Interview mit einem Webcam-Girl
This is Michael
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Tobias Schwarz:28.03.2006 um 01:32Naja, mal schauen - Lindows war ja auch nicht so der große Erfolg. Und die 372 Millionen - mp3.com war eine goßartige Idee (nicht allein seine, übrigens), und wenn da nicht so viele Managementfehler gemacht worden wären, wäre die Musik nicht gelöscht worden, die Domain nicht bei C|net und die Technologie nicht bei Vivendi Universal.
Alles ausser Nippel
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Tobias Schwarz:23.03.2006 um 23:22jaja… aber die Problematik ist auch jenseits des Atlantiks bekannt. Schon im März 2003 schrieb Kyle Delsman “Why Can’t We Live In Enlightened Topless Europe?”
“I still hold out hope for us. Most Americans, after all, still have traces of European blood coursing through their veins. Their ancestors came from France, from Germany, from Italy—places where they have naked breasts on the cover of mainstream magazines. Somewhere, buried deep within our DNA, is the potential to break free from our self-imposed, mammary-despising shackles. We must tap into these long-dormant European genes and unleash the wellspring of enlightenment. Only then will we live in a truly enlightened—and topless—United States of America.”
http://www.theonion.com/content/node/33260
aber Eltern sind natürlich verunsichert, denn “U.S. Children Still Traumatized One Year After Seeing Partially Exposed Breast On TV” -
“By the time CBS cut to an aerial view of the stadium, the damage was done,” said Wasserbaum, who has also worked extensively with orphaned and amputee children in Third World war zones. “I’ve found that children can be amazingly resilient, but this event was too much for many of them to take. The horrible image of that breast is likely to haunt them for the rest of their lives.”
According to the 500-page report filed by the FCC, more than 90 percent of the children who saw the exposed breast said they were “confused and afraid.”
“Mommy has dirty chest bumps,” said a 5-year-old boy quoted in one of the thousands of case studies compiled by the FCC. “She’s like the bad lady on TV. I’m afraid Mommy will take off her shirt and scare everyone. I hate Mommy.”
no, not seriously ;)
http://www.theonion.com/content/node/30883
Warum auch immer, zwei Links funktionieren hier nicht… also den ersten doch nur zum Kopieren und Einfügen.
Fussballkrieg
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Tobias Schwarz:23.03.2006 um 06:11Nein nein, das Spiel ist aus. Und Ungarn ist Weltmeister!
Schlug Deutschland mit drei zu zwei Toren im Finale in Bern.
Ich werde doch noch Fan
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Tobias Schwarz:22.03.2006 um 00:50“Schade, dass der ganze Kram mit der vorgefertigten Musik nicht erst nach Veröffentlichung rausgekommen ist, das wäre unter Umständen noch ein bisschen spaßiger gewesen. Aber wer weiß schon, was noch kommt?”
Das stimmt! Aber für ein “who the fuck cares” ist das doch ein eher langer Beitrag, oder? Und mal ein Frage: Wärst Du der fortschreitenden Entzauberung der Jungs auch so ablehnend entgegen getreten, wenn die Fact-Checkung irgendwo gebloggt worden wäre?
Podcastday 2006
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Tobias Schwarz:16.03.2006 um 14:53>Ich finde nur, dass passt alles nicht zusammen.
Ja, da ist - zwangsläufig - noch sehr viel pubertäres Begrapschen und Ausprobieren dabei.
