Archiv

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Ist es schlimm, heutzutage Musiker zu sein? Nein. Es ist großartig.

Ich bin äußerst erfreut über das wirklich umwerfende Interesse an meinem Artikel über Einnahmen aus dem digitalen Musikbereich – und auch ein bisschen erstaunt über manche Reaktionen. Denn obwohl ich sehr darauf geachtet hatte, selbst keine Wertung der Zahlen vorzunehmen, war das Feedback vielerorts doch ein verblüfftes. Menschen in Social Networks wunderten sich darüber, wie wenig Geld man mit Musik online verdienen kann, manche bekamen Mitleid mit Musikern, einige empfanden die Zahlen als unfair.

Ich sehe das etwas entspannter. Es gibt keinen Grund, zu jammern.

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Die Sache mit der Transparenz

Neulich schickte mir jemand einen Twitter-Screenshot:
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WhatsApp, Facebook?

facebook_whatsapp

Das Analysieren der finanziellen Dimension des Facebook-/WhatsApp-Deals überlasse ich lieber den Analysten, die heißen ja schließlich nicht ohne Grund so. Ich selbst bin nämlich bei der Analysten-Prüfung durchgefallen, weil ich jeden Deal dieser Größenordnung mit den Worten “Die spinnen doch komplett” bewertet habe, das wirkte wohl etwas unseriös.

Mir fielen aber in den endlosen Twitter-Reaktionen einige Dinge auf, die ich gerne kommentieren möchte, denn meine Kommentatoren-Prüfung habe ich mit einer 3- erfolgreich abgeschlossen.
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Eat this, Matussek: Dale Hansen zum Coming Out des NFL-Spielers Michael Sam und meine hobbypsychologischen Ausführungen zum Thema Homophobie

Ausgerechnet aus Texas, dem US-Bundesstaat, der nicht gerade als Land der Regenbogen-Sticker bekannt ist, kommt ein Statement, für das hiesigen Journalisten und Sportkommentatoren die Eier fehlen (pun intended).

Was Dale Hansen in dem folgenden Clip zum Coming Out des NFL-Spielers Michael Sam sagt, scheint dabei so einfach und sinnvoll zu sein, dass man sich danach eigentlich jede weitere Diskussion sparen kann.

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2014: Under construction

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We gotta stay positive

Der montägliche Wahlkater verzieht sich langsam, Galgenhumor setzt ein (“Was hat die schwarzgelbe Regierung je für uns getan? Die Abschaffung der Wehrpflicht. Okay. Der Atomausstieg. Na gut. Aber abgesehen davon??”) und man muss ja auch zugeben: Der letzte Kanzler, von dem ich mir viel versprochen hatte, hat schnell die Gazprominenz vorgezogen.

Es bleibt also aller Voraussicht nach bei einer Regierung, gegen die man singen und schreiben und stimmen kann. Auch gut, auf eine Art. Und währenddessen trainiere ich dennoch, mich wieder weniger auf das Dagegen zu konzentrieren und mehr mit dem Dafür zu beschäftigen. Nicht, um zu flüchten. Sondern weil es sinnvoller und gesünder ist. Und auf Dauer hoffentlich mehr bringt.

Diese Jungs und Mädchen hier machen es vor:

[Video via Ronny]

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Gastbeitrag: Gedankenspiele um einen Cannabis-Supermarkt am Berliner Görlitzer Park

Ein Gastbeitrag von Lorenz Matzat.

Dieser Tage ist die Lokalpresse in Berlin voll von Texten über die Dealer im Görlitzer Park. Von denen fühlen sich Teile der Anwohner beeinträchtigt. Ich lebe selber an diesem Park in Kreuzberg, den ich oft besuche oder durchquere. Was nicht zu bestreiten ist, dass es eine Zunahme an Leuten gibt, die dort dealen. Ein guten Eindruck der Situation vermittelte jüngst Aleksandar Zivanovic in einer Reportage für die Berliner Zeitung.

Für die Zunahme der Dealer gibt es einen simplen Grund: In den letzten Jahren ist es im Görlitzer Park enorm voll geworden. An Sommertagen wie derzeit, ist der Park am frühen Abend gefüllt wie ein gut besuchtes Freibad: Viele hundert Menschen verteilen sich über die Rasenflächen und finden sich in den angrenzend Gastronomiebetrieben ein. Allein statistisch musste die Nachfrage nach Drogen schon steigen; ein Teil des Publikums des Parks/ der Gegend dürfte dazu als gesteigert drogenaffin gelten.

