<?xml version="1.0" encoding="utf-8"?> <rss
version="2.0"
xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
><channel><title>Spreeblick &#187; Sport</title> <atom:link href="http://www.spreeblick.com/category/kategorien/pop/sport/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spreeblick.com</link> <description>I live by the river!</description> <lastBuildDate>Thu, 09 Feb 2012 21:57:54 +0000</lastBuildDate> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3</generator> <item><title>Studie: Fußball in Berlin</title><link>http://www.spreeblick.com/2012/01/11/studie-fusball-in-berlin/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2012/01/11/studie-fusball-in-berlin/#comments</comments> <pubDate>Wed, 11 Jan 2012 11:11:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=51764</guid> <description><![CDATA[<p>Der Kollege Andreas Gebhard von <a
href="http://www.newthinking.de/2012/01/10/newthinking-stellt-bestandsaufnahme-des-berliner-fusballs-vor/">newthinking</a> ist großer Fußball-Fan, und wenn sich Andreas für etwas interessiert, dann wird er auch aktiv: Mit der von ihm und dem auf Sportrecht spezialisierten Anwalt Daniel Diederich vorgestellten <em>Fußballstudie</em> liegt nun eine Bestandsaufnahme des Berliner Fußballs vor, die in einzelnen Punkten die bereits interessierten Berlinerinnen und Berliner vielleicht nicht komplett überraschen wird, in der dargestellten Vielfalt der betrachteten Punkte jedoch einzigartig sein könnte. Die Vereinslandschaft im Allgemeinen wird in der Studie ebenso skizziert wie vorhandene Gewalt-Probleme, Anzahl und Zustand der vorhandenen – oder eben nicht vorhandenen – Sportplätze, und natürlich spielt auch das Thema Finanzierung eine große Rolle, denn bisher stammt der Großteil der Gelder im Berliner Vereinsfußball aus dem Sportwetten- und Glücksspielmarkt – die anstehenden Änderungen in diesen Bereichen dürften die leeren Berliner Kassen noch höher belasten als zuvor.</p><p><a
href="http://www.newthinking.de/files/2012/01/2012_Fussballstudie_newthinking.pdf">Die Studie gibt es hier als PDF</a>, eine <a
href="http://www.newthinking.de/files/2012/01/2012_01591_Fussballstudie_Zusammenfassung_Online.pdf">Zusammenfassung</a> für den Einstieg liegt ebenfalls vor.</p><p><small>Hinweis: newthinking und Spreeblick sind gemeinsam als republica GmbH die Veranstalter der Konferenz <a
href="http://re-publica.de">re:publica</a>.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2012/01/11/studie-fusball-in-berlin/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>This ain&#8217;t California</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/12/12/this-aint-california/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/12/12/this-aint-california/#comments</comments> <pubDate>Mon, 12 Dec 2011 09:52:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=51406</guid> <description><![CDATA[<p><iframe
width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/h7B1aekALwo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p>Hinweise auf crowd-finanzierte Projekte donnern hier mittlerweile in derart hoher Anzahl rein, dass man sich unweigerlich fragen muss, wie lange diese direkte Geldbeschaffung über das Publikum noch eine wirklich Alternative zu Banken und Förder-Behörden darstellen kann. Die erste Crowd-Finance-Bank steht sicher schon in den Startlöchern – und dann geht alles von vorne los.</p><p>Das ist aber im Moment noch völlig egal, da einem eben doch immer wieder Projekte begegnen, für die man den &#8222;Mitmachen&#8220;-Knopf drückt. So wie gerade, als ich mir ein paar Premierentickets für <a
href="http://www.thisaintcalifornia.de/">&#8222;This ain&#8217;t California&#8220;</a> gesichert habe, einen dokumentarischen Spielfilm, dessen Trailer und Teaser wirklich klasse aussehen und klingen. Durch eine <a
href="http://www.thisaintcalifornia.de/de/finanzierung">Mischung aus Förderungen und Crowdfunding</a> ist benötigte halbe Million schon fast komplett und ich freue mich auf den Film!</p><p><small><a
href="https://www.facebook.com/thisaintcalifornia">Eine Facebook-Page gibt es natürlich auch</a>.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/12/12/this-aint-california/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>10</slash:comments> </item> <item><title>Action Sports Week im 4010 Berlin</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/11/14/action-sports-week-im-4010-berlin/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/11/14/action-sports-week-im-4010-berlin/#comments</comments> <pubDate>Mon, 14 Nov 2011 15:55:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=51111</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2011/11/alex-tank.png" alt="alex tank" title="alex tank" class="alignnone size-full wp-image-51112" /></p><p>Ich stehe ja auf Skateboard-und Snowboard-Filme, obwohl ich mich schon lange nicht mehr in die Halfpipe traue und im letzten Winter das Snowboard dann doch gegen Skier eingetauscht habe. Oder eben deshalb.</p><p>Am kommenden Donnerstag, den 17. November, gibt es nun ab 20 Uhr die Gelegenheit, zwei <a
href="http://www.4010.de/event/action-sports-week-1">Snowboard- bzw. Wakeboard-Filme im Berliner 4010</a> zu sehen (hier der <a
href="https://www.facebook.com/event.php?eid=277546048950459">Facebook-Event</a>), nämlich &#8222;Kaleidoscope&#8220; von Isenseven und “Bedroom Or Dancefloor” von Orange Cut Productions – und zwar in Anwesenheit des Snowboard-Helden Alex Tank, der auch auf dem Foto da oben zu sehen ist. Glaube ich. <small>Das Bild stammt aus <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=4D1Hvfop2FQ">diesem Clip</a>.</small> Der Eintritt ist kostenlos und die ersten zehn Besucherinnen oder Besucher, die mit einem Skateboard oder einem anderen Sportgerät (z.B. einem Heimtrainer) in den Laden kommen, bekommen zusätzlich freien Eintritt zu den <a
href="http://www.telekom-playgrounds.de/de/page/1920/berlin.html">Extreme Playgrounds</a> am 20.11. in Berlin, die ich aus eigener Erfahrung wirklich empfehlen kann – was dort an BMX- und Skateboard-Hochleistungen gezeigt wird, ist der Kracher und macht sehr viel Spaß.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/11/14/action-sports-week-im-4010-berlin/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>2</slash:comments> </item> <item><title>Damien Walters: Showreel</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/11/11/damien-walters-showreel/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/11/11/damien-walters-showreel/#comments</comments> <pubDate>Fri, 11 Nov 2011 10:59:46 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=51066</guid> <description><![CDATA[<p><iframe
width="500" height="284" src="http://www.youtube.com/embed/zQgFxDSqft4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p><a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Damien_Walters">Damien Walters</a> turnte für die englische Nationalmannschaft, hat an vier Trampolin-Weltmeisterschaften teilgenommen, spezialisierte sich auf <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/Tumbling_(gymnastics)">Tumbling</a>, <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parkour#Freerunning">Freerunning</a> und <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Parkour">Parkour</a>, arbeitet als Stuntman in Filmen wie  Hellboy II, Scott Pilgrim vs. the World und Kick-Ass, wurde für seine Performance in &#8222;Ninja Assassin&#8220; mit dem <em>Taurus World Stunt Award</em> ausgezeichnet, und wenn er zu jemandem ins Bett springt, dann kann er sich während des Überschlagens die Klamotten ausziehen, wie man in seinem neuen Showreel sehen kann.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/11/11/damien-walters-showreel/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>7</slash:comments> </item> <item><title>Open Ping Pong</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/07/20/open-ping-pong/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/07/20/open-ping-pong/#comments</comments> <pubDate>Wed, 20 Jul 2011 13:20:50 +0000</pubDate> <dc:creator>Philipp Jahner</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=48426</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://fiesefalle.de/open-ping-pong"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2011/07/Open_Ping_Pong.jpg" alt="" title="Open Ping Pong" class="alignnone size-full wp-image-48427" /></a></p><p>Super Idee von unserem <a
href="http://www.spreeblick.com/author/bplontsch/">Lieblingsbernd</a>, der mit &#8222;<a
href="http://fiesefalle.de/open-ping-pong">Open Ping Pong</a>&#8220; eine Übersicht frei zugänglicher Tischtennisplatten zusammentragen möchte. Schritt 1 ist die Befüllung einer <a
href="http://maps.google.de/maps/ms?msa=0&#038;msid=202328607387655920846.0004a821840c8e47f1f50&#038;ie=UTF8&#038;t=h&#038;ll=48.137912,11.538048&#038;spn=0.08019,0.171661&#038;z=12&#038;source=embed">offenen Google Map</a>, bei der jeder die ihm bekannten Platten eintragen kann. Helft dem Mann und macht mit! Besonders für Berlin kann ich mir so eine Sammlung ja sehr gut vorstellen.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/07/20/open-ping-pong/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>18</slash:comments> </item> <item><title>WM 2011: Fußball ohne Idioten</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/06/27/wm-2011-fusball-ohne-idioten/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/06/27/wm-2011-fusball-ohne-idioten/#comments</comments> <pubDate>Mon, 27 Jun 2011 11:14:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=47018</guid> <description><![CDATA[<p>Was waren wir froh über <a
href="http://www.spreeblick.com/2011/06/23/fast-alles-uber-frauenfusball/">die Zeilen von Fred zur Frauenfußball-WM</a>, mit deren Hilfe wir gestern Abend beim Spiel Deutschland – Kanada (2:1) alle Fragen der Söhne beantworten konnten.</p><p>Denn ich bin ja kein Fußball-Auskenner und sowieso nur Turnier-Gucker. WM, EM, das ist alles prima und lässt mich mitfiebern, Bundesligen jedoch interessieren mich nicht die Bohne. Und gestern habe ich zum ersten Mal ein Frauenfußballspiel in ganzer Länge gesehen. Doch es wird nicht das letzte bleiben, denn es hat Spaß gemacht auf eine Art und Weise, die diese WM noch zu einem persönlichen Sommerhit machen könnte, dem im besten Fall die manchmal unangenehme Aufregung der Männer-Version fehlt, weil im besten Fall die manchmal unangenehm aufgeregten Männer fehlen. Fußball ohne Idioten. Keine schlechte Aussicht.</p><p><small>Kurzer Einwurf: Ich hatte das Wort &#8222;Idioten&#8220; zuerst <a
