Wann hört das eigentlich auf, dass man einfach etwas macht?
Ohne Sinn, ohne Ziel, sondern schlichtweg, weil da ein Etwas ist und ein Ich und man mal probiert, was sich aus der Kombi ergeben könnte.
Sechs Minuten „Sachen machen“ hat Koki Tanaka in seinem Film „Everything is everything“ versammelt und mich beruhigt allein schon das Betrachten dieses Un-Sinns.
Ob man es wohl schaffen würde, den gesamten Inhalt des Kühlschranks übereinander zu stapeln? Wie viel Schnee wohl in die Mülltonne der Nachbarn passt? Könnte sein, der Toaster pfeift, wenn man ihn am Kabel hält und ganz schnell durch die Luft schleudert. Und wenn ich los lasse? Bis zum Balkon gegenüber schätze ich. Locker…
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So Sachen machen
transmediale.10 – FUTURITY NOW!

Ab Dienstag wird unsere Wohnung zum Hostel umfunktioniert; mit Buttons übersäte Rucksäcke stapeln sich im Flur; Schlafsäcke vor dem Schreibtisch; Österreicher, Luxemburger, Engländer und Iraner vor einem Sixer Schulte in der Küche und ihre schmuddeligen Zahnbürsten in meinem Becher, denn es ist wieder so weit, die diesjährige Transmediale, Festival für Kunst und digitale Kultur im Haus der Kulturen der Welt, beginnt. Und damit nicht nur meine sozialen Phobien sondern auch die Spreeblick-Leser ihren Spass mit der transmediale.10 haben werden, verlosen wir hier zwei Pässe – nicht nur Tickets, sondern richtige Festival-Pässe, die zum Zutritt zu allen Konferenzen, Workshops, Screenings, Performances und Ausstellungen berechtigen.
UPDATE 01.02.: Die Transmediale packt nochmal zwei Pässe drauf und wir verlängern die Deadline bis heute Abend 22 Uhr. Read on my dear…
Unfinished Sympathy: Das Massive-Attack-Video in Google Street View

Craig Robinson, der eine Zeitlang auch dieses Blog erfreute, hat das Video zu Massive Attacks „Unfinished Sympathy“ in Google Street View an den Original-Locations nachgestellt. Flash mag dafür nicht das tollste Format sein, also macht euch auf etwas längere Ladezeiten gefasst. Hier klicken. Bitte.
Update Mir fiel gerade auf, dass man die Größe der Google-Street-View-Version sicher nicht erkennen kann, wenn man das Original-Video nicht kennt. Selbiges daher zur Erinnerung oder Auffrischung oder als bisher verpasstes Hintergrundwissen nach dem Klick.
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Moby Dick, Seite für Seite für Seite illustriert
Matt Kish illustriert Melvilles Klassiker – seitenweise.
Auf Seite 140 ist er inzwischen, etwa 900 weiter stehen ihm noch bevor, wenn er durchhält.
Auf seinem Blog erfährt man über Matt Kish, dass er gar kein Künstler sei und mit dem ambitionierten Projekt kein konkretes Ziel verfolge.
Die großartige grafische Umsetzung des Romans lässt mich aber zweifeln. Kein Künstler? All die Mühe für „nur so“?
Ich habe ihn gefragt – seine Antworten nach dem Klick.
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“Und deswegen mach ich jetzt mal diesen Tisch hier kaputt, ja?”

