. Do you wish to look as happy as me? Well, you&#8217;ve got the power inside you right now. So use it and send one dollar to Happy Dude, 742 Evergreen Terrace, Springfield. Don&#8217;t delay. Eternal happiness is just a dollar away.&#8220;  &#8211; Homer Simpson<br
/>  <br
/> Was hinter der Motivation von Anonymous steckt sieht man solchen Ereignissen <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/02/11/this-site-is-not-facebook/">wie erst kürzlich auf ReadWriteWeb</a>. Dass das erste Google-Ergebnis vom gewöhnlichen User als das einzige gesehen wird ist ja Usus; dass dieselben User Internetseiten nicht auseinander halten können, wurde damit auch bewiesen (und ich würde so weit gehen zu behaupten, dass es auch diese Menschen sind, die das fette &#8222;Scientology&#8220; Logo nicht sehen). Ich könnte Scientology jetzt unterstellen, dass sie absichtlich mit unzähligen Links und dem entsprechenden Linktext für dieses Ergebnis gesorgt haben, aber ich glaube dann doch eher an den Zufall als an die Online-Marketing Fähigkeiten dieser Institution… von dieser Möglichkeit sollte aber immerhin ausgegangen werden, und vielleicht ist es daher nur sinnvoll, bald auch Google einen &#8222;The contents of this beverage are hot&#8220; Sticker aufzukleben- für den Fall, dass das Internet bei der Frage &#8222;Can I Fly?&#8220; nicht zur Stelle ist&#8230;</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Fis-it-possible-to-be-happy-2%2F&amp;seed_title=Is+it+possible+to+be+happy%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Foto verboten</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Ffoto-verboten%2F&amp;seed_title=Foto+verboten</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Ffoto-verboten%2F&amp;seed_title=Foto+verboten#comments</comments> <pubDate>Mon, 15 Feb 2010 08:53:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Ralf Zeigermann</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27981</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/P1234263.jpg" alt="" title="P1234263" class="alignnone size-full wp-image-27984" /></p><p>Man hat es ja nicht leicht als Gelegenheitsknipser in London. Wenn man nämlich zum Beispiel am Südufer der Themse steht, um vielleicht die Houses of Parliament oder die schöne St. Paul&#8217;s Kathedrale mit seiner Knipskiste digital oder auch analog zu verewigen, so kann es durchaus passieren, dass einem dies von einem zufällig herbeigedackelten Bobby verboten wird. <a
href="http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/warning-do-not-take-this-picture-1833127.html">Ernsthaft</a>. Allerdings kann das auch an einem <a
href="http://www.guardian.co.uk/uk/2009/apr/16/police-delete-tourist-photos">Londoner Busbahnhof passieren</a>.</p><p>Ich mache gerne Fotos, ganz besonders in London. Immer wenn ich in der Stadt bin, habe eine Kamera dabei. Allerdings habe ich jetzt auch vorsichtshalber immer ein <a
href="http://PhotographerNotaTerrorist.org/bust-card/">kleines Kärtchen</a> dabei, auf der &#8222;meine Rechte&#8220; aufgelistet sind, sollte einer dieser übereifrigen Beamten (die wohl noch nie etwas von Google Streetview gehört haben) auf die Idee kommen, ich würde gerade mit meiner Kamera einen Terroranschlag vorbereiten.</p><p>Und immer wenn man denkt, es kann gar nicht schlimmer kommen, dann kommt es natürlich erst recht knüppeldick. Diese vollkommen durchgeknallte New Labour-Regierung hat sich nun etwas neues einfallen lassen, um uns das Leben noch etwas schwerer zu machen: die <a
href="http://services.parliament.uk/bills/2009-10/digitaleconomy.html">Digital Economy Bill</a>.</p><p>Dieses Gesetz bedeutet, daß das Copyright für Fotos praktisch aufgehoben wird und daß außerdem aus &#8222;Gründen des Datenschutzes&#8220; in der Öffentlichkeit überhaupt nicht mehr fotografiert werden darf, solange sich Personen in eben jener Öffentlichkeit aufhalten, was normalerweise nur schwer zu vermeiden ist. Letzteres soll allerdings nur für professionelle Fotografen gelten – was&#8217;n Glück.</p><p>Solange man nicht jedes seiner Fotos mit genauen Metadaten versieht, gelten Fotos in Zukunft als &#8222;verwaist&#8220; und dürfen kostenfrei von Verlagshäusern verwendet werden, was wahrscheinlich auf 90% aller im Internet zu sehenden Fotos zutrifft. Hier wird das Urheberrecht nicht nur mit Füßen getreten, nein, man legt auch gleich noch einen dampfenden Haufen darauf.</p><p>Ich zitiere mal aus dem <a
href="http://copyrightaction.com/forum/uk-gov-nationalises-orphans-and-bans-non-consensual-photography-in-public">wunderbaren Artikel der Website Copyright Action</a> zum Thema:</p><blockquote><p>Copyright in photos is essentially going to cease to exist, since there is no ineradicable way of associating ownership details short of plastering your name right across the image. Photographer&#8217;s organisations have pressed hard for mandatory attribution to deter orphans being manufactured. Early in the consultation process the IPO accepted the irresistible logic that it was completely unreasonable to permit orphan use without a balancing requirement to not orphan photos in the first place. However, the IPO recognised with dismay that this would mean &#8222;taking on Rupert&#8220; (Murdoch).</p></blockquote><p>Soweit Teil 1 des Gesetzes, welches wohl in knapp 6 Wochen in Kraft treten soll. Aber es kommt noch besser:</p><blockquote><p>Not content with abrogating photographers&#8217; copyright, Government is also now going some way to ban photography altogether in public places, for data protection. The <a
href="http://ico-consult.limehouse.co.uk/portal/cop/pio?pointId=1061680#document-1061680">ICO&#8217;s proposed new code for personal information online</a> has &#8222;commonsense&#8220; new rules that prohibit photography in public places where anyone who&#8217;s in the photograph might be unhappy about being photographed. A photo, taken in public, is now deemed private data, y&#8217;see.</p></blockquote><p>Und das in einem Land, welches weltweit die höchste Anzahl an CCTV-Kameras überhaupt hat, ein Land, welches jetzt erst am Flughafen in Heathrow Körperscanner eingeführt hat. Was für die Mächte des Staats erlaubt ist, ist noch lange nicht für jedermann erlaubt.</p><p>Klar, die spinnen, die Engländer. Voll einen an der Waffel. Nur befürchte ich, daß dieses Gesetz von den Betonköpfen in Brüssel mit Interesse und möglicherweise sogar Wohlwollen betrachtet wird. Hat man in Ray Bradburys Roman <em>Fahrenheit 451</em> noch Bücher verbrannt, so wird jetzt vielleicht irgendwann einmal die Fotografie komplett verboten. Insofern wäre es zu begrüßen, wenn nicht nur in England, sondern auch in den Europäischen Ländern dagegen protestiert wird.</p><p><small><em><a
