Mal kurz nachgedacht, Grüne
Read on, my dear: Spreeblick 2008!
-
44
guido:13.12.2007 um 23:02@#613823: wenn du vom system die schriften glätten lässt: (Systemsteuerung -> Anzeige -> Darstellung -> Effekte -> Folgende Methode zum Kantenglätten -> Claer Type), sieht das ganze annähernd so aus wie im IE. allerdings wirken kleine fonts so geglättet eher verschwommen, weshalb du entweder die kleinste schriftgrösse in Opera hochsetzen oder die kantenglättung auf Standard setzen solltest.
-
43
guido:13.12.2007 um 00:21@#613212: nachtrag: hab erst gedacht, das wäre ‘ne Opera-macke, aber auch im IE sieht der Finden-button unterm suchfeld seltsam aus.
-
42
guido:12.12.2007 um 23:52diesmal ist euch tatsächlich mehr als nur eine renovierung gelungen. rubriken, lesezeichen, komentarhilfen, alles dinge, die dazu angetan sind, ein bisschen tempo aus den diskursen zu nehmen. sehr angenehm.
schön ist auch, dass alles (nach kurzem verwirrten blick, zweimal durchatmen, dreimal hinundhergeklickt) relativ einfach zu begreifen ist.
die artikelschrift ist mir auch einen tick zu gross und diese komischen schnörkel bzw schnörkelrauten als trenner mag ich nicht. (na ja …)
blogroll im fuss stört mich weniger als neben dem inhalt (ich betreibe allerdings auch kein eigenes blog). überhaupt finde ich es gut dass viele der mich oben störenden elemente jetzt nach unten gerückt sind.der kommentarzähler zeigt immer einen zuviel an.
Linke stellt Strafanzeige gegen Wikipedia
-
41
guido:09.12.2007 um 01:00gratulation, sehr ausgewogene sache hier. inhalt, form und grossteil der kommentare bewegen sich auf dem gleichen niveau.
danke für (18) und verwandte.
Worträtsel
-
40
Nichts außer Kontrolle
-
39
guido:21.11.2007 um 01:51“alte graue männer regieren diese welt - es geht voran”
(und die jungen schreiben die programme, für ein wenig geld)das wirklich spanende an diesem artikel ist der grosse zwiespalt in jedem selbst: was würde ich nicht alles verbieten, für unsinnig und gefährdend befinden, was hingegen möchte ich mir gestatten dürfen, wenn es in meiner macht stünde, da kann nichtigkeit schon ein segen sein.
woher nimmt man ausreichend gelassenheit? vielleicht nur aus einem inneren sinnempfinden heraus. kann aber auch nicht so ganz stimmen. ein grossteil der staatenbürger ist heute in der einen oder anderen beziehung sehr gelassen, wobei ich mir nicht vorzustellen vermag, dass sie einen sinn in ihrer existenz sehen. liegt wohl an der frage ob der einzelne überhaupt einen sinn haben kann. aber die organisierte gemeinschaft sollte doch einen haben. oder?
Auch so 80er-dark-rock-mäßig drauf, heute?
-
38
guido:05.12.2006 um 21:23habt ihr euch die empfehlungen unter “WIRKLICH GUT” tatsächlich so nachlässig angesehen? das ist jetzt schon der zweite beitrag der einen dort erschienenen tipp dank- und grusslos nochmalverwurstet.
also mein dank an david
Computermusik
-
37
-
36
guido:30.11.2006 um 13:03sehr schöm.
das war für mich übrigens eine der tollsten entdeckungen aus den “WIRKLICH GUT” kommentaren.
Anlegen, zielen, feuern!
-
35
guido:27.11.2006 um 12:14dann werden sich weiterhin irgendwelche aufgeblasenen heinis (die ja tatsächlich was zu bestimmen haben) hinstellen und die reinigung der oberfläche fordern.
-
34
guido:27.11.2006 um 12:02hier kann man ganz gut nachvollziehen, dass die darstellung von sex zur triebbefriedigung kaum schädlich sein kann, wohl aber die verklemmungen und oberflächlichkeiten, die durch restriktionen hervorgerufen werden:
http://www.scireview.de/vortrag/index.html
also wird es wohl hauptaufgabe der gesellschaft sein, sich moralisch zu positionieren und aktiv zu reflektieren.
-
33
guido:27.11.2006 um 10:31unabhängig von irgendwas kann man kein fass aufmachen, aber du hast recht, ein bisschen mehr an die vorgaben hätte ich mich schon halten können.
dass handeln und sich entwickeln in einer gesellschaft nicht unwesendlich durch ihre öffendlichkeit beeinflusst werden ,steht für mich ausser frage. die allgemeine verfügbarkeit von porno befördert die sexualisierung der öffendlichen darstellung, sowohl medial und darüber auch privat. die permanente anwesenheit sexueller reize im öffendlich medialen bild schärft das bewusstsein ein sexuelles wesen zu sein. ich versteige mich hier mal zu der behauptung, dass sich der einfluss auf die biologische entwicklung des menschen kaum noch abstreiten lässt: in industriell hoch entwickelten ländern hat sich die sexuelle reifung des menschlichen körpers in den letzten 150 jahren um etwa 5 jahre nach vorn verschoben, wobei diese entwicklung seit 15 jahren stagniert (die statistischen schlauheiten habe ich “der zeit” entnommen). hier kann man durchaus paralellen zur zeitlichen entwicklung der präsens des sexuellen im öffendlichen raum ziehen.
