Katja Karp und Thomas Schwenke, die aus Tasmanien Spreeblick verfolgen, wissen, was man aus Wombat-Kot machen kann. Zum Beispiel tolle Spreeblick-Logos. Wir bedanken uns sehr herzlich mit besten Grüßen nach Down Under und geloben ab nun wieder eine Fäkalien-freie Spreeblick-Zeit!
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Scheiß Spreeblick!
How Everything Is Connected to Everything Else and What It Means
Entweder wird die Welt ab Ende Zwanzig so klein oder aber sie ist Berlin Kreuzberg. Ich weiß es nicht. Längerlebende unter Euch könnten Licht ins Dunkel des ersten Halbsatzes bringen, Ähnlichlebende die Annahme verifizieren, dass ein Netz in einem Notebook wohnt, mein Notebook in meinem Zuhause, mein Zuhause in meinem Kreuzberg und folglich mein Netz zu Berlin Kreuzberg zu zählen ist. Gehen wir, der Einfachheit und mir zuliebe, doch einmal davon aus, dass dem so ist.
Was ich weiß, ist auch dann immer noch nicht viel, aber das, zumindest:
Strange Maps
Merkwürdige Landkarten findet man beim passend genannten Blog Strange Maps. Zum Beispiel diejenige von Neu York, die darstellen soll, wie New York ausgesehen hätte, wenn die Stadt im Zweiten Weltkrieg von den Nazis erobert worden wäre. Strange indeed.
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Improv Everywhere: Frozen Grand Central
Die von uns so geschätzten Spontanimprovisatoren von Improv Everywhere haben nach einigen (wie ich finde) nicht so aufregenden Aktionen nun endlich wieder ein morgendliches Lächeln auf die Gesichter der Redaktionspraktikantinnen zaubern können, die hier morgens um sechs Uhr die vergoldeten Flügeltüren aufschließen, um die Reinigungsmannschaft einzulassen:
Herzlichen Glückwunsch, Lego!
Seit einigen Jahren darf ich es wieder verspüren, dieses etwas wunde Gefühl am Daumen nach stundenlangem Zusammendrücken der Steine, oder auch den Schmerz am Zahnfleisch nach dem mündlichen Trennen zweier flacher Elemente inklusive Abrutschen … und erst seitdem weiß ich, wie sehr ich es in den Jahren zwischen Adoleszenz und Vaterschaft vermisst hatte.
Inzwischen ist der sprunghafte Reflex eines noch halb schlafenden Körpers hinzugekommen, dessen Fuß völlig unerwartet auf einen Einer vor der Badezimmertür trifft und tritt … aber auch den mag ich mittlerweile.
Der Lego-Stein wird heute 50 Jahre alt, und während Gizmodo eine liebevoll getextete Timeline präsentiert, gratulieren wir diesem unersetzbaren Stück Popkultur einfach nur.
Bubblegum Sequenzer
Darauf haben alle Elektronikfrickler und Grobmotoriker gewartet: Der Bubblegum Sequenzer, eine in Berkeley entwickelte Oberfläche zum spontanen Komponieren und Jammen von Drumloops.
Jeff Vader in der Kantine des Todessterns
Das nach dem Klick folgende Video ist mit Abstand eine der witzigsten Star-Wars-Persiflagen, die ich je sehen durfte. Schade, dass sie auf englisch ist, sonst hätte ich neues Futter für zwei mir gut bekannte fanatische Lego-Star-Wars-Fans.
Flip Flop Flyin in Mexico
Unser aller Lieblingspixelschieber Craig Robinson weilt derzeit in Mexico und bloggt von dort aus auf die ihm eigene Art und Weise.
Muxicall
Gemeinsam musiziert es sich besser. Doch nicht nur das beweist Muxicall, sondern auch, dass es dann doch nicht so einfach ist, gemeinsam etwas hörbares zu fabrizieren …
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Wallpaper. Ja, Wallpaper.
Wer wirklich herausragende Schreibtisch-Hintergründe sucht, sollte mal auf ein paar Klicks bei der neuen Ausgabe von Web Zen vorbeischauen.
Henry Rollins & The Ruts
Malcolm Owen, Sänger von The Ruts, setzte durch seinen Heroin-Tod im Jahr 1980 der Karriere einer der besten Punkrock-Bands ein jähes Ende - ohne ihn waren The Ruts trotz einiger Versuche nicht mehr die Band, die sie waren.
Im Oktober des gerade vergangenen Jahres verstarb Ruts-Gitarrist Paul Fox an Lungenkrebs. Einige Monate vor seinem Tod spielten die Ruts nach 27 Jahren jedoch erstmalig wieder ein Konzert – mit niemand Geringerem als Sir Henry Rollins in der Gast-Sänger-Rolle. Die live aufgenommene Version von Babylon’s Burning kann man hier hören und hier als Download kaufen.
Ein Video des Gigs gibt es nach dem Klick.
Marvel vs DC vs Stan Lee Tribute Art
Es wird Zeit, dass wir diesen Glaubenskrieg auch mal an der Spree ausfechten. Denn auch wenn DC-Comics den dunklen Ritter Batman im Programm haben, ansonsten haben sie nicht sonderlich viel zu bieten und wer hier als erstes Lobo schreit, muss ein Jahr lang mit einem roten Iro durch die Gegend laufen. Noch ein Argument: wenn ich mir diese Stan Lee-Tribute-Art anschaue, dann denke ich mir: Batman sollte einfach den Verlag wechseln.
