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Nachbearbeitung: Das Web zurückerobern

tagesspiegel

UPDATE Hier noch ein Beitrag aus der “Breitband”-Ausgabe von DRadio Kultur mit Stefan Heidenreich, Jens Best und ein paar O-Tönen von mir.

Knapp 300 Trackbacks und Kommentare, die sich auf meinen letzten Artikel beziehen und ihn diskutieren, bezeugen, dass die Blogosphäre alles andere als tot ist, was mich enorm freut. Ihr findet alle Trackbacks auf der Artikelseite (gleich rechts oben), durchklicken lohnt sich nicht nur wegen der verschiedenen Texte, sondern auch und besonders, um neue Blogs kennenzulernen oder mal wieder bei bekannten reinzulesen.
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2013: Das Web zurückerobern

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Die gesamte Grafik gibt es hier.

UPDATE Ich habe hier eine kleine Nachbearbeitung zu diesem Artikel getippt.

Facebook, Twitter, Google, Tumblr, Apple, Instagram, Pinterest und wie sie alle heißen … sie machen das Web kaputt.

Vorbei die Zeiten, in denen für die Öffentlichkeit gedachte Inhalte im öffentlichen Raum – dem Web nämlich – stattfanden, wo sie in den meisten Fällen von allen Internet-Nutzern gefunden, gesehen, verlinkt und kommentiert werden konnten. Vorbei auch die Zeiten, in denen die eigene Repräsentanz im Netz gleichbedeutend mit einer eigenen Homepage oder einem Blog war, auf denen ein individuelles Archiv der Meinungen, Links und Netzfundstücke der Betreiber entstand.

Heutzutage vergraben wir unsere kurzen Gedanken und Links in der Twitter-Wüste, unauffindbar nach nur wenigen Tagen. Wir posten längere Artikel bei G+ und können nur hoffen, dass Google den Dienst nicht irgendwann genauso einstellt wie viele andere Dienste zuvor. Und wenn wir das tolle Video suchen, das neulich jemand auf Facebook geteilt hat, dann sind wir aufgeschmissen, sobald die Facebook-Timeline es verschluckt hat.
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Previously on FluxFM Spreeblick:

Seit rund drei Monaten moderiere ich wieder eine Radio-Show: FluxFM Spreeblick heißt die zweistündige Sendung, weil sie nämlich auf FluxFM läuft und ich und Spreeblick und ihr wisst schon, und sie läuft Sonntags von 10 bis 12 Uhr und in der Wiederholung Montags von 19 bis 21 Uhr sowohl On Air als auch via Stream. Wenig später ist die Show dann auch noch als MP3 (minus Musik) per Soundcloud zu hören – und sobald endlich mal ein kleines bisschen Zeit dafür ist, richten wir das Ganze auch als echten Podcast mit RSS und Pipapo ein.

In jeder Ausgabe zu Gast: Ein Gast. Immer interessant, meistens spannend und manchmal sogar bewusstseinserweiternd plaudern die eingeladenen Menschen mit mir in aller Ruhe, erzählen von sich, ihrer Arbeit, ihrer Berufung und ihrem Leben und dabei versuchen wir gemeinsam herauszufinden, worum es eigentlich geht. Im Hier und Jetzt und in der Zukunft. Die ja auch schon jetzt ist. Auf eine Art.

Mir macht die Show enorm viel Spaß, den Gästen – glaube ich – bisher auch, und wenn ihr mal reinhören wollt: Hier kommen alle bisherigen Folgen.
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Hudsonblick – Lights Out Edition

hudsonblick

Unser New Yorker Autor Carlito schreibt zwar derzeit nur etwa alle zwei Jahre für uns, doch wenn ein Texte kommt, dann ist er auch gut. Live vom Stromausfall: Der Hudsonblick in der Licht-aus-Edition.
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Podcast 327: WGGW

Der dreihundertsiebenundzwanzigste Spreeblick-Podcast mit Tanja und Johnny und einem Themenpotpourri erster Klasse:

Yoko Ono riecht (Rammstein), Yoko Ono stinkt (Die Ärzte); End Of The Century für 6 Euro; St. Pepper ist überbewertet; wer kann uns WGGW-Schlampen auf Facebook erklären?, Stammtisch-Googeln ist Mist; wir haben drei Drucker zerstört!; was hat Felix Baumgartner vor dem Sprung gesagt?; Zögern beim Dreier; Schwindelfreiheit im Alter; The Massive von Brian Wood; das neue Buch von JK Rowling (mit super Wortwitz!); “Reamde” von Neal Stephenson; “Internet – Segen oder Fluch”-Papierausgabe mit eBook; Anstreichen in Büchern; Bücherausleihallergie; Andrew Vachss; sind Kinder eher wie Krokodile oder eher wie Elefanten?; Dinge, an denen man nichts ändern kann; Deadlines.

Spreeblick-Podcast 327 (MP3, 01:09:34, 67MB)

Amazon-Partnerlinks:
Brian Wood
Reamde
Internet – Segen oder Fluch
Ein plötzlicher Todesfall (J. K. Rowling)
Andrew Vachss
(Das erwähnte Kinderbuch für Erwachsene von Vachss heißt “Another chance to get it right” und hätte ich den deutschen Titel “Mit jedem Kind wird die Welt neu geboren” gelesen, hätte ich es mir garantiert nicht angesehen.)

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Umsätze im Unterhaltungsbereich

Fefe hat ein paar 2011er Umsatzzahlen aus der Unterhaltungsbranche in Deutschland zusammengestellt und ich hatte Lust, das mal zu visualisieren. Die Übersicht zeigt gleichzeitig vieles und nichts, und die Schlüsse, die man daraus ziehen kann, halten sich meiner Ansicht nach in Grenzen, die Zahlen sind aber wenigstens interessant. Und brauchen natürlich ein paar Erläuterungen.
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Vreitagsvers, der einundfünfzigste

this song kills fascists

das rad, das feuer, klettverschluss
das auto, chips, die windel
die toleranz, den zungenkuss
das jod, die tür, den kindle

der mensch erfindet tag und nacht
er klopft, er schraubt, er lötet
doch eines ist noch nicht erdacht:
ein lied, das nazis tötet

ich sänge es von wien bis kiel
nach passau würd ich sausen
dann weiter: über bonn und wiehl
nach königs wusterhausen

ich trällerte die melodie
der nazi: *würg* und *reiher*
zerfällt zu brauner sülze. iihh!
nun seht mal, wie ich feier

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus.

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Mitschnitt: FluxFM Spreeblick mit Inga Humpe

Zugegeben, das Foto sieht aus, als wäre es bei einem Besuch im Wachsfigurenkabinett entstanden, aber wer im Netz nicht sämtliche Eitelkeiten hinsichtlich veröffentlichter Bilder abgelegt hat, der macht sich das Leben schwerer als nötig.

Hier ist der Mitschnitt der ersten Ausgabe von “FluxFM Spreeblick”. Enjoy!

Die nächste Folge gibt es am kommenden Sonntag von 10 bis 12 Uhr zu hören, die Wiederholung läuft am Montag von 19 bis 21 Uhr.

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ZDF log in: Manfred Spitzer, Jimmy Schulz und icke

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Links: Johnny. Rechts: Jimmy. Nicht im Bild: Manni.

Das war anstrengend, aber interessant: Ich war als Gast bei der ZDF-Sendung “log in” und kam leider nicht dazu, mit dem Bestseller-Autor Manfred Spitzer über tatsächliche Herausforderungen im Zusammenhang mit digitalen Medien zu diskutieren, habe aber immerhin im Vorfeld der Sendung während der Recherche den Begriff Gish-Galopping (auf Deutsch etwa: “sarrazinen”) kennengelernt. Und ich bleibe auch nach der Sendung bei meiner Überzeugung, dass Spitzer keinerlei Lösungen bietet, sondern als Angstmacher auftritt.

Den Mitschnitt der Sendung findet ihr in der Mediathek.

UPDATE Guido Brombach hat damit begonnen, “Gegenstudien” zu Spitzers Thesen zu sammeln. Es sei außerdem darauf hingewiesen, dass es sich bei der von Spitzer herangezogenen südkoreanischen “Studie” zur Vergesslichkeit durch an digitale Geräte ausgelagerte Aufgaben offenbar um diese Umfrage (!) einer Job-Website handelt, und dass “digitale Demenz” in Südkorea eher ein Mode- und Medienwort ist und nicht als Krankheit angesehen wird.