href="http://zeigermann.com/">Ralf Zeigermann</a> lebt als Art Director, Cartoonist und Autor in London. <a
href="http://zeigermann.com/cartoonist/">Sein Blog findet man hier</a>.</em></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F15%2Ffoto-verboten%2F&amp;seed_title=Foto+verboten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>19</slash:comments> </item> <item><title>Exclusive new footage: Sarah Palin cheating at the Tea Party Convention</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fexclusive-new-footage-sarah-palin-cheating-at-the-tea-party-convention%2F&amp;seed_title=Exclusive+new+footage%3A+Sarah+Palin+cheating+at+the+Tea+Party+Convention</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fexclusive-new-footage-sarah-palin-cheating-at-the-tea-party-convention%2F&amp;seed_title=Exclusive+new+footage%3A+Sarah+Palin+cheating+at+the+Tea+Party+Convention#comments</comments> <pubDate>Mon, 08 Feb 2010 19:38:13 +0000</pubDate> <dc:creator>Nico Roicke</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27772</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/palin.jpg"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/palin.jpg" alt="" title="palin" class="alignnone size-full wp-image-27775" /></a><br
/> Exclusive new footage of the former governor proving her cheating during a Q&#038;A at the Tea Party Convention in Nashville. – Die Aufregung bricht sich auf Englisch ihren Weg. Sarah Palin, die Hockey-Mum und Bärenjägerin, schafft es die Sorgen der amerikanischen Wähler in sechs Worten zusammen zu fassen. Und weil die nirgendwo mehr hinein passten, mussten sie woanders hinauf, dumm nur, dass Spreeblick jetzt exklusives Close-up-Material in die Hände gelangte.</p><p>Das original Interview findet sich <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=P3V5Vco1xEY">dort</a>, das Material, das die Schummelei aufdeckte <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=CtcVMTZkTZQ">da</a> und das exklusive Spreeblick-Material jetzt hier:</p><p><object
width="480" height="295"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/C8eI_LwfxR4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/C8eI_LwfxR4&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object><br
/> <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=C8eI_LwfxR4">Direktvideo.</a></p><p><small>[<a
href="http://www.delphinehauen.de/">Phil</a> und <a
href="http://www.jeriko.de/">Jeriko</a> haben beim Fund ihre Finger im Spiel gehabt.]</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fexclusive-new-footage-sarah-palin-cheating-at-the-tea-party-convention%2F&amp;seed_title=Exclusive+new+footage%3A+Sarah+Palin+cheating+at+the+Tea+Party+Convention/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>16</slash:comments> </item> <item><title>Pssst! Steuergelder?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fpssst-steuergelder%2F&amp;seed_title=Pssst%21+Steuergelder%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fpssst-steuergelder%2F&amp;seed_title=Pssst%21+Steuergelder%3F#comments</comments> <pubDate>Mon, 08 Feb 2010 13:15:00 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27720</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/02/money1.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/neubie/2273635564/"><span
class="text">neubie</span></a></p></div></p><p>Er hätte es auch niemandem Recht machen können. Das Dilemma lag auf der Hand. In jedem Fall würde er Straftäter begünstigen, so oder so. Entweder die Steuersünder, oder den Datenanbieter. Auf jeden Fall würde er Dieben die Hand reichen.</p><p>Es gab den Liechtensteiner Präzedenzfall, als Steinbrück unter ähnlichen Bedingungen eine Daten-CD kaufte. Es gibt die SPD, die ihr Herz für die verarmende Mittelschicht und den Bodensatz der Geselschaft wiederentdeckt hat. Es gibt den ständig präsenten Vorwurf an die Regierung, Klientelpolitik auf dem Rücken der Armen zu machen.</p><p>Und es gibt die Möglichkeit, diese Vorwürfe kurzfristig aus der Welt zu schaffen.</p><p>Rechtlich gibt es so viele Meinungen wie Äußerungen. Die einen sagen, der Staat mache sich beim Ankauf mit Straftätern gemein und untergrabe das Rechtsprinzip; kurzum, es handle sich <a
href="http://www.internet-law.de/2010/02/update-der-gute-und-der-schlechte.html">auf jeden Fall um einen Rechtsbruch</a>*.</p><blockquote><p>Dabei ist schwerlich vorstellbar, dass der Anbieter sich die Daten legal beschafft hat. Die Daten stammen, auch gemessen an den Vorgaben des deutschen Rechts, aus einer Straftat. Niemand kann außerdem nur anhand einer solchen CD die Echtheit der Daten zuverlässig beurteilen.</p></blockquote><p>Auf der anderen Seite steht die Meinung, man mache sich zwar mit Straftätern gemein, <a
href="http://aggregat7.ath.cx/2010/02/05/steuersunder-cd-kaufen-oder-nicht">das aber sei in Ausnahmefällen legitim</a>.</p><blockquote><p>Darf der Staat mit Kriminellen Geschäfte machen? Rechtlich gesehen ja, und er tut es ständig. Er kann auch an Entführer Lösegeld zahlen, Taliban durch Schutzgelder ruhigstellen und Informationen von Landesverrätern ankaufen. Bei der Strafverfolgung gilt zwar grundsätzlich das Legalitätsprinzip, doch in Ausnahmefällen wie diesem kann auch das Opportunitätsprinzip zur Anwendung kommen und von der Verfolgung des &#8222;Verräters&#8220; abgesehen werden.</p></blockquote><p>Es handelt sich um ein moralisches Problem: Ob die Daten tatsächlich verwendet werden dürfen, ist umstritten.</p><p>Steuerfahnder ist kein schöner Beruf. Niemand springt auf, um einem ein Bier auszugeben, wenn man am Tresen sitzt und sagt, man sei Steuerfahnder. &#8222;Bluthunde des Fiskus&#8220; nennt <a
href="http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,275370,00.html">das Manager-Magazin</a> einen Steuerfahnder,  die &#8222;ihre Opfer zur Strecke&#8220; bringen. Steuerfahnder, das ist ein frustrierender Beruf, die Büros sind unterbesetzt, es gibt zu viel zu tun. Und dass an der eigenen Arbeit Existenzen zugrundegehen, <a
href="http://www.sueddeutsche.de/muenchen/30/434777/text/">geht nicht spurlos an so manchem Fahnder vorbei</a>. Und wenn man es ganz schlecht trifft, wird man <a
