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Archiv

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Rettungsanker Haiti: 5000-Euro-Ziel in wenigen Stunden erreicht, schaffen wir 10000?

Ihr habt es so gewollt. Wir erhöhen auf 10.000.

Ich wusste bis vor wenigen Stunden nicht, wieviel mehr Spaß es macht, gemeinsam zu spenden, als allein: Innerhalb von rund vier Stunden habt ihr 5.000 Euro für Haiti locker gemacht, die den Hilfskräften zugute kommen. Darum erhöhen wir das zu erreichende Ziel einfach frech auf 10.000 Euro, vielleicht kann man ja übers Wochenende noch ein paar Leute motivieren. Dabei ist es natürlich völlig egal, wieviel es am Ende sein wird, denn jeder Euro hilft und wir haben schon ein paar tausend davon (und sind ja auch nicht die einzigen, die sammeln).

Man kann nur hoffen, dass die Probleme vor Ort in Haiti gelöst werden können, damit Rettungsperonal und Hilfsgüter zu denen kommen, die sie dringend benötigen. Die Angst und Panik, aber auch die Wut der Überlebenden, die sich allein gelassen fühlen, nimmt offenbar dramatisch zu.

Dankeschön an euch alle für das Gelingen dieser Aktion!

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Rettungsanker Haiti – So kann man ohne Geld helfen

Das ist der Hammer: In zwei Stunden kamen schon zwei Tausender bei unserer Spendenaktion zusammen, mit dem Tempo hatte hier wirklich niemand gerechnet. Vielen Dank dafür an die bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer und Danke auch an alle Retweeter, zu denen auch einige größere Medien gehören, das hilft sehr!

Dieses Tempo wird man natürlich nicht durchhalten können (obwohl mich jetzt der Ehrgeiz gepackt hat, die 5.000 an nur einem Tag zu schaffen …), weshalb weiter getwittert und verlinkt werden darf. Diejenigen, die gerade auf jeden Euro achten müssen, können der Aktion auch ohne Spenden helfen, durch die Verbreitung nämlich oder durch das Starten einer eigenen Aktion.

helpedia bietet dafür zwei Widgets an, die man auf dem eigenen Blog integrieren kann, den Code dafür und auch die Infos, wie man eine eigene Aktion an den Start bringt, gibt es nach dem Klick.
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Google, Google über alles?

Ich gehöre sicher nicht zu denjenigen, die Google generell für „böse“ halten oder hinter jedem Eingabefeld eine Verschwörung vermuten, ich halte das Geschäftsmodell des Unternehmens aus Mountain View für relativ transparent (im Gegensatz zu einigen anderen) und auch, wenn man es nicht unbedingt toll finden muss, für hochspannend. Google ist ziemlich clever, das müssen selbst Kritiker eingestehen und das macht einen großen Teil der Faszination aus.

Aber einiges dessen, was ich heute an Begeisterung für Googles Strategieänderung in China gelesen habe, sorgt mich fast mehr als die Datensammlungen von Google.
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Jugendmedienschutz-Staatsvertrag: Neuer Entwurf

Alvar Freude hat den „Entwurf für eine Überarbeitung des Jugendmedienschutz-Staatsvertrages (JMStV)“ (PDF) veröffentlicht und ahnt schlimmstes:

In dem Entwurf werden zum Beispiel die Kontroll-Pflichten für Soziale Netzwerke oder allgemein User Generated Content deutlich ausgeweitet und er legt auch nahe, dass Zugangs-Provider für fremde (ausländische) Inhalte die Verantwortung tragen sollen. Also: Internet-Sperren durch die Hintertür?

Alvar bittet darum, das Dokument mit vereinten Kräften zu analysieren und sammelt die Ergebnisse in den Kommentaren zu seinem Artikel.

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Google erwägt Rückzug aus China [Updates]

Als Google im Januar 2006 die chinesische Version seiner Suchmaschine startete, hagelte es Proteste. Denn für jedes Unternehmen bedeutet ein Engagement in China auch die Kooperation mit den Behörden, im Fall von Google die Zustimmung zur Zensur größtenteils regierungskritischer Inhalte.

