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	<title>Spreeblick &#187; Politik</title>
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	<pubDate>Fri, 09 May 2008 13:00:29 +0000</pubDate>
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		<title>Wozu Kameraüberwachung gut sein kann</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 11:16:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Musik]]></category>

		<category><![CDATA[Netz]]></category>

		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>In England geschieht nichts unbeobachtet. Das ganze Land hat eine dermaßen hohe Überwachungskameradichte (<a href="http://www.sueddeutsche.de/computer/artikel/973/173458/">die unter Sicherheitsaspekten nichts bringt und deshalb erhöht werden soll</a>), dass - so erzählt man sich in Berlin - Wolfgang Schäuble nachts von Laterne zu Laterne fährt und Polaroidkameras installiert, wobei er &#8222;God save the Queen&#8220; singt und lauwarmes Bier trinkt. <em>The Get out Clause</em>, eine Band aus Manchester, die keinen Plattenvertrag hat, machte sich nun die vielen Kameras zunutze (nicht die Polaroids von Schäuble, die echten) und hat sich erst aufzeichnen lassen, dann die Aufnahmen unter Berufung auf den Freedom of Information Act zurück gefordert, bearbeitet und ein Video daraus produziert.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/98u1HuqS7Nk&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/98u1HuqS7Nk&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<small><a href="http://www.youtube.com/watch?v=98u1HuqS7Nk">Direkt</a></small></p>
<p><small>[<a href="http://www.boingboing.net/2008/05/09/band-shoots-video-by.html">via</a>]</small></p>
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		<title>Der Zug ist abgefahren</title>
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		<pubDate>Fri, 09 May 2008 10:47:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/staat-kauft-bahn-zurueck/?src=SZ&#038;cHash=fffde0a25c">Neuseeland kauft sein Bahnsystem zurück</a>. Für 336 Millionen Euro. Dabei ist es erst vor 15 Jahren verkauft worden. Für 202 Millionen Euro. An private Investoren. War im Endeffekt keine so gute Idee gewesen. Was lernen wir daraus? Lieber nichts.</p>
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		<title>Nargis</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 17:12:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Netz]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Zyklon">Zyklon</a> Nargis wirft wenige Monate nach der brutalen <a href="http://www.spreeblick.com/2007/12/17/updating-burma-birma-myanmar-something-new-on-the-eastern-front/">Niederwerfung der Mönchs-Aufstände</a> in <a href="http://www.spreeblick.com/2008/04/14/updating-burmabirmamyanmar-die-muhlen-der-burokratie/">Myanmar</a> erneut ein grelles Licht auf die Skrupellosigkeit der Militär-Despoten. Im Jura-Studium wurde im Strafrecht anhand der Zeugen Jehovas, die Bluttransfusionen aus religiösen Gründen ablehnen, geprüft, ob der Arzt - wenn zum Beispiel ein Kind eine Transfusion benötigt - ohne Einwilligung der Eltern das Nötige tun darf.</p>
<p>Das Regime macht ein Spiel aus der Frage, ob es internationale Hilfe zulässt. Die Nachrichtenlage zu dem Thema ist noch unklar, mal heißt es, <a href="http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/asia/burmamyanmar/1937274/Burma-'allows-US-aid-planes-to-fly-in'.html">die Erlaubnis sei erteilt worden</a>, dann heißt es, <a href="http://www.usatoday.com/news/washington/2008-05-07-us-burma_N.htm">China und Indien dürften helfen</a>, während die Amerikaner draußen bleiben müssen. Nun lese ich (und das ist mir jetzt unangenehm: in einem News-Feed bei Twitter), die US-Regierung würde sich über die Vorbehalte der Regierung in Myanmar hinwegsetzen und Hilfsgüter ohne Genehmigung abwerfen.<br />
Ohne jetzt für den Wahrheitsgehalt der Meldung garantieren zu können - wie seht ihr das? Darf man sich über die Souveränität eines Staates hinwegsetzen, um den Bürgern zu helfen?</p>
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		<title>Der ganze 11. September</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 11:11:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.archive.org/details/sept_11_tv_archive">Auf archive.org</a> ist der 11. September 2001 medial vollständig abgebildet. Schon wenn man nur kurz reinschaut, fallen interessante Details auf. </p>
<p>Zum einen, wie unhysterisch die ersten Berichte sind. Nun gut, das mag auch Schockstarre sein. Wesentlicher ist, dass man endlich genug Material hat, um die nicht abreißenden Ströme von Verschwörungstheorien einzudämmen. Wenn man beispielsweise <a href="http://www.archive.org/details/abc200109110831-0912">den ersten Korrespondenten vor Ort hört</a>, den ABC-Reporter Don Dahler, merkt man sofort, was <a href="http://www.spreeblick.com/2006/08/16/nein-eleven/">geübte Wahrheitsverdreher</a> daraus machen werden. Denn zuerst berichtet Dahler davon, dass er eine Rakete gehört habe (um dann später auszuführen, es sei jedenfalls kein Privatflugzeug gewesen, wenn schon, dann ein sehr großes Flugzeug). Und dann sagt er bei der zweiten Explosion, er habe kein Flugzeug gesehen. Was daran lag, dass er es aus seiner Perspektivel nicht sehen konnte. Klar, was daraus wird:</p>
<p><strong>Reporter Didn&#8217;t See Plane</strong></p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/bqjKeBS1JwE&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/bqjKeBS1JwE&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.youtube.com/watch?v=bqjKeBS1JwE">direkt</a></p>
<p>Der youtube-Denker schreibt übrigens noch dazu:</p>
<blockquote><p>There is no plane noize in his microphone</p></blockquote>
<p>Dahler erklärt, dass er die Türen schließen musste, weil der Lärmpegel wegen der Feuerwehrfahrzeuge zu hoch war.<br />
Aber Fakten machen manchmal auch einfach keinen Spaß.</p>
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		<title>Staatsgewalt</title>
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		<pubDate>Thu, 08 May 2008 09:54:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="coverimage"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F08%2Fstaatsgewalt%2F&amp;seed_title=Staatsgewalt"><img width="762" height="217" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/69e9cc383c5aa01ce88cc1ed68ca2684.jpg" class="imgfloater" /></a></div><p>Ein Video, das 15 Polizisten zeigt, die drei Verdächtige zusammenschlagen (in der Überschrift des YouTube-Videos heißt es &#8222;Unschuldige&#8220;, <a href="http://www.myfoxny.com/myfox/pages/Home/Detail;?contentId=6484912&#038;version=3&#038;locale=EN-US&#038;layoutCode=TSTY&#038;pageId=1.1.1&#038;sflg=1">hier gibt es</a> inzwischen ein paar Hintergrund-Infos), geht zur Zeit durch die Blogs. Die Brutalität amerikanischer Polizisten gehört längst zur Popkultur (Copland, Bad Lieutenant), im HipHop gelten sie als eine Gang unter vielen, vielleicht nicht die am besten bewaffnete, aber gut vernetzt. </p>
<p>In der deutschen Unterhaltungsindustrie kommen Polizisten dagegen recht gut weg. Sie brechen zwar hin und wieder das Gesetz, aber das hat schon seine Richtigkeit, schließlich kümmern sich nur sesselpupsende Bürokraten um Quatsch wie die Unverletzlichkeit der Wohnung. Ich erinnere mich allerdings dunkel an einen Fernsehfilm aus den 80ern, in dem ein Polizist, der gegen einen Kollegen ausgesagt hat, massiv gemobbt wurde. </p>
<p>Bis heute scheint der Korpsgeist der Polizei ungebrochen. <a href="http://www.zeit.de/2008/19/LS-SEK?page=1">Christina Brüning schreibt in der ZEIT</a>:</p>
<blockquote><p>Vor vier Jahren legte die Menschenrechtsorganisation amnesty international einen umfassenden Bericht über Misshandlungen durch deutsche Polizisten vor und dokumentierte das immer gleiche Schicksal einer Strafanzeige gegen die Täter: Gegenanzeigen, interne Untersuchungen, die diese Bezeichnung nicht verdienen, Staatsanwälte, die kaum ermitteln und schon gar nicht anklagen.</p></blockquote>
<p>Auf Pressenachfragen wird in den Innenministerien und Polizeipräsidien geschwiegen. Vor Gericht schweigen die Zeugen. Da wäre es gar nicht so schlecht, wenn auch in Deutschland ab und an zufällig ein Hubschrauber das Geschehen einfangen würde.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/M5wQ7Howmn8&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/M5wQ7Howmn8&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<small><a href="http://www.youtube.com/watch?v=M5wQ7Howmn8">Direkt</a></small></p>
<p>Um kein Missverständnis aufkommen zu lassen: Es geht hier nicht um Polizistenbashing, dazu ist die gesellschaftliche Aufgabe der Polizei zu wichtig. Interessant wäre vielmehr, den Ursachen für den Korpsgeist und die Brutalität auf die Spur zu kommen. Eine dürfte in der ständigen Überarbeitung liegen. Das Gefährliche der Arbeit, das Sisyphos-Gefühl, der Schicht-Dienst – das sind berufsbedingte Probleme. Die schlechte Bezahlung, die schlechte Ausstattung, die unzähligen Überstunden – das sind lösbare Probleme. </p>
