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Ausgeschlossene Blutsbrüder [Update]

Gestern habe ich die Petition “Buntspenden” unterzeichnet, die vom Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD), dem Christopher Street Day e. V. Berlin und DDB Tribal Berlin initiiert wurde und mit einer grafisch und technisch großartig gemachten Website beworben wird.

Mir war – wie vermutlich vielen anderen Menschen – vorher nicht bewusst, dass bi- und homosexuelle Männer in Deutschland kein Blut spenden dürfen und ich fand das ungeheuerlich. Denn auf mögliche Infektionen wird doch sicher jede Blutspende untersucht, und somit kann die Sicherheit der Spenden-Empfängerinnen und -Empfänger jederzeit garantiert werden, dachte ich.

Im Detail ist die ganze Sache dann aber mal wieder doch nicht ganz so einfach.

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Wissen und bewusst machen – Brasilien, die WM 2014 und das gemischte Leben

Seit knapp anderthalb Wochen läuft die WM, und schon viel länger die Diskussionen, ob man sie überhaupt gucken sollte. Johnny listet in seinem Artikel einiges auf, das diese WM fad schmecken lässt, und spricht sich fürs Hingucken anstatt Weggucken aus, bietet die Übertragung der WM doch die Möglichkeit, einer breiten Öffentlichkeit neben dem Sport auch die politische Situation in Brasilien zu zeigen. Und in den Kommentaren darunter fällt wieder (als Zitat) der Satz: “Eigentlich darf man gar nicht gucken.” Aber natürlich ist es nicht so einfach.

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Sirenen dieser Welt (Updates mit Lösung)

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Das ist ein etwas skurriles Posting … Ich habe mir gerade das NBC-Interview von Brian Williams mit Edward Snowden angesehen und angehört, nach etwa 20 Minuten wurde ich jedoch stutzig (und ja, es hat mich einige Mühe gekostet, den Titel dieses Posts nicht den aktuell angesagten Reißer-Headlines anzupassen).

Denn da ist eine Sirene im Hintergrund zu hören, die genauso klingt wie die Sirenen, die ich ab und zu vor unserer Haustür höre. Das Interview fand aber in Moskau statt.

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Als ginge es nur um das Tempelhofer Feld

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Berlin hat abgestimmt und sich in Sachen Tempelhofer Feld gegen die Bebauungspläne des Senats ausgesprochen. Das finde ich gut, denn wie einige andere in der Stadt glaube auch ich, dass mehr hinter dieser Abstimmung steckte, als die reine Frage, was mit dem Feld passieren soll.
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Meine eigenen Talks auf der #rp14

So viel Eigenwerbung muss jetzt noch mal sein: Hier – mit Ausnahme der Eröffnung und Verabschiedung, die wahrscheinlich im Nachhinein nicht sooo spannend zu schauen sind – meine eigenen Bühnenerscheinungen während der re:publica 2014.
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#rp14: Nachlese

Die achte re:publica liegt hinter uns, die Hallen sind leer, nach zehn langen Tagen und Nächten ohne viel Schlaf hat das Team die Station Berlin verlassen.

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Ist es schlimm, heutzutage Musiker zu sein? Nein. Es ist großartig.

Ich bin äußerst erfreut über das wirklich umwerfende Interesse an meinem Artikel über Einnahmen aus dem digitalen Musikbereich – und auch ein bisschen erstaunt über manche Reaktionen. Denn obwohl ich sehr darauf geachtet hatte, selbst keine Wertung der Zahlen vorzunehmen, war das Feedback vielerorts doch ein verblüfftes. Menschen in Social Networks wunderten sich darüber, wie wenig Geld man mit Musik online verdienen kann, manche bekamen Mitleid mit Musikern, einige empfanden die Zahlen als unfair.

Ich sehe das etwas entspannter. Es gibt keinen Grund, zu jammern.

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Die Sache mit der Transparenz

Neulich schickte mir jemand einen Twitter-Screenshot:
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WhatsApp, Facebook?

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Das Analysieren der finanziellen Dimension des Facebook-/WhatsApp-Deals überlasse ich lieber den Analysten, die heißen ja schließlich nicht ohne Grund so. Ich selbst bin nämlich bei der Analysten-Prüfung durchgefallen, weil ich jeden Deal dieser Größenordnung mit den Worten “Die spinnen doch komplett” bewertet habe, das wirkte wohl etwas unseriös.

Mir fielen aber in den endlosen Twitter-Reaktionen einige Dinge auf, die ich gerne kommentieren möchte, denn meine Kommentatoren-Prüfung habe ich mit einer 3- erfolgreich abgeschlossen.
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Eat this, Matussek: Dale Hansen zum Coming Out des NFL-Spielers Michael Sam und meine hobbypsychologischen Ausführungen zum Thema Homophobie

Ausgerechnet aus Texas, dem US-Bundesstaat, der nicht gerade als Land der Regenbogen-Sticker bekannt ist, kommt ein Statement, für das hiesigen Journalisten und Sportkommentatoren die Eier fehlen (pun intended).

Was Dale Hansen in dem folgenden Clip zum Coming Out des NFL-Spielers Michael Sam sagt, scheint dabei so einfach und sinnvoll zu sein, dass man sich danach eigentlich jede weitere Diskussion sparen kann.

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2014: Under construction

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We gotta stay positive

Der montägliche Wahlkater verzieht sich langsam, Galgenhumor setzt ein (“Was hat die schwarzgelbe Regierung je für uns getan? Die Abschaffung der Wehrpflicht. Okay. Der Atomausstieg. Na gut. Aber abgesehen davon??”) und man muss ja auch zugeben: Der letzte Kanzler, von dem ich mir viel versprochen hatte, hat schnell die Gazprominenz vorgezogen.

Es bleibt also aller Voraussicht nach bei einer Regierung, gegen die man singen und schreiben und stimmen kann. Auch gut, auf eine Art. Und währenddessen trainiere ich dennoch, mich wieder weniger auf das Dagegen zu konzentrieren und mehr mit dem Dafür zu beschäftigen. Nicht, um zu flüchten. Sondern weil es sinnvoller und gesünder ist. Und auf Dauer hoffentlich mehr bringt.

Diese Jungs und Mädchen hier machen es vor:

[Video via Ronny]