@#676778:
Nun, dass Unfälle mit Todesfolgen passieren und das wohl zu den unschönsten Todesarten gehört, bestreite ich ja gar nicht.
Wer dieses Risiko nicht auf sich nehmen will, der darf eben nicht Auto fahren. Denn tödliche Unfälle können auch bei 70 km/h oder 120 km/h passieren.
Die Frage ist aber, wie viele Unfälle tatsächlich durch Drängler verursacht werden. Völlig Bescheuerte und Rücksichtslose sind genauso eine Gefahr für die Gesellschaft wie zum Beispiel Holz-von-Brücken-Werfer. Trotzdem ist das Risiko doch überschaubar, weil es zum Glück nicht allzu viele davon gibt und man sich in den meisten Fällen durch Nichtbeachtung schützen kann.
Aber mir ging es darum, dass solche Deppen sich ohnehin von Verboten nicht abschrecken lassen, erst recht nicht von Tempolimits.
@#676779:
Zum Thema Alkohol halte ich die Regelung mit den zwei Abstufungen (0.3 bei Auffälligkeiten und 0.5 als Obergrenze) für definitiv die richtige Wahl. Bei 0.0 würde man Gefahr laufen, um 18.00 Uhr beim Grillen ein Bier zu trinken und auf dem Nachhauseweg um 22.00 Uhr noch 0.1 oder so zu haben. Ich denke nicht, dass das die Verkehrssicherheit gefährdet.
Dein Beitrag legt nahe, dass es dir auf Sicherheit im Straßenverkehr ankommt. Ich belasse es daher dabei, und gehe nicht auf beispielsweise den erhöhten CO2-Ausstoß bei schnelleren Fahrten ein.
Als langjähriger und leidenschaftlicher Autofahrer (das Auto mir persönlich das liebste Fortbewegungsmittel) sehe ich das Ganze etwas anders. Laut StVO gilt beispielsweise auch für Landstraßen nur eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, wenn die Fahrbahnen baulich getrennt sind. In meiner Umgebung gibt es einige solcher Straßen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist 70 km/h. Freie Bahn, kaum nennenswerte Kurven, bauliche Trennung. Zwei Fahrstreifen. Aber geblitzt wird. Abzocke!
Auf Autobahnen sehe ich das ähnlich. Es gibt wohl weltweit kaum bessere Straßen als die deutschen Autobahnen. Auch die Autos selber werden immer sicherer. Ein Restrisiko besteht immer, auch bei Geschwindigkeitsbegrenzungen (außer vielleicht bei Schrittempo). Natürlich ist ein Vollidiot, wer bei glatte Fahrbahn und Schneesturm mit 220 Sachen durch eine Autobahnbaustelle fährt. An solchen kritischen Stellen gelten aber ohnehin Geschwindigkeutsbegrenzungen, so dass solche Leute ohnehin nicht von ihrer Höllenfahrt zu stoppen sind.
Aber die Stellen auf den Autobahnen, wo es kein Tempolimit gibt, sind meines Erachtens nach sicher genug. Unter “Rasen” stelle ich mir auch etwas anderes vor als schneller als 130 km/h.
Für mich persönlich ist 170 - 180 km/h eine sehr angenehme Reisegeschwindigkeit für Reiserouten bis ca. 1 Stunde Fahrtzeit. Für längere Strecken fühle ich mich persönlich mit ca. 150 - 160 km/h sehr wohl.
Das ist keine Raserei, solange man niemanden stört.
Womit wir beim nächsten Problem wären: Drängeln. Natürlich sehe ich es ein, dass man niemanden nötigen sollte und auch nicht zu dicht auffahren sollte. Aber auch für zu geringen Abstand gibt es bereits geltende Regelungen im Gesetz.
Viel wichtiger für eine flüssige (und damit deutlich sicherere) Verkehrsführung wäre eine härtere Bestrafung für Mittel- und Überholspurschleicher und ein generelles Überholverbot für LKW gewesen.
Und solche medienmäßig ausgeschlachteten Fällen von dem Testfahrer, der eine junge Mutter in den Tod “gedrängelt” hat, ist genausoviel zu halten wie von der geschürten Terrorismus-Angst.
Und wer sich von ein paar Lichtzeichen so verrückt machen lässt, dass er einen Unfall mit tödlichem Ausgang produziert, sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er die nötige geistige Reife zum Führen eines Kraftfahrzeuges besitzt. Im Normalfall drängelt ein Drängler eben. Das ist schlimm, aber wir sind ja nicht in Hollywood, wo man von der Spur gerammt wird. Es sei denn, der Betreffende “Drängler” ist ein Suizid-Kandidat (dem weitergehende Regelungen auch wieder egal sind).
Fazit: Ich wäre für deutlich laxere Geschwindigkeitsbegrenzungen für weite Teile der deutschen Straßen. Und wesentlich schärfere Kontrollen an Stellen, wo es wirklich gefährlich werden kann (Baustellen, Kindergärten, enge Straßen) usw. Aber so riecht das einfach nach Abzocke.