Ergo kommen auch mehr Händler.

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#StopWatchingUs, Berlin, 27.7.2013 (Fotos, Video)

Zunächst war ich enttäuscht, als ich gegen 14 Uhr am Heinrichplatz in Berlin-Kreuzberg angekommen war. 400 bis 500 Menschen, schätzte ich, hatten von der Demo mitbekommen und sich in die Hitze geschleppt, ich fand, es hätten trotz der hohen Temperaturen von rund 35 Grad Tausende sein müssen. Als sich der Zug dann nach einigen Reden in Bewegung gesetzt hatte, kamen jedoch immer mehr Menschen hinzu und während des Spaziergangs zum Brandenburger Tor werden es dann wohl doch 2.000 oder sogar mehr Leute gewesen sein.

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Das Internet ist kaputt [Updates]

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UPDATE Für Capital habe ich den Artikel noch etwas erweitert.

Natürlich habe ich geahnt, vermutet, befürchtet, gewusst, dass nichts, was ich im Internet treibe, wirklich privat ist und bleibt. Und dass Behörden bei Verdacht auf kriminelle Handlungen Zugriff auf alles Mögliche haben, war mir klar. Das aktuelle Ausmaß der grundlosen Überwachung durch Systeme wie Prism oder Tempora und was da noch alles ans Licht kommen mag, lässt jedoch viele bisherige Verschwörungstheorien lächerlich naiv wirken.

Es ist eine Sache und schlimm genug, dass ich davon ausgehen muss, dass Mail-Kommunikation mit – sagen wir mal hypothetisch: Julian Assange – bei der NSA landet. Es ist jedoch noch mal eine ganz andere Geschichte, wenn nicht nur diese Kommunikation, sondern sämtliche meiner Mails aus einem bestimmten Zeitraum dorthin gelangen und ich erst zwei Jahre später davon erfahre. Wenn überhaupt.

Ich kann nun ahnen, vermuten, befürchten, wissen, warum die Bundesregierung nicht mit schärfster Kritik reagiert (immerhin aber die Justizministerin, zumindest in Richtung UK), ich kann sowohl die Forderungen als auch die Zuversicht von Peter Schaar teilen, doch die wichtigste Frage bleibt: Wie verhalten ich mich ab jetzt? Wie verändern die enthüllten Tatsachen mein eigenes Verhalten in der digitalen Welt?

Und vor allem: Wie kann ich sicherstellen, dass ich meine Grundrechte auch im Netz wahrnehmen kann?

Die frustrierende Antwort ist: Gar nicht. Das Internet ist kaputt. Für immer.
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Der interne Terror

Vor über einem Jahr schrieb WIRED über die NSA: “(…) the NSA has turned its surveillance apparatus on the US and its citizens. It has established listening posts throughout the nation to collect and sift through billions of email messages and phone calls, whether they originate within the country or overseas.”

Und schon 2009 mussten sich Google und andere Unternehmen der Kritik stellen, dass sie Nutzerdaten an Obrigkeiten weitergegeben hätten. Google-Chef Eric Schmidt machte daraufhin unmissverständlich klar: “If you really need that kind of privacy, the reality is that search engines, including Google, do retain this information for some time. And [...] we’re all subject, in the US, to the Patriot Act, and it is possible that that information could be made available to the authorities.” Schmidt schloss daraus mit Folge der Entrüstung von Presse und Öffentlichkeit:

“If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.”

Es ist also nicht so, dass wir nicht gewarnt waren.
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Mobblogging

So mag ich ja das Blog-Lesen. Wenn es hin und her geht, und wenn es um die vermeintlich weniger wichtigen Alltagsdinge geht, die doch in Wahrheit das Leben bestimmen. Schließlich ernährt das Kleine das Große.
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Streit: Das Generationenmanifest

startrek

Es gibt Zoff. Mal wieder streiten der optimistische Utopist und der pessimistische Kotzbrocken in mir. Es geht um Das Generationenmanifest.
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