Gestern Abend im Ersten, Sascha Lobo auf- und ausgezeichnet bei Maischberger, für TV-Zuseher unsichtbar kommentarbegleitet via Twitter. Die üblichen Bemerkungen, dass da „nichts bei rausgekommen“ sei, kann ich nicht teilen. Read on, my dear…
Archiv
Albert Hofmann ist tot
Vor zwei Jahren gratulierten wir dem Entdecker des LSD, Albert Hofmann, zum 100. (Geburtstag, nicht Trip). Heute erscheint sein Name wieder bei Spreeblick, denn Hofmann ist gestern im Alter von 102 Jahren verstorben. Und ich grübel weiter.
Gipfel indeed
Das hätte ich ab jetzt gerne wöchentlich: Karl Lagerfeld beim ADC-Dingsbums im „Interview“ mit Amir Kassaei. Jeder Satz ein Klassiker. Kann das bitte jemand transkribieren und dann in kleinen Häppchen twittern? Einfach so? Zur allgemeinen Unterhaltung?
[via]
Al Gore updated @ TED 2008
Das bemerkenswerteste an Davis Guggenheims Al Gore-Dokumentation „An Inconvenient Truth“ fand ich damals fast die Aussage eines Skeptikers, der nach dem Film kein Skeptiker mehr sein wollte (der amerikanische Klimawandel-Skeptiker Michael Shermer schrieb nach der Rezeption des Films einen Artikel für „Scientific American“: „An Inconvenient Truth shocked me out of my doubting stance“, das Zitat ist mittlerweile bei Wikipedia verschwunden. Web 2.0, pöh).
Jetzt hat Al Gore seinen Vortrag für die TED-Konferenz im März 2008 aktualisiert und erklärt in einer halben Stunde, warum es Mitte April schneit. Video nach dem Schnee der Sonne dem Regen.
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Frontline: Bush’s War
Der von uns mehrfach gelobte Dokumentationskanal Frontline zeigt zum fünften Jahrestag der Irak-Invasion den Zweiteiler Bush’s War, eine nach Aussagen der Produzenten „definitive dokumentarische Analyse“.
[via]
Cory Doctorow im Netzpolitik-Interview
Markus Beckedahl konnte letzte Woche ein Interview mit Cory Doctorow führen, der u.a. Teil von boingboing ist – in diesem Zusammenhang nochmal ein Hinweis auf einen älteren Artikel.
Das Gespräch der beiden Netzaktivisten gibt es in diversen Download- und Stream-Formaten direkt bei Netzpolitik zu hören und zu sehen.
Google sagt, Merkel sagt
Merkel sagt Fayyad Hilfe zu
Merkel sagt rasche Aufklärung des Brands in Ludwigshafen zu
Merkel sagt Ländern Hilfe zu
Merkel sagt Bush „breite Unterstützung“ zu
Merkel sagt dem Friedensnobelpreisträger dann auch Unterstützung zu
Merkel sagt Basta
Marions Kochbuch, Folkert Knieper, Abmahnungen
Dass Marions Kochbuch und ihre Abmahn-Serien nach gefühlten fünf Jahren nun auch im TV angekommen sind, ging in den letzten Tagen zurecht durch die Blogosphäre – so sehr, dass wir es eigentlich nicht für nötig hielten, auch noch auf den Plusminus-Beitrag hinzuweisen.
Heute nun, da René von Nerdcore erneut von den Kniepers abgemahnt wurde, diesmal wegen eines Screenshots des ARD-Videos, stellen wir fest, dass man es gar nicht oft genug sagen kann: Bitte seht euch diesen Beitrag an.
Update: heise.de ist dabei.
Noch mehr Top-Bilder mit noch weniger Motiven
Ich bin jetzt bereit, etwaige despektierliche Formulierungen von vorhin zurück zu nehmen.
Die Wikimedia Auswahl der Bilder des Jahres mag vielleicht nicht die Créme de la Click sein, aber sie bietet Abwechslung, immerhin.
Und ich darf sie zeigen!
Weil ich die 2007er Top-Foto Auswahl der Bundesregierung nicht zeigen darf, schüttle ich die Beschreibung des Abgelichteten aus dem linken Ärmel und bitte um freie Assoziation:
Beruferaten
Spreeblick, Deutschlands heiterstes Weblog, möchte wissen: Was macht dieser Mann beruflich?
Auflösung gegen Mitternacht, bis dahin nur: kalt oder warm.
Update: Ihr seid zu gut informiert.
Jenny hat gelöst, Philippp war (nach 11 Minuten!) schon auf dem richtigen Pfad.
Video zum Screenshot gibt es nach dem Klick.