<p>Denn schließlich sind Polizisten auch nur ganz normale Arbeitnehmer, die unter so schlechten Bedingungen arbeiten, dass man das Gefühl bekommt, man könne auch Lidl-Mitarbeitern Pistolen in die Hand drücken. Und die schlechtesten Arbeitsbedingungen haben sie oft da, wo im Wahlkampf am lautesten nach mehr Sicherheit gerufen wurde. Denn konservative Freunde der Sicherheit haben meist in ihrer Partei auch neoliberale Sparfüchse sitzen.</p>
<p><small>[<a href="http://www.reelpopblog.com/2008/05/philadelphia-po.html">via</a>]</small></p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Sahel: Want some desert?</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 12:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="coverimage"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F07%2Fsahel-want-some-desert%2F&amp;seed_title=Sahel%3A+Want+some+desert%3F"><img width="762" height="220" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/a4a8011b64b059adbe4b5cf882fc6d18.jpg" class="imgfloater" /></a></div><p>Was das nördliche Afrika anbelangt, sind die noch Anfang der Neunziger vorherrschenden humanitären Diskurse abgelöst worden zugunsten sicherheitspolitischer Erwägungen: Während autokratische Regimes wie etwa Algerien fester eingebunden werden in die internationale &#8222;Allianz gegen den Terror&#8220;, könnte ein Stück weiter südlich eine Alternative zur bisher praktizierten repressiven Bekämpfung aufgezeigt werden: Nach dem Militärputsch gegen den pro-westlichen Autokraten Ould Taya öffnet sich Mauretanien politisch und findet (hoffentlich) den Weg in die Demokratie.</p>
<p>2004 wurde die vom <a href="http://eucom.mil">United States European Command</a> lancierte Pan-Sahel-Initiative abgelöst durch die umfassender angelegte Trans-Sahara Anti-Terror-Initiative: Ziel war und ist es, einer befürchteten Etablierung Al Quaidas in der Sahelzone entgegenzuwirken. Auf die Frage, inwiefern islamistische Splittergruppen im nördlichen Afrika überhaupt eine Rolle spielen, hatte man somit gleich die Antwort mitgeliefert: General Gen Wald, verantwortlich für diesen Abschnitt, hat <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4749357.stm">die passenden Argumente</a> angesichts der Skeptiker, die Terrorismus nur für einen Vorwand halten, 1000 US-Militärs in der Region zu stationieren:</p>
<blockquote><p>For those who say it&#8217;s overestimated, if you&#8217;re one of the dead people in Mauritania, I don&#8217;t think you&#8217;ve overestimated anything.</p></blockquote>
<p>Als Beleg für terroristische Aktivitäten in der östlichen Sahelzone halten vor allem zwei Ereignisse her: Einerseits die <a href="http://www.algeria-watch.org/de/artikel/touristen/al_para.htm">Entführung von 32 Europäern 2003 in Algerien</a>, andererseits ein Angriff auf einen mauretanischen Grenzposten im Jahr 2005. Beide Aktionen werden der GSPC angelastet, der <em>Groupe salafiste pour la prédication et le combat</em>.</p>
<p>Die politische Verortung der GSPC ist nicht einfach: Offensichtlich spaltete sie sich 1997 von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Groupe_Islamique_Armé">GIA</a> ab. Tatsächlich wird sie <a href="http://www.uni-leipzig.de/~orient/gruppen/GIA.htm">von</a> <a href="http://www.sozialwiss.uni-hamburg.de/publish/Ipw/Akuf/kriege/206ak_algerien.htm">vielen</a> <a href="http://www.verfassungsschutz-bw.de/kgi/islam_orgs_fis.htm">Beobachtern</a> inzwischen in die Nähe des Al Quaida-Netzwerkes gerückt:</p>
<blockquote><p>Kleingruppen und Einzelmitglieder der GSPC haben sich inzwischen den arabischen Mujahedin im Netzwerk von Usama Bin Laden angeschlossen. Hierzu zählt die so genannte Meliani-Gruppe.<br />
(<em><a href="http://www.im.nrw.de/inn/doks/vs/jb2001.pdf">Verfassungschutzbericht des Landes Nordrhein-Westfahlen 2001</a></em>)</p></blockquote>
<p>Dazu würde passen, dass sich die GSPC 2007 in &#8222;Al Quaida im Maghreb&#8220; umbenannt haben soll; währenddessen geht Sahara-Experte Jeremy Keenan <a href="http://news.bbc.co.uk/2/hi/africa/4749357.stm">davon aus</a>, dass die &#8222;GSPC heute für den algerischen Geheimdienst steht.&#8220; Sie sei ein Instrument der algerischen Regierung, um die militärische Präsenz der USA in der Region zu sichern. Darüberhinaus sind einige Zweifel angebracht, ob die beiden genannten Ereignisse überhaupt der GSPC zuzurechnen sind. Der Überfall von 2005 wird mitunter auch Zigarettenschmugglern angelastet, obwohl ein Bekennerschreiben der GSPC vorliegt.</p>
<p>Jedenfalls ist die Stationierung von US-Truppen in der Region seitens der Machthaber nicht unerwünscht: Für den 2005 gestürzten mauretanischen Autokraten Ould Taya beispielsweise war sie eine Art Lebensversicherung. Er hatte sich nach einer Zeit des Chaos 1984 an die Macht geputscht und außenpolitisch zunächst eine Anlehnung an den Irak versucht: allerdings schwenkte er schnell auf einen pro-westlichen Kurs ein. So nahm Mauretanien unter Ould Taya als drittes islamisches Land überhaupt Beziehungen zu Israel auf. Die Kooperationsbereitschaft gegenüber den Vereinigten Staaten wurde vergolten durch milliardenschwere Investitionen australischer und us-amerikanischer Firmen. Und tatsächlich fanden sich 2001 bedeutende Ölvorkommen an der Küste vor Nouakchott.</p>
<p>Allerdings verschärfen sich im Laufe der Neunziger die innerpolitischen Probleme Mauretaniens: die ethnischen Konflikte zwischen dem schwarzafrikanischen Süden und dem berberisch-arabischen Norden halten an, das Flüchtlingsproblem (ca. 60.000 Mauretanier leben in Lagern im Senegal) kann nicht gelöst werden, die <a href="http://www.die-tagespost.de/archiv/titel_anzeige.asp?ID=2431">Sklaverei</a> besteht trotz ihrer <a href="http://www.taz.de/index.php?id=afrika-artikel&#038;art=2964&#038;no_cache=1">offiziellen Abschaffung</a> fort, die ökonomische Situation der Bevölkerung bessert sich nicht und um die Regierungsgewalt zu sichern, scheut Tayas Regime keine Menschenrechtsverletzungen. Ein erster, blutiger Putschversuch 2003 wird von Regierungstruppen unter Unterstützung Frankreichs und Marokkos abgeschmettert, aber dann.</p>
<p>Taya verspielt in den nächsten beiden Jahren jeglichen Kredit, als sein undurchsichtiges Netz von Miss- und Vetternwirtschaft auffliegt: mehrere hundertausend Dollar soll die Zentralbank hinterzogen haben. Da hilft keine internationale Rückendeckung mehr, das Regime Tayas ist am Ende, jegliches Vertrauen der Bevölkerung verspielt. 2005 halten die Verbündeten die Füße still, als das Militär erneut putscht, diesmal unblutig. Ould Vall, bis dato Polizeichef und jetzt neuer Machthaber, verspricht unter den misstrauischen Blicken der internationalen Gemeinschaft die schnellstmögliche Demokratisierung des Landes; und er hält Wort. Im Juni 2006 wird ein Verfassungsreferendum durchgeführt, das die Basis darstellt für eine Präsidialdemokratie. Die Wahlen 2007 werden als die freiesten und fairsten seit der Unabhängigkeit bezeichnet.</p>
<p>Der Putsch von 2005 war, wie Westafrika-Experte Olly Owen im <a href="http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/51a43250d61caccfc1256aa1003d7d38/2e56ec1640ac2f18c1257141004a5242?OpenDocument">ai-Interview</a> sagt, ein &#8222;konservativer&#8220;, das heißt stabilisierender Putsch, der durchaus auch der Bedrohung islamistischer Gruppen entgegenwirken sollte:</p>
<blockquote><p>Die neuen Machthaber [sind] aufgeschlossener als ihre Vorgänger für Impulse aus der Gesellschaft und aus dem Ausland. Diese Haltung macht es den Islamisten schwerer, ihren Einfluss auszubauen. In Algerien konnten die religiösen Kreise eine starke soziale Bewegung in Gang setzen. In Mauretanien hat die neue Regierung als einen der ersten Schritte politische Gefangene freigelassen. Sie gesteht den Menschen offensichtlich zu, ihre Bedürfnisse in einem bürgerlichen, gewaltlosen Umfeld zu äußern.</p></blockquote>
<p>2007 <a href="http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Mauretanien/wahl2.html">siegte der von den Militärs favorisierte Ould Abdallahi bei den Präsidentschaftswahlen</a>. Inwiefern Ould Abdallahi gewillt ist, die Situation der Bevölkerung zu verbessern, Menschenrechte zu achten und Lösungen für die oben angesprochenen Probleme zu finden, mag die Zeit zeigen; ob dies der Weg ist, terroristischen Vereinigungen das Wasser abzugraben, auch. Für Prognosen ist es noch ein bisschen früh; ob Mauretanien tatsächlich als Beleg taugt, dass, wie die <a href="http://www.iz3w.org/iz3w/Ausgaben/295/LP_s12.html">iz3w</a> schreibt, </p>
<blockquote><p>die militärischen US-Interventionen ungewollt jene Phänomene stärken, die sie zu bekämpfen angetreten sind,</p></blockquote>
