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><channel><title>Spreeblick &#187; Alltag</title> <atom:link href="http://www.spreeblick.com/category/kategorien/positionen/alltag/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spreeblick.com</link> <description>I live by the river!</description> <lastBuildDate>Tue, 16 Mar 2010 14:42:23 +0000</lastBuildDate> <generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator> <language>en</language> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <item><title>Hinschauen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fhinschauen%2F&amp;seed_title=Hinschauen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fhinschauen%2F&amp;seed_title=Hinschauen#comments</comments> <pubDate>Mon, 22 Feb 2010 15:25:24 +0000</pubDate> <dc:creator>Gastautor</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28315</guid> <description><![CDATA[<p><small>Von Zeit zu Zeit kommen E-Mails mit der Bitte um Veröffentlichung bei uns an, in den meisten Fällen wird aus verschiedenen Gründen daraus nichts, in manchen stimmen wir jedoch gerne zu. Hier der Text einer wahren Begebenheit von Dominic alias <a
href="http://twitter.com/berlinnow">Berlinnow</a>.</small></p><p>Im Februar war ich beruflich in Hannover und hatte nach getaner Arbeit am Bahnhof eine dreiviertel Stunde Zeit, da ich auf meinen Zug warten musste, und stand vor dem Bahnhof um meine Nikotinsucht zu befriedigen. Ich bemerkte einen Obdachlosen, der die Mülleimer nach Flaschen durchsuchte. Ich weiß nicht warum, aber aus irgendeinem Grund verspürte ich den Drang ihn anzusprechen. Gedacht, getan. Ich fragte ihn ob ich ihn zu McDonalds einladen durfte, daraufhin stiegen ihm Tränen in die Augen und er sagte mir, dass ihm so etwas nach 4 Jahren Obdachlosigkeit noch nicht passiert sei. Das ließ mich schon mal schlucken.</p><p>Wir machten uns also auf den Weg durch den Bahnhof, wo uns direkt 2 Bahnhofscheriffs ansprachen. Sie wollten ihn des Platzes verweisen, da er ja offensichtlich obdachlos war. Nach einigem hin und her und meiner Erklärung das er mit mir jetzt was essen gehe, ließen sie von uns genervt ab. Als wir dann bei McD saßen, fragte ich ihn, was ihn denn auf die Straße verschlagen habe. Seine Geschichte lässt mich immer noch zittern.</p><p>Er berichtete mir das er eigentlich mal Arzt gewesen sei, was ich ihm auf Grund seiner Ausdrucksweise auch durchaus glaube. Er erzählte mir, dass seine Tochter mit 14 Jahren von einem Auto überfahren wurde und starb. Ein halbes Jahr später brachte sich dann auf Grund dieses traurigen Ereignisses auch seine Frau um. Er verlor jeglichen Halt und verbrachte seine Zeit damit, seinen Kummer in Alkohol zu ertränken. Es kam, wie es kommen musste: er bezahlte seinen Rechnungen nicht, verlor seine Wohnung und sitzt nun seit nunmehr vier Jahren auf der Straße.</p><p>Diese Geschichte hat mich sehr berührt und ich habe es leider versäumt ihn darauf anzusprechen, wo genau er sich in Hannover die meiste Zeit aufhält. Dennoch möchte ich der Welt gerne davon erzählen. Nicht nur, um auf seine Geschichte aufmerksam zu machen, sondern auch, um den Leuten ins Gedächtnis zu rufen, dass die meisten Menschen, die auf der Straße leben, ein hartes Schicksal getroffen hat. Es geht mir darum nicht dabei mich selbst in irgendeiner Weise zu profilieren, das möchte ich klar stellen. Ich fühle mich einfach schlecht weil ich nicht mehr für ihn getan habe. Ich selbst bin zwar auch nicht der Wohlhabendste, dennoch habe ich ein Dach über dem Kopf und genug Geld um jemanden mal ein Essen auszugeben.</p><p>Ich bitte alle Leute darum einfach mal ein wenig genauer hin zu sehen. Habt ihr ein wenig Zeit und seht einen Menschen ohne Obdach? Werft ihm nicht einfach 50 Cent hin, sprecht ihn an, ladet ihn ein, redet mit ihm, er wird euch schon nicht beißen, das verspreche ich euch. Es sind Menschen wie Du und ich die einfach in einer scheiß Situation sind. Sie verdienen Respekt und Anerkennung. Anerkennung dafür das sie überhaupt noch leben, oder wer von euch würde es durchstehen auf der Straße leben zu müssen? Schaut hin, bitte!</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F22%2Fhinschauen%2F&amp;seed_title=Hinschauen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>50</slash:comments> </item> <item><title>Jörg Kahle schreibt an Frau von der Leyen und Frau Schröder</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F18%2Fjorg-kahle-schreibt-an-frau-von-der-leyen-und-frau-schroder%2F&amp;seed_title=J%C3%B6rg+Kahle+schreibt+an+Frau+von+der+Leyen+und+Frau+Schr%C3%B6der</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F18%2Fjorg-kahle-schreibt-an-frau-von-der-leyen-und-frau-schroder%2F&amp;seed_title=J%C3%B6rg+Kahle+schreibt+an+Frau+von+der+Leyen+und+Frau+Schr%C3%B6der#comments</comments> <pubDate>Thu, 18 Feb 2010 15:44:33 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Inland]]></category> <category><![CDATA[Politik]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=28194</guid> <description><![CDATA[<p>Jörg Kahle berichtet in einem auch per Post abgesandten <a
href="http://www.mastente.de/offener-brief-an-fr-v-d-leyen-und-fr-schroeder/">offenen Brief</a> an die Damen von der Leyen und Schröder von den ganz individuellen Erfahrungen seiner Familie mit dem sozialen System in Deutschland. Und, das finde ich bemerkenswert, bietet trotz seiner Wut und Enttäuschung Hilfe an und bittet um Antworten auf Fragen, die ihm bisher niemand geben konnte.</p><p>Ein Beispiel von vielen, aber eines, das sich Gehör verschaffen will, statt die Misere schweigend hinzunehmen. Deshalb – natürlich nach Rücksprache mit Jörg – der ganze Brief auch hier:</p><blockquote><p>Sehr geehrte Frau von der Leyen, sehr geehrte Frau Schröder,</p><p>es ist mir ein enorm wichtiges Anliegen, Ihnen heute zu schreiben.<br
/> Ich möchte Ihnen auf diesem Wege unsere soziale Situation, die daraus resultierenden Probleme und Ereignisse schildern, die sich momentan ergaben.</p><p>Im letzten Sommer musste mein Arbeitgeber das Insolvenzverfahren eröffnen. Die Schlussfolgerung daraus war die Freistellung nahezu aller Mitarbeiter zum 1. September 2009. Ich hatte das vermeintliche Glück und durfte die Insolvenz noch mit abwickeln, so dass mein Beschäftigungsverhältnis erst zum 31. Oktober 2009 endete. Seither bin ich arbeitsuchend gemeldet und beziehe Arbeitslosengeld I.<br
/> Nach über drei Monaten der Arbeitsuche, konnte ich am vergangenen Montag endlich einen neuen Arbeitgeber finden der mich mit Beginn ab 1. März 2010 einstellt.</p><p>Meine Freundin, mit der ich in einem gemeinsamen Haushalt lebe, hat seit dem 1. Geburtstag unserer gemeinsamen Tochter, ihre Tätigkeit als Krankenschwester in einem Seniorenzentrum wieder in Teilzeit aufgenommen. Seit Mitte Dezember 2008 arbeitet sie dort auf 50% und mit meiner Arbeitslosigkeit konnte sie auf 75% erhöhen. Als Dauernachtwache trägt sie eine hohe Verantwortung für viele Menschen.<br
/> Sie arbeitet dort nicht, weil sie sich selbst verwirklichen, sondern weil sie es muss und wir das Geld dringend benötigen. Natürlich wäre sie lieber mit unserer Tochter zu Hause.<br
/> Die Lebenshaltungskosten in Freising (Raum München) sind auch im Bundesdurchschnitt sehr hoch, daher sind wir beide darauf angewiesen arbeiten zu gehen.</p><p>Unsere Tochter wurde im Dezember 2007 geboren und kurz nach der Geburt wurde das Down Syndrom diagnostiziert. Sie ist generell wohlauf und man merkt nur wenig von ihrer Behinderung. Glücklicherweise ist sie von den üblichen Begleiterkrankungen (häufig Organschäden) verschont. Einzig die verzögerte Entwicklung ist spürbar, sie begann später als andere Kinder zu laufen und benötigt Förderung in ihrer Motorik und Artikulation.<br
/> Wir haben für Nele einen Behindertenausweis, eine Pflegestufe wurde bisher nicht bewilligt. Die Anmeldung für einen Krippenplatz erfolgte im Frühjahr 2009.</p><p>Soweit zu unserer derzeitigen Situation.<br
/> Nun verhält es sich aber so, dass wir uns mit meiner künftigen Arbeitsaufnahme in einem sozialen Notstand befinden. Wir besuchten heute das Amt für Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Schulen in Freising, weil wir eine Betreuung für unsere Tochter benötigen. Meine Freundin muss nach zehn Stunden Nachtdienst schlafen, um am Abend wieder fit für die nächste Schicht zu sein. Ich jedoch muss ab 8 Uhr in der Arbeit sein. Die Mitarbeiterin des Amtes hörte uns zu und telefonierte umgehend mit einer Kinderkrippe, in welcher sich ein freier Platz befindet. Über diese Information freuten wir uns sehr, wurden aber umgehend enttäuscht, als uns mitgeteilt wurde, dass ein behindertes Kind vier Plätze in der Krippe benötigt um dem allgemeinen Stellenschlüssel zu entsprechen. Da es in Freising aber nicht genug Krippenplätze gibt und unsere Tochter von den nicht vorhandenen vier (VIER!!!!) benötigt, wurden wir an das Zentrum der Familie verwiesen um uns um eine Tagesmutter zu bemühen. Ich glaube, ich brauch Ihnen nicht erzählen wie es bei diesen platzmäßig aussieht.</p><p>Ich bin ehrlich gesagt mehr als frustriert, wütend trifft es eher, über dieses krankende System. Mein erster Gedanke war, die neue Arbeitsstelle wieder abzusagen. Zwar müssen wir mit dem Arbeitslosengeld den Gürtel momentan etwas enger schnallen, aber bis zum September kämen wir schon hin. Im Zweifelsfall beziehen wir ab November 2010 Hartz4. Gerade in der momentanen politischen Situation und Diskussion würde es uns als Hartz4 Empfänger deutlich besser gehen. Alles würde bezahlt und wir könnten uns den ganzen Tag um unsere Maus kümmern. Das Schlimmste für uns wäre der Umzug in eine andere Wohnung, aber ich denke auch bei diesem würde uns das Amt unterstützen.<br
/> Ist das in Ihrem Sinne?<br
/> Gerade habe ich den September genannt. Wir hoffen ab September einen Kindergartenplatz für unsere Tochter zu bekommen. Die nette Kollegin vom Amt teilte uns jedoch bereits mit, dass sie noch nicht glaube, dass wir einen Platz bekämen. Nachdem was uns heute mitgeteilt wurde sehe ich eher schwarz, wenn meine Tochter den Platz von vier (VIER!!!) Kindern dort einnimmt. Es wäre schön, wenn wir in diesem Sinne auch das vierfache Kindergeld und den vierfachen Wert der Pflegestufe erhielten, sofern sie uns genehmigt würde.</p><p>So kamen heute mehrere Fragen auf, deren Antworten ich mir nicht geben kann:</p><p>1. Wie kann es sein, dass Menschen, die arbeiten gehen (und auch wollen) an solche Hürden stoßen?<br
/> Woher, glauben Sie, habe ich den Eindruck, dass es mir als Hartz4-Beziehender besser ginge?<br
/> Mir ist schon klar, dass ich als Verdienender auch mehr Kosten übernehmen muss, als jemand ohne Einkommen, aber wo bleibt die Unterstützung, damit ich arbeiten gehen kann?</p><p>2. Was ist Integration? Ist es nur ein Wort um uns gesellschaftsfähig zu machen? Wie funktioniert Integration? Muss ich dazu mein Kind in einen heilpädagogischen Kindergarten geben, damit sie später in einer Förderschule und anschließend in betreuten Wohnheim untergebracht ist und in einer Behindertenwerkstatt arbeitet? Aus den Augen (der Gesellschaft), aus dem Sinn?</p><p>Frau v.d. Leyen, Sie haben vor Millionen Zuschauern gesagt, dass Hartz4 und die Förderung der Empfänger individuell geschehen muss, dass man eigentlich in jedem Fall individuell entscheiden müsse. Nun frage ich mich aber:<br
/> 3. Wieso wird auf meine behinderte Tochter eine Schablone gelegt, die entscheidet, dass sie vier (VIER!!!) Plätze benötigt? Warum erhalte ich keine Chance, zumindest mal mit meiner Tochter in einer Einrichtung vorstellig zu werden, damit dann entschieden werden kann ob eine Betreuung möglich sei oder nicht und wie hoch der Aufwand tatsächlich wäre?</p><p>Ich möchte an dieser Stelle nicht hören, wie schlecht es woanders ist, das weiß ich selbst. Vielmehr möchte ich gern hören wie uns geholfen werden kann. Den ersten Schritt haben wir getan und sind zu Ihren Vertretern in ein Amt gegangen. Dort konnte man uns aufgrund gesetzlicher Regelungen nicht unterstützen.<br