href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/dossiers/die_steuerfahnder_affaere/2244018_Steuerfahnder-Affaere-Koch-sieht-keinen-Skandal.html">von Koch persönlich zwangspensioniert</a>.</p><p>Es gibt ungefähr 2.600 Steuerfahnder in Deutschland. Im Schnitt verursacht ein Steuerfahnder laut ver.di 80.000 Euro Personalkosten und nimmt 700.000 Euro pro Jahr ein. Kai Beller schrieb <a
href="http://www.kriminologie.uni-hamburg.de/wiki/index.php/Steuerfahndung">vor zwei Jahren in der FTD</a>:</p><blockquote><p>Die Finanzverwaltung ist Sache der Länder. Sie entscheiden darüber, wie viele Finanzbeamte für die Steuerfahndung arbeiten. In Bayern waren nach Angaben der Deutschen Steuergewerkschaft im Jahr 2006 rund 340 Steuerfahnder im Einsatz. Mehr als 760 Mio. Euro brachten ihre Prüfungen dem Fiskus ein. Im bevölkerungsreichen Nordrhein-Westfalen sollen 520 Beamte für die Steuerfahndung im Einsatz sein. Im Saarland arbeiten dagegen nur knapp 20 Mitarbeiter an der Aufdeckung von Steuerbetrug.</p></blockquote><p>Es würde sich also lohnen, Steuerfahnder einzustellen. Aber auch an anderen Ecken und Enden fehlt es bei den Finanzbehörden. Laut verdi feheln neben 330 Steuerfahndern &#8222;im Veranlagungsinnendienst bundesweit etwa 2.700 Beschäftigte, in der Betriebsprüfung über 3.000&#8243;. Und das, obwohl das Steuerrecht immer komplizierter wird.</p><p>Aber weil nachlässige Kontrolle Unternehmen anlockt, verzichten die Länder darauf, Personal einzustellen oder sogar vakante Stellen zu besetzen. Besonders drastisch <a
href="http://presse.verdi.de/aktuelle-themen/archiv-themen/steuervollzug/bundespressekonferenz_22-10-2007">ist die Unterbesetzung in den südlichen Bundesländern</a>. Andreas Kraft <a
href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/1864647_Zu-wenig-Finanzbeamte-Deutschland-ein-Steuerparadies.html">schreibt in der FR</a></p><blockquote><p>Es ist eine ganz besondere Art der Wirtschaftsförderung: Seit langem tobt scheinbar ein Wettbewerb zwischen den Bundesländern um die nachlässigsten Steuerprüfungen. Deutlich spricht kein Politiker die Einladung zur Steuerhinterziehung aus.</p></blockquote><p>Es existiert eine politische Tradition der Begünstigung, eine Tradition des Wegsehens bei Steuerhinterziehung. Das zeigt sich nicht nur in den nackten bürokratischen Zahlen. Es zeigt sich auch in der Terminologie. Wer dem Staat Einnahmen vorenhält, ist je nachdem ein armer (Steuer-)&#8217;Sünder&#8217;, oder eben ein niederträchtiger (Hartz4)-&#8217;Betrüger&#8217;.</p><p>Einen ganz eigenen Thrill entwickelt die Geschichte aus eidgenössischer Perspektive. Im Cicero plädiert <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Gerhart_Baum">Gerhart Baum</a>, Ex-FDP-Innenminister, dafür, die <a
href="http://www.cicero.de/259.php?kol_id=11040">Beziehungen mit der Schweiz im Auge zu behalten</a>:</p><blockquote><p>Mit der Schweiz muss ein Abkommen ausgehandelt werden, so dass Auskünfte über deutsche Staatsangehörige mit Konten in der Schweiz möglich sind. Das Ziel muss genereller Informationsaustausch sein. Man darf sich nicht auf ein paar Daten beschränken, die man dann auch noch kaufen muss.</p></blockquote><p>Ja, nun. Ein frommer Wunsch. Seit März vergangenen Jahres existiert ein Abkommen mit der Schweiz, das Amtshilfe auch bei Steuerhinterziehung betrifft. Zulässt. Fordert. &#8222;Dass dahinter auch die schlitzohrige Erwartung steht, der Amtshilfe könnten in der Praxis viele Zähne gezogen werden, steht auf einem anderen Blatt&#8220;, <a
href="http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~EFE5D559F2DEE433FA770DDBEB7CD467C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">schreibt die FAS</a>. Jedenfalls steht die Schweiz seiher nicht mehr auf der Liste der Steueroasen. Die Debatte darüber, inwiefern das Schweizer Bankgeheimnis gerettet werden kann angesichts der Informanten und dem internationalen Druck hält an. Wie die Sache ausgeht, ist nicht gewiss. Angesichts des Datenkaufs sprach <a
href="http://www.sueddeutsche.de/politik/850/502089/text/">Christoph Blocher von Kriminellen in der deutschen Regierung</a>, lenkt inzwischen <a
href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wo-sich-Blocher-und-Eichel-einig-sind/story/13166720">aber wieder ein</a>. Teilweise.</p><p>Darauf zu warten, dass die Schweiz sich soweit einkriegt, Amtshilfe praktikabel zu gestalten, ist eine Option &#8211; aber eine stumpfe. Denn der Druck durch drohende Enthüllungen wird die Frage des Bankgeheimnisses in der Schweiz zur Lösung bringen: und dieser Druck entsteht maßgeblich durch die Informationslecke, die es wieder und wieder in Schweizer Banken geben wird.</p><p>Wie man die letzten Tage und die nächsten Monate sehen wird.</p><p><small>*<a
href="http://www.internet-law.de/2010/02/update-der-gute-und-der-schlechte.html">In einem Update argumentiert Thomas Stadler</a>, dass der Staat an der Tathandlung unmittelbar mitwirke, &#8222;wenn er die Daten ankauft. Daraus folgt zwanglos, dass der deutsche Staat, in Gestalt der konkret handelnden Personen, sich als Gehilfe oder Anstifter an einer Straftat beteiligt.&#8220; Als Gehilfe oder Anstifter aber ist es notwendig, den Vorsatz beim Täter hervorzurufen &#8211; eben durch Anstiftung oder eine andere Hilfeleistung. Tatsächlich wurden erst die Daten geklaut, und dann mit der Bundesregierung verhandelt, der Diebstahl war also bereits vollendet. Man könnte an eine sukzessive Beihilfe oder Anstiftung denken, wenn man davon ausgeht, dass die Weitergabe eine Straftat ist. Aber da befindet man sich ganz tief in der Theorie.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F08%2Fpssst-steuergelder%2F&amp;seed_title=Pssst%21+Steuergelder%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>46</slash:comments> </item> <item><title>Rettungsanker Haiti: Danke!</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F22%2Frettungsanker-haiti-danke%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+Danke%21</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F22%2Frettungsanker-haiti-danke%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+Danke%21#comments</comments> <pubDate>Fri, 22 Jan 2010 20:22:23 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Spreeblick]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27268</guid> <description><![CDATA[<p>Es war ein Novum für Spreeblick und auch für mich als Person. Zum allerersten Mal habe ich vor einer Woche damit begonnen, meinen und unseren Namen mit einer Spendenaktion zu verbinden, unsere Leserinnen und Leser also direkt darum zu bitten, ihr Geld für einen <a