<p>kann abschließend noch nicht geklärt werden. Die neuesten Entwicklungen jedenfalls lassen Zweifel am Bild der iz3w entstehen: Im Februar 2008 überfielen sechs Bewaffnete die israelische Botschaft in Nouakchott, Weihnachten 2007 waren vier französische Touristen bei einem Überfall an einer Wüstenstraße getötet worden. Zwischenzeitlich wurde die Rallye Paris-Dakar abgesagt, nachdem Al Quaida angedroht hatte, Teilnehmer des Rennens mit schweren Waffen anzugreifen.</p>
<p><small><strong>Links</strong>:<br />
Wolfhard Hammer: <a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/armut/texte/mauretanien">Mauretanien</a><br />
<a href="http://www.labournet.de/internationales/mr/bs_interview.html">Interview</a> von Bernard Schmid mit El-Arby Ould Sadeck von der Vereinigung <a href="http://www.sosesclaves.org/">SOS Esclaves</a><br />
<a href="http://hdrstats.undp.org/countries/country_fact_sheets/cty_fs_MRT.html">Human Development Report</a> des UNDP über Mauretanien<br />
Mohammad-Mahmoud Ould Mohamedou: <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2005/11/11/a0038.text.name,askg3KCLm.n,11">Wo eine Militärjunta Demokratie verspricht</a> (Le Monde diplomatique)<br />
Milan Horáček: <a href="http://www.gruene-europa.de/cms/default/dok/206/206681.zwei_schritte_vor_und_einen_zurueck@en.htm">Zwei Schritte vor und einen zurück?</a> Kurzer Kommentar zum Fischereiabkommen der EU mit Mauretanien.<br />
Mehr oder weniger aktuelle Meldungen zur politischen Gemengenlage in Mauretanien finden sich (auf Deutsch) unter anderem bei <a href="http://alsharq.blogspot.com/search/label/Mauretanien">alsharq</a></small></p>
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		<title>Lobo loben</title>
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		<pubDate>Wed, 07 May 2008 10:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Personen]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Gestern Abend im Ersten, <a href="http://twitter.com/saschalobo">Sascha Lobo</a> auf- und ausgezeichnet bei <a href="http://www.daserste.de/maischberger/sendung.asp?datum=06.05.2008&#038;startseite=true">Maischberger</a>, für TV-Zuseher unsichtbar kommentarbegleitet via Twitter. Die üblichen Bemerkungen, dass da &#8222;nichts bei rausgekommen&#8220; sei, kann ich nicht teilen. </p>
<p>Klar war von Beginn an, dass das Fazit &#8222;Na dann ist ja alles gut mit unserer Rente&#8220; nicht zu erwarten sein dürfte, mir persönlich hat es daher genügt, einen Eindruck der verschiedenen Positionen erhalten zu haben.</p>
<p>Die Anwesenheit von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Friedrichsen">Uwe Friedrichsen</a> hätte man sich meiner Meinung nach für mehr Redezeit der anderen Akteure sparen sollen, der Mann schien mir leicht überfordert. Und auch wenn Gisela Steinhausen als Frührentnerin mit nur gut 500 Euro Rente im Monat als Gast richtig gedacht war, schien sie mir nicht repräsentativ genug: Im Betrieb ihrer Schwiegereltern, in dem sie viele Jahre tätig war, wurde sie nur zeitweise als in das Rentensystem einzahlende Angestellte geführt, später ließ sie sich die dennoch bis dahin angesparte Rente vorzeitig auszahlen (was damals möglich war und ein Teil des aktuellen Problems sein könnte) … man kam also trotz grundsätzlicher Sympathie für das Anliegen der Frau nicht umher sich zu fragen, woher denn mehr aktuelle Rente für sie kommen solle. Eine etwas unglückliche Wahl, fürchte ich, was Frau Steinhausen mit einem hier und da eingestreuten &#8222;Ach, wir kommen eigentlich ganz gut klar&#8220; unterstrich. Es gibt eben Rentner, die gar nicht klar kommen, einer von ihnen wäre als Gast nachhaltiger gewesen.</p>
<p>Aber hinterher weiß man ja eh immer alles besser. </p>
<p>Das bekam auch <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heiner_Geißler">Heiner Geißler</a> zu spüren, der sich einige berechtigte Vorwürfe bezüglich seiner Politik der Vergangenheit bzw. ihre Auswirkungen auf Gegenwart und Zukunft anhören musste und m.E. nicht wirklich souverän darauf reagieren konnte. Immerhin verlangte sogar er am Ende ein &#8222;neues System&#8220;. </p>
<p>Selbiges schlug <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Bodo_Schäfer">Bodo Schäfer</a>, gewiefter Finanzberater im geleckten <a href="http://www.bodoschaefer.de/">US-Style</a>, mehrfach und nicht gänzlich unüberlegt vor, dennoch sehnte man sich einen schlagfertigeren Counterpart als Geißler, um Schäfers Maske wenigstens etwas verrutschen zu lassen. </p>
<p>Auftritt Sascha Lobo. </p>
<p>Man mag über Saschas Selbstvermarktungskünste lächeln oder sich, wenn man keine anderen Hobbies hat, täglich darüber aufregen. Doch wenn es einen roten <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Mohawk_hairstyle">Mohican</a> braucht, um einen rhetorisch versierten Dreißigjährigen als Gast in eine solche Debatte zu bekommen, dann bin ich froh, dass Sascha diese Form des Medienspiels beherrscht.</p>
<p>Wer einmal in der &#8222;Sie haben jetzt genau 30 Sekunden, bevor sie abrupt unterbrochen werden, sagen Sie jetzt etwas sehr richtiges, das jeder versteht, und sagen sie es schnell und präzise!&#8220;-Situation war, der weiß, wie schwer es ist, im gleißenden Scheinwerferlicht, mit drei sich pötzlich auf das eigene Gesicht richtenden Kameras und vor allem im geforderten Moment genau das zu sagen, was man schon immer sagen wollte. Sascha hat meinen Respekt dafür, dass ihm das gestern gelang, er brachte bestimmte Systemfehler für Selbstständige oder HWAs (&#8220;Häufig wechselnde Angestellte&#8220;, habe ich mir gerade ausgedacht) auf den Punkt, kritisierte die Starre und Unflexibilität der vorhandenen Strukturen und distanzierte sich gekonnt vom Klischee des über &#8222;gierige Rentner&#8220; meckernden jungen Menschen, indem er klarmachte, dass auch &#8222;seiner Generation&#8220; an einem auf Umverteilung basierendem System gelegen sei. Hinzu der grandiose und sehr angebrachte Hinweis an Bodo Schäfer, dass es etwas schwer falle sich von jemandem das Sparen empfehlen zu lassen, der eine Zwölftausen-Euro-Armbanduhr trägt: Mehr kann man nicht erwarten und die darauf entgleisenden Gesichtszüge von Herrn Schäfer waren mindestens einen Monat Fernsehgebühren wert.</p>
<p>Nach der Sendung habe ich erneut beschlossen, möglichst oft möglichst viel Geld unters Kopfkissen zu packen und bis zum Umkippen zu arbeiten, denn &#8222;Rente&#8220; wird für mich wohl ein Fremdwort bleiben. Auch Sascha Lobo hat kein Genialkonzept für die nächsten 300 Rentenjahre, doch trotz des einen oder anderen kleineren inhaltlichen Patzers fühlte ich mich von ihm vertreten wie schon lange nicht mehr im deutschen Fernsehen. Das ist viel mehr als ich erwartet hatte.</p>
<p><small><em>Hinweis: Ich bin ein Freund und Geschäftspartner von Sascha Lobo und habe schonmal einen Film mit Uwe Friedrichsen gesehen.</em></small></p>
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		<title>Netz gegen Nazis: Interview mit Moritz Müller-Wirth</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 16:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F06%2Fnetz-gegen-nazis-interview-mit-moritz-muller-wirth%2F&amp;seed_title=Netz+gegen+Nazis%3A+Interview+mit+Moritz+M%C3%BCller-Wirth"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F06%2Fnetz-gegen-nazis-interview-mit-moritz-muller-wirth%2F&amp;seed_title=Netz+gegen+Nazis%3A+Interview+mit+Moritz+M%C3%BCller-Wirth"><img width="168" height="22" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/6b896eaf4910ed383ac415f97f459c8c.jpg" class="imgfloater" /></a></a>Am Montag startete <a href="http://www.netz-gegen-nazis.com/">Netz gegen Nazis</a>, eine Plattform der Zeit gegen, na, Nazis eben. Interview mit <a href="http://www.randomhouse.de/author_new/author.jsp?per=200657">Moritz Müller-Wirth</a> nach dem Dingens.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: <a href="http://www.netz-gegen-nazis.com/">Netz gegen Nazis</a> will, so schreiben <a href="http://www.zeit.de/online/2008/19/netz-gegen-nazis-editorial">Sie</a>, informieren und nicht agitieren. Gleichzeitig bieten Sie Vernetzungsmöglichkeiten an für Menschen, die aktiv gegen Nazis handeln wollen, und geben auch praktische Ratschläge. Außerdem haben Sie Aktionen <a href="http://www.zeit.de/online/2008/19/netz-gegen-nazis-pressekonferenz">angekündigt</a>. Ist Netz gegen Nazis als Antifa-Plattform für Leute mit Wohnzimmer konzipiert?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Definitiv nicht. Wir wenden uns mit unserer Plattform an alle, die im Alltag mit dem Rechtsextremismus befasst sind. Wir sind keine Aktivisten, sondern sehen unseren Auftrag darin, eine möglichst breite Öffentlichkeit zu informieren – und möglichst vielen Menschen die Gelegenheit zu geben, sich untereinander auszutauschen und zu helfen.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie werden die Aktionen aussehen?