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von | 2

 

Manhunt 2 - Recht auf Blutrausch

  1. 14

    Jan:

    Was ich ja richtig schön an der Geschichte finde, dass es eine Entscheidung aus Großbritannien war und das es auch in den USA ein A0 Rating erhalten hat.

    Sonst wurden ja die deutschen USK und BPJM Entscheidungen gerne zum Anlass genommen eine generelle Rückständigkeit Deutschlands in der digitalen Wirtschaft und in Zukunftstechnologien allgemein festzustellen.

    22.06.2007 um 18:17

Schlauchbootkaputtmacher und Heißluftballondiebe

  1. 13

    Jan:

    Mensch. Ist doch nen langes Wochenende. Da hat doch jeder Zeit! ;-)

    Aber mir wird bei all den Berichten über die Demos im Moment immer unklarer worum es eigentlich geht. ICh höre immer nur von angeblichen Provokationen und Polizeispitzeln.

    Gibts auch mal was inhaltliches?

    07.06.2007 um 15:23

Mahlzeit!

  1. 12

    Jan:

    Wurden die Bilder nicht schon vor einiger Zeit im GEO veröffentlicht? Da gab es auch mal eine (ebenso) interessante Serie, wo die Hauseinrichtung vor dem Haus, Wohnung, Hütte gezeigt wurden.

    06.06.2007 um 20:16

Beinahe gleiches Recht für alle

  1. 11

    Jan2:

    Ich frage mich doch, ob man hier - ohne Kenntniss des juristischen Hintergrundes - beide Urteile vergleichen kann.

    Denn es ist schon - so zynisch das jetzt klingt - schon etwas anderes wenn durch die mangelnde Ausbildung eines Polizisten ein Unschuldiger zu Tode kommt. Dann müßte der Dienstherr haftbar gemacht werden. Denn der hat ihn ja erst in die Situation gebracht. (Jetzt mal vorrausgesetzt, dass war wirklich so.

    Wenn aber jemand Steine wirft, bringt er sich doch selbst in die Situation. Seh ich so. Auch wenn ich denke, dass die ganze Sache in einem folgenden Prozess bestimmt relativiert wird, denn ein “Schnellverfahren” finde ich schon ziemlich anrüchig.

    Moralisch ist das eine ganz andere Sache.

    Ich würd mir wünschen, wenn Ihr bei Spreeblick vielleicht etwas die Polemik aus der Ganzen Sache nehmen könntet. Bislang fand ichs hier immer recht differenziert.

    05.06.2007 um 19:45

Ich war’s nicht

  1. 10

    Jan:

    Ich hab ja auch oben von Theorien gesprochen. Klar kann es eine gewisse “unterwanderung” durch den Verfassungsschutz geben. Die zu große Anzahl von V-Männern wurde ja schon beim NPD Verbotsverfahren kritisiert. Warum sollte es gerade bei der Linken anders sein.

    Aber V-Männer und Provokateure sind für mich 2 paar Schuhe. Auch wenn es in Genua genau diese Provokationen gab: http://www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/624791/

    Aber daraus jetzt zu schließen, die Gewalt sei provoziert worden, finde ich immer noch abwegig. Wie schon gesagt, warum? Um die gesamten Sicherheitsvorkehrungen im Vorfeld zu rechtfertigen? Genau weil das in Genua passiert ist, wird doch xmal hingeschaut. Und welche Hinweise gibt es denn? Der Andere Vorwurf lautet doch, dass sich die Polizei eben nicht ausreichend zurückgehalten habe.

    Für mich hört sich das eher so an, als hätte man gemerkt, dass das unproduktiv war und total nach hinten losgegangen ist. Und wenn Attac jetzt schon sagt, dass man die Leute nicht mehr auf Demos sehen will, dann muß auch der Schaden begrenzt werden.

    03.06.2007 um 20:00
  2. 09

    Jan:

    Schade. Für mich ist es durch die Ausschreitungen zu einem rabenschwarzen Tag geworden. Es war doch sehr klar, dass – falls es zu Ausschreitungen kommt – diese die Berichterstattung dominieren würden. Ob die Wahrnehmung der Sicherheitsmaßnamen in der Bevölkerung nun kippt? Möglich ist es ja, dass jetzt der Zaun und das weiträumige Demonstrationsverbot als gerechtfertigt angesehen werden. Genau wie die Polizeieinsätze im Vorfeld.