ausserdem ist heute nahezu unumstritten, dass das mediale idealbild des menschen das soziale verhalten jugendlicher prägt (essstörung, marken-uniformierung, ausgrenzung sich nicht ins bild fügen wollender, etc.)das problem der sexualisierung des öffendlichen ist für mich aber nicht das sexuelle, sondern die oberflächlichkeit mit der dies geschieht. es findet keine beschäftigung mit dem menschlichen körper mehr statt, sondern nur seine zurschaustellung (das war in den70-er jahren noch etwas anders). im schlimmsten fall geht es sogar nur noch um eine wirtschaftlich verwertbare ausstellung. das ist eine entwicklung, die meiner meinung nach nur frusttration und aggression fördern kann. es geht nicht in erster linie um sex sondern um äusserliches reizen und provozieren. das kann ganz schön verwirren.
-
32
guido:27.11.2006 um 03:02spielen, lernen, erziehen, streiten, wahrnehmen findet nicht im luftleeren raum statt. insofern kann eine wertende einordnung auch nur im bezug zu den umgebungsvariablen vorgenommen werden. an dieser stelle kann man das fenster zu einer weiteren gesellschaftsdebatte, der um die leitkultur, öffnen.
woher kann eine klare einordnung medialer inhalte, kommen, wenn es keinen gesellschaftlichen connex über ethik und moral gibt.
eine gesellschaft, die nicht in der lage ist geschichtlich klar position zu beziehen, die den wert von arbeit an der geldwertschöpfung und nicht am gesellschaftlichen nutzen bemisst, die wirtschaftliches und privates handeln nicht mit gleichem massstab misst, die lippenbekenntnissen den rang machtausübender kompetenz zuerkennt, (usw usf), eine solche gesellschaft kann wohl kaum in der lage sein so etwas wie eine leitkultur zu behaupten.wenn in diesem land also nicht eindeutig gesagt wird, das die deutsche rolle im zweiten weltkrieg moralisch scheisse war und damit auch das handeln der wehrmacht ein moralisches verbrechen war, wenn nicht klar ist, dass waffen dazu da sind leben zu bedrohen und somit keine handelsware sein dürfen, wenn es nicht allgemeingut ist, dass sich der stand des individuums in der gesellschaft nicht mit wirtschaftsmathematischen folmeln berechnen lässt, wenn gesellschaftlicher reichtum nicht als eigentum der gesellschaft annerkannt wird, wenn man nicht zugeben will, dass es eine über dem glauben stehende ethik gibt, …, woher will man einen leitfaden für unser tun und lassen nehmen? warum sollte die virtuelle illusion für jeden gleich interpretierbar sein (der moderne bomberpilot hat letztendlich auch nur eine pixelberechnete welt vor sich)?
ich glaube die frage nach verbot, beschränkung, oder freier verfügbarkeit greift viel zu kurz. die positionsbestimmung wird immer schwieriger, nicht nur für jugendliche. medienkompetenz ist heute etwas sehr schwieriges, schliesslich kann ich mir mit hilfe des internets fast jeden standpunkt zusammenbasteln.
Wertkonservatives zum Amoklauf des Tages
-
31
guido:22.11.2006 um 10:20@malte: jemandem, der im handumdrehen die kriminalitätsstatistik der letzten 68 jahre auswerten kann, sollte man auch zutrauen dürfen etwas über das potsdammer abkommen und die darüber hinausgehenden regelungen der einzelnen siegermächte zu finden. deine frage aus K105 kann ich desshalb nicht ernstnehmen.
überhaupt ist die gereizte empfindlichkeit mit der du kritik an deinen worten immer mal wieder begegnest ziemlich ernüchternd, zeigt sie doch wie sehr das internet dazu angetan ist sich mit seiner meinung eizukapseln.
ich habe vor einiger zeit beschlossen auf diesen seiten nicht mehr zu disskutieren, dazu taugen sie nicht. sie sind sehr gut um einen ausschnitt von meinungen wahrzunehmen und auch mal seinen senf dazuzugeben, aber zum disskutieren solltest du schon bei ‘ner tasse kaffee an meinem küchentisch sitzen, ohne allgegenwärtige verlinkung. dieses sich um die ohren hauen von links erinnert mich immer wieder an filmsequenzen, in denen die protagonisten versuchen sich mit biebelzitaten plattzumachen.
mich würden es jedenfalls nicht stören wenn du dich ein bisschen mehr auf’s gelassene moderieren zurückziehen würdest, statt ständig deine meinungshoheit behaupten zu wollen (schaffst du sowieso nicht).
-
30
guido:22.11.2006 um 01:53mich wundert es, dass der auschwitz-vergleich erst im K49 erstmals moniert wird.
