
Ab heute gibt es eine neue Videocast-Serie bei Spreeblick:



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Bis Dienstag, 24:00 Uhr bin ich zu Gast bei Radio FRITZ, es geht um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg in den 70er und 80er Jahren.
Fragen oder Anmerkungen sind per Telefon unter 0331-70 97 110, per Twitter (#fritz) oder hier in den Kommentaren sehr willkommen.
Update Die Sendung ist vorbei. Danke fürs Zuhören! Irgendwann heute Nacht geht der Mitschnitt der Sendung bei FRITZ online, ich werde versuchen, die Aufzeichnung auch für Spreeblick zu bekommen.
Der Skandal um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg zieht immer weitere Kreise. Während sich bei uns immer mehr direkt und indirekt Betroffene äußern, stehen mittlerweile auch die Hamburger Sankt-Ansgar-Schule und die Jesuitenschule St. Blasien im Schwarzwald unter Verdacht, den Missbrauch von Kindern vielleicht jahrzehntelang geduldet und möglicherweise vertuscht zu haben.
Dabei sind systematische Übergriffe gegen Kinder keineswegs nur in christlichen Institutionen zu finden, wie man vorschnell schlussfolgern könnte. Während an den genannten Schulen vielleicht die strenge Bruderschaft, der sich als moralische Instanz aufspielende Ordenskreis für eine kriminelle Solidarität unter den Erwachsenen gesorgt hat, war es an anderen Schulen offenbar das genaue Gegenteil, nämlich die damals neu gefundene Liberalität der 68er-Generation, die Missbrauch möglich gemacht hat.
Wie zum Beispiel an einem hessischen Internat, der Odenwaldschule.
Read on my dear…
Ihr merkt es u.a. am fehlenden Spreeblick-Content: Ich bin abgelenkt. Seit Tagen beschäftigt mich wenig anderes als die Geschehnisse rund um die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg, meiner früheren Schule.
Read on my dear…
Seit gestern ruft hier die halbe Presselandschaft an, denn ich bin durch diesen Artikel zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg, an dem ich mein Abi gemacht habe, zu einem der offenbar wenigen Ansprechpartner unter den Ex-Schülern geworden. Die Anrufe gingen dabei schon vor meinem Artikel los, ich habe ihn geschrieben, um die Anrufe abkürzen und Journalisten mittels des Posts auf meine Kenntnisse hinweisen zu können. Ich habe anderen Medien das Zitat des Artikels genehmigt. Genügen tut das den meisten natürlich nicht. Es muss doch etwas exklusiver sein.
Read on my dear…
Update Es wird am Dienstag, den 2.2.2010 eine Radio-Talkshow zum Thema geben, zur telefonischen Teilnahme sind alle herzlich eingeladen, wer persönlich mitkommen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Mehr Infos gibt es hier.
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Seit einigen Tagen liegt mir und auch der Presse ein Schreiben des Rektors des Canisius-Kolleg vor, einem von Jesuiten betriebenen Gymnasium in Berlin. In dem Schreiben entschuldigt sich der Schulleiter und schämt sich für den sexuellen Missbrauch von Schülern durch lehrende Patres, der an der Schule offenbar in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat.
Also genau in der Zeit, in der ich die Schule besuchte.
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In der siebten Ausgabe der Märchenstunde lesen wir Hänsel und Gretel. Diesmal mit Ahnung, denn wir haben einen Experten zu Gast, den studierten Historiker Don Dahlmann. Dennoch auch wieder mit Peinlichkeiten von Max und mir. Dazu ein bunter Strauß an Halbwissen und Meinung zum Beispiel zu bösen Eltern, geteilten Türen, die Zeit nach 1789 und die Form der Sozialkritik in Märchen.
Aufgenommen in der Metaebene (danke, Tim!).
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich die Kontrollmechanismen ständig verändern – und das unsichtbar.
Lev Manovich, Medientheoretiker und Autor des medienwissenschaftlichen Standartwerkes: „The Language of New Meda“ über den Rhythmus des Films, Datenvisualisierungen und Herausforderungen der Software-Gesellschaft im Interview mit der ORF-Futurezone.
