Loveblog
Die Wahnsinnigen leiten jetzt die Anstalt
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blogschrift:21.02.2008 um 16:50Uuuuaaaaaaaah, wie verkopft: sich noch Gedanken drüber machen, ob die Parodie jetzt witziger ist als das Original… Hallo, ist Spreeblick jetzt nur noch auf der Meta-Ebene unterwegs?
Und eine Rubrik “unposted”. Dreht sich hier alles nur noch um sich selbst? Muß man wirklich darüber nachdenken, von wem das jetzt gepostet wird, ob “unposted” nun ein besonders cleveres Statement ist, ob es nun viral ist oder nicht? Und eventuell auch noch drüber nachdenken, wer es denn jetzt lesen könnte?
Und noch 2 Gedanken:
1.) Vielleicht kennen ja Blogger Agenturen besser als die Agenturen denken? Ja, aber eben nur vielleicht, mit solchen Vielleicht-Sätzen kann man viel erzählen, ohne wirklich was zu sagen.
2.) Wirklich gutes virales Marketing wird doch nie als solches bemerkt, schon mal darüber nachgedacht?Mannomann, Probleme, Probleme, aber so ist das wohl, wenn man als “Spreeblick Verlag KG” das Bloggen mit der Ökonomie vermischt, statt einfach Spaß zu haben. Um ein ähnliches Beispiel aus dem Kreativgeschäft zu bringen: den erfolgreichen Bands wird es wahrscheinlich nicht anders gehen, wenn sie eigentlich einen wirklich coolen Song gefunden haben, der aber nicht massenkompatibel ist, da wird dann halt der alte Scheiß ((sorry für das Wort) weitergemacht.
Dabei müsste es doch heissen: Lerne drei Vokale und gründe einen Blog.
P.S.: Das Band-Video ist wirklich grauenhaft. Erinnert mich an die Thompson Twins bei Formel Eins (deren Song war aber besser).
I am Legend
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blogschrift:04.01.2008 um 16:36Ich kann nur Arno Schmidts schönes kleines Buch (Erzählung?) “Schwarze Spiegel” empfehlen.
Gleiches Thema und, jedenfalls lassen das die bisherigen Kritiken zum Film vermuten, bessere Umsetzung.
Am besten gefallen hat mir bei Schmidt die Überlegung, dass der letzte Mensch einfach in ein Museum geht und sich die besten Bilder zuhause aufhängt.
Wer braucht schon ein iPhone, wenn er eine Wählscheibe haben kann.
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blogschrift:02.01.2008 um 15:23Ja, ja, das lässt sich einfach so hinschreiben mit der guten alten schönen Wählscheibe…
Ich empfehle den Selbstversuch mit einem alten Telefon, es ist ganz einfach die Hölle. Ich sage nur: belegt und nochmal wählen, allein das reicht schon für schlechte Laune. Dann die ewig langen Handynummern. Am tollsten ist es aber, wenn man das Klickern hört, wenn die zuletzt gewählte Zahl durchrattert. Ewigkeiten sind das.
Der verlinkte Jungdesigner liegt sowas von daneben, da kann er sich neben Kolumbus und Thomas Watson (IBM-Chef, “”Ich denke, daß es einen Weltmarkt für vielleicht fünf Computer gibt.”) einreihen.
Bei meinem nächsten Telefon, da muß ich an die betreffende Person nur noch *denken*, dann wird schon die Verbindung hergestellt.
Wählscheibe, pfffff.
Gabentisch: Tanja
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blogschrift:18.12.2007 um 17:14Genau, die Rahtjen-Übersetzung bei 2001 (kommt ja auch hier vor)
Was anderes geht gaaaaarr nicht!
Wirklicht nicht.
Worträtsel
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blogschrift:22.11.2007 um 16:54Vielleicht bei Schützen (Luftgewehr, Bogen etc.), wenn die Treffer auf der Zielscheibe zu sehr nach links und rechts auswandern?