@malte: wenn es dir ernst ist mit dem wortlaut deines posts, hättest du dich villeicht erst mal kundig machen sollen was nach dem zweiten weltkrieg in deutschland alles verboten und konfiziert wurde (interessant in diesem zusammenhang sind auch die unterschiede in den einzelnen besatzungszonen).
leider können wir uns heute nicht auf erfahrungen stützen, wenn wir über die auswirkungen solcher verbote sprechen, sondern nur auf expertenmeinungen. man hat sich damals binnen ganz weniger jahre dazu entschlossen, dass das leben ohne protzen, motzen, verunglimpfen und überheben reichlich lagweilig ist, und auch in deutschland das prinzip der gewaltandrohung zur problemlösung mit samt aller konsequenzen (wichtigste: herstellen eines tatsächlichen gewaltausübungspotentials) wieder einzuführen.
ob also irgendein (wegen internet sowieso wirkongsloses) verbot irgendetwas bringen würde, kann ich nicht sagen. aber ich habe etwas gegen den achsosehr reflektierenden modernen mediennutzer einzuwenden. es sind nämlich nicht nur die nägelkauend-pickelig-blassen jungs die heute vorm computer versuchen mit deutschen u-boot-besatzungen solange wie möglich zu überleben und während ihres virtuellen kapitänsleben so manche menschenseele versenken, sondern auch der eine oder andere studierte mitdreissiger und nazi-gegendemonstrationsteilnehmer. desshalb glaube ich, die vielen spielezensurgegner sind hier am schwanz getroffen und nicht im bauch.
noch was zum schluss: ich habe heute abend gerade “shortbus” gesehen. ich weiss, dass es dieser film niemals ungeschnitten ins öffendlich-rechtliche fernsehen schaffen wird. an wieviel sinnloser gewalt dürfen wir stattdessen doch teilhaben, und das nicht nur virtuell. unser kulturkreis ist längst wieder viel zu tief in die alltäglichen gemetzel verstrickt, als dass wir uns dem real noch entziehen können. und nun mach mal jemandem, der sowie so schon kippelt, klar, das gewalt kein mittel zur konfliktlösung ist
StudiVZ-Spendenaktion
-
29
guido:17.11.2006 um 10:57ich verstehe nicht so ganz, warum nun gerade die “jungen erfolgreichen unternehmer” ein brechmittel sein sollen, warum gerade ihnen der mangelnde vorbildcharakter so sehr zum vorwurf gemacht wird. wer sind denn ihre vorbilder, von wem lernen sie? es sind ackermann, hartz, siemens-vorstände, vw-aufsichtsräte, …
ich habe nichts gegen diese spreeblick-stellungsnahme einzuwenden, es ist tatsächlich nicht nett, was da passiert, und da kann man schon mal mit ‘nem augenzwinkern draufhauen. aber grund sich daran aufzuhängen, sich mit anderen verbal zu prügeln und ein moralisches kräftemessen zu veranstalten, ist es eigentlich nicht.die die dem unternehmen ihre allzu persönlichen daten geschenkt haben, haben evtl. pech gehabt, können aber auch noch hoffen. vielleicht ist der nächste stern am jungunternehmerhimmel jemand, der die idee des “löschens meines peinlichen internetlebens” aufgreift und uns von unseren fehlklicken befreit.
Indiekarma
-
28
-
27
guido:10.05.2006 um 00:26da wo bei andy69 die google-werbung trohnt, ist bei mir nichts (habe mich schon gewundert, wovon hier immerzu geredet wird). soviel zur werbefinanzierung.
-
26
guido:09.05.2006 um 23:56von der überlegung geld in einem pott zu sammeln, aus dem dann verschiedene sparten etwas abbekommen, halte ich nicht sehr viel. genau das ist der punkt, der mich an der gebührenfinanzierung des öff.rechtl.runfunks so störrt. ganz klar: wenn ich ums bezahlen nicht rumkomme, dann bitte nur für das, was ich auch abrufe. ich weiss, dass sich hier die katz in den schwanz beisst, und wir wieder bei der frage um förderung und einflussnahme enden, aber vielleicht muss man da garnicht hin.
gennerell finde ich werbung eher überflüssig, insofern begrüsse ich die überlegungen in richtung werbefreien spreeblicks. aber gerade ihr fallt in dieser beziehung bis jetzt nicht negativ auf und ich denke das thema kann man auch in zukunft selbstbewusst handhaben. wenn ihr bei verlinkung zu kaufbarer musik webung für den händler macht, störrt mich das nicht weiter, es läuft ja nicht eurem anliegen zuwider. (ihr leistet euch ja auch eine ewig lange blogroll, die kein dauernutzer mehr wahrnimmt.) eine weitere nette idee, werbug für mich akzeptabel zu machen, ist die redaktionelle bearbeitung, wie sie bei “riesenmaschine.de” praxis ist.
ob die werbefinanzierung aber wirklich zukunftsfähig ist, bleib bei immer besser werdenden werbeblockern einiger browserhersteller aber noch offen.
