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Vreitagsvers, der vierundvierzigste

hiding

klagelied einer duckmaus

wer bmw und porsche fährt
der frisst auch kleine kinder
die brut wird skrupellos verzehrt
wie curryhuhn beim inder

wer diesel und ed hardy trägt
von dem ist es erwiesen
dass er sehr gerne katzen schlägt
fies grinst wie liam neeson

wer nickelback und coldplay mag
der soll das land verlassen
so ist mein leben tag für tag
ich kann nix außer hassen

wenn jemand anders denkt als ich
geschmacklich oder ethisch
dann werde ich zum wüterich
zumindest theoretisch

denn wahr ist das: ich komm gut aus
mit allen jungs und damen
konflikt und streit sind mir ein graus
ich sag stets ja und amen

nach außen grins ich. innen flammt
die wut. ich hör sie schmatzen
und irgendwann wird sie mitsamt
der stummen hülle platzen

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus.

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SchülerVZ: Flop

schülervz(Hinweis: Updates finden am Ende des Artikels statt. Der „Flop“-Button wurde inzwischen von SchülerVZ gestoppt.) Mit den VZ-Netzwerken beschäftige ich mich eigentlich seit einigen Jahren nicht mehr, denn irgendwann war es mir – genauso wie vielen ehemaligen Nutzerinnen und Nutzern – zu blöde, mich mit einem Projekt zu beschäftigen, das nichts als eine Facebook-Kopie war. Und glücklicherweise sind unsere beiden Kinder nie auf die Idee gekommen, sich bei SchülerVZ anzumelden, Facebook genügt mir ehrlich gesagt auch als elterliche Herausforderung lang und breit, danke sehr.

Die aktuelle Kampagne des strauchelnden Social Networks aus dem Hause Holtzbrinck, über die sich der Haltungsturner zurecht aufregt, lässt mich aber mal wieder fassungslos auf die Tastatur hämmern.
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Dein Beitrag zu ihrem Niedergang – Wie man diskriminierende Inhalte bei YouTube melden kann

In dem Artikel „Digitale Zivilcourage“ hatten wir auf den englischsprachigen Artikel des Autors JF Derry mit dem Titel „Your part in their downfall“ hingewiesen. Der Artikel wurde in den letzten Tagen netterweise von Kerstin von justmag.net ins Deutsche übersetzt und erscheint in dieser Version mit Genehmigung von JF Derry nach dem Klick, da wir die von Derry angestoßene Debatte für enorm wichtig halten.

UPDATE Eine alternative Übersetzung gibt es von Elle Nerdinger auf ihrem Blog!
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Spreeklicks (Soundtrack: XTC)

Eins, zwei, drei, vier, fünf Sinne machen Überstunden und ich habe weniger Sorge um das, was Facebook mit bösartiger Absicht falsch machen könnte, als um das, was eben bei technischen Systemen, die ebenso wie die politischen selten perfekt sind, passieren kann: Fehler. Warten wir also einfach auf den Tag, an dem alle unsere privaten Nachrichten wegen Hoppla, wie konnte denn das geschehen? für ein paar Stunden öffentlich sind und sehen wir die Sache positiv, denn immerhin beweisen die irrtümlich öffentlich gemachten Fotos von The Zuck, dass sein Privatleben langweiliger ist als unseres.

Apropos langweilig:
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Weltexklusiv: Interview mit dem CEO von Santa Claus Industries

Wir hatten ja schon einige Interviews von iseevoices veröffentlicht, aber dieses weltexklusive Gespräch mit dem CEO von Santa Claus Industries übertrifft alles.

Im englischsprachigen Interview erfahren wir alles über die Ursprünge von Santa Claus Industries als Familien-Unternehmen (inklusive der Kooperation mit der katholischen Kirche), hören erstmalig Santa Claus’ Sicht der damaligen Zusammenarbeit mit Coca-Cola und darüber, wie die Taliban beinahe eines der bekanntesten Markenzeichen des Unternehmens – den Bart – gefährdeten. Desweiteren spricht der CEO über eine seiner Lieblingsbands: Die Butthole Surfers.