Google verteidigte seinen damaligen Schritt und drückte die Hoffnung aus, ein bisschen Internet sei besser als gar keines und nur die Kooperation (im Gegensatz zur Isolation) könne im Lauf der Zeit für Verbesserungen sorgen. Man behalte die Entwicklungen im Auge und sich strategische Änderungen vor. Nun scheint es soweit gekommen zu sein, dass Google seinen Ansatz revidieren muss: Öffentlich denkt das Unternehmen über einen Rückzug aus China nach.
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Mündliche Verhandlung der Klage gegen die Vorratsdatenspeicherung vor dem BVerfG

Im Sitzungssaal des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe ist gleich Mittagspause, ab um 15 Uhr geht sie dann weiter, die mündliche Verhandlung der Verfassungsbeschwerde gegen die Vorratsdatenspeicherung in Abwesenheit von Klägerin und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger. Vor Ort twittert der AK Vorrat und Netzpolitik.org ist wie immer der Knoten an dem alle weiterführenden Infos zusammen laufen. Eine endgültige Entscheidung der Verfassungsrichter wird frühestens in den ersten Monaten des kommenden Jahres erwartet.

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Wie das Geschäft mit Abmahnungen funktioniert

Daniel Flachshaar hat für die Piratenpartei einen äußerst spannenden Artikel recherchiert, der das Geschäftsmodell für Abmahnungen bei angeblichen Urheberrechtsverletzungen darlegt.

Welche Unternehmen und Kanzleien sich dabei besonders kreativ zeigen, warum es auf Basis dieses Modells für Rechteinhaber äußerst lukrativ sein kann, ihre Werke bewusst via Filesharing zu vertreiben, und wie sich betroffene Abgemahnte am besten verhalten sollten, kann man hier nachlesen.

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Idee für eine neue Soap: Gute Seiten, schlechte Seiten

Ich hatte gerade eine super Idee für eine TV-Soap, eine Art Politik-Sitcom mit einem Hauch Nahzeit-Science-Fiction und ich muss diese Idee unbedingt aufschreiben, damit ich sie nicht vergesse. Die Serie, Arbeitstitel „Gute Seiten, schlechte Seiten“, soll wegen der höheren Identifikationsmöglichkeit in Deutschland spielen, und der Grundplot ist schnell erzählt:
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Lawrence Lessig über Bildung, Wissenschaft und Urheberrechte und alles

Lawrence Lessig hat mich mal wieder. Wenige Redner schaffen es, komplexe Zusammenhänge in dramaturgisch so gut gestrickte Geschichten zu packen, wie es Lessig tut. Dabei muss man ständig aufpassen, dem Erzählstil nicht vollends zu verfallen und dabei unter Umständen kausale Fehler oder Ungereimtheiten zu übersehen, doch es lohnt sich immer, dem Mann zuzuhören, denn am Ende bleiben Argumente hängen, die man in eigenen Debatten gut gebrauchen kann.
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Internet-Zensur durch die Hintertür?

Die aktuelle Presserklärung des AK Zensur gibt es auf der Seite des Arbeitskreises und auch hier. Nach dem Klick.
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So stellen sich Regierungen Copyright-Schutz vor

Laut boingboing.net sind geheime Details zur Durchsetzung von Urheberrechten aus dem geplanten multilateralen Handelsabkommen ACTA (dem künftigen Nachfolger des TRIPS-Abkommen, mit dem ich es hier schon einmal zu tun hatte) durchgesickert (via und via). Das wird nicht lustig. Drei Beispiele:

Provider sollen vorbeugend dafür sorgen, das online gestelltes Material keine Rechte verletzt.
(Viel Spaß dann mit Social Networks und Co.)

Rechteverletzern soll pauschal durch die Provider der Internetzugang entzogen werden.
(Klingt sehr verhältnismäßig)

Daten, bei denen der Verdacht (und nur der Verdacht) auf Copyrightverletzung besteht, sollen gelöscht werden.
(Wie war das mit der Unschuldsvermutung?)

