Eben noch bewunderte ich den ziemlich guten Titel dieses Spiegel-Online-Artikels und dann fiel mir ein, wo ich ihn zum ersten Mal gelesen habe.
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Die Yes Men haben wieder gefakete Zeitungen verteilt
Die Yes Men haben zusammen mit Greenpeace nicht weniger als eine Million gefaketer Herald Tribunes verteilt, und zwar die Ausgabe vom 19. Dezember 2009. Die Aktion sollte auf die Klimagespräche hinweisen, die in Kopenhagen vom 7. bis 18. Dezember stattfinden. Oben der Fake-Garfield-Cartoon, auf der Comic-Seite gibt’s noch einen Klima Halvin and Cobbes, die komplette Ausgabe ist hier online und hier als PDF runterladbar.
(via The Browser)
Vorher auf Spreeblick:
Die Yes Men beenden den Irak Krieg in einer gefakten New York Times-Ausgabe vom 4. Juli 2009
Liebe Tagesspiegel-Redaktion (Update),
(Update: Der Satz wurde dankenswerterweise geändert)
könntet ihr den einleitenden Satz zu dem ansonsten okay-en Artikel zur Online-Petition gegen Internetsperren vielleicht etwas ändern? Bitte?
„In nur vier Tagen haben sich auf der Website des Bundestags bereits über 50.000 Menschen gegen Ministerin von der Leyens Vorhaben ausgesprochen, Kinderporno[1]-Seiten zu sperren.“
Das führt Leser/innen doch sehr in die Irre, denn ich glaube behaupten zu können, dass niemand, der die Petition unterzeichnet hat, Frau von der Leyen davon abhalten möchte, die Darstellung des Missbrauchs von Kindern und allen Menschen (und vor allem den Missbrauch selbst) zu unterbinden. Im Internet und anderswo.
Um was es wirklich geht, beschreibt ihr ja im Artikel, ich brauche das daher hier nicht noch einmal erläutern. Ich möchte als Unterzeichner der Petition nicht als Unterstützer der Darstellung von Missbrauch oder des Verbrechens selbst verdächtigt werden und ich glaube auch nicht, dass dies die Absicht des Artikels ist.
Eine klarere Formulierung dieses Satzes würde mich daher sehr freuen. Dankeschön!
[1] Über die Begrifflichkeit sollte man auch mal nachdenken.
Der CDU-Twitter-”Hack”
Focus nannte es reichlich übertrieben den „Wahl-Kampf der Hacker“, dabei war es offenbar kein technisches, sondern soziales Wissen, welches von gestern bis heute zur Entführung des Twitter-Account „cdu_news“ geführt hatte.
Read on, my dear…
Das CDU-Forum klärt auf: Homosexualität ist heilbar (Update)
Update: Der im folgenden zitierte Artikel wurde im CDU-Forum offenbar inzwischen gelöscht.
Im Diskussionsforum der CDU werden Kommentare nach strengen Regeln moderiert, denn es soll ja alles anständig zugehen. Leider gelten diese Regeln offenbar nicht für die veröffentlichten Artikel, oder die CDU-Moderatoren sind allesamt im Urlaub oder Ruhestand. Denn wie sonst sollte man es erklären, dass dort seit fast einer Woche in einem Artikel zu lesen ist:
Die Homosexualität als gesamtgesellschaftliches Problem könnte bald eingedämmt werden. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen therapeutische Ansätze. Die Veränderung von der Homosexualität zu Heterosexualität ist wohl doch möglich, obwohl Schwulen- und Lesbenverbände das Gegenteil erklären. (…) Eine Welt ohne Homosexualität ist keine Utopie oder Vision mehr. Es ist offensichtlich möglich. Nun kommt es darauf an, die Forschungen auf dem Gebiet voranzutreiben. Diese Forschungen müssen frei sein von Ideologie, insbesondere von solcher Ideologie, wie sie von den Schwulen- und Lesbenverbänden betrieben werden.
wikileaks.de gesperrt (Updates)
Die deutsche Version von Wikileaks, wikileaks.de, ist derzeit gesperrt. Da ich unterwegs bin und die Vorkommnisse nur bedingt verfolgen und recherchieren kann, bin ich für Updates in den Kommentaren dankbar.