/> Jetzt frage ich Sie beide, wie wir uns als Familie in dieses System einbringen und etwas dafür tun können. Ich war immer in dem Glauben, eine Hand wäscht die andere. So bin ich selbst engagiert und als Trainer in einem gemeinnützigem Sportverein tätig. Ich mache dies, weil ich es möchte und damit Kinder eine Aufgabe haben, sich bewegen und nicht auf der Straße rumhängen und Blödsinn machen.</p><p>Ich befinde mich mit meiner kleiner Familie in einem Dilemma. Und wie das bei einem solchen immer ist, sehe ich im Augenblick einfach keinen Ausweg.</p><p>Ich hoffe auf Antwort von Ihnen und werde unseren Fall so bekannt wie nur möglich machen, denn ich möchte nicht, dass es anderen Menschen genauso ergeht. Ich möchte, dass Regierung und Politik ein offenes Auge für Ihre Bürger und Wähler haben. Ich möchte etwas bewegen.</p><p>mit freundlichen Grüßen</p><p>Jörg Kahle</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F02%2F18%2Fjorg-kahle-schreibt-an-frau-von-der-leyen-und-frau-schroder%2F&amp;seed_title=J%C3%B6rg+Kahle+schreibt+an+Frau+von+der+Leyen+und+Frau+Schr%C3%B6der/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>53</slash:comments> </item> <item><title>Global No Pants Subway Ride Berlin – Hosen runter, Röcke rauf!</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F07%2Fglobal-no-pants-subway-ride-berlin-%25e2%2580%2593-hosen-runter-rocke-rauf%2F&amp;seed_title=Global+No+Pants+Subway+Ride+Berlin+%E2%80%93+Hosen+runter%2C+R%C3%B6cke+rauf%21</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F07%2Fglobal-no-pants-subway-ride-berlin-%25e2%2580%2593-hosen-runter-rocke-rauf%2F&amp;seed_title=Global+No+Pants+Subway+Ride+Berlin+%E2%80%93+Hosen+runter%2C+R%C3%B6cke+rauf%21#comments</comments> <pubDate>Thu, 07 Jan 2010 11:33:17 +0000</pubDate> <dc:creator>Tanja Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Netz]]></category> <category><![CDATA[Pop]]></category> <category><![CDATA[Unfug]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26771</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2010/01/nopants.jpeg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/brianschulman/3189922036/sizes/l/"><span
class="text">by brian schulman</span></a></p></div><br
/> Zur Erinnerung: am kommenden Sonntag findet Berlins erster &#8222;No Pants Subway Ride&#8220; statt.<br
/> Die Wettervorhersage prognostiziert milde Temperaturen zwischen -2 und -4°C, ihr werdet also voraussichtlich zu anderer Zeit aus anderem Grund sterben.<br
/> Spreeblick wird vertreten durch unsere selbst- und hosenlosen Kollegen <a
href="http://www.jeriko.de/">Christoph</a> und <a
href="http://www.delphinehauen.de/">Phil</a>, die per Film und Foto dokumentieren werden, wie die durchs Bloggen am meisten vernachlässigten Körperteile aussehen!<br
/> (Johnny kann nicht – hat <a
href="http://www.spreeblick.com/2010/01/01/spreeblick-neujahrsabfahrt-2010/">Training</a>.)</p><p>Treffpunkt: Sonntang, 10. Januar 2010; Beginn 15 Uhr rechts neben <a
href="http://www.konnopke-imbiss.de/lka.htm">Konnopke’s Imbiß</a> – das ist direkt am U-Bahnhof Eberswalder Straße.</p><p>Für mehr Beinfreiheit treten am Sonntag ebenfalls an:<br
/> Adelaide, Amsterdam, Atlanta, Barcelona, Boston, Brisbane, Buenos Aires, Buffalo, Calgary, Chicago, Dallas | Dallas 2, Denver, Edmonton, Honolulu, Lisbon, London, Los Angeles, Melbourne, Mexico City, Minneapolis, New York, Philadelphia, Phoenix, Portland, OR | Portland, OR 2, Salt Lake City, San Diego, San Francisco, Seattle, Sydney, Tokyo, Toronto, Vancouver, Vienna, Warsaw, Washington, DC.<br
/> Hier der Aufruf von <a
href="http://ohwhataworld.de/">Anne</a>, die das <a
href="http://improveverywhere.com/2010/01/04/global-no-pants-subway-ride-2010/">Original</a> nach Berlin geholt hat:</p><blockquote><p>Liebe Mitstreiter!</p><p>Wie versprochen gibt es nun die harten Fakten zum “No Pants Subway Ride Berlin 2010″, schließlich ist es am Sonntag schon soweit, dass wir kollektiv die Hosen ablegen wollen. Lest folgende Punkte bitte genau durch:</p><p>TEILNAHMEBEDINGUNGEN:</p><p>1.) Die Bereitschaft, ohne Hosen oder andere Beinkleider in der U-Bahn zu fahren.<br
/> 2.) Die Fähigkeit dies ernsthaft und als völlig normal an die unbeteiligten Mitfahrer zu vermitteln.<br
/> 3.) Der Besitz eines Semestertickets, einer Monats- oder einer anderen gültigen BVG-Fahrkarte.</p><p>ACHTUNG: Kommt nur vorbei, wenn ihr eure Hosen runterlassen wollt! Diese Aktion lebt schließlich vom Mitmachen! Bitte gebt bei Facebook endgültig an, ob ihr dabei seid oder nicht!</p><p>WANN: Sonntag, 10. Januar 2010; Beginn 15 Uhr – bitte seid pünktlich und kommt gerne auch etwas früher; Ende ca. 17.30 Uhr</p><p>WO: rechts neben Konnopke’s Imbiß – das ist direkt am U-Bahnhof Eberswalder Straße und damit nicht zu verfehlen – Link: http://www.konnopke-imbiss.de/lka.htm</p><p>MITZUBRINGEN: eine gültige Fahrkarte für die BVG (beachtet bitte, dass Einzelfahrausweise nur in eine Richtung gültig sind) und ein Rucksack</p><p>ANZUZIEHEN: Schal, Mantel, Mütze, Handschuhe – normale Wintersachen, die ihr halt auch sonst tragen würdet</p><p>DER PLAN: Durch die Facebook-Anmeldungen rechnen wir momentan mit 100 Leuten, die tatsächlich auch die Hosen fallen lassen. Die momentanen Temperaturen werden sicherlich Einige von euch zweifeln lassen, aber bitte bedenkt, dass sämtliches An- und Ausziehen immer in der U-Bahn oder in unterirdischen U-Bahnhöfen stattfindet. Die aktuelle Vorhersage ist -3°C. (Und nein, die Aktion im Sommer durchzuführen wäre nicht einmal halb so lustig!)</p><p>Sobald ihr alle um 15 Uhr am Treffpunkt seid, werdet ihr in 4 halbwegs gleich große Gruppen (A, B, C und D) aufgeteilt, also ca. 25 Leute pro Gruppe. Falls es insgesamt doch mehr Teilnehmer werden, gerät eben die Gruppe D etwas größer.</p><p>Vom U-Bahnhof Eberswalder Straße aus geht es dann los: Gruppe A, B und C steigen alle in dieselbe U-Bahn. Gruppe A fährt damit bis zum Potsdamer Platz, Gruppe B bis Spittelmarkt und Gruppe C bis zum Alex. Bevor ihr die euch zugewiesene Haltestelle erreicht habt und aussteigen müsst, zieht ihr eure Hosen aus und verstaut sie im mitgebrachten Rucksack (Aktentaschen, Einkaufstüten oder dergleichen gehen natürlich auch). Falls euch jemand darauf anspricht, sagt ihr einfach, dass euch warm geworden wäre, die Hose kratzt oder etwas in der Art. Sobald ihr ausgestiegen seid, wartet ihr am Bahnsteig einfach auf die nächste Bahn.</p><p>In dieser folgt dann Gruppe D, die sich bereits kurz nach dem Losfahren ihrer Hosen wie schon beschrieben entledigt hat. An den genannten Posten (Alex – Spittelmarkt – Potsdamer Platz) steigen die anderen Gruppen wieder dazu. In dieser Konstellation fahren wir dann alle bis Wittenbergplatz und von hier aus geht es wieder zurück zur Eberswalder Straße.</p><p>Ab jetzt ist es euch überlassen, ob ihr die Rückfahrt auch ohne Hosen machen möchtet. Falls ja, gilt dieselbe Gruppenaufteilung wie auf der Hinfahrt und Gruppe A fährt diesmal zum Alex, Gruppe B wieder zum Spittelmarkt und Gruppe C zum Potsdamer Platz. Gruppe D folgt wieder eine Bahn später. Bevor diese Bahn dann schließlich mit allen Teilnehmern an der Eberswalder Straße ankommt, zieht ihr in der U-Bahn eure Hosen wieder an. Am besten im Falle von Fragen auch wieder mit Begründungen wie “mir ist gerade eingefallen, dass ich die ja doch dabei hatte”, “mir wurde etwas frisch” etc. Alle, die es bis zur Eberswalder Straße “geschafft” haben, können sich dann ja noch ein warmes Plätzchen suchen, um gemeinsam etwas trinken zu gehen.</p><p>WICHTIG: Während der gesamten Aktion müsst ihr stets so tun, als würdet ihr keinen der anderen Teilnehmer kennen und euren Zustand als völlig normal behandeln. Besonders falls ihr von Außenstehenden gefragt werdet. Bleibt immer nett und cool (sorry, das Wortspiel musste sein), lasst euch nichts anmerken. Der “No Pants Subway Ride” wird selbstverständlich auch während der ganzen Zeit nicht erwähnt.</p><p>Achtet bitte immer darauf, dass ihr euch über den gesamten Bahnsteig und damit die komplette U-Bahn verteilt! Dabei werden natürlich immer noch mehrere von euch in einem Waggon landen, aber dann ist wiederum euer Schauspieltalent gefragt – ihr habt die Hosen heute morgen einfach vergessen! Überhaupt empfiehlt es sich, eine Beschäftigungsmöglichkeit mitzunehmen. Ein Buch, der iPod, Kreuzworträtsel – hier dürft ihr euch etwas aussuchen, das alles umso “normaler” erscheinen lässt.</p><p>Falls ihr noch Freunde mitbringen wollt, versichert euch bitte, dass auch sie all diese Instruktionen gelesen haben.</p><p>DOKUMENTATION: Es haben sich mittlerweile ein paar Leute gemeldet, die Fotos oder auch Videos machen möchten. Das ist natürlich toll, aber bitte achtet unbedingt darauf, dass ihr es versteckt macht! Eine Kamera mit Riesenobjektiv ist z.B. zu auffällig und würde die Aktion auffliegen lassen. Ansonsten möchte ich alle anderen Teilnehmer bitten, während der Aktion keine Fotos o.ä. zu machen, um den Effekt nach Außen zu wahren. Vorher und nachher dürft ihr euch austoben – ansonsten werden aber unsere Doku-Leute genug Material zusammentragen, das selbstverständlich auch für alle auf der Facebook-Seite verlinkt wird.</p><p>!!! Jeder, der dabei sein und Fotos/Videos machen möchte, meldet sich bitte noch einmal bei mir, da ich einen genauen Überblick brauche, wie viele ihre überhaupt seid und ob ihr definitiv mitmacht !!!</p><p>Alle Teilnehmerstädte des “Global No Pants Subway Ride” findet ihr hier: http://improveverywhere.com/2010/01/04/global-no-pants-subway-ride-2010/</p><p>Für die Twitterer unter euch: die Tags sind #nopants oder @improvevery, dann lassen sich dort die weltweiten Aktionen besser verfolgen.</p><p>ZUM SCHLUSS: bleibt nur zu sagen, trainiert euer Immunsystem bis Sonntag noch ein bisschen, zieht euch warme Unterhosen an, vielleicht sogar zwei Paar, lasst die Tangas und Strumpfhosen Zuhause und bringt Spaß mit. Dann wird der 1. “No Pants Subway Ride” in Berlin dank euch ein großer Spaß werden! :)</p></blockquote> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2010%2F01%2F07%2Fglobal-no-pants-subway-ride-berlin-%25e2%2580%2593-hosen-runter-rocke-rauf%2F&amp;seed_title=Global+No+Pants+Subway+Ride+Berlin+%E2%80%93+Hosen+runter%2C+R%C3%B6cke+rauf%21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>29</slash:comments> </item> <item><title>Back to life, back to reality</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F27%2Fback-to-life-back-to-reality%2F&amp;seed_title=Back+to+life%2C+back+to+reality</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F27%2Fback-to-life-back-to-reality%2F&amp;seed_title=Back+to+life%2C+back+to+reality#comments</comments> <pubDate>Sun, 27 Dec 2009 14:18:23 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26491</guid> <description><![CDATA[<p>Der Selbstbetrug der Feiertage, der Glaube, die Welt wäre für ein paar Momente zur Ruhe gekommen und Zwietracht hätte sich auf die eigene Verwandtschaft beschränkt. Nur ein Gefühl, nur eine Hoffnung. Natürlich.</p><p>Unfassbare <a
href="http://www.tagesschau.de/ausland/chinaprozess106.html">elf Jahre Haft für einen Bürgerrechtler</a> unter den Augen der Weltöffentlichkeit, erneut <a
href="http://www.tagesschau.de/ausland/iran936.html">Straßenkämpfe und Tote in Teheran</a>, ein glücklicherweise <a
href="http://www.tagesschau.de/ausland/terrordetroit108.html">nicht explodiertes Flugzeug</a>.</p><p><a
href="http://www.zeit.de/newsticker/2009/12/27/iptc-bdt-20091227-178-23398698xml">Yves Rocher ist gestorben</a> und <a
href="http://kultrefgraz.wordpress.com/2009/12/27/vic-chesnutt-ist-tot/">Vic Chesnutt</a> hat sich das Leben genommen.</p><p>Nicht zynisch, sondern ehrfürchtig gemeint:<br
