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Archiv

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Happiness is a warm gun


Früher waren Kriege zwischenstaatliche Konflikte; inzwischen ist das die Ausnahme. Die Mehrzahl der Kriege sind Bürgerkriege. Ein Bürgerkrieg dauert im allgemeinen länger als ein zwischenstaatlicher Konflikt. Und die Mehrzahl seiner Opfer sind Zivilisten. Bis zu 90 Prozent, sagt die UNICEF, darunter 40 Prozent Minderjährige. Sie sterben durch Antipersonenminen und Kleinwaffen, durch russische AK47, amerikanische M16 oder deutsche G3. Das sind die Massenvernichtungswaffen von heute. Eine halbe Million Opfer jährlich kommen durch Kleinwaffen um.

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Mitmachen bei der Verfassungsklage gegen Elena

Seit Anfang Januar werden jeden Monat persönliche Daten aller deutschen Arbeitnehmer an eine zentrale Datenbank übermittelt. Mehr als 40 Seiten lang ist der Fragenkatalog zum elektronischen Einkommensnachweis „ELENA“, den die Arbeitgeber ausfüllen müssen. Zu den Angaben, die übertragen werden, gehören auch sensible Informationen wie etwaiges „Fehlverhalten“.

Der FoeBuD und der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung haben deswegen eine Verfassungsbeschwerde gegen Elena ins Rollen gebracht, um die „Vorratsdatenspeicherung von Sozialdaten“ in Karlsruhe zu stoppen. Read on my dear…

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Welttag gegen Internetzensur

Freitag, der 12. März 2010, war der Welttag gegen Internetzensur. Initiiert wurde der Tag von Reporter ohne Grenzen, die zu diesem Anlass den Bericht „Feinde des Internets“ veröffentlicht haben, in dem Maßnahmen der Internet-Überwachung und Repressionen gegen Blogger und Cyberdissidenten in mehr als 20 Staaten beschrieben werden. Der Bericht ist hier als englischsprachiges PDF erhältlich.

Bei Spreeblick wurde auf den Tag mit einer „feindlichen Übernahme“ der Kommentarfunktion hingewiesen – wie das aussah, kann man sich nach dem Klick noch einmal ansehen.
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The Beast File: Google

The Beast File ist eine Serie von Visualisierungen, welche Hungry Beast, eine australische ABC-TV-Show, erstellen lässt. In der Ausgabe, die nach dem Klick zu sehen ist, gibt The Beast File einen Überblick über die Aktivitäten und Geschäftsfelder von Google – tendenziell durchaus „Anti Google“, dennoch (soweit ich das beurteilen kann) ohne Fehlinformationen.

Man weiß gar nicht mehr, wie man Google im Jahr 2010 beschreiben soll, der läppisch wirkende Begriff „Firma“ trifft es wohl nicht mehr. Ich glaube dabei kaum, dass es mit der generellen Diskussion um „gut“ oder „böse“ getan sein kann, doch eine gesellschaftliche, politische und wirtschaftliche Herausforderung stellt das Unternehmen auf jeden Fall dar.

Hat es in der Geschichte jemals einen Konzern gegeben, der ähnlich omnipräsent und einflussreich war oder ist? Und gibt es schon einen Science-Fiction-Roman, in dem Google ein eigenes weltweites Netzwerk mit kostenfreiem High-Speed-Zugang für jedermann bildet, das parallel zum herkömmlichen Internet existiert?
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Sendeschluss bei YouTube

[via]

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Depp 2.0

Es ist eine Sache, wenn jemand auf Facebook eine Gruppe eröffnet, welche die Wiedereröffnung eines Konzentrationslagers fordert, um dort „Kinderschänder“ ihrer angeblich gerechteren Strafe zuzuführen. Depp 2.0, die WWWelt ist voll davon.

Eine ganz andere Sache ist es, wenn diese Gruppe bereits 11.609 13.375 „Fans“ hat, die offenbar überhaupt kein Problem damit haben, sich anstelle eines Rechtssystems Mord und Folter zu wünschen.