href="http://www.abendblatt.de/sport/fussball/frauen-fussball-wm/article1935860/Nico-Rosberg-vergleicht-Frauen-WM-mit-Paralympics.html">mit diesem Artikel</a> verlinkt, <a
href="http://www.nicorosberg.com/2011/06/nico-rosberg-hier-durch-bekommt-ihr-mal-einen-eindruck-vom-haifisch-becken-formel-1/">Nico Rosberg fühlt sich jedoch falsch zitiert</a>.</small></p><p>Dabei war ich im Vorfeld enttäuscht und verärgert. Enttäuscht darüber, dass sich der angenehme Teil der Aufregung der vergangenen Weltmeisterschaften nicht so recht einstellen wollte. Und verärgert darüber, dass es dann doch Halbnacktfotos sein mussten, mit denen man die mediale Aufmerksamkeit für diese WM steigern wollte. Nichts gegen die körperliche Inszenierung der Sportlerinnen, das macht man mit den Kerlen ja genauso. Warum aber kaum jemand auf die offensichtliche Idee gekommen ist, die Damen mit modernen Stilmitteln als das zu präsentieren, was sie sind, nämlich Hochleistungssportlerinnen, das bleibt mir rätselhaft. Wie so etwas auch ohne nasse T-Shirts geht, zeigen die großen Sportartikelhersteller regelmäßig, den feinen Unterschied zwischen sexy und sexistisch sollte man also kennen.</p><p>All der Ärger war jedoch gestern schnell verflogen, denn es dauerte nur wenige Minuten, bis ich den Trick heraus hatte, um diese WM genießen zu können:</p><p>Man muss einfach nur aufhören zu vergleichen.</p><p>Denn es ist vollkommen egal, <em>ob</em> und (wenn ja) <em>wie</em> Frauen anders Fußball spielen als Männer, worin sich die National-Teams unterscheiden, wohin mehr Geld fließt oder welche WM mehr Zuschauer hat. Diese WM 2011 ist ein in sich geschlossenes Turnier, es steht für sich und dabei zählen nicht Podolski und Schweinsteiger, sondern Garefrekes und Okoyino.</p><p>Und alle anderen, deren Namen ich erst noch kennenlernen werde. Denn dass es neben den amtierenden Weltmeisterinnen aus dem eigenen Land für mich bisher keine favorisierten Teams gibt, dass ich noch keine Ahnung habe, wie die Engländerinnen, die Brasilianerinnen, die Schwedinnen spielen, das macht dieses Turnier zu etwas Neuem für mich. Nur wenige selbsternannte Experten quatschen einem bislang das Ohr ab bei dieser WM, von Schland-Gegröhle fehlt noch jede Spur (kann noch kommen …), schwarzrotgelbe Auto-Wimpel vermisse ich nicht und auch, dass man mir nicht an jeder Ecke Sammelpunkte für Deutschland-Irgendwas unterjubeln will, empfinde ich eher als angenehm.</p><p>Ob diese WM weiterhin Spaß machen wird, entscheiden allein die Spiele. Ich freu mich drauf, und Fred wird uns mit einigen Artikeln auf dem Laufenden halten.</p><p>Denen macht&#8217;s auch Spaß:<br
/> <a
href="http://www.schorleblog.de/index.php/2011/06/25/fusball-wm-2011/">Schorleblog</a><br
/> <a
href="http://www.ennomane.de/2011/06/25/fusball-weltmeisterschaft-der-frauen-der-stock-im-po/">Ennomane</a></p><p><small><a
href="http://hauckundbauer.blogspot.com/2011/06/frauenfuball-frankfurter-allgemeine.html">Notiz am Rande</a>: Auf Twitter stellte jemand die Frage, wieso es zwar &#8222;Damentennis&#8220;, aber &#8222;Frauenfußball&#8220; heiße. Jemand anderes (ich habe den Link nicht gespeichert, sorry) vermutete, dass Fußball historisch gesehen vielleicht eher als &#8222;Unterklassensport&#8220; gesehen wurde und daher nicht von Damen gespielt wurde. Dabei gab es beide Varianten auch vor Jahrzehnten schon, zum Beispiel, <a
href="http://www.bpb.de/themen/PI06YC,0,0,DFB_verbietet_seinen_Vereinen_Damenfu%DFball.html">als der DFB 1955 den Damenfußball verbieten wollte</a> und ein Jahr darauf trotzdem 18.000 Zuschauer das Länderspiel der deutschen Damen-Fussballmannschaft in Essen sahen (Deutschland – Holland 2:1). In Großbritannien zog es dabei schon 1920 immerhin 53.000 Zuschauer zum Spiel der Dick Kerr&#8217;s Ladies gegen die St. Helens Ladies, doch auch dort verboten 1921 die Männer der Football Association den Damen den Sport – das Stadionverbot für Damenfußballspiele wurde erst 1970 wieder <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenfu%C3%9Fball">aufgehoben</a>.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/06/27/wm-2011-fusball-ohne-idioten/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>35</slash:comments> </item> <item><title>Fast alles über Frauenfußball</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/06/23/fast-alles-uber-frauenfusball/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/06/23/fast-alles-uber-frauenfusball/#comments</comments> <pubDate>Thu, 23 Jun 2011 15:38:14 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=46930</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2011/06/frauenfussball.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/kah0n/4823512119/"><span
class="text">akosihub</span></a></p></div></p><p>Frauenfußball-WM! Juchee! Aber erst ab Sonntag. Bleibt noch ein bisschen Zeit, die drängendsten Fragen zu beantworten.</p><p><strong>Ist Frauenfußball der schönere Fußball?</strong><br
/> Auf keinen Fall. Nicht in Deutschland. Die deutsche Nationalmannschaft spielt einen Lothar-Matthäus-Gedächtnisfußball. Da heißen die Grundtugenden Laufbereitschaft, Zweikampfstärke, Einsatz. Silvia Neid betont immer gerne, dass man sich die Erfolge von früher &#8222;hart erarbeitet&#8220; hat. Das ist ein grunddeutsches Missverständnis mit dem Fußball: überall anderswo spielt man den Ball, hier wird er getreten. Überall anderswo (außer Italien und Uruguay) zählt die Leichtigkeit, hier ist Fußball Maloche. Diese Fehlinterpretation, dass Fußball ein Kampfsport sei, hat Jogi Löw im Männerfußball zum Glück korrigiert: deswegen hat Deutschland 2010 den schönsten, ansehnlichsten, hinreißendsten Fußball gespielt. Das gabs seit der EM 72 nicht mehr. Anders in der Frauenfußballnationalmannschaft: da wird der Gegner totgerannt und am Schluß kommen Bajramaj und Mbabi, um noch das ein oder andere Kaninchen aus dem Hut zu holen. Enge Spiele gewinnt man oft in der letzten Viertelstunde, dann aber deutlich, weil der Gegner sich nur noch kraft seiner Schneidezähne über den Rasen zieht. Das ist effizient, macht dem Zuschauer aber eine Gesichtsfarbe wie die von Ottmar Hitzfeld.</p><p><strong>Darf man Frauenfußball überhaupt mit Männerfußball vergleichen?</strong><br
/> Warum nicht? Es ist das gleiche Spiel mit den gleichen Regeln, und es ist obendrein die gleiche Fernsehverpackung.</p><p>Aber: Man muss schon richtig vergleichen. Die Voraussetzungen sind ganz andere. Von weltweit 265 Millionen Fußballspielern sind 10 Prozent Frauen. Der 1.FFC Frankfurt, finanzstärkster Club der Frauenfußballbundesliga, verfügt über einen Etat von ungefähr einer Million Euro, Bayern München über 80 Millionen. Es gibt eine nur rudimentäre Infrastruktur, wenig Scouting, wenig Betreuung, fast alle Frauen sind Amateure und gehen nebenher noch arbeiten. Wers genau wissen will, <a
href="http://www.textilvergehen.de/2011/02/12/leben-auf-einem-fremden-planeten-frauenfusball/">kann sich dieses Interview durchlesen, da wird einiges klar</a>. Das heißt, man vergleicht einen Amateursport mit einem bis ins Detail durchorganisierten Profibetrieb.</p><p>Es ist ein Dilemma: Einerseits kann sich der Frauenfußball wegen dieser strukturellen Nachteile kaum ernsthaft mit dem Männerfußball vergleichen. Andererseits braucht er jetzt maximale mediale Aufmerksamkeit, um sich vielleicht irgendwann mit dem Männerfußball vergleichen zu können. Diese Differenz füllen die meisten Berichterstatter mit Wohlwollen und Nachsicht. Es bleibt aber trotzdem der gleiche Sport.</p><p><strong>Und was ist mit den körperlichen Unterschieden?</strong><br
/> Ja, naja. Es heißt immer: Die Leistungen der Sportlerinnen bleiben in allen Sportarten hinter denen der Männer zurück. Es bestünden eben anatomische Unterschiede, was die Beinlänge anbelangt, die Muskeln der Frauen seien auf Grund von Testosteronmangel weniger leistungsbereit, Männer seien generell größer und dank ihrer breiteren <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Muskelfaser#FT-Fasern">FT-Fasern</a> explosiver und schneller.</p><p>Das kann sein, aber ob das entscheidend ist, kann man nicht so einfach sagen. Es gibt den perfekt gebauten Fußballspieler nicht, der Fußball kennt keine Modellathleten. Mir fällt keine andere Sportart ein, die einen verkrüppelten Alkoholiker wie <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Garrincha">Garrincha</a> unter ihre Besten zählt. Gerade hat eine Ansammlung von Zwergwüchsigen die Championsleague gewonnen, mit Messi (169 cm, 67 kg), Iniesta (170/67) und Xavi (169/66). Lothar Matthäus, der gern und viel davon erzählt, dass Frauen gegen Männer &#8222;körperlich keine Schangse&#8220; hätten, lag vor Beginn seiner Karriere seiner Mutter weinend in den Armen, weil man ihm gesagt hatte, dass er zu klein und zu schmächtig sei für den Profifußball. War dann doch nicht so. Mit solchen Voraussagen sollte man vorsichtig sein.</p><p><strong>Und sonst? Gibts sonst noch Unterschiede?</strong><br
/> Taktisch, ja. Im Frauenfußball wird kaum Pressing gespielt. Pressing heißt: vorne wird geschlossen draufgegangen, um den Gegner zu Fehlern zu zwingen. Das ist ungeheuer laufintensiv und erfordert viel Koordinationsarbeit. Pressing kann man über einen längeren Zeitraum nur als Profimannschaft spielen, deswegen ist diese taktische Variante auch im Männerfußball erst in den 70er Jahren entstanden. Das ist ein Unterschied zwischen Profi- und Amateursport, nicht zwischen Männer- und Frauenfußball.</p><p><strong>Sind diese Unterschiede denn irgendwie wichtig?</strong><br
/> Scheint so, sonst würden sie nicht fortwährend debattiert. Richtig wichtig wären sie erst, wenn Frauen gegen Männer spielen würden. Is aber nicht so oder sehr selten. Oliver Fritsch sagt, <a