    Es ist schade, dass der Rest der Veranstaltung und die weiteren Aktionen jetzt so untergehen. Die Schuldfrage ist für mich eigentlich offensichtlich. Es war doch zu erwarten, dass die Chance genutzt wird der Globalen Öffentlichkeit die „Schlagkraft“ des Schwarzen Blocks zu demonstrieren. Ob dort jetzt wirklich noch politische Inhalte vertreten wurden, oder ob es eher Hooliganverhalten war?

    Entstehende Theorien wie bei G8TV (http://g8-tv.org/clip.php?clipId=1685http://g8-tv.org/clip.php?clipId=1685) dass der Polizeiwagen nur als Provokation und Lockvogel dort gestanden hat finde ich dann doch abwegig. Auf Fernsehbildern sieht man, wie auch Polizei am Rande des Zuges mit Steinen etc. beworfen wurde. Vor allem welchen Grund hätte es gegeben? Ok wenn ich davon ausgehe, dass alle Polizisten gerne prügeln machts Sinn. Das gleiche gilt für mich fürs Thema „Provokation“. Bei jedem Fußballspiel sehe ich Polizei in Montur und da fühlen sich die wenigsten „provoziert“.

    Wie gesagt. Reichlich Scheiße, da ich die Befürchtung hab, dass sich so mehrheitlich die Ansicht verfestigen wird, dass alle Maßnahmen „schon in Ordnung waren“. Man schaue mal in die Kommentare bei SPON (auch wenn das schon ein extremer Patzer ist, sollte das Zitat falsch sein) „Solche Leute sollten auf eine kleine Insel verbannt werden und nie wieder runtergelassen werden - muss vielleicht nicht gleich das Bikini-Atoll sein, aber dann haben sie was sie wollen: keine Globalisierung und sie werden nie wieder von der Polizei “terrorisiert” …“ (derheld).

    Zumindest waren beide Seiten (Sicherheitskräfte und Veranstalter) mittlerweile ja eine Fehleinschätzung bzw. Überraschung zugeben. Na gut Monty Schädel nicht.

    Mich kotzt (sorry für die Wortwahl) es tierisch an, das ein paar Arschlöcher, jedes Mal Krawall machen und so keine Argumente sondern nur fliegende Steine gezeigt werden. Und danach fordert Beckstein wieder ein härteres Vorgehen.

    03.06.2007 um 16:36

Schweinefleisch, Knoblauch und andere Reizauslöser

  1. 08

    Jan:

    @ Simon. Ich finde schon, dass es eine unterschiedliche Darstellung bzw. wahrnehmung gibt. Zumindest in “Qualitätsmedien”. Im Boulevard wird ja eh kaum nach möglichen Hintergründen gefragt. Die Wahrnehmung beziehe ich aber nicht nur auf “klassische” Medien, sondern auch auf Diskussionen wie diese hier.

    Es scheint mir ein ziemliches Minenfeld zu sein, dass eine ruhige Diskussion kaum zulässt. In der Ablehnung von Ausländerhass sind sich zumeist alle einig. Zumindest nach außen hin, wenn man davon ausgeht, dass es auch sozial gewünschtes Verhalten gibt.

    Bei Menschen,Mitbürgern wie auch immer mit “Migrationshintergrund” (was für ein fürchterlicher Ausdruck ist das schon wieder was ganz anderes. Platt gesagt, bin ich kritisch,blende vielleicht Hintergründe genauso aus, wie es bei Neonazis gemacht wird, begebe ich mich in die Gefahr in eine rechte ausländerfeindliche Ecke geschoben zu werden. Nenne ich Gründe wie schlechte Aufstiegschancen oder Ghettoisierung werde ich zum “Gutmenschen”. Das gilt vor allem für die Politik. Daher habe ich auch das Gefühl (ich lasse mich gerne vom Gegenteil überzeugen) das in der politischen Diskussion auf der einen Seite z.B. Claudia Roth “unerträgliche Diffamierungen” und das “Schüren von Hass” feststellen, auf der anderen Seite aber z.B. Westerwelle von “Gutmenschen” spricht. Gewinnen kann man in der Politik hier anscheinend nur mit einer klaren Positionierung. Ansonsten geht es einem wie Giordano der nun von Rechten wie Linken gleichsam in die Zange genommen wird. (siehe aktuelle Ausgabe der Zeit).