im moment halte ich die spendengeschichte am besten geeignet einen kleinen unkostenbeitrag einzutreiben. vorstellbar wäre, nutzern die einrichtung eines “treugehandelten spendenkontos” zu ermöglichen, aus dem per knopfdruck (ein entsprechender unaufdringlicher knopf sollte jedem artikel anhängen) ein festgelegter betrag, z.b. 5ct, gespendet werden kann. somit wäre es mir auch möglich, bei entsprechender begeisterung, mit 10 knopfdrücken 50ct zu spenden, und wenn ich mich dabei um 5ct überhoben habe, werde ich nett darauf hingewiesen, dass ich, wenn ich meine freundlichkeiten weiterhin der entsprechenden seite zukommen lassen möchte, mein konto auffüllen müsste.
ob soetwas praktikabel ist weiss ich nicht, vielleicht verhindert auch die faulheit beim dritten mal das auffüllen des kontos, aber sympathischer als zahlen um zu sehen, mitzureden, erscheint es mir auf jeden fall.
wichtig ist auch, dass finanzierungssysteme nicht zusätzlichen finanzierungsbedarf schaffen, was bei verteilungsaufgaben sehr leicht passiert.
Grimme-Online-Award 2006
-
25
guido:03.05.2006 um 15:10dieser grimme-kreisdingsbumsel unterm anker nervt ganz schön, kann man den nicht festkleben?
ansonsten herzlichen glückwunsch!
Umleitung
-
24
guido:28.04.2006 um 00:01seltsam, da hat jemand, weil ihm die pläne der bundesfamilienministerin gegen den strich gehen, einen text verfasst, mit dem er auf stimmenfang gegen diese pläne geht. er ist tätig geworden, um etwas zu verhindern, was in breiten gesellschaftskreisen auf ablehnungsäusserungen trifft. er tritt in die öffentlichkeit, und was passiert? reflexartiges zurückschrecken, als gehe es darum einen pakt mit dem teufel einzugehen. der gegenstand des protestes gerät völlig in den hintergrund, statt dessen wird der protest und sein autor zerpflückt. da kommt es dann zu äusserungen wie: das ist mir jetzt aber zu einfach.
wie kompliziert wollt ihr es denn noch?
mag ja sein, dass der autor ein eitler fatzke ist, der irgendwelche privatschlachten ausficht, ich weiss es nicht, es interessiert mich nicht. ich habe seinen text gelesen, ihn meinen anliegen entsprechend empfunden und weil ich wusste, dass ich den arsch nicht hochkriege, ähnliches zu leisten, habe ich unterschrieben.
ich bin keiner partei beigetreten, habe keine kriegserklärung unterzeichnet und musste ihn auch nicht küssen. ich möchte nur mein kleines teilchen dazu beitragen, dass die ideen der bundesfamilienministerin möglichst bald wieder vergessen sind, und neue ideen eventuell ein paar anregungen bekommen zu wachsen.
-
23
guido:27.04.2006 um 03:22@niels: es geht doch gar nicht um “kreuzzüge” gegen religion, sondern um säkularisation.
wenn heute nicht nur kinder zu ostern irgendwas von jesus am kreuz und auferstehung plappern und hinterher die kurve zu den ostereiern nicht mehr kriegen (ich könnte hier auch jedes andere sogenannte christliche fest nehmen), dann ist doch irgendetwas schiefgelaufen. über den glauben haben die menschen scheinbar ihre wurzeln verloren. schuld daran ist nicht der glaube an ein wertesystem, unter welchem mäntelchen auch immer, sondern der missbrauch dieses glaubens zwecks einflussnahme. desshalb ist es dringend notwendig die sinne wachzuhalten und auch mal den zweifel siegen zu lassen. genau das kann eine institution, die sich als glaubenshüter sieht eben nicht leisten.
-
22
guido:27.04.2006 um 01:14niels: kommentar 4 verstehe ich nicht. der link zu deiner behauptung lässt bestenfalls auf ein eng begrenztes sachgebiet eines publizisten schliessen. aber stand da oben nicht etwas von inhalten?
Amen
-
21
guido:26.04.2006 um 11:06nachtrag:
meine mutter hat alleinstehend mit zwei kindern, neben beruf, haushalt, und ingenieursausbildung in der abendschule auch in der erziehung ganze arbeit geleistet (diesen kommentar solle ich wohl eher ihr schicken).
falls mir das jetzt unterstellt werden sollte: ich gehöre nicht zu denen, die sich das durch misstrauen zur eigenen bevölkerung geprägte staatswesen der ddr zurückwünschen. dieses misstrauen wurde dem staat zu recht mit gleicher münze heimgezahlt. doch manchmal habe ich den eindruck, dass es nicht leicht ist diesem misstrauen zu entkommen. mir fällt zumindest die vorstellung, dass es das mit diesem staat bundesrepublik nicht gewesen sein kann, nicht sehr schwer. es gibt wohl kein historisch richtig bzw. fasch, es gibt aber durchaus schon gelebte elemente einer gesellschaft, die man, nur weil einem eingeredet wird es gehe um sieg und niedelage, nicht vergessen sollte. wer an der zukunft basteln will, darf erfolgreiche konzepte nicht verwerfen, nur weil sie nicht auf dem eigenen mist gewachsen sind.
