Archiv

18

Ihr Prepaid-Guthaben: 0,14 Euro [Updates]

ACHTUNG! Bitte lest die Updates am Ende des Artikels und die hilfreichen Kommentare unserer Leserinnen und Leser.

Mir ist die Ironie durchaus bewusst, wenn ich sieben Jahre nach dem Spreeblick-Artikel über Jamba-Klingelton-Abo-Fallen selbst in einer solchen oder einer ähnlichen stecke, und ihr dürft ruhig ein bisschen darüber lachen (um euch sofort einen strengen Blick von mir einzufangen).

Tatsächlich bin nicht ich selbst der Geschädigte, sondern mein ältester, natürlich über sämtliche SMS-Abo-Fallen aufgeklärter Sohn. Aber ich muss den ganzen Kram ja bezahlen.
Read on my dear…

39

Do you believe in the net world?

RÄUMUNGSVERKAUF! steht in großen Lettern am Schaufenster, ein zwar faktisch korrektes, für die bevorstehende Schließung eines Blumenladens dennoch irgendwie unpassendes Wort, finde ich. Doch immer mehr Läden in der kleinen, bürgerlichen Einkaufsstraße einer Wohngegend, in der von Gentrifizierung keine Rede sein kann, machen dicht. Die Mieten scheinen seit Jahren zu hoch zu sein, der Wegzug einzelner Händler und der daraus folgende Leerstand in der unmittelbaren Nachbarschaft hat außerdem eine gewisse Sogwirkung – wenn es nicht genügend Läden gibt, kommen die Leute auch nicht mehr zum Einkaufen in die Straße. Neue Händler scheuen die zu langfristigen Verträge, hört man, doch die Vermieter hoffen und vertrauen auf die Zeit, die ihnen vielleicht doch noch solvente Langzeit-Mieter bringen wird.
Read on my dear…

67

Neujahrssortierung

CDs

Ich verkürze mir die Wartezeit auf den Rücktritt des Bundespräsidenten mit dem Aussortieren von CDs. Welche muss gehen? Welchen Vergehens haben sich die Künstler schuldig gemacht? Und während ich richte und sortiere, versuche ich zu verstehen, nach welchen Kriterien ich vorgehe – und scheitere daran.
Read on my dear…

31

Dein Beitrag zu ihrem Niedergang – Wie man diskriminierende Inhalte bei YouTube melden kann

In dem Artikel „Digitale Zivilcourage“ hatten wir auf den englischsprachigen Artikel des Autors JF Derry mit dem Titel „Your part in their downfall“ hingewiesen. Der Artikel wurde in den letzten Tagen netterweise von Kerstin von justmag.net ins Deutsche übersetzt und erscheint in dieser Version mit Genehmigung von JF Derry nach dem Klick, da wir die von Derry angestoßene Debatte für enorm wichtig halten.

UPDATE Eine alternative Übersetzung gibt es von Elle Nerdinger auf ihrem Blog!
Read on my dear…

25

Ich bin kein Mitglied der Piratenpartei

Ich komme mir etwas blöd vor bei diesem Hinweis, halte ihn aber für nötig: Ich, Johnny Haeusler, bin kein Mitglied der Piratenpartei und ich bin auch in keiner anderen Partei engagiert.

Zum Hintergrund: Ich hatte vor den letzten Berliner Wahlen erklärt, warum meine Stimme bei dieser Wahl an die Piratenpartei gehen würde. Daraufhin erschien am Wahl-Sonntag ein wenige Sekunden kurzes Statement von mir im Rahmen eines Berichts im ZDF Heute Journal. Obwohl mein Kommentar der eines Außenstehenden war und auch im Rahmen des Berichts so anmoderiert war, gingen offenbar einige Zuschauer davon aus, dass ich als Mitglied der Piratenpartei in den Tagesthemen zu sehen war.

Dies zumindest ist die von mir konstruierte Erklärung dafür, warum ich seit einigen Wochen regelmäßig per Mails und auf Veranstaltungen zu meiner „Tätigkeit bei den Piraten“ oder meiner „Mitgliedschaft in der Piratenpartei“ angesprochen werde. Und das nervt inzwischen sehr, da es viele Gründe hat, warum ich in keiner Partei bin, nicht vorhabe, einer beizutreten und mir dies auch sehr wichtig ist.

Vielleicht hilft mir Google ein wenig dabei, das Missverständnis aufzuklären.

15

Überraschung: Polizei hat Zugang zu Google

polizei facebook

Es ist ja eine Sache, einen erhaltenen Bußgeldbescheid als Bild auf der eigenen Facebook-Seite zu platzieren, um den erschrockenen Freunden zu zeigen, dass die Polizei im Zweifelsfall auch mal auf öffentlich zugängliche Fotos bei Facebook zurückgreift (oben nur ein Ausschnitt des Scans).

Eine weitere ist es, wenn ein halbes Dutzend dieser Freunde das Bild weiterverbreiten und selbst Leute wie ich, die den betreffenden Adressat des Bescheids weder kennen noch mit ihm bei Facebook befreundet sind, nun seine Adresse und sein KFZ-Kennzeichen kennen.