/> Es geht mir gut. Ich hoffe, euch auch.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F27%2Fback-to-life-back-to-reality%2F&amp;seed_title=Back+to+life%2C+back+to+reality/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Spreeblick wünscht Frohe Weihnachten und entspannte Feiertage!</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F24%2Fspreeblick-wunscht-frohe-weihnachten-und-entspannte-feiertage%2F&amp;seed_title=Spreeblick+w%C3%BCnscht+Frohe+Weihnachten+und+entspannte+Feiertage%21</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F24%2Fspreeblick-wunscht-frohe-weihnachten-und-entspannte-feiertage%2F&amp;seed_title=Spreeblick+w%C3%BCnscht+Frohe+Weihnachten+und+entspannte+Feiertage%21#comments</comments> <pubDate>Thu, 24 Dec 2009 13:00:58 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Spreeblick]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26456</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/12/ankerkeks.jpg" filter="full" /></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F24%2Fspreeblick-wunscht-frohe-weihnachten-und-entspannte-feiertage%2F&amp;seed_title=Spreeblick+w%C3%BCnscht+Frohe+Weihnachten+und+entspannte+Feiertage%21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>8</slash:comments> </item> <item><title>Christen zu Weihnachten?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fchristen-zu-weihnachten%2F&amp;seed_title=Christen+zu+Weihnachten%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fchristen-zu-weihnachten%2F&amp;seed_title=Christen+zu+Weihnachten%3F#comments</comments> <pubDate>Wed, 23 Dec 2009 12:12:51 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26387</guid> <description><![CDATA[<p>Der frühe Nachmittag des Heiligen Abends bedeutete für uns als Kinder den alljährlichen Kirchengang. Obwohl mein Vater höchstens abfällige Bemerkungen für die Kirche übrig hatte und auch meine Mutter die maßregelnden Verantwortlichkeiten des &#8222;Lieben Gottes&#8220; nach einigen weniger erfolgreichen Anläufen lieber selbst in die Hand genommen hatte, galt die Zeremonie als Auftakt für die danach folgende Bescherung. Was auch der einzige Grund war, warum mein Bruder und ich sie über uns ergehen ließen. Man musste da eben durch, denn nur der Weg des Herrn führte zu <a
href="http://www.ebigjim.com/">Big Jim</a>.</p><p>Und so saßen wir gefühlte drei Stunden lang auf kalten Holzbänken, standen auf, knieten nieder, standen wieder auf, setzen uns wieder hin, knieten wieder nieder, bewegten unsere Lippen und fragten uns schon in jungen Jahren, warum wir in die Kirche gingen, wenn niemand in der Familie an Gott glaubte und was das für ein Verein war, bei dem die schlechtesten Sänger am lautesten sangen und das Fest der Liebe mit furchtbar deprimierenden Liedern einläuteten, die noch dazu immer langsamer wurden, je mehr Strophen sie hatten. Und sie hatten viele Strophen.</p><p>Außerdem ging es mir bei Kirchen schon immer genauso wie bei Polizeirevieren und Krankenhäusern: Ich habe immer den Eindruck, als wüssten die alles und ich müsste für immer da bleiben.</p><p>Ich war 14 oder 15 Jahre alt, als wir mit der Tradition brachen und ich hatte den Eindruck, dass meine Eltern ebenso erleichtert darüber waren wie wir Jungs. Dennoch musste ich zugeben: In festliche Stimmung kam man vor dem Fernseher oder bei einem Spaziergang durch den Matsch weniger gut als bei nöliger Orgelmusik auf einer kalten Holzbank. Tief in mir steckte vermutlich doch ein Christ und kurz überdachte ich nachmittägliche Selbstgeißelung als Alternative, mit zunehmendem Alter fand ich jedoch glücklicherweise heraus, dass Sekt bereits zur Mittagszeit auch half und vor allem mehr Spaß machte.</p><p>Heute bin ich Vater zweier Söhne, die nur noch den Eltern zuliebe ab und zu so tun, als glaubten sie an das Christkind oder den Weihnachtsmann (was sie selbstredend nicht davon abhält, größenwahnsinnige Wunschzettel an imaginäre Geschenkeherbeizauberer zu schreiben). Sie reagieren auf den Vorschlag in die Kirche zu gehen mit dem gleichen Gesichtsausdruck wie auf den Satz &#8222;Die Zähne putzt du dir aber nochmal!&#8220;, und sie haben bereits mit der Einschaltung von Amnesty International gedroht, falls wir sie zum Kirchengang zwingen wollten.</p><p>Alle Zeichen stehen also auf Spaziergang durch den Matsch.<br
/> Für Sekt sind die noch zu jung.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fchristen-zu-weihnachten%2F&amp;seed_title=Christen+zu+Weihnachten%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>33</slash:comments> </item> <item><title>Sehr verehrte Damen und Herren.</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fsehr-verehrte-damen-und-herren%2F&amp;seed_title=Sehr+verehrte+Damen+und+Herren.</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fsehr-verehrte-damen-und-herren%2F&amp;seed_title=Sehr+verehrte+Damen+und+Herren.#comments</comments> <pubDate>Wed, 23 Dec 2009 10:48:37 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26397</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/12/affen.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/marcveraart/2681538455/"><span
class="text">marc veraart</span></a></p></div></p><p>Wegen des <a
href="http://www.sueddeutsche.de/computer/971/498267/text/">unvorhersehbaren</a> Wetterumschwungs kann es beim Betrieb dieses Blogs zu Verzögerungen kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen und machen die Bundesregierung, US-Präsident Obama und <a
href="http://www.guardian.co.uk/environment/2009/dec/22/copenhagen-climate-change-mark-lynas">China</a> dafür verantwortlich, welche in einem geheimen Abkommen den europäischen Winter in diesem Jahr auf den Monat Dezember verlegt haben. Wirtschaftsvertreter sprechen bereits von einer <a
href="http://macnews.de/news/121023.html">nicht tolerierbaren Marktverzerrung</a> und haben etwas eingelegt.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F23%2Fsehr-verehrte-damen-und-herren%2F&amp;seed_title=Sehr+verehrte+Damen+und+Herren./feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>4</slash:comments> </item> <item><title>Johnny, B. Goode!</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F22%2Fjohnny-b-goode%2F&amp;seed_title=Johnny%2C+B.+Goode%21</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F22%2Fjohnny-b-goode%2F&amp;seed_title=Johnny%2C+B.+Goode%21#comments</comments> <pubDate>Tue, 22 Dec 2009 12:36:11 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=26368</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/12/livebetter.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.indianaradios.com/Live%20Better%20Electrically%20Double%20Bubble%20Advertising%20Clock.htm"><span
class="text">Bild via</span></a></p></div></p><p>Es ist der helle Wahnsinn, was in den letzten Wochen an Bitten um Veröffentlichung von Spendenaufrufen, Charity-Projekten und anders Gutgemachten und -gedachten hier angekommen ist. Trotz aller Sympathie für jeden, der sich aufrafft um selbst etwas zu tun, hatten wir zunächst beschlossen, diesen Bitten nicht nachzukommen. Der Grund dafür: Bei den meisten Aktionen können wir die Zeit nicht aufbringen, die Seriösität zu überprüfen, bei anderen wurde uns nicht klar, ob nicht doch kommerzielles Interesse dahintersteckt und nicht zuletzt wäre eine Auswahl unmöglich gewesen. Wenn man ein Projekt veröffentlicht, warum dann nicht alle?</p><p>Aber das schlechte Gewissen. Das schlechte Gewissen. Das schlechte Gewissen. Und die Angst, nix zu Weihnachten zu bekommen. Schließlich soll Spreeblick als Plattform ja nicht nur der Verbreitung besonders dämlicher oder toller Videos und unseres eigenen Salms dienen. Ist doch so leicht: Ein paar Zeilen tippen und schwupps! schon glaubt man, etwas Gutes getan zu haben und hat auch wieder was neues zu twittern.</p><p>Wir haben daher einen Mittelweg beschlossen: Es folgen ein paar zufällig ausgewählte Hinweise auf Spendenaktionen, die dann in den Kommentaren gerne ergänzt und erweitert werden können. Wer selbst Charity-Projekte am Laufen hat oder auf solche hinweisen möchte: Hier ist der Platz dafür. Auf dass es tatsächlich hilft!</p><p><a
href="http://weihnachtsgeschichte.drk.de/">Die Weihnachtsgeschichte vom DRK</a><br
/> <a
href="http://www.herbstradio.org/spendenaufruf2010">Spendenaufruf des Herbstradios</a><br
/> <a
href="http://africahelp.org/blog/">AfricaHelp – Spenden per SMS</a><br
/> <a
href="http://de.betterplace.org/projects/2713-trinity-presbyterian-church">Heizkesselreparatur für die Trinity Presbyterian Church</a><br
/> <a
href="https://www.foebud.org/spende">Spenden für den FoeBud e.V.</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F22%2Fjohnny-b-goode%2F&amp;seed_title=Johnny%2C+B.+Goode%21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>31</slash:comments> </item> <item><title>Papaladen – Pappalapapp!</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F15%2Fpapaladen-%25e2%2580%2593-pappalapapp%2F&amp;seed_title=Papaladen+%E2%80%93+Pappalapapp%21</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F15%2Fpapaladen-%25e2%2580%2593-pappalapapp%2F&amp;seed_title=Papaladen+%E2%80%93+Pappalapapp%21#comments</comments> <pubDate>Tue, 15 Dec 2009 12:36:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Tanja Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Reflexionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=25702</guid> <description><![CDATA[<p>Der Berliner Prenzlauer Berg hat einen Papaladen.<br
/> Der Papaladen ist ein Treffpunkt für Väter und Kinder, gedacht zum Austausch untereinander, weil es auch schlimm ist, wenn sich plötzlich mit dem Kind das Leben ändert.</p><p>Das ist tatsächlich so, Millionen von Müttern können es bestätigen: kaum ist das neue, das richtige Leben da, ist man raus aus dem, was einem als richtiges Leben erschien (und noch immer erscheint!): Job, Freunde, Kultur, Partys, Hobbys, Spontaneität- alles das tauscht man von einem Tag auf den anderen gegen Besänftigen, Füttern, Wickeln, Dutzikutschi-Kommunikation. Jeder noch so schnöde Termin (Ich geh grad mal Milch holen) wird zum bis aufs Detail zu planenden Happening mit zwei Kilo-Equipment für jede kindliche Bedürfnis-Eventualität.<br
/> Deshalb ist es gut und wichtig, dass es einen Ort gibt, an dem Mann mit Kind ausdrücklich erwünscht ist, an dem  Mann sich über den neuen Job (Kinderbetreuung) mit Kollegen austauschen kann: den Papaladen.</p><p>Aber wenn das alles so sinnvoll ist, wieso schwanke ich dann zwischen Lachträne und Wutschaum über diese Einrichtung, oder besser: darüber, welche Aufmerksamkeit der Papaladen bekommt?<br
/> Die Lachtäne rührt daher, dass ich mich beömmeln könnte, wenn ich sehe, wie sich der neue, der verantwortungsvolle, moderne Mann darüber freut, endlich wieder spielen zu dürfen. Schaut man sich den <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=B45DiBh_5eI&#038;feature=player_embedded#">Imagefilm</a> des <a
href="http://www.vaeterzentrum-berlin.de">Väterzentrums</a> an, bekommt man den Eindruck, als hätten diese Väter bei der Geburt ihres Kindes so kräftig mitgepresst, dass gleich noch ein zweites (das im Manne) zur Welt kam. Letzteres darf im Papaladen <a
href="http://www.vaeterzentrum-berlin.de/pages/71-Papa-Viewing">Fußball auf Großleinwand</a> sehen, sich an der <a
href="http://www.youtube.com/watch?v=j_QFTF76o44">Carrera-Bahn</a>, dem Kicker, der Wii messen. <a
href="http://www.vaeterzentrum-berlin.de/pages/77-Abenteuer-und-Reisen-fuer-Vaeter">Abenteuerausflüge werden organisiert</a> aber natürlich auch Beratungs- und Informationskurse angeboten, denn die <a
href="http://www.vaeterzentrum-berlin.de/resource/filename/157/Fr_he_Kindheit_I-09_Kicker__Carrera_und_Care_-Wie_die_Generation_Papa_tickt_und_wo_sie_sich_trifft.pdf">Väter reagieren empfindlich auf gute Ratschläge erfahrener Mütter</a>, wie Eberhardt Schäfer und Marc Schulte vom Väterzentrum wissen. Der Mann ist schließlich selbst, what&#8217;s new?<br
/> Die Idee, dem Mann das Vatersein schmackhaft zu machen ist zum Ausflippen sensationell, weshalb das Väterzentrum bereits im letzten Jahr Preisträger der Initiative &#8222;Deutschland–Land der Ideen&#8220; wurde und Bildungssenator Zöllner höchstselbst bei dem Verein vorbeischaut, den er mit jährlich 90.000€ ebenso fördert, wie der Paritätischer Wohlfahrtsverband, die Jugend- und Familienstiftung des Landes Berlin, die Veolia Stiftung, ein Herz für Kinder, Carrera und Nintendo.<br
/> Damit sich die gute Idee verbreitet, bietet das Väterzentrum <a
href="http://www.vaeterzentrum-berlin.de/resource/filename/156/papapower_fl.pdf">Weiterbildungskurse</a> für zumeist Fachkräfte aus der Familien- und Jugendhilfe. In den achtstündigen Workshops wird für 125€ pro Kurs (incl. „PAPA-POWER“- Zertifikat als „Fachkraft für Väterarbeit“) das fachgerechte pampern von Vätern auch außerhalb der Papaladen-Schutzzone gelehrt. Darunter lässt sich Vieles vorstellen.<br