-
20
guido:26.04.2006 um 10:20im namen von glaube friede hoffnung und freiheit wurden und werden recht leichtfertig menschenleben auf’s spiel gesetzt. gleichzeitig wird den frauen die eigenverantwortlichkeit für ihr leben und das ihrer kinder abgesprochen. die entscheidung ein kind zur welt zu bringen hat tatsächlich sehr viel mit verantwortung zu tun, den nach dem geburtsvorgang ist das kind nicht selbständig lebensfähig. da kommen schnell eine menge faktoren zusammen, die diese entscheidung beeinflussen. neben ganz persönlichen und gesundheitlichen sind es in erheblichen mass auch gesellschaftliche.
es ist keinenfalls so, dass legalisierter schwangerschaftsabbruch die zahl der abbrüche erhöht. auf dem gebiet der ehemaligen ddr ist die geburtenrate nach 1990 drastisch zurückgegangen. und glaubt mir: es wurde vorher nicht mehr gepimpert, verhütung (der frau) war in der ddr kostenlos, schwangerschaftsabrüche waren nicht stigmatisiert. aber: kindergarten und bildung war kostenlos, beide eltern konnten ganztags tätig sein (auch auf dem land), gesundheit war steuerfinanziert, lebensmittel waren ausreichend vorhanden und wohnen kostete auch fast nichts. kurz und gut, geld war nichts wert. hier und heute muss man sich all diese güter leisten können, bekommt dafür zwar manchmal bessere qualität, aber ‘ne gekaufte menschenwürde trägt sich nun mal nicht mit der leichtigkeit wie eine geschenkte.
in diesem zusammenhang kann ich auch nicht so ganz verstehen, warum das elterngeld teilweise so gut ankommt. da will sich der staat doch nur wieder aus der verantwortug ziehen, die er allen bürgern gegenüber hat. kostenlose bildung und kinderbetreuung wäre gerecht, nicht den immer weniger werdenden lohnbeschäftigten mehr geld zukommen lassen als den anderen. können wir kinder aus minderbemittelten haushalten nicht brauchen? leute die gut verdienen können sich kinder sowieso “leisten”. aber leider wirkt hier das in der bundesrepublik geprägte stigma der “rabenmutter”, die ihr kind schon mit einem jahr in fremde obhut gibt, sehr nachhalig.
-
19
guido:26.04.2006 um 03:07wenn man mal so guckt, was mit den zehn geboten schon so alles angestellt wurde, wäre es doch interessant sich auszumalen, wie sie unter der fahne der globalisierten marktwirtschaft formuliert sein könnten.
http://de.wikipedia.org/wiki/10_Gebote
http://de.wikipedia.org/wiki/Zehn_Gebote_der_sozialistischen_Moral
http://de.wikipedia.org/wiki/Pionierorganisation_Ernst_Thälmann#Pionierehrenwortich denke den menschenrechte liegt nicht umsonst ein universelles konzept zugrunde. und wenn auch an diesen noch einiges auszusetzen ist, eignen sie sich als grundlage humanistischer erziehung bei weitem besser, als religiöse wertebeschreibungen mit erheblichem konfliktpotential.
Erfrischung
-
18
guido:20.04.2006 um 23:24@rene;29: nee, das hättest du nicht dazuschreiben müssen, das geht aus deinem posting schon hervor. geändert hätte es an den kommentaren gar nichts. ich habe hier schon manches mal beobachtet, dass zweifel am lauf der dinge und die idee, man könnte mal über die neuordnung des wirtschafts- und sozialgefüges nachdenken, wahre phobien hervorruft. dass dem so ist, hat wohl was mit ideologischer gläubigkeit zu tun.
ich finde deine tendenz zum zweifel und die tatsache, dass du es immer wieder schaffst gesellschafts- und zukunftsrelevante themen zu posten, sehr ermutigend.
Spreadshirt
-
17
guido:12.04.2006 um 12:06schlechtere qualität zu höheren preisen?
dann doch lieber exklusiv mit langen wartezeiten.
Alles wird anders
-
16
guido:11.04.2006 um 09:48mein gestriger kommentar ist leider irgendwie verschluckt worden.
platzecks abgang bewahrt so manchen einfach vor einer erneuten enttäuschung. (MeOnly:)in diesem zusammenhang finde ich seine “zukunftsvisionen” eher konsequent als merkwürdig.
italien: einerseits, berlusconi sollte verschwinden. andererseits, verlieren wir dann ein gehörig stück klarheit. wer hat uns die funktionsweise des staates besser verdeutlicht als er, wer verkörpert die prinzipien der marktwirtschaft klarer als er? er mag zwar ein lügner und betrüger sein, aber in seinem wesen ist er ehrlich und hat uns so manche heuchelei erspart.