UPDATE 12.04.: Markus schreibt bei Netzpolitik, dass sich der Provider bei ihm gemeldet und für Dienstag nach Ostern eine Stellungnahme angekündigt habe. Es soll kein Zusammenhang mit der Hausdurchsuchung bestehen und das Internet soll auch nicht zensiert werden.
UPDATE II 13.04.: Beasts Associated, der bisherige Wikileaks-Provider, läßt mit seiner heutigen Stellungnahme die Wikileaks Pressemitteilung vom Freitag in einem ungünstigen Licht stehen. Demnach wußte der Domaininhaber seit Dezember 2008 von der fristgerechten Kündigung.
Fotos von der re:publica 2009
Für alle Daheimgebliebenen, die die Dada-Tweets der Twitterwall noch nicht in den Wahnsinn und der make.tv Stream (das gebrechliche Netzwerk und nicht die make-Macher ist schuld) noch nicht in die Knie gezwungen haben, noch mehr re:publica – in Bildern. Read on, my dear…
Einladung zum Gespräch: Kinderpornografie, Internetsperren und die Rolle des Staates in einer demokratischen digitalen Gesellschaft (Update)
Update am 16.4.2009: Das Ministerium hat mit einer Absage reagiert.
Ich bin Vater zweier Kinder, hielt aber schon vorher jede Form der Gewalt gegen Minderjährige, gegen Wehrlose, noch spezieller jede Form der sexuellen Gewalt ohne Zustimmung der beteiligten, erwachsenen und zurechnungsfähigen (im Sinne von: nicht unter Drogen stehenden und nur daher „zustimmenden“) Personen und noch viel spezieller jede Form der Gewalt aus kommerziellem Interesse für verabscheuungswürdig und menschenverachtend wie kaum andere Verbrechen. Ich bin weiterhin nicht der Meinung, dass das Internet ein rechtsfreier Raum sein sollte.
Ich glaube aber auch, dass wir ein massives Problem in diesem Land haben, wenn die aktuelle politische Vorgehensweise der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) beim Umgang mit den Herausforderungen für die digitale Gesellschaft unkommentiert bleibt und gar in Gesetzen münden sollte. Weshalb ich eine Gesprächsrunde initiieren möchte.
Read on, my dear…
N-Tweet24 und der Coup auf Madagaskar
Über den Nachrichtenwert von Twitterbeiträgen wird seit Winnenden im Grunde nicht mehr diskutiert, sondern eigentlich nur noch geurteilt. Wer schon immer gegen das Internet, Neuerungen im Allgemeinen oder Twitter im Speziellen war, wer seine Nachrichten lieber auf Laufbändern auf N24 oder N-TV oder dem Videotext bezieht, durfte sich bestätigt fühlen und lautstark zu Wort melden: Der Fehler liege eben doch auch im Medium, Nachrichten auf 140 Zeichen auf Twitter, so der Tenor, das gehe einfach nicht zusammen.
Geht es doch, wenn man es kann. Und wie das geht, zeigt ein Fall, der ob des Amoklaufes in den deutschen Medien so gut wie nicht stattfand: dem unblutigen Coup auf Madagaskar. Was dort nämlich genau passierte, das drang lange Zeit kaum in die Medien außerhalb des Landes vor, unter anderem deswegen, weil in ganz Madagaskar ein AFP-Mitarbeiter quasi die Arbeit für die gesamte Weltpresse zu erledigen hatte.
Read on, my dear…
Hausdurchsuchung bei Wikileaks.de
Der Domaininhaber von Wikileaks.de bekam gestern Abend offensichtlich Besuch von thüringer und sächsischen Polizeibeamten. Grund seien die dort veröffentlichten (australischen und skandinavischen) „Internet-Zensurlisten“, die die deutsche Familienministerin auch Hierzulande durchsetzen will. Ein gutes Timing, das die Beamten da an den Tag legen, denn heute oder morgen findet zum Thema eine Aktuelle Stunde im Bundestag statt.
