Sensation: Alles gut! (fast)

  1. 90

    Dr. Dean:

    Eil-Pressemitteilung des Vereins zur Rettung des Baumbestands in Norddeutschland e.V. (auch: Verein zur Rettung norddeutscher Baumbestände):

    Es gibt zu wenig Neumann Nordmann-Tannen in Norddeutschland. Zur Steigerung der Baumkompetenz der norddeutschen Fichtenwälder fordern wir umgehende Aufforstungsmaßnahmen, um damit gegen die Entfremdung der heimischen Waldnager ein Signal zu setzen!

    gez. unser Verein
    (stets auf das Allgemeinwohl bedacht)

Update: Facebook-Werbung

  1. 89

    Dr. Dean:

    AGB-Bestimmungen, die so weit vom AGB-Gesetz (bzw. heute: §§ 305–310 BGB) entfernt sind, die sind extrem schnell nichtig. Man könnte den Sachverhalt dahingehend deuten, dass die Firma Facebook im Rahmen ihrer Deutschlandoffensive frech, dreist und rechtsbrechend agiert. Aber, wie Johnny schon sagte:

    Not in my name. Never.

Open-Source-Collagen

  1. 88

    Dr. Dean:

    @ Dave Rau

    Thank you very much for your kind answer! I am glad to read that fairness ist a big part of your art cooperation model.

    @ Johnny

    Ich verstehe sehr gut, wenn Dir mein Tonfall nicht gefällt oder Dir zu apodiktisch vorkommt. Ich weiß, da trennen uns Welten - und es ist eine Deiner Stärken, dass Du Dinge i.d.R. sehr konziliant formulierst. Meinen
    Standpunkt gegenüber der GEMA, und der allgemeinen Rechtsentwickung im Urheberrecht würdest Du vermutlich weniger hart formulieren. Nun sagst Du:

    Entschuldige, aber in dem Kommentar stehen so viele Un- und Halbwahrheiten, dass man gar nicht weiß, wo man anfangen soll. Und es daher lässt.

    Ach, was. Johnny, Wenn es so viel sein sollte, dann nimm einfach einen Teil - mit dem Du Deinen Standpunkt leicht verdeutlichen kannst, oder einen Teil, der Deiner Meinung nach besonders “unwahr” ist.

    Sorry, Johnny, mir gefällt es nicht, wenn - begründungslos - behauptet wird, dass ich gründlich daneben liege. Es mag sein, dass Du Recht hast - aber wenn Du Dir sicher bist, dass so vieles unwahr und halbwahr sei, was ich geschrieben habe, dann wäre es ein feiner Zug von Dir, wenn Du da ein oder zwei Punkte benennen würdest.

    Ich wäre interessiert. Okay?

    @ Simon

    Mir missfällt allein schon die Idee, wegen jedem Kleinkram einen Rechtsanwalt bemühen zu müssen. Das ist es ja genau , was ich mit “Verrechtlichung” gemeint habe.

    Mir missfällt auch, beispielsweise, dass jede größere Gruppe auf einer Konferenz, die zum Rhythmus von “we will rock you” sich einen Reimspaß erlaubt, ernsthaft GEMA-Fahnder fürchten muss, sobald sie einen Audiomitschnitt im Internet veröffentlicht (erlaubt), der ganz leise, kaum hörbar, und eigentlich völlig vernachlässigenswert das Originalstück bzw. dessen trivialen Rhythmuspart enthält (quasi verboten bzw. teuer). Das würde dem Veranstalter, falls ihm die GEMA auf die Schliche kommt, eine hübsche Stange Geld kosten.

    Beides sind m.E. Fehlentwicklungen einer “Verrechtlichung” , einmal aus Perspektive des Künstlers heraus, und im anderen Fall eine übertriebene Verrechtlichung aus Sicht der Allgemeinheit bzw. des Veranstalters.

  2. 87

    Dr. Dean:

    @ Simon
    Du hast schon Recht: Den Paragraphen, aber auch andere Grundsätze des Urheberrechts gibt es durchaus schon länger. Trotzdem hat sich viel verändert - die Interpretation des Rechts. Die Verrechtlichung der Kunst hat erheblich zugenommen - und ob das den eigentlichen Urhebern wirklich nützt, kann man gut bestreiten.

