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Archiv

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Selbstauslöser 06: Berliner Pop-Art

Holger Dölle vertreibt eigentlich Turnschuhe und Taschen übers Internet, doch sein Herz schlägt für die Kunst. Für Berliner Kunst, genauer gesagt, und für bestimmte Künstler, die er in vielen Fällen auch schon selbst ausgestellt hat. Im sechsten Selbstauslöser zeigt er uns einige Stücke seiner Sammlung und erklärt, warum Rainer Brendel Sechsen malt.
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Selbstauslöser 05 – Gute Zeiten Schlechte Zeiten

Ein Viertel aller Fernsehdeutschen schaltet seit nunmehr fast 18 Jahren jeden Werktag abends um 19:40 das Gerät ein, wenn ihnen immer wieder auf’s Neue versprochen wird:

Du hast viele Träume, weißt genau wohin du willst. Immer auf der Suche, bis du deine Sehnsucht stillst.

GZSZ oder Gute Zeiten, wie die erste deutsche Daily Soap von Fans und Nicht-Fans mal mehr, mal weniger liebevoll genannt wird, ist das deutsche Popphänomen schlechthin. Gerhard Schröder nutzte seine Popularität ebenso wie – na klar – Klaus Wowereit, unvergessen die Folgen mit American Football-Legende Axel Kruse und Horst Schlämmers alter ego Hape Kerkeling. Wie Fränzi Kühne in die serielle Abhängigkeit geriet und wieso Alexander Cöster irgendwie verändert von der Geschäftsreise kam, beichtet berichtet sie dem Selbstauslöser.
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ECHOoo00O!!!!!!

„Der Echo (eigene Schreibweise ECHO) ist ein deutscher Musikpreis und wird von der Deutschen Phono-Akademie seit 1992 jährlich vergeben. Design und Namensgebung des Preises stammen von Oliver Renelt.“(*)
Aber wie mag er auf diesen Namen gekommen sein?

„Ein Echo entsteht, wenn Reflexionen einer Schallwelle so stark verzögert sind, dass man diesen Schall als separates Hörereignis wahrnehmen kann.“ (*)

„Passt!“, könnte er gedacht haben, „Deutsche brauchen in der Regel 2-7 Jahre, ehe sie ein Lied fehlerfrei mitklatschen können und dafür gibt’s dann einen Preis, so.“

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Selbstauslöser 04: Comicbibliothek Renate

Mawil ist seit seiner Diplomarbeit an der Kunsthochschule Weißensee aus der deutschen Comiczeichnerszene nicht mehr wegzudenken. ‘Wir können ja Freunde bleiben’, so der Titel des Bandes über die vier Episodengeschichten mit Nicht-Happy-Ends, erscheint inzwischen in der dritten Auflage, wurde mit Preisen überhäuft und als finalen Beweis seines Erfolges ins Englische übersetzt. Von all dem Geld hat sich Mawil ein Skat-Spiel besorgt, das er dazu missbraucht, eine weitere Berliner Untergrundszene zu dominieren: Die Knack-Liga, die sich allwöchentlich in Berliner Hinterhofküchen trifft. Mawils Supa-Hasi hat schon in Comicstrips des Tagesspiegel sein Unwesen getrieben und hängt auch im Mittelpunkt seiner Selbstauslöserausgabe über die Comicbibliothek Renate in Berlin-Mitte. Read on my dear…

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Stephen Fry über Drogen, Twitter, Zensur, Depressionen, Alice in Wonderland und fast alles andere

Nach dem Klick: Craig Ferguson von der Late Late Show im Gespräch mit Stephen Fry (und ohne Publikum) über das Leben, das Universum und alles. Unterhaltung im wahrsten Sinne des Wortes. Read on my dear…

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Hinschauen

Von Zeit zu Zeit kommen E-Mails mit der Bitte um Veröffentlichung bei uns an, in den meisten Fällen wird aus verschiedenen Gründen daraus nichts, in manchen stimmen wir jedoch gerne zu. Hier der Text einer wahren Begebenheit von Dominic alias Berlinnow.