Die gesamte Aktion sowie das schlampige Protokoll der Durchsuchung, die von der Staatsanwaltschaft Dresden angeordnet wurde, lassen eine ganze Menge Fragen offen. Read on, my dear…
Der Unterschied zwischen “sich im Klo einschließen” und “im Klo eingeschlossen werden”
Oft ist es so: Je besser ich Menschen kenne, desto seltener verlinke ich ihre Web-Beiträge. Das ist zwar ein bisschen richtig (denn wer lässt sich schon gerne Vetternwirtschaft vorwerfen), aber auch irgendwie bescheuert (denn drauf geschissen).
Beiträge von Sascha Lobo machen es mir dabei besonders schwer, denn er ist nicht nur einer unserer Partner bei adnation, sondern auch noch Spreeblick-Autor (mit nur einem einzigen Artikel). Er hat sein eigenes Blog außerdem gefühlt erst vorgestern eröffnet, seine Medienpräsenz kann, ohne sich dabei auf die Zehenspitzen stellen zu müssen, die Erträglichkeitsgrenze berühren, und er hat mehr Twitter-Follower als ich, weswegen ich ihn natürlich eigentlich doof finde.
Aber er hat eine hübsche Replik auf einen zwar ebenfalls schön geschriebenen, aber ein wenig bemüht klingenden Text von Harald Martenstein verfasst. Und dafür kann ich ja nichts.
Notiz an Sascha: Ja, das Telefon, ursprünglich für die Ton-Übertragung von Opern gedacht, wurde nach seiner Erfindung ebenfalls als Untergang der abendländischen Kommunikationskultur betrachtet, genauso wie das Handy, die SMS, Computer generell, das Internet sowieso und vermutlich auch die Postkarte. Dabei fällt mir etwas ein, das ich schon immer mal loswerden wollte: Als ich klein war, beklagten viele Erwachsene, dass Kinder und Jugendliche nicht mehr schreiben würden. Heute schreiben sie wieder und es ist auch nicht richtig. Das prangere ich an.
Amok Koma
Meinem ursprünglichen Drang, sofort nach der gestrigen Ausstrahlung von „Hart aber fair“ zum Amoklauf in Winnenden (ARD, hier die Aufzeichung) meine Gedanken ins Internet zu schreiben, konnte ich widerstehen, ich wollte einen Impuls-Artikel vermeiden. Mein Ärger hat die Nacht jedoch überstanden.
Read on, my dear…
Rotten Media
Es geht wieder los. Kein Ereignis läßt den Ekel der etablierten Medien gegenüber den Neuen so krass aufbrechen wie ein Amoklauf. Haben sich die Zeitungen und Magazine bei der Amokberichterstattung bis vor kurzem noch auf die sogenannten Killerspiele (Entschuldigung) eingeschossen, dann ist es 2009 plötzlich Twitter. So kommt es, dass der Stern noch am selben Tag triumphierend berichten kann:
Wenn der Pöbel gleichzeitig zum Nachrichtenempfänger und Versender wird, bleibt häufig viel auf der Strecke. So werden Suchmaschinen virtuos genutzt und Personen aufgespürt, die den gleichen Namen haben, wie der mutmaßliche Täter. Die Fotos dieser Männer, gefunden bei Xing, Facebook, Myspace und anderen sozialen Netzwerken, werden per Mail oder Twitter verschickt.
Mit seinem Artikel offenbart Autor Gerd Blank nebenbei nicht nur die neuerlernte Unfähigkeit der klassischen Medien ihr kostbarstes Gut, die Glaubwürdigkeit, zu verkaufen, er beschreibt eher, wie @scanlines hinweist, die neuen Methoden seiner Kollegen (das sind die mit dem Kodex). Schließlich liefert Bild.de Namen und Foto des mutmaßlichen Täters, hat SpOn das Elternhaus in einer Klickstrecke und die Süddeutsche gleich eine ganze Biographie des jungen Mannes zur Hand.