    Ich kenne eine ganze Reihe von Künstlern, die nicht den Eindruck haben, dass sie von der ausufernden Rechtspampe profitieren - ganz im Gegensatz zur Künstlerausbeutungsindustrie Rechteverwertungsindustrie übrigens.

    Du hast als Tonkünstler, wenn Du erst einmal in der Tretmühle drin bist (die Alternative dazu gibt es kaum - auch dank eines lobbyhörigen Gesetzgebers) zum Beispiel keine Chance mehr, Deine Aufnahmen (nicht einmal ein einzelnes Bit!) anderen Künstlern gezielt zur Verfügung zu stellen. Du darfst garnichts. Deine Rechteverwerter (die in Gestalt der GEMA z.B. ein Monopol haben) dürfen fast alles. Sie dürfen z.B. klar zu Deinen Lasten die Einnahmen, die sie mit Deiner Kunst erzielen, ihren Buddies zustecken (das sind i.d.R. Rechtverwerter, Erben oder Chartmusiker), sie dürfen mit Youtube und Apple Verträge abschließen, welche Dich vom erheblichen ökonomischen Gewinn dieser Firmen weitgehend aussperren.

    Thema GEMA: Es ist mit den heutigen Möglichkeiten kein Problem mehr, ganz genau zu sagen, wann und wie oft Deine Musik wo gespielt und wo verkauft wurde. Stehst Du aber außerhalb der privilegierten Bereiche (z.B. Konzernmucke in den manipulierten Charts), dann wird Dein Anteil kassiert - und Du bekommst garnichts. Ganze Musiksparten (sieht man mal von Scooters Konzernmucke ab z.B. Techno) haben sich bereits aus der GEMA verabschiedet, weil diese ganze Veranstaltung von vorne bis hinten Künstlerverarschung und das Fernhalten von Konkurrenz darstellt.

    Auch, wenn ich den Youtube-Deal der GEMA gut finde, der Punkt ist: Du als Künstler darfst garnichts. Stellst Du z.B. einem Internetprojekt, das Du toll findest, von irgendeinem Song eine Sonderversion zum kostenlosen Download zur Verfügung, dann wirst Du (und dieses Internetprojekt) anschließend von diversen Anwälten durchgefickt.

    Singt ein Chor Deine Lieder, völlig im Einvernehmen mit Dir, und die GEMA bekommt das raus, dann kann der Chor anschließend Konkurs anmelden. Stellst Du einen eigenen, bislang unveröffentlichten Song auf Deiner eigenen Homepage zum Download, hast Du anschließend große Probleme, Abmahnungen wegen “unlauterem Wettbewerb” inklusive.

    Nee, Simon, das ist nicht unbedingt alles im Sinne der Küstler. Eher ist es so, dass das heutige Urheberrecht Dich als Künstler in beachtlichen Umfang entrechtet. Daher ganz ohne Anführungsstriche:

    Rechtspampe.

    Was ich beklage, hat relativ wenig damit zu tun, dass der Gesetzgeber Zeit benötigt, bevor er das Recht für das Internet angepasst hat, sondern vielmehr damit, dass das Urheberrecht immer weniger vom Allgemeinwohl aus und auch nicht vom Künstler aus gedacht wird, sondern von den Rechtsverwertern und den Hegemonialintersssen der Konzerne aus.

    Und die wollen Kontrolle - über Dich als Künstler. Über Deine Kunst.

    Im Ergebnis haben wir ein Recht, das der freien Kunstentfaltung entgegen steht, aber gleichzeitig die Profitraten von Konzernen sichert.

  3. 86

    Dr. Dean:

    @ Simon
    Man könnte es aus der Selbstbeschreibung des Onlineshops rauslesen. Im Moment tippe ich mal, dass sich Rau/Bertrand noch keine Gedanken dazu gemacht haben. Was ggf. auch erklärt, dass sie bislang weder Johnny noch mir geantwortet haben.