    Und so wird das Thema den völlig falschen überlassen. Da können sich zum Beispiel die Schreihälse vom PI-Blog herrlich auslassen und finden natürlich auch noch gehör und die NPD freut sich, weil sie so immer weiter in die Gesellschaft hineinschlüpfen können. Auf der anderen Seite Claudia Roth (sorry auch wenn ich die Grünen wähle, ich kann sie einfach nicht leiden) die mit ihrer (gefühlt) selektiven Wahrnehmung einer offenen Auseinandersetzung sicherlich nicht nicht zuträglich ist und immer neues Futter für die “Gutmenschen”-These liefert.

    Eine Lösung? Hab ich auch nicht. Vielleicht ist das alles nur die Debatte die geführt werden muß. Hoffentlich irgendwann weniger reflexhaft. Fällt mir aber auch schwer ;-)

    Ach ja.

    @ Corax. Das die Dortmunder Nordstadt ein “Ghetto” sei, finde ich dann doch etwas übertrieben. Ich wohn gern hier. Zwar nicht am Borsigplatz, aber trotzdem.

    31.05.2007 um 19:33
  2. 07

    Jan:

    Simon, in Teilen möchte ich dir widersprechen. Ich sehe in diesen Diskussionen immer die Gefahr der Reativierung. Sicherlich gibt es viele liberale Muslime. Das hat Jarvis ja auch nicht bezweifelt. Ob unter diesen die Tendenz besteht Probleme mit Zitat „jungen Supermachos“ stillschweigend zu tolerieren, unterstützen oder strikt abzulehnen, mag ich nicht zu beurteilen.

    Das der Eindruck entsteht, das mit „überwältigender Mehrheit“ rechtsradikale Straftaten verachtet werden, das Probleme mit „insbesondere mit arabisch-muslimischen Hintergrund, bis heute fast ein Tabuthema“ sind, mag – wie so oft an der Darstellung liegen.

    Im ersteren wird – jetzt wird’s natürlich subjektiv – eher die Gewalttat geschildert. Ein Hintergrund über die Täter wird selten gegeben. Die Täter werden oftmals als „assoziale“ Außenseiter dargestellt. Im zweiten Fall wird zumindest auf die schwierige Situation bei der Jobsuche hingewiesen, erlebte oder empfundene Ausgrenzung thematisiert und auch die Mitschuld der „Mehrheitsgesellschaft“ angesprochen. (Wobei ich diesen Passus nie verstanden habe).

    Beides finde ich falsch. Bei fremdenfeindlich motivierten Taten durch deutsche Rechte, müsste stärker der Hintergrund, das Klima dafür thematisiert werden. Nicht um zu entschuldigen oder zu verharmlosen, sondern um Ansatzpunkte und Entwicklungen aufzuzeigen, wie es soweit kommen kann. Denn wenn in Teilen Ostdeutschlands NPD Kader in der Kinderbetreuung einspringen oder den örtlichen Tante Emma Laden weiterführen ist schon zu fragen, ob nationalsozialistisches Gedankengut sich nicht auch durch den Rückzug staatlicher Strukturen ausbreiten kann und mancher dem Druck erliegt. Vielleicht auch nur zu gerne.

    In gewisser umgekehrter Sicht gilt dies aber auch im zweiten Fall. Erklärungsmuster sind wichtig. Mitgefühl aber nur begrenzt. Denn – Achtung immer noch subjektiv – dieses kann auch schnell auch als Entschuldigung genommen werden. Es gibt für mich aber einen klaren Unterschied zwischen Gewalt bzw. Straftaten aus Frust über empfundene Ungerechtigkeiten – nach dem Motto jetzt nehme ich mir was mir zusteht - und denen aus einer Weltanschauung.

    Von daher ist der Hate-Crime Ansatz sicherlich diskussionswürdig.