Who’s side are you on?
Oder auch: Kann Kunst mit Kommerz leben?
Oder auch: „Fernsehen ist ein Unterdrückungsinstrument in dieser Massengesellschaft!“
Was genau geschah an jenem Fernsehabend im Dezember 1971, als „Ton Steine Scherben„-Manager (und Mitsänger) Nikel Pallat den Tisch eines TV-Studios vor laufenden Kameras zerstören wollte, Fernsehstudio-Tische aber noch sehr stabil gebaut waren und Pallat daher nur noch blieb, die Mikros für seine Arbeit mit jungen Strafgefangenen mitgehen zu lassen … das steht in diesem Text von Lutz Neitzert (PDF) und ist nach dem Klick zu sehen.
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Grape Frogg
Eigentlich steh ich nicht auf surreale Photoshop-Frickeleien, aber die Collagen des Moskauer Designers Grape Frogg sind eine zauberhafte Mischung aus Hopper, Dali und Sowa und schön.
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Obduktion der Kuscheltiere
Meine gesamte Kindheit über hat man mir weismachen wollen, Plüschtiere seien lebloses Handwerk, gestopft mit Watte, wo andere ein Herz haben.
Emily Stoneking endlich sezierte Piggy, Froggy, Hoppelchen und Rattilein und machte eine erstaunliche Entdeckung!
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Times Square to Art Square

Die Idee ist so naheliegend wie nur irgendwas, selbst ich hatte sie schon: warum nutzt man Werbeflächen in Großstädten nicht hin und wieder zur Präsentation von Kunst?
Die Stadt wird Galerie, der öffentliche Raum zur kulturellen Bildungsstätte!
„Jaha!“, wird der Ältestenrat sagen, „Alles schön und gut, aber wer bezahlt den Spass?“
„Wir!“ kontern die Organisatoren von Times Square to Art Square keck.
Mittels Spenden erkaufen sie die Werbeplätze der Billboards am New Yorker Times Square, um auf ihnen Werke junger Künstler zu zeigen.
Mitmachen kann jeder. Die Aktion ruft Künstler dazu auf, ihre Arbeiten einzureichen und bittet Kunstliebhaber (oder Werbehasser) um Spenden, damit diese am Times Square präsentiert werden können.
Das Ziel ist so hoch wie die Glitzertürme selbst: alle Billboards sollen zu Kunstwerken werden!
Au ja!
Rotierende Küche

Direkt aus dem EMOMA (Emmerich Museum of Modern Art): Eine Küche, die sich ganz, ganz langsam dreht, installiert vom Holländer Zeger Reyers. File under: Was ich immer mal ausprobieren wollte, wofür ich aber nie genug Kunst hatte. Video nach dem Klick.
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Deutschlehrer, ihr hättet Bushido verhindern können
Das hat mir der ältere Sohn gerade empfohlen. Wirklich.
Vintage Ad Browser

Werbung aus vergangenen Zeiten ist oft witzig, manchmal aber sogar ein Einblick in die Gesellschaft ihrer Entstehungszeit, ein Zeuge von Trends, Moden und Irrtümern. Philipp Lenssen hat ein halbes Jahr damit verbracht, alte Werbung (und politisches Propagandamaterial) zu scannen, scannen zu lassen und aus anderen Quellen zusammenzutragen, das Ergebnis gibt es seit einigen Tagen unter vintageadbrowser.com zu durchstöbern.
Evan Roth: GML – Graffiti Markup Language

Die Arbeiten von Evan Roth haben wir hier schon einige Male erwähnt. Nun steigert Roth seine Coolesauness ein weiteres Mal mit der Entwicklung der Graffiti Markup Language (GML), einem auf XML basierenden, offenen Standard zur Beschreibung und Archivierung von durch digitale Gesten entstandenen Graffities. Und es macht gar nichts, wenn ihr den letzten Satz mehrmals lesen musstet, er hat mich schließlich auch beim Schreiben einige Zeit gekostet.
Das gemeinsam mit Jamie Wilkinson, Theodore Watson und Chris Sugrue entwickelte Projekt hat sein Zuhause unter 000000book.com, dort wird es beizeiten auch Applikationen geben. Das Video gibt es nach dem Klick.
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Farb-Code für Farbenblinde

Wenn ich es richtig verstehe, sind es portugiesische Designer, die das Color-Add-System entwickelt haben, einen Code, der Farben beschreibt und der farbenblinden Menschen helfen soll. Die klaren, leicht erkennbaren Formen können nicht alle, aber viele Farbtöne bezeichnen – solange man die Grundlagen der Farblehre beherrscht.
Für mich klingt das sinnvoll, aber ich kenne mich mit Farbenblindheit nicht genug aus – anyone?
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Katharina Greve: Ein Mann geht an die Decke