    Wenn Du darauf hinweist, dass das gegenwärtige Urheberrecht der Tod kollaborativer Kunst und freier Kunstentwicklung/Kunstkooperation ist, bzw. diese teils stark erschwert, gebe ich Dir Recht. Schöner Link. Sobald es für Künstler auch nur ansatzweise um Geld geht, sind die Creative Commons m.E. keine gute Abhilfe. Eher gilt das Gegenteil. *Seufz*. Mit der Weiterentwicklung des Urheberrechts wird die Lage immer verwickelter, und die Rechtehändler zerren via WTO und EU-Lobbyismus in Richtung weiterer Strangulierungen bwz. Ausweitungen des Regelungsumfanges zu Lasten freier Bereiche. Von wegen “freie Kunst”.

    Du kannst heutzutage als Künstler kaum noch etwas machen, und schon garnichts Kolloboratives, ohne, dass es in kürzester Zeit mit übler Rechtspampe überzogen wird. Anders gesagt, Du bist als Künstler im Kooperationsfall gezwungen, alles - und zwar jedes Detail - in rechtlich einwandfreie Verträge zu kleiden.

    Die Kunst ist tod. Das Urheberrecht lebt.

    0:1 für das Recht.

Wenn Geld zittert

  1. 85

    Dr. Dean:

    Zu Markus Väth:

    “Das aktuelle Datenschutzgesetz bietet die Möglichkeit, derartige Verstöße wie bei Lidl mit teils empfindlichen Geldstrafen zu ahnden.”

    Empfindlich. Aha. Offensichtlich sind einige Unternehmen stark genug, dass sie dieses Gesetz kaum fürchten. Was passiert denn genau bei Gesetzesüberschreitung? Ermahnende Gespräche mit Exekutivbehörden? Jedenfalls nicht viel.

    Ganz anders sieht es aus, wenn Du Dich in einer weniger mächtigen Position befindest.

    Der Mitarbeiter, der bei Lidl auf Gesetzeseinhaltung klagen würde, der würde mit hoher Sicherheit seinen Job verlieren – und vielleicht dann sogar jegliche Möglichkeit, jemals wieder in seiner Branche arbeiten zu können.

    Soviel zur Lidl-Macht.

    Du würdest hingegen ganz erhebliche Probleme bekommen, mit Justiz, Exekutive und Lidl, wenn Du z.B. Lidl-Manager über viele Monate hinweg ausspionieren würdest - und ähnlich detaillierte Expertisen – wie bei Lidl - über Monate hinweg über die Lidl-Manager verfassen lassen würdest.

    Zweierlei Maß: Lidl kann es tun (und: hat es getan), ohne nennenswerte „Strafen“ seitens der Exekutive und Judikative befürchten zu müssen. In wenigen Tagen/Wochen sind sie raus aus den Schlagzeilen. Im Gegenteil, die ausgeforschten Verkäuferinnen können Stoßgebete zum Himmel richten, falls sie von Lidl nicht entlassen werden.

    Und nun vergleiche:

    Beispiel: Nehmen wir an, ein Kleingewerbler macht bei seinem Hobby, einer Reportage für sein Firmenblog, einen Fehler und ein von ihm geführtes Interviews enthält einen kaum hörbaren, aber für Fachleute erkennbaren kleinen Fetzen eines geschütztes Musikstücks, weil während des Interviews ein Radio lief. Was dann? Dann kann er, ganz im Unterschied zu einer mächtigen Firma, Riesenprobleme bekommen, zum Beispiel, wenn ihm ein GEMA-Fahnder auf die Schliche kommt und gegen ihn vorgeht mit Strafanzeigen und Zivilklagen. Der Kleingewerbler hat erstaunlich gute Chancen, dass die Polizei, in Reaktion auf die Strafanzeige, ihm die Computer seines Kleingewerbes komplett beschlagnahmt, inkl. aller Datensicherungen, was seinem Kleingewerbe garnicht gut tun wird. Schließlich ist er ja ein böser Urheberrechtsverletzer – und das sogar gewerblich und höchst eindeutig.

    Lidl hat bei gravierenderen Rechtsverstößen weitaus weniger zu befürchten.

    Zweierlei Maß.

