
Speziell seitdem unsere Jungs im Verein kicken, bin ich regelmäßiger Zeuge sinn- und wirkungsvoller und vor allem ehrenamtlicher Integrationsarbeit in Berlin. Und bekomme direkt mit, wo es überall an Geldern und Trainingsmöglichkeiten fehlt und welche Vereine in den Wintermonaten mal wieder ohne Halle sind. Das ist ein altes Trauerspiel in dieser Stadt, man hat sich damit arrangiert und es gelingt dennoch, die Berlinerinnen und Berliner aus Dutzenden Ursprungsnationen zu großartigen Turnieren zusammen und Eltern ins Gespräch zu bringen. Den Kindern ist eh schnuppe, aus welchem Land die Familie eines Freundes stammt, solange er Tore schießt und eine Meinung zu neuesten Musik-, Videogame- oder Kino-Entwicklungen hat.
Die kaputten Fenster einer Sporthalle zu sehen, die sich die Renovierung gerade nicht leisten kann, und wenig später lesen zu müssen, dass Thilo Sarrazin (der Mann, dessen Politik und Polemik mehr als einmal für zerbrochene Fenstern verantwortlich war), sein von einer unfassbaren Medien-PR-Unterstützung begleitetes Gen-Geschwafel voller gefälschter Zahlen und rassistischer Unterstellungen in 2010 an über 1,2 Millionen Sensationsgierende verkaufen konnte, was ihn zum mehrfachen Millionär gemacht haben dürfte… das ist erschütternd und treibt mir in schwachen Momenten die Tränen in die Augen.
Dieses Deutschland, das solche Leute feiert, dieses gestrige, hässliche, modernisierungsunfähige, verschlossene, verängstigte, visionslose, hasserfüllte und zynische Deutschland, es kann sich von mir aus lieber heute als morgen abschaffen. Es war nie meines und wird es nie sein und ich werde weiterhin versuchen, meinen Kindern, ihren Freunden und deren Eltern zu zeigen: Es gibt noch ein anderes.




Um sich dem von einigen Verlagen geforderten „Leistungsschutzrecht für Verlage“ entgegen zu stellen, hat sich IGEL formiert, die „Initiative gegen ein Leistungsschutzrecht“. Heute geht die Website der von Till Kreutzer initiierten Initiative unter 