href="http://www.zeit.de/sport/2011-06/abseits-frauen-fussball-wm/">dass die Frauenfußballnationalmannschaft sich momentan auf dem Niveau einer Bundesliga-U16 bewegt</a>: das ist aber kaum zu überprüfen.</p><p>Allerdings sind die horrenden Leistungsunterschiede zwischen den unterschiedlichen Nationalmannschaften bemerkenswert: 2007 hat die deutsche Mannschaft beim Titelgewinn nicht ein Gegentor bekommen. Das war dann leider so spannend wie Zähneputzen. Und wird dieses Jahr bestimmt anders.</p><p><strong>Wer wird Weltmeister?</strong><br
/> Die USA. Noch Fragen?</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/06/23/fast-alles-uber-frauenfusball/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>69</slash:comments> </item> <item><title>Das war … Judo</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/05/17/das-war-%e2%80%a6-judo/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/05/17/das-war-%e2%80%a6-judo/#comments</comments> <pubDate>Tue, 17 May 2011 10:18:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Philipp Jahner</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=45750</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2011/05/judo.jpg" alt="" title="Judo" class="alignnone size-full wp-image-45751" /></p><p>Bitte auswendig lernen. Wird morgen abgefragt.</p><p><object
width="500" height="405"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/pFM-xRKbSec?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&#038;showinfo=0"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/pFM-xRKbSec?fs=1&amp;hl=de_DE&amp;rel=0&#038;showinfo=0" type="application/x-shockwave-flash" width="500" height="405" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p><p><small>[via Hannah/Eike]</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/05/17/das-war-%e2%80%a6-judo/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>13</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 29</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/04/10/bundesliga-29/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/04/10/bundesliga-29/#comments</comments> <pubDate>Sun, 10 Apr 2011 17:37:40 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=44797</guid> <description><![CDATA[<p>Eleganz ist selten effektiv, im Gegenteil: in aller Regel will sie genau das nicht sein. Sinn der Eleganz ist es ja, ein ästhetisches Konzept herauszustellen genau dadurch, dass man auf Brauchbarkeit scheißt, pardon: sich entleert. Einen Bodenschleier zu tragen, weil man es sich leisten kann, langsam zu gehen. Einen breitkrempigen, geschwungenen Hut, weil man die Zeit hat, auf Luftstöße zu achten. Eleganz ist die Zurschaustellung der eigenen Sinnlosigkeit bei gleichzeitigem Versuch, genau diese Überflüssigkeit zu überdecken.</p><p>Es gibt einige Bereiche, wo das nicht zählt: im Maschinenbau zum Beispiel. Es war der Futurismus, dem es vorbehalten blieb, eine Ästehtik der Maschinen zu propagieren: eine Ästhetik dessen also, was gleichzeitig nützlich ist. Wegen des Futurismus&#8217; finden wir heute Flugzeuge edel und formvollendet, und obwohl das Auto viel von seinem Zauber eingebüßt hat (außer im Zeit-Magazin, wo Tillmann Prüfer seinem Ästhetizismus einen Sandkasten gebaut hat), sind wir doch noch nicht Claudia Roth genug, um Porsche und Mercedes unschön zu finden.</p><p>Im Fussball ist Eleganz selten, denn es geht um Ergebnisse: Ergebnisse aber sind immer banal. Und Banalität ist der Antipode der Eleganz. Es gibt durchaus elegante Momente im Fussball, sinnlose Hackentricke, Vierfach-Übersteiger, die dann auch entsprechend überinszeniert werden durch hundertfache Widerholung, Nahaufnahmen und Zeitlupen. Es soll dann der Eindruck hervorgebracht werden, dass Fussball ein schöner und eben eleganter Sport sei. Dass das nicht stimmt, kann man an der Krampfigkeit und Vorhersehbarkeit der Inszenierungen sehr genau sehen.</p><p>Nichtsdestotrotz gibt es immer und immer wieder Spieler, die eine nonchalante Gleichgültigkeit an den Tag legen, welche auf den Zuschauer distinguiert, unangestrengt kunstvoll, kurzum: elegant wirkt. Vielleicht ist es Ausdruck eines Eurozentrismus, dass es sich dabei in erster Linie um Spieler aus fremden Kulturkreisen handelt; vielleicht sind wir schlicht nicht fähig, in der Physiognomie eines Farfan Anstrengung herauszulesen oder in der Mimik eines Papis Demba Cissé Konzentration.</p><p>Die zwei, drei Schritte <a
href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/papiss-demba-cisse-hoffenheim-8996559/">nach dem Elfmeter</a>. Natürlich hat er nachgesehen, ob er tatsächlich getroffen hat, aber seine ganze Körperhaltung sagt: eigentlich ist das völlig egal. Ein Körper, der weiterläuft, weil das eben so vorgesehen ist, wenn man einen Anlauf genommen hat, weil das eine Selbstverständlichkeit ist. Und der dann sofort in den Schritt wechselt, sobald das Sinn macht, man denkt bei sich: ja, genau so macht das Sinn. Genau so muss das aussehen.</p><p>Das denkt man bei Cissé ja oft: so muss man das machen, warum macht das nicht jeder so? Da kommt ein Ball, und er macht dann nicht viel, davon aber alles richtig. Er steht schon im richtigen Winkel, er weiß schon vor der Flanke, wie er den Ball nehmen wird, wohin damit, ohne es im Wortsinn zu wissen: es ist mehr eine Art Glaube an sich selbst, der über jeden Zweifel erhaben ist. Kein Stürmer hat diese Art der Selbstverständlichkeit momentan in der Bundesliga, nicht Ya Konan, nicht Novakovic, vor allem nicht Gomez, der für seine Kapazitäten schlicht zu viel denkt, viel zu viel, und davon sehr viel Unfug. Diese Leichtigkeit, die sieht man sehr selten, man hat sie schon bei Klose gesehen in den Bremer Jahren, das ist lange her. Messi hat das natürlich, aber Messi zählt nicht: Messi ist noch viel mehr, vor allem <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=E7MsgPE3WCU">sein eigener Mythos</a>. Iniesta, ja, der noch. Oder Theo Walcott. Manchmal noch Robinho, wenn er Bock hat.</p><p>Diese Eleganz stirbt aus, die Vereinzelung des Stürmers zielt darauf, ihn effektiver zu machen, brauchbarer. Ideale Stürmertypen sind inzwischen eher Arbeitercharaktere wie Drogba oder Olic, kraftvolle, dynamische, jadoch, Maschinen, Tevez und Balotelli, Multifunktionswerkzeuge wie Rooney, der in sein Spielsystem passt wie ein Taschenmesser: irgendein Feature hilft in jeder Lage.</p><p>Deswegen freue ich mich, Cissé zu sehen, &#8216;dass ich das noch sehen darf&#8217; denke ich immer und freue mich und weiß doch: ewig wird das nicht gehen. Gerade deswegen genieße ich jeden Moment, ihn spielen zu sehen, weil das eben auch zur Eleganz gehört: wie vergeblich sie ist gegen den Zeitgeist, und dass sie bald einmal vergehen wird. Aber noch nicht, noch spielt Cissé nicht in Wolfsburg, noch fünf Spieltage.</p><p>&#8212;</p><p>A propos Elfmeter und den Unterschied zwischen Eleganz und Effekthascherei:</p><p><iframe
title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/_tmMZv62BX4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p>Und alternativ, damit wir hier auch einen youtube-Link unterhalb der Millionengrenze haben (an dieser Stelle: vielen Dank, Nico!):</p><p><iframe
title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/LAsSLx6TGNc" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p>&#8212;</p><blockquote><p>Die Kermess-Kicker gewannen die Münchner Staffel der Schul-Liga und dürfen nun weiterspielen um den deutschen Meistertitel. Die Bundeswehr wird den weiteren Werdegang der Jungs aufmerksam verfolgen. Sie wanzt sich als einer der Hauptsponsoren der Veranstaltung an die jungen Männer ran und will sie für den Dienst an der Waffe werben.</p></blockquote><p><a
href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/freiwillige-tor/">Wie man eine Freiwilligenarmee aufbaut, und welche Rolle der Fussball dabei spielt.</a> Ein kleines Lehrstück.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/04/10/bundesliga-29/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> <item><title>Jet Ski</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/03/01/jet-ski/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/03/01/jet-ski/#comments</comments> <pubDate>Tue, 01 Mar 2011 16:16:16 +0000</pubDate> <dc:creator>Philipp Jahner</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=43949</guid> <description><![CDATA[<p><a
href="http://www.troyhartman.com/troyhartman.htm">Das</a> ist so großartig <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=RaEU_A405zA">James Bond</a>, ich will jetzt sofort auch ein Jetpack haben! Und Skier! Und Schnee! Dieser Sound!</p><p><iframe
src="http://player.vimeo.com/video/20446054?title=0&amp;portrait=0&amp;color=ed7213" width="500" height="375" frameborder="0"></iframe></p><p><small>[<a
href="https://twitter.com/gillyberlin/status/42578381463752704">via</a>]</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/03/01/jet-ski/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>6</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 23</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/02/20/bundesliga-23/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/02/20/bundesliga-23/#comments</comments> <pubDate>Sun, 20 Feb 2011 18:59:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=43492</guid> <description><![CDATA[<p>In keinem Hollywoodfilm identifiziert man sich mit dem Mächtigen, immer nur mit dem Rebell. Es gibt keinen guten Film über eine Machtkonsilidierung. Packende Geschichten gehen immer nur über Umstürze, um Momente, wo die Ordnung in Aufruhr gerät. Der Fussball liefert diese Geschichten zuverlässig, weil es eines der wenigen Spiele ist, das auch der Unterlegene gewinnen kann (auch wenn das angemessen selten ist).</p><p>Ist es also ein Reflex, sich zu freuen, wenn St. Pauli beim HSV gewinnt? Eine billige Affektbefriedigung, Nürnberg in der Tabelle so weit oben zu sehen und zu grinsen? Nürnberg ist doch nun total egal. Es gibt weniger, was egaler ist als Nürnberg, sogar Charly Sheen ist nicht derart egal, obwohl der inzwischen in seiner Überflüssigkeit schon na dran ist an Propan.</p><p>Wenn das aber ein normaler Reflex ist, dem Außenseiter die Stange zu halten (<a