href="http://www.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker/">bestimmten Zweck</a> auszugeben.</p><p>Die Erdbeben-Katastrophe von Haiti, bei der mit über 100.000 Toten und einem Vielfachen an Verletzten gerechnet wird, und die das ohnehin von Armut und Chaos gebeutelte Land binnen weniger Minuten in den verzweifelten Kampf ums pure Überleben gestürzt hat, ist Grund genug, wenigstens in die eigene Tasche zu greifen und andere darum zu bitten. Zehntausende von Prothesen werden in den nächsten Wochen lt. SZ für die Überlebenden benötigt, hunderte von Notoperationen werden täglich unter freiem Himmel durchgeführt, und über allem schwebt die zusätzliche Angst vor Seuchen, Gewalt und Nachbeben. Die Angst davor, dass man von der Hölle in das dunkle Verlies darunter geschickt werden könnte.</p><p>Nur Schwerstzyniker und Gewohnheitsfatalisten können in einem solchen Fall darüber sinnieren, dass Geld nicht wirklich hilft und sich über “Gutmenschen” beschweren.</p><p>Es stimmt: Das Thema Hilfsorganisation (und <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/20/hilft-entwicklungshilfe/">Entwicklungshilfe</a> nochmal mehr) ist viele Diskussionen wert. Es stimmt ebenfalls, dass alles, was mit Geld zu tun hat, <a
href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/782/501043/text/">auch</a> ein <a
href="http://www.sueddeutsche.de/politik/636/500898/text/">Geschäft</a> ist, von dem nicht nur in diesem Fall fatalerweise auch Leute profitieren, die alles andere als Katastrophenopfer sind. Und es ist ebenfalls richtig, dass <a
href="http://www.sueddeutsche.de/panorama/290/500555/text/">Geld allein</a> nicht hilft.</p><p>Ich betrachte Geldspenden dennoch als enorm wichtig und keineswegs als &#8222;Ablasshandel&#8220;, sondern als <em>eine</em> Art der Anteilnahme und Unterstützung derer, die tatsächlich helfen können. Ich behaupte, dass beinahe jede Spenderin, jeder Spender sich wünscht, den Mumm, das Know-How und die Ausbildung dafür zu haben, sich aktiv und vor Ort nützlich zu machen, ich behaupte, dass viele Menschen mehr tun würden als Geld zu geben, wenn sie könnten. Und ich weiß, dass vielen die Ambivalenz von Spendenaktionen sehr bewusst ist.</p><p>Weshalb ich mich umso mehr bedanke für euer Vertrauen in uns als &#8222;Absender&#8220; der Rettungsanker-Aktion und auch für die Unterstützung bei der Verbreitung im Netz, die auch von Medien wie z.B. <a
href="http://www.derwesten.de/nachrichten/Blogger-organisieren-Online-Hilfe-fuer-Haiti-id2409206.html">Der Westen</a>, <a
href="http://twitter.com/weltonline">Welt Online</a> und <a
href="http://twitter.com/JoSchaefers/status/8026516381">JoSchaefers</a> für die Frankfurter am Sonntag kam und noch immer kommt.</p><p>Ich gehe davon aus, dass die &#8222;Zielsumme&#8220; (viele Wörter sind in einem solchen Kontext erbärmlich und unangemessen) übers Wochenende erreicht wird. Die Aktion ist damit nicht beendet, Spenden sind weiterhin möglich, nötig und willkommen, das monetäre, symbolische &#8222;Ziel&#8220; heben wir jedoch nicht noch einmal an.</p><p>Das wahre Wunschziel, solche und andere Tragödien gar nicht erst passieren zu lassen, kann niemals erreicht werden, weshalb wohl niemand eine Spendenaktion wirklich als &#8222;Rettung&#8220; bezeichnen würde – es bleibt aber die Hoffnung, einen minimalen Hilfsbeitrag zu leisten. Ich gehe nach den Gesprächen mit <a
href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php">&#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220;</a> beruhigt davon aus, dass euer Geld an einer richten Stelle angekommen ist.</p><p><small>Wir würden als Medium gerne mehr leisten als Spenden zu sammeln oder Reportagen zu verlinken. Ich konnte zwar in den vergangenen Tagen mit Hilfe einiger Leser/innen Kontakte zu Menschen auf Haiti und/ oder Freunden dieser Haitianer aufnehmen und sie um kurze Dialoge, Berichte oder Eindrücke bitten, ich bin aber enorm schlecht darin, bei solchen Ereignissen &#8222;nachzuhaken&#8220;. Ich gehe davon aus, dass man auf Haiti wichtigeres zu tun hat, als Texte zu tippen oder mit mir zu skypen, habe vollstes Verständnis dafür und mag den Leuten nicht auf den Wecker gehen und damit im Weg stehen.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F22%2Frettungsanker-haiti-danke%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+Danke%21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>26</slash:comments> </item> <item><title>Telefonkonferenz der ADH über laufende Hilfsmaßnahmen für Haiti</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F21%2Ftelefonkonferenz-der-adh-uber-laufende-hilfsmasnahmen-fur-haiti%2F&amp;seed_title=Telefonkonferenz+der+ADH+%C3%BCber+laufende+Hilfsma%C3%9Fnahmen+f%C3%BCr+Haiti</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F21%2Ftelefonkonferenz-der-adh-uber-laufende-hilfsmasnahmen-fur-haiti%2F&amp;seed_title=Telefonkonferenz+der+ADH+%C3%BCber+laufende+Hilfsma%C3%9Fnahmen+f%C3%BCr+Haiti#comments</comments> <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 23:35:28 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27198</guid> <description><![CDATA[<p>Ich finde es äußerst spannend zu beobachten, wenn die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung ein Unternehmen zur Nutzung eben jener motivieren. Während des kurzen <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/18/podcast-sonderausgabe-interview-mit-thilo-reichenbach-von-der-aktion-deutschland-hilft/">Telefonats mit Thilo Reichenbach</a> vom Bündnis &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220;, dem eure <a
href="http://www.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker">Rettungsanker-Spenden</a> zugute kommen, zeigte er sich äußerst begeistert von den Reaktionen, die das Bündnis derzeit via Twitter, Facebook, Blogs etc. erreichen und kündigte mir das Vorhaben an, einige der täglichen Telefonkonferenzen, in der sich alle bei der ADH beteiligten Hilfsorganisationen abstimmen bzw. über die jeweiligen Aktionen auf dem Laufenden halten, mitzuschneiden und ins Netz zu stellen.</p><p>Die erste dieser Aufzeichnungen ist nun online und zu hören bekommt man, anders als es einen der für meinen Geschmack etwas zu reißerische Titel der Aufnahme vermuten lassen könnte, keine Sensationen, sondern einen nüchternen Einblick in die umfangreiche Arbeit der einzelnen Organisationen. Einen Einblick, der nichts anderes tut, als diese Arbeit den Mitfinanzierenden näher zu bringen. Klicken Sie bitte hier:</p><p><object