    Zum anderen noch etwas bzgl. der „Verarschung“ der islamischen Welt. Ich habe selber eine gewisse Zeit in Ägypten leben dürfen. Die Unterstützung des dortigen Regimes durch den Westen sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass viele der dortigen Probleme hausgemacht sind. Das exorbitante Bevölkerungswachstum zum Beispiel, dass jeden Wirtschaftsaufschwung auffrisst. Die damit einhergehende Zersiedlung der landwirtschaftlichen Fläche, die die Abhängigkeit von Lebensmittelimporten weiter verschärft. All das sind Dinge, für die schon selbst die Verantwortung anerkannt werden müsste. Denn der Kinderreichtum basiert zum großen Teil auf traditionellen Wertvorstellungen. Vor Ort werden natürlich die Auswirkungen anders dargestellt. Denn die Lebensmittelimporte hängen – Verschwörungstheorien lassen grüßen – damit zusammen, dass der seit der Antike für seine Qualität berühmte ägyptische Weizen in die USA verkauft wird und im Gegenzug minderwertiger eingekauft wird. Vergessen werden da mal schnell Initiativen wie QIZ (Qualified industrial zones) die von EU und USA aufgebaut werden sollen um z.B. ein Gegengewicht zu chinesischen Textilimporten zu schaffen. (Das dabei ein gewisser Prozentsatz israelischer Rohmaterialien verwandt werden soll, stärkt natürlich nur die Verschwörungstheorien). Unterschlagen wird dabei auch gerne, das ägyptische Arbeiter gegen QIZ demonstriert haben. Warum? Weil sie auch am Programm teilnehmen wollten und es ihnen die Umsetzung nicht schnell genug ging.

    30.05.2007 um 22:14

Keine Gnade für Christian Klar

  1. 06

    Jan:

    Natürlich KANN man Reue nicht verlangen. Vielleicht ist es von Klar auch sehr ehrlich, dass er keine Reue gezeigt hat. Anders als diese vielleicht einfach vorzutäuschen um freizukommen.

    Vielleicht bin ich ja auch auf dem Holzweg, denn Köhlers Begründung zeigt ja keine Begründung.Interessant wäre ja, warum er das Gesuch abgelehnt hat.

    Nach allem was man aber lesen kann, lag es zu einem beträchtlichen Teil an der nicht gezeigten Einsicht. Nur so denke ich, dass Klar seine Haft “absitzen” wird. Und wenn man den Medienberichten Glauben schenken darf wird er 2009 auf Bewährung freikommen, und bis dahin weitere afterleichterungen bekommen. Denn eine wirkliche Gefahr geht ja von ihm wohl doch nicht mehr aus.

    Das wäre dann auch Recht und keine Rache, auch wenn manch Konservativer Politiker sich in der Diskussion so aufgeführt hat und Klar am wohl am liebsten für den Rest seines Lebens in Einzelhaft sehen würde.

    Aber ihn durch ein Gnadenersuch “vorzeitig” (wenn man bei der langen Haftstrafe davon reden kann) zu entlassen hätte ich falsch gefunden!!!

    07.05.2007 um 21:45
  2. 05

    Jan:

    Mitch, da kann ich dir nicht zustimmen. Wenn man überlegt wie großgerade die mediale Hysterie in diesen Fällen ist. Das ist doch ein gefundenes Fressen für manch einen Politiker sich in den Fordergrund zu spielen.

    Die CSU Einmischung im Fall klar war sicherlich Kontraproduktiv. So wurde das Ganze wieder ideologisch und Klar mußte für manche sogar freikommen, nur um der CSU eins auszuwischen. Jetzt kann es sich jeder Kritiker von Köhlers Entscheidung leicht machen und sagen “der wollte doch nur wiedergewählt werden!”

    Ich denke, dass die Entscheidung nach einer angemessenen Abwägung getroffen wurde. Köhler hat sowohl die Angehörigen der Opfer getroffen und gehört, als auch Klar selbst. Ob man Angst vor einer “RAF 2.0″ hat? Falls es dort Anhnger geben sollte, hat man die durch diese Entscheidung doch eher in ihrere Ideologie gestärkt.

    Thema Kinderschänder Freilassung: Leider habe ich keine Zahlen. Aber ich habe noch von keinem Fall gehört, in dem ein Bundespräsident bei einem Gnadengesuch in so einem Fall einen ähnlichen Aufwand betreiben würde und den “Ersuchenden” sogar noch persönlich trifft.

    Und wenn Klar es nicht mal schafft, sich ausdrücklich von seinen Taten zu distanzieren und das Leid zu reflektieren, das er in das Leben der Angehörigen seiner Opfer gebracht hat, warum sollte man ihn dann vorzeitig entlassen?

    07.05.2007 um 19:15

[DIE VERWENDUNG DES URSPRUENGLICHEN NAMENS DES UNTERNEHMENS WURDE UNS UNTERSAGT]: Werbung in Blogs

  1. 04

    Jan:

    Und was solls kosten?