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Digitale Zivilcourage

Wann immer eine Straftat, eine Schlägerei, ein Überfall oder gar Mord in der Öffentlichkeit bekannt wird, steht die Frage nach der Zivilcourage der bei der Tat anwesenden Unbeteiligten im Raum.

Wer selbst schon einmal zufälliger Zeuge eines Übergriffs gegen eine andere Person war, der weiß jedoch, wie schwer es ist, einzuschreiten, der angegriffenen Person also zur Seite zu stehen. In der Theorie und besonders, wenn mehrere Menschen anwesend sind, die gemeinsam eigentlich leicht helfen könnten, ist Zivilcourage leicht – in der Praxis oftmals leider nicht, entweder, weil niemand anderes mit einschreiten mag oder die Furcht vor der Brutalität oder Bewaffnung der Angreifer dann eben auch bei einem selbst überwiegt.

Dies gilt für das physische Leben, für den Alltag in der S-Bahn, bei einem Konzert, auf der Straße. In der digitalen Welt hingegen sollte uns das Eingreifen viel leichter fallen, meist genügt ein Klick, eine kurze Nachricht oder auch ein Satz als Kommentar als Hilfestellung für jemanden, der angegriffen wird. Aber nehmen wir diese Möglichkeit zur Hilfe wahr? Wie sieht es aus bei der Verbreitung von Hass, Lügen oder öffentlicher Diffamierung im Netz, werden wir dabei aktiv oder klicken wir kopfschüttelnd einfach weiter? Übernehmen wir also bewusst aktive Verantwortung für unsere digitale Umgebung?
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Castor 2011 – Eine Reportage in Bild, Text & Ton

Von Gregor Fischer (Fotos) und Deborah Seifert (Text, Interviews)

Der Castorticker meldet:
Mi, 16:01 – Vallones – Der Castor ist losgefahren. Aus verschiedensten Quellen ist zu hören, dass er bis morgen in Frankreich bleiben soll.

Donnerstag Mittag. Es ist noch sehr ruhig im Wendland. Ein Kind hüpft von der Schule nach Hause. Eine alte Dame geht mit ihrem Hund spazieren. Der Fleischer hat schon geschlossen. Eine Bushalte steht verlassen neben der Elbe. Nur ein Plakat mit gelben Kreuz deutet auf das hin, was in den nächsten Tagen erwartet wird. Der Castorzug wird wieder durchrollen. Er transportiert Brennelemente aus deutschen AKWs aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage von La Hague zurück nach Deutschland.
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Vreitagsvers, der dreiundvierzigste

wir scheißen auf den mindestlohn

verrecken solln die kranken
die unterschicht kriegt nichts, nur hohn
wir retten lieber banken

alleinerziehend, kinder: drei
kaum brot, kein geld zum tanken
die umwelt stirbt? uns einerlei
was zählt, sind unsre banken

die würde steht im grundgesetz
na toll, wem kann ich danken?
wie fische zappeln wir im netz
und wer kassiert? die banken

Zuhause, auf Zwölf Zeilen zur Zeit, zockt Ingo Neumayer tagtäglich so lange mit der deutschen Sprache, bis sie ihm einen sinnigen Reim spendiert.
Vreitags gibt er auf Spreeblick einen aus.

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Ich bin kein Mitglied der Piratenpartei

Ich komme mir etwas blöd vor bei diesem Hinweis, halte ihn aber für nötig: Ich, Johnny Haeusler, bin kein Mitglied der Piratenpartei und ich bin auch in keiner anderen Partei engagiert.

Zum Hintergrund: Ich hatte vor den letzten Berliner Wahlen erklärt, warum meine Stimme bei dieser Wahl an die Piratenpartei gehen würde. Daraufhin erschien am Wahl-Sonntag ein wenige Sekunden kurzes Statement von mir im Rahmen eines Berichts im ZDF Heute Journal. Obwohl mein Kommentar der eines Außenstehenden war und auch im Rahmen des Berichts so anmoderiert war, gingen offenbar einige Zuschauer davon aus, dass ich als Mitglied der Piratenpartei in den Tagesthemen zu sehen war.

