Die Retro-Illustrationen von Kevin Dart greifen das Feeling klassischer Filmplakate der 60er Jahre auf, um deren Stil und Look in die Moderne zu übertragen. In letzter Zeit ganz zentriert auf seine Actionheldin Yuki 7, schafft Dart eine wunderbar vollständig imaginierte Welt — bunt, sexy und cool, wie wir uns die Sixties eben vorstellen.
Hier als Einstand zur neuen Diskursdisko- /Spreeblick-Crossposting-Serie ein Interview mit Kevin Dart über seinen Werdegang, die Welt von Yuki 7 und seine Zukunftspläne. Read on, my dear…
Über Iri5s „Ghost in the Machine“-Flickr-Set hatte ich hier bereits im März gebloggt, der neueste Zugang, nur für Johnny: London Calling aus Bandsalat.
Sehr schöne Idee: Das Musikvideo zu Julian Perretas Song „Ride My Star“ ist eine Augmented Reality-Spielerei. Man hält einen ausgedruckten Tracker vor die Webcam und auf der Website sieht man ein animiertes Pop-Up-Buch – das Musikvideo. Dürfte das erste seiner Art sein, Video davon nach dem Klick. Read on, my dear…
„Glads“ ist eine Serie von drei großformatigen Prints des Künstlerkollektivs aa-nn-dd, deren Motive sich aus Google-Ad-Pixeln zusammensetzt. Dazu haben sie per Skript Bilder unter CC-Lizenz mit passenden Keywords und den dazu geschalteten Anzeigen abstrahiert. Klingt interessant, auf so ‘ne Art.
Die Idee, die Reiserouten von Twitterern zu visualisieren, kam dem Kanadier Jer Thorp bei einer Diskussion um H1N1 und die Verbreitung von Epidemien im Allgemeinen. Eine Bekannte berichtete dem Künstler von den Visualisierungs- und Vorhersageversuchen der Epidemiologen ( die sicher noch viel merkwürdigere Wörter auf Lager haben als „Vorhersageversuche“) und Thorp setzte sich an ein Projekt, in dem er die Daten verschiedener Tweets auswertete:
Er durchsuchte Tweets nach der Phrase „Just landed in…“ (“Landete gerade in…“), extrahierte die Ortsangabe und verglich diese mit der im Twitter-Profil angegebenen Heimat des Accountsinhabers. Ein auf englischsprachige Tweets beschränktes und unperfektes, aber visuell faszinierendes Projekt, das zusätzlich zeigt, wie leicht der gebündelte Zugriff auf offene Informationen im Netz auswertbar ist. Video nach dem Klick. Read on, my dear…
Hier ein kleiner, feiner Typo-Animationshort von Brent Barson, in dem er negative und positive Wortpaare einander gegenüberstellt und sich so durch das Alphabet des Designprozesses hangelt. Video nach dem Klick oder hier in größer und besserer Qualität. Read on, my dear…
Google hat elf Motiondesign-Studios damit beauftragt, ein paar Kurzfilme über einen Browser namens Chrome zu produzieren. Nach dem Klick der Clip von Motion Theory, die anderen zehn Animationen gibt es hier. Read on, my dear…
Das Logo meiner alten Kapelle wurde 1987 von einem gewissen Rian Hughes gestaltet – einem britischen Comic-Künstler, Designer und Illustrator, den wir damals während der Aufnahmen zum ersten Major-Album „Greenhouse Effect“ in London kennen und schätzen gelernt hatten.
Das wird heute nichts mit der gemeinsamen Mittagspause, das Flash-Spiel Scary Girl, eine Kreation des Australiers Nathan Jurevicius, wird sie verhindern.
Der Film „The Producers“, der auf dem gleichnamigen Musical von Mel Brooks und Thomas Meehan basiert, gehört zu den absurdesten Streifen, die ich gesehen habe, er schwankt zwischen schwuler Camp-Ästhetik, Klamauk und Genialität. Brooks nahm als Vorlage für das Theaterstück seinen eigenen 1968er Film „Frühling für Hitler“, der in Deutschland gewohnt geschickt mit „Total verrückter Broadway“ betitelt wurde, und kassiert mit dem Musical seit 2001 einen Award nach dem anderen.
In Deutschland feiert das Stück am 17. Mai 2009 Premiere im Berliner Admiralspalast (Trailer nach dem Klick) und es passt nur allzu gut, dass die PR-Kampagne mit Brezeln statt Hakenkreuzen bereits jetzt für Wirbel sorgt.
Sagt man überhaupt noch „Streifen“? Und was ist mit „Platten“? Read on, my dear…
Die gesamte Print-Branche jammert, und doch erscheinen Woche für Woche tolle, hübsche, großartige und liebevoll gemachte Magazine auf Papier, deren Kauf sich lohnt. Sie werden in den meisten Fällen nicht unbedingt von den großen Verlagen herausgegeben, sondern von einzelnen Enthusiasten gemacht, weshalb sie auch nicht an jedem Kiosk erhältlich sind.
Für Fanzine-Junkies und andere Magazin-Liebhaber/innen entsteht unter dem Namen „Gute Seiten“ gerade eine Sammelstelle, die nicht nur bespricht und auszeichnet, sondern die Hefte auch zentral vertreibt – einzeln oder im Abo. Spreeblick, Deutschlands papierverliebtestes Blog, wünscht dabei viel Erfolg!
Letzte Woche ging Iri5s „Ghost in the Machine“-Flickr-Set durch die Blogs, das ich nur mäßig spannend fand. Den neuesten Zugang dort, der Robert Smith aus Bandsalat, finde ich da schon ein wenig besser, weil detailierter. Und ihr Remix-Projekt ist ebenfalls ziemlich toll, oben rechts ein Portrait von Martin Luther King aus Bildern der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung.