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Unsere Aktionen, die wir auf der Plattform anbieten, haben eher spielerischen Charakter: so rufen wir unsere User auf, sich mit unserem downloadbaren Plakatmotiv fotografieren zu lassen – oder Videos hochzuladen, in denen sie begründen, warum sie gegen Rechtsextremismus sind.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Inwiefern arbeiten Sie mit anderen antifaschistischen Initiativen zusammen?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Wir haben mit einer ganzen Reihen von Initiativen und Organisationen beim Aufbau unseres Portals zusammengearbeitet – und dabei nicht darauf geachtet, ob sie sich als antifaschistisch bezeichnen oder nicht. Eine genau <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/seite/unsere-unterstuetzer/">Liste</a> findet sich auf der Seite. Wir haben außerdem rechtzeitig vor Start des Projektes maßgebliche Initiativen, die sich gegen Rechtsextremismus wenden, angeschrieben – und sie aufgefordert, uns kurze Selbstdarstellungen zu schicken, damit wir in unserem Bereich <a href="http://www.netz-gegen-nazis.de/wissen/was-machen-wir/">“Was können wir tun?”</a> auf ihre Arbeit und ihr Engagement hinzuweisen.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Inwiefern sind die Mitinitiatoren involviert? Gibt es jenseits der massenwirksamen, symbolischen Aktionen wie zum jetzigen Bundesligaspieltag ein Engagement?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Alle unsere Partner starten innerhalb der drei Monate in ihrem jeweiligen Bereich eigene Aktionen, die Feuerwehr wird in einer Aktionswoche auf das Portal hinweisen und ihre Mitglieder auffordern sich zu bekennen. Die VZ-Gruppe (studiVZ, schülerVZ, meinVZ) wird eigene, weit gehende Schritte zur Bekämpfung rechtsextremistischer Gruppen in der Community einleiten. Der DFB und der DOSB bereiten neue Internet- und Printangebote vor, die sich mit dem Thema beschäftigen. Der öffentlichkeitswirksame Teil ist wichtig, noch wichtiger jedoch ist das, was an der Basis passiert.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Als ich gestern Mittag auf der Seite war, schien es so, als wären Sie von eher rechtslastigen Kommentatoren geflutet worden - inzwischen scheint sich das Kommentatorenfeld ein bisschen aufzufächern. Wie gehen Sie jetzt und in Zukunft mit rechten Kommentatoren um?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Wir beobachten das sehr genau – und sind, Stand im Augenblick, sehr erfreut, dass eine demokratische Mehrheit den rechtslastigen Kommentaren entschieden begegnet. Das kann sich jedoch von Minute zu Minute ändern – wir sind jedoch darauf vorbereitet und können rasch reagieren.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Das Projekt läuft jetzt erst einmal drei Monate, danach sollen die Erfahrungen gedruckt und in Schulen und Vereinen verteilt werden: Warum bleiben Sie nicht länger im Netz?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Niemand hat vor “Netz gegen Nazis” nach drei Monaten aus dem Netz zu nehmen. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass ein komprimierter, zeitlich begrenzter Aktionszeitraum ein guter Motor für ein eher möglicherweise leiseres Weiterlaufen einer solchen Aktion ist. Die Inhalte von &#8222;Netz gegen Nazis&#8220; werden auch nach den drei Monaten immer weiter entwickelt und genutzt werden.</p>
<p><strong>Spreeblick</strong>: Wie stehen Sie zu militanten Antifa-Aktivisten?</p>
<p><strong>Müller-Wirth</strong>: Da zitiere ich aus unserem Mission-Statement: Wir grenzen uns ab von allen, die die Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzung befürworten, die selbst rassistische, antisemitische oder andere menschenverachtende Denkmuster transportieren. Wir lehnen alle Formen von Gewalt ab.</p>
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		<title>Privater Monolog um Öffentlich-Rechtliches</title>
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		<pubDate>Tue, 06 May 2008 11:39:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Netz]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="coverimage"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F06%2Fprivater-monolog-um-offentlich-rechtliches%2F&amp;seed_title=Privater+Monolog+um+%C3%96ffentlich-Rechtliches"><img width="762" height="222" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/5e954da9f0eb6c370f673462e1c833ff.jpg" class="imgfloater" /></a></div><p><strong>Ich:</strong> Hast du <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~EC4ED5B165D0F485983314E2507C8D7C2~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Quoten, Klicks &#038; Kohle</a> gesehen?<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Wir beide werden von demselben Sehapparat versorgt.<br />
<strong>Ich</strong>: Ach ja. Vergesse ich immer. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem <a href="http://www.focus.de/kultur/kino_tv/focus-fernsehclub/quoten-klicks-und-kohle-dreiste-dauerwerbesendung_aid_298517.html?omiid=rss">Focus</a> einmal recht geben würde - aber diese Sendung war wirklich peinlich.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Ich hätte nicht gedacht, dass ich dir einmal recht geben würde. Peinlich war die. Zumindest bis ich eingeschlafen bin. Kannst du nochmal zusammenfassen, um was es ging?<br />
<strong>Ich</strong>: Du bist so ein Penner. Ok: Ein ARD-Reporter hat einen Beitrag zusammen gestrickt, der belegen soll, dass die Verleger-Lobby die legitime Ausweitung des Sendeauftrags der Öffentlich-Rechtlichen ins Internet verhindert und damit aus dem Netz eine einzige Castingshow macht.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Dann war die Sendung zwar peinlich - eine Dauerwerbesendung halt: Aber in der Aussage hatte sie recht.</p>
<p><strong>Ich</strong>: Blödsinn. Was wollen denn bitte die Öffentlich-Schrecklichen im Internet?<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Na - Grundversorgung bieten. Man kann doch nicht ernsthaft freien Informationszugang für alle fordern und dann sagen: Eure Inhalte dürfen aber nicht ins Netz, nicht die Rechercheergebnisse eurer Korrespondenten, nicht die Sendungen eurer Künstler und Autoren und auch nicht die Analysen eurer Experten. Einmal dürft ihr die senden und dann ist auch gut.<br />
<strong>Ich</strong>: Warum machen die denn dann nicht auch eine Tageszeitung? So etwas wie die Prawda - nur mit mehr Seiten für die Volksmusik?<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Weil es sich historisch nicht so ergeben hat. Eine Zeitung kann man vergleichsweise preiswert herstellen, Fernsehen aber kostet. Qualität im Fernsehen rechnet sich nicht. Ein privates 3Sat ist nicht vorstellbar.<br />
<strong>Ich</strong>: HA! Und für das Internet gilt doch dann erst recht das, was für Zeitungen gilt. Ein Blog kostet gar nichts und kann völlig ohne Rücksicht auf den Markt senden. Man braucht also den Staat nicht.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Was heißt denn hier Staat? Die Öffentlich-Rechtlichen zeichnen sich doch gerade durch ihre Staatsferne aus.<br />
<strong>Ich</strong>: Sag mal, gab es gestern Gehirnwäsche, als ich mal kurz nicht da war? Jeder Redakteursposten, ach was - jede Büroklammer - wird nach Parteienproporz besetzt. Wo siehst du denn da bitte Staatsferne?<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Du bist paranoid, seitdem du das Internet entdeckt hast. Wo hast du denn bitte kritischeren Journalismus, wo werden politische Skandale aufgedeckt: Bei Bohlen oder bei Monitor?<br />
<strong>Ich</strong>: Du stinkst. Mit so jemanden zusammen zu wohnen ist eine echte Zumutung.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Das sagst du immer, wenn du im Unrecht bist.<br />
<strong>Ich</strong>: Nein, das sage ich immer, wenn du die Arme hebst. Wenn du so selbstzufrieden deine Arme hinter dem Kopf verschränkst, weil du so erfolgreich Erbsen mit Nudeln verglichen hast.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Äpfel mit Birnen.<br />
<strong>Ich</strong>: Korinthenkacker.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Verlegerbüttel.<br />
<strong>Ich</strong>: Der freie Markt bedeutet dir wohl nichts.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Doch. Gerade.<br />
<strong>Ich</strong>: Wie soll sich denn ein Markt entwickeln, wenn einer der Player mit Gebühren-Milliarden gedopet ist?<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Konkurrenz belebt das Geschäft.<br />
<strong>Ich</strong>: Wir reden hier von einem Markt, in dem Geld schwer zu verdienen ist. Das zwingt doch schon jetzt Spiegel und SZ dazu, mit Bildstrecken gegenüber ihren Werbekunden Klickzahlen zu suggerieren, die sie nicht haben. Dumm klickt gut. Und wo viele Dumme klicken, da scheißt die Werbeindustrie gerne hin.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Du immer mit deinen fäkaliengetränkten Bildern. Aber schon wieder: Du hast recht. Die Verlage zeigen ja bereits, dass man von ihnen keine Qualität erwarten kann. Bei Tagesschau.de findest du nicht die 500 erotischsten Biere und die aufregendsten Toten, die durch Masturbation aus dem Leben geschieden sind.<br />
