Schlage vor: Jeder, der in einem Blog kommentieren möchte, reicht vorher eine Kopie seines Personalausweises, das Einverständnis der Erziehungsberechtigten sowie eine Urinprobe bei der noch einzurichtenden staatlichen Blogregistrierungszentrale WTF (“Wissen teilen fördern“) ein. Er erhält danach (Bearbeitungszeit vier bis acht Wochen) eine ID, unter der er für den Blogbetreiber anonymisiert kommentieren kann. Bei strafrechtlich relevanten Kommentaren hat allein die Behörde Zugriff auf die Daten, selbstverständlich muss dies jedoch der Blogbetreiber beobachten und per Antrag bei der WTF anmerken.
Lukas vom hier sehr geschätzten Blog Coffee & TV erklärt in einem offenen Brief (in einem offenen Video?) an Herrn Jack White, warum der Leute verklagen sollte, die „Seven Nation Army“ grölen. Kann ich genau so unterschreiben.
Damit die Unsinn-Quote hier auf Spreeblick auch mal wieder stimmt, hier Allison Lonsdale und Eben Brooks mit ihrem Song „LOL Together“, einer Coverversion von „Come Together“ der Beatles mit einem Songtext für’s 21. Jahrhundert: „Here come ol’ LOLcat, He run out of happy, He can has cheezburger, Look out, you haz a flavr, He’s in ur base killin ur d00dz, Do not want kibble, give me the gushyfuds! LOL Together, right now! OMG!“
Hier ein altes Video der British Telecom, die sich die Zukunft der Telefone natürlich mit Bild-Feature vorstellten, so weit, so gewöhnlich. Wenn die Videofone dann aber auf drei Beinen stehen, aussehen wie Tripods und ein Google-Maps-Feature mit Polaroid-Abziehbild-Funktion haben, dann wird es ganz herrlich absurd. Retrofuturismus at it’s best.
Weil das Wetter heute da draußen so sommerig ist (zumindest bis heute nachmittag), eröffne ich schonmal die Sommersaison, für mehr Traditionspflege in teh Webz. Fröhliches Eisessen allerseits.
Seit geraumer Zeit nehmen wir uns hier bei Spreeblick, Deutschlands testbereitesten Weblog Deutschlands, vor, mehr Technik-Content zu produzieren. Aber man kommt ja zu nix.
Wenn wir dann aber unsere Testlabore endlich eingerichtet haben, dann könnt ihr euch sicher sein, dass wir uns mindestens so viel Mühe geben werden wie der junge Mann, der nach dem Klick zwei Netbooks miteinander vergleicht. Read on, my dear…
Die Dinge schauen uns an. In Berlin, in Prag, in New York. Überall schauen sie uns an. Wir müssen eben nur selbst hinschauen. Phil (der die Delphine haut) macht das und sammelt Bilder von den Dingen mit Augen.
Selbstgebastelte Geschenke können furchtbar peinlich für den Beschenkten sein, wenn sie von Menschen kommen, die älter als 12 Jahre sind. Sascha Lobo, der heute soundso alt wird, hat jedoch keinen Grund zur Beschwerde, denn das, was Kathrin Passig, Aleks Scholz und Michael Brake, die alle über 12 Jahre alt sind, als konsequente Fortführung eines Internet-Meme für ihn gebastelt haben, sollte seine Haare vor lauter Stolz zu einem roten Kamm anschwellen lassen. Geburtstagsvideos nach dem Klick. Read on, my dear…
Ich kann mit solcher Wut im Bauch nicht zu meiner Familie gehen. Ich brauche kurze Entspannung. Ich brauche ein paar Sekunden des Lächelns. Ich brauche Katzen- … nein! Ich brauche … Lemuren-, NEIN! Ich brauche …
Man verzeihe mir die etwas infantil wirkende Überschrift, die im Kontext allerdings tatsächlich Sinn ergibt: Google hat, statt benzinbetriebener Rasenmäher, die laut durch die Gegend fahren, hässlich anzusehen sind und dabei die Umwelt verschmutzen, eine Schafs Ziegenherde samt Hirte gemietet, die nun eine Woche lang den Rasen stutzen werden. Google-Mäh eben.
This spring we decided to take a low-carbon approach: Instead of using noisy mowers that run on gasoline and pollute the air, we’ve rented some goats from California Grazing to do the job for us (we’re not „kidding“). A herder brings about 200 goats and they spend roughly a week with us at Google, eating the grass and fertilizing at the same time. The goats are herded with the help of Jen, a border collie. It costs us about the same as mowing, and goats are a lot cuter to watch than lawn mowers.