Simbabwe: Interview mit Itai Mushekwe
Itai Mushekwe, 23 Jahre alt und politischer Journalist aus Simbabwe, erfuhr im Oktober letzten Jahres während seines Aufenthaltes in Deutschland, dass er auf einer sogenannten „hitlist“ der Regierung Mugabe steht und deswegen nicht nach Hause zurückkehren kann, ohne sein Leben aufs Spiel zu setzen. Jetzt schreibt er von Deutschland aus über die Lage in seinem Land. Interview nach dem Klick. Read on, my dear…
Die Süddeutsche ist verkauft
Die Süddeutsche Zeitung ist von der Südwestdeutschen Medienholding übernommen worden. Die taz ahnte es schon am 12.12.:
Nach Insidermeinung läuft der Verkauf aber stark auf eine „südwestdeutsche Lösung“ zu: Zwischen der SWMH und der SZ gibt es über die bereits bestehende Beteiligung hinausgehende Bande: Der Ulmer Verleger Eberhard Ebner ist über die Vereinigung württembergischer Verleger einer der Hauptgesellschafter der SWMH - und mit der SZ-Verlegerfamilie Friedmann gut bekannt. Ebner gilt als die treibende Kraft hinter der SWMH-Übernahmepolitik: Ein beinahe zusammenhängender Verbreitungsraum von Bayern bis Baden-Württemberg böte Wachstumschancen, auch für die SZ.
Schleichende Werbung: Der Unterschied zwischen Andrea Kiewel und Reinhold Beckmann
Blogmedien, das Blog von Horst Müller, Professor für Redaktionspraxis im Fachbereich Medien an der Hochschule Mittweida, schrieb schon am 28. Januar, was jetzt die Runde macht. Dass nämlich Andrea Kiewel die Runde vom Dienst aus professionellen Gründen gab.
Ein modernes Vorbild
Ich kannte mal einen jungen Mann, der war an seinem VWL-Studium gescheitert.
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Dr. Dieter Wiefelspütz - Ein leidenschaftlicher Sammler
Sie werden hinnehmen müssen, daß der Gesetzgeber in Sachen Vorratsdatenspeicherung anderer Meinung ist als Sie. Vorratsdatenspeicherung hat mit Terrorismusbekämpfung relativ wenig zu tun. Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Dieter Wiefelspütz
Das schreibt Dr. Dieter Wiefelspütz auf abgeordnetenwatch.de auf die Vorhaltung eines Lesers, die Angst vor Terrorismus sei heute ein gefährliches Mittel der Politik, um nach Belieben Grundrechte einschränken zu können.
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Moslemalarm
Omar und Kathrin verbrachten ihre Flitterwochen in einem kleinen Dorf bei Walsrode in der Lüneburger Heide. Sie kamen im Dunklen. Sie waren ohne Auto unterwegs. Sie sahen orientalisch aus. Klar, dass ihr Ferienhaus gestürmt wurde angesichts dieser finsteren Umtriebe. Das Ferienhaus steht noch, das Dorf auch, das Vertrauen in den Staat wankt.
via
Journalistische Recherchekunst
Mercedes Bunz, Chefredakteurin des Tagesspiegel-Online, schreibt für Spreeblick. Steht in der Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau.
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BGH hebt Haftbefehl gegen Soziologen auf
Der Haftbefehl gegen den Soziologen Andrej Holm, dessen Lebensgefährtin anlässlich der Ereignisse um Holm ein Blog führt, in dem sie sehr eindringlich ein Leben unter Überwachung beschreibt, ist heute vom BGH aufgehoben worden.
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Don’t mention the War: Holiday Inn möchte NPD-Funktionäre nicht beherbergen
Das Holiday Inn Dresden lehnt es in einem Brief an die NPD-Landtagsfraktion ab, die Rechtsextremen zu begrüßen und zu bewirten.
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Die Geschichte der RAF
Als wir das erste Mal im Zusammenhang mit der möglichen Entlassung von Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar über die RAF geschrieben haben, wurde deutlich, dass viele unserer jüngeren Leser überhaupt nichts über die RAF wussten. Die gesamte Nachkriegszeit wird im Schulunterricht vernachlässigt, die sechziger und siebziger Jahre finden nicht statt. Im Fernsehen wird die Frage um Schuld und Sühne der Beteiligten meist anhand von Bildern des entführten Hanns Martin Schleyer diskutiert. Die Entwicklung hin zum Terror wird allerdings nicht beleuchtet und bleibt somit für Jüngere nicht nachvollziehbar.
Der Journalist und Schriftsteller Willi Winkler hat Die Geschichte der RAF aufgeschrieben. Ich habe das Buch verschlungen und mich dann mit Willi Winkler über die RAF unterhalten.
Spreeblick: Sie beginnen Ihre Geschichte der RAF in den fünfziger Jahren. Warum?
Willi Winkler: Neulich sagte einer der Aktivisten von 1968, eine vollständige Geschichte der RAF müsste 1933 beginnen. Ich habe das Leben meiner Protagonisten bis in die fünfziger Jahre zurückverfolgt, weil die RAF entgegen landläufiger Meinung nicht aus zwölf grünen Männchen bestand, die (sagen wir) 1970 in der Lüneburger Heide landeten und dann sofort damit begannen, Flugzeuge zu entführen und Industrielle umzubringen. Die RAF hat eine Vorgeschichte, schlimmer noch: sie ist ein wesentlicher Teil der deutschen Geschichte. Noch platter: ohne Nationalsozialismus, ohne den industriellen Massenmord an den Juden, hätte es auch keinen deutschen Terrorismus gegeben.