/> Im Kurs &#8222;Väter in der Stadtteil- und Gemeinwesenarbeit&#8220; z.B. erfährt man &#8222;(…) wie Väter in Kiez, Stadtteil- und Gemeinwesen zu erreichen sind. Von der aktivierenden Befragung auf dem Spielplatz über einen &#8216;niedrigschwellligen&#8217; Väterbrunch bis zur Durchführung von Abenteuerwochenenden.(…) Wie begegne ich dem &#8216;Weichei-und Problem-Image&#8217; der Väterarbeit? Was spricht Väter wirklich an?&#8220;<br
/> Meint: wie kriegt man Väter dazu, die gemeinnützliche Drecksarbeit zu machen, die Mütter über Jahrzehnte selbstverständlich und ohne öffentliche Unterstützung oder wenigstens Anerkennung getan haben?<br
/> Und jetzt schnappe ich mir den thematischen Schlenker, Auftritt: Wutschaum!</p><p>Warum betütert man den aktiven Vater wie eine neue, hochsensible Orchideenzüchtung, während Mütter seit immer und bis heute hingenommen werden wie das deutsche Wetter, das einem im Zweifelsfall mehr in die Quere kommt, denn nützt, aber wohl oder übel die Kartoffel am Wachsen halten muss?<br
/> Warum wird Unternehmen plötzlich in <a
href="http://seminars.eipa.eu/en/activities09/show/&#038;tid=3573">internationalen Seminaren</a> und <a
href="http://www.openpr.de/news/295408/Vaeter-wollen-beides-Erfolg-im-Beruf-und-in-der-Familie.html">wirtschaftspolitischen Veranstaltungen</a> erklärt, wie unglaublich clever die Vaterzeit im Management-Sinne ist und wie sehr der Betrieb von den neu gewonnenen Vater-Skills profitieren wird, während  Frauen allein schon deshalb lieber nicht angestellt werden, weil sie selbst kinderlos als potentielle Mutter ein Firmen-Risiko darstellen?<br
/> Während die Republik gerührt auf den engagierten Vater als neuen Hoffnungsträger für unser vom Aussterben bedrohtes Völkchen blickt, ist die Armutsstatistik weiterhin die einzige Führungsetage, die von alleinerziehenden Müttern und ihren Kindern dominiert wird.</p><p>Ausdrücklich: ich finde es super, wenn sich Väter um ihre Kinder kümmern. Ich finde es sogar völlig normal, sich der Verantwortung, die das eigene Kind mit sich bringt, zu stellen!<br
/> Aber das ist es offenbar eben gerade nicht.</p><p>Man stelle sich vor, eine Mutter wende sich, weil sie sich das Leben mit Kind ganz anders vorgestellt hatte, von selbigem ab und überließe die Erziehung dem Vater. Kommt vor, ich will nichts beschönigen. Aber würde die Mutter, die sich entgegen dieses Impulses (und bin 100%ig sicher, jede Mutter war schon mal an dem Punkt) nun doch für das Leben mit dem Kind entscheidet, von Deutschland (dem Land der Ideen) mit Tamtam und Schinderassa gefeiert?<br
/> Würde ihr &#8222;Mut zur Verantwortung&#8220; von Presse, Radio, TV gelobt und flögen die Wichtigen und Mächtigen beseelt herbei, um sie zu lobpreisen, sie mit Myhrre, Bargeld, Wellnesscenter ausstatten und mal ein klares Wörtchen mit ihrem Arbeitgeber sprechen?<br
/> Seht ihr?</p><p>Was mich anstinkt ist, dass nach Jahrhunderten weiblicher Kindererziehung erst die Vater-PR kommen muss, damit man erfährt, dass Kinder wichtig und ein Job und ein wichtiger Job sind.</p><p>R-E-S-P-E-C-T <br
/> Find out what it means to me<br
/>  R-E-S-P-E-C-T <br
/> Take care, <a
href="http://en.wikipedia.org/wiki/TCB">TCB</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F12%2F15%2Fpapaladen-%25e2%2580%2593-pappalapapp%2F&amp;seed_title=Papaladen+%E2%80%93+Pappalapapp%21/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>22</slash:comments> </item> <item><title>Teldafaxen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Fteldafaxen%2F&amp;seed_title=Teldafaxen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Fteldafaxen%2F&amp;seed_title=Teldafaxen#comments</comments> <pubDate>Wed, 11 Nov 2009 12:48:47 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24653</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/11/425011985_2f737c7d7b.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/criminalintent/425011985/"><span
class="text">Lars Plougman</span></a></p></div><br
/> Nach dem Umzug diesen Sommer stellte sich die Frage, von welchem Anbieter wir Strom geliefert bekommen wollten. Eine kurze Internetrecherche ergab, dass es für unsere Bedürfnisse einen Anbieter gab, der deutlich preiswerter war als die Konkurrenz. Teldafax.</p><p>Die Erfahrung sagt: Wenn ein Anbieter um so viel billiger ist, ist er entweder staatlich finanziert. Oder irgendetwas stimmt nicht.</p><p>Als aufgeklärter Zeitgenosse ließ ich es mir nicht nehmen, in Benutzer-Foren nach Erfahrungsberichten zu forschen, und siehe: tatsächlich. Teldafax hat sich, so mein erster Eindruck, die komplette Serviceabteilung gespart. Nie ist auch nur ein Mitarbeiter zu erreichen, telefonische Nachrichten werden irgnoriert, an Emails sollte man gar nicht erst denken.</p><p>Was soll&#8217;s, dachte ich. Einzelfälle.</p><p>Wir suchten einen Vertrag aus, eine vernünftige monatliche Grundgebühr, kein Jahresbeitrag, keine Einmalzahlung. Online abgeschlossen, keine Komplikationen.</p><p>Anfang Juni kam die Vertragsbestätigung. Sonst nichts. Aus dem Schreiben konnte man weder den Beginn der Vertragslaufzeit, noch die Preisbindung, noch den Beleg für die Abmeldung von Vattenfall ersehen. Ich rief kurz durch, ob das noch komme. Na klar, das komme noch.</p><p>Einen Monat später sah ich auf mein Konto und wunderte mich ein wenig. Hatte ich schon wieder versehentlich drei Stunden mit Japan telefoniert, oder leicht angeschickert diesen Flug nach Kuba gebucht, den ich mir schon seit Jahren wünsche? Warum fehlte da so viel Geld auf dem Konto?</p><p>Tatsächlich hatte Teldafax 375 Euro abgebucht. Die Rechnung lag im Briefkasten.</p><p>Gut, dachte ich. Kleiner Fehler, dachte ich. Kann ja passieren. Ich buch das mal zurück.</p><p>Ich rief die 0800-Nummer von Teldafax an. Ein freundlicher junger Mann meldete sich. Ich schilderte meine Schwierigkeiten. Er hielt kurz die Luft an. Er könne das nicht hier am Rechner beheben, ich solle eine Email schreiben. Ich schrieb eine Email, in der ich darum bat, auf monatliche Abschlagszahlungen umzustellen. Teldafax schrieb zurück, dass mein Vertrag eine monatliche Abschlagszahlung beinhalte. Man werde sich umgehend bei mir melden, sobald die Bestätigungen vom Vorversorger und vom Netzbetreiber vorlägen. Dann würde man mich über Versorgungsbeginn und künftige Abschlagszahlungen informieren.</p><p>Einen Monat später kam die erste Mahnung über 375 Euro.</p><p>Ich rief Teldafax an, wieder die 0800-Nummer. Eine freundliche junge Dame meldete sich. Ich schilderte meine Schwierigkeiten. Sie hielt kurz die Luft an. Sie könne das nicht hier am Rechner beheben, ich solle eine Email schreiben.</p><p>Ich schrieb eine Email, aber diesmal nicht an Teldafax, sondern einen Anwalt. Wenn ich in meinem Leben überhaupt etwas gelernt habe, dann zweierlei: Schuhe binden, und bei sich abzeichnenden Schwierigkeiten mit Verträgen so bald wie möglich einen Anwalt hinzuziehen.</p><p>Mein Anwalt telefonierte Mitte August mit einem freundlichen jungen Mann, der ihm zusicherte, die Mahnung sei gegenstandslos, und der Fehler liege bei Teldafax. Bis in vier Tagen werde schriftlich der Versorgungsbeginn und die Höhe der monatlichen Abschläge mitgeteilt. Vier Tage darauf telefonierte mein Anwalt erneut mit einem freundlichen jungen Mann bei Teldafax, der ihm zusicherte, die Mahnung sei gegenstandslos und der Fehler liege bei Teldafax.</p><p>Also warteten wir noch drei Tage, ob da noch ein bisschen mehr käme. Es kam nichts. Also setzten wir eine Frist bis Anfang September, damit Teldafax die offenen Fragen beantworten könne. Falls nicht, sähen wir das Vertragsverhältnis als nicht zustandegekommen an.</p><p>Ende August kam ein Schreiben von Teldafax, in dem uns zugesichert wurde, die Mahnung sei gegenstandslos, und der Fehler liege bei Teldafax. Falls wir weitere Fragen hätten, könnten wir ja die Service-Nummer anrufen.</p><p>Wir tranken einen großen Schluck Beruhigungstee und baten nochmals um die Zusendung eines ordnungsgemäßen Bescheides inklusive Berechnungsgrundlage. Bis dahin würde ich keinen Cent zahlen.</p><p>Die folgenden Wochen kam nichts von Teldafax, weswegen ich jeden Morgen wie gebannt auf den Radiowecker starrte in der Erwartung, sie hätten uns jetzt den Strom abgestellt oder ähnliches, aber nichts dergleichen. Jeden Morgen sprang die Kaffeemaschine an, jeden Morgen fuhr der Rechner hoch, jeden Morgen klingelte das Telefon, sofern jemand anrief.</p><p>Es ging also alles gut, bis neulich morgens wieder ein Brief von Teldafax im Briefkasten lag.</p><p>Eine Mahnung über 375 Euro.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F11%2F11%2Fteldafaxen%2F&amp;seed_title=Teldafaxen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>41</slash:comments> </item> <item><title>VZ-Datenklau: 20-jähriger Verdächtiger hat Selbstmord begangen</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F31%2Fvz-datenklau-20-jahriger-verdachtiger-hat-selbstmord-begangen%2F&amp;seed_title=VZ-Datenklau%3A+20-j%C3%A4hriger+Verd%C3%A4chtiger+hat+Selbstmord+begangen</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F31%2Fvz-datenklau-20-jahriger-verdachtiger-hat-selbstmord-begangen%2F&amp;seed_title=VZ-Datenklau%3A+20-j%C3%A4hriger+Verd%C3%A4chtiger+hat+Selbstmord+begangen#comments</comments> <pubDate>Sat, 31 Oct 2009 22:40:59 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24146</guid> <description><![CDATA[<p>Der 20-jährige Mann aus Erlangen, der vor rund zwei Wochen in den Räumen von StudiVZ <a
href="http://www.heise.de/security/meldung/Verhaftung-nach-Datenabgriff-bei-SchuelerVZ-832784.html">festgenommen</a> wurde, hat in der Untersuchungshaft der Berliner Jugendstrafanstalt Plötzensee <a
href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/SchuelerVZ-Datenklau-Verdaechtiger-begeht-Selbstmord-847178.html">Selbstmord begangen</a>. Ihm wurde Erpressung vorgeworfen, er stand unter Verdacht, mehrere hundertausend VZ-Nutzerdaten gestohlen und danach dem Netzwerk zum Kauf angeboten zu haben.</p><p>Mein Beileid gilt der Familie und den Freunden des Jungen.</p><p><small><strong>Update</strong> Da in nur einem von 10 Kommentaren das Wort &#8222;Beileid&#8220; zu lesen war und sich der Rest in einer Amateurjuristen-Debatte verlor, sind die Kommentare geschlossen. Inhaltliches zum Fall kann gerne woanders diskutiert werden, aber doch bitte nicht unter dieser tragischen Nachricht.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F31%2Fvz-datenklau-20-jahriger-verdachtiger-hat-selbstmord-begangen%2F&amp;seed_title=VZ-Datenklau%3A+20-j%C3%A4hriger+Verd%C3%A4chtiger+hat+Selbstmord+begangen/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>1</slash:comments> </item> <item><title>Stellungnahme von Eva Schweitzer zur Blog-Abmahnung [Update]</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F30%2Fstellungnahme-von-eva-schweitzer-zur-blog-abmahnung%2F&amp;seed_title=Stellungnahme+von+Eva+Schweitzer+zur+Blog-Abmahnung+%5BUpdate%5D</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F30%2Fstellungnahme-von-eva-schweitzer-zur-blog-abmahnung%2F&amp;seed_title=Stellungnahme+von+Eva+Schweitzer+zur+Blog-Abmahnung+%5BUpdate%5D#comments</comments> <pubDate>Fri, 30 Oct 2009 09:25:57 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24085</guid> <description><![CDATA[<p><object
width="480" height="385"><param
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/> <small>(<a
href="http://www.nomnomnom.de/2009/10/30/imagine">Idee geklaut von nomnomnom</a>)</small></p><p>Bezüglich der <a
href="http://www.spreeblick.com/2009/10/29/journalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate/">Forderungen gegen das Blog</a> <a
