Seit gestern ruft hier die halbe Presselandschaft an, denn ich bin durch diesen Artikel zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg, an dem ich mein Abi gemacht habe, zu einem der offenbar wenigen Ansprechpartner unter den Ex-Schülern geworden. Die Anrufe gingen dabei schon vor meinem Artikel los, ich habe ihn geschrieben, um die Anrufe abkürzen und Journalisten mittels des Posts auf meine Kenntnisse hinweisen zu können. Ich habe anderen Medien das Zitat des Artikels genehmigt. Genügen tut das den meisten natürlich nicht. Es muss doch etwas exklusiver sein.
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Archiv
BILD-Telefonie
Sexueller Missbrauch am Canisius-Kolleg Berlin
Update Es wird am Dienstag, den 2.2.2010 eine Radio-Talkshow zum Thema geben, zur telefonischen Teilnahme sind alle herzlich eingeladen, wer persönlich mitkommen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Mehr Infos gibt es hier.
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Seit einigen Tagen liegt mir und auch der Presse ein Schreiben des Rektors des Canisius-Kolleg vor, einem von Jesuiten betriebenen Gymnasium in Berlin. In dem Schreiben entschuldigt sich der Schulleiter und schämt sich für den sexuellen Missbrauch von Schülern durch lehrende Patres, der an der Schule offenbar in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat.
Also genau in der Zeit, in der ich die Schule besuchte.
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Märchenstunde 7 – Hänsel und Gretel
In der siebten Ausgabe der Märchenstunde lesen wir Hänsel und Gretel. Diesmal mit Ahnung, denn wir haben einen Experten zu Gast, den studierten Historiker Don Dahlmann. Dennoch auch wieder mit Peinlichkeiten von Max und mir. Dazu ein bunter Strauß an Halbwissen und Meinung zum Beispiel zu bösen Eltern, geteilten Türen, die Zeit nach 1789 und die Form der Sozialkritik in Märchen.
Aufgenommen in der Metaebene (danke, Tim!).
Lev Manovich im Interview
Wir leben in einer Gesellschaft, in der sich die Kontrollmechanismen ständig verändern – und das unsichtbar.
Lev Manovich, Medientheoretiker und Autor des medienwissenschaftlichen Standartwerkes: „The Language of New Meda“ über den Rhythmus des Films, Datenvisualisierungen und Herausforderungen der Software-Gesellschaft im Interview mit der ORF-Futurezone.
Podcast-Sonderausgabe: Interview mit Thilo Reichenbach von der “Aktion Deutschland Hilft”
Am heutigen Nachmittag konnte ich ein kurzes Skype-Interview mit Thilo Reichenbach vom Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ führen und mit ihm über das Bündnis, aber auch über den Verbleib der von euch im Rahmen der „Rettungsanker Haiti“ gespendeten Gelder sprechen.
Paul Nolte: Religion und Bürgergesellschaft
Brauchen wir einen religionsfreundlichen Staat? Das ist die Frage, die Paul Nolte in seinem Buch stellt, und man muss kein Prophet sein, um zu wissen, was die meisten Spreeblick-Kommentatoren darauf antworten werden: Natürlich nicht. Persönlich bin ich mir da nicht so sicher: Deswegen folgt hier statt einer Besprechung von Noltes Band eine kleine Zusammenfassung seiner Argumente, warum Religion als Teil einer Bürgergesellschaft wichtig ist.
Nolte, um das vorwegzunehmen, spricht nicht vom religiösen Staat. Sondern von einem Staat, der mehr und mehr Terrain der Bürgergesellschaft abtritt. Die Bürgergesellschaft ist der gesellschaftliche Bereich zwischen Staat, Markt und isoliertem Individuum, in dem engagierte Freiwillige öffentliches Leben gestalten. Das geht von Parteien über NGOs wie Amnesty bis hin zur freiwilligen Feuerwehr. Und eben auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften.
Global No Pants Subway Ride Berlin – Hosen runter, Röcke rauf!
Zur Erinnerung: am kommenden Sonntag findet Berlins erster „No Pants Subway Ride“ statt.
Die Wettervorhersage prognostiziert milde Temperaturen zwischen -2 und -4°C, ihr werdet also voraussichtlich zu anderer Zeit aus anderem Grund sterben.
Spreeblick wird vertreten durch unsere selbst- und hosenlosen Kollegen Christoph und Phil, die per Film und Foto dokumentieren werden, wie die durchs Bloggen am meisten vernachlässigten Körperteile aussehen!
(Johnny kann nicht – hat Training.)
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Qualitätsjournalismus 2010
Erster!
Podcast 315: Radio Christmas
Im ersten Podcast des neuen Jahres planen wir unseren Nummer-Eins-Hit für Weihnachten 2010:
Radio Christmas.