<strong>Ich</strong>: Beim <a href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/">Spiegelfechter</a> auch nicht.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Und der Spiegelfechter hört auf mit dem Schreiben, weil die ARD im Netz vertreten ist?<br />
<strong>Ich</strong>: Das nicht. Aber er hätte vielleicht 10 Mal so viele Leser, wenn das Netz in Deutschland ein Markt ohne staatlichen Marktteilnehmer wäre. Es heißt doch immer: Deutsche Blogs sind so schwach, weil in anderen Ländern der Journalismus so unterentwickelt ist, während hier staatlich subventionierter Journalismus den Markt abdeckt.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Deine These ist also: Je schlechter der Journalismus im Netz, desto besser die Blogs, desto besser also für alle?<br />
<strong>Ich</strong>: Desto besser für eine vitale Meinungslandschaft.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Hast du Deutsch bei McKinsey gelernt? Vitale Meinungslandschaft.<br />
<strong>Ich</strong>: Ich bin eben kreativ. Und a propos kreativ: Sind deine geliebten Staatssender nicht auch brutale Verfechter ihres Copyrights? Während ich im Schweiße meines Angesichts meine Texte frei zur Verfügung stelle, um uns zu ernähren, ja, grins nicht so doof, dich auch, pochen die darauf, dass ihre von unserem Geld gezahlten Inhalte auch ja von niemandem verwendet werden dürfen.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Du weißt ja, wie verträglich ich bin. Man könnte sich doch darauf einigen, dass ARD und ZDF alles ins Netz stellen können, wie sie wollen. Aber nur unter Creative Commons-Lizenzen.<br />
<strong>Ich</strong>: Träumer.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Realist.<br />
<strong>Ich</strong>: Nenn mich nicht Realist, ich habe kürzlich bei <a href="http://www.daserste.de/roterosen/">Rote Rosen</a> geweint.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Du schaust Telenovelas in der ARD?<br />
<strong>Ich</strong>: Ja. was dagegen? Wenn du <a href="http://www.kluge-alexander.de/">Alexander Kluge</a> auf Sat1 schaust, gucke ich mir gerne die Wiederholungen von Rote Rosen an. Ist ja nicht auszuhalten, wie du die ganze Zeit so tust, als würdest du den verstehen.<br />
<strong>Das andere Ich</strong>: Ach, geh doch sterben.<br />
<strong>Ich</strong>: Dann möchte ich dich mal sehen.</p>
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		<title>Diskussion: Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 May 2008 17:25:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Schepers</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Medien]]></category>

		<category><![CDATA[Positionen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F05%2Fdiskussion-internet-total-wie-pragt-das-netz-die-jugend%2F&amp;seed_title=Diskussion%3A+Internet+total+-+Wie+pr%C3%A4gt+das+Netz+die+Jugend%3F"><img width="450" height="337" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/97294ffd5a83756eda13bc2d52a03e78.jpg" class="imgfull" /></a></p>
<p>Am Mittwoch habe ich das große Vergnügen, die Podiumsdiskussion <a href="http://www.treffpunkt-mediennachwuchs.de/programm.html#09">Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend?</a> zu moderieren.</p>
<p>Beate Frees (ZDF), Matthias Harbort (BKM), Dr. Wolfgang Gaiser (DJI) Prof. Dr. Friedrich Krotz (Universität Erfurt) und Tim Pritlove (Chaos Computer Club) werden sich unter anderem über Fragen wie diese unterhalten: </p>
<p><em><br />
I) Sozialisation gestern und heute – Welchen Einfluss hat das Netz?<br />
- Kann das Netz (WWW, MMORGs) Sozialisationsprozesse in der Offline-Welt begünstigen oder stellen sie eine Gefahr dar?</p>
<p>II) Medienkompetenz<br />
- Lass die Kinder mal machen – oder Kontrolle total? Wer vermittelt Medienkompetenz? Das Elternhaus oder die Schule?<br />
- Lesen verlernt? Brauchen wir die <a href="http://www.bundesregierung.de/Webs/Breg/DE/Bundesregierung/BeauftragterfuerKulturundMedien/Medienpolitik/InitiativePrintmedien/nationale-initiative-printmedien.html">&#8222;Nationale Initiative Printmedien&#8220;</a> tatsächlich?</p>
<p>III) Web 2.0<br />
- Konsum oder Partizipation? Wo bleiben die Blogs, Podcasts und Wikipedia-Einträge der Jugendlichen?<br />
</em></p>
<p>Um der Gefahr zu entgehen, dass einmal mehr nur <a href="http://tim.geekheim.de/2008/05/05/berufsjugendtum/">Berufsjugendliche</a> sich über echte Jugendliche unterhalten - was fällt denn den jüngeren Spreeblick-Lesern zu diesen Themen ein? Welche Fragen müssen unbedingt gestellt werden?</p>
<p>Anregungen und Bemerkungen bitte in die Kommentare! Danke! </p>
<p>Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 7.5.08 um 16:30h in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofs im Rahmen des <a href="http://www.treffpunkt-mediennachwuchs.de">Treffpunkt Mediennachwuchs</a> statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.</p>
<p><small><i>Disclaimer: Die Idee, Spreeblick-Leser zu befragen kam mir erst, nachdem ich <a href="http://tim.geekheim.de/2008/05/05/berufsjugendtum/">Tims Posting</a> gelesen hatte.</i></small></p>
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		<title>Wehrdienstverweigerer im Generationenkrieg</title>
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		<pubDate>Thu, 01 May 2008 06:54:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="coverimage"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F05%2F01%2Fwehrdienstverweigerer-im-generationenkrieg%2F&amp;seed_title=Wehrdienstverweigerer+im+Generationenkrieg"><img width="762" height="228" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/ed12df25989dd8200bf17867fd354105.jpg" class="imgfloater" /></a></div><p>Als Günther Jauch noch nicht omnipräsent war, sondern nur an einem Tag der Woche ein Drittel der Kanäle besetzte, da moderierte er eine Sendung mit dem Titel „So ein Zoff“.<br />
Während „So ein Zoff“ fiel mir zum ersten Mal etwas auf, das später zum Prinzip aller Sendungen werden sollte, die dem Genre „Talkshow mit dem Anstrich gesellschaftlicher Relevanz“ zugerechnet werden: Menschen werden in zwei Gruppen aufgeteilt, die sich dann möglichst sinnbefreit befehden müssen. Das Jauch-Prinzip. </p>
<p>„So ein Zoff“ war die Mutter dieser Talkshows. Dicke gegen Dünne, Mütter gegen Väter, Väter gegen Großväter, Radfahrer gegen Autofahrer. Und damit es auch wirklich Zoff gab und nicht am Ende aus Versehen sendeuntaugliche Harmonie, saßen dort dann fundamentalistische ADAC-Mullahs mit Fetischisten der Muskelkraft, Vertreter des eingetragenen Vereins <em>Vertriebene Väter</em> und feministische Mütter mit Alleinerziehungsanspruch ohne diplomatischen Kontakt in die Männerwelt.</p>
<p>Der Generationenkonflikt wird heute nach demselben Prinzip in den Talkshows durchgespielt. Da sitzt dann immer dieser Glatzkopf, der sich sein Studium als <a href="http://www.youtube.com/watch?v=DNJ0dbCVXng">Mabuse-Double auf Propaganda-Parties</a> finanziert hat, als Vertreter meiner Generation und rechnet vor, dass eine Kriegerwitwe mehr Geld verdient als ein Mabuse-Double nach der Auflösung von Propaganda und ihm also nicht weniger als die letzten Haare vom Haupt gefrühstückt habe mit ihren von uns allen subventionierten ausgezeichneten Dritten.<br />
Und ein Berufs-Alter, meistens ein in Ehren weishäuptig gewordener sozialdemokratischer Grummelfürst oder ein christdemokratischer Magensäuregurgler bezichtigt daraufhin die Jugend, ihre Riesterrente bummelantisch zu betreiben und überhaupt, hätten sie damals wenigstens Schuhe gehabt, um die 8 Kilometer zur Schule zu laufen, sie wären doch gar nicht auf die Idee gekommen. Dann schlafen sie manchmal ein, meistens schütteln sie aber nur das zeusische Haupt und werfen Kugelblitze aus ihren faltigen Augen.</p>
<p>Uns soll das glauben lassen, es gäbe einen Generationenkrieg<br />
Aber es ist halt doch ganz anders. Die Alten, das sind die Eltern, das sind die beliebten Omi und Opi, die Alten, das sind aber auch: wir (nach einer durchzechten Nacht, wenn wir irrtümlich vor dem Weggehen noch im Sportstudio waren und sich dann in einer Zusammenballung des Elends Muskel- und Alkoholkater treffen, bekommen wir schon einen Vorgeschmack). Und obwohl man weiß, wie furchtbar es werden wird, hofft man doch darauf, alt zu werden.<br />
Und viele (manche sagen sogar: alle) Alte waren auch einmal jung.</p>
<p>Den Systemfehler in der Rente haben nicht die Rentner erfunden. Der Generationenvertrag kann nicht einseitig aufgekündigt werden. Es muss eine Lösung her, die alte Menschen, die ewig in die Rentenkasse eingezahlt haben, die Früchte ihrer Arbeit ernten lässt und gleichzeitig die Jungen nicht zwingt, in ein Fass ohne Boden einzuzahlen.</p>