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Klaus Wowereit

Klaus Wowereit (rechts), Bildquelle, Lizenz
Am Montag habe ich Klaus Wowereit gesehen. Natürlich nicht in den Nachrichten, sondern bei Beckmann. In politischen Medien taucht Klaus Wowereit seltener auf als Heidi Kabel. Das könnte damit zu tun haben, dass Klaus Wowereit sich nicht politisch äußert, er nicht politisch handelt und er auch keine politischen Tanzveranstaltungen besucht. Ich habe eine Umfrage im Bekanntenkreis gemacht und niemand erinnerte sich an irgendeine politische Aktivität Wowereits. Nun gut, wir haben seit einigen Tagen Ampelmännchen an der Kreuzung um die Ecke und das ist auch irgendwie politisch. Aber hat Wowereit die Anweisung dazu gegeben?
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Die Geschichte eines sehr, sehr reichen Mannes und seines Kampfes gegen sehr, sehr viele Blogger
Zwei Dinge braucht man, wenn man schon alles hat. Erstens einen Fußballklub. Und zweitens eine saubere Vergangenheit. Alisher Usmanov, in Usbekistan geborener russischer Oligarch, war gerade dabei, sich den ersten Wunsch zu erfüllen*, indem er seine Anteile an Arsenal London auf 21 % erhöhte, da kam ihm sein Wunsch nach einer sauberen Vergangenheit in die Quere.
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Ist die Schäublone eine Beleidigung?
Laut jetzt.de ist gegen einen 22-jährigen Informatikstudenten, der die Schäublone an eines der Fenster seines Autos geklebt hatte, Anzeige erstattet worden. Während einer Polizeikontrolle war einem der Beamten der Gedanke gekommen, es könne sich bei dem Konterfei Schäubles über dem Schriftzug Stasi 2.0 um eine Beleidigung handeln. Ob dem Beamten auch der Gedanke gekommen ist, es könne sich bei dem Gebaren Schäubles um Verfassunsgverunglimpfung handeln, ist nicht bekannt. Aber die Verfassung ist auch nicht durch das Strafgesetzbuch geschützt. Nur durch uns.
Touchscreen Menschenwürde
Wenn man sich erst einmal von elementaren Verfassungsgrundsätzen verabschiedet hat, ist alles weitere nur noch Mathematik. Ein Flugzeug mit 300 Passagieren bedroht ein Hochhaus mit 350 Bewohnern - man spart 50 Menschenleben mit einem Abschuss. Grundrechte werden durch Grundrechenarten ersetzt.
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Schwatzbock
Friedbert Prügler, pardon: Pflüger, Ritter von der komischen Gestalt, ist unter die Kommunikatoren gegangen. Fortschrittlich, wie es in der CDU sonst nur die Friseure sind, scheut er den direkten Bürgerkontakt nicht und hat sein eigenes Blog eröffnet: trügers, nein, pflügers.berlin.blog. Read on, my dear…
Stefan Niggemeier erneut von Callactive abgemahnt
Würde ich einen Film über Stefan Niggemeier drehen, dann hätte er den Titel 7 1/2 Stunden.
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Dick Cheney, amerikanischer Augur
Irgendwo zwischen Etwas vorhersehen und Danach handeln entscheidet sich die historische Größe eines Politikers. (Manchmal ist mir nach Nachmittags-Aphorismen)
Video nach dem Klick
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In den Wald schrein

Bild: „Introvertiert“ (2002) von Kim J. Köster
„Bürgernähe“, das ist so ein Wort, das mich immer an Schunkelveranstaltungen erinnert, mit Parteiplakaten, wo als Rahmenprogramm der jeweilige Kandidat auf irgendeiner Bühne mitten im Nirgendwo irgendwelche saudämlichen Platitüden von sich gibt. Möglichst markig bitte. Kleinbühnen-Selbstproduktion. Read on, my dear…
Der zurückhaltende Herr Jung
Verteidigungsminister Jung, in Sachen Ehre ein forscher Vorreiter, hat durchaus auch eine zurückhaltende Seite. girl listet auf, was er alles zurückgehalten hat.
Die Verfassung liegt nackt und bloß in den Händen der Sicherheitspolitiker, geschützt lediglich von einem Gericht, das von einem alt gewordenen Fischgericht nur noch schwer zu unterscheiden ist. Bundeswehreinsatz im Inneren? Quatsch, Amtshilfe. Bundeswehreinsatz im Ausland? Haben wir schon immer so gemacht. Was soll der Geiz? Warum nicht Verfassungsschutz, Polizei, Militär und Gerichte einer Führung unterstellen? Dann klappt das auch mit den Terroristen. Und die Bürger werden kaum noch stören.