Dies zumindest ist die von mir konstruierte Erklärung dafür, warum ich seit einigen Wochen regelmäßig per Mails und auf Veranstaltungen zu meiner „Tätigkeit bei den Piraten“ oder meiner „Mitgliedschaft in der Piratenpartei“ angesprochen werde. Und das nervt inzwischen sehr, da es viele Gründe hat, warum ich in keiner Partei bin, nicht vorhabe, einer beizutreten und mir dies auch sehr wichtig ist.

Vielleicht hilft mir Google ein wenig dabei, das Missverständnis aufzuklären.

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Spreeklicks (Soundtrack: Los Campesinos!)

Obwohl ich mir einbilde, die Sprachlosigkeit der Redaktion von Technology Review ob einiger Gedankenausflüge von Julia Schramm im Gespräch mit Constanze Kurz zwischen den Zeilen beinahe hören zu können, hat das Interview mit dem harmlos wirkenden Zitat-Titel „Datenschutz greift nicht mehr“ mehr Unterhaltungswert als der Versuch von USA Today, die Geheimnisse von Facebooks Datenverfolgungsmechanismen aufzudecken. Letzterer Artikel ist dennoch informativer. Aber eben nicht leichter.

Währenddessen stilisiert die TAZ Marina Weisband, die Geschäftsführerin der Piratenpartei, zu einer Mischung aus Natalia Vodianova, Hello Kitty und Mutter Theresa und sollte froh sein, dass Sätze wie „Marina Weisband wirft einen Kontrollblick in den Spiegel, bevor sie sich malerisch langsam den Mantel aufknöpft“ nicht von einem Mann geschrieben wurden. Trotzdem finde ich den Artikel irgendwie dann auch wieder ganz nett.

Und obwohl wir für den Aktionstag zu spät dran sind, darf auch bei uns der Hinweis auf die tolle „Aktion Libero“ gegen gegen Homophobie im Fußball nicht fehlen, denn erstens zählen zu unseren Freunden mehr Schwule als Fußballspieler (was aber Zufall ist, wir haben nichts gegen Fußballspieler!), zweitens gibt es schließlich auch bei uns ab und zu Fußball (wer Freds Spielkommentare vermisst: Ab zum blonden Engel!) und drittens sowieso. Schlimm genug schließlich, dass man im Jahr 2011 noch immer Aktionen gegen Homophobie machen muss.

UPDATE Gerade noch via Tobias Schulze darauf gestoßen, dass die TAZ die Qualität der hier stattfindenden Urheberrechtsdebatte lobend erwähnt, was mich sehr freut.

Nach dem Klick dann noch das neue Video der Black Lips. Und allen Clash-Fans sei ein Klick hierhin sehr ans Herz gelegt.
Ich hab’ euch fast alle übrigens sehr gern.
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1992: Angela Merkel und ich im TV

n3 jugendtreff

1992 befand sich meine Band Plan B auf einem kleinen Höhenflug, denn fast alles lief ziemlich super. Auch die Promotion: Während einer Deutschland-Tournee machten wir als musikalische Gäste Zwischenstopp bei der N3-Show „Jugendtreff“ mit dem Titel „… denn sie wissen nicht, was sie tun“.

Während der Sendung wurde mit dem jungen Publikum zu den Themen „S-Bahn-Surfen“ und „Jugend und Politik“ im Allgemeinen diskutiert, zu dieser Gesprächsrunde wurde ich ebenfalls hinzu geholt. Stellvertretend für die politische Seite war die damalige Ministerin für Frauen und Jugend anwesend: Angela Merkel.

Es folgen die Videobeweise, die mir von Florian M. aus Braunschweig zugespielt wurden.
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Spreeklicks (Soundtrack: Kalle)

Während Kalle von Erobique die BOSS RC-30 Loopstation für euch testet (UPDATE: Das Video wurde leider entfernt. UPDATE: Neue Version gefunden, läuft wieder), gibt es von mir ein paar Klicktipps. Nach dem Klick.
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