<p>Wir brauchen eine Rentenerhöhung und eine Ermäßigung der Rentenbeitragssätze. Wir brauchen ein gottverdammtes Wunder und eine durch Steuern angeschobene Rente oder ein noch größeres Wunder.<br />
Wir brauchen eine gute Ausbildung der Jungen, damit überhaupt noch jemand Geld verdienen kann.</p>
<p>Wir brauchen keine Scheinkonflikte mit denen man Quote machen kann. Nicht jedes Thema lässt sich beliebig trivialisieren.<br />
Das hieße zwar, das Prinzip Jauch in Rente zu schicken. Aber der Jauch ist eh ein reicher alter Sack.</p>
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		<title>Albert Hofmann ist tot</title>
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		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 13:16:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Personen]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Vor zwei Jahren gratulierten wir dem Entdecker des <a href="http://www.spreeblick.com/2007/08/02/lsd-2/">LSD</a>, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Hofmann">Albert Hofmann</a>, zum 100. (Geburtstag, nicht Trip). Heute erscheint sein Name wieder bei Spreeblick, denn Hofmann ist gestern im Alter von 102 Jahren verstorben. Und ich <a href="http://www.spreeblick.com/2006/01/11/lsd/">grübel weiter</a>.</p>
]]></description>
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		<item>
		<title>Waterboarding by Amnesty</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Apr 2008 21:33:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>René Walter</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Film/TV/Radio]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

		<category><![CDATA[Pop]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F23%2Fwaterboarding-by-amnesty%2F&amp;seed_title=Waterboarding+by+Amnesty"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F23%2Fwaterboarding-by-amnesty%2F&amp;seed_title=Waterboarding+by+Amnesty"><img width="168" height="70" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/b3a4dedc6fef58774262362b3f188926.jpg" class="imgfloater" /></a></a></p>
<p>SpOn hat einen <a href="http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,549107,00.html">Artikel</a>, <a href="http://www.imaginaryanimals.com/post/32650727">Imaginary Animals</a> hat das Zitat, auf das es ankommt:</p>
<blockquote><p>This is no time for Congress to abandon practices that have a proven track record of keeping America safe. (<a href="http://www.whitehouse.gov/news/releases/2008/03/20080308.html">George W. Bush, 8.3.2008</a>)</p></blockquote>
<p>Übersetzt: Dies sind nicht die Zeiten der Menschenrechte. Der Spot von <a href="http://www.unsubscribe-me.org/">Amnesty International</a> aus diesen Zeiten nach dem Klick.</p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/mZ7lSPA9g8s"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/mZ7lSPA9g8s" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<a href="http://www.youtube.com/watch?v=mZ7lSPA9g8s">Direkt</a></p>
]]></description>
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		</item>
		<item>
		<title>Sebastian Edathy ganz privat</title>
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		<comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F22%2Fsebastian-edathy-ganz-privat%2F&amp;seed_title=Sebastian+Edathy+ganz+privat#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 21:09:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Netz]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Wie wichtig dem Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses, Sebastian Edathy (SPD), seine Privatsphäre ist, demonstrierte selbiger gestern früh beim <a href="http://www.radioeins.de/programm/programmbeitraege/200804/neues_bka_gesetz_sorgt.html">RadioEins-Interview</a> zum neuen BKA-Gesetz (<a href="http://boocompany.com/files/feat_bka.mp3">MP3</a> dank <a href="http://boocompany.com/index.cfm/content/story/id/15385/">Boocompany</a>).</p>
<p><strong>Update:</strong> <a href="http://www.abgeordnetenwatch.de/sebastian_edathy-650-5810--f107675.html#frage107675">Herr Edathy erklärt Humorgrenzen</a>.</p>
<p><small>[<a href="http://netzpolitik.org/2008/was-soll-der-scheiss/">via</a>, <a href="http://handelsblatt6.blogg.de/eintrag.php?id=1765">via</a>]</small></p>
]]></description>
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		</item>
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		<title>Tempelhof retten</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 20:58:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Feature]]></category>

		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<div class="coverimage"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F22%2Ftempelhof-retten%2F&amp;seed_title=Tempelhof+retten"><img width="762" height="214" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/5a0e032e0182068e213c63cdc72b2e4f.jpg" class="imgfloater" /></a></div><p><strong>Update:</strong> <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Flughafen-Tempelhof;art270,2521389">Die Sache ist gelaufen</a>. Die genauen Ergebnisse <a href="http://www.wahlen-berlin.de/">gibt es hier</a>.</p>
<p>Am kommenden Sonntag geht es in Berlin um die Currywurst, wenn es heißt: Heraus zum <a href="http://www.wahlen-berlin.de/wahlen/framesets/ve-2008.htm">Volksbegehren</a> zum Flughafen Tempelhof!</p>
<p>Denn trotz hübscher <a href="http://www.stadtentwicklung.berlin.de/planen/staedtebau-projekte/tempelhof/de/zukunft/bausteine.shtml">Planungsmöglichkeiten</a> für die Trillionen Hektar große Fläche inmitten der Hauptstadt der Tief-Pflüger (danke, <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/der-tief-pflueger/?src=MT&#038;cHash=53c715fbf6">TAZ</a>!) besteht die <a href="http://www.taz.de/regional/berlin/aktuell/artikel/1/sehnsucht-nach-tempelhof/?src=TE&#038;cHash=a4f75de3f1">CDU</a> mit Unterstützung der Axel-Springer-Medien und der <a href="http://www.tempelhof-retten.de/">ICAT</a> auf den Erhalt des Flughafens. </p>
<p>Während die <a href="http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EFF60649B508F4098A2D7EDE004EA796A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html">FAZ</a> die ICAT als einen &#8222;Verein aus Denkmalschützern, Luftfahrt-Enthusiasten, ehemaligen und jetzigen Flughafenangestellten und interessierten Geschäftsleuten&#8220; bezeichnet, weiß die Pro-Flughafen-WELT <a href="http://www.welt.de/wams_print/article1874369/Sie_kmpfen_fr_den_Erhalt_Tempelhofs.html">mehr</a>: Inhaber der ICAT-Domain www.tempelhof-retten.de (u.a.) ist der Vorsitzende des Vereins, Andreas Peter, dem (Überraschung!) eine &#8222;eigene Fluglinie für Geschäftsleute&#8220; gehört. Der Rest bleibt hinsichtlich der ICAT <a href="http://www.epunion.de/Schluss_mit_/10,0,hintergruende,index,0.html">Spekulanten-Spekulation</a>, die zu einem interessanten Szenario führen könnte: <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Berliner-Flughaefen-Tempelhof;art1050,2496495">Einem V.I.P.-Krankenhaus</a> mit dem entsprechenden Privatflughafen direkt vor der Eingangstür. Mit der Notrutsche direkt ins Einzelzimmer! Sie sind doch privatversichert, oder?</p>
<p>Solche tollen Möglichkeiten konnte sich die CDU 1996, als sie die Schließung der Flughäfen Tempelhof (und Tegel) <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Berliner-Flughaefen-Tempelhof-Konsensbeschluss;art1050,2323859">mitbeschloss</a> (<a href="http://www.parlament-berlin.de:8080/starweb/adis/citat/VT/13/DruckSachen/d0624.pdf">PDF</a>), selbst in ihren kühnsten Fliegerträumen nicht einfallen lassen. Da der damalige Berliner Bürgermeister <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Eberhard_Diepgen">Eberhard Diepgen</a> den Beschluss zwar gemeinsam mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Stolpe">Manfred Stolpe</a> und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Matthias_Wissmann">Matthias Wissmann</a> unterzeichnete, es heute aber als <a href="http://www.tagesspiegel.de/meinung/leserbriefe/Leserbriefe;art144,2323136">Ärgernis</a> empfindet, wenn ihn jemand daran erinnert, schicken die christlichen Demokraten inzwischen sogar ihre <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,548385,00.html">Kanzlerin aufs Rollfeld</a>, die sich plötzlich für Innenpolitik zu interessieren scheint.</p>