    Es gibt für viele Unternehmen so gut wie keinen realen Grund das Datenschutzgesetz ernst zu nehmen. Sie lassen, sehr häufig sogar, bei Büroangestellten im Hintergrund Tools mitlaufen, mit denen jede einzelne Unterbrechung, jeder Internetbesuch und die Geschwindigkeit des Tippens genau festgestellt wird. Natürlich “zum Schutz von Firmengeheimnissen” oder was auch immer. Das macht es einfacher, wenn man den Mitarbeiter ggf. einmal loswerden will, zum Beispiel, falls dieser eine rechtswidrige Mitarbeiterüberwachung für keine gute Idee hält.

    Wer diese Macht-Assymetrie verkennt, wer wirklich daran glaubt, dass Firmen große Furcht vor dem Datenschutzgesetz haben, der träumt sich an der Realität vorbei.

Johanna Zeul

  1. 84

    Dr. Dean:

    Das Argument von Johnny, dass es auf “technisches Niveau” beim Musikmachen wenig ankomme, hat einiges für sich. Ich bin absolut dafür, dass mehr gesungen und musiziert wird, bin für mehr Mut und dafür, dass sich jeder traut und sein Ding macht. Aber, sorry, bei einer musikalischen Entdeckung sollte wenigstens etwas musikalische Substanz vorhanden sein. Oder?

    Ich höre sie nicht.

    Bei Johanna sieht man viel Habitus, Willen und diese unfassbar sprudelnde Begeisterung. Das ist berührend, oft auch niedlich, aber wenn man Johanna in ihrer koketten Überschwenglichkeit nicht sieht - wenn man also wegschaut und nur ihrer Musik zuhört, dann bleibt zuwenig Musik übrig, sorry, zu wenig Substanz, die man als Entdeckung feiern könnte.

    Man vergleiche damit (meine neueste musikalische Entdeckung…- und zugleich m/ein musikalischer Gruß an Johnny & Team nach dem re:publica-Stress) - oder mit der großartigen Kleingeldprinzessin, die übrigens gerade auf Tour ist.

Wenn Geld zittert

  1. 83

    Dr. Dean:

    @ Malte
    Gewalt und Macht kann auch Ausdruck von Macht sein.

    @ all
    Lidl kann es machen, und muss nur durch Zufälle befürchten, dass derlei Machenschaften an die Öffentlichkeit kommen. Der Minister findet das in der Diskussionsrunde ziemlich in Ordnung - und er meint nicht, dass hier ein ernstes Problem sichtbar wurde, denn schließlich muss sich Lidl ja vor Diebstahl schützen.

    Die Moderatorin würde da eigentlich gerne nachhaken und den Minister genauso wie den Lidl-Manager wegen ihrer dreisten Arroganz anbrüllen (das weiß nur, wer sie kennt), aber sie wurde für ihren Job ausgewählt, auch, weil sie das nicht macht - und es sich nicht einmal anmerken lässt.

    Ich glaube nicht, dass wir eine Demonstration der Schwäche erlebt haben. Ganz im Gegenteil.

    Wenn ich das Gleiche mit Lidl machen würde, um die Privatgeheimnisse von Lidl-Managern über viele Monate hinweg detailliert auszuspionieren -
    dann bekäme ich es mit der Staatsmacht und mit Lidl zu tun, gründlich und gewaltig.

    Lidl ist zwei Wochen lang in den Schlagzeilen. Das wars.

    (Im Übrigen befindet sich dieser Kommentar gerade noch so innerhalb des rechtlich erlaubten Bereiches - unter Umständen könnte hier von Lidl, wenn deren Anwälte daran interessiert wären, wegen angeblicher “Firmenrufbeschädigung” abgemahnt werden. Ernsthaft. Meine Meinung, dass Lidl nur zwei Wochen Schlagzeilen zu erleiden hatte, zusammen mit “Das wars.”, lässt sich ggf. als rufschädigende Tatsachenbehauptung auffassen, dergestalt, dass ich behaupten würde, Lidl hätte so viel Macht, dass es trotz schwerwiegender Rechtsverstöße folgenlos agieren könne. Im Zweifel wiegen Firmeninteressen vor Gericht sehr viel. All dies ist nicht ein Zeichen der Schwäche von Firmen, sondern m.E. eine Position der Stärke. Schwach sind vielmehr: wir.)

