Auf archive.org ist der 11. September 2001 medial vollständig abgebildet. Schon wenn man nur kurz reinschaut, fallen interessante Details auf.
Archiv
Lobo loben
Gestern Abend im Ersten, Sascha Lobo auf- und ausgezeichnet bei Maischberger, für TV-Zuseher unsichtbar kommentarbegleitet via Twitter. Die üblichen Bemerkungen, dass da „nichts bei rausgekommen“ sei, kann ich nicht teilen. Read on, my dear…
Netz gegen Nazis: Interview mit Moritz Müller-Wirth
Am Montag startete Netz gegen Nazis, eine Plattform der Zeit gegen, na, Nazis eben. Interview mit Moritz Müller-Wirth nach dem Dingens.
Privater Monolog um Öffentlich-Rechtliches
Ich: Hast du Quoten, Klicks & Kohle gesehen?
Das andere Ich: Wir beide werden von demselben Sehapparat versorgt.
Ich: Ach ja. Vergesse ich immer. Ich hätte nicht gedacht, dass ich dem Focus einmal recht geben würde - aber diese Sendung war wirklich peinlich.
Das andere Ich: Ich hätte nicht gedacht, dass ich dir einmal recht geben würde. Peinlich war die. Zumindest bis ich eingeschlafen bin. Kannst du nochmal zusammenfassen, um was es ging?
Ich: Du bist so ein Penner. Ok: Ein ARD-Reporter hat einen Beitrag zusammen gestrickt, der belegen soll, dass die Verleger-Lobby die legitime Ausweitung des Sendeauftrags der Öffentlich-Rechtlichen ins Internet verhindert und damit aus dem Netz eine einzige Castingshow macht.
Das andere Ich: Dann war die Sendung zwar peinlich - eine Dauerwerbesendung halt: Aber in der Aussage hatte sie recht.
Diskussion: Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend?
Am Mittwoch habe ich das große Vergnügen, die Podiumsdiskussion Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend? zu moderieren.
Read on, my dear…
Twitter mit ohne Werbung
Die großen US-Technik-Blogs wissen um die Aufmerksamkeit, die sie haben, und sie tun sehr viel dafür, diese zu halten. So ist man mit Spekulationen sehr oft sehr schnell, vielleicht nur um irgendwann behaupten zu können: „Ha! Wir wussten es zuerst!“. Und nur zu gerne linken andere Blogs hinterher. Read on, my dear…
Netzaktivismus - Interview Simon Columbus
Ich fremdel ein wenig mit dem Netzaktivismus; ich fürchte, ich bin da altmodisch. Der „Free Burma“-Kampagne stand ich abwartend bis ablehnend gegenüber: umso spannender war es für mich zu beobachten, wie Simon Columbus quasi im Fahrtwind der Aktion sich in mehr und mehr Projekte verstrickt hat. Zeit für einen kleinen Rückblick.
Guerillakrieg gegen Praktikantenstadl
Das Kommando Tito von Hardenberg hat dem ARD-Magazin Polylux einen Interviewpartner untergejubelt, der in einem Beitrag behauptet, eine Diät mit Hilfe von Speed zu machen, obwohl er gar kein Speed nimmt. Read on, my dear…
Ein kleines mediales Sündenregister
Herdentrieb, Hysterie, Faulheit, Eitelkeit, Vergesslichkeit, Oberflächlichkeit und Gier: Das sind mal interessante Zwischenüberschriften. Vor allem, wenn es um „ein kleines mediales Sündenregister“ geht. Jens Bergmann hat vor einiger Zeit einen sehr spannenden Beitrag zur medialen Qualitätsdebatte verfasst, und im Gegensatz zu den meisten Skandalen, die er als Beispiele anführt, ist der Tenor des Artikels noch immer aktuell. Bloß die Überschrift gefällt nicht: „Schlimmer geht immer“ klingt ein bißchen nach mies übersetztem Hollywoodfilmtitel.