<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F22%2Ftempelhof-retten%2F&amp;seed_title=Tempelhof+retten"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F22%2Ftempelhof-retten%2F&amp;seed_title=Tempelhof+retten"><img width="168" height="223" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/5ff1040641f8bceb2f90e87d40da5b49.jpg" class="imgfloater" /></a></a> Und so plakatiert die ICAT seit Wochen die ganze Stadt mit großbuchstabigen Pro-Tempelhof-Anzeigen für kurzsichtige Berlinerinnen und Berliner. Die Argumente für den Erhalt eines Flughafens für Kleinstflugzeuge mitten in der Stadt? <a href="http://www.tempelhof-retten.de/wp-content/uploads/2008/04/icat_plakatflight_3-1.jpg">Weil&#8217;s geht</a>, <a href="http://tempelhofretten.shipyard.de/wp-content/uploads/2008/03/macht.jpg">weil wir sind das Volk</a>, <a href="http://www.tempelhof-retten.de/wp-content/uploads/2008/03/500px_hat-tempelhof.jpg">weil bloß nichts verändern</a> und <a href="http://www.tempelhof-retten.de/wp-content/uploads/2008/04/icat-funkspot-_aserbaidschan_.mp3">weil sonst der Russe kommt</a>. Achja, und die Luftbrücke! Die Luftbrücke! Wisst ihr noch? </p>
<p>Einzig das hier gezeigte Plakat, entworfen von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Godwins_Gesetz">Godwin</a>, einem freien Mitarbeiter bei Spreeblick, Deutschlands führendem Blog für schlechte Hiltervergleiche, fehlt noch im Stadtbild. Das verwundert, <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Tempelhof#Flugfeld">schließlich wollten schon andere ihre Runden über Tempelhof drehen</a>.</p>
<p>Zugegeben: Es fällt manchmal schwer, sich mit <a href="http://www.bund-projekte.de/tempelhof/Portals/1/Material/THF_motiv3_A6.jpg">flachen Wortwitzen</a> und <a href="http://www.bund-projekte.de/tempelhof/Portals/1/Material/THF_motiv2_A6.jpg">mürrisch dreinblickenden</a>, <a href="http://www.bund-projekte.de/tempelhof/Portals/1/Material/THF_motiv1_A6.jpg">anbiedernd berlinernden</a> <a href="http://www.tempelhof-flugfrei.de/">Spaßbremsen</a> zu solidarisieren, doch hier geht es nicht um die Bewertung von Werbung, sondern um die <a href="http://www.gruene-fraktion-berlin.de/cms/default/dok/209/209624.html">besseren</a> <a href="http://www.berlinwahl.spd.de/servlet/PB/menu/1738945/index.html">Argumente</a>.</p>
<p>Und so stimmen wir am kommenden Sonntag für Tempelhof und damit für die Schließung des Flughafens. Auch wenn das am Ende <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Landespolitik-Tempelhof-City-Airport;art124,2414972">sowieso egal</a> ist.</p>
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		<title>Ermächtigt: Das BKA-Gesetz im Realitäts-Check</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Apr 2008 09:06:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Die nun <a href="http://www.daten-speicherung.de/index.php/bundeskriminalamt-soll-zentrale-staatspolizei-werden/">gebündelt und im Klartext vorliegenden</a> vorgesehenen <a href="http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/deutschland/artikel/457/169962/">Befugnisse für das Bundeskriminalamt</a> basieren auf der Angst der Menschen (und wenn man wohlmeinend ist, gesteht man auch den zuständigen Behörden, den verantwortlichen Politikern, der <a href="http://www.verbaende.com/News.php4?m=52894">Gewerkschaft der Polizei</a> diese Angst zu) vor Terrorismus, wie er in New York, Madrid und London vorgekommen ist. </p>
<p>Nun gibt es jedoch eine Parallele zwischen Kriminalität und Terrorismus: nicht jeder Ladendieb ist ein Al Capone, nicht jeder selbsternannte Menschheitsbefreier ein Bin Laden.<br />
Auf der re:publica hat <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2008/04/18/wohnraum-berwachung-f-r-alle">Anne Roth</a>, die Freundin von <a href="http://www.spreeblick.com/2007/10/24/bgh-hebt-haftbefehl-gegen-soziologen-auf/">Andrej Holm</a>, der verdächtigt wurde, Mitglied der <em>militanten gruppe</em> zu sein, einen Vortrag gehalten.</p>
<p>Die <em>militante gruppe</em> hat eine Reihe von Brandanschlägen und anderen Straftaten begangen (<a href="http://home.arcor.de/dokumentationX/chronologie/anschlaege.html">hier eine Liste der Anschläge</a>), die Beteiligung von Holm an diesen Aktivitäten wurde recht notdürftig konstruiert aus seinem angeblich konspirativen Verhalten (er traf sich mit anderen Verdächtigen, ohne sein Handy mitzunehmen und verabredete sich, ohne den genauen Treffpunkt am Telefon anzugeben, er sagte einfach nur Sätze wie: &#8222;Lass uns im Café treffen&#8220;), der Tatsache, dass er sich in einem linken Milieu bewegt, seiner Unbescholtenheit und seinen intellektuellen Fähigkeiten, die denen der Bekennerbriefschreiber entsprachen.</p>
<p><a href="http://www.tagesschau.de/inland/militantegruppe2.html">Der Bundesgerichtshof entschied am 27. November, dass es sich bei der <em>militanten gruppe</em> nicht um eine terroristische Vereinigung handelt</a>, da die Taten der Gruppe nicht geeignet seien, die Bundesrepublik erheblich zu schädigen.<br />
Die Vorwürfe gegen die Beschuldigten reichen lediglich für den Vorwurf der Bildung einer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Kriminelle_Vereinigung">kriminellen Vereinigung</a>.</p>
<p>Ermittlungen wegen einer Reihe von Straftaten, bei denen es bei Sachbeschädigungen (und zugegebenermaßen einem ziemlichen Schrecken für die Empfänger der Drohbriefe) blieb, führten dazu, dass Unschuldige zunächst ein Jahr lang überwacht, dann durch ein Sondereinsatzkommando verhaftet und in Untersuchungshaft gesteckt wurden.</p>
<p>Anna List sagte auf der re:publica, sie sei sich vorgekommen, als sei sie ansteckend.<br />
Menschen, zu denen sie Kontakt hatte, wurden abgehört, Menschen, die zu den Menschen, die zu ihr Kontakt hatten, Kontakt hatten, wurden abgehört.</p>
<p>Am Ende standen die Namen von 2000 Betroffenen in den Ermittlungsakten.<br />
Zweitausend.</p>
<p>Andrej Holm und seine Familie wurden Opfer eines Paradigmenwechsels, der seit dem 11. September stattgefunden hat.<br />
Damals waren die Attentäter unbescholtene Bürger. War bis dahin der erste Schritt bei polizeilichen Ermittlungen, Täter, die vergleichbare Taten zuvor schon einmal begangen haben, zu überprüfen, rückten nun Unbescholtene in das Visier der Ermittler.<br />
Auch bei Holm war die Unbescholtenheit einer der Verdachtsmomente.</p>
<p>Wenn verdächtigt wird, wer sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, gerade weil er sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, dann ist jeder verdächtig. Und jeder, der jemanden kennt. Jeder, der sich mit Freunden trifft, ohne den genauen Treffpunkt zu nennen und ein Handy mitzunehmen. Jeder, der eine politische Meinung hat.</p>
<p>Das ist bei allem Verständnis für Angst nicht zu rechtfertigen.</p>
<p>Bitte unbedingt lesen: <a href="http://annalist.noblogs.org/post/2007/10/03/der-schwarze-beutel">Der schwarze Beutel</a>.</p>
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		<title>Wir sind Werbung</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 14:36:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Produkte]]></category>

		<category><![CDATA[Services]]></category>

		<category><![CDATA[Unternehmen]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F21%2Fwir-sind-werbung-2%2F&amp;seed_title=Wir+sind+Werbung"><img width="221" height="109" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/bbcf04a16afe32c6471bd26de898de4a.jpg" class="imgfull" /></a></p>
<p>Tja, da geht&#8217;s wohl <a href="http://blog.helmschrott.de/facebook-wirbt-mit-meinem-namen/">einigen Leuten gerade ähnlich</a>. Facebook (quasi wie StudiVZ, nur selbst ausgedacht und besser gemacht) wirbt per Adsense mit den Namen ihrer Mitglieder. Und hat das Recht dazu. <em>(Update: Das <a href="http://www.spreeblick.com/2008/04/22/update-facebook-werbung/">stimmt nicht</a>)</em> </p>
<p>Denn in den <a href="http://www.facebook.com/terms.php">Facebook-Nutzungsbedingungen</a> steht (zum besseren Verständnis gekürzt):</p>
<blockquote><p>Mit dem Posten von Benutzerinhalt (…) erteilst du dem Unternehmen automatisch eine unwiderrufliche, (…) weltweite Lizenz (…) für das Verwenden (…) solcher Benutzerinhalte für kommerzielle, Werbe- oder sonstige Zwecke auf oder in Verbindung mit der Site oder mit dem Marketing für die Site (…).</p></blockquote>
<p>Dass dieser &#8222;Benutzerinhalt&#8220; nun ausgerechnet der eigene Name sein würde, damit hat vielleicht selbst derjenige nicht gerechnet, der sich die Nutzungsbedingungen durchgelesen hat. Doch die Nutzung der Mitgliedernamen für Facebook-Werbung ist clever, erreicht sicher ihr Ziel und nicht wenige Facebook-Nutzer könnten sich sogar gebauchpinselt fühlen, wenn ihr Name im Zusammenhang mit dem nicht unbekannten Service auftaucht. </p>
<p>Mir persönlich geht das anders, ich empfinde das Vorgehen eher als rufschädigend – ich möchte selbst entscheiden, wer wofür mit meinem Namen wirbt.</p>
<p>Ich war bei Facebook in erster Linie registriert um zu kennen, worüber man redet (Xing dagegen nutze ich zwar mittlerweile wieder, wenn auch mäßig, doch auch hier würde ich meine Kommunikation niemals auf den Service konzentrieren und gebe nur ohnehin schon öffentliche Daten ein). Mir fällt es daher sehr leicht, meinen Account als Reaktion auf die Kampagne zu löschen – aber ich kann mir vorstellen, dass dies anderen, aktiveren Facebook-Nutzern schwerer fällt. </p>