Johanna Zeul

  1. 82

    Dr. Dean:

    ´Ne musikalische Empfehlung ist das nicht gerade. Gesanglich und gitarrentechnisch ist das Hobbyniveau - nicht mehr. Schwerlich eine große Entdeckung, aber für einen Hausmusikabend reicht es - sie hat großen Spaß am Performen. An ihrer Stelle würde ich es mit TOP40-Mucke probieren - zur Freude des Publikums. Das wäre ein Weg, wie sie ihren Enthusiamus (νθουσιασμός, enthousiasmós, ursprünglich “Besessenheit durch Gott”) in eine stabile Künstlerexistenz verwandeln könnte.

Neuer Spreeblick-Autor: Sascha Lobo

  1. 81

    Dr. Dean:

    Da muss er nur noch seine Aufschieberitis in Griff kriegen. Spätestens bis zum 1. April nächsten Jahres. Sonst wird das hier zur Dauerankündigung.

Islamische Frühgeschichte

  1. 80

    Dr. Dean:

    @ “ajo”

    Auf der anderen Seite erwartest du, dass man deine Argumente für bare Münze nimmt, und verweigerst aber eine Aussage darüber, vor welchem Hintergrund und auf welcher intellektuellen Basis du dich mit dem Islam auseinandergesetzt hast.

    Anonymer ajo: Es ist nicht zuviel verlangt, sich mit guten Argumenten auseinander zu setzen. Nimm statt der Person die Argumente. Du musst nur wollen. Immerhin habe ich nachvollziehbare und nachprüfbare Links und Literaturhinweise zur islamischen Frühgeschichte gegeben. Da findest Du die von Dir gewünschte “intellektuelle Basis”, nach der Du Dich sehnst.

    “ajo”, ähm, was war nochmal Dein Argument dafür, dass es keine islamische Frühgeschichte gegeben hätte?

    @ julie paradise

    KH Ohlig geht, das ist belegbar, bei seiner Islamkritik nicht wie ein Wissenschaftler vor.

    Man kann seine teils obskuren Ansichten (zum Beispiel: vor dem Jahr 750 hätte es “nicht mal ansatzweise” Überlieferungen zu Mohammed und dem Koran gegeben) trotzdem interessant finden. Als wilder, spekulativer Essayist zum Beispiel, dessen Verrenkungen man bewundert. Oder als jemand, der mit seinem Stunt auf die oft unsichere Quellenlage bei der Erforschung des Frühlislam hinweist.

    Zwischendurch sagt Ohlig ein paar Dinge, die ganz vernünftig sind (Frédéric Valin hat da z.B. einen Satz genommen), wo aber KH Ohlig keine eigentlichen Meriten hat. Andere haben diesen Teil klüger und hintergründiger vorgebracht.

    Mein Punkt ist dieser: Dort, wo KH Ohlig den Versuch (?) zu originärer Islamforschung unternimmt, wo er wirklich eigene “Erkenntnisse” und “Forschungsergebnisse” präsentiert, genau dort taugt er als Wissenschaftler nichts. Nimm doch mal seine vermeintlichen Münzbeweise!

    Wilde, völlig überzogene Spekulation. Weil auf Münzfunden aus dem 7. Jahrhundert der auch damals schon verbreitete Name Mohammed vorkommt, konstruiert KH Ohlig mit seiner “wissenschaftlichen ” Methode Folgendes:

    — schnipp | Ohlig-Spekulation —
    Joh 14,16.26 enthält in der Peschitta das Wort “PROKLYTA”, welches auf aramäisch Mhamda heißen kann - folglich handele es sich lt. KH Ohlig beim arabischen “Mohammed” im Frühislam immer um Mhamda - also Jesus, weil es wiederum Verbindungen zwischen dem Koran und den religiösen Überlieferungen aus dem aramäischen Sprachraum gibt.
    — schnapp | Ohlig-Spekulation —

    Im nächsten Schritt behauptet KH Ohlig, dass dies auch für alle (!) anderen frühislamischen Münzfunde gelte, auch außerhalb des syrisch-aramäischen Sprachraums, und dass es diesen Mohammed somit in den Überlieferungen bis zum Jahr 750 garnicht gegeben hätte, sondern lediglich Münzen mit dem Namen “Jesus”.

