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Archiv

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Klettersucht

Während Nico mit der Idee des Fallens kokettiert, haben andere Bock auf die Gegenrichtung. Der Vorteil: die Lust der Kletterböcke ist definitiv dekorativer und leichter zu dokumentieren!

[via]

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Gartenfreuden

Anfangs war da vor einem Jahr nach dem Umzug in die neue Wohnung nur meine große Klappe und die verwilderten Beete hinterm Haus. Da könnte man doch für den Eigenbedarf anbauen! Dann kam der Nachbar aus dem Urlaub zurück und nahm mich beim Wort. Jetzt bin ich Hobbygärtner.
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Thank you for smoking

Mit dem Rauchen aufgehört. Vor zwei Wochen schon. Bin jetzt so langsam wieder am Mensch werden. War ne schlimme Zeit gewesen. Jetzt kann ichs ja sagen, wies gewesen ist.

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Sturmwarnung in Reimen

Im Radio haben sie gesagt, man soll sich heute Nachmittag, wenn der Sturm kommt, auf der Straße flach auf den Boden legen. Damit man besser vom Baum erschlagen wird vielleicht. Ich hab heute extra Fenster geputzt, um die ganzen auf dem Boden liegenden Leute besser sehen zu können. Die Stimme des Moderators nahm einen sehr brüchigen Ton an, als er das sagte. Das muss ein Moderator gewesen sein, schlechte Nachrichten werden ja immer nur von Männerstimmen überbracht. Nach 9/11 hatten alle Nachrichtensprecherinnen erstmal vier Wochen Urlaub oder mussten Außenaufnahmen machen. Hiobsbotschaften brauchen den Bass.

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Beste Absichten

Zwei Knirpse, so um die Elf, lümmeln morgens um halb Zehn am Strassenrand.

„Naaa?“, luntenriecht Mutter Zivil-Courage, „solltet ihr beiden nicht in der Schule sein?“

„Nein“, antwortet einer, „wir haben Projektwoche! Wir zeichnen Häuser für unsere Präsentation über Berliner Architektur.“ Sie deuten stolz und gutgelaunt auf ihre unübersehbaren A1-Blöcke.

„Oh…“, stammele ich. „Toll… Na dann: Viel Erfolg!“

Peinlich, ich.

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Elterntag

Ist doch schön, dass wir heute die Mütter wertschätzen. Wer mal eine Geburt bewusst miterlebt hat, wer die schlaflosen Nächte mit einem Neugeborenen erlebt hat und die unhintergebar enge Bindung zwischen einem Säugling und seiner stillenden Mutter kennt, der weiß um die großartige Besonderheit des Mutterseins und will Mütter immer wieder aufs neue preisen.

Eigentlich täglich.

Aber braucht es dann noch einen besonderen Muttertag? Ist dieser Muttertag nicht eine billige Entschuldigung dafür, dass Mutters Leistungen den Rest des Jahres als selbstverständlich hingenommen werden?

Was für ein Rollenbild haben wir eigentlich, wenn Mutti zum Muttertag das Frühstück gemacht und Blumen und Milka Herzen geschenkt bekommt, während der Vatertag aus „Die Jungs gehen saufen“ besteht?
Wird mit dem Muttertag nicht auch ein altes, patriarchales Gesellschaftsbild zementiert, dass uns alle in enge Aufgabengebiete einschnürt. Hier die das Haus führende Mutter, da der außer Haus Geld verdienende Vater?
Passt ein Muttertag zu Gleichberechtigung, zu modernen Familienkonstrukten? Zu Hausmännern, Vätermonaten, Patchworkfamilien, homosexuellen Eltern, …?

Wie wär’s eigentlich mit einem Elterntag?
Oder ist das sowieso alles nur Kommerzscheiße?

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Der Tag am Meer


Zaza: Lass mal wieder rausfahren.
Ich: Jesus. Das hatten wir doch schonmal.
Zaza: Ja. Letztes Jahr.
Ich: Eben.
Zaza: Lass mal wieder rausfahren, lass mal wieder rausfahren, lass mal wieder rausfahren.
Ich: Du klaust mir meine Pointen.
Zaza: Kannst wieder ein paar haben, wenn wir am Meer sitzen. Du klaust ja ständig meine Pointen und schreibst Artikel damit. Wenn die Spreeblick-Leser wüssten, wie dröge und unlustig Du eigentlich…
Ich: Nanana. Komm.
Zaza: Entweder Du fährst mit, oder ich fang auch an, Kommentare unter Deine Fußballartikel zu schreiben.

