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Hey, Scotty!

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Seit viereinhalb Jahren sind wir nun hundelos. Besser gesagt: Viereinhalb Jahre lang waren wir hundelos. Denn jetzt ist Scotty da. Als Mix aus Beagle und vielleicht Jack Russel und sicher noch etwas anderem haben wir den fünf Monate alten und im Moment (!) noch sehr schüchternen Rüden von der Vorbesitzerin übernommen.
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Einmal Schweden und zurück

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Im Norden war ich ja schon öfter, in Schweden aber noch nie. In den vergangenen Herbstferien nahm ich daher die Gelegenheit wahr, endlich mal die im hohen Norden lebenden Freunde zu besuchen, packte die beiden Jungs in den Kofferraum und fuhr einfach los.

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Brazil in Berlin

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Nein, nicht WM. Das andere Brazil. Denn das hier müsst ihr euch mal ansehen. Das ist Seite 8 von 9 eines Schreibens der für unser Büro zuständigen Wohnungsbaugesellschaft, die uns “die Umstellung der Wärmeversorgung auf gewerbliche Wärmelieferung nach § 556c Abs. 2 BGB” ankündigt, was ein “starkes Instrument” ist, um “Optimierungspotentiale systematisch zu analysieren und zu heben”.
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Warum ich relativ gelassen bin, obwohl ich eine Mail vom BSI erhalten habe

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Diverse meiner Mailadressen hatte ich vor zwei Tagen auf der dafür vorgesehenen Seite des BSI eingegeben, um prüfen zu lassen, ob eines oder mehrere dazu gehörende Passwörter als “gehackt” gelten. Abgesehen davon, dass es an dem ganzen Verfahren auch Kritik gibt, war ich anfangs sehr froh, danach eben keine Mail vom BSI erhalten zu haben. Alles gut, anscheinend.

Nun kam aber doch eine Benachrichtigung (böse Zungen behaupten, es dauere halt zwei Tage, bis ein Beamter die Liste der 16 Millionen Mailadressen nach meiner durchsucht habe), und der Code in der Subject-Zeile stimmt mit einem derjenigen überein, die ich nach Eingabe meiner Adressen beim BSI erhalten hatte.

Aber wir wissen ja: Don’t panic.
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Spreeblick: Mit dem Hausboot durch Brandenburg (Fotos)

seddinseeDer Seddinsee ist sehr schön.

In den Herbstferien traten wir mit der ganzen Bande den Beweis an, dass man auch in Berlin Urlaub machen kann, solange man sich von den Betonstraßen fern hält und stattdessen die Wasserwege wählt. Ein Spreereisebericht.

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Von Dave Stewart, Google Glass und brennenden iPhones

spinneHat gar nichts mit dem Artikel zu tun: Spinne.

Ferienzeit, Familienzeit, und als wahnsinnig klug durchdachte Alternative ZUM NEUEN TREND IN DER DEUTSCHEN PUBLIKATIONSLANDSCHAFT, JEDEN FURZ IN GROSSBUCHSTABEN ZU SCHREIBEN auch eine blogfreie Zeit. Dabei habe ich soviel erlebt.

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Fragen

1) Wieso gibt es keine Software, die aus einem Audio- oder Video-Interview den Ton extrahieren und transkribieren kann? (Bonusfrage: Wozu habe ich denn diese ganzen Computer, wenn sie nicht einmal das können?)

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Haben Sie Tattoos?

UPDATE Bitte verfolgt auch die Kommentare hier, es gibt einige Zweifel an der Echtheit des unten verlinkten Artikels. Falls ich einem PR-Fake aufgesessen bin, bitte ich um Entschuldigung.

UPDATE 2 Die Anklage wegen Verbreitung von Pornografie war echt (Dokumente liegen uns vor), wurde aber mittlerweile eingestellt.

Mein Original-Post:

Was passiert wohl, wenn man bei der Polizei Anzeige wegen massiver Bedrohung der eigenen Person im Internet erstattet?

Richtig geraten: Man fängt sich unter Umständen selbst eine Anzeige ein.

Die ganze, unglaubliche Geschichte bitte im freidimensionalblog lesen.

Mag sein, dass die Polizei hierzulande mehr Befugnisse braucht, um im Internet ihre Arbeit verrichten zu können. Zuerst wäre erhöhte Kompetenz aber sicher auch schon sehr hilfreich.

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Geld ausgeben mit Blogs

Ich hab’s gerade mal überschlagen: In den letzten zehn Jahren haben wir hier rund 10.000 Euro ausgegeben für Anwalts- und Gerichtskosten bei Rechtsstreits im Zusammenhang mit Spreeblick-Artikeln. Die vielen Arbeitsstunden nicht mitgerechnet.

Juristische Auseinandersetzungen sind für große Medienhäuser Alltag, weshalb sie eine Rechtsabteilung und entsprechende Rücklagen haben. Für einzelne Blogs und Blogger kann eine Klage oder Abmahnung jedoch schnell den finanziellen Ruin bedeuten, weshalb auch wir oft am Ende klein beigeben und Artikel “entschärfen” oder gar löschen mussten, da wir uns eine Fortsetzung der Auseinandersetzung ganz einfach nicht leisten konnten. Und das, obwohl wir im Gegensatz zu vielen anderen Blogs Einnahmen haben. Denn man kann sich noch so sehr im Recht wähnen: Gegen eine Klage muss man sich erst einmal wehren, Anwalt und Gerichtsprozesse müssen (vor)finanziert werden und ob man am Ende wirklich Recht und damit seine Kosten erstattet bekommt, ist auch schon mal ein bisschen abhängig von der Tagesstimmung aller Beteiligten und vor allem davon, welche der streitenden Parteien den längeren Atem hat, um alles in die Länge zu ziehen. Wenn das 15.000-Euro-Schwert über einem baumelt, löscht man dann deshalb vielleicht doch lieber einen Artikel, statt um sein Recht zu kämpfen.

