Allzu ernst nehmen sollte man diese Infografik, welche iPhone- und Android-Nutzer vergleicht und die von Hunch bei Column Five Media in Auftrag gegeben wurde, bitte nicht. Gerade wenn man es nicht tut, macht sie nämlich viel Spaß. Obwohl alle Daten natürlich bald, wenn die Karten durch den Motorola-Mobility-Kauf durch Google neu gemischt sind (und Google die Usability-Abteilung von Motorola gefeuert hat), veraltet sein werden.
Gefunden in den Google+-Postings von kosmar, äh, Entschuldigung, Google, von Markus Angermeier natürlich. (Habe gerade einen Nerd-Witz erfunden: Wie nennt man jemanden, der wegen der Google-Namenspolitik von Google+ ausgeschlossen wurde? Persona non data! Kracher, oder?
Das Erstaunliche am oben gezeigten Anonymous-Video, mit dem sich die Gruppierung in den Streit zwischen der GEMA und Google/YouTube einmischt, bei dem es um die Vergütung der musikalischen Urheber von Musikvideos geht: Offenbar wissen Anonymous weit mehr als andere Beobachter des Kampfes, unter dem so gut wie jeder Internet-Nutzer hierzulande leidet. Oder sehr viel weniger. Aus dem Statement des Videos:
(…) Wir beobachten mit Sorge eure überhöhten Forderungen bezüglich urheberrechtlich geschützem Material auf Youtube und anderen Plattformen dieser Art. (…) Ihren überzogenen Forderungen kann und wird das Unternehmen Google nicht zustimmen können, da es nicht die benötigten Werbeeinnahmen generieren kann. (…)
Eine deutsche WIRED kommt. Erstmal nur eine. Denn die deutschsprachige Print-Ausgabe der US-WIRED soll als „Testausgabe“ zunächst zeigen, ob sie auch wirklich jemand lesen will. Kurioserweise erscheint sie dafür Anfang September 2011 als Beilage der GQ – ein Vorgehen, das wahrscheinlich bisher nur der Verlag und Thomas Knüwer versteht, der die Chefredaktion für die deutsche WIRED übernommen hat.
Eine Website zum Heft wie bei europäischen Ausgaben aus UK und Italien, aus denen auch die Inhalte der deutschen WIRED teilweise stammen werden, ist bisher nicht geplant, stattdessen gibt es ein Blog unter wired.de.
Ich hätte mich über eine „echte“, regelmäßige deutsche Ausgabe der WIRED gefreut, das geplante Vorgehen finde ich jedoch ziemlich lahm. Ich wünsche Thomas Knüwer, den ich kenne und der u.a. auf der letzten re:publica moderiert hat, natürlich alles Gute – ich weiß nur nicht so recht, wofür. Eine Testausgabe, keine weiteren geplant (außer, die GQ verkauft plötzlich mehr?) … hm. Mal sehen. Vielleicht wir(e)d es ein hübsches Sammlerstück.
Gestern im Netz, heute in den Papiermedien: Alle mussten sich äußern über die neue Facebook-Funktion, die beim Upload von Fotos automatisch Gesichter von Freunden erkennen können soll. Hier ein paar Sätze der offiziellen Statements von Facebook, dort ein paar Datenschützer-Zitate und dann noch etwas „aus dem Internet“: Fertig scheint der Artikel.
Angesehen hat sich den ganzen Kram aber anscheinend niemand.
UPDATEStadt-Bremerhaven erklärt, dass man die tatsächliche Deaktivierung der Funktion bzw. der gesammelten Fotoinformationen der eigenen Person per Mail beantragen muss.
