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Podcast vom 8.12.2005
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Spitzohr:12.12.2005 um 14:00Taschendiebe erbeuten 27 000 Euro
(cwo) Diesen Hannover-Besuch wird ein Hildesheimer wohl sein Leben lang nicht vergessen: Gerade hatte er 27 000 Euro von seinem Konto abgehoben, da war das Geld auch schon wieder weg – gestohlen von drei trickreichen Taschendieben am Bahnhof.
Es passierte am Donnerstag um 18 Uhr: Der 50-jährige Hildesheimer kam von seiner Bank in der hannoverschen Innenstadt, wollte vom Ernst-August-Platz aus ins Bahnhofsgebäude. Im Eingangsbereich ging plötzlich eine südosteuropäisch anmutende Frau auf ihn los. „Jacke! Jacke!“, rief sie immer wieder, bedrängte ihn, seine Jacke auszuziehen. Die Jacke sei verschmutzt, bedeute ihm die Fremde.
Da gab der Hildesheimer schließlich nach und zog die Jacke aus. Tatsächlich entdeckte er einige Flecken auf der Jacke. Die fielen augenscheinlich einer weiteren Frau auf, bei der es sich in Wahrheit um eine Komplizin der Osteuropäerin handelte. Die Neue drängte dem Hildesheimer jetzt Reinigungstücher auf.
Und jetzt trat auch noch ein Mann auf die Gruppe um den Hildesheimer zu. Zielstrebig griff er in die Jacke. Augenblicke später war er verschwunden. Mit ihm die beiden Frauen. Vor allen Dingen aber: die 27 000 Euro, die der Hildesheimer in einem schlichten Umschlag in seiner Jackentasche deponiert hatte.
Die Bundespolizei geht davon aus, dass das diebische Trio den Hildesheimer schon beim Geldabheben ausspioniert hat. Mit einer derart hohen Beute dürften allerdings nicht einmal die Langfinger gerechnet haben. Was der Hildesheimer mit dem Bargeld anfangen wollte, konnte die Bundespolizei nicht sagen. Sie rät zu besonderer Vorsicht im Gedränge, das Taschendiebe als Umfeld für Rempel- oder Kleckertricks ausnutzen. Zudem sollte man sich höhere Geldbeträge in Banken diskret auszahlen lassen. Sprecher Ralf Göttner: „Der Fall des Hildesheimers ist leider an der Tagesordnung – wenn man von der Summe absieht.“

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