width="480" height="295"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/SxHNLZGnGPg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/SxHNLZGnGPg&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="295"></embed></object></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F21%2Ftelefonkonferenz-der-adh-uber-laufende-hilfsmasnahmen-fur-haiti%2F&amp;seed_title=Telefonkonferenz+der+ADH+%C3%BCber+laufende+Hilfsma%C3%9Fnahmen+f%C3%BCr+Haiti/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Hilft Entwicklungshilfe?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F20%2Fhilft-entwicklungshilfe%2F&amp;seed_title=Hilft+Entwicklungshilfe%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F20%2Fhilft-entwicklungshilfe%2F&amp;seed_title=Hilft+Entwicklungshilfe%3F#comments</comments> <pubDate>Wed, 20 Jan 2010 13:46:01 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27167</guid> <description><![CDATA[<p>Angesichts der Katastrophe in Haiti kocht die Debatte über Entwicklungshilfe wieder auf. Die Zeit schreibt angesichts der Unterernährung von 60 Prozent der Bevölkerung über die vier Milliarden Dollar Entwicklungshilfe der letzten Jahre: &#8222;Viel gebracht hat die Hilfe bisher offensichtlich nicht.&#8220; Das ist der Augenschein. Es geht aber auch komplizierter.</p><p><strong>Das Beben</strong></p><p>Zwischen 50.000 und 200.000 Toten soll das Erdbeben in Haiti gefordert haben; doch genau diese Formulierung, dass es das Erdbeben war, das die Toten &#8222;gefordert&#8220; hat, ist verantwortungslos.</p><p>Wissenschaftler warnen schon länger vor der Gefahr von Erdbeben in der Region, <a
href="http://www.newscientist.com/article/dn18398-caribbean-at-risk-of-more-large-earthquakes.html">zuletzt Bill McGuire 2008</a>. McGuires Bericht sagt voraus, dass es nicht das letzte Beben in den nächsten Jahren bleiben wird, sondern noch stärkere folgen werden. Dass dieses Beben so viele Opfer gefordert hat, <a
href="http://www.newscientist.com/article/dn18406-why-the-haiti-quake-killed-so-many.html">dafür machen Geologen wie Chuck DeMets drei Faktoren verantwortlich</a>: Erstens war es ein oberflächliches Beben, das weniger Zeit ließ, die Bevölkerung zu warnen. Zweitens ist Port-au-Prince nicht auf solidem Feld gebaut, sondern auf Schollen, die sich bei Beben dieser Stärke verschieben. Und drittens sind die Häuser in Haitis Hauptstadt nicht bebenresistent.</p><p>Diese Faktoren und die Tatsache, dass das Beben eine dichtbesiedelte Region traf, erklären zwar die verheerenden Auswirkungen, mit denen Haiti jetzt zu kämpfen hat. Gleichzeitig aber kommt wieder und wieder die Frage auf, warum Haitis Infrastruktur eine effektive Hilfeleistung vor Ort beinahe verhindert &#8211; und warum die Häuser in Port-au-Prince derart anfällig waren. Denn seit Jahrzehnten schon fließen große Summen Entwicklungshilfe nach Haiti, aber &#8211; wie in vielen anderen Ländern auch, die durch Geld der Industriestaaten alimentiert werden &#8211; ohne, dass die Hilfe Ergebnisse zeigt.</p><p>Und im Hintergrund steht immer die Frage: Hilft Entwicklungshilfe? Oder nicht?</p><p><strong>Kritker</strong></p><p>James Shikwati ist ein gern gesehener Interviewpartner zum Thema Entwicklungshilfe. James Shikwati hat die notwendige Glaubwürdigkeit, denn er ist Kenianer. Und er spricht laut aus, was viele in den Industrieländern leise denken: Entwicklungshilfe bringt nichts. Sie schadet dem Unternehmergeist, sie verändert die Mentalität in den Nehmerländern, und das Geld wird so lange der Patronagestruktur entlang verteilt, bis am Ende für die Hilfsbedürftigen nichts mehr übrig bleibt. Unter anderem Der Spiegel führt Shikwati halbjährlich als Kronzeugen dafür ins Feld, <a
href="http://suche.spiegel.de/suche/index.html?suchbegriff=Shikwati">dass Entwicklungshilfe mehr Schaden anrichtet</a>, als sie hilft. Aktuell hat das <a
href="http://online.wsj.com/article/SB40001424052748704541004575010860014031260.html">Wall Street Journal</a> seinen Aufruf, den Geldhahn abzudrehen, gedruckt: &#8222;For God&#8217;s sake, please stop.&#8220;</p><p>Interessant wäre es zu erfahren, was Shikwati selbst sagen würde, wenn seine Geldgeber ihm den Hahn zudrehen. Seine Organisation &#8222;Iren&#8220; wird gesponsort von liberalkonservativen Thinktanks aus den USA, er ist Mitglied in der &#8222;International Society for Individual Liberty&#8220;, die in der Entwicklungspolitik eine Laisser-faire-Haltung einnehmen: dass also der Markt es schon richten wird, auch in Entwicklungsländern. Es sind sehr banale Ideen, die Shikwatis Erfolg begründen, und Thesen, die <a
href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2007/07/13/a0032.text.name,asksSC7FZ.n,19">seit Jahren</a> <a
href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2009/05/08/a0017.text.name,askpilGPE.n,1">widerlegt sind</a>.</p><p>Dass er so einen großen Erfolg hat, liegt aber nicht nur daran, dass er sagt, was so viele denken: Entwicklungshilfe bringt nichts. Es liegt auch daran, dass NGOs und Experten sich zurückhalten bei der Kritik der Entwicklungshilfe und tatsächliche Missstände nicht klar benennen.</p><p><strong>Schwierigkeiten</strong></p><p>Da wären zum einen die mangelnde politische Kohärenz: so unterminiert beispielsweise die EU ihre Unterstützung landwirtschaftlicher Initiativen in der Sahelzone durch den Export ihrer eigenen, subventionierten Agrarprodukte und durch Lebensmittellieferungen. Außerdem arbeiten NGOs und Projekte häufig nicht nachhaltig genug: nicht jede Organisation lässt sich so sehr auf Umweltbedingungen ein wie die <a
href="http://blogs.ref.ch/rivera.php?itemid=481">Eden Foundation</a>, sondern bekämpft momentan vorhandene Missstände, um bei veränderter politischer Lage wieder die Zelte abzubrechen. Ohne ein schlüssiges Konzept für die Bewohner hinterlassen zu haben.</p><p>Einen interessanten und streitbaren Punkt greift <a