(Ich bin spät dran, ich weiß. Wär aber auch Ironie gewesen, gerade bei einem solchen Thema tagesaktuell zu verlinken.)
[via]
Möchten Sie diese CD mit oder ohne Crack?
Eines Tages wird herauskommen, dass RIAA nicht für „Recording Industry Association of America“ steht, sondern für „Rhetorically Inclined Amusement Association“. Anders kann man sich die Äußerungen von Deborah Robinson und Frank Walters (beide von der RIAA) in dem angeblich offiziellen und von Gizmodo aufgetriebenen RIAA-Trainingsvideo nicht mehr erklären.
Google, Yahoo, Ask - und danach?
Im Grunde ist es schon erstaunlich, dass die zentralen Traffic- und Aufmerksamkeitsverteiler im Internet mit Technologien arbeiten, die im Wesentlichen deutlich älter sind als das Web. Dass die relevanten Informationen in denen im Netz umherschwirrenden Medienformen wie Text, Ton, Bild und Video in Zukunft sehr viel besser gefunden werden müssen als heute, dürfte klar sein. Wem helfen schon 1.653.733 Treffer?
Wie die Zukunft der Suchmaschinen - jenseits von Google & Co. aussehen kann, beschreibt der von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften herausgegebene Tagungsband „Wie arbeiten die Suchmaschinen von morgen? Informationstechnische, politische und ökonomische Perspektiven“. Das 140 Seiten starke und lesenswerte PDF kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
[via]
Wir sind die Wikinder
Vor genau sieben Jahren, am 15. Januar 2001, wurde eine Revolution gestartet: Die Wikipedia ging online.
Was zunächst wie ein chancenloses Projekt einiger Freaks aussah, veränderte im Lauf der folgenden Jahre nicht nur die Online-Welt, denn auch das Geschäftsmodell, die Aktualität und die Glaubwürdigkeit klassischer Enzyklopädie-Verlage mussten überdacht werden. Zudem fiel die Deutungs- und Beschreibungshoheit dieser Verlage und anderer Medien mit der Wikipedia flach, was einigen Unternehmen und Personen noch immer Kopfschmerzen bereitet.
Die Wikipedia gilt zurecht als Vorzeigeprojekt des Mitmach-Webs und sie ist in Diskussionen das sichere Gegenargument, wenn es mal wieder heißt: „Das funktioniert doch nicht!“
Keine Technik, sondern Menschen haben das Leben und Arbeiten von Millionen anderer Menschen verändert, und über die soziologischen Effekte der immer und überall bereitstehenden Wikipedia auf Handys und ähnlichen Geräten werden wir in den kommenden Jahren sicher noch viel lesen.
Denn wir sind die Wikinder.
Zum Geburtstag: Dankeschön!
Blogger vs. Journalisten
Es dürfte keinem Blogleser entgangen sein, dass vor wenigen Tagen eine brisante aufregende interessante erhellende Podiumsdiskussion mit Journalisten und Bloggern stattgefunden hat. Spreeblick zeigt die Zusammenfassung als Video nach dem Klick.
Die Süddeutsche ist verkauft
Die Süddeutsche Zeitung ist von der Südwestdeutschen Medienholding übernommen worden. Die taz ahnte es schon am 12.12.:
Nach Insidermeinung läuft der Verkauf aber stark auf eine „südwestdeutsche Lösung“ zu: Zwischen der SWMH und der SZ gibt es über die bereits bestehende Beteiligung hinausgehende Bande: Der Ulmer Verleger Eberhard Ebner ist über die Vereinigung württembergischer Verleger einer der Hauptgesellschafter der SWMH - und mit der SZ-Verlegerfamilie Friedmann gut bekannt. Ebner gilt als die treibende Kraft hinter der SWMH-Übernahmepolitik: Ein beinahe zusammenhängender Verbreitungsraum von Bayern bis Baden-Württemberg böte Wachstumschancen, auch für die SZ.
