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Global No Pants Subway Ride Berlin – Hosen runter, Röcke rauf!
Zur Erinnerung: am kommenden Sonntag findet Berlins erster „No Pants Subway Ride“ statt.
Die Wettervorhersage prognostiziert milde Temperaturen zwischen -2 und -4°C, ihr werdet also voraussichtlich zu anderer Zeit aus anderem Grund sterben.
Spreeblick wird vertreten durch unsere selbst- und hosenlosen Kollegen Christoph und Phil, die per Film und Foto dokumentieren werden, wie die durchs Bloggen am meisten vernachlässigten Körperteile aussehen!
(Johnny kann nicht – hat Training.)
Read on my dear…
Back to life, back to reality
Der Selbstbetrug der Feiertage, der Glaube, die Welt wäre für ein paar Momente zur Ruhe gekommen und Zwietracht hätte sich auf die eigene Verwandtschaft beschränkt. Nur ein Gefühl, nur eine Hoffnung. Natürlich.
Unfassbare elf Jahre Haft für einen Bürgerrechtler unter den Augen der Weltöffentlichkeit, erneut Straßenkämpfe und Tote in Teheran, ein glücklicherweise nicht explodiertes Flugzeug.
Yves Rocher ist gestorben und Vic Chesnutt hat sich das Leben genommen.
Nicht zynisch, sondern ehrfürchtig gemeint:
Es geht mir gut. Ich hoffe, euch auch.
Christen zu Weihnachten?
Der frühe Nachmittag des Heiligen Abends bedeutete für uns als Kinder den alljährlichen Kirchengang. Obwohl mein Vater höchstens abfällige Bemerkungen für die Kirche übrig hatte und auch meine Mutter die maßregelnden Verantwortlichkeiten des „Lieben Gottes“ nach einigen weniger erfolgreichen Anläufen lieber selbst in die Hand genommen hatte, galt die Zeremonie als Auftakt für die danach folgende Bescherung. Was auch der einzige Grund war, warum mein Bruder und ich sie über uns ergehen ließen. Man musste da eben durch, denn nur der Weg des Herrn führte zu Big Jim.
Read on my dear…
Sehr verehrte Damen und Herren.
Wegen des unvorhersehbaren Wetterumschwungs kann es beim Betrieb dieses Blogs zu Verzögerungen kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen und machen die Bundesregierung, US-Präsident Obama und China dafür verantwortlich, welche in einem geheimen Abkommen den europäischen Winter in diesem Jahr auf den Monat Dezember verlegt haben. Wirtschaftsvertreter sprechen bereits von einer nicht tolerierbaren Marktverzerrung und haben etwas eingelegt.
Johnny, B. Goode!
Es ist der helle Wahnsinn, was in den letzten Wochen an Bitten um Veröffentlichung von Spendenaufrufen, Charity-Projekten und anders Gutgemachten und -gedachten hier angekommen ist. Trotz aller Sympathie für jeden, der sich aufrafft um selbst etwas zu tun, hatten wir zunächst beschlossen, diesen Bitten nicht nachzukommen. Der Grund dafür: Bei den meisten Aktionen können wir die Zeit nicht aufbringen, die Seriösität zu überprüfen, bei anderen wurde uns nicht klar, ob nicht doch kommerzielles Interesse dahintersteckt und nicht zuletzt wäre eine Auswahl unmöglich gewesen. Wenn man ein Projekt veröffentlicht, warum dann nicht alle? Read on my dear…
Papaladen – Pappalapapp!
Der Berliner Prenzlauer Berg hat einen Papaladen.
Der Papaladen ist ein Treffpunkt für Väter und Kinder, gedacht zum Austausch untereinander, weil es auch schlimm ist, wenn sich plötzlich mit dem Kind das Leben ändert.
Read on my dear…
Teldafaxen
Nach dem Umzug diesen Sommer stellte sich die Frage, von welchem Anbieter wir Strom geliefert bekommen wollten. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass es für unsere Bedürfnisse einen Anbieter gab, der deutlich preiswerter war als die Konkurrenz. Teldafax.
Die Erfahrung sagt: Wenn ein Anbieter um so viel billiger ist, ist er entweder staatlich finanziert. Oder irgendetwas stimmt nicht.
VZ-Datenklau: 20-jähriger Verdächtiger hat Selbstmord begangen
Der 20-jährige Mann aus Erlangen, der vor rund zwei Wochen in den Räumen von StudiVZ festgenommen wurde, hat in der Untersuchungshaft der Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee Selbstmord begangen. Ihm wurde Erpressung vorgeworfen, er stand unter Verdacht, mehrere hundertausend VZ-Nutzerdaten gestohlen und danach dem Netzwerk zum Kauf angeboten zu haben.