Der Guardian gibt seinen Content ins Netz (UPDATE)
Der Guardian hat heute ein Tool veröffentlicht, mit dem Website-Betreiber Guardian-Content auf ihrer Website mit ein paar Einschränkungen veröffentlichen können (nur 5000 API-Zugriffe, Speicherung nur für 24 Stunden, keine Remix-Möglichkeiten). Außer der New York Times fällt mir grade keine andere Zeitung ein, die ihren Content so massiv mit dem Netz verflechtet (was nichts heisst, da gibt es bestimmt noch weitere Beispiele). Sicherlich ein Schritt in die richtige Netzrichtung, ob diese Maßnahmen der Zeitungskrise Paroli bieten können, bleibt allerdings abzuwarten.
[update] Wichtige Anmerkung von Armin:
Du hast einen wichtigen Teil nicht erwaehnt, durch diese Aktion erweitert der Guardian naemlich auch seine Werbeschaltungsreichweite. In dem “Kleingedruckten” (na ja, so klein ist das gar nicht) verpflichtet sich jeder der den Service nutzt auch eventuell eingebundene Werbung des Werbenetzwerks des Guardians unveraendert zu veroeffentlichen.
The Quick Brown – FoxNews-Titel mit Änderungshistorie
The Quick Brown zeichnet die Überschriften (und vor allem ihre Bearbeitungen) der Nachrichtenseite FoxNews.com auf und dokumentiert sie nach einem einfachen Schema. Rot gestrichen sind Wörter, die von den Autoren nachträglich gelöscht wurden und Weiß auf Schwarzem Grund die Hinzugefügten. So simpel.
Aus und vorbei: ZEIT Zuender wird eingestellt
Das Sterben geht weiter: Nach Zoomer brennen auch bei Zuender, dem Online-Jugendmagazin der ZEIT, die Flammen aus. Tut mir leid für alle engagierten Macher.
Man muss langsam wirklich sehr froh darüber sein, sich nicht an die finanzielle Nabelschnur eines großen Hauses gehängt zu haben. Lieber arbeiten wir weiter hart und eben auch an anderen Projekten und agieren dann von mir aus mit knappen Mitteln, als dass uns irgendjemand den Strom abschaltet. Knock on wood.
Update: Hier die offizielle Verlautbarung.
[via]
Nazi-Bands und deren Fans bei Spiegel Online und last.fm
Klickt man bei Spiegel Online in den „Musik“-Kasten am rechten Rand (no pun intended), kann man durchaus, wie der Text verrät, „seine Musik mit SPIEGEL ONLINE hören“, „sein persönliches Radioprogramm zusammenstellen“ und „neue Musik entdecken“, denn hinter dem Klick steckt die Kooperation zwischen last.fm und Spiegel Online.
Und da gibt es einiges zu entdecken. So kommt es dann aber auch, dass Spiegel Online plötzlich und sicher unbeabsichtigt zur Promotionplattform für Nazis und ihre Lieblingsbands wird.
Read on, my dear…
Richard Dawkins: Der Gotteswahn
„Stell Dir jemanden vor, der sich über Biologie auslässt und dessen einzige Kenntnis vom Thema das Book of British Birds ist, und Du hast eine ungefähre Vorstellung davon, was es bedeutet, Richard Dawkins über Theologie sprechen zu hören.“ Das ist leider nicht von mir, das ist von Terry Eagleton. Es trifft den Kern der Sache.
Zoomer zoomt aus, kein Morgen für Tomorrow
(File under: Sehr alberne Überschriften)
Burda stellt Tomorrow ein und Holtzbrinck beendet zoomer.de.
Ich habe keine Ahnung vom Print-Geschäft, aber ich habe mich bei Tomorrow immer gefragt, für wen das sein soll. Für Geeks und Nerds war das Magazin m.E. zu oberflächlich, und der Mainstream findet viele der Themen mittlerweile vermutlich sogar in der Bäckerblume. Ganz abgesehen davon kann man sich fragen, wie sinnvoll ein Internet-Magazin in dieser Form ist – auf Papier.