Übrigens, ich bin kein Katholik, aber die Enzyklika des Papstes zum Thema Liebe kam dem Konzept “freie Liebe” doch eigentlich erstaunliche nahe:
“… Heute wird dem Christentum der Vergangenheit vielfach Leibfeindlichkeit vorgeworfen, und Tendenzen in dieser Richtung hat es auch immer gegeben. Aber die Art von Verherrlichung des Leibes, die wir heute erleben, ist trügerisch. Der zum ,,Sex’’ degradierte Eros wird zur Ware, zur bloßen ,,Sache’’; man kann ihn kaufen und verkaufen, ja, der Mensch selbst wird dabei zur Ware. In Wirklichkeit ist dies gerade nicht das große Ja des Menschen zu seinem Leib. Im Gegenteil: Er betrachtet nun den Leib und die Geschlechtlichkeit als das bloß Materielle an sich, das er kalkulierend einsetzt und ausnützt. Es erscheint nicht als Bereich seiner Freiheit, sondern als ein Etwas, das er auf seine Weise zugleich genußvoll und unschädlich zu machen versucht. In Wirklichkeit stehen wir dabei vor einer Entwürdigung des menschlichen Leibes, der nicht mehr ins Ganze der Freiheit unserer Existenz integriert, nicht mehr lebendiger Ausdruck der Ganzheit unseres Seins ist, sondern gleichsam ins bloß Biologische zurückgestoßen wird. Die scheinbare Verherrlichung des Leibes kann ganz schnell in Haß auf die Leiblichkeit umschlagen. Demgegenüber hat der christliche Glaube immer den Menschen als das zweieinige Wesen angesehen, in dem Geist und Materie ineinandergreifen und beide gerade so einen neuen Adel erfahren. Ja, Eros will uns zum Göttlichen hinreißen, uns über uns selbst hinausführen, aber gerade darum verlangt er einen Weg des Aufstiegs, der Verzichte, der Reinigungen und Heilungen. …”
Da stellt sich eben die Frage nach der Definition von Freiheit. Das Statement “Sex ohne Liebe ist eben nur Sex” ist vielleicht ein wenig tautologisch, aber der Begriff “freie Liebe” ist ja letztlich, wenn überhaupt, nur in Bezug auf Sexualität überhaupt konzeptionalisierbar, wenn man mal von extremen Ausnahmeerscheinungen wie polyamory absieht. Der Papst sagt damit letztlich nur, daß er glaubt, daß der sexuelle Teil des Gesamtkonstrukts “Liebe” den Menschen nicht vollständig zu befriedigen mag, und das ist eine Erkenntnis, zu der sich viele Menschen oft erst nach einer ganzen Reihe von schmerzhaften Selbstversuchen durchringen können…
Zukunftsquatsch
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Tobias Schwarz:12.03.2006 um 19:17Ach ja, zu Thomas Stein / Major Labels und ihre Perzeption des Internet: Im Frühjahr 2000 sprach ich mit einer Business Developerin bei EMI, die ernsthaft meinte, darüber habe man sich noch keine Gedanken gemacht…
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Tobias Schwarz:12.03.2006 um 19:06Ja, nette Zitate, aber Hand auf Herz Johnny - ist das “future talk”? Der Vortrag ist doch wohl doch eher eine (kurze) Bestandsaufnahme einer Entwicklung, die noch niemand vollständig einordnen kann.
Parallelkultur? Naja, Innovation ist eben nicht für jeden. Aber irgendwann werden Innovationen eben übernommen.
Für die Zukunft der “Generation C” empfehle ich (als Einstieg) das “IBM Media and Entertainment 2010 white paper” http://www-1.ibm.com/services/strategy/files2/G510-3569-00_media2010.pdf
Klar, das sozialisierte Verständnis von Eigentum ist ein enormes Problem, aber dennoch: die Mikroökonomie all dessen ist leider noch immer nicht auch nur annähernd geklärt.
Und keine Playlist der Welt kann das Problem von collaborative filtering lösen: statistisch relevanten Initialkonsum. Es wird - zumindest dafür - immer VC Investoren in Inhalte geben. Auch wenn jetzt mal zwei bis drei Bands über das Netz den “Break” geschafft haben.
Ach ja, das Statement über die Frustration von Musikern über die Resonanz auf das Sonnenlicht kann ich auch ganz persönlich nachvollziehen (http://www.tapsmusic.de).
