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Goldman Sachs rules the world

Ich war so sicher, dass dieser Clip, der seit Montag die Runde macht, ein Hoax ist. Weit gefehlt, zumindest haben die verdächtigten Yes Men nichts mit dem Investor zu tun, der den etwas verstört wirkenden BBC-Moderatoren reinen Wein einschenkte:

Governments don’t rule the world. Goldman Sachs rules the world.

Die Wall Street bleibt unterdessen weiter besetzt und Michael Moore macht auch mit.

UPDATE Immer noch kein Hoax, aber eher Talker als Trader: Der Telegraph berichtet, dass der Mann im Video keineswegs ein Börsen-Profi sei, er beschreibt sich selbst als „Attention Seeker“, also jemanden, der Aufmerksamkeit sucht. Auf welcher Grundlage er von der BBC zum Interview eingeladen wurde, bleibt unklar.

Dank an Andreas in den Kommentaren!

UPDATE 2 Dies ist angeblich das Facebook-Profil von Alessio Rastani, dem alten Attention Seeker (gefunden in den Kommentaren bei Nerdcore).

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Robin Meyer-Lucht (1973 – 2011)

Soeben hat mich die traurige Nachricht erreicht und erschüttert, dass Robin Meyer-Lucht nicht mehr lebt. Ich kannte Robin nicht sehr gut, habe den Carta-Gründer aber mehrfach getroffen und geschätzt.

Mein Beileid und aufrichtiges Mitgefühl geht an seine Familie und seine Freunde.

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Telecomix: It’s all about fun

Vorwort der Redaktion: Der folgende Text stammt von Stephan Urbach, der bereits im Rahmen der Aktion „Open Spreeblick“ unser Gast war. Im Folgenden gibt Stephan einen Einblick in seine Aktivitäten bei Telecomix. Links folgen unten im Text, hier gibt es noch ein Interview mit Stephan und hier einen Chaosradio-Podcast zum Thema .

telecomix SyriaIrgendwann um 8:30 wache ich das erste Mal auf. Will eigentlich noch schlafen. Eine viertel Stunde später höre ich meinen Mitbewohner in der Küche. Der erste Kaffeeduft landet in meiner Nase. Irgendwann später schaffe ich es aus dem Bett. An meinem Platz in der Küche steht frischer Kaffee und ich schalte meinen Laptop ein. Email, Jabber, diverse SSH-Verbindungen. Die Nachrichten der letzten Nacht flackern über meinen Bildschirm. Eigentlich will ich duschen. Die ersten Anrufe trudeln ein. Die Handwerker müssen das Bad noch fertig machen, ich gebe ihnen einen Termin. Das Arbeitsamt will mich sehen. Ich vertröste sie auf die folgende Woche. Zu spannend, was da grade in meinem IRC Fenster passiert. Einer unserer syrischen Kontakte hat von der letzten Demo ein Video gemacht, um 11 Uhr ist es hochgeladen und verbreitet sich im Netz. Der Kaffee ist kalt. Egal, austrinken und eine Mate hinterherschütten.
Read on my dear…

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Thank you, Steve.

Steve Jobs tritt, und ich schaue zurück.

smiling mac

„Macintosh Emulator“ stand auf einer der handbeschrifteten Disketten in der Kiste, die mir Marc als eine Art Starter-Set für meinen ATARI ST mitgegeben hatte, den ich wegen seiner eingebauten Midi-Schnittstelle hauptsächlich zum Musikmachen nutzte.

Ich war nie der C64-Typ, das Ding war mir zu klobig und unsexy, ich stand auf den ATARI. Und bin heute noch davon überzeugt, dass C64-sozialisierte Computernutzer später zu Windows oder Linux tendierten, während wohl nicht wenige ATARI-Freaks beim Mac landeten, denn ob des von Apple abgekupferten GUI des ATARI fiel der Umstieg leicht.

Ich war Anfang 20 und wusste weder, was „Macintosh“ ist, noch konnte ich mit dem Begriff „Emulator“ etwas anfangen. Ich schob die Diskette ins Laufwerk und startete den Rechner neu. Ein lächelnder kleiner Computer empfing mich auf dem monochromen Bildschirm, danach eine Oberfläche, die nicht so weit von der mir bekannten entfernt schien. Es gab ein Menü am oberen Bildschirmrand, es gab Fenster und Datei-Symbole, und es gab einen kleinen Mülleimer zum Löschen von Dateien. Das kannte ich in etwas anderer Form alles schon.