Bei zoomer ließ mich bei Leseversuchen das immer noch sehr unruhige Layout verzweifeln, jetzt tut das nur noch der kurze Atem: Das ganze Trara vor einem Jahr für nur ein Jahr Geduld? Verrückt.
Online-Journalismus 1981
„Dies ist ein Experiment. Wir möchten herausfinden, was das hier für uns als Redakteure und Reporter, aber auch für den Benutzer zuhause bedeutet. Wir machen das nicht, um Geld zu verdienen. Wir werden vermutlich nicht viel verlieren, aber wir werden auch keine großen Gewinne machen.“
Dieses Zitat stammt nicht etwa vom letzten DLD, sondern von David Cole, der im im Jahr 1981 mit dem „S.F. Examiner“ (heute hier zu finden) eine der ersten Online-Zeitungen startete.
Richard Halloran, geschätzte 70 Jahre alt und einer der wenigen privaten Computer-Besitzer damals, zählt die Vorteile der elektronischen Publikation auf: „Mit diesem System haben wir nicht nur die Möglichkeit, die Nachrichten auf dem Bildschirm zu lesen, sondern wir können sie auch kopieren. Wenn uns etwas interessiert, können wir zurück ins System gehen, die Artikel ausdrucken und sie ablegen. Ich glaube, das ist die Zukunft .“
Fantastischer TV-Bericht von KRON-TV aus dem Jahr 1981 nach dem Klick.
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Bild irrt: Mengele nicht verantwortlich für Stadt der Zwillinge
In Biologie war ich zu Schulzeiten richtig schlecht. Trotzdem haben meine Biokenntnisse gereicht, um zu merken, dass die Meldung von Mengeles erfolgreicher Zwillingszucht in einem brasilianischen Dorf Blödsinn war. Die BILD aber überschlug sich:
In der Kleinstadt Candido Godoi endet seit Mitte der 60er Jahre jede fünfte Schwangerschaft mit der Geburt von Zwillingen! Normalerweise ist es nur jede Achtzigste. Die meisten der Zwillinge sind blond und blauäugig!
Nun haben brasilianische Wissenschaftler der Meldung widersprochen - mit einleuchtenden Argumenten. Read on, my dear…
Auch nach seinem Tod: Nazi-Arzt Mengele kann teuflische Meldungen züchten
In der kleinen brasilianischen Stadt Candido Godoi kommen häufig Zwillinge zur Welt. Manchmal sind sie blond und blauäugig.
Joseph Mengele hat dort einmal als Tierarzt gearbeitet. Ein argentinischer Historiker zählt einen Apfel und eine Birne zusammen und kommt zu dem Schluss: „Könnte ja sein. Herrenmenschenrasse und so.“ Der Telegraph schreibt daraufhin einen raunenden Artikel über Methoden und Kram. Mama’s Baby, Führer’s Maybe.
Im Schweizer Blick wird aus der Nazi-Fantasie:
Jahrelang rätselten Forscher über das Geheimnis von Candido Godoi, einer kleinen Gemeinde in Brasilien: Dort wurden ungewöhnlich viele Zwillinge geboren. Blauäugig und blond. Nicht gerade typisch für Brasilianer. Jetzt ist klar wieso: Der Nazi-Arzt Joseph Mengele steckte dahinter!
Todes-Engel macht blonde Zwillinge - Holocaust doch zu was gut!
