Das ist leider kein UFO. Das ist eine Lenticulariswolke. Der Himmel hat auch in unserer halbaufgeklärten Zeit seinen Zauber nicht verloren. Und seinen Schrecken auch nicht. Wahllose Wettervideos von Independence-Day-Wolken, plötzlich auftauchenden Windhosen und Blitzen in Superzeitlupe nach dem Klick.
Archiv
Suchmaschine
Manche Bilder muss man einfach für sich allein stehen lassen. Zum Beispiel das einer Suchmaschine. Ist das jetzt sowas wie Google-Steampunk?
[via, das ganze ist eine Illustration des Overburen-Designstudios]
Der Internet Patriot Act
Lawrence „Larry“ Lessig, Jura-Professor an der Stanford University und Creative Commons-Erfinder, erzählte dem Publikum der diesjährigen Fortune Brainstorm Tech Konferenz von einem i-9/11-Event, der zum Anlaß genommen werden würde, um die Rechtssprechung bezüglich des Internets radikal umzugestalten und einen von ihm so genannten Internet Patriot Act zu verabschieden, der natürlich schon längst in den Schubladen der Verschwörer Politiker schlummert.
Juhu! Endlich wieder Briefe schreiben! Ist doch auch viel romantischer. Video mit Larry Lessig und ein Transkript nach dem Klick.
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Sigur Rós live @ Museum of Modern Art NYC
Sigur Rós, die mit der Elfen-Musik für Kobolde und Waldgeister, haben an Islands Unabhängigkeitstag, dem 17. Juni, ein Konzert im New Yorker Museum of Modern Art gespielt. Das ganze ist natürlich reinste Magie und dank CurrentTV kann man sich den Zauber ins Blog stellen. Tracklisting und Konzertvideo (45 Min.) nach dem Klick.
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Dörfer, die Berlin sind
Fragt man die Kritiker, was sie an Berlin auszusetzen haben, kommt meistens viererlei: Hundescheiße. Zu Laut. Zu groß. Zu viele Leute, die gerne hip wären, weil sie während ihrer analen Phase nur Märchenkassetten geschenkt bekommen haben. Das ist schade, denn Berlin ist viel beschissener als allgemein angenommen.
Ceci n’est pas un article
Shhhht. Sind alle weg? Schlafen auch alle? Schön. Weil: dies ist eine feindliche Übernahme. Seit ich bei Spreeblick schreibe, plagt mich der Angsttraum, dass, sobald ich einen Artikel schreibe, der mir mehr als andere am Herzen liegt, alle Feedreader auf der Stelle ihr Abonnement kündigen, keiner kommentiert, mich alle blöde finden und niemand mehr auf die Seite klickt. Dann - so geht der Traum weiter - nimmt Johnny den Anker aus dem Logo und versenkt mich in der Spree. Wo sie am tiefsten ist. Was Johnny nicht weiß: Ich kann sowieso kaum schwimmen, deswegen braucht er den Anker eigentlich nicht. Gleichwohl, und todesmutig: unbekannte französische Musik nach dem Klick.
Anna Rikje Rosenthal
So hat Gott Pop gewollt: melodiös, verspielt und mit intelligenter Stimme vorgetragen. Man möchte seine Handtasche schwingen und Turnschuhe kaufen, wenn man Anna Rikje Rosenthal hört.
Popgun! 31 die Updateausgabe
Noch fünf Tage bis zum Release des neuen Fleet Foxes Albums. Bis dahin müssen nochmal meine ausdauerndsten Favoriten des Jahres ran: White Denim und Lykke Li (Bild). Für die tapferen unter den Lesern gibt es nach den Updates einen herzigen Downloadsampler. Read on, my dear…
Large Hadron Rap
Wenn ich an den Large Hadron Collider unter’m CERN denke, dann gehen mir nicht unbedingt Rhymes durch den Kopf, sondern eher schwarze Löcher. Was allerdings nicht heissen muss, dass das anderen nicht so geht. Jedenfalls sind mir Raps über Protonen und Higgs-Teilchen sehr viel sympatischer, als Texte über BlingMotherf***ingKIZDings, Video nach dem Klick. Und: Ja, ja, ich weiß. Nerdcore. Meh.
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Polaroidmanipulation
Ich mag die digitale sehr, aber ich vermisse gleichzeitig die analoge Fotografie. Man schoss eben nicht 800mal das gleiche Motiv und stellte schon gar nicht alle 800 Versionen in eine öffentliche Galerie, man musste sich nicht sofort nach dem Auslösen „Zeig’ mal!“ anhören und gleich danach „Oh Gott, lösch’ das sofort!“ und überhaupt: Read on, my dear…
Code is art
Behauptet man, dass Coder feinfühlige Menschen wären, dann bezieht sich das meist auf die Tatsache, dass viele Programmierer nicht mehr als 17 Tassen Kaffee vertragen – an einem Vormittag. Das ist natürlich ungerecht, und so wird es höchste Zeit eine Lanze zu brechen für die wahren Künstler der Informationsgesellschaft, die echten Poeten unter den Keyboardern, diejenigen eben, die quasi unkündbar sind, weil sie das Schicksal ihres Arbeitgebers mit der Konsolen-Eingabe von wenigen Buchstaben bestimmen können. Read on, my dear…
Who watches the watchmen?
