Popgun! 05 - Chikinki und mehr
Radiohead: No really, it’s up to you
-
05
robert:02.10.2007 um 18:59Armin,
wir kennen uns nicht persönlich, deswegen kann ich mir nur wünschen, dass du mir glaubst, dass ich mich bisher nicht wirklich als fanboy jedweder Art verdächtig gemacht habe und sehr feine antennen in richtung promo-pr-tricks habe.
das du das ganze als trick in erwägung ziehst ist legitim, aber meiner meinung auch schade. gesundes misstrauen in allen ehren, aber das nimmt natürlich in der multimedialen welt ein stück weit die möglichkeit, sich ehrlich und ernsthaft über bestimmte innovationen zu freuen, weil alles aber auch alles natürlich mit einem fiesen plan im rücken zusammenhängen könnte.
Konkret. Du erwartest bzw. wünschst Dir Integrität und Glaubwürdigkeit. Richtig? Wie sollte man sich denn verhalten, damit Du dieses glaubst und dein gesundes Misstrauen besiegt wird? Das ist jetzt keine rhetorische Frage und auch nicht als Totschlagargument gedacht, sondern interessiert mich wirklich.
-
04
robert:02.10.2007 um 17:01²armin
Natürlich ist Nasty Little Man eine PR Agentur. Ich versuche jetzt mal das mit dem Blödsinn nicht persönlich zu nehmen und trotzdem darauf zu antworten.Ich finde es sehr gut und könnte vor Freude im Quadrat springen, das eine Band mit diesem Status, auf eine mir derart sympathische Art und Weise das übliche Prozedere - von Platte aufnehmen, Promo starten, 5 Jahre später steht die Platte für 15 Euro im Laden, vorher kann man sich alles in miserabler Qualität im Internet anhören - durchbricht und mir als Musikliebhaber das Gefühl gibt, mich ernst zu nehmen. Und dieses Gefühl hat das ausgelöst.
Ich finde das bemerkenswert und wundere mich über Vermutungen geneigter Leser, die in Richtung “die wollen doch nur meine Adressdaten” oder “mit den 40 Pfund für die Disc Box schröpfen die doch die Leute und finanzieren den Rest” gehen.
Nicht mehr und nicht weniger. Selber Sorry, aber ich finde nicht, dass das in Richtung die Erde ist eine Scheibe geht.
-
03
robert:02.10.2007 um 16:05Wer bei Radiohead und der dahinter stehenden ideologie ernsthaft was von Kundendatenbanken erzählt, sollte sich vielleicht noch einmal genauer mit dem beschäftigen, wofür die Herren stehen.
Das ganze hat aber auch noch viel mehr interessante Aspekte:
Die Platte wurde quasi “heimlich” fertiggestellt. Allgemein ging man von einem Release im März aus.
Es gibt keine Promokopien. Siehe http://www.nastylittleman.com/
Auch die verehrten Pressemenschen bekommen ihre Version am 10. Oktober.Damit wird nämlich nicht nur das herkömmliche Vertriebswesen der Musikindustrie sondern gleich noch der gesamte übliche Promotionplan in Frage gestellt.
Alles in allem - und egal ob das finanziell rentabel ist - bleibt einem eigentlich nur Respekt vor dieser wahnsinnigen Konsequenz, nicht nur im Künstlerischen sondern auch in Bezug auf diese Veröffentlichungspolitik. Meiner Meinung schaffen Radiohead es mit dieser Aktion mit ganz einfachen Mitteln das wesentliche wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
1. Es geht um die Musik
2. Es gibt mittlerweile eine digitale und analoge Welt
3. Es gibt mündige MusikinteressierteIch weiß nicht, warum man da jetzt anfängt, von schröpfen und Kundendatenbanken zu reden.
Hochverschuldet und unmündig
-
02
robert:17.04.2007 um 11:46²Ze Kohl
also die Tagesschau bietet mittlerweile im Internet Streams von allen Sendungen. ist ja nicht der schlechteste Einstieg in ein Thema. Und um 22 Uhr auf die gesicherten Informationen von 20:00 zurückzugreifen ist wahrscheinlich auch besser als immer hektisch Ticker zu aktualisieren. Zuviel Echtzeit dient nicht immer der Wahrheit.Und je mehr man die “etablierten Medien” mit weiteren Informationen an Orten wie hier “unter Druck setzt”, desto mehr reagieren die auch auf die Möglichkeiten. Hoffe ich mal.
Anja Huwe
-
01
robert:02.07.2005 um 13:27²dee. kunst kommt bestimmt nicht von handwerk. natürlich sind handwerkliche fähigkeiten in verbindung mit kreativität nicht schädlich, aber hey, kommt es darauf an? es gibt wunderbare popmusiklieder, die einen berühren (ein wohl wesentlicheres merkmal) die jeder volllaie innerhalb von zwei minuten auf gitarre spielen kann (remember “lady in black”) das gleich mit bildern. wichtig ist doch die vision.
und geisterte nicht vor einiger zeit hier diese gitarrensolotappingscheiße durch die gegend, die nur so strotzt vor handwerklichen fähigkeiten und trotzdem wohl niemanden irgendwie emotional berührt hat.
06
Ich hätte gerne Freikarten für Potsdam. Bitte. Danke