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Der schlimmste Job, den ich je hatte

Irgendwann kamen wir uns selbst albern vor, packten unsere iPhones weg und taten das, was andere Leute in unserer Situation auch tun: Wir bestellten drei dritte Bier und packten Anekdoten auf den Tisch. Max erklärte, wie man früher im Osten an eine neue Wohnung kam, René holte die besten Taxifahrer-Stories raus und schon waren wir bei:

Hier dramatische Musik vorstellen
Der schlimmste Job, den ich je hatte!
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Beim Friseur

Frauen, die etwas ändern wollen, gehen zum Friseur, sagen führende Friseurzeitschriften.
Vielleicht steckt da eine tiefere Weisheit drin. Da ich offen bin für tiefere Weisheiten, fahre ich also zu meinem Friseur. Das Mädchen, das mir immer die Haare schneidet und das ich nur wiedererkenne, weil sie unter all den zauberhaften Homosexuellen das einzige Mädchen ist, hat Zeit. Das letzte Mal sah sie aus wie Marylin Monroe nach der Überdosis, jetzt wie Kylie Minogue im Video von Can´t get you out of my Head. Manchmal ist sie sehr hübsch. Wir betrachten mich im Spiegel und denken darüber nach, was mir stehen würde. Wir blättern ein paar Magazine mit Frisurbeispielen durch. Alles zuviel Frisur. Die Models sind alle 20 und sehen aus wie äußerst attraktive Mädchen. Ich bin 34 und sehe aus. Mann, sehe ich aus! Read on my dear…

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Kind dieser Stadt

„Weckt mich, wenn die Erde wieder rund ist, ihr Affenpenisse“, rief der Mann und dann rief er es gleich nochmal, beim zweiten Mal ließ er allerdings das „ihr Affenpenisse“ weg und lachte laut und etwas wahnsinnig. Ich verkrampfte mich. Wahnsinn machte mir Angst. Am Tag davor hatte ich im Internet auf einem Board für absurde Sexualstunts einem Amerikaner beim Geschlechtsverkehr mit einem Krokodil zugesehen und für einen Moment überlegt, ob das nicht irgendwo in der Johannesapokalypse vorkommt. Das Lamm wird kommen, wenn die Römer die Drachen erkennen. Oder so. Jedenfalls hatte ich einen ganz schönen Schreck bekommen.

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Eine kurze Geschichte meiner Mutter/Zum Geburtstag

Ich bin ein Kind und spiele am Strand mit einem aufblasbaren Ball von Mc Donalds.
Ich trage ein Badetuch als Umhang und mein Vater wirbelt mich durch die Luft, ich bin Batman.
Ich sehe etwas Rosafarbenes zwischen den Beinen meiner Mutter und ahne, dass mich das noch länger beschäftigen wird.

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Die Trennung

„Weißt Du“, hat sie gesagt, „ich habe mit Lars geschlafen. Zwei Mal. Weißt Du, es war wunderbar. Wir hatten puren Sex, mit dem Körper. Ich habe mit ihm geschlafen, ich habe vergessen, dass ich einen Kopf habe.“

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Mimoun

Und irgendwann war er dann hier gestrandet. Hatte seine Sachen in den Flur gestellt und sich aufs Sofa gesetzt. War ja nicht viel da, um in den Flur zu stellen: Zwei Koffer vielleicht, mit den Klamotten drin und einer Zahnbürste, und ein Karton ungewissen Inhalts. Hatte sich gesetzt und sich umgesehen. Und war dann einfach eingeschlafen, so. Geschnarcht hat er nicht, obwohl er doch so viel rauchte. Dafür hat er die Nase krause gezogen, wenn er träumte.

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< / Liebe >

Ein kleines Mädchen lief die gegenüberliegende Straßenseite entlang und sang die Pipi-Langstrumpf-Melodie, ein Mann mit sturem Blick nahm sie stur pfeifend auf und ich summte sie noch weiter, als ich die Treppe hochging, um mit Karolina Schluss zu machen.

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Relativitätsliebe

I live by the river!

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Der folgende Text und 14 weitere Kracher der Unterhaltungsliteratur befinden sich in dem eBook „I live by the river!“, das man hier für lächerliche € 0,99 kaufen kann und auch soll! Infos dazu gibt es auch hier.
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Sobald ich zwischen 18:00 und 22:00 Uhr in die Horizontale gelange, benehme ich mich wie eine Schlafpuppe: meine Augenlider klappen automatisch zu. Wenn ich mit Vorlesen dran bin, halte ich sie daher mit Klebeband offen, das ziept ein wenig, ist aber fast unsichtbar. Kinder im einstelligen Alter kann man damit noch täuschen.

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Jmd. eine Szene machen

Sankt Christopherus am Reuterplatz, der große rote Kirchturm, es ist eine Last.

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Im Osten ist noch Licht

Zaza: Lass man wieder rausfahren.
Ich: Rausfahren.
Zaza: Genau, raus aus Berlin. Einfach mal weg.
Ich: Weg.
Zaza: Genau. Irgendwohin ins Umland.
Ich: Umland.
Zaza: Genau, du Echo.

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Fallada

Sie sah verkniffen aus wie ein zerdrückter Kronkorken. Wie sie da saß auf dem WG-Sofa, schwieg sie. Sie hielt nicht einfach nur den Mund: ihr ganzer Körper schwieg, und selbst ihr Blick hatte sich zusammengeklappt. Prock hatte den festen Eindruck, sie wünsche sich, in die Polster hinein zu sinken und schattenhafte Rückstände zu hinterlassen. Wie eine Leiche, die erst nach zwei oder drei Tagen entdeckt wird, und deren Wasser sich noch Jahre später in den Polstern abzeichnet.

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An der Alten Försterei

„Dit is dit Wohnzimmer“, sagt Anneliese und grinst. „Weeste, dit is hier so zusammenjewachsen, aber dit stimmt ja nich. Eher so zusammenjefriemelt.“ Es fänden sich wohl noch ein paar mehr Adjektive für das Stadion an der Alten Försterei, Heimspielstätte des 1. FC Union Berlin. Ein bisschen provisorisch sieht es hier aus, auf der Stehtribüne am Zuckertor haben sich große Wasserpfützen gebildet. Unten, am Zaun, stehen Kinder bei ihren Eltern, weiter hinten auf der windschiefen Tribüne stehen die Ultras, mit ein paar Fahnen. Ostclub, denke ich, Ultras, denke ich, Gewalt, Hooliganismus und Rechtsradikale.

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