Erst jetzt habe ich es geschafft, die Rede von Lawrence Lessig während des eG8-Gipfels anzusehen und kann nur allen halbwegs interessierten Leserinnen und Lesern empfehlen, es mir gleich zu tun (die Rede dauert nur zehn Minuten und startet bei 2:10). Denn Lessigs Anwesenheit war wichtig:
Inhaltlich gewohnt fundiert und erzählerisch herausragend führt Lessig die Anwesenden mit dem Vergleich von Regierungen mit Alkoholikern an sein Thema heran, das da heißt: „Schützt die Outsider“. Er warnt Regierungen davor, sich vor den Karren der Unternehmen spannen zu lassen („Their job is profit for them. Your job is the public good.“) und spannt einen geschickten Bogen von den oft von Jugendlichen und „Outsidern“ gegründeten und allen bekannten Internet-Giganten zur wirtschaftlichen Innovationskraft, die durch Angriffe auf die Netzneutralität gefährdet wäre. Und er schließt mit den Worten:
The future of the internet is not Twitter, it is not Facebook, it is not Google, it is not even Rupert Murdoch. The future of the internet is not here. It wasn’t invited. It doesn’t even know how to be invited, because it doesn’t yet focus on policies and fora like this. The least we can do is to preserve the architecture of this network that protects this future that is not here.
Übersetzung: Die Zukunft des Internet ist nicht Twitter, nicht Facebook, nicht Google und nicht einmal Rupert Murdoch. Die Zukunft des Internet ist nicht hier. Sie war nicht eingeladen. Sie weiß nicht einmal, wie man eingeladen wird, denn sie kümmert sich noch nicht um Richtlinien und Foren wie dieses. Das Mindeste, das wir tun können, ist die Architektur des Netzwerks zu erhalten, die diese Zukunft beschützt.
Für diese klaren Worte flog Lawrence Lessig dann auch gleich aus dem Empfehlungskatalog des eG8-Forums. Nach dem Klick gibt es noch ein ebenfalls sehenswertes Interview mit ihm vom eG8-Forum und ein weiteres Video von der alternativen eG8-Pressekonferenz mit Jérémie Zimmermann (La Quadrature du Net), Jeff Jarvis, Lawrence Lessig, Susan P. Crawford (ehemals ICANN), Jean-François Julliard (Reporter ohne Grenzen) und Yochai Benkler (Co-Direktor am Harvard’s Berkman Center for the Internet). Read on my dear…
The Onion berichtet über das erfolgreiche CIA-Projekt „Facebook“ und enthüllt, dass die Social-Networking-Site der primäre Grund für die CIA gewesen sei, das Internet zu gründen.
Ein Mangel an Geschichten rund um bekannte Internet-Giganten herrscht derzeit nun wirklich nicht: Nach dem kürzlichen Bekanntwerden einer jahrelang bestehenden Sicherheitslücke in der Facebook-API für App-Anbieter hat „Fake Steve Jobs“ Dan Lyons nun für The Daily Beast eine, wie er es nennt, „Schmieren-Attacke“ von Facebook gegen Google aufgedeckt.
Dieses Video zeigt, wie ein Taschenrechner-Programm aus dem Netz geladen und auf einem Windows-Rechner aufgerufen wird. Obschon dieser Prozess allein sicher manchen Computer-Neuling beeindruckt, wurde er nur deshalb als Videodokumentation veröffentlicht, weil er durch eine in Googles Chrome geöffnete Website initiiert wurde und somit eine beispielhafte Sicherheitslücke des Browsers aufzeigt. Denn es muss ja nicht immer nur ein Taschenrechner sein, der da ferngesteuert gestartet wird.
Entdeckt wurde diese Lücke in Chrome von der Sicherheitsfirma VUPEN, welche die technischen Details allerdings nicht etwa mit Google oder gar der Welt teilt, sondern nur mit ihren zahlenden Kunden (zu denen Google möglicherweise natürlich zählen könnte).
Und nicht nur Jeriko, moeffju und 343max fragen sich nun, ob so ein Verhalten korrekt ist, als Werbung gelten darf oder nicht als Erpressung gewertet werden muss.