    28.02.2007 um 21:28

Anlegen, zielen, feuern!

  1. 03

    Jan:

    @ acid: also wenn das ein Argument sein soll, warum ein Spiel nicht inidziert werden soll. Da gibt es sicherlich bessere Argumente Deutschland als innovationsfeindlich zu bezeichnen, als die Nichtveröffentlichung eines Computerspiels.

    Apropos Innovation: Was ist eigentlich innovativ daran den xten Shooter auf den Markt zu bringen???

    Überhaupt die Indizierung.Ich kann mir schon vorstellen, dass eine Verschärfung der USK Richtlinien und eine damit einhergehende größere Anzahl von indizierten Spielen Auswirkungen auf die Verbreitung haben kann. Denn durch die dadurch eintretenden Werbeverbote und eingeschränkten Absatzmöglickeiten, zieht das sicherlich finanzielle Einbußen der Publisher nach sich. Auch wenn natürlich der Bezug über das Internet oder Grauimporte bestehen bleibt, werden indizierte Spiele sicherlich nicht eine so große Popularität wie beispielsweise CS erreichen.

    26.11.2006 um 11:57

Wertkonservatives zum Amoklauf des Tages

  1. 02

    Jan:

    @ Malte

    Ich finde du kannst einen Wertewandel oder Werteverlust nicht nur auf die Kriminalitätsstatistik reduzieren. Es gibt hier sicherlich auch andere Faktoren die ein Indikator sein können. Allgemeiner Bildungsstand, Armuts- Reichtumschere…

    Auch hierüber kann man sicherlich trefflich streiten, denn wenn zum Beispiel die Analphabetenrate gesenkt wurde, so spüren doch die heutigen Analphabetenrate wesentlich größere Probleme im täglichen Leben als das noc in den 50ern und 60ern der Fall war.

    Du implizierst aber dennoch mit deinem Vergleich (und auf den Vorwurf bist du nicht eingegangen),dass Kritiker sich die Werte der NS Zeit zurückwünschen. Nun leben wir aber im Jahre 2006. Und wenn ich gewisse Computerspiele alsgeschmacklos erachte, dann hat das sicherlich einen anderen Hintergrund, als wenn ich in den 50er 60er etwas gegen Rock ´n Roll gehabt hätte.

    By the way. das Thema mediale Darstellung und tatsächliche Entwicklung der Kriminalitätsstatistik ist sicherlich interessant. Die Zeit hatte hieru in den vergangenen Wochen auch das eine oder andere Dossier hierzu. Empfehlenswert ist auch die aktuelle Ausgabe, die über die Darstellung von Gewaltopfern in den Medien berichtet.

    22.11.2006 um 06:48
  2. 01

    Jan:

    Also mir geht der Auschwitz Link dann doch etwas zu weit. Das Impliziert ja, das es mit dem Verweiß auf Nazi Deutschland ja gar keinen Werteverlust geben kann, so lange wir nicht auf dem Niveau angekommen sind.

    Ich stelle mir ein Gespräch mit dir Malte in etwas so vor. “Ich sehe eine Tendenz in den Medienprogrammen, die in mir ein Gefühl des Werteverlustes hervorrufen” - “Aber Jan, reg dich nicht so auf. So schlimm wie bei den Nazis ist es doch nocht nicht!”

    Ausserdem erweckt dieser Vergleich den Eindruck, dass die derzeitigen Kritiker an gewissen Computerspielen sich beim Ausspruch “früher war alles besser” sich an die Nazi Zeit erinnern. Nun müßten diese Krtiker mindestens 80 sein. Mir fällt derzeit aber kein 80jähriger ein, der die derzeitige Diskussion entscheidend mitbeeinflusst.

    Es ist daher ziemlich ungerecht und auch ein wennig beleidigend. Man kann den Kritikern sicherlich vorwerfen, dass sie keine Ahnung von der Materie der Computerspiel haben und auch nicht mit diesen aufgewachsen sind. Das Empfinden, dass ein genereller Werteverlust (was auch immer das sein soll) aber mit einem Verweiß auf die Nazi Zeit abzubügeln zeugt aber ebenfalls von einer mangelnden Beschäftigung mit der Materie.

    21.11.2006 um 22:39

21.11.2006 um 10:06

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