Der eigentliche Star-Wars-Experte hier im Haus sitzt natürlich auf dem Nerdcore-Sessel, aber erstens habe ich inzwischen zwei (wenn auch minderjährige) Star-Wars-Fans im Haus, zweitens gehört Star Wars (oder, wie wir damals™ sagten: „Krieg der Sterne“) zu den größten Märchen unserer Zeit, und drittens.
Und da heute Star Wars Day ist, fiel mir auf den letzten Drücker noch ein Video aus der grauen Spreeblick-Vorzeit aus dem Jahr 1 BT ein (“BT“ = „Before Twitter“, also etwa 2005). Fünfundzwanzig (in Worten: fünfundzwanzig) Sekunden albernsten und gar nicht mal so witzigen Blödsinns, ein Blogrelikt aus den Tagen, in denen die öffentliche Steinigung für „sinnlose“ Postings selten, aber Print bereits tot war. Blöde Witze in Blogs mussten noch nicht erklärt werden und das nervigste, was einem in den Kommentaren passieren konnte, war der QWERTZwerker. Also quasi nichts. Social Networking machten alle und nannten es einfach nicht, und Islamophoben hatten noch nicht herausgefunden, wie man den gleichen Text in jedes dritte Kommentarfeld kopiert.
Und na klar: Früher war früher alles besser, das ist ja heute auch anders.
YouTube kannte übrigens kaum jemand. Jetzt, wie wir wissen, schon.
Daher nach dem Klick: Star Wars remastered. Read on, my dear…
Da kommen also die kleinen Kinder her: Papa bläst Mama solange auf wie einen Luftballon, bis sie platzt: Voila, ein Baby. Sehr süßes Stop-Motion-Video nach dem Klick. Read on, my dear…
Die Betreiber von Pirate Bay wurden heute vom schwedischen Gericht schuldig gesprochen, alle vier Angeklagten sollen für ein Jahr ins Gefängnis und knapp 3 Millionen Euro Strafe zahlen. Die Verurteilten haben bereits Berufung angekündigt. Der Artikel auf Heise.de hat noch keinen einzigen Kommentar (12:21 Uhr), ich denke aber nicht, dass das so bleibt.
Ein schwedisches Gericht hat vier Verantwortliche des Torrent-Trackers The Pirate Bay der Beihilfe zur schweren Urheberrechtsverletzung für schuldig befunden und zu einjährigen Haftstrafen sowie Schadensersatz in Millionenhöhe verurteilt. Der Schadensersatz in Höhe von 30 Millionen Schwedischen Kronen (2,75 Millionen Euro) soll verschiedenen Film- und Musikunternehmen zu Gute kommen. Schon vor dem Urteil hatten die Angeklagten angekündigt, im Falle eines Schuldspruchs in die Berufung zu gehen.
Joel Bauer ist die lebendig gewordene, bis an die triefenden Haarspitzen motivierte Synthese aus American Psychos Patrick Bateman und diesem Typen den Tom Cruise in Magnolia gespielt hat. Man sollte ihn sich zum Kindergeburtstag einladen um sicherzugehen dass die Kids danach lieber was mit Menschen anstatt mit Medien machen wollen. (Internet-Phänomen ick hör dir trapsen.) Read on, my dear…
Für das gedruckte Programm der re:publica’09 hatte uns René ein hübsches Suchbild als „Anzeige“ gebastelt und auf Grundlage eines alten Fotos viele neue Dinge in die Auslage eines Ladens gepackt. Was man im Programm nicht erkennt, wird in der großen Ansicht sichtbar … es sollten etwa 18 mehr oder weniger auffällige Pop- oder Spreeblick-Referenzen sein. Viel Spaß!