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Soziale Manieren: Weblog der Caritas von Ex-Junkies und Streetworkern [UPDATE]

Die Caritas hat im Rahmen der Aktion „Soziale Manieren“ ein Weblog gestartet und das ist eins der spannendsten Blogprojekte, die ich in letzter Zeit gesehen habe. Darin schreiben ehemalige Junkies, Streetworker oder auch Schmerzpatienten über ihren Alltag und ihre Erfahrungen mit und in der Gesellschaft, in der wir leben. Der Info-Text im Blog lautet: „Weg mit Klischees, Vorurteilen und Phantasien. Wie leben Obdachlose, Süchtige, psychisch Kranke, Häftlinge oder extrem arme Menschen? Was bewegt sie, womit kämpfen sie, worauf hoffen sie? Davon berichten Betroffene und ihre Helfer in diesem Blog.“

Das ist alles schon sehr, sehr spannend und dann hat mich der neueste Beitrag von Streetworker Thorsten Bathe umgehauen, er vergleicht den Dämmerzustand von Junkies mit der Hintergrund-Geschichte des Songs „I wanna be sedated“:

„Wenn ich mir das in der Szenesprache so genannte ‘Abkacken’ anschaue, muss ich immer an die Ramones und ihren Sänger Jeff Hyman denken.“

Es kommt selten vor, dass es mir beim Bloglesen kalt den Rücken hinunterläuft. Das war so ein Moment. Großartig!

Caritas-Blog: Einblicke ins Leben am Rand unserer Gesellschaft (via Upload)

[UPDATE] Die Berliner Kontakt- und Beratungsstelle, Hilfen für junge Menschen in Not, bietet ein ganz ähnliches Blogprojekt namens Hörst Du mich, in dem Jugendliche ihre alltäglichen Probleme aufschreiben und so kanalisieren können.

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Durchsichtigkeitsinstallation mit Obdachlosen in Düsseldorf

Schöne Aktion Ende letzten Jahres in Düsseldorf: eine Kamera filmt den Hintergrund des Obdachlosen Lutz, während ein Projektor das Bild auf seine Vorderseite wirft. Das Ergebnis ist ein unsichtbarer Obdachloser, wie wir sie jeden Tag nicht sehen. Video nach dem Klick.
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Des kleinen Parisführers dritter Teil – Sachen machen

Teil 1
Teil 2

Man kann ja nicht immer nur rumsitzen und Pastis trinken. Doch, kann man schon. Spricht eigentlich nichts gegen, prinzipiell. Aber dann hat man nicht sehr viele schöne Fotos für die Schwiegeroma zu Hause, drum muss man ja auch ein wenig rumlaufen, wenn man schon in Paris ist. Was man da genau machen kann, soll, muss, hilfsverbt, das weiß jeder bessere Reiseführer: mir geht es ja in erster Linie darum, was ich da gerne mache.

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Des kleinen Parisführers zweiter Teil – Lieblingsviertel

Teil 1
Teil 3

Objektivität will ich mir nicht anmaßen. Objektivität ist was für U-Boot-Kommandeure. U-Boot-Kommandeure haben in Paris keinen Auftrag. Dass dieser Vergleich objektiv Schwachsinn ist, darf angekreidet werden: Ich hab mich ja bereits reingewaschen. Was ich sagen wollte: was jetzt folgt, ist bestimmt kein umfassender Überblick über que faire à Paris. Ich bin durch diese Stadt immer nur durchgestolpert. Ich habe überhaupt keine Übersicht. Wahrscheinlich kenne ich Paris noch nicht einmal gut. Aber stolpern, das kann ich, da kenn ich mich aus.

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Des kleinen Parisführers erster Teil: Anreise

Teil 2
Teil 3

Wie oft hab ich das gehört: Ach, ich würde ja auch so gerne mal nach Paris. Gerade jetzt auch, im Frühling, Stadt der Liebe, sanfte Triebe, achachach. In letzter Zeit höre ich das leider nicht mehr so häufig, eher Sachen à la „Naja, Paris, ich würde viel lieber mal nach Rom“, oder „Was alle mit diesem Paris so haben, Barcelona ist doch viel schicker und schnieker“ oder ähnlich unqualifizierten Unsinn. Überraschend ist das nicht, mit Ausnahme des Wortgebrauchs „schnieke“, ein Wort übrigens, das schon längst auf dem Biomüll der Sprachgeschichte gehört hätte, ähnlich dem kleinen, hässlichen Straßenbruder schnöfte inklusive Abwandlungen. Wer schnieke sagt, der findet Kaiser Wilhelm gut. Schniekesager sind Kriegsverbrecherfans.

