Banken, die sich durch Drogengelder finanzieren, ein Fest für Verschwörungsanhänger. Mich interessiert die Praxis. Wie läuft das ab, wenn eine Bank feststellt, dass der Geldfluss versiegt und man sich nach anderen Quellen umsehen muss?
„Hey, Chef, das Geld wird knapp!“ – „Okay, verbinden sie mich mal mit Oliver Dope, Codename OD, sie wissen schon. Der soll mal ein paar Milliarden rüberwachsen lassen, zahlen wir ihm irgendwann zurück, dann ist die Kohle auch gleich sauber gewaschen! Von den Zinsen sollen die dann die nächste Anti-Drogen-Kampagne mitfinanzieren. Har. Har. Har.“
Im Ernst: Wie geht das? Wie viele Leute müssen da mitmachen und mitwissen und dichthalten, wie laufen Geldtransfers aus und zu solchen Quellen ab, wie funktioniert die Kontaktaufnahme? Sitzen die alle mit dunklen Sonnenbrillen am Konferenztisch und schieben sich die Geldkoffer rüber? Western Union? Kreditkarte? Und wie effektiv ist eine Behörde zur Verbrechensbekämpfung, wenn UNODC-Generaldirektor Antonio Maria Costa zwar sagt, dass es solche Transfers gegeben habe, aber keine Namen und Banken nennen möchte?