Archiv

12

Interview mit Tim Pritlove, Podcaster

Tim Pritlove – für die, die noch Nichts von ihm gehört haben – ist freier Medienproduzent und aktives Mitglied des CCC. In regelmäßigen Abständen produziert er die Podcastformate: Chaosradio Express, Mobile Macs und NSFW. Seit November 2010 steht auch der Raumzeit-Podcast in seinem Portfolio.

Auf der re:publica 2011 hat Tim einen Talk zum Thema „Podcasts und Radio als Werkzeuge der Öffentlichkeitsarbeit“ gehalten. An der Diskussion zum Thema „Social Payment und Crowdfunding“ war er ebenfalls beteiligt.

Im Interview sprach er mit uns natürlich übers senden im Netz und die gesellschaftliche Early Adopter-Funktion der Netzgemeinde.

Interview: Lili Masuhr, Kamera & Schnitt: Gunnar Weber

Weitere Interviews dieser Reihe:
Interview mit Noha Atef, Journalistin und Bloggerin
Interview mit Jaclyn Friedman, Autorin und Aktivistin
Interview mit Kübra Gümüsay, Bloggerin
Interview mit Peter Sunde (Flattr)
Interview mit Philipp Schäfer (IDEO)

29

Interview mit Jaclyn Friedman, Autorin und Aktivistin

Jaclyn Friedman ist Gründerin und Geschäftsführerin von Women, Action & the Media, einer Organisation, die sich für Geschlechtergerechtigkeit in den Medien einsetzt und diese fördert. Ferner engagiert sich Friedman bereits seit ihrer Studienzeit aktiv für eine Schärfung des Sicherheits- als auch Rechtsbewusstseins im Kontext sexueller Übergriffe und hat hierzu unter anderem auch die Anthologie “Yes Means Yes: Visions of Female Sexual Power and a World Without Rape” mitherausgegeben.

Auf der re:publica 2011 beschrieb die begeisterte Twitter-Nutzerin in ihrem Vortrag “How Feminist Digital Activism Is Like the Clitoris” am Beispiel von Twitter-Kampagnen wie #mooreandme, #prataomdet oder #dearjohn, inwieweit sich digitale Medien auch erfolgreich im Rahmen des feministischen Aktivismus nutzen lassen und gleichzeitig dazu dienen können, eine aktive Community aufzubauen.

Im Interview mit ihr sprachen wir außerdem darüber, wie sie Klischeevorwürfen gegenüber Feministinnen begegnet, ob sich der amerikanische vom europäischen Feminismus unterscheidet und welche Rolle digitale Medien spielen können, um gegen die Sexualisierung in Standard-Medien anzugehen. Read on my dear…

11

Interview mit Kübra Gümüsay, Bloggerin

Interview mit der Bloggerin Kübra Gümüsay von Ein Fremdwörterbuch, über Pluralismus innerhalb der deutschen Blogosphäre, sowie deren Zustand aus Kübras Sicht.

Kamera: Gunnar Weber, Interview: Lili Masuhr, Schnitt: Nico Roicke

Weitere Interviews dieser Reihe:
Interview mit Noha Atef, Journalistin und Bloggerin
Interview mit Tim Pritlove, Podcaster
Interview mit Jaclyn Friedman, Autorin und Aktivistin
Interview mit Peter Sunde (Flattr)
Interview mit Philipp Schäfer (IDEO)

6

Interview mit Peter Sunde (Flattr)

Interview mit Peter Sunde, Mitgründer von Pirate Bay und Flattr über Flattr, Bloggen und die re:publica XI.

Kamera: Gunnar Weber, Interview: Lili Masuhr, Schnitt: Nico Roicke

Weitere Interviews dieser Reihe:
Interview mit Noha Atef, Journalistin und Bloggerin
Interview mit Tim Pritlove, Podcaster
Interview mit Jaclyn Friedman, Autorin und Aktivistin
Interview mit Kübra Gümüsay, Bloggerin
Interview mit Philipp Schäfer (IDEO)

35

Twittergate

Dieses Video muss der Vollständigkeit halber auch hier erscheinen: Gestern machte dieser Clip die Netzrunde, in dem sich der unglaublich gelassen bleibende stellvertretende Regierungssprecher Dr. Steegmans den bohrenden Fragen der Hauptstadtjournalisten stellt.

Die Journalisten waren empört darüber, dass Regierungssprecher Steffen Seibert über den Twitter-Account @RegSprecher die Meldung eines USA-Besuchs der Kanzlerin verbreitet hatte. Und zwar bevor diese Meldung per Mail oder Fax an die Journalisten ging.

Selbige bewiesen dann in 20 Minuten (die sich wie 60 anfühlen – Minuten, meine ich) zwar ihr gesamtes investigatives Können, den Respekt erntet jedoch Dr. Steegmans. Mit Recht.

Mehr Kommentare und Quellen:
Carta und nochmal Carta
Thomas Knüwer
Thomas Wiegold
Spiegel Online

11

Facebook ≠ Politik

In der vergangenen Woche gabe es einigen Wirbel um die Facebook-Seite(n) von Guttenberg-Unterstützern. Hunderttausende LIKEs, Fans, Friends, whatever: Kann das denn sein?