-
15
guido:11.04.2006 um 00:29ich halte ihn ja auch für ‘ne ehrliche haut. doch so makaber es scheint, ist der abschied, für alle die so denken, das beste, um nicht schon wieder herbe enttäuschungen erleben zu müssen. ausserdem irrt auch platzeck, wenn er glaubt man könne genug sinnlose jobs erfinden um das system der lohnarbeit aufrechterhalten, um einen gerechten sozialstaat zu finanzieren.
gegen sinnlose arbeit habe ich nichts einzuwenden, sie ist für mich sogar äusserst wichtig, aber die finanzsysteme haben sich zu sehr verselbständigt, als das geld als tauschmedium zwischen verschiedenen arbeiten und produkten noch funktionieren könnte. desshalb müssten wenigstens im sozialsystem die geldströme eingedämmt werden. statt dessen wird zugelassen, dass finanzierung neue kosten verursacht (praxisgebühr), dass liquidität und nicht bedürftigkeit die weiterentwicklung des gesundheitswesens bestimmt (wellness, plastik, anti-aging), dass bildung kein allgemeingut, sondern per kredit zu erwerbende ware wird, dass paaren das kinderkriegen als pesönliches wirtschaftsrisiko aber für die gesellschaft notwendiges opfer sugeriert wird (wobei das ganze je nach einkommen abgefedert wird, der der mehr verdient hat bekommt natürlich auch mehr, wenn er nichts leistet), usw., ich schweife ab.martin -bist du dir da wirklich sicher?
Planen die USA einen Militärschlag gegen den Iran?
-
14
Briefe aus Neukölln
-
13
guido:10.04.2006 um 15:39danke.
das war für mich, ein sehr guter nachtrag zur “du-opfer”-diskussion.
Planen die USA einen Militärschlag gegen den Iran?
-
12
guido:10.04.2006 um 13:02die präsidenten allein können wohl kaum das problem sein. die wurden gewählt. selbst wenn da nicht alles mit rechten dingen zuging, gibt es in den jeweiligen bevölkerungen grosse zustimmung zu ihren personen, ihrer politik. damit das so ist, wirken ein paar mehr personen und institutionen.
erschütternd daran, ist dieses rasende vergessen, oder vieleicht auch nicht verknüpfen können von ereignissen, in grösseren gesellschaftlichen verbünden. entweder wirken da ungeheure mediale kräfte, oder das ganze muss ein evolutionärer schutzmechanismus sein, der gegen das wahnsinnigwerden ganzer arten wirkt.
Du Opfer!
-
11
guido:08.04.2006 um 22:30ein paar schöne worte zu ideologie, stagnation, revolution und wahrnehmung:
http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/feuilleton/540835.html
-
10
guido:08.04.2006 um 21:02noch hasse ich bloggs nicht, aber stimmt schon, das hier ist heftig und zeigt die grenzen dieser form von diskussion ziemlich klar auf.
den an mich ergangenen zynismusvorwurf nehme ich an, ganz klar, reine ohnmachtsbekundungen, aber auch resultat einer nicht zu lösenden diskursschleife.
auf renes ideen bin ich desshalb schon gespannt, mir fällt dazu überhaupt nichts ein. ich kenne mich leider mit diesem medium viel zu wenig aus, trotzdem denke ich da gerne mit.@fabians polemik: über jahrzehnte gewachsene probleme lassen sich bestimmt nicht in ‘ner woche lösen, wenn allerdings die ungeduld allzugross ist: her mit der revolution, auch wenn sie zum scheitern verurteilt ist, ich bin dabei. -das leben ist verdammt kurz und man hat sehr selten die chance an sprunghaften veränderungen teilzunehmen, aber es gibt, glaube ich, nichts spannenderes.
-
09
guido:07.04.2006 um 10:29ach ja: die wichtigste leistung, die man erbringen muss, um für die meissten unternehmen interessant zu erscheinen, ist billig zu sein. (gut, das gilt nicht für die oberen unternehmensetagen, aber da woll’n wir mal nicht so kleinlich sein)
aus diesem grund wurden in den 80-er jahren die bundeswehruniformen in der ddr genäht, nicht weil die ddr traditionell ein volk von schneidern und aufmassnehmern beherbergte, nicht weil man dort eine besonders hohe arbeitsproduktivität aufzuweisen hatte und auch nicht weil man sich besonders zugeneigt war. die ddr war das naheliegendste niedriglohnland mit sehr gut ausgebildeten arbeitskräften, für deren ausbildung nicht die bundesrepublik oder ihre bürger aufkommen mussten. ausserdem war die ddr der marktwirtschaft gegenüber überhaupt nicht so zugeknöpft, wie glauben gemacht wird. ein bissche westgeld in der tasche zu haben, war schliesslich was wert. und so liess es sich doch jahrelang herrlich zusammenarbeiten.
bis die idioten auf die idee kamen zu verkünden, dass das misstrauen des states gegenüber seiner bevölkerung auf gegenseitigkeit beruht. wieder ein pfeiler der sozialen marktwirtschaft weggebrochen! und dann hat man die jetzt auch noch an der backe. was ja ‘ne weile ganz nett war, aber die haben ihr geld längst aufgebraucht. eigendlich hätte man da eher so’ne art museum aufziehen sollen.was das alles mit dem post zu tun hat? tja, weiss nicht. aber spürt irgendjemand etwas von der wertschätzung des menschen als soziales wesen? nein der mensch wird über latten gezogen, gemessen und gewogen um irgendwo festhalten zu können, was er wert ist. vielleicht ist das ausdruck einer gesellschaft die sich als AG sieht.
was ich übrigens ganz witzig finde: man hört hier immmer mal wieder von der angst, dass die bösen dummen kinder den ganzen laden aufmischen würden, wenn sie unter wohlerzogene mädchen und knaben gelassen werden. bestimmt haben deren eltern ganz dolle angst vor der revanche, und fürchten das die erhabene bildung abfärben könnte.