Die Gruppe wurde bereits von mehreren Nutzern gemeldet. Warten wir’s ab, ob Facebook bei der Löschung so schnell ist wie bei der Neudefinition des Begriffs „Privatsphäre“.

UPDATE Facebook hat die Gruppe anscheinend gelöscht. Ich erreiche sie über eine endlose lange Adresse noch, über den einfachen Gruppen-URL kann man sie nicht mehr aufrufen.

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Filme: Legal vs. illegal

Gestern hatte Sascha dieses Diagram gepostet, das die unterschiedliche „user experience“ eines illegal und legal angeschafften Films veranschaulicht. Ich hab das mal mit deutschen Texten versehen, Klick aufs Bild vergrößert es.

Falls jemand den Ursprung bzw. den Urheber kennt, bitte ich um eine Mitteilung, dann ergänze ich das.

UPDATE Urheber ist laut eigener Aussage der reddit-Nutzer „Question-Everything“, der das Bild bei reddit veröffentlicht hatte. (Danke, Michael!)

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Is it possible to be happy?

Am Samstag, den 13. Februar 2010, hat eine sehr interessante und auch ungewöhnliche Suchanfrage die Google Hot Trends (USA) eingenommen: „Is it possible to be happy?“ Ungewöhnlich, weil die restlichen Hotties unter den Querys von nicht so philosophischer Natur sind. Hm. Ist es nun so weit? Sind US-Bürger einer kollektiven Existenzkrise ergeben? Fragen Menschen sich diese Woche etwas öfter, ob ihre Ziele und Ambitionen überhaupt Früchte tragen werden? KANN man tatsächlich glücklich sein, sollte ich auch über diese durchaus einnehmende Frage nachdenken, werde ich eine Antwort finden (bei Google)?
 
Ein bisschen musste ich ja schon lachen, als ich auf dem Los Angeles Public Relations Blog las, dass es sich hier tatsächlich um ein Zeichen der Zeit handeln muss, wenn sich so viele Leute mit ihrem Schicksal auseinandersetzen. Stimmt so aber nicht ganz.
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BBC und ARD im Symbolfilmchen-Vergleich

Warum ich Produktionen der BBC aufregend finde, während mich die der ARD aufregen, liesse sich anhand unzähliger Beispiele erklären. Die folgenden zwei Promo-Videos zur Winterolympiade 2010 in Vancouver veranschaulichen aber aufs Klipp und Klarste, was ich meine:
Die BBC zaubert aus Anlässen Themen, die ARD bittet mit Themen ums angelassen werden.

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Berlin Fashion Week: Die motz-Survival-Kollektion

In diesem Winter sind bereits 13 Obdachlose in Berlin erfroren.

13 Menschen.
In Berlin.
Erfroren.

Das Berliner Selbsthilfeprojekt motz & Co e.V., die ohne jede staatliche Unterstützung eine Notübernachtung betreiben, eine absolut lesenswerte Zeitschrift herausgeben sowie einen Umzugsdienst und andere Dienstleistungen anbieten, hat am vergangenen Mittwoch die Berlin Fashion Week zum Anlass genommen, um mit ihrer „Survival-Kollektion“, einer Jacke aus Zeitungen, auf sich aufmerksam zu machen und für Spenden zu werben. Was wir sehr gerne unterstützen. Nach dem Klick gibt es die Anzeigenmotive zu sehen, die auch an diverse Berliner Zeitungen gegangen sind, und ein Video zur Aktion. Read on my dear…

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Telefonkonferenz der ADH über laufende Hilfsmaßnahmen für Haiti

Ich finde es äußerst spannend zu beobachten, wenn die Möglichkeiten der digitalen Vernetzung ein Unternehmen zur Nutzung eben jener motivieren. Während des kurzen Telefonats mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“, dem eure Rettungsanker-Spenden zugute kommen, zeigte er sich äußerst begeistert von den Reaktionen, die das Bündnis derzeit via Twitter, Facebook, Blogs etc. erreichen und kündigte mir das Vorhaben an, einige der täglichen Telefonkonferenzen, in der sich alle bei der ADH beteiligten Hilfsorganisationen abstimmen bzw. über die jeweiligen Aktionen auf dem Laufenden halten, mitzuschneiden und ins Netz zu stellen.