href="http://www.entwicklungssoziologie.uni-bayreuth.de/de/team/01Neubert_Dieter/index.html">Dieter Neubert</a> auf: Anders als Geldof und Bono meint er, momentan fließe nicht zu wenig Geld in die Entwicklungshilfe, sondern eher zu viel.</p><blockquote><p>Ernstzunehmende Kritiker weisen zu recht darauf hin, dass eher zu viel als zu wenig Geld in das System der Entwicklungshilfe fließt. Viele Entwicklungsorganisationen und auch die NGOs klagen immer wieder über ein &#8222;Mittelabflussproblem&#8220;: Es gibt gemessen an den zur Verfügung stehen Mitteln oft nicht genügend sinnvolle konkrete Vorhaben. Weniger könnte in diesen Fällen mehr sein.</p></blockquote><p><small>Dazu auch Transparency International: <a
href="http://www.google.de/url?sa=t&#038;source=web&#038;ct=res&#038;cd=6&#038;ved=0CB0QFjAF&#038;url=http%3A%2F%2Fwww.transparency.de%2Ffileadmin%2Fpdfs%2FThemen%2Fwebversion_final.pdf&#038;rct=j&#038;q=Mittelabflussproblem+Entwicklungshilfe&#038;ei=qOFWS-3SLMzFsgaV8JTaCw&#038;usg=AFQjCNE5FsXfW6SpTul7kdYJ32HFuP1Egg">Korruption in der Entwicklungsarbeit</a></small></p><p>Entscheidend dabei, ob Entwicklungshilfe tatsächlich hilft, sind die Begebenheiten vor Ort. Dazu gehört in erster Linie auch ein politisches System, das stabil ist und sich nicht ausschließlich an den Ressourcen des Landes bereichert, sondern die Bürger bei der Selbsthilfe zumindest nicht hindert. <a
href="http://www.das-parlament.de/2007/48/Beilage/002.html">Good enough governance</a> nennt man das.</p><p><strong>Perspektiven</strong></p><p>In dieser Hinsicht hatte Haiti 2006 einen großen Fortschritt gemacht: Nach der jahrelangen Diktatur unter den Duvaliers übernahm <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Pr%C3%A9val">René Préval</a> die Führung des Landes. Er gilt als zuverlässig und integer. Mithilfe der mehrheitlich brasilianischen Blauhelm-Mission konnte wieder etwas Ruhe hergestellt werden in dem von bürgerkriegsähnlichen Zuständen gebeutelten Land.</p><p>Vier Jahre sind keine Zeit, um eine Entwicklung aufzuholen; es wird noch lange dauern, bis Haiti sich stabilisiert hat. Und das Erdbeben hat viele Bemühungen zunichte gemacht. Das ist die große Tragödie Haitis: In dem Moment, als es wieder aufwärts zu gehen schien, stürzte der Himmel ein.</p><p>Tatsächlich kann man nach vier Jahren noch kaum sagen, auf welchem Weg sich Haiti vor dem Beben befand. Ziel muss es sein, wie bei jedem Entwicklungsland, die ökologischen Schäden durch Abholzung und Raubbau rückgängig zu machen, den Bewohnern vor Ort eine Möglichkeit zu bieten, sich selbst zu versorgen und den braindrain zu unterbinden. Um die bewaffneten Banden in den Slums unter Kontrolle zu halten, wird wohl die Militärpräsenz verstärkt werden müssen.</p><p>In der FAZ hat Matthias Rüb die Situation so zusammengefasst:</p><blockquote><p>Das Gelingen dieses historischen Experiments ist nicht sicher, das Scheitern aber auch nicht. Haiti steht vielleicht an einem Neuanfang. Am Ende ist Haiti nicht. Auf Kreolisch: Ayiti pa fini!</p></blockquote><p>Und damit es Hoffnung gibt, braucht Haiti Entwicklungsgelder. All den Unkenrufen zum Trotz.</p><p><small>Christophe Warny: <a
href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2008/08/08/a0047.text.name,asksSC7FZ.n,17">Ein Dollar am Tag und ein Handy. In Haiti ist der Staat eine brökelnde Fassade</a><br
/> SZ-Interview mit <a
href="http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/228/500493/text/">Felix Prinz zu Löwenstein</a></small></p><p><small><a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker">Hier kann man die Spreeblick-Spendenaktion &#8222;Rettungsanker&#8220; unterstützen</a>, ein Interview mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, an das die Spenden gehen, <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/18/podcast-sonderausgabe-interview-mit-thilo-reichenbach-von-der-aktion-deutschland-hilft/">gibt es hier zu hören</a>.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F20%2Fhilft-entwicklungshilfe%2F&amp;seed_title=Hilft+Entwicklungshilfe%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>43</slash:comments> </item> <item><title>Podcast-Sonderausgabe: Interview mit Thilo Reichenbach von der &#8220;Aktion Deutschland Hilft&#8221;</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Fpodcast-sonderausgabe-interview-mit-thilo-reichenbach-von-der-aktion-deutschland-hilft%2F&amp;seed_title=Podcast-Sonderausgabe%3A+Interview+mit+Thilo+Reichenbach+von+der+%26%238220%3BAktion+Deutschland+Hilft%26%238221%3B</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Fpodcast-sonderausgabe-interview-mit-thilo-reichenbach-von-der-aktion-deutschland-hilft%2F&amp;seed_title=Podcast-Sonderausgabe%3A+Interview+mit+Thilo+Reichenbach+von+der+%26%238220%3BAktion+Deutschland+Hilft%26%238221%3B#comments</comments> <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 17:37:41 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Podcast]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27119</guid> <description><![CDATA[<p>Am heutigen Nachmittag konnte ich ein kurzes Skype-Interview mit Thilo Reichenbach vom Bündnis <a
href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/">&#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220;</a> führen und mit ihm über das Bündnis, aber auch über den Verbleib der von euch im Rahmen der <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/15/rettungsanker-haiti-spendenaktion/">&#8222;Rettungsanker Haiti&#8220;</a> gespendeten Gelder sprechen.</p><p><a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker">Weitere Spenden sind natürlich sehr willkommen!</a></p><p><a
href="http://spreeblick.com/podcast/rettungsanker.mp3">MP3, 10:52, 15,7 MB</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Fpodcast-sonderausgabe-interview-mit-thilo-reichenbach-von-der-aktion-deutschland-hilft%2F&amp;seed_title=Podcast-Sonderausgabe%3A+Interview+mit+Thilo+Reichenbach+von+der+%26%238220%3BAktion+Deutschland+Hilft%26%238221%3B/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Frank Rieger (CCC) über den Mensch als Datensatz</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Ffrank-rieger-ccc-uber-den-mensch-als-datensatz%2F&amp;seed_title=Frank+Rieger+%28CCC%29+%C3%BCber+den+Mensch+als+Datensatz</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Ffrank-rieger-ccc-uber-den-mensch-als-datensatz%2F&amp;seed_title=Frank+Rieger+%28CCC%29+%C3%BCber+den+Mensch+als+Datensatz#comments</comments> <pubDate>Mon, 18 Jan 2010 15:27:45 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27115</guid> <description><![CDATA[<p>Ich kam erst am Wochenende dazu, den Artikel von Frank Rieger, der u.a. Sprecher des Chaos Computer Clubs ist, zu lesen, den er unter dem Titel &#8222;Der Mensch wird zum Datensatz&#8220; für die FAZ verfasst hat.</p><p><a