-
08
guido:07.04.2006 um 03:46na da hat sich ja gewaltig was aufgetürmt. war nur mal kurz draussen und weiss jetzt nicht mehr worauf ich bezug nehmen soll. desshalb nur eins:
ja die anderen sollen für mein essen, dach und feuer sorgen. ich bin nur so’n gauklershelfer, der bretter zusammenzimmert, auf denen andere stehen um wiederum andere zu unterhalten. da kann mann im moment von leben und glücklich sein. aber da ich ja nun mal kein leistungsträger bin, bleibt wohl nicht viel übrig, wenn ich mal vom podest kippe.
wenn ich so einige kommentare hir lese, kann ich aber nur froh sein, dass ich mir ein weib angeehelicht habe, das mir meine suppe schon kochen wird (hoffentlich stirbt sie mir nicht weg).
so manche oma war auch nur sockenflicker und geschichtenerzähler, hat sie damit ihr gnadenbrot verdient? bitte sagt: ja!, sonst belästigt sie euch wohlmöglich beim nächsten familienbummel vorm kaufhaus.
-
07
guido:06.04.2006 um 10:48in den zwanziger jahren galt es noch ganz unverblümt als menschheitstraum, den menschen durch hohe produktivität und wissenschaftlichen fortschritt von arbeit zu befreien. nach dem krieg hat keiner an sowas denken können. heute sind wir aber soweit. mehr als die hälfte der berufstätigen bevölkerung beschäftigt sich mit dingen die nicht lebensnotwendig sind, purer luxus. ständig werden neue jobs erfunden, auf die man gut verzichten könnte, was uns ziemlich teuer zu stehen kommt. trotzdem können längst nicht mehr alle menschen mit lohnarbeit versorgt werden. diejenigen, die noch mit tatsächlich gemeinschaftlich notwendiger arbeit beschäftigt sind, gehören nicht gerade zu denen, die an einer hohen “wertschöpfung” teilhaben können.
es kann ja sein, dass man leistung messen kann, aber wo spiegelt sich das denn in der “sozialen marktwirtschaft” wider?
leistung ist mittlerweile ja fast ein ideologischer begriff, und wir können uns hier noch ‘ne ganze weile streiten, wenn wir ihn nicht mehr deuten können, nützt das alles nichts.
die frage muss doch sein, was fangen wir mit unserer langeweile an, wie organisieren wir eine gesellschaft hoher produktivität so, dass die menschen in ihr nicht verkümmern. diese diskussionen fangen ja gerade erst an, so langsam in die öffentlichkeit überzuschwappen, das ist doch ein ganz nettes zeichen. das beharren auf dem status quo und allzu ernsthaftes zuhören beim wahlkampfgeplänkel, ist da, meiner ansicht nach, kontraproduktiv.
-
06
guido:06.04.2006 um 00:43was ist bitte überhaup leistung?
ich habe vor kurzem in einer alten frankfurter fabrikhalle miterleben dürfen, wie mindestens 15 leute 5 tagelang damit beschäftigt waren ein auto zu fotografieren. das bild wird wohl demnächst in irgendwelchen glanzzeitschriften erscheinen, um letztlich im altpapier zu landen und mit seinen druckfarben irgendwelche kläranlagen zu beschäftigen. was für eine leistung!
werbung trägt mittlerweile wahrscheinlich über 40% zu den endverbraucherpreisen bei (genau schwer zu sagen, bei etlichen produkten ist der anteil aber wesendlich höher), dabei ist sie doch eher lästig. an den briefkästen kleben aufkleber, beim fernsehen zippt man rum, vor die mailbox werden spamfilter geschaltet, weil man sie nicht haben will. trotzdem wird das geld dafür ausgegeben, von jedem von uns, denn es geht nicht um leistung, sondern um kaufen und gekauft werden.
ähnlich sieht’s doch mit der leistungsbewertung in der schule aus, es geht um einen präsentierbaren marktwert, nicht um leistungsfähigkeit. wie sollte es auch anders sein, es wird schliesslich die erfüllung von forderungen bewertet und nicht die individuelle umsetzung aufgenommenen wissens. wer sich dabei gut verkaufen kann, kommt mit ein bisschen “auswendiglernerei” ziemlich weit. “auswendiglernen” steht mit “sich verkaufen können” in einem ziemlich engem verhältnis, was für mich eine erklärung dafür ist, dass immer wieder die blender die könner ausstechen.
ich denke das “leistungsprinzip” sellt sich an allen enden und ecken selbst in frage. ist es nicht zum beispiel eine grandiose leistung, wenn jemand eine arbeit macht, die man selbst nun wirklich nicht zu erbringen bereit ist? z.b. alten leuten den po abzuwischen? wird das gewürdigt? weder ideell noch materiell.