href="http://www.xantina.de/Interessantes/stange.htm">fantastische Redewendung übrigens</a>), dann sind Bayern-Fans die eigentlichen Rebellen. Unser Dorf war Einzugsgebiet für drei Vereine: den VfB, Freiburg und Bayern. Die sich nicht für Fussball interessierten, die wurden 60er. Alle Grünen wurden Freiburger, alle SPDler VfBler, alle Konservativen waren für die Bayern. Die konnten sich damit immer gut identifizieren: Bayern wird Meister, das heißt Geld bringt kontinuierlich Erfolg. Die Bayern-Fans blieben nach der Schule häufig in der Gegend, bei den Eltern, und wurden Bankberater. Ober Systemadministratoren. Irgendwas stabilisierendes.</p><p>Natürlich kann man kein Rebell sein, wenn man will, dass alles bleibt wie es ist. Nichtsdestotrotz ist es rührend unangepasst, in dieser Zeit der fortwährenden Umstürze, der seriellen Revolutionen, konservativ zu sein und natürlich auch zu bleiben.</p><p>Eigentlich müsste man sich mit den Bayern freuen, wenn sie in einem sterbenslangweiligen Spiel Mainz gewohnt routiniert, vorhersehbar wie eine Folge der Lindenstraße, deutlich schlug &#8211; das wäre unangepasst. Das wäre eine interessante Haltung.</p><p>Sollte mir das passieren, wechsel ich zum Biathlon.</p><p>&#8212;</p><p>Ohne Worte.</p><p><iframe
title="YouTube video player" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/kd3ocd3xpO4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p><small><a
href="http://www.trainer-baade.de/">via</a></small></p><p>&#8212;</p><p>Fussballkurven gelten allgemein als zivilisierender Kanal zur Entladung dynamischer Massenprozesse, quasi als Ersatzhandlung, die den Beteiligten bei der Triebabfuhr hilft. Welches reale Potential dahinter steckt und warum diese Deutung zu kurz greift, zeigt aktuell wieder <a
href="http://www.taz.de/1/sport/artikel/1/die-fussballrevolution/">die ägyptische Revolution</a>:</p><blockquote><p>Alaa Abd El-Fatah ist ein prominenter ägyptischer Blogger. Befragt vom Fernsehsender al-Dschasira, wie sich die Demokratiebewegung denn zusammensetze, sagte er: &#8222;Die Ultras haben eine bedeutendere Rolle gespielt als jede andere politische Gruppe.&#8220; Tagelang verteidigten die Fans des Kairoer Fußballclubs al-Ahly den Tahrir-Platz gegen Polizei und Geheimpolizei. Der amerikanische Journalist James M. Dorsey schreibt: &#8222;Die Erfahrung der Ultras zeigt sich auch darin, wie sie soziale Dienste für die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz bereitstellten.&#8220;</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/02/20/bundesliga-23/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 22</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/02/13/bundesliga-22/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/02/13/bundesliga-22/#comments</comments> <pubDate>Sun, 13 Feb 2011 18:31:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=43284</guid> <description><![CDATA[<p>Julian Schieber liegt auf dem Bauch, mitten im Stuttgarter Strafraum. Fassungslos kaut er auf seiner Unterlippe herum, während er sich hilfesuchend auf dem Feld umsieht. Er mag sich gefühlt haben wie der Petunientopf, der für Desperate Housewives gecastet worden ist und jetzt die Stunts in <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xljFHNg3yhk">Per Anhalter durch die Galaxis</a> spielen soll.</p><p>Julian Schieber ist kein Elfmeter verweigert worden, er hat auch keine Vorlage, die ihm direkt auf die Torlinie gelegt worden ist, ins Seitenaus geschaufelt. Julian Schieber hat das vorentscheidende 2:0 gemacht, für seinen Arbeitgeber, für Nürnberg. Gegen seinen Verein, den VfB Stuttgart. Nächstes Jahr soll er zurückkommen, sagt Fredi Bobic, auf jeden Fall.</p><p>Besonders viel Humor in der Sache beweisen die Zeitungen: der &#8222;Matchwinner&#8220; (Bild) sei Schieber, die Morgenpost kürt ihn zum &#8222;Mann des Tages&#8220;, &#8222;ausgerechnet&#8220; (Zeit). Ausgerechnet! Schieber, der gestern Chancen hatte für vier oder fünf Tore! Der sicher trotzdem gut gespielt hat, keine Frage, aber genauso sicher nicht spielentscheidend gewesen ist, im Gegensatz zum Nürnberger Mittelfeld, inklusive der beiden famosen Außenverteidiger Judt und Pinola.</p><p>Aber die Geschichte ist einfach zu schön: Der traurige Held, der seine Pflicht tut, der herausragendes leistet, obwohl im Widerstreit mit seinem Herzen. Er hat ja nicht nur gegen den Gegner gespielt, sondern auch &#8211; gegen sich selbst. Gegen sein Gefühl, gegen seine Interessen. Deswegen auch die völlig überkandidelten Pointen in den Texten: dass er sich möglicherweise selbst in die zweite Liga geschossen habe. Bei vier Punkten Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, 12 Spiele vor Zapfenstreich. &#8222;Noch nichts entschieden&#8220; ist ein Euphemismus angesichts der Möglichkeiten, die sich da noch auftun.</p><p>Es ist schon erstaunlich, dass die Sportredakteure unisono Schieber feiern, wo er doch das Ideal eines Typus ist, dem man normalerweise Verachtung entgegenbringt: dem Legionär. Schieber hat sich selbst so sehr entfremdet, dass er gegen seine Mannschaft hervorragend aufspielt und alle, die ihm gleich sind in ihrer Ergebenheit dem VfB gegenüber, in tiefe Trauer stürzt. Dafür will er sich nicht feiern lassen, und genau deswegen feiern ihn jetzt alle.</p><p>Selbstverständlich ist das nicht. Lukas Podolski muss sich noch heute fragen lassen, warum er 2008 <a
href="http://www.rp-online.de/sport/fussball/nationalelf/em/dfb/Super-Poldi-Aber-wo-war-der-Torjubel_aid_576869.html">nach seinen beiden Toren gegen Polen nicht gejubelt hat</a>. Mesut Özil betont nach dem Spiel gegen die Türkei, dass er sich nach seinem Treffer natürlich nicht geschämt habe. Und immer sagen sie, sie seien &#8222;aus Respekt&#8220; nicht ausgetickt. Aus Respekt vor den Gefühlen der Familie, das muss man betonen, das klingt hübsch bescheiden.</p><p>Wie Schieber da auf dem Boden lag und sich umsah, ein wenig mit der Lippe spielte, da merkte man schon: da entschließt sich einer nicht spontan, nicht zu jubeln. Der kann schlicht nicht jubeln. Der ist Stuttgarter. Das ist die wahre Tragödie: der schießt gegen seine eigene Existenz. Und trifft. Und ist völlig fassungslos. Und alle findens super.</p><p>&#8212;</p><p>Aus <a
href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/golazo!-wayne-rooney-manchester-city-8477708/">gegebenem Anlass</a>: mein Lieblingsfallrückzieher diese Saison.</p><p><iframe
title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/TTPADvQ3nGE" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p>&#8212;</p><p>Steffi von Textilvergehen hat ein langes, langes, langes Gespräch mit Aileen Poese, der Leiterin der Frauen- und Mädchenabteilung des 1.FC Union Berlin, geführt, das ich inzwischen drei Mal gelesen habe: <a
href="http://textilvergehen.de/2011/02/12/leben-auf-einem-fremden-planeten-frauenfusball/">&#8222;Leben auf einem fremden Planeten: Frauenfussball&#8220;</a>. Dabei interessierte sie vor allem, &#8222;welches Selbstverständnis die Fußballfrauen haben, auf welche Widerstände sie treffen und wo sie die Zukunft ihrer Sportart sehen&#8220;. Ein schöner Blick hinter die Kulissen.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/02/13/bundesliga-22/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 21</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/02/06/bundesliga-21/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/02/06/bundesliga-21/#comments</comments> <pubDate>Sun, 06 Feb 2011 18:55:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=43072</guid> <description><![CDATA[<p>Statt HSV &#8211; St. Pauli Freiburg gegen die Eintracht zu sehen, das ist, wie wenn man Meerweh hat und dann nur in den Aquadom darf. Obendrein war das Spiel so seicht wie ein Froschtümpel. Momentan haben wir einen Boxer als Gasthund zuhause, da ist in zwei Minuten mehr los als in diesem kompletten Spiel.</p><p>Frankfurt versuchte es von Anfang an nach der Rödlheim Hartreim-Devise: immer <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=ViZ5iT1-hOg">höha, schnella und weida</a>. Allerdings wirkten sie dabei nicht gerade wie Superman, eher wie Robin, <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=sWgHZsrPmgs">dem Batman sei Loch</a>. Glücklicherweise kam Freiburg aber auch nicht so recht zum Zug, wobei deren Offensivbemühungen eher dem Parteiprogramm der Piraten ähnelten: manches gut gedacht, aber wenn, dann schlecht gemacht. Immerhin gabs Sympathiepunkte für den SC, einfach deswegen, weil Robin Dutt immer aussieht wie frisch vom Zombie gebissen.</p><p>Dass Frankfurt nicht nach vorne kam, lag vor allem an der ausnehmend unangenehmen Defensivtaktik: wir nennen es mal den Freiburger Trichter. Die Angriffe, sofern es sie gab, immer schön in die Mitte leiten, dort wartete Makiadi und nahm Caio den Ball vom Fuß. Währenddessen machte Gekas vorne drin auf Hamburg und fand nicht statt. Gekas ist überhaut der Spieler, der bei Auswechslungen mehr Hände auf der Bank abklatscht, als er vorher Ballkontakte hatte.</p><p>Sie spielten ja nicht schlecht, die beiden Mannschaften, aber immer nur sehr kurzphasig. Und so saß man die ganze Zeit vor dem Fernseher und betete vor sich hin: Gut! Schlecht. Super! Oh man. Das kann hier ja! So ein Penner. So geht das fünfzehn Minuten, dann ist man emotional so erschöpft wie nach zwei Minuten Boxerbegrüßung. Und irgendwann pendelt sich das Unterhaltungsniveau bei Golfpartie ein, organisiert vom bundesdeutschen Dachverband der Narkoleptiker.</p><p>Es hätte hier und da natürlich Chancen gegeben auf den Sieg, mal ein Lattentreffer, mal eine knapp verpasste Hereingabe, mal ein unglücklich verstolperter Pass: aber zwingend war das alles nicht. Gegönnt hätte man es auch keinem, denn obwohl es kein wirklich schlechtes Spiel war, es war viel zu dadaistisch, zerrissen, zerstückelt, um ein anderes ERgebnis herzugeben.</p><p>Das nächste Mal wieder echter Fussball.</p><p>&#8212;</p><p>Eine richtig gute Woche hat Marlon de Jesus erwischt: der spielt gerade mit der ekuadorianischen U20 die Südamerikameisterschaft. Und nachdem er <a
