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Sebastian Lehmann und Maik Martschinkowsky zu Gast bei Read on, my dear

Zusammen mit Marc-Uwe Kling und Kolja Reichert sind sie die Lesedüne, der ersten Lesebühne mit systemrelevanten Humor. Deswegen schreiben sie über Hausdurchsuchungen, Terrorverdacht, Behörden im allgemeinen, System und Politik: Wenn Maik Martschinskowsky sozusagen der Andreas Baader der Lesebühnenszene ist – aber ohne Sonnenbrille – dann ist Sebastian Lehmann Gudrun Ensslin. Kurzum: Zusammen sind sie die perfekte Vorbereitung auf unsere vielgeliebten Maifeierlichkeiten in Berlin.

Sebastian Lehmann und Maik Martschinkowsky zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick
28.04.2010 Einlass 20:00 Uhr, Start 20:30
Yuma Bar Reuterstraße 63
Eintritt frei, Austritt mit Hut

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Veranstaltungs- und (Hör-) Buchempfehlung: Little Brother

Der Argon-Verlag bringt ein kommerzielles Hörbuch zu Cory Doctorows Überwachungs-Dystopie „Little Brother“ heraus. Und will die Langfassung verschenken, wenn genügend Spenden eingehen, um die Produktionskosten zu decken. Das alles, wohlgemerkt, obwohl es bereits eine kostenlose Fan-Produktion gibt. Ermöglichen die Creative-Commons-Lizenzen ein Nebeneinander der Versionen?
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Georg Kreisler: Zufällig in San Francisco

„Unbeabsichtigte Gedichte“ habe er geschrieben, sagt Kreisler, und dieses Understatement zieht sich durch Vor-, Zwischen- und Nachwort. Dichten ist Scheitern, Scheitern an der Welt, Scheitern am Reim, Scheitern am eigenen Talent, Scheitern an der Wahrheit, Scheitern an der Logik.

Georg Kreisler ist ein Heimatloser: „Meine Welt ist überall“, sagt er. Geboren 1922 als Sohn eines jüdischen Rechtsanwaltes in Wien, emigiriert er in die USA; später wird er als GI gegen die Nazis kämpfen, und als ihm in Hollywood und New York der Erfolg verwehrt bleibt, kehrt er 1955 nach Europa zurück. Beaknnt wird er mit seinen sarkastischen, unnachgiebigen Chansons; Tauben vergiften im Park etwa oder Schützen wir die Polizei.

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Jan-Uwe Fitz und Christian von Aster zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Der Taubenvergrämer Jan-Uwe Fitz ist nicht zu beneiden. Freunde würden ihn Juf nennen, sagt er leise zu seiner Bäckersfrau, aber seit ihm der Fikus eingegangen ist, hat er keine mehr.

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Robert Rescue und Heiko Werning zu Gast bei Read on, my dear

Die Brauseboys kommen! Sagen wir: eine Delegation der Brauseboys, die es aus dem Wedding durchs unwirtliche Mitte über die Servicewüste Kreuzberg bis nach Neukölln schafft. Überzeugungsweddinger auf Freundschaftsbesuch, wir stellen das Eschenbräu kalt und legen Eisler auf. Read on my dear…

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Toni Mahoni zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

„Mit dem größten Vergnügen möchte ich alle, die ihn noch nicht kennen, auf den Sänger, Dichter, Videopodcastkünstler, Sozialkritiker, Spaßvogel und Kettenraucher Toni Mahoni aufmerksam machen, eine komische Naturbegabung aus Berlin-Friedrichshain mit dem Zeug zum kommenden Superstar.“ (Titanic im September 2007)
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iseevoices: T. C. Boyle über “Luck”

Würde man „Luck“ allein mit „Glück“ übersetzen, machte man es sich zu einfach. Und einfach passt einfach nicht bei Thomas Coraghessan Boyle, der in der neuen Ausgabe von iseevoices nicht nur über „Luck“ sinniert, sondern auch noch zeichnet — und mittendrin zufrieden feststellt, wie viel Spaß ihm das macht. Das Video ist nach dem Klick zu sehen, noch mehr tolle Interviews gibt es direkt es auf der Site der iseevoices-Serie.
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Jörg Kaier, Matthias Oborski und Andreas Monning bei Read on, my dear


