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><channel><title>Spreeblick &#187; Bildung</title> <atom:link href="http://www.spreeblick.com/category/kategorien/politik/bildung/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spreeblick.com</link> <description>I live by the river!</description> <lastBuildDate>Sat, 20 Mar 2010 11:48:51 +0000</lastBuildDate> <generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>RFID-Personalausweis mit 3D-Foto</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F08%2F3d-rfid-personalausweis%2F&amp;seed_title=RFID-Personalausweis+mit+3D-Foto</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F08%2F3d-rfid-personalausweis%2F&amp;seed_title=RFID-Personalausweis+mit+3D-Foto#comments</comments> <pubDate>Fri, 08 Jan 2010 15:59:03 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Hardware]]></category> <category><![CDATA[Produkte]]></category> <category><![CDATA[Software]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26826</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/01/rfid.jpg" filter="full" /></p><p>Der Kollege Sascha Pallenberg von <a
href="http://netbooknews.de">netbooknews.de</a> ist auf der CES in Las Vegas und zeigt uns einen RFID-Personalausweis mit integriertem 3D-Display. Hergestellt von der Bundesdruckerei im Auftrag eines US-Unternehmens, dessen Namen ich im Clip nicht verstehen kann. Video nach dem Klick.</p><p><object
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isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24823</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/11/4050922878_bae71fd4de_o.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/neo_ii/4050922878/"><span
class="text">Mario Habenbacher</span></a></p></div></p><p>Die aktuellen Studierendenproteste sind an einem Punkt erstaunlich: Sie erhalten unheimlich viel medialen Zuspruch, obwohl sie noch relativ verhalten sind. Der Protest wird zwar an vielen Unis laut, doch überall sind es wenige hundert Aktive, was bei Unis, die meist einige 10.000 Immatrikulierte zählen, selten mehr als zwei Prozent der Studierenden ausmacht.<br
/> Die Seminare laufen in fast voller Besetzung einfach weiter, geht man in die Unis rein und schaut sich da um, erscheint der Aufstand nicht sehr breit. Dabei wäre ein breites Engagement sehr nötig, wenn nicht gar für eine der meiner Meinung nach wichtigsten Forderungen dieses Protests elementar: Der Forderung nach mehr studentischer Mitbestimmung an den Unis.</p><p>1. Ein klassisches Klischee des Unibetriebs ist, dass die Professoren neue Forschungsideen aus ihren Seminaren gewinnen, dort ausprobieren und die von den Studierenden erbrachten Ergebnisse später in Publikationen als die ihrigen verkaufen.<br
/> Das wäre im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre erstmal gar nicht falsch, wenn Studierende dann auch etwas davon hätten. Im guten Fall ist dem so: die Studierenden lernen etwas und bekommen so die fürs Examen nötigen Leistungsnachweise. Aber Mitreden in Forschungsangelegenheiten dürfen sie nicht, sie haben keine ernstzunehmende Stimme in den Unigremien. Oft haben sie nur beratende Stimme, da wo sie mitentscheiden dürfen, werden sie ihre Interessen nie gegen die überall vorhandene absolute Mehrheit der Professoren durchbekommen (selbiges gilt auch für die Unidozenten ohne Lehrstuhl und andere Mitarbeiter).</p><p>2. Nicht zuletzt durch die Bachelorreform der letzten Jahre sind aber viele Lehrveranstaltungen zu reinen Lernveranstaltungen reduziert worden. Abprüfbares Wissen wird bereit gestellt, offene Forschungsfragen kommen seltener vor.<br
/> Die Studiengänge wurden durch die Gremien eingeführt, in denen Studierende höchstens mitreden dürfen.</p><p>3. Immer mehr Forschung findet abgekoppelt vom universitären Regelbetrieb statt. Durch die Kürzung der regulären Finanzmittel der Unis und den als guten Wettbewerb verbrämten Run um Stiftungsgelder und andere Drittmittel für die Forschung findet genau diese Forschung in Projekten statt, die zwar noch die Büros, Labore, Internetanschlüsse und Personalverwaltungen der Unis nutzen, aber nicht mehr in den Lehralltag integriert sind. Alle im Rahmen der Exzellenzinitiative geförderten Einrichtungen beispielsweise holen Studierende erst ab der Promotion hinzu. In den Forschungsprojekten arbeiten Mitarbeiter, die befristete Verträge mit kurzzeitiger Laufzeit oft ohne Lehrverpflichtung haben.<br
/> Nicht nur, dass diese (meist Nachwuchs-)Forscher selbst nicht in den dauerhaften Betrieb der Uni mit ihren Entscheidungsgremien integriert sind, Studierende der grundständigen Studiengänge bekommen genau wegen dieser Abkopplung hier von nichts mit. Und manchen passt das gut in den Kram. Es soll Unileitungen geben, die in internen Runden davon reden, dass ihnen eine Uni ohne Studierende am liebsten wäre.</p><p>4. Die Kürzung der regulären Finanzmittel und die Beschäftigung der Forscher in den Drittmittelprojekten geht einher mit einem massiven Abbau an regulären Stellen im sogenannten Mittelbau, also den Dauerstellen für Forscher zwischen Examen und Professorentitel. Diese Stellen fehlen in der Lehre.<br