    Sorry, das ist fachlich komplett irre. Es wird schon seine Gründe haben, dass KH Ohlig in der islamwissenschaftlichen Fachwelt als Spinner gilt.

    @ Jan (TM)
    Es ist lieb von Dir (vermutlich hältst Du Dich in diesem Moment für ziemlich cool), nicht die Forschungen von KH Ohlig, von denen Du keine Ahnung hast, sondern mich als “paranoiden Spinner” zu titulieren. Ich erwarte allerdings von Dir eine umgehende Entschuldigung, einfach deshalb, weil Leute wie Du ein gewisses Maß an Selbstreflexion und Selbstkritik anstreben sollten.

  2. 79

    Dr. Dean:

    @ flynn

    Ein Blog ist nicht zwingend eine wissenschaftliche Veranstaltung. Man tut aber trotzdem gut daran, wenn sich die eigenen Behauptungen als belastbar erweisen.

    Dass Du auf der inhaltlichen Ebene mit mir nicht diskutieren willst, ist Dein gutes Recht. Du hast aber keinen Anspruch darauf, Einblick zu meiner Person zu erhalten oder zu meiner wissenschaftlichen Qualifikation. Wenn Dir die Links und Argumente bei mir inhaltlich nicht gefallen, dann sag doch einfach warum.

    Begründe nachvollziehbar, warum Du KH Ohlig für einen ernst zu nehmenden Wissenschaftler hältst, und warum die von mir aufgeführten Belege zur islamischen Frühgeschichte nichts wert seien!

    (falls Du das kannst)

    Und wie gesagt, lieber anonymer “flynn”: Zu meiner Person wirst Du nichts erfahren. Ganz sicher nicht. Die reductio ad hominem kannst Du Dir sparen - entweder Argumente oder Ende.

  3. 78

    Dr. Dean:

    Man sollte m.E. berücksichtigen, dass es dem Katholiken KH Ohlig nicht um die Erforschung der islamischen Frühgeschichte geht, sondern um die Diskreditierung und Eleminierung eines Forschungsgegenstandes.

    Ohlig hält die komplette (!) islamische Frühgeschichte für einen Betrug.

    Zahlreiche Behauptungen von KH Ohlig (in den beiden Interviews wie auch in seinen Büchern) halten einer Nachprüfung nicht stand. Auch ist sein Verhalten als Wissenschaftler, freundlich formuliert, in der Fachwelt wenig anerkannt.

    Seine “wissenschaftliche” Methodik ist hierbei keineswegs wie von ihm vorgeschützt “historisch kritisch”, sondern durch unbelegte und teils hochgradig absurde Spekulationen gekennzeichnet. Es gibt m.E. kaum einen zitationsunwürdigeren “Wissenschaftler” als diesen Ohlig. Ein Lärmmacher ohne Substanz.

    Dazu ein Blogeintrag bei mir, der KH Ohlig kritisiert und echte Hinweise auf die islamische Frühgeschichte gibt - statt diese einfach zu verleugnen. Lesenswert ist der FAZ-Artikel von Tilman Nagel, der am Ende verlinkt ist.

    Selbstverständlich kann man trotzdem behaupten, dass in der islamischen Frühgeschichte so einiges unklar ist. Natürlich. Nur benötigt man dafür keine pseudowissenschaftliche Knallcharge, die kontrafaktisch u.a. behauptet, dass es bis zum Jahr 750 “nicht mal ansatzweise” Hinweise auf eine islamische Kultur gegeben hätte.

    Ich denke, Herr Valin hat sich die Recherchearbeit deutlich zu einfach gemacht - oder nicht genügend nachgedacht. Er hätte seine Aussage, um die es ihm ging, auch wunderbar platzieren können, ohne jemand wie ausgerechnet KH Ohlig heranzuziehen.

    Sorry, KH Ohlig steht mit seiner wissenschaftlichen Methodik ziemlich genau auf dem Level eines Erich van Däniken. Nur, dass Ohlig unklare historische Begebenheiten voraussetzungslos verleugnet - und zu diesem Zweck wilde Spekulationen ersinnt.

    Liebe Spreeblicker, nicht für ungut. Aber KH Ohlig hätte nun wirklich nicht sein müssen. Ein Blick in die Wikipedia hätte vielleicht vorsichtig bzw. vorsichtiger gestimmt.