Vielleicht wird sie toll, die Verfilmung eines der besten Comic-Romane der Welt: Watchmen.
Herzbloggen
Und jetzt gebt dem Mann, wenn er nicht schon längst einen hat, endlich einen verdammt hochvorbeschussten Buchvertrag und kauft die gehörig dazugehörigenden Illustrationen gleich mit ein, ihr ganzen Buchverlage, die ihr euch dauernd verschätzingd. Ist doch wahr. Der zweitgroßherzigste Blogger überhaupt, und ich fang gar nicht erst an zu zitieren, sonst klau’ ich dem sein ganzes Blog. Und das macht man nicht, nicht unter Großherzen.
Update: Falls irgendjemand meint, an irgendwelchen Begriffen in diesem Artikel rummäkeln zu müssen: Don’t make me Sick …
The Hold Steady: Stay Positive
Fühlt sich an wie früher™ (für mich): Musik hören und dann sofort über die guten Platten bloggen. Wer’s etwas flotter mag als Ry Cooder, der sollte sich mit „Stay Positive“ von The Hold Steady davon überzeugen lassen, dass man noch rocken kann und darf, und zwar im Fast-Mainstream-Sinne, wobei das „fast“ wichtig ist, obwohl damit nicht das englische „fast“ gemeint ist. Irgendwo zwischen Hüsker Dü und Bruce Springsteen (doch, doch!), der Mann klingt wie Bob Mould, vor allem, nachdem das letzte Album von Bob Mould selbst nicht soooo toll war. Fand ich.
Prima, noch drei Bier, dann schreibe ich auf, welche PR-Agentur hier gerade seit Tagen in den Kommentaren eines bestimmten Artikels spammt. Vielleicht. (Man muss nicht einmal die IPs prüfen, man erkennt PR-Gewäsch sofort am pseudo-jovialen Ton. Niemand schreibt so verkrampft locker wie PR-Agenturen)
Ry Cooder: I, Flathead
Vielleicht ist es das kalifornieneske Wetter in Berlin, vielleicht ist es die Tatsache, dass ich in wenigen Stunden für einige Wochen offline sein werde und ich mich darauf freue, vielleicht ist es aber auch einfach nur, wie es ist: Das neue Album von Ry Cooder, „I, Flathead“, ist große Klasse und vermutlich der am weitesten am Blog-Zielpublikum vorbeidonnernde Musiktipp ever. Und noch toller: Ich finde keine offizielle Website des Mannes, den einige sicher durch seine Soundtracks kennen (hier aber etwas Hintergrundinfo zum neuen Album), und sein Label macht sich nicht einmal die Mühe, seinen MySpace zu pflegen. „Ry Coder hat 0 Freunde“. Wer’s glaubt!
Alle Batman-Cover in 8 Minuten
Weil wir vorhin diese interne Diskussion hatten, ob man eine Kritik zu „The Dark Knight“ aus der Sicht eines Feuilletons schreiben kann (meine Meinung: man kann, na klar kann man das und man sollte es auch, die Ausrede „es ist doch nur eine Comic-Verfilmung“ ist eben nur eine Ausrede, um schlechte Filme gut zu reden), hier ein Video mit allen Covern der amerikanischen Batman-Comics. 671 Comic-Cover in acht Minuten und ein paar Sekunden, nur auf Spreeblick, dem comicbildungsfreundlichsten Blog Deutschlands.
Read on, my dear…
Forest Love
Greenpeace hat eine schöne Kampagne namens „Forest Love“ gestartet, in der dazu aufgerufen wird, Bilder bei Flickr hochzuladen und Antworten auf das Video nach dem Dings bei Youtube zu posten, in denen Menschen ihre Liebe zum Wald zeigen sollen. Die Bäume machen das mit der Liebe schonmal vor, das ganze ist totally safe for work, solange man den Ton abdreht.
Moderne Technologie in Kunstklassikern
Gizmodo hatte vergangene Woche einen Photoshop-Contest ausgerufen und hat nun die Ergebnisse gepostet. Die Technologie/Kunst-Mashups sind durch die Bank absolut grandios, mein Favorit ist allerdings dieser MC Escher mit einem Asimo Roboter.
Lyrik bei Twitter
#08:22/ 07.05.2008
Auf der Waage
das Gleichgewicht
verloren. Kuckucks-
rufe von den
Dünen her, eine Brise,
später die Bilanz.
Ein Reisgericht.
