Den Ärger kennt wohl jeder, der sich einmal auf die Suche nach einer bestimmten Domain gemacht hat: Man hat eine hübsche Namensidee, schaut mal eben nach, ob die Webadresse schon belegt ist und findet heraus: Ja, ist sie. Doch benutzt wird sie nicht, sie steht bei irgendeinem Domain-Auktionshaus zur Ersteigerung bereit.
Freie Domains fernab von künstlichen Fantasienahmen sind Mangelware (die jüngste ICANN-Ankündigung über die Zulassung eigener TLDs ab 2012 mag dies ändern, und ich spare schon auf die 125.000 Euro für die Endung „.blick“), noch seltener sind aber anscheinend URL, die auch genutzt werden oder wenigstens nicht allein zum Zweck des Verkaufs reserviert wurden.
Würden nun die Portale, die sich um den Verkauf solcher Domains kümmern, nicht so aussehen, als würde man sich bei ihrer Nutzung Viren- und Phishingattacken sowie Hautausschlag und interessante Kreditkartenabbuchungen einheimsen, dann könnte man das ja mal ausprobieren, den einen oder anderen Euro mag einem ja eine gute Domain wert sein. Meine vergangenen Klick-Versuche bei bestimmten Domainnamen resultierten jedoch meist in derart utopischen Preisvorschlägen, dass ich noch nie eine Domain auf diesem Weg erstanden habe. Bis gestern, als ich tatsächlich 100 Dollar für eine Domain gezahlt habe. Der Weg dorthin ist jedoch eine eigene Niederschrift wert und hinterlässt einen äußerst faden Beigeschmack.
Read on my dear…