Back to life, back to reality
Der Selbstbetrug der Feiertage, der Glaube, die Welt wäre für ein paar Momente zur Ruhe gekommen und Zwietracht hätte sich auf die eigene Verwandtschaft beschränkt. Nur ein Gefühl, nur eine Hoffnung. Natürlich.
Unfassbare elf Jahre Haft für einen Bürgerrechtler unter den Augen der Weltöffentlichkeit, erneut Straßenkämpfe und Tote in Teheran, ein glücklicherweise nicht explodiertes Flugzeug.
Yves Rocher ist gestorben und Vic Chesnutt hat sich das Leben genommen.
Nicht zynisch, sondern ehrfürchtig gemeint:
Es geht mir gut. Ich hoffe, euch auch.
Christen zu Weihnachten?
Der frühe Nachmittag des Heiligen Abends bedeutete für uns als Kinder den alljährlichen Kirchengang. Obwohl mein Vater höchstens abfällige Bemerkungen für die Kirche übrig hatte und auch meine Mutter die maßregelnden Verantwortlichkeiten des „Lieben Gottes“ nach einigen weniger erfolgreichen Anläufen lieber selbst in die Hand genommen hatte, galt die Zeremonie als Auftakt für die danach folgende Bescherung. Was auch der einzige Grund war, warum mein Bruder und ich sie über uns ergehen ließen. Man musste da eben durch, denn nur der Weg des Herrn führte zu Big Jim.
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Sehr verehrte Damen und Herren.
Wegen des unvorhersehbaren Wetterumschwungs kann es beim Betrieb dieses Blogs zu Verzögerungen kommen. Wir bitten dies zu entschuldigen und machen die Bundesregierung, US-Präsident Obama und China dafür verantwortlich, welche in einem geheimen Abkommen den europäischen Winter in diesem Jahr auf den Monat Dezember verlegt haben. Wirtschaftsvertreter sprechen bereits von einer nicht tolerierbaren Marktverzerrung und haben etwas eingelegt.
Johnny, B. Goode!
Es ist der helle Wahnsinn, was in den letzten Wochen an Bitten um Veröffentlichung von Spendenaufrufen, Charity-Projekten und anders Gutgemachten und -gedachten hier angekommen ist. Trotz aller Sympathie für jeden, der sich aufrafft um selbst etwas zu tun, hatten wir zunächst beschlossen, diesen Bitten nicht nachzukommen. Der Grund dafür: Bei den meisten Aktionen können wir die Zeit nicht aufbringen, die Seriösität zu überprüfen, bei anderen wurde uns nicht klar, ob nicht doch kommerzielles Interesse dahintersteckt und nicht zuletzt wäre eine Auswahl unmöglich gewesen. Wenn man ein Projekt veröffentlicht, warum dann nicht alle? Read on my dear…
Märchenstunde 6 – Dornröschen
Über vier Monate keine Märchenstunde, das ist eine halbe Ewigkeit. Also ungefähr wie 100 Jahre Schlaf. Deshalb haben Max und ich uns zur Wiederaufnahme der Märchenstundenaufnahme für Dornröschen entschieden.
Hört selbst, wie wir ewig brauchen, bis wir das Märchen lesen und dann in nullkommanix aus dem Dornröschenstoff einen topaktuellen Katastrophenfilm mit Starbesetzung (Jessica Schwarz! Bruno Ganz! Uwe Ochsenknecht! Special Guest: Daniel Brühl!), voller brisanter Politik und kinogeschichtlichen Anspielungen schneidern.
Megan Fox kommt auch kurz vor. In der Märchenstunde, nicht im Film.
Märchenstunde 6 – Dornröschen
Wir lesen Dornröschen nach der Ausgabe letzter Hand der Grimmschen Märchen.
What would I have done?
Nebenan ist auf eine junge Frau eingestochen worden, im Treppenhaus. Es war letzte Woche. Mein Nachbar hat mir das erzählt, als ich auf dem Balkon stand und in die kümmerlichen Reste meiner Balkonblumen gestarrt habe. Direkt im Nachbarhaus, Stiche ins Gesicht und in den Bauch. Im Treppenhaus, direkt nebenan. Vielleicht war ich in der Zeit gerade Bier holen, Mails checken, irgendeine Serie kucken oder das Feuerzeugbenzin war alle. Im Treppenhaus, direkt nebenan.
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erst denken, dann denken

bitte nicjt wundern. och kann diwses chaos erlärwn… voe einoger zeit sah ochj ein sehr imterressamtes inzerview mit weike köänig, einem bicht hans umbekannten gragikdesigmer und agentu4chef aud berl8n. einw3 aussage in dem vide3o hart mich nachhhaltig bescghäftigtr.
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Papaladen – Pappalapapp!
Der Berliner Prenzlauer Berg hat einen Papaladen.
Der Papaladen ist ein Treffpunkt für Väter und Kinder, gedacht zum Austausch untereinander, weil es auch schlimm ist, wenn sich plötzlich mit dem Kind das Leben ändert.
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