Morgen startet 3sat die Themenwoche „Russland unzensiert“.
Dem Dokumentarfilm „Ein Artikel zu viel- Anna Politkowskaja und das System Putin“ schliessen sich weitere Brrr-Themen an: die Baltische Flottttte, Sibbbirien, Russlands wilde Dddddichter, sowie Putin und andere Helden der Kälte schicken uns bibbernd unters Bärenfell.
Dazu Wodka bis Doktor Schiwago kommt!
Archiv
Russland satt: 3sat!
Coverflow
Erykah Badu will ein analoges Mädchen in einer digitalen Welt sein. Und irgendwie gelingt ihr das mit dem Video zu Honey auch ganz gut. Darin erzählt sie nämlich, was wir verlieren werden, wenn die iTunes, Amazons und Musicloads dieser Welt gewinnen. Die Haptik, das Grossformat, die Seele, den Soul. Recht hat sie! Und ganz nebenbei lädt sie auf ein Spielchen ein: Ich gebe mal zwei vor: Illmatic von Nas und 3 Feet High and Rising von De La Soul … (Video nach dem Klick)
Wie man alles komplett durcheinander bringen könnte
Wie Zillionen anderer Interweb-Nutzer habe ich mich schon oft gefragt, warum man den E-Mail-Versand nicht vordatieren kann. Abends ‘ne Mail tippen, die erst am nächsten Morgen rausgeht: Technisch sollte das kein Problem sein.
Je länger man jedoch darüber nachdenkt, desto klarer wird: Damit könnte man Regierungen stürzen. Mindestens.
Update: Hier gibt es einen Artikel für OS-X-Nutzer zum Thema. Dem Umsturz steht also nichts mehr im Weg.
Bananenbürokraten
(Aus meiner Lieblingsreihe: Alltag in Absurdistan.)
Heute eine Nachricht vom Arzt erhalten: „Bitte“, steht auf dem - Moment - DIN A7 großen Zettel drauf - „überweisen Sie umgehend das offenstehende Porto. Vielen Dank, Schwester Stefanie.“
Brockhaus, Spiegel, Wikipedia: Steigert meinen Wissenswert! (Update)
Wie die BIFAB als Herausgeberin der Brockhaus-Lexika und anderer Nachschlagewerke vor wenigen Tagen meldete, steht das 200 Jahre alte Unternehmen vor dem vielleicht größten Paradigmenwechsel seiner Geschichte, wenn es im April dieses Jahres mit einer kostenlosen Online-Ausgabe startet. Die Welt des im Netz abrufbaren Wissens erhält somit eine bereichernde weitere Facette – ein Grund zur Freude, sollte man meinen.
Wer sich in den vergangenen Tagen im Netz, speziell in Weblogs, nach Reaktionen umsah, musste jedoch den Eindruck bekommen, dass dieser Zuwachs alles andere als begrüßenswert sei. Neben der oft abgeschriebenen Meldung, dass Druckausgaben mit dem Start des Online-Portals komplett eingestellt werden (ein Zitat eines Pressesprechers, die Nachricht erscheint jedoch nicht in der offiziellen Pressemitteilung, in der weitere Druckausgaben angekündigt werden) scheint Häme ob des angeblichen Sterbens der Marke zu überwiegen. Schließlich gibt es doch die Wikipedia. Wer braucht da noch andere Quellen?
Google, Yahoo, Ask - und danach?
Im Grunde ist es schon erstaunlich, dass die zentralen Traffic- und Aufmerksamkeitsverteiler im Internet mit Technologien arbeiten, die im Wesentlichen deutlich älter sind als das Web. Dass die relevanten Informationen in denen im Netz umherschwirrenden Medienformen wie Text, Ton, Bild und Video in Zukunft sehr viel besser gefunden werden müssen als heute, dürfte klar sein. Wem helfen schon 1.653.733 Treffer?
Wie die Zukunft der Suchmaschinen - jenseits von Google & Co. aussehen kann, beschreibt der von acatech, der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften herausgegebene Tagungsband „Wie arbeiten die Suchmaschinen von morgen? Informationstechnische, politische und ökonomische Perspektiven“. Das 140 Seiten starke und lesenswerte PDF kann hier kostenlos heruntergeladen werden.
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Beweis: Der Frühling kommt!
Zumindest stehen die Trompeter schon wieder vor der Tür. Bin gespannt, welcher Klassiker in dieser Saison ausgegraben wird.