Die erste dieser Aufzeichnungen ist nun online und zu hören bekommt man, anders als es einen der für meinen Geschmack etwas zu reißerische Titel der Aufnahme vermuten lassen könnte, keine Sensationen, sondern einen nüchternen Einblick in die umfangreiche Arbeit der einzelnen Organisationen. Einen Einblick, der nichts anderes tut, als diese Arbeit den Mitfinanzierenden näher zu bringen. Klicken Sie bitte hier: Read on my dear…

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Count: Zero

Nach langmonatiger Abstinenz kehrt Carlito zurück, unser Mann im Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten. In dieser Ausgabe des Hudsonblicks nähert sich Carlito einer Definition des Begriffs „Freund“ am Beispiel von … Facebook.
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Podcast-Sonderausgabe: Interview mit Thilo Reichenbach von der “Aktion Deutschland Hilft”

Am heutigen Nachmittag konnte ich ein kurzes Skype-Interview mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ führen und mit ihm über das Bündnis, aber auch über den Verbleib der von euch im Rahmen der „Rettungsanker Haiti“ gespendeten Gelder sprechen.

Weitere Spenden sind natürlich sehr willkommen!

MP3, 10:52, 15,7 MB

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Kauft die Süddeutsche Blogartikel? [Update]

Ich mag die Süddeutsche Zeitung. Trigami mag ich nicht so sehr. Die Kombination von beiden erzeugt daher Bauchschmerzen bei mir, denn während Trigami für Werbung in Artikelform steht (Werbekunde bezahlt für Blog-Inhalt, der zwar irgendwie als Werbung gekennzeichnet werden soll, dennoch in Form eines regulären Artikels und im Fluss der restlichen Blog-Posts daher kommt), sollte die Süddeutsche eigentlich klar dagegen stehen und sich meiner Meinung nach erst gar nicht mit dieser neudeutsch „Advertorial“ genannten Werbeform beschäftigen.

Tut sie aber laut Jan Tißler beim Upload Magazin, um ihre iPhone-App mit positiven Stimmen zu verbreiten. Und zwar nicht nur durch vorformulierte Blog-Posts, sondern auch durch die direkte Aufforderung zu positiven Bewertungen im AppStore.

Zyniker glauben übrigens, dass der SZ-Artikel „Keine unabhängige Berichterstattung: So lassen sich Blogs kaufen“ schon fertig geschrieben ist.

Update In den Kommentaren bei Upload meldet sich zunächst Peter Bilz-Wohlgemuth als Marketingverantwortlicher der SZ zu Wort – die Kampagne wurde offenbar gestoppt. Und auch Remo Uherek, Geschäftsführer von Trigami, hat kommentiert.

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Google, Google über alles?

Ich gehöre sicher nicht zu denjenigen, die Google generell für „böse“ halten oder hinter jedem Eingabefeld eine Verschwörung vermuten, ich halte das Geschäftsmodell des Unternehmens aus Mountain View für relativ transparent (im Gegensatz zu einigen anderen) und auch, wenn man es nicht unbedingt toll finden muss, für hochspannend. Google ist ziemlich clever, das müssen selbst Kritiker eingestehen und das macht einen großen Teil der Faszination aus.

Aber einiges dessen, was ich heute an Begeisterung für Googles Strategieänderung in China gelesen habe, sorgt mich fast mehr als die Datensammlungen von Google.
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Google erwägt Rückzug aus China [Updates]

Als Google im Januar 2006 die chinesische Version seiner Suchmaschine startete, hagelte es Proteste. Denn für jedes Unternehmen bedeutet ein Engagement in China auch die Kooperation mit den Behörden, im Fall von Google die Zustimmung zur Zensur größtenteils regierungskritischer Inhalte.