Wir sind Handelsblatt
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Tobias:30.09.2005 um 15:32Oops, sorry, neuer Versuch -> Link zu meinem obigen Kommentar -> http://www.fistfulofeuros.net
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Tobias:30.09.2005 um 15:07Johnny,
>Tobias: Die Offline-Medien nehmen Blogs, und bei weitem nicht nur
>Spreeblick, auch ohne Verlagsumfeld wahr. Und zu Zeiten des
>Jamba-Artikel, der viel größeren Wirbel (naja, beinahe genausoviel
>inzwischen) verursacht hat, stand hinter meinem Namen auch noch
>nicht “Kreative Leitung”. So much for that.Ja - und (noch) nein. Ich wollte lediglich darauf hinweisen, daß Journalisten ein Zuordnungsproblem mit Bloggern haben und Anknüpfungspunkten suchen, die ihnen vertraut erscheinen - also Blog als Genre/Form, nicht als ökonomische/gesellschaftliche Entwicklung. Das gilt insbesondere für Deutschland, auch wenn die Entwicklung hier noch nicht so weit ist, wie in anderen Ländern und auch ich selbst immer mal wieder überrascht darüber bin, welche Reaktion aus den Offline-Medien/Redaktionen kommen, bzw. wer (in diesem Fall mein Gruppen-Blog) liest.
Ich würde das aber a) nicht überschätzen (selbst die Telepolis ist ja auf den flickr-pool offensichtlich erst über die Titanic Homepage aufmerksam geworden!), und b) habe ich ja auch von “ernst nehmen” und nicht nur von “wahrnehmen” gesprochen. In diesem Spannungsfeld wird sich sicher noch eine Menge tun.
In diesem Zusammenhang vielleicht auch ein Hinweis auf einen Artikel von Fritz J. Raddatz in der aktuellen Printausgabe der Cicero ” Warum die Alten an der Macht bleiben.”
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Tobias:30.09.2005 um 14:20Ist es nicht interessant, wie Blogs/Blogger plötzlich nicht nur in selbstreferentielllen Zusammenhängen von Berufsbloggern, ahm - Journalisten - ernstgenommen werden, wenn sie sich mühevoll in die etablierten Interpretationsschemata pressen, sich “Kreativ-Leiter” nennen und einen institutionellen Rahmen vorweisen können (Verlag)?
Was sagt uns das über Deutschland? Genau.
Jetzt mal im Ernst, liebe Mutmacher
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Tobias:26.09.2005 um 22:11>Und ja, die Kampagne ist superschön emotional, auch das Klavier im >Hintergrund und so.
Also, dass die Kampagne emotional werden würde, war doch wohl klar. Aber gerade bzgl. der Forrest Gump Suite (das Klavier…) läßt sich ja wohl jede Menge interpretieren….
Und nach all der Debatte das: “Witziger”? Ernsthaft?
Du bist Deutschland - Ich mach’ mit!
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Tobias:26.09.2005 um 21:04Und der so schön doppeldeutige Forrest Gump Soundtrack zu den Spots… wirklich clever… da gibt’s noch einiges zu diskutieren!
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@46 yetused,
Yetused, selbst als Mann glaube ich nicht, daß es möglich ist, über Motive und Anlässe der Nutzung solcher sexuellen Dienstleistungen ein allgemeines Urteil, auch nur ein sachliches, geschweigen denn ein moralisches, zu fällen. Für eine Frau erscheint mir das logisch unmöglich. Daher vermutlich Dein in Vorurteilen getränkter Kommentar.
Hier mal eine differenziertere Analyse zum Thema - aus feministischer Sicht - aus der Stanford Encyclopedia of Philosophy (auf English)
http://plato.stanford.edu/entries/feminist-sex-markets/
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Also, ich fand das Interview nicht uninteressant - die meisten kritischeren Fragen liegen doch auf einer Metaebene oder betreffen die Frage nach fairen oder unfairen Praktiken, wovon die Interviewte aber scheinbar nicht betroffen zu sein scheint.