Peter Berger, Sascha Lobo und andere nahmen sich des Themas ausführlicher an, Saschas Call for Crowd Action brachte innerhalb weniger Stunden knapp tausend Mitmacherinnen und Mitmacher auf den Plan und versuchte, anhand der abgegebenen Zahlen Systematiken zu erkennen, Rückschlüsse darauf, ob die Pro-Guttenberg-Seiten manipuliert sein könnten.
Read on my dear…

4

Richard Gutjahr rechnet ab

Ende Januar flog Richard Gutjahr nach Kairo, um von dort zu berichten. Als Blogger, als Journalist, aus Interesse und Neugier. Und vor allem: Ohne großes Geld.

Finanzielle Unterstützung für den kurzzeitig angesetzten Trip kam jedoch u.a. von anderen Bloggern und aus dem Twitterversum, und nun rechnet Gutjahr detailliert ab. Und zeigt: Zumindest musste er nicht an Omas Sparstrumpf, und wäre nicht der Großteil der Einnahmen für Roaming-Gebühren drauf gegangen, wäre sogar ein Honorar drin gewesen (was, nebenbei gesagt, auch das Ziel sein muss, denn die Kostendeckung allein füttert niemanden auf Dauer durch).

Sein Fazit:

Auch wenn ich natürlich weiß, dass sich nicht jede Story durch Spenden refinanzieren lassen wird, hat mir diese Reise doch gezeigt, dass die Mär von der angeblichen Kostenlos-Kultur im Internet nichts weiter ist, als eine faule Ausrede, um sich selbst nicht verändern zu müssen.

19

Wolfgang Blau über Mythen der Journalismus-Debatte

Da atmet man doch auf als Beobachter der Forderungen nach einem Leistungsschutzrecht für Presseverlage und des Unsinns, der bei Fragen zur Zukunft des Journalismus’ oft auftaucht:

Wolfgang Blau war als Chefredakteur von ZEIT Online vor einigen Tagen vom Ausschuss „Kultur und Medien“ des Bundestages zum Thema “Zukunft des Qualitätsjournalismus” eingeladen, räumte in wenigen Minuten mit einigen kursierenden Mythen auf und braucht dringend eine neue Krawatte.

Etwas mehr zum Vortrag (nicht zur Krawatte) bei Carta.

11

Julian Assange: Beschwerde gegen Auslieferungsurteil

Die Auslieferung von Julian Assange nach Schweden ist gerichtlich beschlossen (Live-Blog des Guardian, Text des Urteils). Assange hat nun sieben Tage Zeit, gegen das Urteil Beschwerde einzulegen und sagte nach dem Prozess, dass seine Anwälte von dieser Möglichkeit auf jeden Fall Gebrauch machen werden. Wird keine Beschwerde eingereicht, wird der Wikileaks-Kopf innerhalb von zehn Tagen nach Schweden ausgeliefert.
Read on my dear…

8

Eva Horn über Wikileaks

Der erste Tag nach dem Urlaub beginnt immer (als wäre das etwas, das mir regelmäßig passiert…) mit dem Sortieren von Mails und der Lektüre halbwegs aktueller Leseempfehlungen aus dem Feed- und Tweet-Reader. Gerade gelesen: Das interessante ZEIT-Interview mit der Kulturwissenschaftlerin Eva Horn zum Thema Wikileaks.

[via]

116

Internationale

fc internationale

Speziell seitdem unsere Jungs im Verein kicken, bin ich regelmäßiger Zeuge sinn- und wirkungsvoller und vor allem ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Berlin. Und bekomme direkt mit, wo es überall an Geldern und Trainingsmöglichkeiten fehlt und welche Vereine in den Wintermonaten mal wieder ohne Halle sind. Das ist ein altes Trauerspiel in dieser Stadt, man hat sich damit arrangiert und es gelingt dennoch, die Berlinerinnen und Berliner aus Dutzenden Ursprungsnationen zu großartigen Turnieren zusammen und Eltern ins Gespräch zu bringen. Den Kindern ist eh schnuppe, aus welchem Land die Familie eines Freundes stammt, solange er Tore schießt und eine Meinung zu neuesten Musik-, Videogame- oder Kino-Entwicklungen hat.

Die kaputten Fenster einer Sporthalle zu sehen, die sich die Renovierung gerade nicht leisten kann, und wenig später lesen zu müssen, dass Thilo Sarrazin (der Mann, dessen Politik und Polemik mehr als einmal für zerbrochene Fenstern verantwortlich war), sein von einer unfassbaren Medien-PR-Unterstützung begleitetes Gen-Geschwafel voller gefälschter Zahlen und rassistischer Unterstellungen in 2010 an über 1,2 Millionen Sensationsgierende verkaufen konnte, was ihn zum mehrfachen Millionär gemacht haben dürfte… das ist erschütternd und treibt mir in schwachen Momenten die Tränen in die Augen.

Dieses Deutschland, das solche Leute feiert, dieses gestrige, hässliche, modernisierungsunfähige, verschlossene, verängstigte, visionslose, hasserfüllte und zynische Deutschland, es kann sich von mir aus lieber heute als morgen abschaffen. Es war nie meines und wird es nie sein und ich werde weiterhin versuchen, meinen Kindern, ihren Freunden und deren Eltern zu zeigen: Es gibt noch ein anderes.

29

Dieses Video melden, es fördert Terrorismus

youtube

Falls jemandem ein Video auffällt, dessen Darsteller selten aus dem Haus gehen, eine fremde Sprache sprechen und nachts Zuschauer empfangen: Bitte sofort melden! Unter jedem YouTube-Video gibt es jetzt für „Terrorismus-fördernde Inhalte“ eine speziell dafür vorgesehene Schaltfläche.

[via]

blogoscoop