Unser aller Lieblingspixelschieber Craig Robinson weilt derzeit in Mexico und bloggt von dort aus auf die ihm eigene Art und Weise.
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Flip Flop Flyin in Mexico
Zeugenaussagen
Ich wundere mich. Seit ich mich mit wirklich abwegigen Weltgegenden wie Sierra Leone, Myanmar, Uganda oder Kongo-Kinshasa beschäftige, wunder ich mich. Vor allem darüber, wie wenig Menschen, wie wenig betroffene Menschen zu Wort kommen: auch und vor allem nicht im Internet. Read on, my dear…
Sierra Leone - Schweine und Diamanten
Es hätte nicht an Gelegenheiten gefehlt, den Krieg in Sierra Leone zu thematisieren, der es Ende der Neunziger für ganz kurze Zeit auf die Titelseiten geschafft hatte: zuerst die Verhaftung des ehemaligen liberianischen Präsidenten Charles Taylor und dessen Prozess in Den Haag; dann der Start von Blood Diamond; und letztes Jahr Ishmaels Beahs Buch „Rückkehr ins Leben“ über sein Dasein als Kindersoldat.
Ein bisschen Hass muss sein
Das UNICEF Foto des Jahres ist ein bedrückendes Dokument. Es zeigt den 40 Jahre alten (aber älter aussehenden, Standesämter sind in Afghanistan nicht übermäßig genau) Mohammed F. mit seiner elfjährigen Verlobten. Ein beinahe ebenso bedrückendes Dokument ist der Artikel, den der niederländische Autor Leon de Winter für Spiegel Online verfasst hat.
Updating Burma, Birma, Myanmar: Something new on the Eastern Front?
Als in Myanmar die Mönche auf die Straße gingen, war die Überforderung in den deutschen Medien mit Händen greifbar: Myanmar? Burma? Birma? Pagodien? Wie nenn mers denn jetzt? Und die Hauptstadt? Ach, is gar nicht mehr Rangon? Und was passiert jetzt wo nochmal genau? „Safranrevolution“, sagst Du? Ja, toll, das nehmen wir. Und als dann Eva Herman kam, ging ein kollektives Aufatmen durch die Kommentatorenreihen: Weitere Nachrichten entnehmen Sie bitte der Rubrik „ferner liefen in aller Welt“, danke. Dabei war bis vor kurzem noch gar nicht so klar, was in Myanmar eigentlich vor sich gegangen ist. Erst jetzt zeichnet sich so langsam ab, was sich im Spätsommer ereignete. Zeit für eine Reinspektion.
Villiers-le-Bel: Brennt Paris?
Als die „französischen Zustände“ in Frankreich begannen, hießen sie „amerikanische Zustände“. Aber davon spricht keiner mehr. Heute sprechen alle nur noch vom Heute. Und jeder hat eine andere Brille auf. Aber zuerst zu den Fakten:
Durchs wilde Kurdistan
Manchmal ist das Leben schon sehr verzwickt. Zum Beispiel in der US-amerikanischen Außenpolitik: Die PKK (Arbeiterpartei Kurdistans) kämpft in der Türkei mit Waffengewalt für ein freies Kurdistan. Die Schwesterorganisation PJAK (Partei für ein freies Leben Kurdistan) kämpft im Iran mit Waffengewalt für ein freies Kurdistan. Während die PKK als terroristische Vereinigung eingestuft wird, empfing Washington im vergangenen Sommer einen der PJAK-Führer, Rahman Haj-Ahmadi, zu Gesprächen. Die PJAK darf sich in Interviews damit brüsten, „verdeckte Unterstützung der USA“ für militärische Aktionen im Iran zu erhalten. Man muss das jetzt aber differenzieren. Mit den Worten eines ranghohen US-amerikanischen Repräsentanten: „A member of a terrorist organization is not necessarily a terrorist.“ Read on, my dear…
Atombomben in den Händen religiöser Fanatiker
Die republikanischen Präsidentschaftskandidaten versammelten sich vom 19.-21. Oktober in Washington, um sich der religiösen Rechten zu präsentieren. Und was interessiert die religiöse Rechte? Abtreibungen und Schwulenehe. Ein Zwei-Punkte-Programm, das die Wahlen der letzten verbliebenen Weltmacht entscheidet. Zeit für eine UN-Mission?
Auf der Seite der New York Times ist ein ein Video der Veranstaltung zu sehen.
Warum gibt es bei solchen Events eigentlich nie Anschläge?