Ein paar Klicks, ein paar Versuche mit der integrierten Software … hm. Bringt mir nichts. Verstehe ich nicht. Ich hatte keine Ahnung, dass ich gerade ein komplett anderes Betriebssystem benutzte (ich hatte nämlich nicht einmal eine Ahnung, was ein Betriebssystem ist) und es war mir auch egal. Ich drückte den kleinen Knopf unter dem Schlitz für die Diskette, um sie auszuwerfen.
Read on my dear…

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In Gedenken an Loriot, 1923 – 2011

Vicco von Bülow, besser bekannt als Loriot, ist am gestrigen Montag sanft entschlafen.

Unser Beileid geht an seine Verwandten und Freunde.

Seine Arbeit werden wir immer bei uns tragen, denn Vicco von Bülow ist zwar verstorben, doch Loriot ist unsterblich.

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“Faschistoide Tendenzen” auf der re:publica?

„Jede Menge Diskussionsstoff“ verspricht das Medienforum.NRW auf der aktuellen Website und übertreibt nicht. Beim Auftakt-Panel der Veranstaltung habe Richard Gutjahr laut DWDL gesagt, die Mächtigen in den Sendern kämen ihm vor wie die Machthaber in nordafrikanischen Ländern, die in ihren Palästen sitzen und kaum mitbekämen, was draußen so vor sich gehe.

UPDATE/Korrektur In Wirklichkeit hat Richard Gutjahr gesagt: „Mir kommen, mit Verlaub, also auch die Mächtigen in den Sendern und in den Verbänden, kommen mir so ein bisschen vor wie die Machthaber in den arabischen Ländern …“ (Quelle: Die Abschrift bei wasmitmedien.de.)

Nun sagt und schreibt Richard Gutjahr vieles, das man nicht so ernst nehmen sollte, aber das wusste Jürgen Doetz, Vorstand des „Verbands Privater Rundfunk und Telemedien e.V.“, offenbar nicht. Der schaffte es nämlich ebenfalls laut DWDL-Artikel, das Niveau noch weiter zu senken und konterte mit dem Vorwurf der „faschistoiden Tendenzen“ der von uns mitveranstalteten re:publica, da dort jedem, der Facebook und Twitter nicht nutze, unterstellt werde, er sei nicht kommunikationsfähig.

Und nun ärgere ich mich doch ein bisschen, dass ich nicht zum Medienforum gefahren bin. Aber ich konnte ja vorher nicht wissen, dass es so lustig wird.

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Verdrahtet: Eine deutsche WIRED

wired

Eine deutsche WIRED kommt. Erstmal nur eine. Denn die deutschsprachige Print-Ausgabe der US-WIRED soll als „Testausgabe“ zunächst zeigen, ob sie auch wirklich jemand lesen will. Kurioserweise erscheint sie dafür Anfang September 2011 als Beilage der GQ – ein Vorgehen, das wahrscheinlich bisher nur der Verlag und Thomas Knüwer versteht, der die Chefredaktion für die deutsche WIRED übernommen hat.

Eine Website zum Heft wie bei europäischen Ausgaben aus UK und Italien, aus denen auch die Inhalte der deutschen WIRED teilweise stammen werden, ist bisher nicht geplant, stattdessen gibt es ein Blog unter wired.de.

Ich hätte mich über eine „echte“, regelmäßige deutsche Ausgabe der WIRED gefreut, das geplante Vorgehen finde ich jedoch ziemlich lahm. Ich wünsche Thomas Knüwer, den ich kenne und der u.a. auf der letzten re:publica moderiert hat, natürlich alles Gute – ich weiß nur nicht so recht, wofür. Eine Testausgabe, keine weiteren geplant (außer, die GQ verkauft plötzlich mehr?) … hm. Mal sehen. Vielleicht wir(e)d es ein hübsches Sammlerstück.

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crowdvoice.org

crowdvoice.org ist ein spannendes Projekt von mideastyouth.com, das bereits im vergangenen Jahr gestartet wurde, bisher aber man mir vorbei ging. Verantwortlich für das Projekt ist Esra’a Al Shafei, die auf der re:publica 2009 unser Gast war.

Die Idee von crowdvoice.org: Möglichst viele Web-Quellen zu bestimmten Protestthemen sollen gesammelt und durchsuchbar werden, sowohl das Zusammentragen der Links selbst als auch die Bewertung derselben passiert durch die Nutzer.

So richtig rund läuft das Ganze offenbar noch nicht, vor allem mangelt es nach meinem ersten Eindruck an thematischen Inhalten. Die Suche nach „Libya“ oder „Qaddafi“ funktioniert, wer jedoch etwas zu den Themen „Nato“, „Africa“ oder „Arabia“ sucht, scheitert.

Das muss aber noch nichts heißen, denn wie man aus Erfahrung weiß, können nutzerbasierte Portale ganz plötzlichen Zulauf erlangen, etwas, worauf crowdvoice.org noch zu warten scheint. Also: Post some links!