Franz Fink ist Fahrstuhlführer im Berliner Fernsehturm, wo er eines Tages sein Gleichgewicht verliert und viele Erkenntnisse gewinnt. Was seine Frau Inge dazu sagt und wie es sich ohne Oben und Unten lebt, das erzählt Katharina Greve, die u.a. auch Electrocomics zeichnet, in ihrem mit feinstem Strich gezeichneten Comic-Roman „Ein Mann geht an die Decke“.
Keineswegs nur für Comic-Fans ein Genuss, sondern auch ein prima Geschenk für diejenigen, die gerne ein Stück Berlin vergeben würden, vor den alltäglichen Mitbringseln jedoch zurückschrecken.
Das Buch kann im regulären Buchhandel, beim ohnehin hervorragend bestückten Berliner Comicladen Modern Graphics und natürlich auch bei amazon (Partnerlink) bestellt und gekauft werden.
Diagram of Geek Culture
Der Geek, das rätselhafte Wesen – Julianna Brion kennt sie alle!
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Mal malen mit FlockDraw

Am vergangenen Montag hatten wir hier bei Spreeblick FlockDraw in ein Posting integriert, ein Online-Werkzeug, das kollaboratives Malen im Browser einer Gruppe von bis zu zehn Menschen ermöglicht. Einige Tage lang glich der Artikel dem Treffen der lokalen ADS-Gruppe, Zeichenstifte und Worte fieberten über den Bildschirm und krakelten durch die virtuelle Gegend.
Doch auch viele sehr beachtliche Werke entstanden, und das Zuschauen beim Entstehen dieser Bildchen machte beinahe mehr Spaß als selbst mitzumalen. Emotionsgeladene Lösch-Battles waren ebenso wie liebreizende Herzchenbilder zu beobachten, und nette Spreeblick-Leser/innen speicherten freundlicherweise einige der Ergebnisse ab, zu finden sind die Links in den Kommentaren zum betreffenden Artikel. Ich selbst habe ein paar Malaktionen mitgefilmt, das soziologisch durchaus interessante Ergebnis inkl. meiner gestammelten Kommentare ist nach dem Klick zu sehen.
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Hosen runter! No Pants Subway Ride 2010 in Berlin

Improv Everyhwere, die Improvisationskünstler aus New York, lassen den No Pants Subway Ride bereits seit neun Jahren steigen: Einfach mal die Hosen runterlassen, U-Bahn fahren, und dabei so tun, als wärs das Normalste der Welt. Auf Nachfragen erstaunt bemerken, dass man die Beinkleider wohl zu Hause vergessen hat. Und so ganz nebenbei für ein bisschen Verwirrung und Erheiterung sorgen. Was letztes Jahr 1.200 Teilnehmer in New York und nochmal etwa 1.000 auf der ganzen Welt an- bzw. ausgezogen hat soll am 10. Januar 2010 erstmals auch in Berlin stattfinden – sofern sich genug Helfer und natürlich Teilnehmer finden. Alle Details dazu findet ihr auf der Facebook-Seite oder direkt bei der Initiatorin Martha Dear.
Gerüchten zufolge wird die Spreeblick-Redaktion an dem Tag ihre Räumlichkeiten in die U-Bahn verlegen und sich die nackten Beine von ihren Laptops wärmen lassen.
E.A. Poe Illustrationen von Harry Clarke
November!
Wie kann ein so trostloser Monat einen so klangvollen Namen haben? Edgar Allen Poe muss den November geliebt haben wie Harry Clarke seine „Tales of Mystery and Imagination“, die er 1923 illustrierte.
Will Schofield hat alle Illustrationen gescannt und lagert sie in generöser Auflösung auf seinem Flickrstream, der ein Füllhorn seltener, aber umso tollerer Illustrationen ist.
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