Jörg Kaier alias „die kleinste Supergroup der Welt“ macht alles: Gitarre spielen, Keyboard und E-Bass, sogar die Playbacks hat er selbst eingesungen. Er singt über Helmut Kohl, Hebammen und, natürlich, Schwaben in Berlin. Das alles, wie er sagt, in „abend- bis morgenländische U-Musik für kleine Besetzung“ – Supergroup, fürwahr.

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Jörg Sundermeier zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit Spreeblick

Der letzte linke Student denkt nach. Denn: er soll gelesen werden. Und zwar: in Neukölln. Nach Neukölln aber kommt er nicht mehr, denn: hier herrscht Gentrifizierung. Gentrifizierung, das heißt: Vertreibung der Armen. Und zwar: durch Aufwertung des Kiezes. Aufwertung des Kiezes aber: geschieht durch kulturelle Aktivität. Und so macht sich der letzte linke Student gemein mit der Gentrifizierung, denn: er trägt bei zur Kultur im Kiez.

Jedoch: die Botschaft. Die: muss unter die Leute. Der letzte linke Student jedenfalls: weiß Bescheid. Und Pflicht ist es: sein Wissen zu teilen. Denn nur so: wird die Revolution kommen. Bis dahin: muss man Verbündete werben. Und das geht: durch Lesungen. Und deswegen beschließt der letzte linke Student, am nächsten Mittwoch seine Weisheit zu teilen! Und auch wir sollten nicht zu Hause versauern, sondern hinausgehen in die Yumabar, um Erkentnis über uns kommen zu lassen.

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Spreeblick zu Gast bei Read on, my dear – der Lesebühne mit… äh. Spreeblick.

Es gibt zwei Sorten Anfänge: entweder in medias res, mitten im Geschehen, das ist bei allen Krimis der Fall z.B., da wird immer mit dem Mord begonnen, und dann hechelt sich die Geschichte ab, bis sie die Geschichte vor der Geschichte rekonstruiert hat. Das ist Möglichkeit eins. Möglichkeit zwei heißt ab ovo, das heißt „vom Ei“, was in Zeiten der Übersexualisierung der Gesellschaft einen faden Beigeschmack erhält, aber, Leute, nehmt die Hand vom Genital, es ist älter, reiner und langweiliger, als „vom Ei“ eigentlich sein sollte:
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Stephen Fry über Drogen, Twitter, Zensur, Depressionen, Alice in Wonderland und fast alles andere

Nach dem Klick: Craig Ferguson von der Late Late Show im Gespräch mit Stephen Fry (und ohne Publikum) über das Leben, das Universum und alles. Unterhaltung im wahrsten Sinne des Wortes. Read on my dear…

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“Massenmigration” in Schicksalen

Dank der prächtigen Kooperation zwischen Giovanni di Lorenzo und der Bildzeitung ist die Hartz4-Debatte inzwischen nicht nur bis zu den faulen Nichtsnutzen, sondern auch den massenhaft ins Land strömenden, ausländischen faulen Nichtsnutzen durchgesickert – und das, obwohl die letzten Jahre von massenhafter Einwanderung überhaupt keine Rede sein kann, im Gegenteil. Die Festung Europa ist unerschütterlich wie nie, und vor ihren Toren verrecken die Unerwünschten. In der Meerenge von Gibraltar und im Atlantik kentern Boote voller Flüchtlinge durch die Bugwellen der Tanker, die Öl, Holz, Diamanten und Erze aus ihren Heimatländern nach Europa schaffen. „Massengrab Mittelmeer“ statt „massenhafter Einwanderung“, das ist die aktuelle Politik.

Die Debatte gibt Anlass, auf zwei Bücher hinzuweisen, die das Schicksal von Einwanderern nachzeichnen: Klaus Brinkbäumers „Der Traum vom Leben“ und Quilombo Hoknays „Als Blinder Passagier“.

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