Knallharte News und Infos über die morgendliche Berliner Verkehrslage, weibliche und männliche Schüler-Computer-Unterrichtspräferenzen, Polizisten im populistischen Einsatz und Anzeichen für die Parallelwelt, in der wir uns möglicherweise befinden. MP3 nach dem Klick. Read on, my dear…
Archiv
Nachbarn
Schlimmer als Chartsmusik ist für die Charts konzipierte Musik, die keiner kaufen wollte. Außer meinen Nachbarn.
Das Prinzip Nachbarschaft ist den Älteren ja vielleicht noch in Erinnerung aus der Lindenstraße: Man kennt sich, man zieht beieinander ein, man hat mit allen Geschlechtsverkehr und am Ende gibt es gar kein Ende, denn es geht immer weiter.
Realexistierende Nachbarn sind dagegen zuallererst Geräuschkulisse.
Diskussion: Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend?
Am Mittwoch habe ich das große Vergnügen, die Podiumsdiskussion Internet total - Wie prägt das Netz die Jugend? zu moderieren.
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Podcast vom 5.5.08
Wir waren bei Superpunk und Fettes Brot, das Bier war schlecht, wir wollen mehr Bombast und Glamour, erzählen nicht von einer Schlägerei und fragen uns, ob Laufräder als Sportgeräte für halbwegs Erwachsene funktionieren könnten.
MP3, 24:49, 22,7 MB
(Diesmal in 128kbps, reicht euch das?)
Volks-Freud: Du bist Österreich
Allerorten ergehen sich die Schreiber über den Volkscharaker der Österreicher. Volk ist ja überall. Mal schauen, was in anderen Ländern so los ist.
Fallada
Sie sah verkniffen aus wie ein zerdrückter Kronkorken. Wie sie da saß auf dem WG-Sofa, schwieg sie. Sie hielt nicht einfach nur den Mund: ihr ganzer Körper schwieg, und selbst ihr Blick hatte sich zusammengeklappt. Prock hatte den festen Eindruck, sie wünsche sich, in die Polster hinein zu sinken und schattenhafte Rückstände zu hinterlassen. Wie eine Leiche, die erst nach zwei oder drei Tagen entdeckt wird, und deren Wasser sich noch Jahre später in den Polstern abzeichnet.
Podcast vom 1. Mai 2008
Tanja und Johnny retten beinahe die Welt, scheitern aber an imperialistischer Kapitalistentechnik. Nach dem Klick.
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Podcast vom 27.4.08
Die Aufnahme vom Vorabend der Veröffentlichung. Inhalt und MP3 nach dem Klick. Read on, my dear…
An der Alten Försterei
„Dit is dit Wohnzimmer“, sagt Anneliese und grinst. „Weeste, dit is hier so zusammenjewachsen, aber dit stimmt ja nich. Eher so zusammenjefriemelt.“ Es fänden sich wohl noch ein paar mehr Adjektive für das Stadion an der Alten Försterei, Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin. Ein bisschen provisorisch sieht es hier aus, auf der Stehtribüne am Zuckertor haben sich große Wasserpfützen gebildet. Unten, am Zaun, stehen Kinder bei ihren Eltern, weiter hinten auf der windschiefen Tribüne stehen die Ultras, mit ein paar Fahnen. Ostclub, denke ich, Ultras, denke ich, Gewalt, Hooliganismus und Rechtsradikale.
Twitter-Social-Mail-Network-IM? Anyone?
Ich bin ein Spätzünder in Sachen Web-Hypes (geworden), denn „neu“ ist immer noch kein Qualitätsmerkmal. In den letzten Monaten konnte ich jedoch feststellen, dass Teilfunktionen von Social Networks und Eigenschaften von Twitter oder InstantMessaging mein Kommunikationsverhalten verändert und streckenweise sogar verbessert haben. Für wirklichen Alltags-Nutzen wünsche ich mir aber eine in einem Service vereinte und Anbieter-unabhängige Kombination verschiedener Funktionen. Es folgen ein paar Gedanken als Entwurf – Meinungen dazu sind herzlich willkommen.
War Jesus schwul?
Der Komödiant, Autor und Atheist Pat Condell fragt sich, ob Jesus möglicherweise homosexuell war und ob die Christenheit ein Problem damit hätte. Sehr amüsant. Noch amüsanter allerdings sind die Kommentare bei Youtube, wie Batz ganz richtig anmerkt.
God obviously exists… look at the world around you!! how stupid must you be?? its obvious that this was made by a higher lifeform!! we certainly didnt evolve from animals… because its physically impossible for e.g an alligator to be linked to a bird… they are TOTALLY DIFFERENT!!! and Jesus did exist… i beleive in anything that is in the Bible…it is my guide to living…
Video nach dem Dingens. Read on, my dear…
Die Sache mit Taiwan
Einige der spannendsten Blogs da draußen sind Reiseblogs. Schön, wenn man sich auf Reisen Zeit zur Reflexion nimmt. Noch schöner, wenn das auf so eloquente wie unterhaltsame Art und Weise geschieht wie bei Liz und Frank, die gerade in der Republik China angekommen sind.
Generation Generation
Was ich nicht schon alles gewesen bin. Unpolitisch. Manipuliert. Praktikant. Pleite. Doof. Misstrauisch und faul und zufrieden am End. Und jetzt: Müde, klein, langweilig. Und verunsichert wahrscheinlich auch noch.