Oder aus der Statistik, dass z.B. bei Ereignissen nicht eine Gaußsche Glocke entsteht, sondern eine atypische, eben durch Mittelfeldentleerung gekennzeichnete Verteilung der Werte?
(Übrigens kommt man sich hier vor wie in dem Spiel auf Sat1 mit Hella v. Sinne und Hugo Egon Balder oder wie der heisst…)
Fremdschämen
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blogschrift:08.11.2007 um 17:26Ja, das “Coming 9. November” ist überhaupt das Allerschönste an dem Ganzen.
Ich weiß ja nicht, wer hier den T-Mobile-iPhone-Interessenten-Newsletter bekommt, aber auch der war dermassen holzig, dumm und steif getextet und aufgemacht, ich konnte es gar nicht glauben, wie da ein von Apple-Seite marketing-mäßig vorbildlich verkauftes Produkt kaputtgemacht, -geredet und -designt wird.
Die ehemaligen “Fernsprechtechniker” (oder wie immer sich die ominösen Gesellen damals genannt haben) der ehem. Deutschen Bundespost werden das Ding schon klein kriegen.
Die ganze Show kommt mir so vor wie ein alternder 65jähriger, der sich in knallbunten roten Shorts, mit Sneakers an den Füssen und iPod am Ohr in einen Smart Roadster oder Porsche zwängt, seine Wampe gerade so hinter das Steuer bekommt und dazu sagt: “Cool, wa?”.
Old Clash Fan Fight Song Club Gig Review Pt. II
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blogschrift:21.09.2007 um 01:49Ich war die Tage bei Paul Weller, und wenn man die beiden mal vergleicht, dann scheint Billy Bragg doch um einiges lustiger und authentischer gealtert zu sein als PW.
Nicht nur die Musik wirkt trotz ihrer unleugbaren Patina lebendiger, auch der Witz ist besser. Wesentlich besser.
Ich und mein Staubsauger
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betonblog:26.07.2007 um 11:06Nicht unerwähnt bleiben sollte die Tatsache, dass Trevor Wilson eine völlig neue Form des Deutschen eingeführt hat: neue Grammatik, neue Wörter und ein bisweilen ans Absurde grenzende Desinteresse an korrekten Sätzen.
Sein Engeusch klang einfach viel besser und lustiger als das Denglisch heutiger junger Moderatoren.
Mittagspause!
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blogschrift:02.07.2007 um 18:29Na ja,
ich schaue Leuten beim Essen genauso ungerne zu wie beim Gegenteil…
Und: ist das nicht Limahl?
Schlüsselerlebnisse
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blogschrift:22.06.2007 um 23:24Irgendwie witzig,
das es in der Wegbeschreibung zum Treffpunkt der “Sportfreunde der Sperrtechnik” (Link von #27) heißt: “durch den zumeist unversperrten Eingang des Nachbarhauses (86) in den Innenhof”.
Kann das denen nicht egal sein, ob unversperrt oder nicht?
Rätselhaft.
Ordnung ist das halbe Leben
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blogschrift:29.05.2007 um 13:36Nun ja, es war dem Erfinder des Internets ja teilweise angekreidet worden, dass man nicht einerseits vom Energiesparen und der ganzen Klimahysterie reden kann, aber zuhause mit 3 Megabildschirmen und einem riesigen Flatscreen die Hütte tapeziert.
Aber vielleicht sollte man da nicht päpstlicher sein als der Papst.
Ich dachte erst, dass er (für den CO2-neutralen Ausgleich für die stromfressenden Boliden) in der kalten Wohnung mit einem dicken Wollpullover sitzt, aber bei näherem Hinsehen stellte es sich doch als Sakko heraus.
Benz brennt
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blogschrift:23.05.2007 um 13:23Mannomann,
genau diese Kommentare habe ich erwartet, allesamt.
Ich glaube, wir befinden uns mitten in einem medientheoretischen Experiment über reflexhafte Blog-Kommunikation.