Und die grüne Leuchte scheidet als Superheld sowieso schonmal aus, wegen der Leuchte. So einfach ist das.
Jetzt der Design-Polizei beitreten!
Der Design-Polizei kann man ganz einfach beitreten. Erster Schritt: Das Herunterladen (PDF-Link) des aktuellen Design Enforcement Kits.
Super 8 – Neuköllner Rummel 1968
Super 8 ist keine neue Band und auch kein hippes Social-Web-Dings. Super 8 war das Videoformat, in dem sich (ihr müsst jetzt ganz stark sein und euch das bitte nicht zu bildhaft vorstellen) unsere Eltern beim Sex gefilmt haben. Oder auf dem Rummel. Oder beim Sex auf dem Rummel, das kam aber eher selten vor. Hoffe ich.
Georgie Greville: I wanna be your dog
„I wanna be your dog“ von Iggy und den Stooges, hier als Untermalung eines Castings in der Version der Models. Der Regisseur dieses Konzeptvideos, Georgie Greville, ist hier zu finden, das Video gibt es nach dem berühmten Klick.
The Frank Sinatra Timex Show
Ich kann Stöckchen nicht ab, sie erinnern mich zu sehr an Kettenbriefe und man ist ohne geringstes Zutun immer der Arsch, wenn man ablehnt. Was ich trotzdem seit einigen Jahren tue (beides). Dieses Stöckchen hier jedoch, das ist gar keines im herkömmlichen Sinne und außerdem hat es mir niemand zugeworfen. Ich hab’s mir einfach genommen.
Age bangs the Drums
Vom Ein- bis Einhundertjährigen. Alles Drummer vor dem Herrn. Meine Favoriten sind der fünfzehnjährige und der 78jährige. Die hauen so herrlich heftig auf die Kacke Snare. Video nach dem Klick.
Read on, my dear…
Wer braucht schon ein iPhone, wenn er eine Wählscheibe haben kann.
Ich halte ja diesen ganzen Funktions-Overkill für gnadenlos überbewertet. Ein Handy muss am Ende nichtmal telefonieren können, 24-7-Kommunikation ist doch auch eher Individualterrorismus. So ein Handy muss vor allem eines: schick aussehen. Und vielleicht irgendwas Bewegtes drauf haben. Die Wählscheibe kann beides und hat sogar ein eingebautes Frisbee-Feature. Das soll das iPhone mal nachmachen.
[via]
Raus aus dem Retro-Loop
Raus aus dem Retro-Loop, das ist mein Vorsatz für 2008.
Das Internet ist eine Erinnerungsmaschine, die es jedem ermöglicht, ganze Wochenenden mit dem medialen Input seines elften Lebensjahres zu verbringen. Das ist wunderschön, macht aber auf Dauer infantil, träge und blass um die Nase - wie jede gute Droge.
Schweinkram
Wo ich auch hinsehe bei den Zeichnungen von Mauricio Ricardo: Ich sehe überall Brüste, Hintern und Penissesse. Video nach dem Klick. Read on, my dear…
Linda
Das war so ein Friedrichshain-Dingens, als ich ziemlich frisch nach Berlin gezogen bin. Die Linda-Geschichte. Roland Brückner, von dem man erst hinterher wußte, dass er Roland Brückner heißt, und der deswegen nur „Lindas Ex“ hieß, beklebte den Friedrichshain mit Botschaften an und Bildern über seine Exfreundin Linda, von der man erst hinter wußte, dass sie irgendwas mit Lindau am Bodensee zu tun hatte, und eigentlich im Grunde sowieso nicht existierte. „Fuck now, suffer later“ oder „Linda lieben ist wie Igel essen“ oder so hießen die Sachen. Wegen den Bildern bin ich mehr als ein Mal in Hundescheiße getreten, weil ich statt auf die Straße auf gegenüberliegende Wände gestarrt habe. Friedrichshainer Straßen sind wie leitende Angestellte. Verweigert man ihnen die Aufmerksamkeit, wird man angeschissen.
Was mir in meinem trauten Domizil ja nicht passieren wird. Denn zum Glück bloggt Roland Brückner inzwischen. Doppelt. Schade nur, dass die Sachen auf Häuserwänden besser funktionieren.
Aber man kann ja nicht alles haben.
[via tante per mail]
Hagen Rether
Was soll ich viele Worte machen? Hagen Rether ist sehr witzig. Obwohl Weil er manchmal gar keine Witze macht.
„Der Schäuble hat seine Statistik gestern vorgestellt. Und die rechte Gewalt hat zugenommen. Und die linke Gewalt hat noch mehr zugenommen. Was ist denn linke Gewalt?!
Die Linken schmeißen keine Ausländer aus der S-Bahn.
Linke Gewalt, das ist wenn die Antifa rechte Aufmärsche attackiert. Die von der Polizei geschützt werden. Das ist linke Gewalt, Herr Schäuble.“
Auf youtube sind leider nur Ausschnitte seines Programms zu sehen. Ist aber gar nicht schlimm, denn er kommt nach Berlin. „Und die, die nicht in Berlin wohnen?“, fragt hinter mir jemand. Die müssen bis zum nächsten Frühjahr warten.
Ausschnitt nach dem Klick
Read on, my dear…