/> Aufgefangen wird das teilweise durch Stellen, die durch 16 Wochenstunden Lehrverpflichtung definiert sind. Das sind acht Seminare pro Woche mit jeweils Vor- und Nachbereitung. Selbst, wenn man jahrelang den gleichen Stoff vorbereitet, die Nachbereitung bei oft mehr als hundert Teilnehmern pro Seminar, die alle Hausaufgaben, Klausuren und Hausarbeiten abzugeben haben, zeigt, das hier gerade bei bestem Willen und Engagement für die Studierenden kein Platz mehr für Forschung bleibt. Lehrwissen und Forschungsneuerungen werden so auseinandergerissen, Studierende bekommen alten Kram serviert.</p><p>Dies zu ändern ist Studierenden kaum möglich, solange sie nicht angemessen an der universitären Selbstbestimmung beteiligt werden.<br
/> Es kann ihnen aber erst recht gar nicht auffallen, wenn sie die Uni als Durchlauferhitzer auf dem möglichst schnellen Weg zum angeblich so unsicheren Job verstehen (die Akademikerarbeitslosigkeit ist immer noch auf konstant niedrigem Niveau &#8211;  in allen Fachgebieten), statt sich auch für die Umstände zu interessieren, die eine Universität ausmachen.<br
/> Solange sich die Studis nicht als elementarer Teil der Uni begreifen, so lange fällt es denen leicht, die sie nur als (noch) unvermeidbaren Ballast im Wettbewerb um Forschungslorbeeren verstehen.</p><p>Es ist eine Frechheit, dass Studierende keine echte Chance haben, auf regulärem Weg in den Unigremien mitzubestimmen, was mit ihnen und ihrer Uni geschieht. Nicht nur, weil Studierende hier wie Kinder behandelt werden, wo sie in der Regel ansonsten in der Gesellschaft als Volljährige zählen. Sie dürfen ab 18 Firmen und Familien gründen, in den Bundestag einziehen, das nationale Selbstbewusstsein als Fußballfastweltmeister stärken, das Grundgesetz am Hindukusch verteidigen. In jedem Betrieb, der mindestens fünf Mitarbeiter hat (zur Erinnerung: Unis haben allein zehntausende Studierende ), gibt es einen Betriebsrat, in dem volljährige Azubis mitbestimmen können. Studierende aber müssen nehmen, was man ihnen vorsetzt.<br
/> Das ganze wird mit Studiengebühren noch aberwitziger. Da werden Studierende zu Verbrauchern ohne geregelten Verbraucherschutz. Dann hilft nur noch der Boykott. Die Studierenden nennen es Streik.</p><p>Das Schlimme ist: es scheint die Mehrheit der Studis nicht zu stören, unmündige Kunden zu sein.</p><p>So ein Bildungsstreik bedeutet für die aktiven Studis viel Kraft und Aufwand und mitunter gar ganze Semester mehr an Studienzeit. Zwar lässt sich bei Besetzungen und Plenumsdiskussionen viel fürs Leben lernen, die Scheine fürs Examen kommen so aber nicht zusammen.<br
/> Währenddessen sind die Proteste für Unis, die wenig Bock auf ihre Studierenden haben, bequem. Alle paar Jahre mal ein paar Diskussionsveranstaltungen, etwas höhere Reinigungskosten im besetzten Hörsaal, der je nach Belieben von der Polizei geräumt wird. Verglichen mit der regelmäßigen Auseinandersetzung mit den Studierenden in den Entscheidungsgremien ist das kein Auwand.</p><p>Ohne größere Beteiligung und ohne den Erfolg, mehr Mitbestimmung zu bekommen, wird sich die Bildungsprotestlogik weiter wiederholen. Wenige kämpfen sich ab, nichts ändert sich. Wie frustrierend.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F16%2Fstudentische-mitbestimmung-ein-weg-aus-der-bildungskrise%2F&amp;seed_title=Studentische+Mitbestimmung+%26%238211%3B+ein+Weg+aus+der+Bildungskrise/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>59</slash:comments> </item> <item><title>Lawrence Lessig über Bildung, Wissenschaft und Urheberrechte und alles</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Flawrence-lessig-uber-bildung-wissenschaft-und-urheberrechte-und-alles%2F&amp;seed_title=Lawrence+Lessig+%C3%BCber+Bildung%2C+Wissenschaft+und+Urheberrechte+und+alles</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Flawrence-lessig-uber-bildung-wissenschaft-und-urheberrechte-und-alles%2F&amp;seed_title=Lawrence+Lessig+%C3%BCber+Bildung%2C+Wissenschaft+und+Urheberrechte+und+alles#comments</comments> <pubDate>Wed, 11 Nov 2009 12:20:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category> <category><![CDATA[Reflexionen]]></category> <category><![CDATA[Science]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24616</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/11/lessig.png" filter="full" /></p><p>Lawrence Lessig hat mich mal wieder. Wenige Redner schaffen es, komplexe Zusammenhänge in dramaturgisch so gut gestrickte Geschichten zu packen, wie es Lessig tut. Dabei muss man ständig aufpassen, dem Erzählstil nicht vollends zu verfallen und dabei unter Umständen kausale Fehler oder Ungereimtheiten zu übersehen, doch es lohnt sich immer, dem Mann zuzuhören, denn am Ende bleiben Argumente hängen, die man in eigenen Debatten gut gebrauchen kann.</p><p><embed
src="http://blip.tv/play/lG2BregsAg" type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="390" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></p><p><small><a