href="http://www.101greatgoals.com/videodisplay/marlon-jesus-miss-argentina-8396617/">schon gegen Argentinien</a>, nunja, kam ihm Uruguay gerade&#8230; Aber seht selbst. Mario Gomez anyone?</p><p><iframe
title="YouTube video player" width="480" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/dl7tTbrlL4c" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p><p>&#8212;<br
/> Das hier meldet (das überhaupt sehr empfehlenswerte) <a
href="http://ballverliebt.eu/">ballverliebt</a>:</p><blockquote><p>Die Art wie Fußballübertragungsrechte in Europa verkauft werden dürfen, steht dank der Europäischen Union kurz vor einem heftigen Erdbeben. Grund dafür ist ein möglicher Spruch vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen die Premier League. Diese hatte eine gewisse Karen Murphy, die Wirtin eines Pubs in Portsmouth, wegen einer angeblichen Copyright-Verletzung verklagt, da sie ihre Satelittendecoderkarte günstig in Griechenland gekauft hatte.</p><p>Generalanwältin Juliane Kokott legte dort nun ihre Empfehlung für den Urteilsspruch vor. Die exklusiven Senderechte für einzelne Länder zu verkaufen, würde dem Gedanken des Binnenmarktes widersprechen. Es müsse Murphy erlaubt sein, Decoderkarten in anderen europäischen Ländern zu erstehen – und mit ihr in der Folge wohl auch jedem andern Kunden. Diese Empfehlung ist zwar rechlich noch nicht bindend, im Allgemeinen folgen die Richter allerdings den Vorlagen der GeneralanwältInnen. Eine endgültige Entscheidung soll im Laufe des Jahres folgen.</p></blockquote><p>Das wird nochmal spannend.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/02/06/bundesliga-21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 19</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/01/23/bundesliga-19/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/01/23/bundesliga-19/#comments</comments> <pubDate>Sun, 23 Jan 2011 18:21:54 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=42555</guid> <description><![CDATA[<p>Hannover 96 stelle ich mir vor wie einen passiv-aggressiven Frosch. Er sitzt den ganzen Tag auf seinem Stein und starrt böse in die Gegend, aber niemand lässt sich dazu herab ihn wahrzunehmen. Das Phänomen Hannover wird überhaupt so gut wie nicht wahrgenommen. Das liegt natürlich daran, dass man aus reinem Selbstschutz <a
href="http://wwwut.wordpress.com/2005/07/17/hannover/">Hannover so wenig wie möglich wahrnimmt</a> als einigermaßen normal veranlagter Mensch. Aber nicht nur.</p><p>Auch daran, dass Dortmund und Mainz die Stars sind. Die spielen nicht nur erfolgreich, sondern sehen dabei auch gut aus. Dortmund hat schon einige Journalisten zum Weinen gebracht, weil sie, um diesen oder jenen Spielzug zu beschreiben, auf ihre lyrischen Ergüsse über Schönheit et al. aus der Pubertät zurückgreifen konnten. Hannover hingegen kann vor allem eines: kontern. Das zwar so gut wie keine andere Mannschaft, aber es sind halt doch nur Konter. Die Hausmannskost unter den Spielzügen.</p><p>Außerdem: der Mannschaft fehlt der Star. Nach Enke gibt es den großen Hannoveraner nicht mehr. Am ehesten kommt dem wohl Christian Schulz nach, der allerdings so viel Glamour und Glanz verbreitet wie ein unausgewaschenes, leeres Senfglas. Natürlich, es gibt auch Ya Konan, Abdellaoue und Emanuel Pogatetz. Aber erstens: die hat sich der Schmadtke doch aus den Ritzen seiner Autositze gepuhlt. Wo auch immer er die hervorgezaubert hat, dass die woanders als in Hannover funktionieren, glaubt man erst, wenn man es sieht. Bis dahin stehen sie akut unter <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Benny_Lauth">Benny Lauth</a>-Verdacht. Der kann außerhalb von München keinen Wackerstein von einem Ball unterscheiden. Dass das Abdellaoue oder Pogatetz außerhalb von Hannover anders gehen wird, ist bisher nur ein Gerücht.</p><p>Wenn es in Hannover nicht diese seltsame Querele Schmadtke versus Slomka gäbe, man würde völlig vergessen, dass es Hannover überhaupt gibt. Hin und wieder schaut man auf die Tabelle und wundert sich, wer da auf der drei herumlungert, vergisst das aber nach einigen Sekunden des Erstaunens sofort wieder.</p><p>Glücklicherweise.</p><p>&#8212;</p><p>Alldieweil, in Lecce, mein Tor des Monats:<br
/> <iframe
title="YouTube video player" class="youtube-player" type="text/html" width="640" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/R-VdHWxW2og" frameborder="0" allowFullScreen></iframe></p><p>&#8212;</p><p>Ich suche jetzt schon seit Tagen eine angemesse Hoffmann-Beschimpfung. Solang ich sie noch nicht gefunden habe, empfehle ich diese fantastische Karte über die den Fanflickenteppich in London:</p><blockquote><p><a
href="http://bigthink.com/ideas/26493">Fandom is a bit more complicated than mere tribalism, though. Which team you support is the result of an intricate compound of ancestral, regional, social, and sometimes even religious loyalties. And, of course, personal choice. However, this map of London seems to indicate that geography is a major factor in fan loyalty. It shows the clear geographical slant of football (2) fandom in the British capital: the centres of gravity for each ‘fanland’ tend to be around the home grounds of each team.</a></p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/01/23/bundesliga-19/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>25</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 18</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/01/16/bundesliga-18/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/01/16/bundesliga-18/#comments</comments> <pubDate>Sun, 16 Jan 2011 16:23:51 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=42353</guid> <description><![CDATA[<p>Nuri Sahin steht verlegen vor der ARD-Kamera, denn Beckmann hat Fragen. Wie ein frisch gewaschener Wombat schaut er in die Kamera und grinst. Dass der überhaupt in der Lage ist, einen Zweikampf zu führen, geschweige denn zu gewinnen, meistens zu gewinnen, ist kaum zu glauben. Beckmann ist dementsprechend aufgeregt und fragt (ungefähr), ob denn nun er, Sahin, heute morgen mit einem Lächeln auf den Lippen aufgestanden wäre, das wohl was mit der Meisterschaft zu tun hat, irgendwie, aber direkt wollte er die Frage nicht stellen, stattdessen sagt er fortwährend Sahins Namen in einer Betonung, wie man sie zuvor noch von niemandem gehört hat, er betont den Namen auf der letzten Silbe, er ist ganz schön stolz, dass er das so gut kann. Sahin schaut mit dem gebotenen Desinteresse links und rechts an der Kamera vorbei, wenn die Frage vorbei ist, zögert er kurz und antwortet gelangweilt, was Beckmann langweiliges wissen wollte. Da weiß man wieder, dass er das kann: den anderen auflaufen lassen. Wer das Interview während der Sportschau nicht gesehen hat, der kann <a
href="http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6256986">sie immerhin hören</a> und dem sei gesagt: es hatte was <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=lM9i-8j45xg">brandeskes</a>. Andere Frisur, aber sonst.</p><p>Diese Abgeklärtheit, diese Coolness und gleichzeitig auch die damit einhergehende Respektlosigkeit, das ist es, was Dortmund momentan auszeichnet. So ist das, wenns läuft. Wenns läuft, dann läufts, da helfen keine Windeln.</p><p>Nichtsdestotrotz bin ich einigermaßen verwundert über die Lobeshymnen angesichts des Spiels: denn es sah eben nicht alles &#8222;ganz leicht aus&#8220; (Daniel Theweleit, <a
href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,739692,00.html">SpOn</a>), Dortmund spielte nicht wie das &#8222;Maß aller Dinge&#8220; (Kicker), das war vielmehr ziemlich eng.</p><p>Was den Auschlag gab, war zweierlei: erstens, als Voraussetzung, das Spielsystem. Im Mittelfeld waren die Räume viel zu eng, es ging zu wie bei berliner Kaufhauseröffnungen, und immer stand ein Dortmunder mehr mit auf der Rolltreppe. Gerade Sidney Sam, der bisweilen ein paar Grashalme braucht, um sich mal drehen zu können, war komplett zugeparkt. Dass es mit den schnellen, überraschenden Pässen in die Spitze nicht geklappt hat, mag auch an den Bender-Zwillingen gelegen haben: die habens nicht so mit den sauberen Bällen, das scheint genetisch nicht veranlagt zu sein.</p><p>Das hätte bestimmt nicht gereicht, wenn nicht Manuel Friedrich ein Einsehen gehabt hätte. Mit seltenem Großmut und großväterlicher Nachsicht schenkte er Klopps Jürgen zwei Mal einen Freudentanz, der ihn zum idealen Werbeträger für die Wii Fit machen dürfte. Erst verbaselt er einen Dortmunder Einwurf, dann steht er Kilometer weit neben sich, zwei Tore, Klappe zu. Großkreutz legt in einem Reflex den Finger an die Lippen, man weiß nicht, wen er zum Schweigen bringen will: vielleicht Beckmann.</p><p>Heynckes aber, der Vidal auf der Bank gelassen hat, das System umgestellt und sich im offensiven des kompletten kreativen Potentials beraubt hat, der dürfte sich jetzt in den Arsch beißen. Oder Vidal wird ihm in den Arsch beißen. Keine Meisterschaft für Leverkusen, dafür sah die Bayer-Defensive mal wieder aus wie das Meisterschaf.</p><p>Klar wars das jetzt, wenn nicht Himmel und Erde zusammenstürzen, mit dem Titel für Dortmund. Statt das jetzt Woche und Woche wieder aufzuschreiben, wünsche ich mir, dass Sportberichte nicht vom Ergebnis her geschrieben werden. Okay, wenigstens: nicht nur.</p><p>&#8212;</p><p>Alldieweil, in Spanien:</p><p><object
width="500" height="390"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/vGK8-5-hBnU&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;version=3"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowScriptAccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/vGK8-5-hBnU&#038;hl=de_DE&#038;feature=player_embedded&#038;version=3" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowScriptAccess="always" width="500" height="390"></embed></object></p><p>[<a
href="http://www.101greatgoals.com/">via</a>]</p><p>&#8212;</p><p>Momentan &#8211; ich weiß nicht recht, wie lange noch &#8211; läuft beim Trainer drüben die Wahl zum <a
href="http://www.trainer-baade.de/?p=8195">Sportblogbeitrag des Jahres</a>. Es sind ein Haufen schöner Beiträge, zum Beispiel über <a
href="http://kid-klappergass.blogspot.com/2010/03/die-droge.html">Drogen</a>, <a
href="http://www.trainer-baade.de/?p=4840">Sekten</a> und <a