href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E38A2F6DD0A734EB789AAD27EDE6F9A35~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Nun kann ich den Text jedoch von ganzem Herzen empfehlen.</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F18%2Ffrank-rieger-ccc-uber-den-mensch-als-datensatz%2F&amp;seed_title=Frank+Rieger+%28CCC%29+%C3%BCber+den+Mensch+als+Datensatz/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Aktion &#8220;Rettungsanker Haiti&#8221; sammelt innerhalb weniger Stunden über 10.000 Euro für Haiti via Blogs, Twitter und Facebook</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Faktion-rettungsanker-haiti-sammelt-innerhalb-weniger-stunden-uber-10-000-euro-fur-haiti-via-blogs-twitter-und-facebook%2F&amp;seed_title=Aktion+%26%238220%3BRettungsanker+Haiti%26%238221%3B+sammelt+innerhalb+weniger+Stunden+%C3%BCber+10.000+Euro+f%C3%BCr+Haiti+via+Blogs%2C+Twitter+und+Facebook</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Faktion-rettungsanker-haiti-sammelt-innerhalb-weniger-stunden-uber-10-000-euro-fur-haiti-via-blogs-twitter-und-facebook%2F&amp;seed_title=Aktion+%26%238220%3BRettungsanker+Haiti%26%238221%3B+sammelt+innerhalb+weniger+Stunden+%C3%BCber+10.000+Euro+f%C3%BCr+Haiti+via+Blogs%2C+Twitter+und+Facebook#comments</comments> <pubDate>Fri, 15 Jan 2010 21:14:04 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Spreeblick]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27086</guid> <description><![CDATA[<p>Wir sind sprachlos. Fast:</p><p>Als wir heute vormittag beschlossen haben, <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/15/rettungsanker-haiti-spendenaktion/">zu einer Spendenaktion für Haiti aufzurufen</a>, gingen wir davon aus, dass man binnen einiger Tage 5.000 Euro zusammenbekommen müsste.</p><p>Einige aufregende Stunden später ist mehr als das Doppelte dieser Summe eingesammelt. Via Twitter, Facebook und Blogs hat sich die Aktion wie irre verbreitet und so bedanken wir uns von ganzem Herzen bei allen, die durch Spenden oder Weitersagen zu diesem Erfolg beigetragen haben und die Spendensumme innerhalb weniger Stunden fünfstellig gemacht haben!</p><p>Für die Notleidenden auf Haiti, für die Helfer vor Ort, für die benötigten Hilfsgüter kann die Summe aber gar nicht hoch genug sein. Weshalb wir beschlossen haben, die Ziel-Summe ein weiteres Mal anzuheben, wir haben schließlich gerade mal einen einzigen Tag hinter uns – mal sehen, wie lange wir die Motivation aufrecht erhalten können, die Aktion immer noch weiter zu tragen.</p><p><a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker/"><strong>Also kommt: Wir schaffen 25.000 Euro!</strong></a></p><p><small><strike>Ich werde helpedia bitten, die neue Summe im System einzutragen, das müssen die Jungs und Mädels von der Technik dort machen. Also: Geduld, und einfach weiter spenden!</strike> Die neue Summe ist eingetragen, danke an das helpedia-Team für die schnelle Hilfe! Am Montag werde ich auch Kontakt mit der &#8222;Aktion Deutschland Hilft&#8220; aufnehmen, an die die Spenden gehen, und über Details berichten, wie euer Geld verwendet wird.</small></p><p><small>Und noch ein Hinweis: Die Verlosung, die wir begleitend zur Aktion gestartet haben, ist aus juristischen Gründen auch offen für Nicht-Spender. Eine Koppelung von Verlosungen an Spenden oder andere Vorleistungen ist in Deutschland untersagt, und das ist ja auch gut so. Es soll schließlich auch niemand wegen eines möglichen T-Shirts spenden. Sondern um zu helfen.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Faktion-rettungsanker-haiti-sammelt-innerhalb-weniger-stunden-uber-10-000-euro-fur-haiti-via-blogs-twitter-und-facebook%2F&amp;seed_title=Aktion+%26%238220%3BRettungsanker+Haiti%26%238221%3B+sammelt+innerhalb+weniger+Stunden+%C3%BCber+10.000+Euro+f%C3%BCr+Haiti+via+Blogs%2C+Twitter+und+Facebook/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>33</slash:comments> </item> <item><title>Rettungsanker Haiti: 5000-Euro-Ziel in wenigen Stunden erreicht, schaffen wir 10000?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-5000-euro-ziel-in-wenigen-stunden-erreicht-schaffen-wir-10000%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+5000-Euro-Ziel+in+wenigen+Stunden+erreicht%2C+schaffen+wir+10000%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-5000-euro-ziel-in-wenigen-stunden-erreicht-schaffen-wir-10000%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+5000-Euro-Ziel+in+wenigen+Stunden+erreicht%2C+schaffen+wir+10000%3F#comments</comments> <pubDate>Fri, 15 Jan 2010 16:57:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Spreeblick]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27080</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker">Ihr habt es so gewollt. Wir erhöhen auf 10.000.</a></p><p>Ich wusste bis vor wenigen Stunden nicht, wieviel mehr Spaß es macht, gemeinsam zu spenden, als allein: Innerhalb von rund vier Stunden habt ihr 5.000 Euro für Haiti locker gemacht, die den <a
href="http://www.aktion-deutschland-hilft.de/index.php">Hilfskräften</a> zugute kommen. Darum erhöhen wir das zu erreichende Ziel einfach frech auf 10.000 Euro, vielleicht kann man ja übers Wochenende noch ein paar Leute motivieren. Dabei ist es natürlich völlig egal, wieviel es am Ende sein wird, denn jeder Euro hilft und wir haben schon ein paar tausend davon (und sind ja auch nicht die einzigen, die sammeln).</p><p>Man kann nur hoffen, dass die Probleme vor Ort in Haiti gelöst werden können, damit Rettungsperonal und Hilfsgüter zu denen kommen, die sie dringend benötigen. Die Angst und Panik, aber auch die Wut der Überlebenden, die sich allein gelassen fühlen, <a