href="http://www.boingboing.net/2009/11/09/larry-lessig-talks-a.html">[via]</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Flawrence-lessig-uber-bildung-wissenschaft-und-urheberrechte-und-alles%2F&amp;seed_title=Lawrence+Lessig+%C3%BCber+Bildung%2C+Wissenschaft+und+Urheberrechte+und+alles/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Bertelsmann trennt sich von scoyo</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F02%2Fbertelsmann-trennt-sich-von-scoyo%2F&amp;seed_title=Bertelsmann+trennt+sich+von+scoyo</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F02%2Fbertelsmann-trennt-sich-von-scoyo%2F&amp;seed_title=Bertelsmann+trennt+sich+von+scoyo#comments</comments> <pubDate>Mon, 02 Nov 2009 20:28:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Tanja Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Produkte]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24182</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/11/Bildschirmfoto-2009-11-02-um-15.06.33.png" filter="full"  /></p><p>Zwei Jahre nach Gründung und kaum ein Jahr nach dem Start der Online-Lernplattform <a
href="http://www-de.scoyo.com/">scoyo</a> zieht sich <a
href="http://www.horizont.net/aktuell/digital/pages/protected/Bertelsmann-gibt-Lernplattform-Scoyo-auf_88201.html">Bertelsmann aus dem ambitionierten StartUp zurück. </a></p><p><a
href="http://www.kress.de/cont/story.php?id=131103">Rund 20 Millionen Euro</a> (Zwanzig. Millionen. Euro.) soll man investiert haben, und es lässt sich nun sicher streiten, wo man das Geld falsch angelegt hat oder besser angelegt hätte, aber eben diese Fragen, <a
href="http://carta.info/17334/scoyo-mit-20-mio-euro-kam-bertelsmann-ueber-blog-reichweiten-nicht-hinaus/">die man sich jetzt stellen kann</a>, sind nicht meine.</p><p>Denn Kapital garantiert keinen Erfolg und Geld kann nicht zaubern. Ich meine: scoyo scheitert an scoyo.</p><p>Ich habe scoyo ausprobiert, allein und mit den Kindern. Und es ist vor allem eins: viel Verpackung.</p><p>Und weil es stimmt, das Kinder neugierig sind und prinzipiell Spaß am Lernen haben, ist es grundfalsch so zu tun, als müsse man die medienverwöhnte Generation mit jeder Menge Filmchen, bunten Animationen und lustigen Charakteren zu Wissenswertem locken.</p><p>Meine Söhne jedenfalls haben schnell abgewunken bei all dem Trallala, das die Lernübungen unnötig in die Länge zieht. Sie wollen keine Abenteuerchen erleben, um die sie nicht gebeten haben, sie wollen spannende Fakten, Highscores und flotte Richtig-/ Falsch-Reaktionen.</p><p>Lustige Lerntransporter funktionieren nicht einmal, wenn sie SpongeBob oder Homer heißen, und Wissen muss vor allem interessant und verständlich vermittelt werden. Das leistet scoyo leider nicht. Scoyo tut so, als müsse man Kinder auf Teufel komm raus zum Lernen überreden, aber Wissen ist Kindern per se wichtig.</p><p>Mein Rat an potenzielle Neu-Investoren bei scoyo lautet daher: <a
href="http://www.wdr.de/tv/wissenmachtah/index.php5">Nehmt die Neugierde der Kinder ernst</a> und unterschätzt nicht ihren Ehrgeiz. Für bunt und lustig haben sie bereits Helden.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F02%2Fbertelsmann-trennt-sich-von-scoyo%2F&amp;seed_title=Bertelsmann+trennt+sich+von+scoyo/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> </item> <item><title>Relevanz-Tanz [Update]</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F19%2Frelevanz-tanz%2F&amp;seed_title=Relevanz-Tanz+%5BUpdate%5D</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F19%2Frelevanz-tanz%2F&amp;seed_title=Relevanz-Tanz+%5BUpdate%5D#comments</comments> <pubDate>Mon, 19 Oct 2009 20:15:41 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Produkte]]></category> <category><![CDATA[Services]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=23555</guid> <description><![CDATA[<p>Wenn man sehr, sehr gelangweilt ist, kann man sich einen Dartpfeil auf den Fuß fallen lassen, um zu testen, ob er steckenbleibt, oder Löschdiskussionen bei der Wikipedia verfolgen. Beides kann schmerzhaft sein, aber das mit dem Dartpfeil macht mehr Spaß.</p><p>Um die Relevanz eines Themas geht es in diesen Diskussionen, um die Frage, ob eine Person, ein Unternehmen, ein Begriff überhaupt Erwähnung finden sollte in der freien Enzyklopädie. Aktuell hat (unter vielen anderen) den Verein <a
href="http://mogis.wordpress.com/">MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren (MOGiS)</a> eine <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Löschprüfung/Archiv/2009/Woche_42#MissbrauchsOpfer_Gegen_InternetSperren_.28erl..2C_bleibt_gel.C3.B6scht.29">Löschdebatte</a> erwischt. MOGiS hat sich durch seinen Vorstand Christian Bahls unter anderem mit einer <a
href="http://www.zeit.de/online/2009/22/netzsperren-umfrage">von ihm beauftragten Studie</a> einen Namen im Kampf gegen Internetsperren gemacht – einige Wikipedianer finden das irrelevant, andere nicht.</p><p>Über die Relevanzkriterien, über Inkludisten und Exkludisten und über die Zukunft der deutschen Wikipedia hat sich pavel lesenwerte Gedanken gemacht:</p><blockquote><p>Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die Wikipedia von pensionierten Beamten übernommen wurde. Vielleicht steckt aber auch in vielen Deutschen, die das hiesige Bildungssystem durchlaufen haben und von Beamten ausgebildet wurden, im Kern ein preussischer Beamter.</p></blockquote><p>Der ganze Text:<br