Außerdem: Nilz Bokelberg lehnt es nach der Sichtung von “log in” ab, bei Jauch mit Spitzer zu diskutieren.

UPDATE Ebenfalls sehr lesenswert und unterhaltsam: “Wenn Spitzer Studien zitiert”.

UPDATE Prof. Dr. Heinz Moser zu Spitzers Buch.

“Wo ist eigentlich jener Teil des Bildungs-Bürgertums abgeblieben, der mit dem Fortschritt, mit der Globalisierung, mit komplexen gesellschaftlichen Verhältnissen und Entscheidungsstrukturen, mit Technik und Internet, mit Bildungs- und Vernetzungsmöglichkeiten – also mit der heutigen Welt – etwas anzufangen weiß?”
Wolfgang Michal bei carta.

UPDATE Im Zusammenhang mit den Debatten macht sich Addliss um eben jene Gedanken: Die zwei Paradigmen der Internetdiskussion.

UPDATE Das JFF – Institut für Medienpädagogik in Forschung und Praxis hat sich ebenfalls geäußert: “Hier wird mit den Ängsten und Sorgen von Eltern und professionell Erziehenden gespielt anstatt aufzuklären.” (Danke, biblio!)

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In Erinnerung an Rudy Holzhauer

Der Musikverleger Rudy Holzhauer ist am 16. August 2012 im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt verstorben. Die traurige Nachricht ist eine Erwähnung in diesem Blog wert, weil sich Rudy in den vergangenen Monaten unter beinahe jedem Spreeblick-Artikel zu Themen rund ums Urheberrecht oder die GEMA eingebracht hat und die Debatten mit seinen Beiträgen bereichert hat – seine Kommentare (nicht nur hier) zählen eindeutig zu den interessantesten.

Ich habe Rudy Ende der 80er Jahre kennengelernt, als er bei dem Verlag arbeitete, bei dem auch meine Band unter Vertrag war. Im Gegensatz zu einigen anderen Menschen in der Musikbranche strahlte er gelassene Weitsicht aus und interessierte sich immer auch für Themen über die eigene Kompetenz hinaus. Ihm war zudem die Berufsethik wichtig und er setzte sich an vielen Stellen ehrenamtlich ein.

Seit Jahrzehnten hatte ich Rudy nicht mehr getroffen, bis ich mich im vergangenen Jahr auf einer Party wieder einmal etwas länger mit ihm unterhalten konnte – natürlich über Musik und das Internet und so weiter. Damals hatten wir beschlossen, unsere Unterhaltung auf der Suche nach Lösungen zu vertiefen, doch wie das so oft ist, sind wir über ein paar Mails und die gemeinsamen Debatten auf Spreeblick nicht hinaus gekommen, was ich nun umso mehr bedauere. Ich werde Rudys Beiträge zur Diskussion vermissen.

Mein herzliches Beileid geht an seine Angehörigen und seine Freunde.

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SPEX-blick

spex

Seit zwei Ausgaben schreibe ich eine Kolumne für die Printausgabe der SPEX, die Artikel erscheinen aber nach kurzer Verzögerung auch online.

Einfach hier klicken für meinen SPEX-Text der vorletzten Ausgabe: “Das ist doch verboten!”

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Bitte diesen Text nicht lesen, es wäre pure Zeitverschwendung

cube

Anfangs wirft man noch einen Blick auf die meist fremdsprachlichen Tageszeitungen, kann Boulevard und Qualität schon am Layout erkennen und meint, die Top-Meldungen anhand der Fotos und Überschriften zu verstehen. Falls Internet vorhanden ist, wirft man zunächst täglich, dann nur noch alle zwei Tage einen Blick auf die üblichen Nachrichtenquellen in der Heimatsprache. Und nach spätestens einer Woche lässt man es sein im Urlaub, in den Ferien, wenn die Zeit still steht und die Meldungen der Zeitungen grotesk fern von der gerade selbst erlebten Realität sind.
Read on my dear…

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