href="http://www.racingblog.de/2010/03/17/formel-eins-die-sache-mit-dem-ueberholen/">Autos</a>. Umso stolzer bin ich, dass <a
href="http://textilvergehen.de/2010/08/06/pavel-kuka/">mein Pavel Kuka</a> es auch reingeschafft hat. Wer sich einen kurzen Überblick verschaffen will, kann das bei der <a
href="http://www.spox.com/de/community/blogschau/1101/1201-gesucht-der-lionel-messi-der-sportblogospaere-bester-sportblogbeitrag-des-jahres-myspox-jubilaeum-10000-blogs-bei-spox.html">Spox-Blogschau</a> tun. Geht hin und wählet euren Favoriten!</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/01/16/bundesliga-18/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>12</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga-Rückrunde &#8211; Das wars, so isses, so hättes sein können</title><link>http://www.spreeblick.com/2011/01/07/bundesliga-ruckrunde-das-wars-so-isses-so-hattes-sein-konnen/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2011/01/07/bundesliga-ruckrunde-das-wars-so-isses-so-hattes-sein-konnen/#comments</comments> <pubDate>Fri, 07 Jan 2011 14:33:31 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=41811</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage alignleft"><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2011/01/3681135139_5deb80f841.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/sadikot/3681135139/"><span
class="text">sadicot</span></a></p></div><br
/> Vor der Saison habe ich, ich erinnere mich ungern daran, <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/08/17/bundesliga-vorschau-1011/">die Abschlusstabelle getippt</a>: jetzt ist die Zeit der halben Wahrheit. Ungefähr nichts von dem, was ich prognostizierte, stimmt, aber das macht nichts, denn jetzt ist Zeit für ein paar Korrekturen.</p><p><small>Die vorgestellten Zitate stammen allesamt aus dem Vorschau-Artikel. Mit sechs der 18 Abrisse kann ich mich noch einigermaßen sehen lassen, dass ich den Rest hier so öffentlich vorzeige, fällt laut meines Therapeuten unter Masochismus. HSV-Fans werden mich verstehen.</small></p><p><strong>Borussia Dortmund</strong></p><blockquote><p>Dortmund spielt anachronistischen Fussball mit anachronistischen Typen.</p></blockquote><p>Es fehlt unglücklicherweise die Fußnote hinter &#8216;Typen&#8217;, da müsste noch stehen: Außer Hummels. Außer Subotic. Außer Piszczek. Außer Schmelzer. Außer Sahin. Außer Götze. Außer Blaszczykowski. Außer Kagawa. Außer Barrios. Außer Lewandowski.</p><p>Aber ansonsten hatte ich völlig recht.</p><p><strong>Mainz 05</strong></p><blockquote><p>Das wird eine gute Saison zur Konsolidierung, das untere Drittel ist so schwach wie seit Jahren nicht mehr.</p></blockquote><p>Nur, dass Mainz das untere Drittel weniger interessiert hat. Die Artikel über Mainz klangen allesamt so, als hätten die Autoren bei der Bravo hospitiert und erinnerten sich jetzt dieser bisher erfolgreich verdrängten Zeit. &#8222;Die Mainzer Boygroup stürmt die Charts&#8220;, war allerorten zu lesen, und man fragte sich, wann Thomas Gottschalk die Mannschaft zu <em>Wetten, Dass&#8230;?</em> einladen würde. Aber weil Mainz sich da oben nicht halten wird und beim ZDF inzwischen eine panische Angst vor Abstürzen herrscht, wird das so schnell nicht passieren.</p><p><strong>Bayer Leverkusen</strong></p><blockquote><p>Das Gegenteil der Ludolfs: attraktiv, aber nicht über die Maßen erfolgreich, und letzte Saison mit spärlich ausgestattetem Ersatzteillager.</p></blockquote><p>Zwei Spieler können das ändern: Sidney Sam und Arturo Vidal. Der Schöne und das Biest. Arturo Vidal haftet immer noch das Image eines Kneipenschlägers an, nicht völlig zu Unrecht, wenn der an einem Anti-Atom-Protest teilnehmen würde, man kann davon ausgehen, der Castor käme nie ans Ziel. Vermutlich der beste Spielzerstörer der Bundesliga. Wenn sich jetzt in der Innenverteidigung nicht fortwährend schmalkaldengroße Löcher aufgetan hätten, wer weiß: vielleicht hätten wir einen zweiten ernsthaften Titelanwärter.</p><p><strong>Hannover 96</strong></p><blockquote><p>Der Kader ist inzwischen so dünn wie Schmadtkes Haarpracht, im Sturmzentrum werden wir wieder häufiger Mike Hanke sehen, der eine Institution ist und so unbeweglich wie das Finanzamt.</p></blockquote><p>&#8222;Der unfassbare Ya Konan&#8220;, das klingt wie ein neuer Superheld. Slomka hat schon das entsprechende Comic gescripted, aber Schmadtke findet den Plot scheiße.</p><p><strong>Bayern München</strong></p><blockquote><p>Prognose: Erster.</p></blockquote><p>Jaha. Irren macht Spaß.</p><p><strong>SC Freiburg</strong></p><blockquote><p>Die Freiburger hatten die hervorragende Idee, ihren besten Stürmer zu verscherbeln, ohne Ersatz zu kaufen.</p></blockquote><p>Wer konnte ahnen, dass ein kleines tanzendes Wiesel zu einem der besten Stürmer der Bundesliga aufsteigt? Die maßlose Eleganz, mit der Cissé über den Platz eiert, ist von einer so zarten Poesie, dass Durs Grünbein, sollte er sich je zu einem Freiburg-Spiel verirren, schamvoll für Wochen den Stift zur Seite legen würde.</p><p><strong>Eintracht Frankfurt</strong></p><blockquote><p>Eintracht Frankfurt, die Doppelhaushälfte unter den Bundesligaclubs. Irgendwo zwischen Speckgürtel und Unterschichtenbehausung.</p></blockquote><p>Frankfurt spielt anachronistischen Fussball mit anachronistischen Typen.</p><p><strong>1899 Hoffenheim</strong></p><blockquote><p>Wenn Hoffenheim könnte, wie es könnte, wär Fußball nicht, was es ist.</p></blockquote><p>Oder aber: Hätte Ragnick gekonnt, wie er gewollt hätte, wäre Hoffenheim ein Fussballclub und kein <a
href="http://www.indirekter-freistoss.de/2011/01/03/prost-neujahr/">Investitionsprojekt</a>.</p><p><strong>Hamburger SV</strong></p><blockquote><p>Prognose: Achter.</p></blockquote><p>Wenn Hamburg könnte, wie es könnte, wär Fußball nicht, was es ist. Andererseits: Eines der letzten Mysterien der Liga ist die Frage, wie Armin Veh aussehen mag, wenn er sich mal freut.</p><p><strong>FC Schalke 04</strong></p><blockquote><p>Metzelder, Matip und Höwedes, Escudero und Uchida, das klingt so stabil wie ein Strategiepapier der FDP zur Bekämpfung der Weltwirtschaftskrise.</p></blockquote><p>Hell yeah.</p><p><strong>1. FC Nürnberg</strong></p><blockquote><p>Das wird harte Arbeit.</p></blockquote><p>Das wird eine gute Saison zur Konsolidierung, das untere Drittel ist so schwach wie seit Jahren nicht mehr.</p><p><strong>1. FC Kaiserslautern</strong></p><blockquote><p>Aus Kaiserslautern kommen nur besoffene GIs und Kanalisationsdeckel, und genau so spielt der FCK auch. Es wird sich noch als Bombenidee herausstellen, statt einem gleich drei Jendrisek-Ersätze eingekauft zu haben.</p></blockquote><p>Ich werde diese Schallplatte nicht kaufen, sie ist zerkratzt.</p><p><small>Hat jemand eine Decke, unter der ich mich verstecken kann?</small></p><p><strong>VfL Wolfsburg</strong></p><blockquote><p>Dieter Hoeneß. Mögen sie absteigen in die Bedeutungslosigkeit.</p></blockquote><p>Wenn Dzeko demnächst nach Madrid oder London oder Italien geht: wer soll denn dann in Wolfsburg bitteschön noch Fussball spielen? Immerhin: angesichts der bisherigen Leistungen hat <a
href="http://www.focus.de/sport/fussball/wm-2010/news/der-nike-fluch-schreib-die-zukunft-ab_aid_525320.html">Nike angekündigt</a>, neuer Trikotsponsor werden zu wollen.</p><p><strong>Werder Bremen</strong></p><blockquote><p>Bremen schießt traditionell häufiger aufs Tor als alle Absteiger zusammen, aber: Trefferquote Kategorie Dart nach sieben Futschi. Vom neuen Ball hört man, er hieße deswegen ‘Torfabrik’, weil der „immer reingeht, egal, wie schlecht der Stürmer zielt“ (Arnd Zeigler) und ‘Umwucht’ zu sehr an Rainer Calmund erinnerte. Bremen hat mit Rosenberg und Hugo Almeida zwei ausgewiesene Könner dieses Fachs im Kader, da kann nicht mehr viel schiefgehen.</p></blockquote><p>Dass Arautovic und Hunt hinter den Erwartungen zurückbleiben würden, war fast zu erwarten gewesen: wie sehr sie hinter den Erwartungen zurückbleiben, davon ist man dann doch ein wenig überrascht. Ganz Westerwelle, haben sie keine Gelegenheit ausgelassen, sich zu blamieren, weswegen der mimikschwächste Spieler der Liga, Frings&#8217; Torsten, in den Interviews seinen Mundwinkel inzwischen etwas merkeleskes gibt. Thomas Schaaf kann sich noch nicht mal die Haare raufen, er ist durchaus zu bedauern.</p><p><strong>FC St. Pauli</strong></p><blockquote><p>Prognose: Sechzehnter.</p></blockquote><p>Verebbern. Das kommt etymologisch entweder von verebben oder veräppeln, ganz sicher aber von Ebbers. Denn St. Pauli hat ein Prokrastinationsproblem: sie kriegen nichts zu Ende. Satte <a
href="http://www.wahretabelle.de/wahretabelle/chancentod.php">fünf Chancen brauchen sie für ein Tor</a>, ein Wert, den selbst Fredi Bobic als suboptimal bezeichnen würde.</p><p><strong>1. FC Köln</strong></p><blockquote><p>Prognose: Dreizehnter.</p></blockquote><p>Ein Gutes hat die verheerende Tabellensituation für Köln: Meier ist weg. Novakovic leider nicht, der diese Saison so nutzlos ist wie ein Fahrrad bei Paris-Dakhar. So bocklos wie der kickt, mich wundert, das Rüttgers den nicht längst zum Schneeräumen zwangsverpflichten wollte. Achso, den Rüttgers gibts ja auch nicht mehr. Macht immerhin zwei gute Nachrichten für dieses Jahr.</p><p>Was es sonst noch zu sagen gibt, <a