href="http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2010-01/haiti-erdbeben-leichen-pluenderungen">nimmt offenbar dramatisch zu</a>.</p><p>Dankeschön an euch alle für das Gelingen dieser Aktion!</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-5000-euro-ziel-in-wenigen-stunden-erreicht-schaffen-wir-10000%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti%3A+5000-Euro-Ziel+in+wenigen+Stunden+erreicht%2C+schaffen+wir+10000%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Rettungsanker Haiti – So kann man ohne Geld helfen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-%25e2%2580%2593-so-kann-man-ohne-geld-helfen%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti+%E2%80%93+So+kann+man+ohne+Geld+helfen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-%25e2%2580%2593-so-kann-man-ohne-geld-helfen%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti+%E2%80%93+So+kann+man+ohne+Geld+helfen#comments</comments> <pubDate>Fri, 15 Jan 2010 13:14:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Spreeblick]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=27066</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/spenden-aktionen/rettungsanker">Das ist der Hammer</a>: In zwei Stunden kamen schon zwei Tausender bei unserer <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/15/rettungsanker-haiti-spendenaktion/">Spendenaktion</a> zusammen, mit dem Tempo hatte hier wirklich niemand gerechnet. Vielen Dank dafür an die bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Danke auch an alle Retweeter, zu denen auch einige größere Medien gehören, das hilft sehr!</p><p>Dieses Tempo wird man natürlich nicht durchhalten können (obwohl mich jetzt der Ehrgeiz gepackt hat, die 5.000 an nur einem Tag zu schaffen …), weshalb weiter getwittert und verlinkt werden darf. Diejenigen, die gerade auf jeden Euro achten müssen, können der Aktion auch ohne Spenden helfen, durch die Verbreitung nämlich oder durch das Starten einer eigenen Aktion.</p><p>helpedia bietet dafür zwei Widgets an, die man auf dem eigenen Blog integrieren kann, den Code dafür und auch die Infos, wie man eine eigene Aktion an den Start bringt, gibt es nach dem Klick.</p><p>Wer die Rettungsanker-Aktion direkt bewerben möchte, kann einen der folgenden Code-Schnipsel in seine Seite einbauen:</p><p><code><small>&lt;object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="helpedia" width="350" height="250" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"&gt; &lt;param name="movie" value="http://www.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" /&gt; &lt;param name="flashvars" value="contenturl=http://www.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"&gt; &lt;embed src="http://www.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" width="350" height="250" name="helpedia" wmode="transparent" flashvars="contenturl=http://www.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"  allowScriptAccess="sameDomain" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"&gt; &lt;/embed&gt; &lt;/object&gt;</small></code></p><p>Das hat eine Breite von 350 Pixeln und sieht dann so aus:<br
/> <object
classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="helpedia" width="350" height="250" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param
name="movie" value="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" /><param
name="flashvars" value="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"><embed
src="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia.swf" width="350" height="250" name="helpedia" wmode="transparent" flashvars="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"  allowScriptAccess="sameDomain" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></object></p><p>Die schmale Version mit einer Breite von 160 Pixeln bekommt man über folgenden Code:</p><p><code><small>&lt;object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="helpedia" width="160" height="460" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"&gt;&lt;param name="movie" value="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia_sky.swf" /&gt;&lt;param name="flashvars" value="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"&gt;&lt;embed src="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia_sky.swf" width="160" height="460" name="helpedia" wmode="transparent" flashvars="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"  allowScriptAccess="sameDomain" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"&gt;&lt;/embed&gt;&lt;/object&gt;</small></code></p><p>Das Ergebnis:<br
/> <object
classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="helpedia" width="160" height="460" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param
name="movie" value="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia_sky.swf" /><param
name="flashvars" value="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"><embed
src="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/activities/helpedia_sky.swf" width="160" height="460" name="helpedia" wmode="transparent" flashvars="contenturl=http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/widget/spenden-aktionen/4be1f588-01b8-11df-8215-002421b43003.xml?orga_id=d381c11e-3a1a-11de-ba35-001d923935cc&#038;orga_name=Aktion Deutschland Hilft"  allowScriptAccess="sameDomain" type="application/x-shockwave-flash" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></object></p><p>Wer keine indirekte Werbung für Spreeblick machen möchte oder einfach selbst eine gute Idee hat, der kann innerhalb weniger Minuten einen eigene Aktion starten. <a
href="http://aktion-deutschland-hilft.helpedia.de/">Das geht auf diesen Seiten</a>, die <a
href="http://helpedia.de">helpedia.de</a> für die &#8222;Aktion Deutschland hilft&#8220;, ein Bündnis diverser Hilfsorganisationen, erstellt hat. Das Ganze geht wirklich schnell und einfach, Login funktionert via Twitter oder Facebook-Connect, alles sehr zweinullig gemacht. Man braucht einen Titel und eine Beschreibung, legt eine zu erreichende Summe an und nach Freigabe durch helpedia (spätestens nach 24 Stunden) steht die Sache.</p><p>Die Macher von helpedia haben uns geraten, die Aktionsbeschreibung mit persönlicher Ansprache zu gestalten und eine gewisse Eigenleistung mit der Aktion zu verknüpfen, also bpsw. eine Verlosung, wie wir sie gewählt haben, oder etwas anderes, das der Organisator verspricht (&#8222;Für jede Spende packe ich nochmal 1 Euro drauf&#8220;, &#8222;Beim Erreichen der ersten Million twittere ich einen Tag lang nackt!&#8220; o.ä.). Sowas motiviert der Erfahrung nach mehr Spender.</p><p>Also, was auch immer ihr wählt – die Unterstützung der Rettungsanker-Aktion oder die Eigeninitiative – es geht schnell und einfach. Und es hilft.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F15%2Frettungsanker-haiti-%25e2%2580%2593-so-kann-man-ohne-geld-helfen%2F&amp;seed_title=Rettungsanker+Haiti+%E2%80%93+So+kann+man+ohne+Geld+helfen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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