Tweet-Ad [Werben bei Spreeblick]

Archiv

26

ECHOoo00O!!!!!!

„Der Echo (eigene Schreibweise ECHO) ist ein deutscher Musikpreis und wird von der Deutschen Phono-Akademie seit 1992 jährlich vergeben. Design und Namensgebung des Preises stammen von Oliver Renelt.“(*)
Aber wie mag er auf diesen Namen gekommen sein?

„Ein Echo entsteht, wenn Reflexionen einer Schallwelle so stark verzögert sind, dass man diesen Schall als separates Hörereignis wahrnehmen kann.“ (*)

„Passt!“, könnte er gedacht haben, „Deutsche brauchen in der Regel 2-7 Jahre, ehe sie ein Lied fehlerfrei mitklatschen können und dafür gibt’s dann einen Preis, so.“

Read on my dear…

23

Stephen Fry über Drogen, Twitter, Zensur, Depressionen, Alice in Wonderland und fast alles andere

Nach dem Klick: Craig Ferguson von der Late Late Show im Gespräch mit Stephen Fry (und ohne Publikum) über das Leben, das Universum und alles. Unterhaltung im wahrsten Sinne des Wortes. Read on my dear…

6

Streets Of Plenty

Ah, die Olympischen Winterspiele. Unzählige Möglichkeiten, auf Eis zu rutschen. Ich gebe zu, keine Ahnung von Wintersportarten zu haben, daher gebe ich mit der kleinen Meta-Olympiade aller temporären Experten in meinem Wohnzimmer zufrieden. Ein Punkt für denjenigen, der die Snacks mit bringt, zwei Punkte für patriotische Kriegsschreie und drei Punkte für die einfallsreichsten Sprüche zu männlichen Eiskunstlaufkostümen.

Bei all dem Enthusiasmus findet sich aber auch genug Kritik. Neben dem universell-anwendbaren Standard „Free Tibet!“ gibt es im Fall von Vancouver den Protest gegen die unnötige Geldverschwendung. Die Millionen von Dollar hätten ja anders genutzt werden können – zum Beispiel zur Verbesserung der sozialen Verhältnisse in der Stadt.

Read on my dear…

29

Deutsche werden – Einbürgerung im Test

Es ist ein ganz normaler regnerischer Novembermontag in Deutschland. Mein Handy zeigt 11:37. Um 12 Uhr soll der Einbürgerungstest starten. Nur noch wenige Schritte und ich stehe vor der Volkshochschule. Ein Mann mit einem schwarzen Turban ohne Regenschirm kommt mir gelassenen Schrittes entgegen und öffnet die Eingangstür. Er ist bestimmt auch zum Test da, ich folge ihm. Empörung, Ärger und Scham steigen in mir auf, wie jedes Mal, wenn ich eine Ausländerbehörde betrete. Diesmal jedoch ohne jeglichen Grund. Es ist ein grundsätzliches Wehren gegen die „mächtigen“ Bürokraten, die jedes Mal über dein Leben entscheiden, gegen Willkür der Bürokratie. Doch dieses Mal sind es nicht Bürokraten, sondern eine ganz normale VHS und ihre Mitarbeiter, die ich noch nicht einmal gesehen habe.
Read on my dear…

15

Ein spannender Bogen

Nadine Lantzsch spannt in ihrem Blog Medienelite einen deutschen Bogen. Sie kommentiert nicht und bewertet nicht, sondern komprimiert einiges, was – nehme ich an – in vielen aktuellen täglichen und abendlichen Gesprächen thematisiert wird.

Dass die bisher einzigen beiden Kommentare nur das Wort „Danke“ beinhalten, zeugt dabei keineswegs von Faulheit, sondern vom Wissen darum, dass jede Bemerkung über dieses Wort hinaus länger als der eigentliche Text sein müsste.

[via]

14

Temporäres Posting zur Radiodiskussion bei FRITZ

Bis Dienstag, 24:00 Uhr bin ich zu Gast bei Radio FRITZ, es geht um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg in den 70er und 80er Jahren.

Fragen oder Anmerkungen sind per Telefon unter 0331-70 97 110, per Twitter (#fritz) oder hier in den Kommentaren sehr willkommen.

Update Die Sendung ist vorbei. Danke fürs Zuhören! Irgendwann heute Nacht geht der Mitschnitt der Sendung bei FRITZ online, ich werde versuchen, die Aufzeichnung auch für Spreeblick zu bekommen.