Rechts oben bei Facebook auf den Pfeil neben dem Wort Startseite klicken, dort Privatsphäre-Einstellungen auswählen. Auf der nächsten Seite bei Anwendungen und Webseiten auf Einstellungen bearbeiten klicken. Ganz unten gibt es den Punkt Öffentliche Suche, dort kann man eben diese deaktivieren und Google u.a. daran hindern, dass das eigene Facebook-Profil bei einer Suche nach dem eigenen Namen gelistet wird. Stellt man seine Fotos zusätzlich so ein, dass sie nur für Freunde sichtbar sind, muss man nur noch darauf achten, sich nicht mit Ordnungshütern zu befreunden. Oder mit Volldeppen, welche die eigenen, privaten Fotos weiterverbreiten. Am sichersten fährt (haha) man aber, wenn man einfach keine Dokumente ins Interweb stellt, ohne so persönliche Daten vorher zu schwärzen. Aber vielleicht ist die ganze Nummer auch ein Hoax, wer weiß …

30

Was ich noch zu sagen hätte

Wenn in einem Werbeprospekt unter einem Produkt, das es in verschiedenen gestalterischen Ausführungen gibt, steht: „Diverse Dekore“, dann freue ich mich. Darüber, dass dort eben nicht „Diverse Designs“ steht.
Read on my dear…

15

Little Content Lane – Open Spreeblick (Update)

Kopenhagen, Amsterdam, Brighton, Corfe Castle, Swanage, Bristol, Hartfield, Brüssel … während wir uns durch einige europäische Städte, Gewässer und Länder urlauben, um Eindrücke, Anekdoten und Angry-Birds-Plüschfiguren aus Greifarm-Automaten zu sammeln, beobachten wir eure Beiträge bei Open Spreeblick mit großer Spannung und viel Interesse auf unseren smarten Telefonen – wenn wir zwischendurch mal Netz haben.

Da wir noch eine Weile unterwegs sein werden und erst nach unserer Rückkehr entscheiden möchten, wie wir dann mit dem Open-Spreeblick-Experiment umgehen wollen, lassen wir zunächst alles, wie es derzeit ist. Das bedeutet: Spreeblick bleibt vorerst weiterhin eine offene Plattform für eure Artikel und Gedanken.

Please act responsible and don’t drink and write!

28

Domain-Domänen [Update]

Den Ärger kennt wohl jeder, der sich einmal auf die Suche nach einer bestimmten Domain gemacht hat: Man hat eine hübsche Namensidee, schaut mal eben nach, ob die Webadresse schon belegt ist und findet heraus: Ja, ist sie. Doch benutzt wird sie nicht, sie steht bei irgendeinem Domain-Auktionshaus zur Ersteigerung bereit.

Freie Domains fernab von künstlichen Fantasienahmen sind Mangelware (die jüngste ICANN-Ankündigung über die Zulassung eigener TLDs ab 2012 mag dies ändern, und ich spare schon auf die 125.000 Euro für die Endung „.blick“), noch seltener sind aber anscheinend URL, die auch genutzt werden oder wenigstens nicht allein zum Zweck des Verkaufs reserviert wurden.

Würden nun die Portale, die sich um den Verkauf solcher Domains kümmern, nicht so aussehen, als würde man sich bei ihrer Nutzung Viren- und Phishingattacken sowie Hautausschlag und interessante Kreditkartenabbuchungen einheimsen, dann könnte man das ja mal ausprobieren, den einen oder anderen Euro mag einem ja eine gute Domain wert sein. Meine vergangenen Klick-Versuche bei bestimmten Domainnamen resultierten jedoch meist in derart utopischen Preisvorschlägen, dass ich noch nie eine Domain auf diesem Weg erstanden habe. Bis gestern, als ich tatsächlich 100 Dollar für eine Domain gezahlt habe. Der Weg dorthin ist jedoch eine eigene Niederschrift wert und hinterlässt einen äußerst faden Beigeschmack.
Read on my dear…

20

Geduld

Mist. Schon wieder ein Kind explodiert.

Oder aber der ältere Sohn hat es erneut geschafft, seine Kleidung im Bad als Textilhaufen zu hinterlassen, der den Eindruck vermittelt, es habe die Alien-Entführung eines Minderjährigen stattgefunden und ihn völlig unerwartet aus seinen Klamotten gerissen.

Ja. Das wird es wohl eher sein. Und darüber bin natürlich glücklich, denn ansonsten wäre die Badreinigung ja noch aufwändiger.
Read on my dear…

11

Schildbürger

Stefan Schmidt hat dieses Bild am Berliner Mauerpark gemacht, weitere Fotos gibt es auf seinem Blog. Eine temporäre Behausung direkt hinter einem Werbeschild für neue Eigentumswohnungen – ob es sich dabei um eine Kunst- und/oder Protestaktion oder bittere Realität handelt, wissen bisher weder Stefan noch ich.

14

Ich kenne die Kopie

batman

In jungen Jahren war ich MAD-Leser und bis heute bin ich bei einigen Filmen unsicher, ob ich sie damals beim Erscheinen gesehen habe (eher unwahrscheinlich) oder ob ich einfach nur die Persiflage im MAD-Magazin gelesen hatte (sehr wahrscheinlich, ich glaube, für den Exorzist war ich beim Kino-Release mit neun Jahren noch etwas zu jung). Und meine Mutter hat sich immer lächelnd, aber kopfschüttelnd und augenverdrehend abgewandt, wenn ich ihr eine „unglaublich lustige Stelle“ aus dem albernen Heftchen vorlas.

Heutzutage läuft das genauso, nur anders: Heranwachsende werden auf YouTube oft fündig, wenn sie den Titel eines aktuellen Kinofilms plus „Verarsche“ eingeben, um sich dann in Kinderzimmern re-synchronisierte Filmausschnitte ansehen zu können – vorpubertäre Albernheiten, die sie natürlich stolz den Eltern präsentieren. Die sich lächelnd, aber kopfschüttelnd und augenverdrehend abwenden.

Und wer meint, die Kraftausdrücke, die man dabei auf YouTube zu hören bekommt, seien etwas zu heftig… der sollte noch mal in seine alten MAD-Hefte schauen.

blogoscoop