Ich halte eine völlige Abschaffung des Copyrights für keine gute Sache. Menschen sollen auch von ihren geistigen Werken leben können. Nicht jeder ist zum T-Shirt-Verkäufer geboren. Aber wer sich so etwas wie oben ausdenkt, will keine Kompromisse finden, der will den Krieg. Und nun zurück zu Moral Panics and the Copyright Wars, dem neuen Buch von William F. Patry.

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William Patry: Moral Panics and the Copyright Wars

Ars Technica hat einen interessanten Artikel über Moral Panics and the Copyright Wars, das neue Buch von William F. Patry. Patry ist US-amerikanischer Copyright-Anwalt, hat maßgeblich am amerikanischen Copyright-Law mitgeschrieben und berät Google in Urheberrechtsfragen. In diesem Zusammenhang ist es gut zu wissen, dass von ihm Sätze stammen wie dieser:

„The Copyright Wars and the recent grotesque expansion of rights and remedies should be regarded as a legal equivalent of the subprime mortgage crisis: cancers on our system that were foreseeable and preventable but for greed, a failed ideology that the unregulated private pursuit of profit is also in the best interest of the public, and worldwide lack of political courage to admit to and take responsibility for the damage caused by copyright laws that harm rather than serve the public.“

Patry bloggt hier, für sein neues Buch gibt es jedoch ein eigenes Blog.

Ich habe das Buch bereits bestellt, wer es ebenso tun möchte, kann gerne unseren Amazon-Partnerlink benutzen und uns damit ohne Aufpreis eine Beteiligung zukommen lassen. Dankeschön!

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Journalistin lässt Blog abmahnen, fordert 1.200 Euro Schadensersatz für Textzitate [Updates]

Update 23:50 Uhr Es kam gerade aufgrund dieses Artikels ein erstes Signal der möglichen Entwarnung. Sobald diese offiziell ist, gibt es ein weiteres Update.

Update Freitag mittag: Die Stellungnahme von Frau Schweitzer.

Die ehemalige Unterstützerin der Hausbesetzerszene und heutige Journalistin Eva C. Schweitzer (die hier für die taz „bloggt“) pendelt häufig zwischen ihrem Studio in Manhattan und ihrer Altbauwohnung in Prenzlauer Berg. Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie albern, steht aber so in ihrer Biografie.

Was dort nicht steht: Zwischen dem Pendeln bleibt Frau Schweitzer noch Zeit, ihren Anwalt damit zu beauftragen, von einem Weblog 1.200 Euro Schadensersatz für ein Zitat aus einem ihrer Texte zu fordern.
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So könnte ein Netz-Zugang ohne Netzneutralität aussehen

reddit-Nutzer quink hat visualisiert, wie unsere Netz-Zugänge aussehen könnten, würde die Netzneutralität fallen, und er macht damit klar, warum Provider und andere ein Interesse daran haben könnten. Wer das Thema bis jetzt nicht verstanden hat, sollte mit dieser Grafik klarer sehen können.

Hier gibt es das ganze Bild.

[via, via]

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Privatkopien von MP3s sind verfassungskonform

So richtig rund läuft es für die Musiklabels gerade nicht im Urheberrechtsstreit. Die neue Regierungskoalition schließt in ihrem Koalitionsvertrag Netzsperren im Kampf gegen Urheberrechtsverletzungen aus und das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat eine Verfassungsbeschwerde von „Unternehmen der Musikindustrie“ gegen die digitale Privatkopie zurückgewiesen, wie das Gericht heute per Pressemitteilung verlautbarte.

Die Beschwerdeführer hatten argumentiert, dass die digitale Privatkopie ihr Eigentumsgrundrecht gemäß Artikel 14, Absatz 1, des Grundgesetzes verletze.

In der bereits am 07.10. getroffenen Entscheidung des BVerfG stehen zwar in erster Linie formale Gründe (die Beschwerde kam zu spät) für die Zurückweisung, allerdings schreiben die Richter auch, dass die Umsatzeinbußen der Musikindustrie durch digitale Privatkopien bei der Einführung der gesetzlichen Erlaubnis dieser Kopien 2003 schon bekannt waren und in der Gesetzesfindung berücksichtigt wurden.