101

Sexueller Missbrauch von Schülern: Nicht nur Jesuiten-Schulen sind betroffen

Der Skandal um die Missbrauchsfälle am Berliner Canisius-Kolleg zieht immer weitere Kreise. Während sich bei uns immer mehr direkt und indirekt Betroffene äußern, stehen mittlerweile auch die Hamburger Sankt-Ansgar-Schule und die Jesuitenschule St. Blasien im Schwarzwald unter Verdacht, den Missbrauch von Kindern vielleicht jahrzehntelang geduldet und möglicherweise vertuscht zu haben.

Dabei sind systematische Übergriffe gegen Kinder keineswegs nur in christlichen Institutionen zu finden, wie man vorschnell schlussfolgern könnte. Während an den genannten Schulen vielleicht die strenge Bruderschaft, der sich als moralische Instanz aufspielende Ordenskreis für eine kriminelle Solidarität unter den Erwachsenen gesorgt hat, war es an anderen Schulen offenbar das genaue Gegenteil, nämlich die damals neu gefundene Liberalität der 68er-Generation, die Missbrauch möglich gemacht hat.

Wie zum Beispiel an einem hessischen Internat, der Odenwaldschule.
Read on my dear…

21

Radio-Talkshow zu den Missbrauchsfällen am Canisius-Kolleg

Ihr merkt es u.a. am fehlenden Spreeblick-Content: Ich bin abgelenkt. Seit Tagen beschäftigt mich wenig anderes als die Geschehnisse rund um die Missbrauchsfälle am Canisius-Kolleg, meiner früheren Schule.
Read on my dear…

51

BILD-Telefonie

Seit gestern ruft hier die halbe Presselandschaft an, denn ich bin durch diesen Artikel zu den Missbrauchsfällen am Berliner Canisius-Kolleg, an dem ich mein Abi gemacht habe, zu einem der offenbar wenigen Ansprechpartner unter den Ex-Schülern geworden. Die Anrufe gingen dabei schon vor meinem Artikel los, ich habe ihn geschrieben, um die Anrufe abkürzen und Journalisten mittels des Posts auf meine Kenntnisse hinweisen zu können. Ich habe anderen Medien das Zitat des Artikels genehmigt. Genügen tut das den meisten natürlich nicht. Es muss doch etwas exklusiver sein.
Read on my dear…

502

Sexueller Missbrauch am Canisius-Kolleg Berlin

Update Es wird am Dienstag, den 2.2.2010 eine Radio-Talkshow zum Thema geben, zur telefonischen Teilnahme sind alle herzlich eingeladen, wer persönlich mitkommen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Mehr Infos gibt es hier.

———–

Seit einigen Tagen liegt mir und auch der Presse ein Schreiben des Rektors des Canisius-Kolleg vor, einem von Jesuiten betriebenen Gymnasium in Berlin. In dem Schreiben entschuldigt sich der Schulleiter und schämt sich für den sexuellen Missbrauch von Schülern durch lehrende Patres, der an der Schule offenbar in den 70er und 80er Jahren stattgefunden hat.

Also genau in der Zeit, in der ich die Schule besuchte.
Read on my dear…

68

Paul Nolte: Religion und Bürgergesellschaft

Brauchen wir einen religionsfreundlichen Staat? Das ist die Frage, die Paul Nolte in seinem Buch stellt, und man muss kein Prophet sein, um zu wissen, was die meisten Spreeblick-Kommentatoren darauf antworten werden: Natürlich nicht. Persönlich bin ich mir da nicht so sicher: Deswegen folgt hier statt einer Besprechung von Noltes Band eine kleine Zusammenfassung seiner Argumente, warum Religion als Teil einer Bürgergesellschaft wichtig ist.

Nolte, um das vorwegzunehmen, spricht nicht vom religiösen Staat. Sondern von einem Staat, der mehr und mehr Terrain der Bürgergesellschaft abtritt. Die Bürgergesellschaft ist der gesellschaftliche Bereich zwischen Staat, Markt und isoliertem Individuum, in dem engagierte Freiwillige öffentliches Leben gestalten. Das geht von Parteien über NGOs wie Amnesty bis hin zur freiwilligen Feuerwehr. Und eben auch die Kirchen und Religionsgemeinschaften.

Read on my dear…

21

Qualitätsjournalismus 2010

Erster!

57

What would I have done?