McCain, Pirate
Dass der Kandidat der republikanischen Partei auf’s Präsidentenamt der Vereinigten Staaten einen nicht lizensierten Song für einen Wahlkampfspot benutzte, diesen auch nach dem Takedown durch Youtube wieder einstellte und sich so einem mehrfachen Verstoß gegen das amerikanische Copyright schuldig macht (wobei er sich anscheinend auch nicht auf die Fair Use-Klausel berufen kann, da der ursprüngliche Spot mutmaßlich zu Wahlkampfspenden aufrief), obwohl er wohl selbst eher für ein restriktiveres Copyright steht, muss man einfach mal so für sich stehen lassen und ein ganz fett geboldetes FAIL dahinter schreiben. In diesem Sinne: FAIL!
Google Knol: Vom Aggregator zum Publisher
Ich mag Google. Irgendwie. Immer noch. Und mit dem großen, ambivalenten ABER, mit dem vermutlich viele Netzbewohner an den Werbeplatzhirschen aus Kalifornien herantreten, wenn sie gemeinsam mit anderen ein Google-Doc bearbeiten, ihren persönlichen News-Stream in iGoogle verfolgen, ihre Termine in den GoogleKalender eintragen, per GTalk mit den Kollegen chatten oder einfach ihre Googlemail lesen. Es ist ziemlich leicht, ein Online-Google-Leben zu führen, denn Google-Produkte sind oft: gut. Womit ich zunächst ein qualitatives und kein moralisches „gut“ meine.
Twitterlesung: Das Video ist online
Ähm. Was im Titel schon steht. Bei Hobnox kann man sich die Twitterlesung in ihrer ganzen Überlänge ansehen. Der Abend hat übrigens sehr viel Spaß gemacht!
Update: Der Epilog ist ebenfalls online.
Dinge, die Cuil nicht findet
Die neue Suchmaschine Cuil ist mit viel Getöse gestartet. Und findet nichts. Wäre Cuil ein Mensch, was fände Cuil da wohl alles nicht?
Seinen Schatten unter einer Laterne.
Einen Gorilla in einer Telefonzelle.
Eine Ziffer im Telefonbuch.
Einen Halm im Heuhaufen.
Suppe im Haar.
An der Hüfte Bananen.
Den Ausgang.
Jetzt Ihr, bitte.
Markus Neidel: Way of the sheep
Ich denke, ab einem Alter von 10, 12 Jahren verkraftet man die Wahrheit über die Schafe, die wir zählen …
Für jüngere Spreeblick-Leser hingegen empfiehlt sich das nach Belieben gar endlose Betrachten des wahnsinnigen Scrollbilds von Markus Neidel, das in beide Richtungen funktioniert, wohl noch nicht.
[via]
Neuer Tomte Song ins Netz gesickert
Das Internet ist für Musik. Thees Uhlmann von Tomte präsentiert dem Livepublikum und einem Hobbyfilmer beim Fest van Cleef 2008 den neuen Song ‘Der letzte große Wal’ vom im Herbst erscheinenden Album ‘Heureka!’ und ermuntert den jungen Mann mit den folgenden Worten zum Upload:
Wenn du das machst, dann werden wir, du auf meinen Schultern, durch dein Heimatdorf reiten und ich werde deinen Namen schreien.
Video on. Read on, my dear…
Neue Suchmaschine: Cuil
Anna Patterson ist der Kopf hinter dem weltweit größten Suchmaschinen-Index und war bis 2007 eine der Top-Angestellten bei Google. Nun hat sie gemeinsam mit ihrem Mann Tom Costello und zwei weiteren Ex-Google-Mitarbeitern (sowie 33 Millionen Dollar Risikokapital …) eine eigene, neue Suchmaschine gestartet. Cuil soll sich „cool“ aussprechen: Man kann jetzt also nicht nur googlen, sondern auch coolen.
Twitterlesung live bei Hobnox
Heute, am Samstag, findet ab 20h die vermutlich erste Twitterlesung der Welt im nbi club statt. Hobnox überträgt die restlos ausverkaufte Veranstaltung, die ich moderieren werde.
Jon Stewart in der Daily Show über Obamas Besuch in Berlin
Obama Obama Obama. Barack Obama. Obama Obama Obama Obama. McCaiiiin. Obama Obama Obama Barack Obama, Obama. Cher, Love, Kisses. Obama. Fantastisch und zum unter den Tisch fallen, nach dem Obama. Barack Obama.
Read on, my dear…
Randy Pausch, Autor von „The Last Lecture“, R.I.P.
Im August 2006 wurde bei Randy Pausch, Professor für Informatik, Mensch-Computer Interfaces und Design an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh, Pennsylvania, Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert. Ein Jahr später hatte sich der Krebs auf die Leber und Milz ausgebreitet, was die Krankheit in jedem Falle tödlich verlaufen lässt. Daraufhin hielt Pausch an seiner Universität den Vortrag „The Last Lecture: Really Achieving Your Childhood Dreams“, der Ende 2007 ein Internet-Hit wurde und von Pausch auch als Buch veröffentlicht wurde.
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Popgun! 30 driftet zum Licht
Heute mit einer großen Portion Entrückung durch „Baroque psychedelia“ in Form von Fleet Foxes und ein klein wenig Stricken City, A Smile and a Ribbon und Grizzly Bear. Read on, my dear…