href="http://www.volk-ohne-raumdeckung.de/index.php/2011/01/04/wenn-der-postmann-nicht-mehr-klungelt/">sagt Rob Alef</a>.</p><p><strong>VfB Stuttgart</strong></p><blockquote><p>Die bipolare Störung zeigt sich bei den Betroffenen durch episodische, willentlich nicht kontrollierbare und extreme Auslenkungen des Antriebs, der Aktivität und der Stimmung, die weit außerhalb des Normalniveaus schwanken.</p></blockquote><p>Was wird sich Bobic wohl gedacht haben, als er Gross entließ und Labbadia holte? „Die Mannschaft versteht offensichtlich nichts von Spielphilosophie, also holen wir halt einen Trainer, der keine hat“?</p><p><strong>Borussia Mönchengladbach</strong></p><blockquote><p>Das Niemandsland der Bundesliga, für Gladbach-Fans ist es ein Paradies.</p></blockquote><p>Mike Hanke hat diese Saison alle 48 Minuten ein Tor gemacht. Gut, er hat auch nur 140 Minuten gespielt, aber trotzdem: das überdurchschnittlich. Es mag Glück sein, aber auf etwas anderes kann Gladbach sich kaum verlassen in der Rückrunde. Glück und Kampfgeist, wer kommt einem da eher in den Sinn als Mike Hanke. Immerhin fällt der nicht nach einem Gegentor in sich zusammen wie ein zu früh aus dem Warmen geholtes Soufflé.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2011/01/07/bundesliga-ruckrunde-das-wars-so-isses-so-hattes-sein-konnen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>9</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 17</title><link>http://www.spreeblick.com/2010/12/19/bundesliga-17/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2010/12/19/bundesliga-17/#comments</comments> <pubDate>Sun, 19 Dec 2010 18:20:27 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=41404</guid> <description><![CDATA[<p>Hells Bells auf St. Pauli, der Aufsteiger hat es läuten hören. Zum ersten Mal seit langem wollen sie mal wieder mitspielen, schön spielen, mit dem Fußball, der sie hat aufsteigen lassen. Ablaufen statt abgrätschen, riskante Pässe in die Spitze statt hoch in den Rückraum, vielleicht sogar ausnahmsweise den ein oder anderen Angriff konsequent über eine Seite auszuspielen. Aber zwei Probleme: der Rasen hatte Akne. Und Mainz.</p><p>Mainz spielte es schnell und steil nach vorne, wo Szalai stand und ein Wort aus meinem Unterbewusstsein hervorzauberte, das ich längst verdrängt zu haben glaubte: er peste herum. St. Pauli vertendelte jeden Ball im Aufbau, es passten Lastwägen zwischen Anspruch und Wirklichkeit. Manchmal hatte man den Eindruck, einen Strandbuggy bei Paris-Dakhar zu erleben: jede Bodenwelle war eine zuviel, und sobald St. Pauli Gas geben wollte, lag einer am Boden.</p><p>Im Grunde war das Spiel nach einer halben Stunde durch: Zwei Mal hatte sich Mainz durch die etwas unbedarft und reglos staunenden Verteidiger gespielt, zwei Mal stand am Ende der Kette André Schürrle, zweinull. Dann schenkte Soto dem Gastgeber einen Elfmeter zu Weihnachten, Lehmann ließ sich nicht lange bitten: Anschluss. Ein Hauch von Spannung lag über den Landungsbrücken, dann kam ein Ball aus dem Halbfeld angesegelt, Oczipka begleitete Szalai wie ein Mops seine Dame auf dem Abendspaziergang, aber der ließ sich nicht irritieren und legte den Ball gefühlvoll ins lange Eck. Damit war das Spiel verfrühstückt, und St. Pauli kann sich in aller Ruhe auf nächstes Jahr vorbereiten.</p><p>Das wird wohl heißen, Standards zu trainieren.</p><p>&#8212;</p><p>Mein Favorit für das Tor des Jahres:</p><p><object
width="500" height="385"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/uPGFwOwZvXw?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/uPGFwOwZvXw?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="500" height="385"></embed></object></p><p>(Obwohl, <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=8bwtg5qjoMY">der Robben hier&#8230;</a>)</p><p>&#8212;</p><p>Die Sportbild ist mit Sicherheit eines der am wenigsten ernstzunehmenden Sammelbecken der an wenig ernstzunehmenden Fernseh- und Boulevardjournalisten eben nicht armen Sportpresselandschaften (<a
href="http://twitpic.com/35co70">siehe, z.B.</a>). Aber: 479.058 verkaufte Exemplare pro Woche, auflagenstärkste Zeitung in Europa. Ein Glück, dass es Sidan gibt, der einem das wichtigste in Kürze mitteilt, zum Beispiel:</p><blockquote><p>Wann immer der FC Bayern in Sport Bild vorkommt, wird die Berichterstattung hauptsächlich von drei wiederkehrenden Motiven bestimmt:<br
/> a. der FC Bayern hat es drauf.<br
/> b. Vor allem hat es die Führungsetage des FC Bayern drauf.<br
/> c. Lous Van Gaal dagegen hat es nicht so drauf.<br
/> (&#8230;)</p><p>b: “Die Vorstands-Bosse haben das bei Bayern viel zitierte Heft des Handelns wieder in die Hand genommen”, “die Führung kauft den Kader ein, der Trainer darf daraus ein Team machen”, die vom Vorstand geholten Spieler Timoschtschuk und Gomez sind inzwischen Stammspieler, also darf sich “Präsident Hoeneß bestätigt fühlen”.</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2010/12/19/bundesliga-17/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>3</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 14</title><link>http://www.spreeblick.com/2010/11/28/bundesliga-14/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2010/11/28/bundesliga-14/#comments</comments> <pubDate>Sun, 28 Nov 2010 17:16:20 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=40414</guid> <description><![CDATA[<p>Es hätte auch ganz anders kommen können. Ein Satz, der immer passt. Ganz besonders auf Werder Bremen. Die Ungelenkheit dieser Einleitung ist eine Hommage an das Konterspiel der Werderaner. Wenn die Menschen so stricken würden wie Bremen kontert, gäbe es keine Norwegerpullis, nur Schals.</p><p>Die gesamte Saison über tanzte Bremen bisher den Dixie Dörner: das ist ein Tanz, in dem die Vorwärtsbewegung nur angedeutet wird. Tatsächlich versuchte Werder die letzten Spieltage, offensiv zu spielen, nur ohne Offensivspieler. Es fehlte schlicht der Mann, der die anderen besser macht, als sie sind. Marco Marin ist kein Spielgestalter: wenn Marin den Ball hat, geht er dahin, wo Platz ist. Er schafft die Räume nicht, wie Özil es tat, er sucht sie sich. Und wenn nur an der Eckfahne Platz ist, geht Marin eben zur Eckfahne. Damit wird das werderaner Offensivspiel ähnlich zielführend wie eine Kampagne zur Wiedereinführung des Videorekorders.</p><p>Das war nicht die einzige Schwachstelle in ihrem Spiel bisher. Hinten links spielten sie es, wie übrigens die Jahre zuvor auch schon, wie die Grünen: außer Strohmännern mit dem Aktionsradius von Christian Ströbele war da nichts. Gut, immerhin stand da wer, und vielleicht kann Pasanen hin und wieder einen Ball ins Feld zurücktippen. Aber ansonsten steht der da nur, damit da im Aufstellungsbogen überhaupt jemand steht.</p><p>Und dann, die Innenverteidigung. Man hört häufiger, dass Kommentatoren lobend erwähnen, einer der Verteidiger stehe da &#8222;wie ein Baum&#8220;. Prödl nimmt das allzuwörtlich. Standfest, aber völlig unbeweglich, ließ er sich fortwährend umsausen, und stand am Ende da wie eine Trauerweide.</p><p>Es war ein glückliches Spiel für Werder Bremen, denn St. Pauli fand einige Mittel, keines wirkte. Thorandt lieferte die Generalmetapher, als er zum Schlusspfiff die rote Karte sah: wegen &#8222;rohen Spiels&#8220;. Das trifft auf St. Pauli insgesamt zu, wenn man es umdreht: kein bisschen abgekocht. Jede Möglichkeit zum Torschuss, jeder vielversprechende Abschluss wurde liegengelassen und vertändelt. Von zwei fantastischen Paraden Tim Wieses zu Beginn des Spiels beeindruckt, traute sich keiner der Hamburger mehr, den Abschluss zu suchen.</p><p>Es ist ein Spiel ohne Aussagewert: Nach einer Minute zu Führen ist Glück, dann Kontern zu dürfen wie nichts gutes auch. Immerhin, bisher durfte jeder Sturm gegen Bremen Katherina sein, diesesmal nicht. Ob das gegen Dzeko, Grafite und Diego auch gilt, wird die nächste Woche zeigen.</p><p>&#8212;</p><p>Alldieweil, in Argentinien<br
/> <object
width="480" height="385"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/c59udTSKbEg?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/c59udTSKbEg?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p><p>[via <a
href="http://www.fanartisch.de/">fanartisch</a>]</p><p>&#8212;</p><p>&#8222;Aus dem Abseits&#8220; heißt der Film von Dino Bernabeo und Niko Schleicher: er handelt von schwulen Fussballern im Amateurfussball. Die <a
href="http://www.11freunde.de/bundesligen/134370">11Freunde haben ein kleines Interview geführt</a>.</p><blockquote><p>Dino Bernabeo: Bevor wir die Arbeit zu diesem Film aufgenommen haben, hatten wir diese beiden Thesen: Schwulenhass muss von der Basis aus bekämpft werden und Schwulenhass kann nur dann erfolgreich bekämpft werden, wenn sich der erste prominente Fußballer outet.</p><p>11Freunde: Und jetzt, nach vier Monaten intensiver Arbeit mit dem Thema?</p><p>Niko Schleicher: Haben wir uns immer noch nicht für eine Variante entschieden. Wahrscheinlich ist es auch in diesem Fall wie in so vielen Dingen: Die goldene Mitte ist der richtige Weg. Vielleicht haben wir mit dem Film einen kleinen Beitrag geleistet.</p></blockquote><p>Die <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=ymSuZuzrzK0">Vorschau zum Film findet sich hier</a>.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2010/11/28/bundesliga-14/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 13</title><link>http://www.spreeblick.com/2010/11/21/bundesliga-13/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2010/11/21/bundesliga-13/#comments</comments> <pubDate>Sun, 21 Nov 2010 18:15:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=40043</guid> <description><![CDATA[<p>Vor einem Jahr, da war der Himmel über Bayern schwarz wie die Seele van Gaals. 20 Punkte, Platz acht, in der Championsleague von Bordeaux zum Pilzesammeln geschickt und heulend wieder nach Hause gekommen: es sah nicht gut aus. Tabellenführer damals: Leverkusen. Spieltag dreizehn kamen sie nach München, und Uli Hoeneß sprach in kaum zu vernehmender Zurückhaltung, mit untertriebener Gestik vom &#8222;Spiel der Spiele&#8220;. Endergebnis: eins zu eins. Mitleidig sah man nach München und schickte Taschentücher für die kurze Nase van Gaals.</p><p>Gestern wieder &#8222;Spiel der Spiele&#8220;. Bayer mit nur zwei Punkten, Bayern mit einem weniger als letzte Saison. Gut, Bayer war erster, und Bayern stand kurz vor dem internationalen Exitus. Dann verlor Juve in Bordeaux, und keine drei Monate später feierte jeder Fussballsachverständige den &#8222;schrulligen&#8220; van Gaal.</p><p>Damals war es ein gutes Spiel, dieses Mal nicht. Spannend ja, aber nicht ansehnlich. Es glich mehr einer Partie Poker, bei der die Kontrahenten immer viel zu früh sehen wollen: fortwährend kam es zu kleinen Scharmützeln im Mittelfeld, und wenn Bayer einmal den Ball kontrollierte, kam Renato Augusto, zog sich die Weihnachtsmütze über und schenkte ihn wieder her. Bayern hingegen versuchte, schnell und direkt nach vorne zu spielen, was dann ein Problem ist, wenn Kroos nicht schnell und Müller nicht direkt spielen kann. Schweinsteiger interpretierte seine Rolle als Zehner, indem er grätschte und kämpfte und Fleiß bewies, kurzum: als wäre er ein zu weit vorne stehender Sechser.</p><p>Irgendwie fuchste sich dann trotz allem Lahm rechts durch eine andächtig salutierende Leverkusener Abwehr, lupfte den Ball auf Schweinsteiger, der den Ball auf Gomez lupfte, der den Ball ins Tor lupfte. Manuel Friedrich schüttelte seine Schlagerstarfrisur. Es stand zu befürchten, dass Bayern sich mit verschränkten Armen am eigenen Sechzehner aufstellen und das Spiel zu Ende prokrastinieren würde.</p><p>Glücklicherweise für den blutleeren Kopf von Heynckes aber rannte Sidney Sam in ein von Pranjic unmotiviert in der Landschaft vergessenes Bein und fiel hin. Florian Meyer pfiff, Vidal schoss, Ausgleich. Erste Journalisten schrieben bereits &#8222;leistungsgerecht&#8220; in den Vorspann ihrer Artikel, und sie hatten recht: es passierte nichts mehr. Bayer fehlt, wie letzte Saison auch, in entscheidenden Momenten die gute Idee. Wenn ein solider Brecher wie Vidal das Spiel strukturiert, ist das überraschendste, was passieren kann, ein Wadenbeinbruch des Gegenspielers. Und Bayern fehlt das System: Sechzig Prozent Ballbesitz, ja, aber keinen Plan, wie man in den gegnerischen Strafraum kommt. Am Ende durfte Ribéry noch ein paar Bälle in der Vorwärtsbewegung vertändeln.</p><p>Jedenfalls, was die Zukunft der Bayern betrifft: Letzte Saison waren es sechs Punkte auf die eins. Jetzt sind es vierzehn.</p><p>&#8212;<br