<p>Wer es trotzdem tun will: Man kann seinen Account auf der Site nur &#8222;deaktivieren&#8220;, eine vollständige Löschung der Daten erfolgt erst nach einer enstprechenden E-Mail an privacy@facebook.com.</p>
<p>Und jetzt warte ich auf die neuen Adsense-Anzeigen:<br />
<a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F21%2Fwir-sind-werbung-2%2F&amp;seed_title=Wir+sind+Werbung"><img width="244" height="109" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/f05cd6557ea175aee97343f4034accbb.jpg" class="imgfull" /></a></p>
<p><small><em>Da die Mail mit Sicherheit zunächst in die USA geht, hier mein Text, falls ihn jemand verwenden mag:</p>
<p>Hi there,</p>
<p>please delete my Facebook account immediately and completely. Please confirm the deletion of all my account data. The reason for deleting my account is my unwillingness to use and therefore support a product that advertises its service using my personal name in GoogleAds or any other ads without asking me first. Yes, I know it&#8217;s in the terms. Still.</p>
<p>Regards,</em></small></p>
<p><strong>Update:</strong> Die Werbung mit Namen scheint verschwunden. Ich werde heute versuchen, die Gründe dafür herauszufinden. Doch was soll&#8217;s: Ein bisschen Rummel in Blogs hat Facebook erreicht. Vielleicht war genau das das eigentliche Ziel.</p>
<p><strong>Update2:</strong> Mein Account wurde zwei Tage nach meiner Mail gelöscht.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Undiplomatisch</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Apr 2008 13:13:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Man müsste viel häufiger auf den <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/.home">Monde diplomatique</a> hinweisen, und nicht nur dann, wenn Hicham Ben Abdallah El Alaoui über <a href="http://www.monde-diplomatique.de/pm/2008/04/11/a0042.text.name,askEsKqKk.n,0">die Machterhaltungs-Taktiken der autoritären arabischen Regimes</a> schreibt:</p>
<blockquote><p>In anderen Teilen der Welt ist die Demokratie zweifellos deshalb in die Krise geraten, weil sie nicht hielt, was sie versprach. Im Nahen Osten hat sie schon an Glaubwürdigkeit verloren, bevor sie eingeführt wurde. Schon der Begriff ist verrufen: In der Öffentlichkeit der arabischen Länder steht &#8222;Demokratie&#8220; für die verlogenen Parolen autoritärer Regime, für das neokonservative Programm militärischer Präventivschläge und für die Interventionen des Auslands im Allgemeinen.</p></blockquote>
<p>Lesen!</p>
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		<item>
		<title>Interview mit drei Außerirdischen</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Apr 2008 13:21:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Ausland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F20%2Finterview-mit-drei-auserirdischen%2F&amp;seed_title=Interview+mit+drei+Au%C3%9Ferirdischen"><a href="http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28rss2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2008%2F04%2F20%2Finterview-mit-drei-auserirdischen%2F&amp;seed_title=Interview+mit+drei+Au%C3%9Ferirdischen"><img width="168" height="97" src="http://www.spreeblick.com/wp-content/imagemagic/3d85a6202bb77a88a19917172262eee4.jpg" class="imgfloater" /></a></a> Bevor wir die Hintergründe des folgenden Videos erläutern, werfen Sie zunächst bitte einen unvoreingenommenen Blick auf die drei Außerirdischen.</p>
<p><small>(Video nach dem Klick)</small></p>
<p><object width="425" height="355"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/sVGK2Aa4uEk&#038;hl=en"></param><param name="wmode" value="transparent"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/sVGK2Aa4uEk&#038;hl=en" type="application/x-shockwave-flash" wmode="transparent" width="425" height="355"></embed></object><br />
<small><a href="http://www.youtube.com/watch?v=sVGK2Aa4uEk">Direkt</a></small></p>
<p>Die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/YFZ_Ranch">Yearning for Zion Ranch</a> der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Fundamentalist_Church_of_Jesus_Christ_of_Latter_Day_Saints#April_2008_raid">Fundamentalist Church of Latter Day Saints</a> wurde am 3. April von der texanischen Staatspolizei auf einen anonymen Anruf hin durchsucht. In dem Anruf gab eine Frau vor, sie sei 16 Jahre alt, werde auf der Ranch missbraucht und sei als 15jähriges Mädchen mit einem 49jährigen Sektenmitglied verheiratet worden. Der Staat Texas hat 416 Kinder, die sich auf dem Gelände aufgehalten haben, im Zuge der Ermittlungen vorübergehend in Gewahrsam genommen. </p>
<p>Tatsächlich ist die junge Frau, von der der Anruf kam, bis jetzt nicht auf dem Gelände entdeckt worden.</p>
<p>Das sind die sehr ernsten Hintergründe des Videos. Und so schwer die Vorwürfe auch wiegen, wirft das Interview ein ganzes Bündel an weiteren Fragen auf.</p>
<p>WTF?<br />
Wo bekommt man diese Blusen her?<br />
Führt Polygamie zu Hirnsynchronität?<br />
Ist Inzest doch nicht so gut, wie alle sagen?<br />
Gibt es das auch in Holz?<br />
Und vor allem: Was ist mit den Blusen?</p>
<p><small>[<a href="http://blog.wired.com/underwire/2008/04/creepy-talk-wit.html">via</a>]</small></p>
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		<item>
		<title>Je t´aime - Wer mit wem?</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Apr 2008 16:19:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Malte Welding</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Inland]]></category>

		<category><![CDATA[Politik]]></category>

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		<description><![CDATA[<p>Alle demokratischen Parteien müssen miteinander koalieren können, sagt man. Man meint es nicht ganz so, vielmehr will man sagen: Alle Parteien, die im Parlament sitzen und nicht NPD oder Die Linke sind, müssen miteinander koalieren können. Aus Sicht des Politikers geht der Satz so: Alle Parteien, die mir die Macht sichern, sind koalitionsfähig.<br />
In Hamburg konnte das bedeuten, dass eine obskure Rechtspartei auf einmal gerade Recht kam, um dem netten Ole von Beust die Macht zu sichern. Da der Führer dieser Partei gerade nicht greifbar ist, gibt jetzt die GAL den devoten Part in der Beziehung. Ein Kulturschock? Sind jetzt alle völlig <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oswald_Metzger">Metzger</a>?</p>
<p>Die Grünen sind die <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/0,1518,313262,00.html">Partei der Besserverdienenden</a>, die CDU die Partei derer, denen es auch schon einmal besser ging. Oder - wie es Spreeblick-Leser <a href="http://www.spreeblick.com/2008/04/17/mal-kurz-nachgedacht-grune/#comment-674125">einzeiler formulierte:</a> </p>
<blockquote><p>altes und neues bürgertum gehen zusammen.</p></blockquote>
<p>Auf Bundesebene waren die Fischer-Grünen der SPD ein deutlich kuscheligerer Koalitionspartner als die FDP der CDU.<br />
Sie nickten ab, was auf den Tisch kam und wenn nicht schnell genug genickt wurde, hielt Fischer eine Brandrede und knautschte sein Gesicht, bis alle sagten: Na dann lass ihn halt in den Krieg ziehen, am Ende wird er wieder dick und wir verlieren die Wahl.</p>
<p>Schwierig werden Koalitionen ja sowieso erst durch den Fraktionszwang. Man kann sich wunderbare Schnittmengen denken zwischen der Linkspartei, der FDP und den Grünen, wenn man Gregor Gysi, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Claudia Roth vor Augen hat und ebenso viele Gemeinsamkeiten zwischen Linkspartei und CDU, wenn man sich Oskar &#8222;Fremdarbeiter&#8220; Lafontaine und Roland Koch dabei vorstellt, wie ihre Frauen ihnen Kuchen backen und sie sich gemeinsam vor Ausländern fürchten.</p>
<p>Und erst die Milieus! Bonner Juridicums-Liberale lassen mit Seeheimer-Kreis-Sozial- und Jung-Christdemokraten einen Feierabend-Joint kreisen (work hard, party hard!), Förster aller politischen Glaubensrichtungen schützen Wälder und schenken ihren Kindern Holzspielzeug, Neuköllner Punks lassen zusammen mit Nazis aus Dortmund den politischen Aschermittwoch ausfallen, machen durch bis morgen früh, singen Bumsfallera und gruseln sich vor der Globalisierung.</p>
<p>Nein, das ist natürlich Blödsinn. Denn selbstverständlich gehen politische Milieus tiefer, es geht um Lebensentwürfe, Kleiderfragen, Glaube, Bücher, die man gelesen hat, historische Vorbilder, die man bewundert, es geht um Alles. Oder Nichts.</p>
<p>Und so bleibt bei aller Wertschätzung der politischen Vernunft und des Pragmatismus das schale Gefühl zurück: Wenn die mit denen können - machen sie es dann nicht mit allen? Haben wir am Ende Politnutten unser Herz geschenkt?</p>
]]></description>
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