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Nazi-Hardcore©®™

Ein Neonazi aus Niedersachsen hat sich den Begriff “Hardcore” markenrechtlich schützen lassen. Wie aus den Angaben des Deutschen Patent- und Markenamts hervorgeht, hat der Rechtsextremist Timo Schubert die Marke eintragen lassen. Allerdings läuft noch eine Widerspruchsfrist dagegen. (NPD Blog)

Es ist ja nun nicht so, dass Nazis keine Begriffe schützen dürften, weil: Markenrecht gilt genauso wie alle anderen Rechte auch für Rechte. Wenn sich Nazis allerdings Begriffe wie „Hardcore“ schützen lassen (was für sich alleine schon absurd genug ist, stammt „Hardcore“ doch aus dem linken Umfeld), um Shopbetreibern (und damit demnächst wohl Bands und Magazinen und dann dem Rest) mit juristischen Folgen wegen der Verwendung des Wortes zu drohen, dann müssen sie sich genau wie alle anderen irrsinnigen Begriffsschützler anhören: So nicht, mein Freund mein Lieber [würdige Bezeichnung für Rechtsaußenmarkenschützer hier einfügen].

Neonazis plündern linke Subkultur: Hardcore-Begriff ist jetzt rechte Marke (via Tanith @ Twitter)

Update: Der Begriff „Hardcore“ wurde bereits mehrfach als Marke eingetragen (Recherche hier) und auch wieder gelöscht, einer der Einträge (und seine Löschung) stammt z.B. von Endemol.

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Welcome to the working week

Liebes Tagebuch!
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Eingeschneit


Tag 3 im englischen Schneechaos. Alles began mit 20cm Neuschnee, die in der Nacht von Sonntag auf Montag über die Hauptstadt friedlich niedersegelten. Was am späten Abend noch einigen Erwachsenen in den wenigen Parks der Stadt zu einem ganz seltenen Tripp verhalf, brachte den offiziellen Behörden am Montagmorgen dann die Kopfschmerzen. Read on my dear…

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Ich höre mit dem Rauchen auf

Ich bin heute von einem seltsamen Geräusch geweckt worden. Von einem Schrei. Meine Lunge schrie, sie könne jetzt mal wieder. Seit vergangenem Sonntag bin ich krank und kann daher nicht rauchen. Also habe ich gedacht: Wenn ich ja sowieso nicht rauchen kann, dann kann ich doch gleich aufhören. Aber. Read on my dear…

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Protect every kiss: Maneo-Clip gegen Gewalt gegen Schwule

Maneo ist ein schwules Anti-Gewalt-Projekt in Berlin, das schon seit längerer Zeit den Kussmarathon veranstaltet. Und nun den nachfolgenden „Protect every kiss“-Clip in Auftrag gegeben hat, der kreativer nicht sein könnte und garantiert in eine andere Richtung geht als in die, die man bei obigem Standbild vermuten könnte. Video nach dem Klick.
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Es lebe die KSK!

Der Mensch neigt – und das ist kein Vorwurf, sondern eine biologische Tatsache – zur Schwarz-Weiß-Sicht. Das fällt mir besonders auf bei Diskussionen über staatliche Einrichtungen oder Körperschaften Öffentlichen Rechts. Sind Rundfunkgebühren gut oder schlecht, sind hohe Steuern gut oder schlecht (hier ist es einfach: gut, wenn andere hohe Steuern bezahlen, schlecht, wenn man selber der andere ist) oder aber: Ist es gut oder schlecht, dass es eine Künstlersozialkasse gibt? (Pornographie ist übrigens auch so ein hübsches Schwarz-Weiß-Thema, da der Staat uns aber noch nicht mit Pornos versorgt, lass ich das hier außen vor). Read on my dear…

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Auf ein Neues!

Kommt gut ins neue Jahr, ihr alle! Und bleibt auch weiter gerne bei und mit und für und gegen uns. Denn wir haben zwar auch nicht mehr Plan als die Anderen, aber wir sind uns dessen wenigstens bewusst.

Es wird ein großartiges 2009. Nur auf der Ebene der deutschen Popsongs, da bezweifle ich, dass jemand das beste Stück Popkultur, dass dieses Land neben Superpunk seit Ewigkeiten hervorgebracht hat, übertreffen kann. Read on my dear…

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Lacht jetzt bitte nicht

Das Cannabis-Kapitel des Spreeblick-Drogenführers (Teil I, Teil II, Teil III) wird mit Verspätung erscheinen, weil der Hanf-Aktivist, den ich dafür per Mail interviewe, für seine Antworten ungewöhnlich lange braucht.

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