Myanmar ist Burma ist Birma
Business as usual, mögen sich die birmesischen birmanischen Generäle rund um Than Shwe gedacht haben, als vor ein paar Tagen einige Mönche auf die Straße gingen, um gegen die hohen Lebensmittelpreise zu demonstrieren. Ein bißchen Tränengas, ein paar Stockhiebe, Verhaftungen der Organisatoren - die altbewährten Methoden eben. Seit die Militärs in den 60ern die Macht in Myanmar an sich gerissen haben, gibt es das ja quasi vierteljährlich.
Die Geschichte eines sehr, sehr reichen Mannes und seines Kampfes gegen sehr, sehr viele Blogger
Zwei Dinge braucht man, wenn man schon alles hat. Erstens einen Fußballklub. Und zweitens eine saubere Vergangenheit. Alisher Usmanov, in Usbekistan geborener russischer Oligarch, war gerade dabei, sich den ersten Wunsch zu erfüllen*, indem er seine Anteile an Arsenal London auf 21 % erhöhte, da kam ihm sein Wunsch nach einer sauberen Vergangenheit in die Quere.
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Dick Cheney, amerikanischer Augur
Irgendwo zwischen Etwas vorhersehen und Danach handeln entscheidet sich die historische Größe eines Politikers. (Manchmal ist mir nach Nachmittags-Aphorismen)
Video nach dem Klick
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Man lernt nie aus
1968 - 1978 Die USA beliefern das Schah-Regime im Iran mit Panzern, Flugzeugen und Hubschraubern.
1979 - 1995 Sowjetische Invasion und Bürgerkrieg in Afghanistan. Die USA unterstützen die Mudschahedin durch Ausbildung und Waffenlieferungen im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar pro Jahr.
1980 - 1988 Erster Golfkrieg. Die USA nehmen den Irak 1982 von der Liste potentieller Terroristenunterstützer und beliefern ihn mit Waffen. Gleichzeitig wurde über dunkle Kanäle auch der Iran beliefert.
2007: Die USA rüsten Israel mit Waffen im Wert von 30 Milliarden und die arabischen Verbündeten mit Waffen im Wert von insgesamt 20 Milliarden aus. Für die nächsten zehn Jahre.
Hélas, Marianne
Je crois que je ne t’aime plus
elle m’a dit ca hier
ca a claqué dans l’air
comme un coup de revolver.
Cali - Elle m’a dit

Bild © montrealamoi
Hélas, Marianne. Schau nur, was aus Dir geworden ist. Man kann Dich ja kaum mehr ansehen. Früher warst Du mal stolz gewesen, bist durch Europas Strassen spaziert, mit erhobenem Kopf, und alle haben Dir hinterhergesehen. Aber das, Marianne, ist lange her. Deine Männer haben Dich zugrunde gerichtet. Restlos. Read on, my dear…
Die Olympischen Spiele 2008 in Peking
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Bild: Julia
Die olympischen Spiele 1936 in Berlin waren ein voller Erfolg für das nationalsozialistische Regime. Es war Kosmetik betrieben worden, die Presse musste während der Spiele auf Hetze gegen Juden verzichten, so dass die Besucher mit dem warmen Gefühl in ihre Heimat zurück reisen konnten, dass alles nicht so schlimm sei, die deutschen Athleten sammelten die meisten Medaillen - und von der Weltpresse unbemerkt wurde das Konzentrationslager Sachsenhausen errichtet.
Katholiken für Amnesty
Drei Katholiken, die mit dem Spendenboykott gegen Amnesty International nicht einverstanden sind, haben die Seite Katholiken für Amnesty eingerichtet. Es wird darum gebeten, über das Online-Formular auf den Seiten von ai zu spenden und zwar unter eben dem namensgebenden Motto: Katholiken für Amnesty. Ich bin zwar eher der Meinung, dass man die katholische Kirche sich selbst überlassen sollte, aber manche haben die Hoffnung auf Veränderung noch nicht aufgegeben. Sie ist halt eine Überlebenskünstlerin, die Hoffnung.
Gut. Aber nicht gut genug. Warum Katholiken nicht für Amnesty International spenden dürfen.
Es ist ein Kreuz mit der Abtreibung. Da kann man unbestreitbar gut sein wie es Amnesty International nun einmal ist, den besten Menschen des Planeten ist das nicht gut genug. Der Vatikan hat alle Katholiken aufgefordert, nicht mehr an Amnesty International zu spenden.
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You can’t block the Bloggers

(Foto © hennadervish)
Nicholas D. Kristof, Kolumnist der New York Times, hat dem Drachen auf den Zahn gefühlt.