Im Februar war ich beruflich in Hannover und hatte nach getaner Arbeit am Bahnhof eine dreiviertel Stunde Zeit, da ich auf meinen Zug warten musste, und stand vor dem Bahnhof um meine Nikotinsucht zu befriedigen. Ich bemerkte einen Obdachlosen, der die Mülleimer nach Flaschen durchsuchte. Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund verspürte ich den Drang ihn anzusprechen. Gedacht, getan. Ich fragte ihn ob ich ihn zu McDonalds einladen durfte, daraufhin stiegen ihm Tränen in die Augen und er sagte mir, dass ihm so etwas nach 4 Jahren Obdachlosigkeit noch nicht passiert sei. Das ließ mich schon mal schlucken.
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Popgun! Videocast #01 Broadcast2000

Es ist in der letzten Zeit etwas ruhig geworden um die Popgun!-Kolumne, doch das soll sich jetzt ändern. Die Reihe wechselt das Format und wird als Videocast neu gestartet. Und Joe Steer, Kopf hinter Broadcast 2000 macht den Anfang. Der ausgebildete Multiinstrumentalist wohnt in Camden mitten drin, in der englischen New Folk-Szene: Er ist im Luminaire zu Hause, Noah and the Whales Tom ‘Fiddle’ Hobden spielt auf seinem Debüt Geige und keines seiner neuen Lieder kommt ohne Glockenspiel aus, weshalb er seine Musik nach zwei Bionaden auch als Glocken-Indie bezeichnen würde. Read on my dear…

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Streets Of Plenty

Ah, die Olympischen Winterspiele. Unzählige Möglichkeiten, auf Eis zu rutschen. Ich gebe zu, keine Ahnung von Wintersportarten zu haben, daher gebe ich mit der kleinen Meta-Olympiade aller temporären Experten in meinem Wohnzimmer zufrieden. Ein Punkt für denjenigen, der die Snacks mit bringt, zwei Punkte für patriotische Kriegsschreie und drei Punkte für die einfallsreichsten Sprüche zu männlichen Eiskunstlaufkostümen.

Bei all dem Enthusiasmus findet sich aber auch genug Kritik. Neben dem universell-anwendbaren Standard „Free Tibet!“ gibt es im Fall von Vancouver den Protest gegen die unnötige Geldverschwendung. Die Millionen von Dollar hätten ja anders genutzt werden können – zum Beispiel zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse in der Stadt.

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Selbstauslöser 03: Hörspiele

Johanna Steiner ist Hörspiele. Die 26jährige besitzt eine der größten Hörspiel-Sammlungen diesseits von Rocky Beach, darunter eine noch nicht legendäre Kassetten-Fehlpressung des 15teiligen Hörspiels zu Thomas Manns „Der Zauberberg“, in der die dritte Kassette werksseitig mit einer Folge Peter Lustigs „Löwenzahn“ bespielt wurde. Ganz im Geiste des DIY hat sie nach fünf Jahren Produktionszeit ihr erstes eigenes Hörspiel „Buchstabier mir Lkw“ produziert und im letzten Jahr online veröffentlicht. Sie arbeitet für den kleinen Hörspielverlag Lauscherlounge und organisiert mit dem Verlag regelmäßige Aufführung von Live-Hörspielen (das nächste Mal in genau einer Woche in der Alten Kantine in Berlin). Von den seltsamsten Hörspielserien der 80er, dem richtigen technischen Equipment und ihrer eigenen Produktion erzählt sie dem Selbstauslöser. Read on my dear…

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Deutsche werden – Einbürgerung im Test

Es ist ein ganz normaler regnerischer Novembermontag in Deutschland. Mein Handy zeigt 11:37. Um 12 Uhr soll der Einbürgerungstest starten. Nur noch wenige Schritte und ich stehe vor der Volkshochschule. Ein Mann mit einem schwarzen Turban ohne Regenschirm kommt mir gelassenen Schrittes entgegen und öffnet die Eingangstür. Er ist bestimmt auch zum Test da, ich folge ihm. Empörung, Ärger und Scham steigen in mir auf, wie jedes Mal, wenn ich eine Ausländerbehörde betrete. Diesmal jedoch ohne jeglichen Grund. Es ist ein grundsätzliches Wehren gegen die „mächtigen“ Bürokraten, die jedes Mal über dein Leben entscheiden, gegen Willkür der Bürokratie. Doch dieses Mal sind es nicht Bürokraten, sondern eine ganz normale VHS und ihre Mitarbeiter, die ich noch nicht einmal gesehen habe.
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Jörg Kahle schreibt an Frau von der Leyen und Frau Schröder

Jörg Kahle berichtet in einem auch per Post abgesandten offenen Brief an die Damen von der Leyen und Schröder von den ganz individuellen Erfahrungen seiner Familie mit dem sozialen System in Deutschland. Und, das finde ich bemerkenswert, bietet trotz seiner Wut und Enttäuschung Hilfe an und bittet um Antworten auf Fragen, die ihm bisher niemand geben konnte.