-
05
guido:05.04.2006 um 10:22in meiner schulzeit war es nicht üblich, dass sich vereine und einrichtungen um die hausaufgabenbetreuung kümmerten. in den meisten familien arbeiteten beide eltern. die förderung von schülern übernahmen schüler in zusammenarbeit mit lehrern und das nicht nur ausserhalb der schule, sondern auch während des unterrichts. das kann natürlich nur funktionieren, wenn es ein breites leistungsspektrum gibt. eigenes lehren und vermitteln ist, meiner meinung nach, die beste förderung für schüler denen das lernen leicht fällt, denn lernen werden sie sowieso am meisten durch ihre neugier und nicht durch anforderungen eines lehrplanes. nach meiner erfahrung gibt es spätestens ab der 10. klasse immer einige schüler, die ihrer lehrern in dem einen oder anderen fach etwas vormachen können, warum sollte dieses potential ungenutzt bleiben. warum soll leistung, die man erbringen kann auch noch zusätzlich geld kosten? warum darf ein staat, der es sich leisten kann, an einem “jäger 90″ (weiss nicht wie das ding jetzt gerade heisst und möchte auch gar nicht wissen, wie es vorher hiess) rumzuforschen, sagen: wenn du an dem ding mitarbeiten willst, musst du erstmal einiges in deine ausbildung investieren, monitär natürlich! dass dieses lied, von vielen auch noch mitgespielt wird, kann ich nun wirklich nicht verstehen.
-
04
guido:05.04.2006 um 01:29@martin: zu deiner prognose kann ich nicht viel sagen, ich bin in mecklenburg aufgewachsen und bewege mich heute hauptsächlich ländlicher umgebung. gesellschaftliche probleme nehme ich somit wohl eher aus einer position der vergangenheit wahr. vieleicht kann ich aber gerade desshalb die gelassenheit aufbringen, zu sagen: ja es wird laute geräusche geben, aber nicht weil sich kinder verpügeln, und warum “leider”?, und arm ist deutschland nun wirklich nicht.
dieses thema kocht doch zurzeit nicht hoch weil kinder anderen kindern das leben zur hölle machen, sondern weil es orte gibt an denen vermittelt werden soll, was niemand vermittelt haben will. wie soll bildung funktionieren, wenn per gesetz menschen die an ihr kein interesse haben zusammengepfercht werden ohne ihnen reiz- und reibungspunkte zu bieten. damit meine ich nicht, die so oft beschworenen chancen. soll mir doch keiner erzählen, dass der traum vom lokomotivführer für ihn lernanreiz war. reize, das sind die gleichaltrigen, die interessen haben, in die man sich verlieben kann, mit denen man sich auch mal prügelt, mit denen man sich solidarisiert und bekriegt. dann erst kommt der gute und der schlechte lehrer und was weiss ich noch alles.
die vielfalt der wichtigsten reize machen das leben spannend und auf das leben neugierig, utopie hin, utopie her.
-
03
guido:04.04.2006 um 23:38ein kurzer seitenhieb zum thema leistungsförderung durch selektion:
als ich mich 1990 an der FU um einen nc-studienplatz bewarb, musste ich dem zuständigen senat mein ddr-abi-zeugnis zur umrechnung einreichen. witzigerweise wurde es aufgewertet, obwohl ich 8 Jahre meiner schulzeit mit kindern verbrachte, die hier die hauptschulbank drücken müssten, und nach der 12. klasse mein abi in der tasche hatte.
wie diese umrechnug detailliert vonstatten ging kann ich leider nicht nachvollziehen.
Alles ausser Nippel
-
02
guido:23.03.2006 um 23:20youTube rockt gar nicht so sehr, zumindest wenn mann opera-nutzer ist. der dort zur verfügung gestelte html-code taugt leider nicht sehr viel, da nützt es auch nichts, dass er ohne login zu haben ist. bis jetzt reagiert der support dort eher ahnungslos abwartend.
also kann ich der suche nach einer alternative viel abgewinnen. zumal, was juckt euch die anzahl der besucher wenn ihr die videos auf eurer seite verlinkt, können ja nur mehr werden.
Ich werde doch noch Fan
-
01
guido:21.03.2006 um 23:47was’n hier los?
ich hoffe das war das letzte posting zu diesem thema, überlasst das jetzt doch bitte SpOn etc…
45
und ob sich gesellschaft entwerfen lässt. 1933-45 ist ein gesellschaftsentwurf. die nachkriegszeit ebenso. gesellschaftliche veränderungen werden durch grosse umbrüche geprägt und sind keine kontinuierlichen prozesse.
am meisten macht der politik heute der reibungsverlust zu schaffen. dass die gesellschaftlichen gegenentwürfe zum kapitalismus quasi völlig abhanden gekommen sind, erweist sich heute eher als politisches handicap, denn es besteht keine ernsthafte notwendigkeit mehr der welt neben seiner wirtschaftlichen auch seine sozial- und gesellschaftspolitische überlegenheit zu beweisen. somit entfällt auch die notwendigkeit, alle gesellschaftlichen kräfte diesem ziel unterzuordnen.
dass der zustand politischer erschöpfung immmer wieder so lange dauern muss, bis etwas zu bruch geht, ist wohl eher ein psychologisches problem, von dem auch die grünen nicht frei sind.