Magisterarbeit am FB Publizistik der FU Berlin:
“Rituelle Kommunikation. Vorhersagbarkeit medialer Nutzerbeiträge in Internetforen am Beispiel Spreeblick.”
Spider
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Einmal keine Quoten-Psychos
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blogschrift:10.05.2007 um 22:10Hmmm,
Malte, also falls Dein ‘Gesetz der Serie’ stimmen sollte, könntest Du dann bitte alle anderen TV-Serien für ein paar Wochen ganz doll liebhaben? Und alle Wir-sind-ausgewandert-Doku-Soaps und alle Bei-uns-renovieren-geschmacklose-Kulturbanausen-Serien auch?
Danke.
Beer Group
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blogschrift:12.04.2007 um 09:52Auf die ausgelassene Stimmung…
Das Foto wurde zu jenem Zeitpunkt aufgenommen, an dem aus Langeweile mit dem Daumennagel den Aluminumkragen an der Bierflasche abzukratzen beginnt, im Kopf das verpasste Fernsehprogramm durchgeht und sich fragt, ob man solche Geselligkeiten nicht schon fantastilliardenmal erlebt hat.
Ferrofluid Dingsbumsmorph
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blogschrift:04.04.2007 um 11:42Na ja, die Erklärungen sind ja nun ziemlich naturwissenschaftlich-trocken.Ich habe mir da eher eine Roboter-Familie vorgestellt, die im Jahr 2323 vor ihrem tanzenden ferrofluiden Weihnachtsbaum sitzt und sich, zur Feier des Tages, eine Kanne Nähmaschinenöl oder feines Ballistol in die Schläuche drückt.
Und Robo-Papa liest vor, was für langweilige und sterbliche Wesen früher die Erde belastet haben…
Mit Musik in die Woche
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blogschrift:02.04.2007 um 10:37Mannomann, wie schlecht.
Im Spiegel-Interview spricht Michi Beck (Fanta4) vom HipHop als “eine[r] alte[n], spießige[n], etablierte[n] Bewegung” (http://www.spiegel.de/kultur/musik/0,1518,475060,00.html) und wenn man das sieht, kann man ihm nur zustimmen.
Die endlose Wiederholung tausendmal gesehener Gesten, der ewige Wir-sind-anders-und-da-draußen-ist-die-böse-kalte-Welt-Text, die offenbar immer noch angesagte Harte-Jungs-Attitüde und ein Gehabe, als komme man aus der Bronx. Dabei ist es doch nur Kiel Gaarden-Ost, Britz oder Suttgart Raitelsberg.
Bitte, bitte mal was Neues. (Ja, liebe “Platten”industrie, auch du bist gemeint.)
Das kann ja heiter werden diese Woche…
Spotting
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blogschrift:01.03.2007 um 15:51Hmmm,
gibt einem das nicht etwas zu denken, wenn man selbst in einem Gebäude arbeitet, dass offenbar die weltweit bestmögliche “Location” für einen EADS-Werbespot o.ä. abgibt?
Früher (ja, ach, früher ;-) hat man das Geld in Gebäuden verdient, die noch nicht mal als Ziel für EADS-Produkte in Frage gekommen wären… Aber da war der Spree-Blick wahrscheinlich auch noch ein Panke-Blick auf die gute alte Panke (die die meisten Zugereisten eh nicht kennen werden).
Klar im Wortlaut
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blogschrift:27.02.2007 um 17:07@Stefan/6
Ich muß mich da auch Stralau anschließen. Was ist das für eine verquere Sicht der Dinge? Dass Herr Klar jetzt auch noch “irgendwo” (!) für die Millionen Opfer des Kommunismus “steht”, tz, tz, tz. Der hat doch nun echt schon genug Ärger am Hacken.