Ein Beispiel von vielen, aber eines, das sich Gehör verschaffen will, statt die Misere schweigend hinzunehmen. Deshalb – natürlich nach Rücksprache mit Jörg – der ganze Brief auch hier: Read on my dear…

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Ahne: Bär hin, Bär her

Der von uns bereits empfohlene Ahne, der hier bloggt und dort lesebühnt, hat uns freundlicherweise seinen Berlinale-Text zur Verfügung gestellt, den wir mögen und außerdem ist ja gerade Berlinale, passt also.
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Selbstauslöser 02: James Joyce – Ulysses


Inga Dietrich ist Schauspielerin mit irischen Ahnungen.
James Joyce’s ‘Ulysses’ hat sie in einer vierjährigen Lesereihe ge- und beatmet. Sie ist ausserdem Mitveranstaltern des Berliner Bloomsday, der weltweit am 16.6., dem Tag, an dem der Klassiker spielt, gefeiert wird.
Wie sie von „Den Scheiß soll er mal schön selber lesen“ zu „Ulysses ist das Buch meines Lebens“ gelangt, erklärt sie per Selbstauslöser. Read on my dear…

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Ein spannender Bogen

Nadine Lantzsch spannt in ihrem Blog Medienelite einen deutschen Bogen. Sie kommentiert nicht und bewertet nicht, sondern komprimiert einiges, was – nehme ich an – in vielen aktuellen täglichen und abendlichen Gesprächen thematisiert wird.

Dass die bisher einzigen beiden Kommentare nur das Wort „Danke“ beinhalten, zeugt dabei keineswegs von Faulheit, sondern vom Wissen darum, dass jede Bemerkung über dieses Wort hinaus länger als der eigentliche Text sein müsste.

[via]

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Selbstauslöser 01: Die Ukulele

Ab heute gibt es eine neue Videocast-Serie bei Spreeblick:

Selbstauslöser

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Temporäres Posting zur Radiodiskussion bei FRITZ

Bis Dienstag, 24:00 Uhr bin ich zu Gast bei Radio FRITZ, es geht um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg in den 70er und 80er Jahren.

Fragen oder Anmerkungen sind per Telefon unter 0331-70 97 110, per Twitter (#fritz) oder hier in den Kommentaren sehr willkommen.

Update Die Sendung ist vorbei. Danke fürs Zuhören! Irgendwann heute Nacht geht der Mitschnitt der Sendung bei FRITZ online, ich werde versuchen, die Aufzeichnung auch für Spreeblick zu bekommen.

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Sexueller Missbrauch von Schülern: Nicht nur Jesuiten-Schulen sind betroffen

Der Skandal um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg zieht immer weitere Kreise. Während sich bei uns immer mehr direkt und indirekt Betroffene äußern, stehen mittlerweile auch die Hamburger Sankt-Ansgar-Schule und die Jesuitenschule St. Blasien im Schwarzwald unter Verdacht, den Missbrauch von Kindern vielleicht jahrzehntelang geduldet und möglicherweise vertuscht zu haben.

Dabei sind systematische Übergriffe gegen Kinder keineswegs nur in christlichen Institutionen zu finden, wie man vorschnell schlussfolgern könnte. Während an den genannten Schulen vielleicht die strenge Bruderschaft, der sich als moralische Instanz aufspielende Ordenskreis für eine kriminelle Solidarität unter den Erwachsenen gesorgt hat, war es an anderen Schulen offenbar das genaue Gegenteil, nämlich die damals neu gefundene Liberalität der 68er-Generation, die Missbrauch möglich gemacht hat.

Wie zum Beispiel an einem hessischen Internat, der Odenwaldschule.
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Radio-Talkshow zu den Missbrauchsfällen am Canisius-Kolleg

Ihr merkt es u.a. am fehlenden Spreeblick-Content: Ich bin abgelenkt. Seit Tagen beschäftigt mich wenig anderes als die Geschehnisse rund um die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg, meiner früheren Schule.
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BILD-Telefonie

Seit gestern ruft hier die halbe Presselandschaft an, denn ich bin durch diesen Artikel zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg, an dem ich mein Abi gemacht habe, zu einem der offenbar wenigen Ansprechpartner unter den Ex-Schülern geworden. Die Anrufe gingen dabei schon vor meinem Artikel los, ich habe ihn geschrieben, um die Anrufe abkürzen und Journalisten mittels des Posts auf meine Kenntnisse hinweisen zu können. Ich habe anderen Medien das Zitat des Artikels genehmigt. Genügen tut das den meisten natürlich nicht. Es muss doch etwas exklusiver sein.
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