/> <a
href="http://aggregat7.ath.cx/2009/10/19/99-aller-deutschen-sind-irrelevant">99% aller Deutschen sind irrelevant</a></p><p><small><a
href="http://twitter.com/AndreasSchepers/status/4998664546">[via]</a></small></p><p><strong>Update</strong> <a
href="http://blog.fefe.de/?ts=b42231a9">Fefe berichtet</a> von der Löschung des <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zensursula">Zensursula-Artikels</a>.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F19%2Frelevanz-tanz%2F&amp;seed_title=Relevanz-Tanz+%5BUpdate%5D/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>22</slash:comments> </item> <item><title>Auschwitz auf Facebook [Update]</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F15%2Fauschwitz-auf-facebook%2F&amp;seed_title=Auschwitz+auf+Facebook+%5BUpdate%5D</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F15%2Fauschwitz-auf-facebook%2F&amp;seed_title=Auschwitz+auf+Facebook+%5BUpdate%5D#comments</comments> <pubDate>Thu, 15 Oct 2009 11:57:49 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Ausland]]></category> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=23299</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/10/ausschwitz_facebook.png" filter="full" /></p><p><strong>Update</strong> Die Seite ist derzeit nicht erreichbar.<br
/> <strong>Update</strong> Jetzt aber doch wieder.</p><p>Nach einem YouTube-Kanal haben die für das <a
href="http://www.auschwitz.org.pl/">Staatsmuseum Auschwitz</a> zuständigen polnischen Behörden eine <a
href="http://www.facebook.com/pages/Oswiecim-Poland/Auschwitz-Memorial-Muzeum-Auschwitz/170493316096">Facebook-Seite</a> für das Museum gestartet.</p><p>Einer der Museumsbeauftragten, Pawel Sawicki, berichtete der <a
href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/8307162.stm">BBC</a>: &#8222;Wenn es darum geht, jüngere Generationen zu Verantwortlichkeit in der heutigen Welt zu erziehen, welche besseren Werkzeuge könnten wir dann benutzen, als diejenigen, die diese Generationen selbst verwenden?&#8220;</p><p>Auf der Facebook Seite finden sich Infos und Links zum Thema sowie ein Forum, in dem es derzeit um die Facebook-Seite selbst geht.</p><p><small>[Danke, <a
href="http://www.jeriko.de/">Christoph</a>!]</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F15%2Fauschwitz-auf-facebook%2F&amp;seed_title=Auschwitz+auf+Facebook+%5BUpdate%5D/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>28</slash:comments> </item> <item><title>Was ein schöner Bildungsauftrag</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F25%2Fwas-ein-schoner-bildungsauftrag%2F&amp;seed_title=Was+ein+sch%C3%B6ner+Bildungsauftrag</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F25%2Fwas-ein-schoner-bildungsauftrag%2F&amp;seed_title=Was+ein+sch%C3%B6ner+Bildungsauftrag#comments</comments> <pubDate>Fri, 25 Sep 2009 10:45:35 +0000</pubDate> <dc:creator>Björn Grau</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Musik]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Sport]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=22232</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/09/3430096078_b2224f2e7b_b.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/leipzi1/3430096078/"><span
class="text">iwanp</span></a></p></div></p><p>Letztens war ich auf der Einschulung meines Patenkindes. Mich hat das nachhaltig beeindruckt. Einerseits ist meine eigene schon so lange her und ich kann mich nur noch daran erinnern, dass ich einen Spielzeug-LKW in der Schultüte hatte, weil meine Mutter Süßigkeiten als charakterschädlich ansah. Andererseits machte mir diese Einschulung deutlich klar, was Schule heute bedeutet.</p><blockquote><p><a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Schule">Der gesellschaftliche Auftrag der Schule, der in Deutschland meist im Schulgesetz eines Bundeslandes festgehalten wird, liegt in der Entwicklung der Schüler zu mündigen und verantwortungsvollen Persönlichkeiten. Sie soll Bildung, also Wissen, Fähigkeiten und Werte im Unterricht gezielt vermitteln.</a></p></blockquote><p>Mit der Wertevermittlung eröffnete das Einschulungszeremoniell für mein Patenkind.<br
/> Im Schülergottesdienst erklärte der Pastor, dass es etwas gibt, was vor der Schule ist, das nach der Schule ist, das wichtiger als Schule ist: Die Kirche. Denn nur dort finden wir den Weg zum ewigen Leben, das wir alle, liebe Erstklässler, so dringend suchen. Deshalb schweigen wir jetzt gemeinsam und überlegen uns, was Gott von uns in der Schule erwartet.<br
/> Der Schülergottesdienst war als offizieller Programmpunkt auf der Einladung zur Einschulung in die staatliche Schule vermerkt. Insofern gab es wohl gleich am ersten Schultag Schwänzer zu melden. Die muslimischen Kinder jedenfalls kamen erst zum zweiten Teil der Feierlichkeiten in der Schulsporthalle dazu.</p><p>Hier ging es mit einem von Disney-Filmmusik untermalten didaktischen Theaterstück der Zweitklässler weiter zum Vermittlungspunkt Wissen. Die Erstklässler sollten vor den Augen der versammelten Festgemeinde ein erstes Wort lesen. Was kann dies in diesem unseren Land anderes sein, als &#8222;Auto&#8220;? An das zweite Wort kann ich mich nicht mehr erinnern. &#8222;Suggestion&#8220; war es nicht.<br