Schleichende Werbung: Der Unterschied zwischen Andrea Kiewel und Reinhold Beckmann
Blogmedien, das Blog von Horst Müller, Professor für Redaktionspraxis im Fachbereich Medien an der Hochschule Mittweida, schrieb schon am 28. Januar, was jetzt die Runde macht. Dass nämlich Andrea Kiewel die Runde vom Dienst aus professionellen Gründen gab.
Ein Gütesiegel für den Journalismus?
Selten habe ich so gelassene, unaufgeregte und daher wohltuende Zeilen zum Thema Journalismus und (u.a.) Blogs gelesen wie in der aktuellen FTD-Kolumne von Peter Ehrlich. Zeilen, die mich sogar darüber nachdenken ließen, ob das von ihm geforderte Gütesiegel für Journalisten jeder Art bzw. eine freiwillige Akzeptanz der Regeln und Standards eines ggf. neu zu gründenden Medienrats vielleicht eine sinnvolle Idee sein könnten. Obwohl ich denke, dass Ehrlich die Lösung für die von ihm beschriebenen Herausforderungen in seinem Text selbst beschreibt:
Ein bisschen Hass muss sein
Das UNICEF Foto des Jahres ist ein bedrückendes Dokument. Es zeigt den 40 Jahre alten (aber älter aussehenden, Standesämter sind in Afghanistan nicht übermäßig genau) Mohammed F. mit seiner elfjährigen Verlobten. Ein beinahe ebenso bedrückendes Dokument ist der Artikel, den der niederländische Autor Leon de Winter für Spiegel Online verfasst hat.
Ein modernes Vorbild
Ich kannte mal einen jungen Mann, der war an seinem VWL-Studium gescheitert.
Read on, my dear…
Sicher ist gar nichts
Gerade wollte ich diese Satire, die einen ganz normalen Tag im Präventionsstaat schildert, mit dem Hinweis verlinken: Wem das zu weit hergeholt erscheint, der lese sich diesen Artikel bei der morgen durch.
Read on, my dear…
Journalistische Recherchekunst
Mercedes Bunz, Chefredakteurin des Tagesspiegel-Online, schreibt für Spreeblick. Steht in der Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau.
Read on, my dear…
Klick dich doch selber
Qualitätsmedien unterscheidet von Blogs, dass sie alles in gleichbleibender Qualität abliefern.
Read on, my dear…
Bilder von der Demo gegen Vorratsdatenspeicherung
Videoimpressionen und Bericht folgen, wenn nichts dazwischenkommt. Hier erst einmal ein paar Bilder.
Update
Video und Links zu viel mehr Bildern und Berichten.
Read on, my dear…
Stefan Niggemeier erneut von Callactive abgemahnt
Würde ich einen Film über Stefan Niggemeier drehen, dann hätte er den Titel 7 1/2 Stunden.
Read on, my dear…
Die üblichen Verächtlichen
[...] und auf seiner Homepage watet man durch das internetübliche Gebräu aus Verschwörungstheorie, Antisemitismus und Größenwahn.
Ach, Süddeutsche. Muss es denn immer das zeitungsübliche Gebräu aus breitgetretener Unwissenheit, überheblichem Unterlegenheitsgefühl und Blößenwahn sein?
O Broder Where Art Thou?
Ich finde die vielen hauptamtlichen Aufreger nur noch lächerlich.
Ein Satz von Henryk M. Broder, dem ich vorbehaltlos zustimme.
Broder, so heißt es immer, sei polarisierend. Polarisierend ist ein Wort, dass man zu jeder Gelegenheit benutzen kann, und ganz gerne werden in dem Zusammenhang auch noch einige Substantive (Kämpfer + Synonyme), und Adjektive (streitbar, temperamentvoll, kritisch + Synonyme) eingeflochten. Kurzum, Broder ist Knut in erwachsen. Markwort sieht das anders und stellt den Broder in eine Ahnengalerie mit Ulrich von Hutten und Martin Luther, Lessing und Lichtenberg, Schopenhauer und Tucholsky. Was soll man dazu noch sagen.
Read on, my dear…