When Jane became insane.
Das Blog von 90 Day Jane stimmt mich mehr als nachdenklich und wirft einige Fragen auf, mal ganz davon abgesehen, ob das nun (hoffentlich) ein Fake ist, oder nicht. Darf man seinen Selbstmord in einem anonymen Blog ankündigen? Ja? Nein? Und falls nein: Warum nicht?
(via)
Update: Die Seite ist offline und hat sich als Kunstprojekt herausgestellt – Peter und Matthias haben das letzte Posting von „Jane“ aus dem Feedreader gefischt und in unseren Kommentaren gepostet.
Zu Architektur tanzen: José James
Irgendwann meinte Johnny mal zu mir, es sei so viel schwieriger über Musik zu schreiben, die einem gefalle, als über solche, die man nicht möge. Da hat er wohl Recht. Tatsächlich fällt mir auch gerade nicht sehr viel mehr ein, als das sowohl Elvis Costello als auch Laurie Anderson zugeschriebene Bonmot „Writing about music is like dancing about architecture - it’s a really stupid thing to want to do. (Video nach dem Klick) Read on, my dear…
Nouvelles: Wenn Frauen beim Kacken im Netz surfen
Ich bin beim „Durchklicken“ nach der Pressemitteilung zum neuen, allein von Frauen geschriebenen „Nachrichtenportal“ Nouvelles zunächst nicht besonders weit gekommen und hab die Meldung einfach gelöscht, doch Anke Gröner hat sich durchgekämpft und hat Recht.
Die Idee eines reinen Frauenmagazins (von, nicht für) ist trotz und wegen EMMA keine falsche Idee, aber dafür müssen zuallererst diese albernen Stock-Fotos gehen. Und, in letzter Konsequenz, die männliche Schlussredaktion nebst der drei männlichen Gesellschafter. Wenn schon, denn schon.
Achja und: „E-Paper“ ist nicht „zeitgemäß“, sondern Blödsinn, der schon in den 90ern gescheitert ist.
Update: Hoppla. Lanu war viel schneller. Klar. Ist ja auch ‘ne Frau.
Update 2: Und Ix auch. Aber nicht so schnell wie Lanu. Klar. Ist ja auch’n Mann.
Strange Maps
Merkwürdige Landkarten findet man beim passend genannten Blog Strange Maps. Zum Beispiel diejenige von Neu York, die darstellen soll, wie New York ausgesehen hätte, wenn die Stadt im Zweiten Weltkrieg von den Nazis erobert worden wäre. Strange indeed.
[via]
Kurze Geschichte der Globalisierung
200000 v. Chr.
Von Afrika aus erobern aufrecht gehende, weise Affenabkömmlinge den Erdball. Haare glätten sich, Augen werden blau oder mandelförmig und die Haut wird heller. Der Gang bleibt über die Jahrtausende nicht immer aufrecht und die Weisheit schwankt ebenfalls. Gott schnarcht.
Kommt mal alle MSN
Drei 13jährige Jungen auf dem Bahnsteig. Der Wortführer (größer, breiter, geliger als die anderen) schwärmt von den Vorzügen des Internets. „Kommt da auch mal hin, ist voll geil, ich beleidige da den ganzen Tag Leute.“
Liebst du noch oder lebst du schon?
Da wir gerade schon in Schweden waren: Wenn ihr es als Paar schafft, am Samstagnachmittag bei Ikea die erste gemeinsame Küche zu planen (und zu entscheiden!) ohne dabei Tränen zu vergießen, Wutausbrüche vor vielen hundert fremden Menschen zu bekommen oder gar am nächsten Tag wegen Amoklaufs in der Zeitung zu erscheinen, dann habt ihr es geschafft. Ihr könnt, wenn ihr wollt, heiraten.
Wischen impossible
Ich mache im Haushalt viel weniger als meine Freundin. Ausreden gibt es dafür keine, dafür war es aber schon immer so. Weder war ich jemals der Alleinernährer, noch bin ich je in die Rolle des Herrn des Hauses geschlüpft. Auch religiöse Motive spielen keine Rolle. Eine Mischung aus Faulheit, ja: innerer Verklebtheit, Inkompetenz und der drängenden Frage: Findest du es denn wirklich schlimm, wenn die Küche benutzt aussieht? führen zu dieser unglücklichen Konstellation.
Noch mehr Top-Bilder mit noch weniger Motiven
Ich bin jetzt bereit, etwaige despektierliche Formulierungen von vorhin zurück zu nehmen.