/> Ob es etwas mit dem Matheunterricht zu tun haben wird, dass die Klassenlehrerinnen den Kindern zur Begrüßung ein Basecap der örtlichen Sparkasse schenkten?</p><p>Den abschließenden Höhepunkt der Feierlichkeiten bildete die Vermittlung motorischer Fähigkeiten, die Kinder übten sich im Ausdruckstanz. Doch während ich in den frühen 1980ern darin zum Klang des Xylophons im Eurythmieunterricht dilettierte, durften mein Patenkind und seine neuen Schulfreunde sich zum Wiesnhit 2008 und Top 17-Song der deutschen Klingeltoncharts bewegen, bei dem auch einige engagierte Eltern durch Text- und Choreographiesicherheit überzeugten:</p><p><object
width="480" height="385"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/R-_xXfjB3AM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
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src="http://www.youtube.com/v/R-_xXfjB3AM&#038;hl=de&#038;fs=1&#038;rel=0" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object><br
/> (<a
href="http://www.youtube.com/watch?v=R-_xXfjB3AM">Direktflieger</a>)</p><p>Nach dem Eindruck dieser ersten Unterrichtseinheiten zu den Pfeilern unserer Gesellschaft und zur Hochkultur bin ich zuversichtlich, dass auch mein Patenkind ein verantwortungsvoller Staatsbürger wird. Von kritisch war ja nie die Rede.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F25%2Fwas-ein-schoner-bildungsauftrag%2F&amp;seed_title=Was+ein+sch%C3%B6ner+Bildungsauftrag/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>42</slash:comments> </item> <item><title>Internet-Manifest: 17 Behauptungen [Update] [3]</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F07%2Finternet-manifest-17-behauptungen%2F&amp;seed_title=Internet-Manifest%3A+17+Behauptungen+%5BUpdate%5D+%5B3%5D</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F07%2Finternet-manifest-17-behauptungen%2F&amp;seed_title=Internet-Manifest%3A+17+Behauptungen+%5BUpdate%5D+%5B3%5D#comments</comments> <pubDate>Mon, 07 Sep 2009 09:55:19 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Medien]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=21566</guid> <description><![CDATA[<p><strong>Update:</strong> <a
href="http://netzpolitik.org/wiki/index.php/Internet_Manifest">Hier kann der Text per Wiki weiterentwickelt werden.</a></p><p><strong>Update 2</strong>: <a
href="http://www.stefan-niggemeier.de/blog/das-manifest-das-wozu-und-das-danach/">Stefan Niggemeier hat einen Beipackzettel zu den nachfolgenden Behauptungen geschrieben.</a></p><p><strong>Update 3</strong>: <a
href="http://benjilanyado.wordpress.com/2009/09/09/why-the-internet-manifesto-is-annoying/">Benji Lanyado hat eine Kurzversion erstellt …</a></p><p><strong><a
href="http://www.internet-manifest.de/">Internet-Manifest</a><br
/> Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.<br
/> </strong></p><p><strong>1. Das Internet ist anders.</strong><br
/> Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln &#8211; das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.</p><p><strong>2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.</strong><br
/> Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt &#8211; zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.</p><p><strong>3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.</strong><br
/> Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.</p><p><strong>4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.</strong><br
/> Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.</p><p><strong>5. Das Internet ist der Sieg der Information.</strong><br
/> Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.</p><p><strong>6. Das Internet <strike>verändert</strike> verbessert den Journalismus.</strong><br
/> Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.</p><p><strong>7. Das Netz verlangt Vernetzung.</strong><br
/> Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.</p><p><strong>8. Links lohnen, Zitate zieren.</strong><br
/> Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.</p><p><strong>9. Das Internet ist der neue Ort für den politschen Diskurs.</strong><br
/> Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.</p><p><strong>10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.</strong><br
/> Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.</p><p><strong>11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.</strong><br
/> Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen &#8211; sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.</p><p><strong>12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.</strong><br
/> Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren</p><p><strong>13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.</strong><br
/> Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.</p><p><strong>14. Das Internet kennt viele Währungen.</strong><br
/> Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.</p><p><strong>15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.</strong><br
/> Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.</p><p><strong>16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.</strong><br
/> Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.</p><p><strong>17. Alle für alle.</strong><br
/> Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die &#8222;Generation Wikipedia&#8220; weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte &#8211; und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.</p><p>Internet, 07.09.2009</p><p><a
href="http://www.netzpolitik.org/">Markus Beckedahl</a><br
/> <a
href="http://www.mercedes-bunz.de/">Mercedes Bunz</a><br
/> <a
href="http://www.blinkenlichten.com/">Julius Endert</a><br
/> <a
href="http://www.spreeblick.com">Johnny Haeusler</a><br
/> <a
href="http://blog.handelsblatt.com/indiskretion/">Thomas Knüwer</a><br
/> <a
href="http://www.saschalobo.com/">Sascha Lobo</a><br
/> <a
href="http://www.berlin-institute.de/">Robin Meyer-Lucht</a><br
/> <a
href="http://www.autoren-reporter.de/index.php?option=com_content&#038;task=view&#038;id=23&#038;Itemid=66">Wolfgang Michal</a><br
/> <a
href="http://www.stefan-niggemeier.de">Stefan Niggemeier</a><br
/> <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kathrin_Passig">Kathrin Passig</a><br
/> <a
href="http://www.lowpass.cc/">Janko Röttgers</a><br
/> <a
href="http://www.peter-schink.de/">Peter Schink</a><br
/> <a
href="http://www.elektrischer-reporter.de">Mario Sixtus</a><br
/> <a
href="http://www.xing.com/profile/Peter_Stawowy">Peter Stawowy</a><br
/> <a
href="http://www.netzjournalismus.de/">Fiete Stegers</a></p><p><small><a
href="http://creativecommons.org/licenses/by/3.0/de/">CC-BY</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F09%2F07%2Finternet-manifest-17-behauptungen%2F&amp;seed_title=Internet-Manifest%3A+17+Behauptungen+%5BUpdate%5D+%5B3%5D/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>111</slash:comments> </item> <item><title>Kurzfilm: The Closet</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F08%2F07%2Fkurzfilm-the-closet%2F&amp;seed_title=Kurzfilm%3A+The+Closet</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F08%2F07%2Fkurzfilm-the-closet%2F&amp;seed_title=Kurzfilm%3A+The+Closet#comments</comments> <pubDate>Fri, 07 Aug 2009 10:34:26 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Film/TV/Radio]]></category> <category><![CDATA[Pop]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=20668</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/08/closet.png" filter="full" /></p><p>Ich vermute den Erfolg von MTV in den 80ern als Grund dafür, dass Werbe-Clips irgendwann immer kunstvoller wurden und ästhetisch kaum noch von guten Kurzfilmen zu unterscheiden waren. Der oft gelesene Umkehrschluss, dass manche Kurzfilme wie Werbung aussähen, ist also ein Irrtum, denn ein guter Kurzfilm bleibt ein guter Kurzfilm.</p><p>Und wie sensationell wäre es, wenn die nächste Sozialkampagne der Bundesregierung tatsächlich ein Kurzfilm wie &#8222;The Closet&#8220; wäre, und zwar haargenau so: Keine Textbotschaft am Ende, keine Untertitel, kein Aufruf, keine Vorschrift, keine Hotline.</p><p><a
href="http://vimeo.com/4249479">Nur ein kurzer Film.</a></p><p><small>[<a
href="http://nipnap.tumblr.com/post/156374524/the-closet-short-film-on-vimeo">via</a>]</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F08%2F07%2Fkurzfilm-the-closet%2F&amp;seed_title=Kurzfilm%3A+The+Closet/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>15</slash:comments> </item> <item><title>Studentenprotestchen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F06%2F17%2Fstudentenprotestchen%2F&amp;seed_title=Studentenprotestchen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F06%2F17%2Fstudentenprotestchen%2F&amp;seed_title=Studentenprotestchen#comments</comments> <pubDate>Wed, 17 Jun 2009 07:45:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Björn Grau</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=19056</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/06/2562833670_1215f4d334_b.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/27540651@N08/2562833670/"><span
class="text">lindavolk77</span></a></p></div></p><p>In Deutschland streikt diese Woche die Bildung. Oder so. Ich bin gestern auf dem studentenbewegungserprobten Campus der Freien Universität Berlin unterwegs gewesen.</p><p>Vor den Instituten, die in Villen untergebracht sind, sonnen sich ein paar Studierende beim Streikgespräch. Protest muss ja nicht bleich machen. &#8222;Reiche Eltern für alle&#8220; fordern die Philosophen auf gelben Laken, die ein oder andere Wand ist mit Parolen besprüht, die Ethnologen haben ganz oldschool die Natursteingartenmauer vor ihrem Institut mit Pinsel und Farbe politisiert.<br