Mein Beileid gilt der Familie und den Freunden des Jungen.
Update Da in nur einem von 10 Kommentaren das Wort „Beileid“ zu lesen war und sich der Rest in einer Amateurjuristen-Debatte verlor, sind die Kommentare geschlossen. Inhaltliches zum Fall kann gerne woanders diskutiert werden, aber doch bitte nicht unter dieser tragischen Nachricht.
Stellungnahme von Eva Schweitzer zur Blog-Abmahnung [Update]
Bezüglich der Forderungen gegen das Blog nom nom nom erreichte mich gestern Nacht, etwa eine Stunde nach der Veröffentlichung unseres Artikels, eine Mail von Mathias Broeckers von der taz. Er hatte Frau Schweitzer erreicht, die ihm angekündigt hatte, „Leute vom Haken“ zu lassen, „die nichtkommerzielle Blogs betreiben“, außerdem stellte er eine Mail von Frau Schweitzer an mich in Aussicht.
Diese kam auch eine weitere Stunde später. Die Genehmigung von Frau Schweitzer, ihre Zeilen als Stellungnahme zu veröffentlichen, nehme ich gerne wahr und erlaube mir ein paar Anmerkungen.
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Journalistin lässt Blog abmahnen, fordert 1.200 Euro Schadensersatz für Textzitate [Updates]
Update 23:50 Uhr Es kam gerade aufgrund dieses Artikels ein erstes Signal der möglichen Entwarnung. Sobald diese offiziell ist, gibt es ein weiteres Update.
Update Freitag mittag: Die Stellungnahme von Frau Schweitzer.
Die ehemalige Unterstützerin der Hausbesetzerszene und heutige Journalistin Eva C. Schweitzer (die hier für die taz „bloggt“) pendelt häufig zwischen ihrem Studio in Manhattan und ihrer Altbauwohnung in Prenzlauer Berg. Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie albern, steht aber so in ihrer Biografie.
Was dort nicht steht: Zwischen dem Pendeln bleibt Frau Schweitzer noch Zeit, ihren Anwalt damit zu beauftragen, von einem Weblog 1.200 Euro Schadensersatz für ein Zitat aus einem ihrer Texte zu fordern.
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Evolutionstheorie revisited

Beim Durchblättern von „Das große fabrige Buch der Tiere“ (ich kann nichts dafür, er nennt es so und noch hat er selbst kein Blog, ich sitze also vorerst am längeren Hebel) landen der jüngere Sohn und ich bei den Greifvögeln, von denen einer ausnahmsweise zwei Zehen vorn und zwei hinten am Fuß hat – so kann er besser Fische aus dem Wasser greifen. Ich umschreibe die Wunder der Evolution und sinniere darüber, wie faszinierend es doch sei, dass die Natur dem Vieh genau die Werkzeuge gegeben hat, die es für die Nahrungsgewinnung braucht. Read on my dear…
Gestatten, Günter Wallraff, leuchtendes Vorbild.
Ich weiß nicht, was mich an Günter Wallraff mehr aufregt: dass sein Hang zu allen Formen von Gerechtigkeit ihn so selbstgerecht macht. Oder die aufopferungsvollen, betroffenen Blicke seiner Zuhörerschaft. Wallraff klagt das Leid der Gegenwart:
Die Zustände haben sich so verschlimmert, dass ich zu meinen Anfängen zurückkehren und wieder ganz von vorn beginnen muss. Leider macht diese spezielle Art von Arbeit außer mir ja auch kaum ein anderer, also es gibt keine Nachfolger, wenn man mal von Markus Breitscheidel mit seinem Buch „Arm durch Arbeit“ absieht.
Da drängt sich die Frage auf: Ist Wallraff tatsächlich so wichtig, wie er glaubt?
Es geht den Bach runter
Im Kindergarten ums Eck haben sich die Eltern was feines ausgedacht, um ihre Kinder vor dem Unbill der Welt zu schützen. Falls sich ein Kindchen jetzt das Köpfchen stößt oder den Oberarm bis zum Knochen aufreißt, gibt es ein Notfallköfferchen. Sie nennen es Rescue Kit. Es gibt Salben, Pastillen, Tinkturen, Dragées, Pasten, Lotionen und ein Spray. Nach dem Wirkstoff befragt, sagt die Kindergärtnerin, es handle sich um „natürliche Stoffe“. „Das sind Bachblüten“, sagt sie freudestrahlend, „das ist gesund und die Pharmaindustrie bekommt keinen Pfennig!“.