Fade out bei Zoomer
Ich möchte nicht diesen Artikel immer und immer wieder schreiben. Und auch diesen nicht. Aber jetzt, da Zoomer zum Verdursten in die Wüste geschickt wird (die Redaktion wird halbiert, was nur die Frage offen lässt: Warum schließt man Zoomer dann nicht gleich?), da wird mir bewusst, dass ich noch nicht ausdrücklich genug auf die absolute Hodenlosigkeit der aktuellen Verleger-Generation hingewiesen habe. Read on, my dear…
VG Wort für Blogger
Seit nunmehr 29 Jahren veröffentliche ich eigene Texte – zunächst als Komponist, später als Autor für Zeitschriften und fürs Radio, seit 2001 als Blogger. Die Tatsache, dass ich es in der ganzen Zeit nicht geschafft habe, in die VG Wort, die „Verwertungsgesellschaft für Sprachwerke“, einzutreten, beweist zunächst einmal meine Faulheit in solchen Angelegenheiten, danach die Komplexität der Antragstellung und nicht zuletzt, dass mir beim Betrachten der Website der VG Wort immer sofort schwindelig wird und ich es daher nicht ohne medizinische Unterstützung bis zum Antragsformular schaffe. Und das alles zusammen bedeutet, dass mir in den letzten Jahrzehnten mit Sicherheit eine fünfstellige Summe entgangen ist.
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Nachtrag: Deutsche Welle Best-of-Blogs Awards 2008
Es ist schon bemerkenswert: da vergibt die Deutsche Welle einen international anerkannten Preis für Blogs und Podcasts aber die deutsche Netzöffentlichkeit nimmt davon kaum Notiz. Der Versuch einer Erklärung nach dem Klick. Read on, my dear…
Rahm Emanuel: Die Saison für Obama-Verschwörungstheorien ist offiziell eröffnet
Langsam füllt sich das Kabinett von Barack Obama und mit Rahm „Rahmbo“ Emanuel (Foto) als Stabschef können die Rufe der Kritiker ad acta gelegt werden, die Obama für „zu weich“ hielten.
Stattdessen bauen US-Verschwörungstheoretiker nun Horrorszenarien auf, in denen vor direkten, wenn auch absurd argumentierten Hitler- und Nazi-Vergleichen nicht haltgemacht wird.
Und das nicht nur, weil man ob der Beliebtheit Obamas bei jungen Wählern bereits die Obama-Jugend in (natürlich) braunen Hemden durch die Straßen Amerikas marschieren sieht, nein, es ist Rahm Emanuel, der im Visier derer steht, die das Ende nahen sehen. Read on, my dear…
WatchBerlin wird eingefroren
Die schon länger zirkulierenden Gerüchte scheinen sich zu bestätigen: WatchBerlin wird eingefroren. Holtzbrinck nimmt die gutgemeinte Totgeburt von den Beatmungsgeräten. Read on, my dear…
Alle Redakteure von Capital, Impulse und Börse Online werden entlassen
Das Journalistensterben geht weiter. Gruner+Jahr entlässt alle Redakteure von Capital, Impulse und Börse Online. Die Entlassenen können sich dann auf neue Stellen bei der noch zu schaffenden G+J Redaktion Wirtschaft bewerben. Read on, my dear…
Die SZ kriecht ihrem Ende entgegen
Vor knapp zwei Jahren habe ich über die Süddeutsche geschrieben: „Die Süddeutsche hat Angst. Die Arme. Noch zwanzig Jahre, dann hat sie es hinter sich.“ Thomas Knüwer vom Handelsblatt hat nun in seinem Blog die E-Mail eines SZ-Ressortleiters an seine Mitarbeiter veröffentlicht, die nahelegt, dass das Ende deutlich früher kommen könnte. Read on, my dear…
Obama-Poster in der BRAVO
Barack Obama ist der erste Politiker, dem die BRAVO ein Poster widmet. (Hier erklärt Chefredakteur Tom Junkersdorf, warum.) Beim deutschen Hang zur Politikerverniedlichung, der dazu führte, dass der Generalsekretär der KPdSU Gorbi genannt wurde - muss man jetzt fürchten, dass Obama zu Obi wird?
(Kulturpessimisten können übrigens beruhigt sein: Thema auf der Startseite von BRAVO.de ist nicht etwa die Finanzkrise, sondern ganz traditionsbewusst: Pickel am Penis! Geht das wieder weg?