Am heutigen Nachmittag konnte ich ein kurzes Skype-Interview mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ führen und mit ihm über das Bündnis, aber auch über den Verbleib der von euch im Rahmen der „Rettungsanker Haiti“ gespendeten Gelder sprechen.
Brauchen wir einen religionsfreundlichen Staat? Das ist die Frage, die Paul Nolte in seinem Buch stellt, und man muss kein Prophet sein, um zu wissen, was die meisten Spreeblick-Kommentatoren darauf antworten werden: Natürlich nicht. Persönlich bin ich mir da nicht so sicher: Deswegen folgt hier statt einer Besprechung von Noltes Band eine kleine Zusammenfassung seiner Argumente, warum Religion als Teil einer Bürgergesellschaft wichtig ist.
Nolte, um das vorwegzunehmen, spricht nicht vom religiösen Staat. Sondern von einem Staat, der mehr und mehr Terrain der Bürgergesellschaft abtritt. Die Bürgergesellschaft ist der gesellschaftliche Bereich zwischen Staat, Markt und isoliertem Individuum, in dem engagierte Freiwillige öffentliches Leben gestalten. Das geht von Parteien über NGOs wie Amnesty bis hin zur freiwilligen Feuerwehr. Und eben auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Erster!
Im ersten Podcast des neuen Jahres planen wir unseren Nummer-Eins-Hit für Weihnachten 2010:
Radio Christmas.
Der Selbstbetrug der Feiertage, der Glaube, die Welt wäre für ein paar Momente zur Ruhe gekommen und Zwietracht hätte sich auf die eigene Verwandtschaft beschränkt. Nur ein Gefühl, nur eine Hoffnung. Natürlich.
Unfassbare elf Jahre Haft für einen Bürgerrechtler unter den Augen der Weltöffentlichkeit, erneut Straßenkämpfe und Tote in Teheran, ein glücklicherweise nicht explodiertes Flugzeug.
Yves Rocher ist gestorben und Vic Chesnutt hat sich das Leben genommen.
Nicht zynisch, sondern ehrfürchtig gemeint:
Es geht mir gut. Ich hoffe, euch auch.
Der frühe Nachmittag des Heiligen Abends bedeutete für uns als Kinder den alljährlichen Kirchengang. Obwohl mein Vater höchstens abfällige Bemerkungen für die Kirche übrig hatte und auch meine Mutter die maßregelnden Verantwortlichkeiten des „Lieben Gottes“ nach einigen weniger erfolgreichen Anläufen lieber selbst in die Hand genommen hatte, galt die Zeremonie als Auftakt für die danach folgende Bescherung. Was auch der einzige Grund war, warum mein Bruder und ich sie über uns ergehen ließen. Man musste da eben durch, denn nur der Weg des Herrn führte zu Big Jim.
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Wegen des unvorhersehbaren Wetterumschwungs kann es beim Betrieb dieses Blogs zu Verzögerungen kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen und machen die Bundesregierung, US-Präsident Obama und China dafür verantwortlich, welche in einem geheimen Abkommen den europäischen Winter in diesem Jahr auf den Monat Dezember verlegt haben. Wirtschaftsvertreter sprechen bereits von einer nicht tolerierbaren Marktverzerrung und haben etwas eingelegt.
Es ist der helle Wahnsinn, was in den letzten Wochen an Bitten um Veröffentlichung von Spendenaufrufen, Charity-Projekten und anders Gutgemachten und -gedachten hier angekommen ist. Trotz aller Sympathie für jeden, der sich aufrafft um selbst etwas zu tun, hatten wir zunächst beschlossen, diesen Bitten nicht nachzukommen. Der Grund dafür: Bei den meisten Aktionen können wir die Zeit nicht aufbringen, die Seriösität zu überprüfen, bei anderen wurde uns nicht klar, ob nicht doch kommerzielles Interesse dahintersteckt und nicht zuletzt wäre eine Auswahl unmöglich gewesen. Wenn man ein Projekt veröffentlicht, warum dann nicht alle? Read on my dear…