Die Kölner Künstlergruppe //////////fur//// hat den Moshpit Amp gebaut, einen interaktiven Verstärker, der die Band überbrückt, indem die Bewegungen eines headbängenenden Fans mittels Sensorik direkt in Musik übersetzt wird.
Eine Direct-Feedback Teufelsmaschine unmittelbar aus der Web-Zombie-Hölle vor der uns Marek Lieberberg warnen wollte, als er sich in der SZ einmal so richtig auskotzen durfte. Ein weiterer Sieg der kulturlosen Freaks, die die Datenhighways beherrschen, keine Zäune kennen und ehrliche Jobs hartarbeitender Kulturverwalter aussaugen. Eine Kultur geradewegs auf dem Weg ins digitale Harmagedon, dessen Ruinen nur noch eine einzige Unkultur sein werden, in der das FAZ Feuilleton Rezensionen über die neuesten Flashspiele druckt und der ARD-Brennpunkt die Serverprobleme bei Twitpic untersucht. Read on, my dear…
Sobald in den Kommentaren herausgefunden wurde, was in diesem Bild steht, gibt’s den Link zum Selbermachen. Update: Das JPG links funktioniert nicht, bitte dieses PNG nehmen, sorry!
Worth1000 ist eine Seite voller Photoshop-Contests und die Macher haben jetzt vier Onlinetools für die Kreation von Visuals an den Start gebracht. Denen fehlen selbstverständlich die elaborierteren Features von Photoshop oder Illustrator, aber die grundlegenden Funktionen (Ebenen, Stempel etc., alles inklusive weiterer Einstellungen) sind da und funktionieren tatsächlich erstaunlich gut.
Eilmeldung vom Hypertext-Kommissar: „In Österreich, dem Land der zwei Geschwindigkeiten, wurde im Darwinjahr eine vergessen Sowjet-Republik entdeckt. Defakto gilt Sowjet-Unterzögersdorf als letzte Enklave des ehemaligen Riesenreiches und hat sich aufgrund einer fehlenden Copyright- und Jugendschutzbehörde zum heimlichen Weltmarktführer kostenloser Point-and-Click-Adventures entwickelt.“
Urban Camouflage ist die Einswerdung mit dem Supermarkt. Das Projekt der beiden Studentinnen Yvonne Bayer und Sabina Keric von der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe greift die fortschleichende Militarisierung der Zivilgesellschaft, auch und vor allem in der Bekleidungsindustrie, auf und dreht sie gegen ihren Wirt, den globalisierten Hypersupermarkt. Dazu verkleiden sich die beiden mit Utensilien aus dem Einkaufsparadies, ähnlich wie es Scharfschützen machen, und verstecken sich anschließend so getarnt in eben jener Kaufhalle.
Wir hatten die Gelegenheit ihnen einige Fragen zu den Umständen ihres Projektes in mehreren Stockholmer Einkaufs- und Einrichtungsmärkten zu stellen und haben das natürlich auch gemacht. Read on, my dear…
Eine wunderbar einfache Idee, die zwar nicht so wirklich praktisch ist und deshalb gestalterisch eigentlich durchfällt (weil Form follows eigentlich ja Function auf Twitter, nicht wahr?). Dennoch wunderbar weil ungewohnt und neu.
Für sein „BFF“-Projekt masht Shawn Feeney 128 Freunde Schritt für Schritt in ein einziges Portrait. Er beginnt mit 64 Zeichnungen von Freund-Paaren, diese 64 kombiniert er wieder zu 32, die 32 zu 16 und so weiter, bis am Ende ein einziges Bild entsteht, das der visuelle Durchschnitt seines Freundeskreises ist. Video, in dem er zeigt, wie ein Portrait entsteht, nach dem Klick. Read on, my dear…
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.
Eine großartige Visualisierung mit einem guten Sprecher erklärt komplexe Zusammenhänge besser als jedes Buch.
Der zweite Satz wird sich wohl als geflügeltes Wort nicht durchsetzen, das nachfolgende Video „The Crisis of Credit“ vom Mediendesigner Jonathan Jarvis dürfte sich aber schnell zum Netz-Klassiker entwickeln. Ich würde sagen: Kaufen! Wenn’s nicht kostenlos wäre. Read on, my dear…
„In A Dream“ ist ein Film über Kunst, Familie und das Leben. Regisseur Jeremiah Zagar hat seinen Vater und Künstler Isaiah Zagar sieben Jahre begleitet, der seine Heimat Philadelphia in 40 Jahren mit über 5000 Quadratmetern voller Mosaike überzogen hat, die sein Leben und das seiner Familie erzählen. Der Film sieht nach einem fantastischen Künstlerportrait aus, gewann letztes Jahr auf dem SXSW Festival und kommt jetzt in die amerikanischen Kinos. Trailer nach dem Klick. Read on, my dear…
Die Ästhetik der Komprimierungs-Artefakte und Übertragungsfehler finden mittlerweile absichtlich in Musik-Videos statt und die Technik dazu nennt sich „Datamoshing“ (mehr Infos dazu bei Jason Kottke). Ein überaus sympatischer Name für eine Technik, finde ich. Das neueste Kanye West-Video nutzt Datamoshing und das ziemlich wunderbar. Den Sound kann man gottseidank leise drehen. Read on, my dear…
Mike Stilkey malt Illustrationen auf Buchrücken. Genauer: Er malt Illustrationen über die Buchrücken mehrerer alter Bücher. Fecal Face hat ihn zuhause in seinem Studio besucht und interviewt.