Google verteidigte seinen damaligen Schritt und drückte die Hoffnung aus, ein bisschen Internet sei besser als gar keines und nur die Kooperation (im Gegensatz zur Isolation) könne im Lauf der Zeit für Verbesserungen sorgen. Man behalte die Entwicklungen im Auge und sich strategische Änderungen vor. Nun scheint es soweit gekommen zu sein, dass Google seinen Ansatz revidieren muss: Öffentlich denkt das Unternehmen über einen Rückzug aus China nach.
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RFID-Personalausweis mit 3D-Foto

Der Kollege Sascha Pallenberg von netbooknews.de ist auf der CES in Las Vegas und zeigt uns einen RFID-Personalausweis mit integriertem 3D-Display. Hergestellt von der Bundesdruckerei im Auftrag eines US-Unternehmens, dessen Namen ich im Clip nicht verstehen kann. Video nach dem Klick.
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The drugs do work

Banken, die sich durch Drogengelder finanzieren, ein Fest für Verschwörungsanhänger. Mich interessiert die Praxis. Wie läuft das ab, wenn eine Bank feststellt, dass der Geldfluss versiegt und man sich nach anderen Quellen umsehen muss?

„Hey, Chef, das Geld wird knapp!“ – „Okay, verbinden sie mich mal mit Oliver Dope, Codename OD, sie wissen schon. Der soll mal ein paar Milliarden rüberwachsen lassen, zahlen wir ihm irgendwann zurück, dann ist die Kohle auch gleich sauber gewaschen! Von den Zinsen sollen die dann die nächste Anti-Drogen-Kampagne mitfinanzieren. Har. Har. Har.“

Im Ernst: Wie geht das? Wie viele Leute müssen da mitmachen und mitwissen und dichthalten, wie laufen Geldtransfers aus und zu solchen Quellen ab, wie funktioniert die Kontaktaufnahme? Sitzen die alle mit dunklen Sonnenbrillen am Konferenztisch und schieben sich die Geldkoffer rüber? Western Union? Kreditkarte? Und wie effektiv ist eine Behörde zur Verbrechensbekämpfung, wenn UNODC-Generaldirektor Antonio Maria Costa zwar sagt, dass es solche Transfers gegeben habe, aber keine Namen und Banken nennen möchte?

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Ad Wars

Niemand kommt an Werbung vorbei. Wir nicht, da sie unsere Arbeit zu einem wichtigen Teil finanziert, ihr nicht, da ihr sie seht und hört, und das natürlich nicht nur im Netz. Für uns alle gilt, dass Werbung beinahe jeden unserer Lebens- und Kulturräume durchdringt, sich im besten Fall anbietet, im schlimsten aber anbiedert und aufdrängt. Die Strategie der Werbung hat dabei vielerorts die naive 50er-Jahre-Vorstellung der Produktinformation ebenso verlassen wie die ihr zugeordnete Reklame-Nische, und ihre Penetranz geht nicht wenigen Menschen, die sie doch eigentlich erreichen und umgarnen soll, auf den Wecker. Wer braucht twitternde Sektmarken? Eben.
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Wie das Geschäft mit Abmahnungen funktioniert

Daniel Flachshaar hat für die Piratenpartei einen äußerst spannenden Artikel recherchiert, der das Geschäftsmodell für Abmahnungen bei angeblichen Urheberrechtsverletzungen darlegt.

Welche Unternehmen und Kanzleien sich dabei besonders kreativ zeigen, warum es auf Basis dieses Modells für Rechteinhaber äußerst lukrativ sein kann, ihre Werke bewusst via Filesharing zu vertreiben, und wie sich betroffene Abgemahnte am besten verhalten sollten, kann man hier nachlesen.

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