Mein vollstes Verständnis hat Florian Freistetter daher, der seinen Science-Blog-Artikel über Sternenlicht-Juwelen vorsichtshalber entfernt hat, nachdem eine Firma ihn rund vier Jahre nach Erscheinen eines Artikels zur Änderung desselben bewegen wollte. Und meinen noch größeren Respekt hat er, weil er gleich einen neuen Text zum Thema geschrieben hat.

Es tut weh, aber: Bei Blogposts über Unternehmen oder Produkte sollte man als Bloggerin oder Blogger nicht davon ausgehen, dass den Text wahlweise keiner liest oder dass sich nach Jahren niemand mehr dafür interessiert. Spätestens, wenn das Thema SEO eines wird, starten gerade die etwas merkwürdigen Buden gerne eine Art “Web-Bereinigung” und versuchen, alles unliebsame aus dem Netz zu entfernen.

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#aufschrei

Drei Tage lang war hier der unkommentierte Twitter-Stream zum Hashtag #aufschrei zu sehen, denn ich hielt es im Rahmen der Debatte speziell als Mann für sinnvoll, einfach mal die Klappe zu halten und zuzuhören bzw. zu lesen.

Immerhin: Seit drei Tagen denke ich mal wieder konzentrierter über das Thema nach, stelle mein eigenes Verhalten und das meiner Freunde und Bekannten auf den Prüfstand, rede über Sexismus im Alltag – in erster Linie mit Tanja, aber auf einer Party auch mit anderen, Männern wie Frauen. Und ich beschäftige mich auch mal wieder mit der Frage, wie wir unsere Söhne so erziehen können, dass sie anderen Menschen mit dem nötigen Respekt begegnen und vor Stereotypen auf der Hut sind. Was so ein Hashtag doch bewirken kann.

Der #aufschrei sei sinn- und wirkungslos, las man an einigen Stellen. Nichts könnte falscher sein. Und ein weiterer Vorwurf, die Debatte sei überflüssig, wurde von der Jauch-Ausgabe am Sonntag Abend in der ARD bravourös widerlegt, als einmal mehr die Chance des Zuhörens, möglicherweise sogar der Suche nach Lösungen vertan wurde und die Generation Schenkelklopfer in Person von Günther Jauch, Hellmut Karasek und Wibke Bruhns versuchten, ein wichtiges gesellschaftliches Thema ins Lächerliche zu ziehen, während Silvana Koch-Mehrin, eine überraschend ruhige Alice Schwarzer und Anne Wizorek alias @marthadear (“Wir sind doch nicht von den Bäumen heruntergekommen, um uns wieder dorthin zurückzuziehen”) wahrscheinlich am liebsten einen Facepalm-Zirkel gebildet hätten ob der Ahnungslosigkeit, Ignoranz, Arroganz und reaktionären Haltung des Moderators und einem Teil seiner Gäste.

Erstaunlicherweise sagte dann Stern-Chefredakteur Thomas Osterkorn noch etwas, das weit mehr Applaus aus dem Publikum verdient hätte, als im TV zu hören war: “Wir Männer sollten uns so verhalten, wie wir uns wünschen, dass man unseren Frauen und Töchtern begegnet.”

Denn so einfach kann es manchmal sein, obwohl es – wie immer – viel komplizierter ist.

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GEMA: Die unendliche Geschichte

Mein gefühlt halber Facebook-Bekanntenkreis schimpft gerade über das Interview der Berliner Zeitung mit der GEMA-Sprecherin Gaby Schilcher zur umstrittenen Tarifreform ihrer Arbeitgeberin. An persönlichen Beleidigungen in den Kommentaren zum Artikel mangelt es nicht, eher schon an Zahlen, Fakten und einem sachlichen Umgangston in eben diesem – auf beiden Seiten des Gesprächs.

An dieser Stelle daher zwei etwas ruhigere und gleichzeitig informativere Lesetipps für diejenigen unter uns, die immer noch nicht durchblicken (also quasi alle, nehme ich mal an und schließe mich mit ein …):

Sebastian Schwerk bei mittelstern.
Thomas Hohnen beim MT Portalblog.

Ergänzende Lesetipps sind herzlich willkommen, auch wenn immer mehr Meinungen und Zahlen den Durchblick auch nicht zu vereinfachen scheinen. Manchmal wünscht man sich wirklich einen kompletten Reset mit anschließendem Neustart in diesem ganzen Wahnsinnssystem. Aber das geht einem ja nicht nur in Sachen Urhebervergütungen so.

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Kurz vor Glockenschlag (auch: eBook-Lesung, weitere Plan B Konzerte)


Auszug aus einer Internet-Debatte zum Urheberrecht.

Das Meisterwerk “Leben des Brian”, fiel mir neulich auf, ist in vorausschauender Weisheit an vielen Stellen auch eine prima Persiflage auf das Internet. Ersetze “Jehova” durch “Urheberrecht” und alle drehen durch. Vielleicht hilft ja wirklich nur noch bitterböser Sarkasmus, oder, wie immer: Weitermachen. Urheben, auch. Und wegen Internet: Immer sich selbst promoten, sonst machen’s andere!

Wer mich lesen oder brüllen hören will, der findet nach dem Klick ein paar Möglichkeiten dafür.
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