Ich denke, er ist nur ein ganz gewöhnlicher Krimineller & Mörder (wie übrigens auch die Medienschranzen nicht müde werden zu betonen). Und jetzt ist er plötzlich auch noch das personifizerte Böse?Und wenn die beiden, Herr Klar und Herr Ratzinger, für die jeweiligen (Un-)Taten ihrer Vereine persönlich geradezustehen hätten, au weia, da weiß ich nicht, wer wem den Vortritt ins Höllenstüble lassen muß. Rein zahlenmäßig dürfte da der katholische Männerverein vor der RAF liegen.
Franz Josef Stoiber und der amerikanische Präsident Breschnew
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blogschrift:23.02.2007 um 09:58Vielleicht gibt es ja hier ein paar professionelle Seelenblicker (keine Küchenpsychologen), die mir mal erklären könnten, wie es in einem Kopf aussehen muß, der so einen Versprecher in so einer Situation raushaut.
Das mit den Freudschen Versprechern ist ja einleuchtend, verschwiemelte Sexualität, unterdrückte Lüste etc…Aber Breschnew???
Rätselhaft.
In der Wikipedia lese ich: “Ende 1974 stellten die Ärzte bei Breschnew eine beginnende Hirngefässverkalkung fest.In seinen letzten Jahren erlitt Breschnew mehrere Schlaganfälle und Herzinfarkte, die seine intellektuelle Aufnahmefähigkeit stark herabsetzten. Er wurde als Generalsekretär aber immer wiedergewählt, unter anderem weil seine Parteigänger ihre Posten behalten wollten und jede Veränderung fürchteten. Die Agonie des Sowjetsystems war schon zu Breschnews Zeit unübersehbar und führte dann wenige Jahre später zu dessen Untergang.”
Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.
Gänsehaut
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blogschrift:14.02.2007 um 21:47Kewl.
Ja, das Publikum ist schon *sehr* witzig bzw. gerade nicht witzig. Wenn dort nicht gestanden hätte, dass es ein Konzert in London war, dann hätte ich auf ein Kurkonzert in einem fränkischen Hüftschaden-Sanatorium getippt.
Mannomann, und ich dachte, nur wir Deutschen seien so uncool in Konzerten und würden nur vornehm mitwippen oder mit der Schuhspitze den Takt mitklopfen.Rauchfrei (ist doch jetzt so in UK, oder?) und nur für Mitwipper.
Demnächst gibts Vegetarier-Konzerte, alle Lieder auf nachwachsenden Instrumenten gespielt…
Die Union der Realitätsverweigerer
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blogschrift:12.02.2007 um 17:32@19: Welcher Laizismus???
Hier in unserem schönen Land hat sich (im Gegensatz etwa zu Frankreich oder der Türkei) niemand den Laizismus auf die Fahnen geschrieben. Im Gegenteil, die christliche Weltanschauung wird als Norm und Grundlage des Staates, der Schulen etc. ausdrücklich formuliert.
Insofern ist es absolut legitim, nach ‘dem Christenhaften’ der “christlichen” Parteien zu fragen. Man kann ja nicht ein Adjektiv / Attribut im Titel führen, aber ständig (beim Kriegeerklären, beim Einwanderer-Abschieben, bei der ‘Barmherzigkeit’ gegenüber Ärmeren etc.) immer nur sagen “Ätsch, hab nur Spaß gmeacht mit dem Christentum…!”Und zu Maltes Beitrag: nicht das Top-Niveau der Baader-Meinhof-Talkshow. Aber was wir viel mehr brauchen, ist echte Empörung, Subjektivität, einen Furor, kohlhaassche (oder wie schreibt man das?) Konsequenz, nicht immer nur dieses seichte Herummäkeln, diese unendliche Ironie beim Reden über die Zustände.
Berlin Calling
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blogschrift:07.02.2007 um 13:34Hmmm,
frag ihn doch mal, was er von der Nouvelle Vague-Version von “The Guns of Brixton” hält.Und was er glaubt, ab welchem Alter man auf der Bühne lächerlich wirkt.