Es sollte mehr Menschen wir die Xylopholks geben, die sich seltsame Kostüme anziehen und hier und da ein bisschen Ragtime spielen. Video nach dem Klick, Have you seen this hat noch zwei weitere Clips. Read on, my dear…
Cory Doctorow während seines Vortrags „How to survive the Web without embracing it“
Den zweiten Tag der re:publica 2009 verpasste ich nahezu komplett, ich kam erst sehr spät, ging dann erstmal mit meiner wunderbaren Begleitung Eis essen und fläzte ein wenig in der Sonne. Dann aber Larry Lessig, sicherlich eins der Highlights der Konferenz und bei make.tv online ansehbar. Dazu schrieb ich bereits auf Nerdcore:
Rhetorisch absolut brillant erzählte er in einer in fünf Teilen gegliederten Geschichte die Historie über Copyright und Remix. Für Lessig-Kenner war all das vielleicht nichts völlig neues, aber einen Gedanken von ihm war mir bisher unbekannt und den werde ich in zukünftigen Diskussionen gerne aufgreifen: Das Prinzip der „Web-Meme“ als „Konversation“.
Das nächste Highlight folgte am nächsten Tag: Cory Doctorow von Boing Boing und sein Vortrag „How to survive the Web without embracing it“ (hier online). Auch er absolut eloquent und rhetorisch brillant. Beide, Lessig und Doctorow erzählten mir nun inhaltlich nicht viel neues, aber alleine ihre Vortragstechnik begeisterte mich sehr. Vorträge so erzählen, dass Geschichten entstehen. Wunderbar. Read on, my dear…
Ich hab’s nicht so mit Fußball. Genauer: Ich hab’s nur sehr, sehr wenig mit Fußball, nämlich ausschließlich zu Europa- und Weltmeisterschaften. Macht aber nix, deshalb kann ich trotzdem sagen, dass diese Fußball-„Hymne“ in Form eines Covers von Princes „Purple Rain“ eine reine Folter ist und eigentlich nach der Genfer Konvention verboten werden sollte. Man beachte vor allem auf den, sagen wir mal: interessanten Versuch, ein „Yeah“ zu singen bei Minute 1:14. Und ich glaube tatsächlich, die meinen das ernst.
Das Internet-Archive ist mit seiner Wayback-Machine in Suns modulares Rechenzentrum gezogen (Artikel bei Sun), das in einem Container eingebaut ist. The Internet in a Box sozusagen: This, Jen, is the internet:
Schnell und grob gephotoshopt von mir, nach einer Idee von Jeriko.
Die Chinesen wollen Karl Marx’ „Das Kapital“ als Musicalnummer aufführen. Ich freue ich ja schon auf singende Kritik der politischen Ökonomie und den Battle der tanzenden Arbeiter und der Produktionsmittel. Das Musical wird auf dem bereits existierenden Manga basieren.
Dr. Stuart Brown ist Direktor des National Institute for Play und ist Spieleforscher. In diesem hochinteressanten Vortrag auf der Serious Play-Konferenz in Kalifornien erklärt er, warum Spielen auch und grade für Erwachsene wichtig ist. Sehr schöne 26 Minuten nach dem Klick, in denen ich tatsächlich die meiste Zeit lächeln musste. Read on, my dear…
Die BBC hat sich für eine Doku über Cybercrime Zugriff auf 22000 Rechner verschafft und über diese Spam an Test-Adressen verschickt und eine DDoS-Attacke gegen eine extra dafür eingerichtete Website auf dem Server einer Sicherheitsfirma durchgeführt. Seitdem diskutiert die englische Blogosphäre, ob das Vorgehen der BBC illegal war, ob man im Rahmen einer journalistischen Arbeit so weit gehen darf, die BBC sagt ja („We think that what we did was a first for broadcast journalism. We were amazed by the ease of use of the botnet, and the power of its disruptive capacity.“) und ich tendiere ebenfalls zu einem „Kann man machen“, denn die Einfachheit, mit der die Herren die Aktion durchführen konnten, ist sehr, sehr erschreckend. Video zum Botnet nach dem Klick, hier mehr Infos zur Doku. Read on, my dear…
Wir beschlossen grade im Konferenzraum des Spreeblick-Verlag-Megatowers, dass wir von diesem Zeitpunkt an nur noch fluffige, bunte und vor allem gewaltlose Videos zeigen werden, um der Verrohung der Jugend entgegenzuwirken. Den Anfang macht Kermit, der Frosch, mit seinem Talking Heads-Cover „Once in a Lifetime“. Nach dem Klick. Read on, my dear…
Im Video nach dem Klick finden sich viele Amerikaner, die Jesus auf Toasts, Mottenflügeln oder auf Telefonmasten sehen. Und weil das so viele Jesusse auf einmal sind, frage ich mich, was die Kirche vom Plural des Jesus hält. Wie auch immer, Jesus auf Brötchen, nach dem Klick. Read on, my dear…