Nebenan ist auf eine junge Frau eingestochen worden, im Treppenhaus. Es war letzte Woche. Mein Nachbar hat mir das erzählt, als ich auf dem Balkon stand und in die kümmerlichen Reste meiner Balkonblumen gestarrt habe. Direkt im Nachbarhaus, Stiche ins Gesicht und in den Bauch. Im Treppenhaus, direkt nebenan. Vielleicht war ich in der Zeit gerade Bier holen, Mails checken, irgendeine Serie kucken oder das Feuerzeugbenzin war alle. Im Treppenhaus, direkt nebenan.
Read on my dear…

32

erst denken, dann denken

bitte nicjt wundern. och kann diwses chaos erlärwn… voe einoger zeit sah ochj ein sehr imterressamtes inzerview mit weike köänig, einem bicht hans umbekannten gragikdesigmer und agentu4chef aud berl8n. einw3 aussage in dem vide3o hart mich nachhhaltig bescghäftigtr.
Read on my dear…

22

Papaladen – Pappalapapp!

Der Berliner Prenzlauer Berg hat einen Papaladen.
Der Papaladen ist ein Treffpunkt für Väter und Kinder, gedacht zum Austausch untereinander, weil es auch schlimm ist, wenn sich plötzlich mit dem Kind das Leben ändert.
Read on my dear…

84

Sonderangebot: Zwei Themen zum Preis von einem

Einige der Reaktionen auf den kürzlichen Text von Fred haben es erneut bewiesen: Zwei Themen gehen nicht nur bei Spreeblick, Deutschlands doppeltstem Blog der Welt, immer.
Religion und Religion.

Und als Neueinsteiger auf Platz anderthalb: Die Piratenpartei.
Read on my dear…

94

Piratengeschichte


Die Piratenpartei hat wieder einmal einen Ausreißer in Führungsposition: Stefan „Aaron“ König, Piratenparteivorstand. Das ist nach den Debatten um Bodo Thiesen und das Junge-Freiheit-Interview die nächste Kontroverse, die sich damit auseinandersetzt, wie viel Offenheit den Piraten gut tut.

Zu den Fakten: Stefan „Aaron“ König hat nach dem Minarett-Votum der Schweiz einen Artikel verfasst, in dem er den Schweizern seinen Respekt ausdrückt. Denn

eine politisch-totalitäre Bewegung, die sich anderen Glaubens- und Denkrichtungen überlegen fühlt und den Anspruch hat, Andersdenkende zu bekehren und gegebenenfalls zu töten, steht hingegen nicht unter dem Schutz der Religionsfreiheit – denn Freiheit geht immer nur so weit, wie sie die Freiheit eines anderes nicht verletzt.

Read on my dear…

12

Die MGMT-Generation

Das hier ist eine Art Blog-Ping-Pong, denn ich tippe diese Zeilen nur, weil ich gerade schwer beeindruckt von einem anderen Blog-Artikel bin, dem hier von Franzi bei indigoidian nämlich. Weshalb ich jetzt erstmal den Link abfeiere und aus Zeitgründen meinen eigenen Artikel (also diesen hier) später weiterschreibe. Oder auch erst morgen. Bis dahin könnt ihr ja erstmal den indigoidian-Eintrag lesen. Die Kommentare hier bleiben bis zur Fertigstellung des Posts dicht, denn ihr wisst ja noch gar nicht, was ich noch schreiben will.

Der Titel des Eintrags, den ihr gerade lest, stammt von S von dragstripgirl, die den Begriff in ihrem Kommentar zu diesem Spreeblick-Post auftauchen ließ (für diejenigen, die popkulturell noch outer sind als ich: Click here now), welcher wiederum Franzi zu ihrem Text inspirierte. Nur, um den Begriff Blog-Ping-Pong schonmal zu erläutern. Rest später. Danke. Ganz schön fieses Wetter in letzter Zeit übrigens.

Update Ich schreib’ hier doch nichts mehr rein, der Link oben steht ja für sich selbst und die Geschichte, auf die ich durch den Text von Franzi gekommen bin, kann man auch mal in einem eigenen Artikel aufschreiben. Aber die Kommentare sind jetzt offen, in denen man sich nun über schwere Täuschung beschweren oder erzählen kann, wann man sich zuletzt mit einem Menschen unterhalten hat, der mindestens 20 Jahre älter oder jünger war als man selbst und nicht zur Familie gehörte.

89

Zum Selbstmord von Robert Enke

Mein erster Impuls… Nein, mein zweiter Impuls, als ich vom Selbstmord Enkes hörte, war Scham. Mein erster Impuls war, dass man darüber etwas schreiben müsse, darüber etwas sagen müsse. Dass man das Ereignis „Selbstmord Enke“ einordnen müsse, ihm einen Sinn geben müsse. Dass man daraus was machen müsse. Einfach, um über den Schock hinwegzukommen.
Read on my dear…

blogoscoop