Blogrollen-Update
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blogschrift:05.02.2007 um 17:09Ach, was soll das Gemäkel (oder wie schreibt man das?), ich finde Blogrolls prima (auch wenn die vom Spreeblick unvollständig ist ;-). Das ist etwa so wie ein “Guck mal da” beim Spazierengehen. Und ja auch ein bißchen à la “Freunde von meinen Freunden sind auch meine Freunde”.
DIE WELT zu Gast bei Feinden
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blogschrift:29.01.2007 um 16:43@ #29: Mit Verlaub, Marcus, aber das ist ja schon verdammt selbstreferentiell, auf einen wirren Absatz zu verweisen und dann am Ende selbst dermaßen wirr zu werden dass gehe Welt zu Pferd Kraut und wieder doch kann oder kaum noch wirrer Netz Kinski Klaus und so
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blogschrift:29.01.2007 um 13:54as für ein Schwurbel. Die zu kurz gedachte Welt-Deutung von Maltes Beitrag ist ja wirklich herrlich eindimensional. Dabei steckt da doch viel mehr drin, vom hype-orientierten Medienrummel (Hallo Welt! Warum schreibst Du eigentlich gerade jetzt über die RAF, war doch auch 30 Jahre vorher genug Zeit?) bis zur Persiflage auf den gefühlig-klebrigen Betroffenheits’journalismus’ à la Kerner & Beckmann. Na ja, genug Eulen nach Athen getragen, wem erzähle ich das hier überhaupt…
Nicht dumm ist dagegen die Beobachtung, dass jungen Leuten (
<25) die RAF wahrscheinlich so vertraut und interessant erscheint wie den heute 40jährigen in ihren jungen Jahren z.B. die Nachkriegszeit, nämlich gar nicht.Interessant und verachtenswert an der aktuellen Diskussion finde ich vor allem, dass die deutschen Medien / die üblichen Medien-Fuzzis / halb-gare Politiker mit Profilierungssucht nun miteinander darum wetteifern, wer nun (doch noch !) die Ex-RAF post festum in die Knie zwingt und aus den ehemaligen Straftätern nach sehr sehr langen Haftzeiten / Strafen auch noch Reue oder eine Entschuldigung herauspresst. Was soll das für ein Gnadenakt werden, der von den zu Begnadigenden verlangt, sich weltanschaulich zu einem System zu bekennen (und damit die Ursache für die elend lange Haft, nämlich ihre mörderische Weltanschauung, als Irrtum anzusehen)?
Aber zu befürchten ist sogar, das es so kommt wie in Maltes Beitrag beschrieben und dem amorphen Kerner-Beckmann-Wesen bereits der Speichel bei dem Gedanken herunterläuft, dass es in der Sendung zu einem “Verzeihung” kommt (vgl. Frau Feldbuschs Tränen, etc.)
Der aktuelle SPIEGEL-Titel “Gnade für die Gnadenlosen” bringt es auf den Punkt. Wenn man Gnade erweisen will, muß man sich eben kategorial von den zu Begnadigenden unterscheiden.
Zuhause 2007
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blogschrift:14.01.2007 um 01:15Bravo, Bravo, Bravo. Aber wie sich schon bei den Computern gezeigt hat und bei den Handies durch Apples Invektive nun ebenfalls immer klarer wird: Es gibt kein schlechtes Gerät und kein mißlungenes Interface, dass nicht von dummen Nutzern (und sind wir das nicht alle) doch noch bedient (und vor allem: gekauft) werden könnte.
“Sprachlos”
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blogschrift:08.12.2006 um 19:15Yop, Reinhard Mey (mit e-y übrigens) in jung, das ist gut, dachte die ganze Zeit: an wen erinnert der mich nur? Reinhards wild years.
Aber war diese Mütze im Westberlin der Plan B-Zeit nicht hoffnungslos unkorrekt? So’ne Ranschmeiße an amerikanische Ghettomythen, wie man sie im SO36 (hier ist jetzt mal der Bezirk gemeint, nicht der Laden) gehegt und gepflegt hat, aber in der entsprechenden Szene (Die Haut und so) albern fand?