Wir haben einen Trendscout an Bord
Im Januar hat Andreas Yael Naim vorgestellt und ihr eine große Zukunft prophezeit. Jetzt liegt sie mit New Soul auf Platz 5 der deutschen Verkaufscharts. Read on, my dear…
Medienfrei
Meme haben die hinterlistige Eigenschaft, dass es sie nicht kümmert, ob man sich gern mit ihnen beschäftigt. Man gibt sie einfach weiter wie Grippeviren und macht sich damit beispielsweise zum Überträger von Heidi Klum. Man kann nicht nicht über Heidi Klum reden und man kann auch nicht keine Meinung zu Obama haben. Steckt man im Mem-Sumpf Internet fest, klickt man dann eben doch auf Videos, die beweisen, dass Hillary eine Hexe ist, liest die Meldung, dass Lothar Matthäus die Verständigung mit Israel auf Vordermann bringt und Gott sei´s geklagt: Auch von der Brust-OP von Lothars Freundin weiß man.
Um den Kopf wieder frei zu bekommen und kein Mem-Mutterschiff zu sein, müsste man doch eigentlich nur auf Medien verzichten. Ich schlage das der Lieblingslektorin vor und die ist sofort ganz begeistert.
Vorgelesen: Ein Sommer in Prenzlauer Berg
Frédéric liest alle eins, zwei, drei Teile seiner Kurzgeschichte. Nach dem Klick. Read on, my dear…
Bloggen in der Schule
Aus der Schule bin ich schon lange draußen, aber ich hätte mir schon damalsâ„¢ ein Fach namens „Medienkompetenz“ gewünscht. Gibt’s das mittlerweile? Ich weiß es nicht. Ich weiß aber, dass ich Martin Riemers Schülerblog-Projekt super finde. Bei der re:publica konnte man schon davon hören, nun stellt er es bei den Blogpiloten vor: Read on, my dear…
Ein Sommer in Prenzlauer Berg (3. Teil)
(Erster Teil hier, zweiter Teil dort)
Wir saßen häufig auf dem Balkon und sahen der Sonne beim Wandern zu. Unten zogen kleinere Gruppen von Erasmusstudenten in den Mauerpark, Kinderwägen erklommen die Gehsteige, Drei-Tage-Bärte wurden gekratzt und verrutschte Trägertops neckisch zurechtgezurrt. Wir tranken Bier und hielten die gluggernden Bäuche gen Himmel. Alles war glatt, sauber, schön:
Podcast vom 7.4.2008
Muss sein und ging schneller als Tippen: Unser persönlicher, kurzer re-publica-Rückblick plus etwas längere Spontan-Überlegungen fürs nächste Jahr. Außerdem: Was wir verpasst haben, z.B. T-Mobile vs. Engadget und TechCrunch vs. Billy Bragg. Und die Bauanleitung für das T-Mobile gibt es hier.
Biotope
Meine Nachbarn sind großartig. Manchmal unüberhörbar großartig, manchmal unerhört. Heute Morgen zum Beispiel: steht ein Karton vor der Tür. Direkt vor der Tür, nicht zu übersehen. Schön, denke ich, Geschenke. Liegt ein Zettel drauf. Schön, denke ich, mit Brief. Steht folgendes drauf geschrieben:
Ein Sommer in Prenzlauer Berg (2. Teil)
Hier klicken für den ersten Teil. [Update: Hier klicken für den dritten Teil]
Und dann hat Lena Pierre rausgeschmissen. Das war abzusehen gewesen, denn Pierre war schwierig, ein melanchodramatischer Postrock-Bohemien mit Hang zur kryptischen Romantik. Und genau so sah er auch aus: Ausgewählt nachlässig gekleidet, mit dunklem, leicht ins ungesund-fahle spielendem Teint, langen, häufig zitternden Fingern und wuscheligen braunen Haaren, wozu Gottes Frau die passende Augenfarbe ausgesucht hatte.
Auf allen Kanälen: re:publica 2008
Auf der re:publica feiern wir Bergfest. Für alle, die keine Tickets mehr bekommen haben oder aus anderen Gründen nicht dabei sein können gibt es hier eine umfassende Sammlung relevanter Informationsquellen. Overload galore!
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Dope!
Erst dachte ich, es sei eine Presseerfindung wie Silikonbrüste und profitable Web2.0-Unternehmen.
Dann erzählte mir ein Rausschmeißer, so einer von der sich ranschmeißenden Sorte, zum ersten Mal vom Privatdoping.
Ein Sommer in Prenzlauer Berg (1. Teil)
Kleinanzeigen sind total überschätzt. Gute Nebenjobs, gute Wohnungen und gute Intimkontakte kriegt man anders einfacher. Durch Glück zum Beispiel. Oder wie man das nennt. Read on, my dear…
Islamische Frühgeschichte
Der Islamwissenschaftler Karl-Heinz Ohlig hat ein schönes Interview (Teil 1, Teil 2) über die Frühgeschichte des Islam gegeben und dabei Sätze gesagt, die man sich rahmen sollte und übers Bett hängen. Zum Beispiel:
Religiös-politische Gründungsmythen sind keine Geschichtsschreibung, und wollen dies auch nicht sein. (…) Gründungsmythen haben die Funktion, durch Rückgriff auf eingängige narrative Traditionen Identität zu stiften. In vorkritischen Gesellschaften werden sie selbstverständlich für real gehalten.
[Update: Dr. Dean zerreißt den Ohlig übrigens.]
Podcast vom 20.3.08
Überlänge zum Osterwochenende: Wir plaudern uns quer durch die Popgeschichte: Portishead, Massive Attack, Aretha Franklin, Etta James, The Smiths, Stray Cats, Meat Loaf, London Calling vs. Sandinista, Fugazi, Nirvana, Rage Against The Machine, Faith No More, Madonna, Bob Marley, Neil Young, UB40, Beautiful South, John Coltrane, Miles Davis. MP3 nach dem Klick.