Eine Dose Bachblüten-Rescue-Pastillen kostet zwischen sieben und neun Euro. Es gibt offensichtlich kein esoterisches Hilfsmittel, das analytische Hirnfunktionen steigert.
Perspektive
Bei einem großartigen Stück Musik weinen, die Fantasie und Wortgewandtheit eines Autors bewundern. Tollen Kindern beim Großwerden zusehen, albernen Quatsch mit ihnen machen, versuchen, ihnen „Gerechtigkeit“ zu erklären. Danach ein Kartenspiel gegen sie verlieren ohne zu schummeln. Im Netz auf eine Seite stoßen, die vor Liebe zum Detail nur so strotzt, auf Gleichgesinnte treffen, auf Menschen treffen, die den eigenen Horizont erweitern. Eine reizende Mail bekommen, eine nette Mail schreiben. Lustige und kluge 140 Zeichen lesen. Lustige und kluge 140 Zeichen schreiben. Verheiratet sein. Die Herbstluft schnuppern, in einen Blätterhaufen springen. Sich betrinken und am nächsten Tag ausschlafen. Über ein Grafitti staunen. Jemandem helfen. Sich helfen lassen. Feststellen, dass das selbstgemachte Essen gar nicht mal so schlecht schmeckt. Etwas richtig verstehen, das man seit Jahren falsch verstanden hat. Faulen Sex haben, wilden Sex haben. Sich darüber freuen, dass man niemanden, und zwar niemanden in der herumliegenden GALA kennt. Den Fernseher nur noch zum Videospielen oder Filmeschauen nutzen. Jemanden lieben, der einen liebt. Etwas völlig ungesundes lecker finden. Sich bei jemandem entschuldigen. Sich nach einer tollen Frau umdrehen. Etwas neues lernen. Ohne schlechtes Gewissen rauchen. Regen spüren. Ein Lächeln von einer oder einem Fremden bekommen und es erwidern. Erfolg nicht am Kontostand messen. Tränen lachen. Beim Betrachten eines Fotos einen Kloß im Hals haben. Ein Missverständnis aufklären. Papierflieger bauen, die zwei Saltos schaffen. Jemandem einen guten Tag wünschen und das auch meinen. Eine alte Lieblingsplatte wieder hören. In billigen Klamotten gut aussehen. Sich etwas teures und gutes leisten. Eine Idee haben und zugeben, dass jemand anderes die bessere hatte. Sich streiten und danach versöhnen. Älter werden und es toll finden. Mit Türken Tee trinken, sich von Chinesen China erklären lassen. Geld verdienen mit dem, was einem Spaß macht. Sich vornehmen, glücklich zu sterben. Keine Angst haben. Den Müll aus seinem Leben entfernen. Sich selbst nicht über Dritte definieren. Machen, nicht meckern. Umsetzen, nicht ankündigen.
Spreerien, die Ferien mit Spreeblick
Es ist Ferienzeit und ihr liegt wahrscheinlich alle längst am Strand und lest Spreeblick auf euren sündhaft teuren Mobildingsen. Wir spüren, während wir im Büro geblieben sind, den Sand, die flirrende Hitze, eure Entspannung. Und sind ein bisschen neidisch. Aber:
Wir waren auch schonmal im Ausland, also außerhalb Berlins. Daher nachfolgend von uns für Kurzentschlossene: Die Spreeblick-Urlaubstipps. Ergänzungen bitte gerne in den Kommentaren.
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Gefährliches Ganzwissen: Das Ende des Stammtisches?
Gestern Abend, ein paar Drinks später. Freunde aus der weiten Ferne sind zu Besuch, wir plaudern über aktuelle Ereignisse. Es geht um soziale Gerechtigkeit hier und da. Jetzt erstmal hier. Im Raum steht der Satz: „100 Millionen Abfindung an einen Manager, der Scheiße gebaut hat – das ist obszön.“
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Klettersucht
Während Nico mit der Idee des Fallens kokettiert, haben andere Bock auf die Gegenrichtung. Der Vorteil: die Lust der Kletterböcke ist definitiv dekorativer und leichter zu dokumentieren!
[via]
Gartenfreuden
Anfangs war da vor einem Jahr nach dem Umzug in die neue Wohnung nur meine große Klappe und die verwilderten Beete hinterm Haus. Da könnte man doch für den Eigenbedarf anbauen! Dann kam der Nachbar aus dem Urlaub zurück und nahm mich beim Wort. Jetzt bin ich Hobbygärtner.
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