Das wirklich Irritierende ist doch: ist einem nicht immer peinlich, was man annodunnemals so gemacht hat? Wird Toni Mahoni sich in 20 Jahren in Grund und Boden schämen, wenn man ihm seine tollen Casts vorspielt (wahrscheinlich auf ‘nem 6m x 8m-Screen,projiziert von einem nußgroßen Computer).
Und ich mich für dieses Posting. Ich war jung brauchte den Link…
Versprecher
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blogschrift:04.11.2006 um 13:39Yop, ich schließe mich Max an. Der Satz vom Schmidt (analog zum Satz von Pythagoras…) sollte in Marmor (ja, ja, richtig gehört, Marmor, trotz 37 Fantastilliarden Euro Schulden sollte sich Balin diesen kleinen Luxus leisten) oben ans Kanzlerinnenamt genagelt werden. Statt so albernen bildungsbürgerlichen Einstein-Sprüchelchen wie letztens.
Ich bin der Deutscheste
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blogschrift:31.08.2006 um 21:09Hmmm, also mein Regal ist auch sehr germanozentrisch, aber Brecht, Lichtenberg, Georg Forster, Kurd Lasswitz, Arno Schmidt, Gernhardt, Grass (ja, ja, auch der!), Fauser, Kerr, Rühmkorf: da muß man sich doch nicht verstecken. Obwohl, das waren/sind (mögen Herr Grass und Herr Rühmkorf noch lange durchhalten…) halt alle keine “guten Deutschen”.
Da klingt bei aller maltesischen Ironie doch die deutsche Selbstzerfleischung durch. Meinste, irgendein Amerikaner würde sich solche Gedanken machen?
Und ich hab’ mir eh gesagt: Sowie ich die Deutschen alle durchhab, fang ich mit den Ausländern an. Übersetzungen lesen ist doch wie erzähltes Essen…
Die aufregendste Webcam der Welt?
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Lieber Gott
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04
blogschrift:27.07.2006 um 23:30Ich sach nur: ich hatte den Kloß auch. Die Version ist großartig. Da hört man erstmal, dass man mit dem Original Jahrzehnte sinnlos vertändelt hat.
Die anderen Lieder, da muß ich mich erst einhören.
Aber: danke, hätt’ ich nicht besser schreiben können.
6500000000
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blogschrift:13.07.2006 um 18:18Ich bin der erste. Cool. Aber bei sovielen Pixeln, eh Menschen, muss es doch einen geben, der gerade das selbe tut wie ich - aber gerade JETZT kommentiere nur ich hier …
;-)
Richtmikrofon
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blogschrift:10.07.2006 um 17:24Habe dazu was geschrieben über den symbolischen Selbstmord des mythischen Helden vor seinem irdischen Ende. Ich empfehle außerdem (ohne damit Zidanes schändliche Unsportlichkeit klein reden zu wollen) zur Lektüre den Kommentar von Phil McNulty von der BBC zum “Everton flop” Materazzi.
Podcast vom 6.4.2006
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betonblog.de:07.04.2006 um 10:27Ha, ha, ha,
den Rollkragenpullover so tief in die Hose gesteckt wie Steve Jobs? Wow!
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- Komisch, in Berlin scheint es nur Paare zu geben, die in Mitte oder Kreuzberg rumlaufen… Gibt es denn keine Paare in Britz, Siemensstadt, Adlershof oder Lichterfelde? Aber die sehen wahrscheinlich nicht hipp genug aus.
- Und alle sind so jung. Die Mehrheit der Berliner ist doch a) Single und b) älter als 60, oder?
Aber trotzdem ein schöner Blick auf die Liebe in einer Stadt, in der man trotz der vielen Menschen einsamer sein kann als in jeder anderen Stadt.
Hier fängt der Klamauk an
@ ynz: Du hast Deine Frau (und die Freundin) im Spam kennengelernt?
Hier endet der Klamauk