href="http://nomnomnom.de/">nom nom nom</a> erreichte mich gestern Nacht, etwa eine Stunde nach der Veröffentlichung unseres Artikels, eine Mail von Mathias Broeckers von der taz. Er hatte Frau Schweitzer erreicht, die ihm angekündigt hatte, &#8222;Leute vom Haken&#8220; zu lassen, &#8222;die nichtkommerzielle Blogs betreiben&#8220;, außerdem stellte er eine Mail von Frau Schweitzer an mich in Aussicht.</p><p>Diese kam auch eine weitere Stunde später. Die Genehmigung von Frau Schweitzer, ihre Zeilen als Stellungnahme zu veröffentlichen, nehme ich gerne wahr und erlaube mir ein paar Anmerkungen.</p><blockquote><p><em>Lieber Herr Häusler,</p><p>Also, erst einmal, wenn Sie etwas über mich veröffentlichen, fände ich es ganz gut, wenn Sie sich vorher an mich wenden würden, das entspricht journalistischen Standards und man erspart sich damit erfahrungsgemäß auch viel Ärger (stellen Sie sich mal vor, ich wäre Johnny Eisenberg!). Sie selber betreiben ja eine professionelle Website, wo Sie sich urheberrechtsmäßig absichern und Kommentatoren für Werbung zur Kasse bitten. Deswegen vermute ich mal, dass Sie mit solchen Formalien vertraut sind.</p><p>Zur Sache: Ich habe eine Art digitale Schleppnetzfahndung veranlasst, um herauszufinden, wer alles meine Artikel nachdruckt. Das richtet sich vor allem gegen Zeitungen und kommerzielle Reiseportale. Das Kriterium ist, wurde ein ganzer (oder fast ganzer) Artikel abgedruckt, womöglich ohne Namensnennung. Links darf man natürlich setzen. Das hat einiges ergeben, und dabei sind auch ein paar Blogs hängengeblieben.</p><p>Der Grund, warum das so teuer ist, ist folgendes: Dies ist ein ziemlich aufwendiger Abgleich, und den mache ich natürlich nicht selber, damit muss man Profis beauftragen, und dann befindet man sich bei den Preisen sozusagen in der Erwachsenenwelt. Verglichen mit dem, was ein New Yorker Anwalt nehmen würde, ist es übrigens noch billig.</p><p>Wer nun ein politisches, nicht-kommerzielles Blog betreibt und das mit einem meiner Artikel aufgehübscht hat, kann sich gerne an mich wenden, ich lasse mit mir reden, ich will ja nicht die zarte Blüte der deutschen Bloggoszene in den Ruin treiben. Noch besser wäre es, mich (oder überhaupt jeden Journalisten) vorher zu fragen, ob man den Artikel verwenden darf. Es gibt eine amerikanische Website, die regelmäßig Sachen von mir übersetzt, die haben mich vorher um Erlaubnis gebeten, und so ist das auch in Ordnung.</p><p>Grundsätzlich ist es aber schon so, dass es nicht erlaubt ist, seine Website mit Artikel und Fotos andere Leute aufzupeppen, auch wenn die einfach so im Internet herumliegen. Sie können ja auch keinen Obstladen aufmachen, und den mit Äpfeln aus dem Garten Ihres Nachbarn bestücken, bloß weil die einfach so am Baum hängen. Man kann das aus politischen oder kommerziellen Gründen falsch finden, so wie man ja auch fordern kann, die BVG müsse umsonst sein. Aber die derzeitige Rechtslage ist halt so.</p><p>Ich selber habe auch deshalb etwas gegen Wildwuchs, weil man da auf einer politisch fragwürdigen Website landen könnte, die einem womöglich noch das Wort im Mund herumdreht. Ich vermute mal, wenn ein Artikel von Ihnen bei einer Website auftaucht, deren ideologischen Ziele Ihnen nicht passen, wären Sie damit auch nicht einverstanden.</p><p>Mit freundlichen Grüßen, Eva Schweitzer</em></p></blockquote><p>Liebe Frau Schweitzer,</p><p>zunächst vielen Dank für Ihre schnelle Reaktion, die mich sehr gefreut hat. Gestatten Sie mir ein paar Anmerkungen zu Ihren Zeilen. Bitte verzeihen Sie dabei die Kürzungen, ich habe versucht, den Sinn ihrer Zeilen nicht zu entstellen.</p><blockquote><p><em>Also, erst einmal, wenn Sie etwas über mich veröffentlichen, fände ich es ganz gut, wenn Sie sich vorher an mich wenden würden, das entspricht journalistischen Standards (…).</em></p></blockquote><p>Ich bin kein Journalist, dennoch sind mir grundlegende Standards der menschlichen Kommunikation nicht fremd. Im Rahmen dieser fände ich es ganz gut, wenn Sie einen kurzen recherchierenden Blick auf den jeweiligen Fall werfen und Privatpersonen ggf. persönlich kontaktieren (lassen) würden, bevor Sie Ihren Anwalt quasi &#8222;blanko&#8220; zur Abmahnung und Rechnungslegung bevollmächtigen. Ich weiß nicht, ob Sie verstehen können, welche Wirkung ein Anwaltsschreiben plus Rechnung auf einen Menschen haben kann, der Leser/innen seines offensichtlich nichtkommerziellen Blogs auf einen Ihrer Artikel aufmerksam gemacht hat und Ihnen damit nichts anderes als seine Achtung ausgesprochen hat.</p><p>Die Tatsache Ihrer Abmahnung war uns seit einer Woche bekannt. Diese eine Woche hatte Philipp mit der Recherche juristischer und auch moralischer Unterstützung und mit dem Versuch verbracht, Sie zu kontaktieren. Da er auf ihrem taz-Blog keine Mailadresse von Ihnen gefunden hat, nutzte er ihre im Netz gefundene Telefonnummer, unter der sie nicht erreichbar waren. Der Kollege Markus Beckedahl von netzpolitik.org nutzte derweil leider ergebnislos seine Kontakte zur ZEIT, bei der Ihr Artikel erschienen war.</p><p>Ganz sicher hätte man weitere Versuche unternehmen können, Sie zu erreichen, Philipp war vielleicht etwas zu erregt und unsicher ob Ihrer nicht gerade geringen Forderungen und dem harschen Ton des Begleitschreibens. So bot ich ihm Hilfe an und gedachte zunächst, weiterhin zu versuchen, Sie persönlich zu kontaktieren.</p><p>Nachdem ich jedoch das Schreiben Ihres Anwalts gelesen hatte, das ich – pardon – für eine Frechheit halte, verlor ich an einer direkten Kontaktaufnahme das Interesse. Während Sie also – statt den Betreiber der Website zunächst zu kontaktieren – Ihren Anwalt bevollmächtigten, entschieden wir uns für die Veröffentlichung. Mit Erfolg: Binnen einer Stunde hatten wir ein Signal, dass die Abmahnung und Rechnung zurückgenommen werden würde. Oder, um es mit Ihren Worten auszudrücken, dass sie Phillipp &#8222;vom Haken lassen würden&#8220;.</p><blockquote><p><em>Ich habe eine Art digitale Schleppnetzfahndung veranlasst, um herauszufinden, wer alles meine Artikel nachdruckt. Das richtet sich vor allem gegen Zeitungen und kommerzielle Reiseportale. Das Kriterium ist, wurde ein ganzer (oder fast ganzer) Artikel abgedruckt, womöglich ohne Namensnennung.</em></p></blockquote><p>Selbstverständlich ist es ihr gutes Recht, kommerzielle Anbieter, die Ihre Texte unberechtigerweise übernehmen, anzugehen. Ich muss aber zugeben, dass ich neugierig wäre, wie viele der im Rahmen Ihrer Schleppnetzfahndung u.U. zu Unrecht abgemahnten, nichtkommerziellen Sites aus Angst und Unprofessionalität einfach bezahlen, ohne sich zu wehren. Aber das geht mich natürlich nichts an.</p><blockquote><p><em>Links darf man natürlich setzen.</em></p></blockquote><p>Das ist äußerst großzügig von Ihnen, liegt aber gar nicht in Ihrem Ermessen.</p><blockquote><p><em>Das hat einiges ergeben, und dabei sind auch ein paar Blogs hängengeblieben.</em></p></blockquote><p>Verstehe. Kollateralschaden. Kann man nichts machen.</p><blockquote><p><em>Der Grund, warum das so teuer ist, ist folgendes: Dies ist ein ziemlich aufwendiger Abgleich, und den mache ich natürlich nicht selber, damit muss man Profis beauftragen, und dann befindet man sich bei den Preisen sozusagen in der Erwachsenenwelt.</em></p></blockquote><p>Ach, soooo aufwendig ist das gar nicht. Das erzählen Dienstleister, die sich auf das Abkassieren im Internet spezialisiert haben, nur denjenigen, denen sie dafür das Geld aus der Tasche ziehen können. Erwachsenenwelt, sozusagen.</p><p>Ich denke, dass Sie verstehen können, worum es mir geht. Keineswegs unterstütze ich die unerlaubte Nutzung ihrer Texte. Ebenso wenig unterstütze ich jedoch das ungeprüfte Abmahnen von privaten Websites, die als Tipp an ihre Leser einen Teil eines Textes mit Link zum Original veröffentlicht haben. Es ist Ihnen sicher nicht entgangen, dass solche Vorgehen seit einigen Jahren einen Wildwuchs erleben, der einige private Blogger bereits in den Ruin getrieben und an vielen Stellen dazu geführt hat, dass sich Menschen kaum noch trauen, auf die Inhalte Dritter hinzuweisen.</p><p>Natürlich gibt es Fälle, in denen ich Ihnen sofort zustimme – zu viele schwarze Schafe mit dem Blick auf das schnelle Geld bestücken, oft automatisiert, ihre Sites mit den Inhalten Dritter. Doch glauben Sie mir: Die wenigsten halten das durch, die wenigsten erreichen dadurch eine Relevanz, die für Sie als Autorin eine tatsächliche Bedrohung darstellt.</p><p>Und: Blogs fungieren als Medienfilter, als Wegweiser durch den unendlichen Dschungel des Netzes. Ihr Sinn besteht nicht zuletzt im Verweis auf andere und die wenigsten von ihnen verfolgen kommerzielle Absichten. Dass es sich im Fall von <em>nom nom nom</em> um einen netten Hinweis auf ihren Artikel hält und außerdem keineswegs um ein Blog mit &#8222;gestohlenen&#8220; Inhalten, konnte man innerhalb von Sekunden feststellen. Schade, dass Sie sich diese Mühe nicht gemacht haben.</p><p>Kommentare zu dem Rest Ihrer Belehrungen möchte ich mir an dieser Stelle sparen, da sie wenig zur Sache beitragen würden. Auf <a
href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/empire_strikes_back/">Ihren Blogeintrag zum Thema</a> gehe ich jedoch gerne noch ein. Dort schreiben Sie unter anderem:</p><blockquote><p><em>Die ZEIT schrieb mir, ich schrieb zurück, ruhig, ruhig, wir einigen uns schon, geben Sie dem jungen Mann mal meine Emailadresse.</em></p></blockquote><p>Schade, dass die ZEIT dies anscheinend nicht getan hat.</p><blockquote><p><em>(… ) ein gewisser Johnny schrieb über den Fall, selbstredend, ohne sich vorher mit mir in Verbindung zu setzen, wir reden ja von Deutschen.</em></p></blockquote><p>Mein vollständiger Name steht, sogar korrekt geschrieben, unter jedem meiner Artikel. Mein Desinteresse daran, Sie zu kontaktieren, habe ich oben bereits ausgeführt. Ich sehe keine Veranlassung, mich an jemanden zu wenden, der mit Kanonen auf Spatzen schießt und es nicht schafft, eine klärende Mail zu schicken, bevor er seinen Anwalt Rechnungen schreiben lässt. Eventuell hätte ich mir dafür auch noch Ärger mit Ihrem Anwalt eingefangen, könnte gut sein, wir reden schließlich von einer Deutschen in Amerika.</p><blockquote><p><em>Ich könnte jetzt im Rahmen einer kostenpflichtige Gegendarstellung dies und das richtigstellen (ich war zum Beispiel nie ein Hippie) (…)</em></p></blockquote><p>Unfug. Was würden Sie richtigstellen wollen? Die Angaben zu Ihrer Person entstammen ihrer eigenen Biografie und ich habe Sie nicht als Hippie bezeichnet <em>(Update: In den Kommentaren taucht der Begriff &#8222;Hippie&#8220; auf)</em>. Den ursprünglichen Satz, sie wären Hausbesetzerin gewesen, habe ich nach wenigen Minuten korrigiert, denn sie haben sich nach eigenen Angaben lediglich &#8222;in der Hausbesetzerszene engagiert&#8220;. &#8222;Eigentum ist Diebstahl&#8220; und so, dieser ganze Kinderkram.</p><blockquote><p><em>(…) es brach eine große, große Aufregung aus (…)</em></p></blockquote><p>Liebe Frau Schweitzer, Ihre offensichtliche Neigung zur Selbstüberschätzung in allen Ehren, aber Sie haben anscheinend noch keine &#8222;große, große Aufregung&#8220; erlebt. Die Sache war doch im Grunde nach wenigen Stunden – glücklicherweise und durch Ihr Einlenken – durch. Das hier ist nur der Bonus-Track.</p><blockquote><p><em>(…) verbunden mit der Drohung, mir eine “Avalanche” von Kommentaren zu schicken (…)</em></p></blockquote><p>Man hat Ihnen gedroht? Das tut mir leid, denn im Gegensatz zu Ihnen (ich zitiere aus ihrem gleichen Blog-Eintrag: &#8222;Mein Anwalt schickte also ein paar Drohbriefe&#8220;) halte ich sehr wenig von Drohungen. Ich habe keine solche gegen Sie ausgesprochen und hoffe ehrlich, dass dies auch niemand anderes getan hat. Muss ja aber, sonst würden Sie das so sicher nicht veröffentlichen.</p><p>Darf ich fragen, von wem das Zitat der “Avalanche” stammt?</p><blockquote><p><em>Es kam dann aber keine Avalanche, sondern nur ein paar. Vielleicht knete ich die einfach mal zusammen und veröffentliche die im nächsten Post.</em></p></blockquote><p>Nun, aktuell befindet sich zumindest unter dem Artikel, aus dem das Zitat stammt, kein einziger Kommentar. Und falls Sie Kommentare per Mail bekommen haben: Die würden Sie doch nicht wirklich ohne Genehmigung veröffentlichen, oder? Briefgeheimnis und so?</p><blockquote><p><em>(…) was Philipp angeht, ich habe immer noch nicht die leiseste Ahnung, wer das ist (…)</em></p></blockquote><p>Warum sollten Sie das auch wissen, schließlich wollten Sie ja niemanden kennenlernen, sondern nur 1.200,00 Euro von ihm kassieren. Man findet bei nom nom nom übrigens sehr leicht eine Kontakt-Adresse. Bei Ihnen nicht.</p><blockquote><p><em>Was mache ich nun mit Philipp? Hier ist mein Vorschlag: Ich lasse die Forderung fallen. Da er aber offenbar auf dem in-der IT-Welt-wird-nicht-bezahlt-Planeten lebt, sollte er etwas für mich tun, kostenfrei. Ein Hinweis: Was mir wirklich fehlt, ist ein Apple-Reparaturservice in Berlin.</em></p></blockquote><p>Schön, dass Sie die Forderungen fallen lassen, vielen lieben Dank dafür. Ein Gespräch oder ein kurzer Mailaustausch mit Philipp würde Ihnen übrigens versichern, dass er keineswegs in einer &#8222;kostenlos-Welt&#8220; lebt und von IT eher wenig Ahnung hat. Und kostenlos etwas für Sie getan hat er ja bereits vor über einem Jahr: Er hat ein paar Leute auf einen ihrer Artikel aufmerksam gemacht, die Ihren Namen vielleicht vorher noch gar nicht kannten.</p><p>Aber das kommt bestimmt nicht wieder vor.</p><p>Beste Grüße und danke für Ihre Kooperation,<br