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@#676778:
Nun, dass Unfälle mit Todesfolgen passieren und das wohl zu den unschönsten Todesarten gehört, bestreite ich ja gar nicht.
Wer dieses Risiko nicht auf sich nehmen will, der darf eben nicht Auto fahren. Denn tödliche Unfälle können auch bei 70 km/h oder 120 km/h passieren.
Die Frage ist aber, wie viele Unfälle tatsächlich durch Drängler verursacht werden. Völlig Bescheuerte und Rücksichtslose sind genauso eine Gefahr für die Gesellschaft wie zum Beispiel Holz-von-Brücken-Werfer. Trotzdem ist das Risiko doch überschaubar, weil es zum Glück nicht allzu viele davon gibt und man sich in den meisten Fällen durch Nichtbeachtung schützen kann.
Aber mir ging es darum, dass solche Deppen sich ohnehin von Verboten nicht abschrecken lassen, erst recht nicht von Tempolimits.
@#676779:
Zum Thema Alkohol halte ich die Regelung mit den zwei Abstufungen (0.3 bei Auffälligkeiten und 0.5 als Obergrenze) für definitiv die richtige Wahl. Bei 0.0 würde man Gefahr laufen, um 18.00 Uhr beim Grillen ein Bier zu trinken und auf dem Nachhauseweg um 22.00 Uhr noch 0.1 oder so zu haben. Ich denke nicht, dass das die Verkehrssicherheit gefährdet.
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Dein Beitrag legt nahe, dass es dir auf Sicherheit im Straßenverkehr ankommt. Ich belasse es daher dabei, und gehe nicht auf beispielsweise den erhöhten CO2-Ausstoß bei schnelleren Fahrten ein.
Als langjähriger und leidenschaftlicher Autofahrer (das Auto mir persönlich das liebste Fortbewegungsmittel) sehe ich das Ganze etwas anders. Laut StVO gilt beispielsweise auch für Landstraßen nur eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, wenn die Fahrbahnen baulich getrennt sind. In meiner Umgebung gibt es einige solcher Straßen. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist 70 km/h. Freie Bahn, kaum nennenswerte Kurven, bauliche Trennung. Zwei Fahrstreifen. Aber geblitzt wird. Abzocke!
Auf Autobahnen sehe ich das ähnlich. Es gibt wohl weltweit kaum bessere Straßen als die deutschen Autobahnen. Auch die Autos selber werden immer sicherer. Ein Restrisiko besteht immer, auch bei Geschwindigkeitsbegrenzungen (außer vielleicht bei Schrittempo). Natürlich ist ein Vollidiot, wer bei glatte Fahrbahn und Schneesturm mit 220 Sachen durch eine Autobahnbaustelle fährt. An solchen kritischen Stellen gelten aber ohnehin Geschwindigkeutsbegrenzungen, so dass solche Leute ohnehin nicht von ihrer Höllenfahrt zu stoppen sind.
Aber die Stellen auf den Autobahnen, wo es kein Tempolimit gibt, sind meines Erachtens nach sicher genug. Unter “Rasen” stelle ich mir auch etwas anderes vor als schneller als 130 km/h.
Für mich persönlich ist 170 - 180 km/h eine sehr angenehme Reisegeschwindigkeit für Reiserouten bis ca. 1 Stunde Fahrtzeit. Für längere Strecken fühle ich mich persönlich mit ca. 150 - 160 km/h sehr wohl.
Das ist keine Raserei, solange man niemanden stört.
Womit wir beim nächsten Problem wären: Drängeln. Natürlich sehe ich es ein, dass man niemanden nötigen sollte und auch nicht zu dicht auffahren sollte. Aber auch für zu geringen Abstand gibt es bereits geltende Regelungen im Gesetz.
Viel wichtiger für eine flüssige (und damit deutlich sicherere) Verkehrsführung wäre eine härtere Bestrafung für Mittel- und Überholspurschleicher und ein generelles Überholverbot für LKW gewesen.
Und solche medienmäßig ausgeschlachteten Fällen von dem Testfahrer, der eine junge Mutter in den Tod “gedrängelt” hat, ist genausoviel zu halten wie von der geschürten Terrorismus-Angst.
Und wer sich von ein paar Lichtzeichen so verrückt machen lässt, dass er einen Unfall mit tödlichem Ausgang produziert, sollte ernsthaft darüber nachdenken, ob er die nötige geistige Reife zum Führen eines Kraftfahrzeuges besitzt. Im Normalfall drängelt ein Drängler eben. Das ist schlimm, aber wir sind ja nicht in Hollywood, wo man von der Spur gerammt wird. Es sei denn, der Betreffende “Drängler” ist ein Suizid-Kandidat (dem weitergehende Regelungen auch wieder egal sind).
Fazit: Ich wäre für deutlich laxere Geschwindigkeitsbegrenzungen für weite Teile der deutschen Straßen. Und wesentlich schärfere Kontrollen an Stellen, wo es wirklich gefährlich werden kann (Baustellen, Kindergärten, enge Straßen) usw. Aber so riecht das einfach nach Abzocke.