/> Alldieweil, in Irland:<br
/> <object
width="480" height="385"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/2fUIGkzLS7g?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/2fUIGkzLS7g?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p><p>(<a
href="http://www.youtube.com/watch?v=xtHIa9AHgLk">Was in Qatar geschah</a>, wissen ja schon alle.)</p><p>&#8212;</p><p>In der NZZ <a
href="http://www.nzz.ch/nachrichten/wissenschaft/vom_verschwinden_1.705565.html">prognostiziert Michael Gamper das Ende des Mittelfelds</a>:</p><blockquote><p>Im Falle des Fussballs ist zu beobachten, dass die Leistungen der Teams von Fans und Massenmedien fast ausschliesslich vom Ergebnis her beurteilt werden: Wer gewinnt, hat in letzter Konsequenz immer recht. Eine solche Betrachtung steht allerdings im Widerspruch zum Drang der öffentlichen Meinung nach Spektakel.(&#8230;) Die Quadratur des Zirkels ist angestrebt: Wie schafft man es, diejenigen Teams zu Siegern zu machen, die auch am spektakulärsten spielen? Alle Regeländerungen in Fussball und Eishockey der letzten Jahre streben die Vermehrung der Toranzahl an und beschneiden die Eingriffsmöglichkeiten der Verteidiger.</p><p>Zu den Verlierern solcher Entwicklungen gehören auf jeden Fall die Mittelfeldspieler. Kein Wunder, sind die grossen Stars der neunziger Jahre fast allesamt Stürmer, wenn doch die mittlere Zone zwischen den Strafräumen gar niemanden mehr interessiert &#8211; eine Entwicklung, die an der WM 1998 besonders deutlich zu beobachten ist. Cruyff, Beckenbauer, Netzer, Platini oder Zico: Sie alle würden heute in der Spitze spielen wollen, allenfalls noch als hängende Stürmer. Das Schwinden des Mittelfelds aus dem öffentlichen Bewusstsein ist ein epochaler Prozess, ein Dimensionsverlust für den Fussball. Denn es ist nicht nur das kolumbianische Kurzpassspiel in der Feldmitte, dem die Würdigung versagt wird, sondern es ist festzustellen, dass auch die Spielkunst der klassischen Nummern 10 gänzlich zu verschwinden droht. Die Tore von Vieri, Bierhoff, Ronaldo, Salas und Batistuta können darüber kaum hinwegtrösten.</p></blockquote><p>Ich bin nicht einverstanden. Das Mittelfeld hat die letzten Jahre eine massive Aufwertung erfahren. Noch in den 50ern spielte man mit vier oder gar fünf Stürmern, ein Rechtsaussen wie Garrincha machte pro Spiel höchstens vier Schritte in die Defensive. Der letzte Paradigmenwechsel der Spielsysteme war die Umstellung vom 4-4-2 auf 4-2-3-1: die Überlegenheit des zweiten Systems besteht maßgeblich darin, eine numerische Überzahl im Mittelfeld herzustellen, und dadurch besser in die Zweikämpfe zu kommen. Dass es die klassische 10 nicht mehr gibt, liegt übrigens auch daran: es gibt nicht mehr genug Raum hinter den Spitzen, als dass man die Zeit hätte, von dort ein Spiel zu gestalten. Tatsächlich sind die modernen Spielmacher allesamt klassische 6er, sei es Andrea Pirlo, der Vorreiter dieser Interpretation, Xavi oder Schweinsteiger. <del
datetime="2010-11-22T09:49:35+00:00">Für Spieler wie Ronaldinho ist kein Platz mehr.</del> (Update: Ich korrigiere, <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/11/21/bundesliga-13/#comment-776092">rio hat recht</a>.)</p><p>Langfristig sehe ich eher eine Abschaffung des Stürmers: für Typen wir Mario Gomez, Luca Toni oder Peter Crouch ist schon heute kaum mehr Platz. Man braucht spielende Stürmer, oder man spielt ähnlich anachronistisch wie Frankfurt. Wahrscheinlich hat Russland die Richtung vorgegeben, als es im Viertelfinale der letzten EM gegen die Niederlande phasenweise ein 5-5-0 spielte, bis die Holländer vor lauter Wirbel auf den Platz kotzten. Noch sind die Trainingsmethoden nicht ausgereift genug, als dass die Spieler ausdauernd genug sind, um den notwendigen Laufaufwand bewältigen zu können, aber wer hätte vor zehn Jahren gedacht, dass Spieler wie Fabregas pro Spiel 14 Kilometer laufen können?</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2010/11/21/bundesliga-13/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>11</slash:comments> </item> <item><title>Bundesliga 12</title><link>http://www.spreeblick.com/2010/11/14/bundesliga-12/</link> <comments>http://www.spreeblick.com/2010/11/14/bundesliga-12/#comments</comments> <pubDate>Sun, 14 Nov 2010 17:42:55 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=39750</guid> <description><![CDATA[<p>&#8222;Im Stile einer Klassemannschaft&#8220;, höre ich jetzt fortwährend, habe Leverkusen den Sieg bei St. Pauli in Sack und Tüten gehauen, aber ich kann das nicht glauben, ich habe das Spiel nämlich gesehen. Zehn Minuten lang dachte, Bayer werde den Hamburgern richtig wehtun, aber von wegen: Wie Heynckes schlußendlich darauf kam, dass sie zur Pause hätten dreinull führen müsse, weiß man nicht; vor allem nicht, wenn man weiß, dass Sidney Sam mit seinen Chancen umzugehen pflegt wie ein verwirrtes Eichhörnchen mit seinen Nüssen vor der Winterszeit.</p><p>Zehn Minuten Dminanz, dann aber wusste Zambrano wieder, wo der Michel den Most holt, und Bayer fiel über die gesamte Zeit so wenig ein, dass Heynckes es am Ende sogar für geboten hielt, den einzigen Stürmer, den er überhaupt im Kader hat, auszuwechseln, fünfzehn Minuten vor Schluss. Eine Entscheidung à la &#8222;Eigentlich wäre ein Rotwein durchaus angebracht, aber wenn Sie nur diese Flaschen haben, trink ich lieber Cola.&#8220; Helmes schimpfte wie ein Rentner. Das ganze Spiel hat nicht so viel Energie verbraten wie beim zeternden Gang auf die Bank.</p><p>Und siehe, es hilft: Asamoah trifft auf der einen Seite nur den Pfosten, Zambrano hat auf der anderen Seite einmal nicht alle Füße auf der Matte, da kreucht Rolfes den Ball in die Mitte. Wo eigentlich Helmes stehen sollte, stand Renato Augusto.</p><p>Wäre dieses Spiel unentschieden ausgegangen, sie hätten sich nicht beklagen können, die Leverkusener. Es heißt immer, wer solche engen Spiele gewinnt, sei ein Kandidat für die Meisterschaft: weil das das nötige Glück sei, sagen jene Kommentatoren, die zu viel von den Räucherstäbchen genascht haben.</p><p>Aber Leverkusen war nicht überzeugend, da wird bloß Glück nicht helfen. Spielerische Lösungen suchten sie bisweilen, aber die Mannschaft hat die letzten Wochen eine Vidalisierung erfahren: im Zweifelsfall mehr Eisenfuss als Tanzbeinchen, aber erfolgreich.</p><p>Erfolgsmannschaft, okay. Aber zur Klassemannschaft fehlt die Klasse.</p><p>&#8212;</p><p>Währenddessen, in Japan:<br
/> <object
width="480" height="385"><param
name="movie" value="http://www.youtube.com/v/7hQAjyWhC7s?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param
name="allowFullScreen" value="true"></param><param
name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed
src="http://www.youtube.com/v/7hQAjyWhC7s?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="480" height="385"></embed></object></p><p>&#8212;</p><p>Marin ist ein Kampfschwein. Wie früher der Wilmots. Wenn man den Wilmots von der Seite getreten hat, ist der einfach weitergelaufen. Wenn man den MArin von der Seite tritt, läuft der einfach weiter oder versucht es. Das muss man gesehen haben: wie der kleine blonde Mann durch die Gegend springt und schimpft und sich aufregt, wenn etwas nicht nach seiner Vorstellung funktioniert. Als hätte er einen Poltergeist im Brustraum wohnen.</p><p>Und wo wir schon bei Bremen sind: <a
href="http://meinesaison.tobiassinger.com/2010/11/warum-silvestre-so-spielt-wie-er-spielt.html?utm_source=feedburner">Silvestre bekommt Beistand. Von Tobias Singer.</a></p><blockquote><p>Claudio Pizarro spielt im Mittelfeld einen Ball mit der Hacke in die Füße eines Stuttgarters. Der Ball landet im Mittelfeld bei Timo Gebhart. Sebastian Prödl verlässt seine Position in der Innenverteidigung und kommt ihm einige Meter entgegen. Mikael Silvestre muss schnell ins Zentrum rücken, um die Lücke zu schließen. In seinem Rücken läuft sich Ciprian Marica frei und bekommt den Ball zugespielt. Also wieder zurück auf die linke Seite, doch es ist schon zu spät. Bevor er ein Bein in die Schussbahn bekommt, hat Marica denn Ball schon im langen Eck versenkt. Gerade einmal 10 Minuten gespielt und schon ist er wieder der Sündenbock.</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/2010/11/14/bundesliga-12/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>5</slash:comments> </item> </channel> </rss>
<!-- Performance optimized by W3 Total Cache. Learn more: http://www.w3-edge.com/wordpress-plugins/

Minified using disk: basic
Page Caching using disk: basic (User agent is rejected)
Database Caching 16/27 queries in 0.070 seconds using disk: basic

Served from: www.spreeblick.com @ 2012-02-10 09:57:17 -->