[via]

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The Pirate Bay am Ende

Der niederländische Anti-Piraterie-Verband BREIN hat gestern einen Prozess gegen drei Betreiber der BitTorrent-Suchmaschine The Pirate Bay gewonnen. Nach dem Urteil des Amsterdamer Gerichts müssen Peter Sunde, Fredrik Neij und Gottfrid Svartholm als Pirate-Bay-Verantwortliche binnen dreier Monate jene Torrent-Dateien von ihrer Website löschen, die auf urheberrechtlich geschütztes Material verweisen. Bei Zuwiderhandlung droht den drei Männern eine tägliche Strafzahlung von je 5.000 Euro. Eine Liste der zu löschenden Dateien wird von BREIN erstellt. Weiterhin muss der Zugang zu allen Domains von The Pirate Bay für niederländische Nutzer gesperrt werden. Read on my dear…

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CIA beobachtet Blogs, Foren, Twitter

WIRED berichtet, dass In-Q-Tel, das Beteiligungsunternehmen der CIA, in Visible Technologies investiert hat. Visible beobachtet auf rund einer halben Million Websites sogenannte „Open Source Information“, also jene Information im Netz, die frei zugänglich ist. Geschlossene Netzwerke wie Facebook bleiben derzeit verschont, aktuell überwacht Visible Blogs, Foren, Flickr, YouTube, Twitter und Amazon-Kommentare und sortiert und wertet die Ergebnisse bisher in erster Linie für Unternehmen aus.
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Relevanz-Tanz [Update]

Wenn man sehr, sehr gelangweilt ist, kann man sich einen Dartpfeil auf den Fuß fallen lassen, um zu testen, ob er steckenbleibt, oder Löschdiskussionen bei der Wikipedia verfolgen. Beides kann schmerzhaft sein, aber das mit dem Dartpfeil macht mehr Spaß.

Um die Relevanz eines Themas geht es in diesen Diskussionen, um die Frage, ob eine Person, ein Unternehmen, ein Begriff überhaupt Erwähnung finden sollte in der freien Enzyklopädie. Aktuell hat (unter vielen anderen) den Verein MissbrauchsOpfer Gegen InternetSperren (MOGiS) eine Löschdebatte erwischt. MOGiS hat sich durch seinen Vorstand Christian Bahls unter anderem mit einer von ihm beauftragten Studie einen Namen im Kampf gegen Internetsperren gemacht – einige Wikipedianer finden das irrelevant, andere nicht.

Über die Relevanzkriterien, über Inkludisten und Exkludisten und über die Zukunft der deutschen Wikipedia hat sich pavel lesenwerte Gedanken gemacht:

Man könnte glatt den Eindruck bekommen, dass die Wikipedia von pensionierten Beamten übernommen wurde. Vielleicht steckt aber auch in vielen Deutschen, die das hiesige Bildungssystem durchlaufen haben und von Beamten ausgebildet wurden, im Kern ein preussischer Beamter.

Der ganze Text:
99% aller Deutschen sind irrelevant

[via]

Update Fefe berichtet von der Löschung des Zensursula-Artikels.

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Wo ist der Haken?

Netzsperren auf Eis, keine Three Strikes in Deutschland, die elektronische Gesundheitskarte gestoppt … und gerüchteweise sollen Katzenbilder demnächst unter Artenschutz stehen.

Im Ernst: Was’n da los bei den Koalitionsverhandungen?
Da kommt doch noch ein großes ABER? Oder?

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Herzlichen Glückwunsch: BigBrotherAward für Dr. Ursula von der Leyen

Am Freitagabend wurde in Bielefeld der BigBrotherAward 2009 in der Kategorie „Politik“ an Dr. Ursula Gertrud von der Leyen, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, verliehen.

Die gesamte Laudatio von Alvar Freude nach dem Klick.
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