Für uns Westberliner Steppkes war die „Internationale Funkausstellung“ früher™ Pflicht, mindestens an einem Tag nach der Schule musste man die Fahrt zum Messegelände antreten, um in erster Linie teure Technik anzugrapschen, tütenweise Kataloge und Aufkleber mit nach Hause zu schleppen und mit etwas Glück einen Halbprominenten aus nur zehn Metern Entfernung zu sehen. Was eine Messe außerhalb einer Kirche zu suchen hat und warum man etwas ausstellt, das man nicht sehen kann, war uns zwar unklar, aber Hey! Kataloge! Aufkleber!
Als Erwachsener legte sich die Lust auf noch mehr Papiermüll dann merklich, doch nun, nach jahrelanger IFA-Abstinenz, habe ich einen Heranwachsenden zuhause, der mich plötzlich fragte: „Gehst du mit mir zur IFA?“ Und natürlich antwortete ich: „Au ja! Lass uns tütenweise Kataloge und Aufkleber holen und teure Technik angrapschen! Und vielleicht sehen wir jemanden, den ich nicht kenne, weil ich nicht mehr fernsehe!“ So macht man sich als Vater beliebt.
Read on my dear…