/> Traditionsgemäß ist das <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Otto-Suhr-Institut">OSI</a> besetzt, wie auch sonst, ohne wär&#8217;s ja kein echter Bildungsstreik an der Freien Universität.</p><p>Ebenso traditionsgemäß beteiligen sich dann auch keine fünf Prozent der Studierenden an der Vollversammlung, dort aber feiert das Totholzmedium Flugblatt fröhliche Urständ, die Forderung nach freierer Bildlung, besseren Studienbedingungen, mehr Lehrpersonal und Mitbestimmung muss in einen globalen Kontext gebracht werden. Talkin about a revolution? Naja, auch die Blätter der Streikgegner fliegen en masse herum.</p><p>Zum Auftakt der studentischen Vollversammlung springen Kommilitonen mit dem Megafon durch die Mensa, sie wollen noch ein paar Hungrige zum Protest überreden, werden aber eher ausgelacht. Ansonsten ist schon um 13:00 Uhr das halbe Mensaangebot weggefuttert, die Mensa auch nicht leerer als sonst, dabei sollten die Studis doch gerade vollversammeln…</p><p>Ein paar ganz Engagierte <a
href="http://www.astafu.de/aktuelles/archiv/a_2009/presse_06-17">besetzen am Nachmittag das Präsidium der Uni</a>. Und das obwohl doch der Präsident sich schon vor beinahe zwei Wochen <a
href="http://www.tagesspiegel.de/magazin/wissen/Hochschulvertraege-FU-Juergen-Zoellner;art304,2814906">quasi hinter die Proteste gestellt hatte</a> und es allen Unimitgliedern nahe legte, zur heutigen <a
href="http://bildungsstreik-berlin.de/page/index.php?show=route">Demo</a> zu gehen. Aber bei der Besetzung seiner Hütte hört die Solidarität auf, soweit kommt&#8217;s noch, mit den Chaoten den Raum zu teilen, dann doch besser polizeilich &#8222;brutal&#8220; räumen lassen. So der AStA. Auch das hat Tradition. Laut dem Universitäts-Medienpartner Tagesspiegel verlief das Ende der Besetzung <a
href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Bildungsstreik-Freie-Universitaet;art270,2825163">friedlich</a>.<br
/> Am frühen Abend entfernt die Polizei noch ein paar Straßenkreuzungsblockierer.  Kriegt nur alles kaum einer mit, denn es findet im beschaulichen Westberliner Villenviertel Dahlem statt.</p><p>Im Seminar ist es die Professorin, die zum Protestieren aufruft, weil ihre Studierenden erwartungsgemäß vor ihr sitzen, statt zu streiken. Der Grund, warum ein Student ihren Aufruf unterstützt, ist: damit die Radikalen nicht den Protest bestimmen. Immer schön brav bleiben, auch wenn es darum geht, Kritik zu äußern. Die liberale Hochschulgruppe hat das in ihrem zeitlos-ängstlichem Antikommunismus schon im Vorfeld <a
href="http://www.lhg-berlin.com/fu/news/2009/06/06/eine-liberale-perspektive-auf-den-bildungsstreik/">gefordert</a>.</p><p>Andernorts <a
href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/protest-ohne-power/">sieht es wohl ähnlich aus</a> wie an der Freien Universität.</p><p>Es ließe sich so herrlich über diese regelmäßig wiederkehrenden Rituale ätzen. Einfach über Revolutionsromantiker und die <a
href="http://www.derwesten.de/nachrichten/waz/2009/2/19/news-111822242/print.html?resourceId=0#trackbacks">protestfaule Mehrheit</a> lästern. Wenn es nicht so traurig wäre.</p><p>- Weil Bildungspolitik immer wieder in den Mühlen des deutschen Föderalismus untergeht. Jedem Kleinstaat seine Schulreform, aber besser kein tragfähiges Gesamtkonzept. Stattdessen jagen wir uns bei den Pädagogen lieber <a
href="http://www.stern.de/politik/deutschland/:Kultusministerkonferenz-Lehrer-Mangelware/656973.html">gegenseitig die Lehrer ab</a>, wobei reiche Länder natürlich Vorteile haben. Sozialdarwinismus für die Kleinsten.<br
/> - Weil genau den aber auch die Eltern betreiben. Während es den Eltern aus dem Prekariat oft an einem Zugang zur Wichtigkeit des Schulbesuchs ihrer Eltern fehlt, sagt die Bildungselite trotz allem theoretischen Reformwillen: Mein Kind spielt nicht mit den Schmuddelkindern, ich wil, dass es eine Gymnasialempfehlung erhält.<br
/> - Weil <a
href="http://www.spreeblick.com/2009/05/06/schulen-die-schulern-wurdig-sind/">Tanja Recht hat</a>.<br
/> - Weil seit Jahren alle Studien aufs Neue zeigen, dass es der elterliche Gedlbeutel ist, der über die Chancen des Nachwuchses im deutschen Bildungssystem entscheidet. Da haben auch Studiengebühren nichts daran geändert und auch die <a
href="http://www.zeit.de/2008/02/C-Enttaeuschung">Gesamtschule kommt gegen die soziale Herkunft nicht an</a>.<br
/> - Weil die Bachelorstudiengänge so <a
href="http://www.zeit.de/campus/2009/03/bachelor">wunderbar funktionieren</a>.<br
/> - Weil immer mehr Wissenschaftler keine festen Stellen mit Lehrverpflichtung an den Unis haben, sondern wenn überhaupt auf befristeten von Fördermitteln (u.a. aus der Privatwirtschaft) bezahlten Forschungsstellen sitzen und somit im regulären Unibetrieb nur bedingt integriert sind und vor allem in der Lehre fehlen.</p><p>Es fällt gar nicht so einfach, gegen dieses Wirrwarr klare <a
href="http://bildungsstreik-berlin.de/page/index.php?show=call">Forderungen</a> zu stellen, ohne gleich <a
href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/schluss-mit-dem-schmalspurstudium/">unrealistisch</a> genannt zu werden. Hut ab, vor denen, die dennoch fordern und ihre Forderungen an die Öffentlichkeit bringen. Gut, dass hier immerhin Schüler und Studierende zusammen agieren, wo sonst bei Bildungspolitik jeder sein eigenes Süppchen kocht.<br