/> Johnny Haeusler</p><p><strong>Update</strong> <a
href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/2009/10/30/a_new_hope/">Okay. Frau Schweitzer ist einfach extrem lustig und ich habe nur bisher ihren Humor nicht verstanden. Kann passieren, sorry dafür.</a></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F30%2Fstellungnahme-von-eva-schweitzer-zur-blog-abmahnung%2F&amp;seed_title=Stellungnahme+von+Eva+Schweitzer+zur+Blog-Abmahnung+%5BUpdate%5D/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>113</slash:comments> </item> <item><title>Journalistin lässt Blog abmahnen, fordert 1.200 Euro Schadensersatz für Textzitate [Updates]</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fjournalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate%2F&amp;seed_title=Journalistin+l%C3%A4sst+Blog+abmahnen%2C+fordert+1.200+Euro+Schadensersatz+f%C3%BCr+Textzitate+%5BUpdates%5D</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fjournalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate%2F&amp;seed_title=Journalistin+l%C3%A4sst+Blog+abmahnen%2C+fordert+1.200+Euro+Schadensersatz+f%C3%BCr+Textzitate+%5BUpdates%5D#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 21:50:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Netzpolitik]]></category> <category><![CDATA[Personen]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Unternehmen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24067</guid> <description><![CDATA[<p><em><strong>Update 23:50 Uhr</strong> Es kam gerade aufgrund dieses Artikels ein erstes Signal der möglichen Entwarnung. Sobald diese offiziell ist, gibt es ein weiteres Update.</em></p><p><strong>Update</strong> Freitag mittag: <a
href="http://www.spreeblick.com/2009/10/30/stellungnahme-von-eva-schweitzer-zur-blog-abmahnung/">Die Stellungnahme von Frau Schweitzer</a>.</p><p>Die ehemalige Unterstützerin der Hausbesetzerszene und heutige Journalistin Eva C. Schweitzer (<a
href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/">die hier für die taz &#8222;bloggt&#8220;</a>) pendelt häufig zwischen ihrem Studio in Manhattan und ihrer Altbauwohnung in Prenzlauer Berg. Ich weiß, das klingt jetzt irgendwie albern, <a
href="http://blogs.taz.de/newyorkblog/bio/">steht aber so in ihrer Biografie</a>.</p><p>Was dort nicht steht: Zwischen dem Pendeln bleibt Frau Schweitzer noch Zeit, ihren Anwalt damit zu beauftragen, von einem Weblog 1.200 Euro Schadensersatz für ein Zitat aus einem ihrer Texte zu fordern.</p><p>Am 20. Mai 2008 veröffentlichte Philipp im Gemeinschaftsblog <a
href="http://www.nomnomnom.de/">nom nom nom</a> einen <a
href="http://www.nomnomnom.de/2008/05/20/obama-of-nine">kurzen Eintrag mit zwei Links</a> zu Frau Schweitzers damaliger ZEIT-Kolumne. Um zu unterstreichen, was ihm an der Kolumne gefiel, zitierte Philipp drei Absätze aus <a
href="http://www.zeit.de/online/2008/21/new-york-kolumne?page=all">dem Artikel von Frau Schweitzer</a>.</p><p>Seit einigen Tagen nun liegt Philipp eine Zahlungsaufforderung nebst zu unterzeichnender Unterlassungserklärung des Hamburger Anwalts <a
href="http://ra-will.de/">Andreas Will</a> vor, der Eva Schweitzer vertritt. 1.200,00 Euro soll Philipp wegen Verstoß gegen das Urheberrechtsgesetz als Schadensersatz an Frau Schweitzer zahlen, an den Anwalt sollen beim angesetzten Gegenstandswert von 21.200,00 Euro weitere 955,00 Euro gehen. Macht eine Gesamtsumme von 2.155,00 Euro.</p><p>Das Schreiben das Anwalts betont, dass Frau Schweitzer für namhafte Zeitungen schreibt, durch ihren Zweitwohnsitz in den USA erhebliche Kosten hat und dass sie &#8222;vergleichsweise hohe&#8220; Honorare für ihre Artikel verlangt. Gütigerweise würde Frau Schweitzer jedoch in diesem Fall der &#8222;Zweitverwertung&#8220; quasi ein Auge zudrücken und sich mit der &#8222;Pauschale&#8220; von 1.200,00 Euro zufrieden geben. Frau Schweitzer lasse &#8222;durch einen Dienstleister&#8220; Rechtsverletzungen in Bezug auf ihre Texte im Internet recherchieren, im Rahmen dieser &#8222;Ermittlungen&#8220; sei man auf das Zitat in Philipps Blog gestoßen.</p><p>Außerdem, so das Schreiben weiter, gehe man &#8222;erfahrungsgemäß davon aus&#8220;, dass Philipp noch weitere Texte von Frau Schweitzer &#8222;abgeschrieben&#8220; habe. Dies hätte man durch die &#8222;automatisierte Recherche&#8220; zwar noch nicht selbst feststellen können, Philipp könne aber schonmal durch eine Zahlung von zusätzlichen 600,00 Euro pro Text und die Löschung derselben weitere Schadensersatzansprüche abgelten.</p><p>Während andere Journalistinnen noch nach dem Sinn von Blogs suchen, hat Eva C. Schweitzer anscheinend einen gefunden. Zumindest für sich und ihren Anwalt.</p><p><small>Eine große Bitte an alle Kommentatoren: Bitte keine Beleidigungen oder ähnliches. Die Sache läuft noch und wir unterstützen Philipp so gut wir können, je sachlicher wir das alle tun, desto besser.</small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fjournalistin-lasst-blog-abmahnen-fordert-1-200-euro-schadensersatz-fur-textzitate%2F&amp;seed_title=Journalistin+l%C3%A4sst+Blog+abmahnen%2C+fordert+1.200+Euro+Schadensersatz+f%C3%BCr+Textzitate+%5BUpdates%5D/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>139</slash:comments> </item> <item><title>Heimat</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fheimat%2F&amp;seed_title=Heimat</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fheimat%2F&amp;seed_title=Heimat#comments</comments> <pubDate>Thu, 29 Oct 2009 10:24:49 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category> <category><![CDATA[Reflexionen]]></category> <category><![CDATA[Stories]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24034</guid> <description><![CDATA[<p><em>Kürzlich erschien <a
href="http://www.royalkomm.de/stijlroyal/stijlregal/magazine/stijlroyal_12_mit_japan_special">das neue Stijlroyal-Magazin</a>, mit Texten von u.a. <a
href="http://twitter.com/Sibylleberg">Sibylle Berg</a>, dem <a
href="http://twitter.com/Vergraemer">Vergrämer</a>, <a
href="http://twitter.com/elsebuschheuer">Else Buschheuer</a> und vielen anderen mehr. Das Heft gibt es <a
href="http://www.royalkomm.de/stijlroyal/stijlregal/magazine/stijlroyal_12_mit_japan_special">hier</a> zu kaufen, am Samstag <a
href="http://www.royalkomm.de/stijlroyal/stijlroyal_magazin/duweisstschon12">findet in Wiesbaden die Releaseparty statt</a>. Statt vieler weiterer Worte folgt mein übellauniger Text zum Thema Heimat, der es auch ins Magazin geschafft hat. Nach dem Baumstamm.</em></p><p>Es gibt keinen Plural für Heimat. Heimat ist ein Singularetantum, das klingt zwar nach Begräbnis, heißt aber genau das: Es gibt keinen Plural für Heimat. Es gibt auch keinen Plural für Weltall oder Lärm. Auch das sind Singulariatantum, das ist der Plural von Singularetantum. Was ist das für eine Welt, die für den Begriff, dass es für manche Worte keinen Plural gibt, einen Plural kennt.</p><p>Im Französischen sagt man für Heimat pays natal. Geburtsland. Geboren bin ich in einem Kaff in Süddeutschland, das ist schon ein bisschen her. Im Allgäu, das heißt Berglandschaft. Ich hasse Berge, ich hasse Natur. Es ist schon ein bisschen her, das heißt: es war 1982. Mein Vater ist aus Frankreich zwischen all die Berge gezogen, weil er dachte, Heimat sei da, wo meine Mutter wohnt. Meine Mutter ist Deutsche. Später hat sich herausgestellt, dass sich mein Vater geirrt hat. Jetzt wohnt er in Deutschland und meine Mutter in Frankreich. So gleicht sich alles wieder aus im Leben.</p><p>Ich bin aufgewachsen in der deutschesten aller Landschaften, lauter Eichen und andere idiotische Bäume. Karpfen in den Seen, Hechte, was weiß ich. Trotzdem bin ich französisch sozialisiert. An unserem Gartenzaun hörte Deutschland auf. Jedes Abendessen dauerte vier Stunden. Die Plattensammlung bestand ausschließlich aus Edith Piaf und Georges Brassens. Schimmelten im Kühlschrank Lebensmittel, wurden sie nicht weggeworfen, sondern als Delikatesse den Nachbarn aufgetragen, wenn sie mal zu Besuch kamen. Wir bekamen wenig Besuch von den Nachbarn.</p><p>Ich bin zweisprachig aufgewachsen. In früher Kindheit äußert sich das so: Man nimmt alle Sprachen als eine war. Es gibt nicht Deutsch und Französisch, sondern nur Worte für Dinge. Manches sind gemütlichere Worte, andere sind schwerer auszusprechen. Ein pf zum Beispiel ist sehr schwer auszusprechen, das kriegt ein Kleinkind kaum über die Lippen. In meiner Sprache gab es keine pf, wenn ich einen Apfel wollte, habe ich pomme gesagt. Und wenn ich auf den Topf musste, pot. Das ging dann so: &#8222;Bitte eine pomme, merci.&#8220; Oder: &#8222;Auf pot!&#8220; Ich habe lange in diesem Mashup gesprochen, bis mich meine nicht eben fremdsprachenaffine Erzieherin nach meinem Kindergartentag zum Sozial-Psychiatrischen Dienst überstellen wollte, weil sie mich für verhaltensgestört, mindestens aber für schwachsinnig hielt.</p><p>Im Allgäu war immer viel von Heimat die Rede, da regiert die CDU. In unserem Wahlkreis hätte die CDU einen fußlahmen Ochsen aufstellen können, der wäre trotzdem in den Bundestag eingezogen. Die hätten den sogar auf einen Wagen gehoben und eigenhändig hingekarrt, wenn er es von selbst nicht gepackt hätte. In solchen Gegenden hält man noch viel von Tradition und Volksgut. Die Mutter meiner Exfreundin war Vorsitzende eines Trachtenvereins. Heimat, das war für sie einige von Kühen zugeschissene Hügel, ein bisschen Ringelreihen, ein paar Kässpätzle und der sonntägliche Kirchgang. So kriegt der Tag Struktur, zwischen Herd und Kirchgang.</p><p>Ich habe sie mal gefragt, was sie an ihrer Heimat schön findet, ich frage das eigentlich nie, aber was will man sonst am Küchentisch mit einer Person reden, die die Zitter für bedeutender hält als das Klavier. Sie sah mich an und kaute. Sie hat noch nicht einmal nachgedacht, sie wusste es schlicht nicht. Später habe ich in diesem Käseblatt, das der Stern geworden ist, etwas gelesen, was sie hätte sagen können:</p><p>„Solange Heimat da ist, spürt man sie kaum. Wie gute Luft, die man atmet und für selbstverständlich hält. Erst wenn beides fehlt, erkennt man ihren Wert. Dann schmerzt die Lunge von Kneipenqualm und die Seele von Heimatverlust.“</p><p>Ach was, die Seele schmerzt. Das hat so viel &#8211; Tiefgang. Die Mutter meiner Exfreundin war, denke ich, sehr unglücklich. Verachtet von ihren Töchtern, weil leicht aus der Fassung zu bringen, engstirnig und verbohrt, von ihrem Mann, den sie hasste, auf die gleiche Weise zurückgehasst, gab es nicht viel, woran sie sich festhalten konnte. Und dieses &#8222;nicht viel&#8220; ist ihr alles geworden. Zugeschissene Hügel, ein bisschen Ringelreihen, ein paar Kässpätzle und der sonntägliche Kirchgang.</p><p>Es gibt kein Konzept für Heimat. Was Heimat ist, hat bisher noch keiner erklären können. Vielleicht wird es deswegen immer so unansehnlich, wenn die Deutschen anfangen, Heimatliebe zu empfinden. Normalerweise passiert das ja nur, wenn ein Österreicher oder eine Weltmeisterschaft im Land ist. Dann holen alle ihre schwarz-rot-goldenen Fahnen aus dem Keller und spielen Party. Unverkrampfter Patriotismus nennt das Feuilleton sowas. Besoffener Nationalismus ist auch richtig.</p><p>Es hat etwas tragikomisches, dass ausgerechnet den Deutschen mit ihrer „Heimat“ alle Gründungsmythen kaputt gegangen sind. Die anderen haben Revolution, Unabhängigkeitstage, Weltkriegssiege, die Deutschen müssen einen albernen Weltmeistertitel zur Weltsensation aufblasen. Historisch ist das ein schlechter Witz.</p><p>Deswegen hat Der Spiegel, früher einmal Sturmgeschütz der Demokratie, inzwischen Konfettikanone des Spaßkonservatismus, versucht, Hermann den Cherusker zum Deutschen umzuschreiben. Damit man was hat, worauf man stolz sein kann. „Die Geburt der Deutschen“ hieß der Spiegeltitel, im Artikel wurde die Enthaltsamkeit und die Ehetreue der Germanen gepriesen und die Römer verteufelt, die Germanien romanisieren und einem Rechtssystem unterwerfen wollten. Hermann trat ins Feld und rettete Deutschland.  „Ohne ihn gäbe es heute vielleicht weder Currywurst noch Saumagen,“ meint der Spiegel. Gott weiß, ich will kein Deutscher sein.</p><p>Seele, Currywurst, Trachtenverein: Ein Heimatgefühl ist im Grunde eine bessere Dorfkneipe. Es ist ein dem Deutschen typisches Tresenbedürfnis. Heimatliebe, das ist etwas für Leute, die sich Alkoholismus nicht zutrauen.</p><p>Inzwischen lebe ich in Neukölln, am Richardplatz, hier gibt es viele Eckkneipen. Die Nachbarin gegenüber beschimpft ihren Mann gerade als huju, das heißt Wichser, mehr verstehe ich nicht. Der algerische Papa sitzt einen Balkon tiefer und raucht seine Tüte. Jemand schreit auf Türkisch in sein Telefon. Die lettische Oma im Untergeschoss gießt ihre Blumen auf dem Hinterhof.</p><p>Nein, Heimat ist das hier nicht. Aber es fühlt sich wie zu Hause an.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F29%2Fheimat%2F&amp;seed_title=Heimat/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>46</slash:comments> </item> <item><title>Evolutionstheorie revisited</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F28%2Fevolutionstheorie-revisited%2F&amp;seed_title=Evolutionstheorie+revisited</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F28%2Fevolutionstheorie-revisited%2F&amp;seed_title=Evolutionstheorie+revisited#comments</comments> <pubDate>Wed, 28 Oct 2009 16:55:44 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=24020</guid> <description><![CDATA[<p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/10/voegel.jpg" filter="full" /></p><p>Beim Durchblättern von &#8222;Das große fabrige Buch der Tiere&#8220; (ich kann nichts dafür, er nennt es so und noch hat er selbst kein Blog, ich sitze also vorerst am längeren Hebel) landen der jüngere Sohn und ich bei den Greifvögeln, von denen einer ausnahmsweise zwei Zehen vorn und zwei hinten am Fuß hat – so kann er besser Fische aus dem Wasser greifen. Ich umschreibe die Wunder der Evolution und sinniere darüber, wie faszinierend es doch sei, dass die Natur dem Vieh genau die Werkzeuge gegeben hat, die es für die Nahrungsgewinnung braucht.</p><p>Die sich verdrehenden Augen des Sohnes, sein gekünsteltes Gähnen lassen mich schließen: Es ist nicht das erste Mal, dass ich mich vor ihm so sehr über etwas so langweiliges freue. Doch er hat Erbarmen: &#8222;Klar&#8220;, sagt er, &#8222;ist ja beim Menschen auch so.&#8220;</p><p>Gespannt warte ich gütig lächelnd auf seine Erkenntnisse.</p><p>&#8222;Wir haben zum Beispiel zwei Beine!&#8220;</p><p>Toll. <em>Mein</em> Sohn.</p><p>&#8222;Damit wir leichter zum Kühlschrank kommen.&#8220;</p><p>Es ist soweit.<br
/> Der jüngere Sohn ist in dem Alter, in dem er mich gezielt verarscht.<br
/> Morgen lesen wir zur Strafe &#8222;Krieg und Frieden&#8220;.<br
/> Wer zuerst schläft, hat verloren.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F28%2Fevolutionstheorie-revisited%2F&amp;seed_title=Evolutionstheorie+revisited/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>25</slash:comments> </item> <item><title>Gestatten, Günter Wallraff, leuchtendes Vorbild.</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F26%2Fgestatten-gunter-wallraff-leuchtendes-vorbild%2F&amp;seed_title=Gestatten%2C+G%C3%BCnter+Wallraff%2C+leuchtendes+Vorbild.</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F26%2Fgestatten-gunter-wallraff-leuchtendes-vorbild%2F&amp;seed_title=Gestatten%2C+G%C3%BCnter+Wallraff%2C+leuchtendes+Vorbild.#comments</comments> <pubDate>Mon, 26 Oct 2009 11:12:07 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=23806</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/10/2737850605_2eee7eb634.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/15082599@N08/2737850605/"><span
class="text">Alex//Berlin - as+photography</span></a></p></div><br
/> Ich weiß nicht, was mich an Günter Wallraff mehr aufregt: dass sein Hang zu allen Formen von Gerechtigkeit ihn so selbstgerecht macht. Oder die aufopferungsvollen, betroffenen Blicke seiner Zuhörerschaft. <a
href="http://www.faz.net/s/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468/Doc~E0EF32E12B8E64227A369BD0B96B2F3A3~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Wallraff klagt das Leid der Gegenwart:</a></p><blockquote><p>Die Zustände haben sich so verschlimmert, dass ich zu meinen Anfängen zurückkehren und wieder ganz von vorn beginnen muss. Leider macht diese spezielle Art von Arbeit außer mir ja auch kaum ein anderer, also es gibt keine Nachfolger, wenn man mal von Markus Breitscheidel mit seinem Buch &#8222;Arm durch Arbeit&#8220; absieht.</p></blockquote><p>Da drängt sich die Frage auf: Ist Wallraff tatsächlich so wichtig, wie er glaubt?</p><p>Wallraff ist ein Schauspieler. Er sucht sich die Situation, in der seine Figur unerwünscht ist. Das mag ehrenwert und mutig sein; aber es bleibt anmaßend. Und selbstdarstellend.</p><p>Wenn Wallraff in &#8222;<a
href="http://www.zeit.de/2009/43/Wallraff-43">In fremder Haut</a>&#8220; einen Schwarzen spielt, steigt er nach einem Spiel Cottbus gegen Dresden in den Bus der Dynamo-Fans. Kein Schwarzer, der seines Lebens nicht müde ist, wird jemals in einen Bus voller Dynamo-Fans steigen. Es mag zynisch klingen, aber es gibt Orte, an die man als Schwarzer nicht kann, ohne seine Gesundheit zu riskieren. Wer darüber drei Minuten Google bemüht, wird sich ein umfassendes Bild machen können, wie viele Orte das sind.</p><p>Das Netz sollte die Recherchemethoden Wallraffs überflüssig machen. Unzählige Foren und Blogs handeln von nichts anderem, als der Ausbeutung in Callcentern oder Alltagsrassismus. Tausende von Zeugenaussagen, Texte, Bilder, Videos von Betroffenen, all das findet man. Das Netz ist der Wallraff-Nachfolger, den er einfordert, und es ist ein würdigerer Nachfolger, als er es für möglich hält.</p><p>Wallraff macht sich selbst zum Opfer, um eine Welt anzuprangern, die falsch ist. Falsch. Falsch! Er als Opfer ist immer makellos, viel makelloser, als es ein Opfer der tatsächlichen Welt je sein könnte. Er ist eine Blaupause edler Empfingungen, er lässt die Zeit-Leser kurz erschauern ob der Ungerechtigkeit in der Welt, ehe sie wieder ihrem Tagwerk nachgehen.</p><p>(Wallraff gehört zu dem Typ Sozialpädagoge, dem die Deutschen schon immer gerne zugehört haben: Männer, die nachdenklich dreinblicken können, eine speckige Jacke anhaben, die Haare seit drei Tagen nicht gewaschen und einen Schnauz tragend. Wallraff gehört zum Typ Biermann, Grass oder Nehberg; das personalisierte schlechte Gewissen einer neuen Bürgerlichkeit, die in ihrer Jugend mal Che Guevara an der Wand hängen, ab und zu mal Gras geraucht und von einer besseren Welt geträumt hat.)</p><p>Wallraff missachtet das oberste Gebot, das Randgruppenverbände aufgestellt haben, wenn ihre Themen in der Öffentlichkeit behandelt werden: &#8222;Nichts über uns ohne uns.&#8220; Weil sie es nicht verdient haben, sich von weißen gesunden Männdern mit Schnauz erklären zu lassen, wie man sich fühlt, wenn man schwarz ist. Und wie schlimm das alles ist. Und wie furchtbar doch die Welt&#8230;</p><p>Es geht auch anders. Pierre Bourdieu hat in den 90ern Interviews geführt mit Vorstadtbewohnern (<a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Das_Elend_der_Welt">Das Elend der Welt</a>), und genau das gemacht, was Wallraff in seinen Texten vermissen lässt: Er hat die Betroffenen sprechen lassen, mit ihren Ängsten, mit ihren Träumen. Viele der Interviewten waren ganz und gar nicht sympathisch, es gab rassistische Migranten, es sind Arschlöcher mit dabei und liebenswerte Personen, es gibt Heuchler, Opportunisten und mutige Menschen; es gibt bei Bourdieu eine Existenz jenseits der Opferrolle.</p><p>Wer über die Schlechtigkeit der Welt meditieren will, liest oder schaut Wallraff. Wer es wissen will, Bourdieu.</p><p><small><a
href="http://www.freitag.de/kultur/0943-wallraff-rassismus-schwarze-deutsche-film">&#8222;Empörung zum mitnehmen&#8220; &#8211; Mathias Dell im Freitag</a><br
/> <a
href="http://www.spreeblick.com/2008/02/26/alltagsrassismus-ein-interview/">Interview zum Thema Alltagsrassismus auf Spreeblick</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F26%2Fgestatten-gunter-wallraff-leuchtendes-vorbild%2F&amp;seed_title=Gestatten%2C+G%C3%BCnter+Wallraff%2C+leuchtendes+Vorbild./feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>84</slash:comments> </item> <item><title>Es geht den Bach runter</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F23%2Fes-geht-den-bach-runter%2F&amp;seed_title=Es+geht+den+Bach+runter</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F23%2Fes-geht-den-bach-runter%2F&amp;seed_title=Es+geht+den+Bach+runter#comments</comments> <pubDate>Fri, 23 Oct 2009 12:54:08 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=23795</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/10/3507406748_4d69647c2b.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/g_kat26/3507406748/"><span
class="text">g_kat26</span></a></p></div></p><p>Im Kindergarten ums Eck haben sich die Eltern was feines ausgedacht, um ihre Kinder vor dem Unbill der Welt zu schützen. Falls sich ein Kindchen jetzt das Köpfchen stößt oder den Oberarm bis zum Knochen aufreißt, gibt es ein Notfallköfferchen. Sie nennen es <em>Rescue Kit</em>. Es gibt Salben, Pastillen, Tinkturen, Dragées, Pasten, Lotionen und ein Spray. Nach dem Wirkstoff befragt, sagt die Kindergärtnerin, es handle sich um &#8222;natürliche Stoffe&#8220;. &#8222;Das sind Bachblüten&#8220;, sagt sie freudestrahlend, &#8222;das ist gesund und die Pharmaindustrie bekommt keinen Pfennig!&#8220;.</p><p>Eine Dose Bachblüten-Rescue-Pastillen kostet zwischen sieben und neun Euro. Es gibt offensichtlich kein esoterisches Hilfsmittel, das analytische Hirnfunktionen steigert.</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F23%2Fes-geht-den-bach-runter%2F&amp;seed_title=Es+geht+den+Bach+runter/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>50</slash:comments> </item> <item><title>Perspektive</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F20%2Fperspektive%2F&amp;seed_title=Perspektive</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F20%2Fperspektive%2F&amp;seed_title=Perspektive#comments</comments> <pubDate>Tue, 20 Oct 2009 11:48:34 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Feature]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=23616</guid> <description><![CDATA[<p>Bei einem großartigen Stück Musik weinen, die Fantasie und Wortgewandtheit eines Autors bewundern. Tollen Kindern beim Großwerden zusehen, albernen Quatsch mit ihnen machen, versuchen, ihnen &#8222;Gerechtigkeit&#8220; zu erklären. Danach ein Kartenspiel gegen sie verlieren ohne zu schummeln. Im Netz auf eine Seite stoßen, die vor Liebe zum Detail nur so strotzt, auf Gleichgesinnte treffen, auf Menschen treffen, die den eigenen Horizont erweitern. Eine reizende Mail bekommen, eine nette Mail schreiben. Lustige und kluge 140 Zeichen lesen. Lustige und kluge 140 Zeichen schreiben. Verheiratet sein. Die Herbstluft schnuppern, in einen Blätterhaufen springen. Sich betrinken und am nächsten Tag ausschlafen. Über ein Grafitti staunen. Jemandem helfen. Sich helfen lassen. Feststellen, dass das selbstgemachte Essen gar nicht mal so schlecht schmeckt. Etwas richtig verstehen, das man seit Jahren falsch verstanden hat. Faulen Sex haben, wilden Sex haben. Sich darüber freuen, dass man niemanden, und zwar niemanden in der herumliegenden GALA kennt. Den Fernseher nur noch zum Videospielen oder Filmeschauen nutzen. Jemanden lieben, der einen liebt. Etwas völlig ungesundes lecker finden. Sich bei jemandem entschuldigen. Sich nach einer tollen Frau umdrehen. Etwas neues lernen. Ohne schlechtes Gewissen rauchen. Regen spüren. Ein Lächeln von einer oder einem Fremden bekommen und es erwidern. Erfolg nicht am Kontostand messen. Tränen lachen. Beim Betrachten eines Fotos einen Kloß im Hals haben. Ein Missverständnis aufklären. Papierflieger bauen, die zwei Saltos schaffen. Jemandem einen guten Tag wünschen und das auch meinen. Eine alte Lieblingsplatte wieder hören. In billigen Klamotten gut aussehen. Sich etwas teures und gutes leisten. Eine Idee haben und zugeben, dass jemand anderes die bessere hatte. Sich streiten und danach versöhnen. Älter werden und es toll finden. Mit Türken Tee trinken, sich von Chinesen China erklären lassen. Geld verdienen mit dem, was einem Spaß macht. Sich vornehmen, glücklich zu sterben. Keine Angst haben. Den Müll aus seinem Leben entfernen. Sich selbst nicht über Dritte definieren. Machen, nicht meckern. Umsetzen, nicht ankündigen.</p><p><small><a