[gefunden im Facebook-Stream von Tom Noeding]

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2008: Groupon-Gründer Andrew Mason schaut in die Zukunft

Ich habe eine Allergie gegen Gutscheine und Coupons und Billigangebote und Massendiscounts und Einkauf-Clubs und diesen ganzen Wahnsinn. Das kostet mich zwar jede Menge Geld, verbessert subjektiv aber mein Leben.

Groupon-Gründer Andrew Mason findet in mir also keinen guten Kunden, anscheinend jedoch genügend andere, denn sein Unternehmen geht gerade an die Börse und Mason gibt sich redlich Mühe, Investoren zu begeistern.

Vielleicht interessieren sich diese ja auch für das oben gezeigte Video aus dem Jahr 2008, in dem Mason beschreibt, wie er sich seine Site ThePoint.com (aus der Groupon hervorgegangen ist) im Jahr 2013 vorstellt.

Ein bisschen gruselig. Vor allem die Frisur.

[via]

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Graham Linehan und Cory Doctorow im Gespräch

Schon wieder Cory Doctorow, diesmal aber gemeinsam mit Graham Linehan, Autor von – unter anderem – IT Crowd.

Während der „The Story“-Konferenz im vergangenen Februar unterhielten sich die beiden darüber, wie das Internet ihr Schreiben verändert hat und wie sie es schaffen, sich von den vielen Möglichkeiten im Web beim Schreiben nicht ablenken

Den Mitschnitt des Gesprächs gibt es bei Storythings zu hören, das Bild, auf das sich Linehan während des Podcasts als Inspiration für eine Folge der kommenden, neuen und letzten Staffel von IT Crowd bezieht, findet man hier.

[via]

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Was passiert, wenn das Internet voll ist?

Der Vollständigkeit halber auch hier: Caro Korneli und Jakob Lundt waren für Extra3 bei der CDU-Medianight in Berlin und haben sich von Kulturstaatsminister Bernd Neumann erläutern lassen, dass Google und andere Unternehmen sicher schon ein Konzept für dem Moment haben, in dem das Internet voll ist.

Es wäre so lustig. Wenn es nicht so furchtbar wäre.

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Lawrence Lessig beim eG8-Gipfel: “Schützt die Outsider”

Erst jetzt habe ich es geschafft, die Rede von Lawrence Lessig während des eG8-Gipfels anzusehen und kann nur allen halbwegs interessierten Leserinnen und Lesern empfehlen, es mir gleich zu tun (die Rede dauert nur zehn Minuten und startet bei 2:10). Denn Lessigs Anwesenheit war wichtig:

Inhaltlich gewohnt fundiert und erzählerisch herausragend führt Lessig die Anwesenden mit dem Vergleich von Regierungen mit Alkoholikern an sein Thema heran, das da heißt: „Schützt die Outsider“. Er warnt Regierungen davor, sich vor den Karren der Unternehmen spannen zu lassen („Their job is profit for them. Your job is the public good.“) und spannt einen geschickten Bogen von den oft von Jugendlichen und „Outsidern“ gegründeten und allen bekannten Internet-Giganten zur wirtschaftlichen Innovationskraft, die durch Angriffe auf die Netzneutralität gefährdet wäre. Und er schließt mit den Worten:

The future of the internet is not Twitter, it is not Facebook, it is not Google, it is not even Rupert Murdoch. The future of the internet is not here. It wasn’t invited. It doesn’t even know how to be invited, because it doesn’t yet focus on policies and fora like this. The least we can do is to preserve the architecture of this network that protects this future that is not here.

Übersetzung: Die Zukunft des Internet ist nicht Twitter, nicht Facebook, nicht Google und nicht einmal Rupert Murdoch. Die Zukunft des Internet ist nicht hier. Sie war nicht eingeladen. Sie weiß nicht einmal, wie man eingeladen wird, denn sie kümmert sich noch nicht um Richtlinien und Foren wie dieses. Das Mindeste, das wir tun können, ist die Architektur des Netzwerks zu erhalten, die diese Zukunft beschützt.

Für diese klaren Worte flog Lawrence Lessig dann auch gleich aus dem Empfehlungskatalog des eG8-Forums. Nach dem Klick gibt es noch ein ebenfalls sehenswertes Interview mit ihm vom eG8-Forum und ein weiteres Video von der alternativen eG8-Pressekonferenz mit Jérémie Zimmermann (La Quadrature du Net), Jeff Jarvis, Lawrence Lessig, Susan P. Crawford (ehemals ICANN), Jean-François Julliard (Reporter ohne Grenzen) und Yochai Benkler (Co-Direktor am Harvard’s Berkman Center for the Internet).
Read on my dear…

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