/> Mit einer einzigen Protestwoche wird es aber kaum getan sein. Erst recht nicht, wenn fast alle fernbleiben.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F06%2F17%2Fstudentenprotestchen%2F&amp;seed_title=Studentenprotestchen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>39</slash:comments> </item> <item><title>Schulen, die Schülern würdig sind</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F05%2F06%2Fschulen-die-schulern-wurdig-sind%2F&amp;seed_title=Schulen%2C+die+Sch%C3%BClern+w%C3%BCrdig+sind</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F05%2F06%2Fschulen-die-schulern-wurdig-sind%2F&amp;seed_title=Schulen%2C+die+Sch%C3%BClern+w%C3%BCrdig+sind#comments</comments> <pubDate>Wed, 06 May 2009 13:31:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Tanja Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Bildung]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=17783</guid> <description><![CDATA[<p>Zu den Hauptinteressen meiner Kinder gehören: Skaten, Fingerboardskaten, Filme, elektronische Spiele, Popmusik, Comics, Legokonstruktionen, Piraten, Star Wars und Star Wars.</p><p>Aus diesen Interessen entstehen: Boards gestalten, Rampen planen und bauen, Comicstrips und Spiele-Levels ausdenken und zeichnen, kleine Trickanimationen basteln, Rappen, Trommeln, Räume und Gebäude konzipieren, neue Welten erfinden und die existierende Welt bewundern und hinterfragen.</p><p>Vor allem aber lernen sie, ihre Interessen und die Zeit, die sie zu deren Wahrnehmung benötigen, zu verteidigen gegen das, was ihnen als Priorität vermittelt wird: die Schule und ihren Lernstoff.</p><p>Die Schule nämlich ist der Ort, an dem nach wie vor alle dasselbe machen, an dem persönliches Interesse keinen Platz hat, weil das Curriculum eingehalten werden muss, das also, was in den Schulkonferenzen der Länder als wissenswert erachtet wird und an dem jedes Kind am Ende des Schuljahres mit einer Zahl zwischen Eins und Sechs gemessen wird.</p><p>Und das hört selbst dann nicht auf, wenn aus Kindern Jugendliche und schließlich Fast-Erwachsene werden. Dabei konnte nicht einmal alles, was mich als Jugendliche interessiert hat, als unwürdiger &#8222;Populärquatsch&#8220; abgetan werden.</p><p>Ich knabberte mich durch die Bücherwand meines Großvaters: Grass, Solchenizyn, Böll, Kafka, Camus. Ich schwärmte für Tschaikowsky und Ravel, bewunderte Goya, Bosch und Matisse. Ich war gegen Krieg, Atomkraft und Reagan, war Hippie und Punk zugleich, auf keinen Fall aber der desinteressierte, unkultivierte Teenager, als der mich meine miserablen Noten alljährlich darstellten.</p><p>Ich war weder doof noch faul.</p><p>Mein Interessen-Timing entsprach nur einfach nicht dem der Schule. Und da es nie, wirklich nie vorkam, dass das, was mich gerade faszinierte, von Lehrern aufgegriffen wurde, lernte ich vor allem, dass die Schule ein Ort ist, den zu besuchen ich gesetzlich verpflichtet bin, der aber ansonsten nichts mit mir zu tun hat.</p><p>Das ist (s.o.) bis heute nicht anders und mein Unverständnis darüber lässt nicht nach. Denn es gibt sehr wohl Lehranstalten, deren Schwerpunkt eben im Respekt vor dem einzelnen Schüler liegt. Und zwar nicht, weil Respekt &#8216;ne coole Sache sei, sondern weil sich (ich wusste es!) unter dieser Prämisse hervorragende Lernergebnisse erzielen lassen.</p><p>Eine Reihe erstklassiger Schulen, die sich nicht gescheut haben neue Wege zu gehen, portraitiert das <a
href="http://www.mobilelearninginstitute.org/21stcenturyeducation/overview.html">Pearson Foundation and Mobile Learning Institute</a> mit der Filmserie <a
href="http://www.mobilelearninginstitute.org/21stcenturyeducation/films/index.html">&#8222;A 21st Century Education&#8220;</a>. Mit dabei unter anderen <a
href="http://www.mobilelearninginstitute.org/21stcenturyeducation/profiles/larry-rosenstock.html">Larry Rosenstock</a>, an dessen High Tech High School Kunst, Technik und Handwerk so miteinander verknüpft werden, dass man erstens Zusammenhänge begreift und zweitens nicht trotz, sondern gerade <em>durch</em> die Umsetzung von Schülerprojekten sowohl interdisziplinäres Wissen als auch Respekt vermittelt.</p><blockquote><p>Public education is our most precious public institution. Everybody knows, that education is the one intervention that can most elevate you above social disadvantage. Yet it&#8217;s the least changed public institution in american society. That&#8217;s the paradox.</p></blockquote><p>Das sehr sehenswerte Film-Portrait dazu findet sich <a
href="http://www.mobilelearninginstitute.org/21stcenturyeducation/films/film-larry-rosenstock.html">hier</a>.</p><p>Danke an <a
href="http://riemer-o-rama.info/">Martin</a> für den Tipp!</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F05%2F06%2Fschulen-die-schulern-wurdig-sind%2F&amp;seed_title=Schulen%2C+die+Sch%C3%BClern+w%C3%BCrdig+sind/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>36</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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