href="http://www.cc4.de/blog/2009/10/reportage/du-kotzt-mich-an">Eine Ergänzung.</a></small></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F10%2F20%2Fperspektive%2F&amp;seed_title=Perspektive/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>55</slash:comments> </item> <item><title>Spreerien, die Ferien mit Spreeblick</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F27%2Fspreerien-die-ferien-mit-spreeblick%2F&amp;seed_title=Spreerien%2C+die+Ferien+mit+Spreeblick</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F27%2Fspreerien-die-ferien-mit-spreeblick%2F&amp;seed_title=Spreerien%2C+die+Ferien+mit+Spreeblick#comments</comments> <pubDate>Mon, 27 Jul 2009 13:58:02 +0000</pubDate> <dc:creator>Frédéric Valin</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=20156</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/07/ferien.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/arneboell/2064386844/"><span
class="text">Arne Boell</span></a></p></div></p><p>Es ist Ferienzeit und ihr liegt wahrscheinlich alle längst am Strand und lest Spreeblick auf euren sündhaft teuren Mobildingsen. Wir spüren, während wir im Büro geblieben sind, den Sand, die flirrende Hitze, eure Entspannung. Und sind ein bisschen neidisch. Aber:</p><p>Wir waren auch schonmal im Ausland, also außerhalb Berlins. Daher nachfolgend von uns für Kurzentschlossene: Die Spreeblick-Urlaubstipps. Ergänzungen bitte gerne in den Kommentaren.</p><p><strong><a
href="http://www.spreeblick.com/author/grau/">Björn</a></strong><br
/> Als Kind fuhr ich mit meinen Eltern immer auf die Schwäbische Alb, genauer gesagt ins <a
href="http://www.grosses-lautertal-alb.de/">Große Lautertal</a>. Da konnte man die Füße in die kalte Lauter packen, Kanufahrer und Fledermäuse beobachten, auf Felsen und Burgruinen rumklettern, rustikal essen und wandern. Wandern war toll. Wir wurden mit Campino-Bonbons und Schokolade geködert und ich frage mich bis heute, wie meine Mutter es geschafft hat, dass die Tafeln in der Sommerhitze nicht geschmolzen sind. Irgendwo in der Nähe gab&#8217;s ein Freilichttheater. Und Pferde. In <a
href="www.gestuet-marbach.de/">Marbach</a>. Das Marbach ohne Schiller. Das liegt am Neckar und wäre ein <a
href="http://www.dla-marbach.de/">Reisetipp für Leseratten</a>. Dann kam die Wende und wir haben unsere Ferien in Ostdeutschland gemacht. Dann haben sich meine Eltern scheiden lassen. Ich war gern im Großen Lautertal. Letzten Sommer bin ich nochmal durchgefahren. Sah immer noch gut aus.</p><p><strong><a
href="http://www.spreeblick.com/author/frederic/">Fred</a></strong><br
/> Auf der <a
href="http://de.wikipedia.org/wiki/Route_Napoleon">Route Napoléon</a>, von Süden kommend, vom Mittelmeer, fährt man ein Stück ins französische Jura hinein. Man hat dann schon Cannes und Grasse im Rücken, hat von den ersten Steigungen an einen letzten Blick über den blauen Dunst der Côtes d&#8217;Azur erhaschen können, während das Gelände um einen immer steiniger und karger wird. Man kann zwischendrin in einem Dorf halten, im Sommer gibt es da viele Märkte, und eine Merguez essen oder was einem sonst behagt, auf einem Marktplatz rumsitzen und anderen Leuten beim rumsitzen zusehen.</p><p>Dann, in 731 Meter Höhe, kommt man plötzlich in eine kleine Schlucht, die hat der Verdon ausgegraben. In dieser Schlucht liegt ein Dornröschen von einem Dorf, Castellane. Verschlafen kann man das kaum mehr nennen, eher &#8222;mitten in der REM-Phase&#8220;. Alte Männer stehen auf dem Marktplatz und spielen Boule. In den engen, verwinkelten Gassen kuscheln sich Cafés an Restaurants. Über dem Dorf thront auf einem Felsen die Kirche Notre Dame du Roc, und am Lauf des Verdon gibt es wunderbar stille, kleine Seen, viele Grotten und diese seltsam karge, schläfrige Natur, die selbst einen Wanderhasser wie mich zu täglichen Spaziergängen zwingt. Es ist ein ruhiger, erholsamer Ort, und völlig aus der Zeit gefallen zwischen all den Steinen.</p><p><strong><a
href="http://www.spreeblick.com/author/tanja/">Tanja</a></strong><br
/> Ferien ohne Meer sind wie Sparta ohne Speer, Staatskasse ohne leer, Lottoziehung mit Gewähr.</p><p>Der Pazifik ist ein Traum, der Atlantik hinreissend, die Karibik obzschön, aber auch für viel weniger bekommt man schon viel Meer.</p><p>Die Nordsee sei wilder, meeriger als ihr kleiner Nachbar, sagen Manche. Sie ist aber vor allem gezeitiger und also, befindet man sich an und nicht auf ihr, die Hälfte der Zeit gar nicht da. Damit geht&#8217;s schon mal los und da hört&#8217;s für mich auch direkt auf.</p><p>Wer das Weite in der Nähe sucht, wird an der polnischen Ostseeküste mit einer Form von Exotik belohnt, für die man seit Euro, EU, Globa- und Lidlisierung dachte, den Kontinent wechseln zu müssen.</p><p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/05/polen1.jpg" filter="full" /></p><p>Polens Norden ist architektonisch ein bisschen Kuba, sprachlich dem Deutschen so fern und unentwirrbar wie Mongolisch und mit einer Währung gesegnet, die man am besten gebündelt in der Hosentasche trägt, weshalb sie in etwa die Seriösität des guatemaltekischen Quezal besitzt. Und während an der deutschen Nachbarküste mit Nachhaltigkeit getöpfert, aquarelliert und gefachwerkt wird, setzt der Pole auf HalliGalli.</p><p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/07/polen41.jpg" /><p><a
class="license-cc" href=""><span
class="text">Tanja Haeusler</span></a></p></div></p><p>Polnische Badeorte sind geprägt von der Farbvielfalt aller nur erdenklicher Aufblasobjekte: pinkfarbene Riesenhasen, neonorangene Alligatoren, die als Gästebett durchgingen, Reifen und Matratzen in Enten- und Handyform und was nicht alles. Wenn sich aber die Sonne senkt, geht&#8217;s erst richtig los. Dann erwachen Schiessbuden, Draussen-Discos, Karussels, Glücksspielautomaten werden aus allerlei Garagen gerollt und ich schwöre, ich habe einen lebenden Native-American dazwischen tanzen sehen, mit dem man sich gegen acht oder 18 Scheine aus dem Bündel knipsen lassen konnte. Und all das findet man nur drei, vier Stunden hinter Berlin!</p><p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/05/polen2.jpg" filter="full" /></p><p>Im Ernst: ich habe vor zwei Jahren mit zwei Freundinnen drei günstige Tage verbringen wollen. Für nur 100 Euro hatten wir hinterher, Polen sei Dank, richtig was zu erzählen!</p><p><strong><a
href="http://spreeblick.com/author/johnny/">Johnny</a></strong></p><p>Ich bin ja mehr so der Abenteuer- und Wasser-Typ und tendiere gen Norden. Wild wachsende Gräser fast bis zum Knöchel, deren Bewohner einem beim Drauftreten selten attackieren, am Strand die ewige Herausforderung der Wellen, bei der ich immer überlegen bin, denn sie kommen einfach nicht an mich heran, und in der Nacht das klassische Duell &#8222;Mann gegen Mücke&#8220;.</p><p>Im Ernst: Der dänische Strand ist mein Revier – doch Obacht:<br
/> Das passende Adventure-Equipment nicht vergessen!</p><p><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/07/johnsee.jpg" filter="full" /></p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F27%2Fspreerien-die-ferien-mit-spreeblick%2F&amp;seed_title=Spreerien%2C+die+Ferien+mit+Spreeblick/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>24</slash:comments> </item> <item><title>Gefährliches Ganzwissen: Das Ende des Stammtisches?</title><link>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F24%2Fgefahrliches-ganzwissen-das-ende-des-stammtisches%2F&amp;seed_title=Gef%C3%A4hrliches+Ganzwissen%3A+Das+Ende+des+Stammtisches%3F</link> <comments>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F24%2Fgefahrliches-ganzwissen-das-ende-des-stammtisches%2F&amp;seed_title=Gef%C3%A4hrliches+Ganzwissen%3A+Das+Ende+des+Stammtisches%3F#comments</comments> <pubDate>Fri, 24 Jul 2009 13:03:56 +0000</pubDate> <dc:creator>Johnny Haeusler</dc:creator> <category><![CDATA[Alltag]]></category> <category><![CDATA[Positionen]]></category><guid
isPermaLink="false">http://www.spreeblick.com/?p=20252</guid> <description><![CDATA[<p><div
class="labeledImage "><img
src="http://www.spreeblick.com/wp-content/uploads/2009/07/stammtisch.jpg" /><p><a
class="license-cc" href="http://www.flickr.com/photos/albedo/165188147/"><span
class="text">Fin Fahey</span></a></p></div></p><p>Gestern Abend, ein paar Drinks später. Freunde aus der weiten Ferne sind zu Besuch, wir plaudern über aktuelle Ereignisse. Es geht um soziale Gerechtigkeit hier und da. Jetzt erstmal hier. Im Raum steht der Satz: &#8222;100 Millionen Abfindung an einen Manager, der Scheiße gebaut hat – das ist obszön.&#8220;</p><p>&#8222;Nun ja. Hat er tatsächlich nur Scheiße gebaut? Immerhin hat er ja wohl Porsche aus dem Dreck gezogen und ist dann später erst gescheitert. 100 Millionen sind trotzdem absurd.&#8220;</p><p>Das erste iPhone wird zur Verifizierung der Faktenlage gezückt.</p><p>&#8222;Es sind keine 100 Millionen geworden, angeblich hat Wiedeking die 100 auch selbst abgelehnt. Es sind &#8216;nur&#8217; 50. Davon packt er die Hälfte in eine soziale Stiftung, ein paar halbe Millionen gibt er an Verbände für &#8216;notleidende Journalisten&#8217;. Erstaunlich. Naja, den Rest wird er zur Hälfte versteuern müssen, bleiben, sagen wir mal grob, 12 Millionen übrig. Immer noch &#8216;ne unvorstellbare Summe, aber eben keine 100 Millionen.&#8220;</p><p>&#8222;Klar. Die Hälfte parkt er schön in der Stiftung und macht die steuerlich geltend, die können dann nachfolgende Generationen wieder rausholen, was soll er auch jetzt damit?&#8220;</p><p>Hm. Nochmal der Blick ins mobile Internet.</p><p>&#8222;Nee, nee. Alles ganz anders. Er muss die 50 auf alle Fälle erstmal versteuern. Da wir getrost vom Spitzensteuersatz ausgehen können, bleiben also vor der Stiftungsgründung etwas mehr als 25 Millionen übrig. Die gibt er fast komplett in die Stiftung, kann aber davon nur etwa ein Viertel steuerlich geltend machen.&#8220;</p><p>&#8222;Ach.&#8220;</p><p>Schweigen. Sorgen um Herrn Wiedeking macht sich natürlich niemand, ein Einziges, ach was, ein Halbes, ein Viertel seiner Jahresgehälter würde die beiden am Tisch sitzenden Familien inkl. der insgesamt fünf Kinder vermutlich für immer und ewig finanzieren. Doch der vergangene Dialog lenkt uns ab vom Thema der sozialen Gerechtigkeit, hin zu Plagen und Nutzen des dauernd verfügbaren Internet.</p><p>&#8222;Mich nervt dieses andauernde Rumgetippe, dieses Starren auf die Geräte, während man sich eigentlich unterhält. Irgendwann muss man Twitter, SMS, Mails und Web auch mal sein lassen. Wir sehen uns höchstens einmal im Jahr, da müssen wir doch nicht auf die Telefone starren.&#8220;</p><p>&#8222;Stimmt ja. Aber wenn wir gerade nicht auf die Telefone gestarrt hätten, hätten wir uns in einer schönen Stammtisch-Debatte voller Halb- oder Garnicht-Weisheiten verstrickt. So haben wir wenigstens das Gefühl, ein bisschen was gelernt zu haben.&#8220;</p><p>&#8222;Quark, ändern tut das trotzdem wenig. Du findest auch im Netz für alles nur die Information, die du gerne haben willst. Kommt halt darauf an, wem du Glauben schenkst und welche Argumente du unterstützen magst. Gefährliches Ganzwissen ist das und auch nur Stammtisch auf anderem, aber nicht zwingend besserem Niveau.&#8220;</p><p>&#8222;Na gut. Dann hol&#8217; ich mal noch vier Bier.&#8220;</p> ]]></description> <wfw:commentRss>http://www.spreeblick.com/feeder/?FeederAction=clicked&amp;feed=Articles+%28RSS2%29&amp;seed=http%3A%2F%2Fwww.spreeblick.com%2F2009%2F07%2F24%2Fgefahrliches-ganzwissen-das-ende-des-stammtisches%2F&amp;seed_title=Gef%C3%A4hrliches+Ganzwissen%3A+Das+Ende+des+Stammtisches%3F/feed/</wfw:commentRss> <slash:comments>36</slash:comments> </item> </channel> </rss>
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