Die Wikimedia Auswahl der Bilder des Jahres mag vielleicht nicht die Créme de la Click sein, aber sie bietet Abwechslung, immerhin.
Und ich darf sie zeigen!
Weil ich die 2007er Top-Foto Auswahl der Bundesregierung nicht zeigen darf, schüttle ich die Beschreibung des Abgelichteten aus dem linken Ärmel und bitte um freie Assoziation:
The Wikimediocre picture of the year 2007
Es ist soweit, die Jury hat entschieden!
Und hier ist es, das allerallerallersuperste Bild des Jahres 2007:
Slightly more useful than Twitter
Obwohl UA schon lange aus der Beta-Phase raus ist, haben sich bisher nur kapp 11.000 Leute bei dem viel versprechenden australischen StartUp registriert. Wer noch dabei sein will, bevor der Dienst seine erste Phase abschließt, sollte schnell sein und hier klicken.
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Abu Ghraib Fashion Show?
Ich halte mich im Bereich der Mode – obwohl der stilvollen Bekleidung nicht abgeneigt – aus guten Gründen zurück. Die sehr eigenen Regeln, denen sowohl Modefotografie als auch Modeschauen folgen, sind für mich unergründlich und ich habe einfach nie den Drang gehabt, mich näher mit ihnen zu befassen. Man kann ohne Zweifel sagen: Ich habe keine Ahnung von der Modeindustrie.
Bei einigen Fotos der neuen John-Galliano-Kollektion darf ich mich aber trotzdem fragen, ob die noch alle Tassen im Schrank haben, Poe hin, Poe her.
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Malte liest. 08: Koexistenz mit dem schwachen Geschlecht
Teil 8 – und damit der vorerst letzte Teil unserer kleinen Serie, in der Malte einige seiner Spreeblick-Artikel liest.
Podcast vom 29.1.08
„Worst hotel ever, don’t even think about staying there!“, Internet-Kommentar-Sucht als pathologisches Krankheitsbild, tolle Buchidee, die auch als Performance funktioniert, ein komisches Störgeräusch, das wir bei der Aufnahme nicht wahrgenommen haben, Warten auf Coverbilder bei Amazon, Fasching in Berlin, Halloween in Amerika, selbstgeschneiderte Faschingskostüme und in diesem Zusammenhang überhaupt Selbstgemachtes für Kinder, zum Beispiel Skateboards oder Laserschwerter oder gehäkelte Kleider für Barbiepuppen, Little Big Jim und ein nicht veröffenlichtes Faschingsfoto aus Johnnys Kindheit. Allaaf.
Frontline: Growing up online
Zum ersten Mal stieß ich vor drei Jahren auf Frontline, die Online-Ausgabe einer US-amerikanischen Doku-Serie, die seit 25 Jahren auf PBS-Kanälen ausgestrahlt wird und auch online zu sehen ist.
Malte liest. 07: Pubertät
Teil 7 unserer kleinen Serie, in der Malte einige seiner Spreeblick-Artikel liest. Und auch einige, die hier gar nicht veröffentlicht wurden, so z.B. den folgenden.
Herzlichen Glückwunsch, Lego!
Seit einigen Jahren darf ich es wieder verspüren, dieses etwas wunde Gefühl am Daumen nach stundenlangem Zusammendrücken der Steine, oder auch den Schmerz am Zahnfleisch nach dem mündlichen Trennen zweier flacher Elemente inklusive Abrutschen … und erst seitdem weiß ich, wie sehr ich es in den Jahren zwischen Adoleszenz und Vaterschaft vermisst hatte.
Inzwischen ist der sprunghafte Reflex eines noch halb schlafenden Körpers hinzugekommen, dessen Fuß völlig unerwartet auf einen Einer vor der Badezimmertür trifft und tritt … aber auch den mag ich mittlerweile.
Der Lego-Stein wird heute 50 Jahre alt, und während Gizmodo eine liebevoll getextete Timeline präsentiert, gratulieren wir diesem unersetzbaren Stück Popkultur einfach nur.
Barbara Preisinger
Barbara Preisingerhübsche kleine das ziemlich bekannte Label ~scape betreibt, hat für die Kollegen drüben bei XLR8R einen Exklusiv-Mix zusammengestellt: Eine Stunde aktueller Musik, zwischen House und Elektro oszillierend. Sehr schön!
Barbara Presinger Mix für XLR8R
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