Wer spricht für den Islam?

  1. 77

    Dr. Dean:

    Zum Umgang mit Fanatikern in Blogs:
    A lavare la testa dell’asino si spreca tempo e sapone.

    (Wenn man dem Esel den Kopf wäscht, vergeudet man Zeit und Seife.)

  2. 76

    Dr. Dean:

    @ Johnny,
    was Du hier in Sachen Kommentear erlebst, nennt man freepen (Taktiken rechtsgerichteter Aktivisten von “Free Republic“). S. Herre hat diese Taktiken während seiner Ausbildung 2004 als Medienanalyst bei “Medien Tenor” (einer Springer-Tochter - nach dem Konkurs heute “Media Tenor”) vermittelt bekommen und weiß sie zu schätzen. Kurz nach seiner Ausbildung startete er übrigens “politically incorrect”.

    Demoralisierung von Gegnern gehört dabei zu den Zielen des Freepens.

Bananenbürokraten

  1. 75

    Dr. Dean:

    @

    Warum streiken Ärzte, die sich schlecht behandelt fühlen, nicht dafür ein parallel zu ihrem Medizin- Studium auch den Abschluss in Betriebswirtschaft zu erlangen.

    Bloß das nicht! Dann lieber 55-Cent-Briefe.

Der Ebay-Zank

  1. 74

    Dr Dean:

    Warum die Aufregung? Die zahlreichen Ebayverkäufer von Nepp und Flitter fürchten eine sanktionsfreie Bewertung. Ich denke, die Reform geht in die richtige Richtung - wenn Marktplätze gestärkt werden sollen, muss man die Kundenmacht erhöhen.

    Es ist ganz einfach.

Dieses Ferkel ist kein Antisemit

  1. 73

    Dr. Dean:

    Das Buch gefällt mr nicht.

    Wer als Kinderbuchautor ein Buch über Religionen schreibt, sollte sich zuvor genügend Sachkenntnis erarbeitet haben. Man kann meinetwegen Gründe dafür finden “die” jüdische Orthodoxie abzulehnen, aber die Darstellung der Noahsgeschichte geht komplett am Judentum vorbei. Die Noahsgeschichte ist keine Geschichte der rasenden Wut oder eines Vernichtungswahns, sondern im Gegenteil, eine Mahnung vor der unheilbringenden Macht der Gewalt und eine Aufforderung an alle Menschen, miteinander gerecht und friedfertig umzugehen.

    Zugespitzt könnte man sagen: Das Kinderbuch stellt an dieser Stelle Hetze dar, denn es verdreht die Botschaft des orthodoxen Judentums.

    Ist das nun antisemitisch? Nein, denke ich nicht. Aber das kann man sagen:

    Das Buch ist religionsfeindlich und, in Teilen erkennbar verhetzend.

    Es mag sein, dass Leser, die mit den Grundzügen der dargestellten Religionen nicht so vertraut sind, hier noch nichts Unanständiges erkennen können. Das macht es um so schlimmer.

    Wäre ich der diktatorische Obermotz unseres Landes ;-), dann würde ich verfügen, dass man in dieses Buch einen Beipackzettel in DIN A5-Größe legt, wo darauf hingewiesen wird, dass die Religionen in diesem Kinderbuch in erheblichen Teilen falsch dargestellt werden.

    Ich denke aber, man kann auch gut damit leben, wenn schlicht nichts passiert. Es gibt schließlich eine Menge anderer schlechter Bücher - und ich wüsste für eine freie Geellschaft nicht, warum ein Verbot die optimale Antwort darstellten soll.

    Meiner Meinung nach ist das ein typischer Politikhabitus der Nullerjahre: Immer gleich ´nen Verbotsdiskurs.

Massiver Streifschuss. Am Arm.

  1. 72

    Dr. Dean:

    Der Titel der Single? Ich tipp auf: “Ich hab Schulterdurchschuss!”

  2. 71

    Dr. Dean:

    Oder “angeschossene Produkte”…

    Update: Nach Recherchen der TAZ handelt es sich definitiv um keinen Schulterdurchschuss. Egal, was da noch herauskommt, sicher ist, dass Massiv und sein Management Fans und Presse verarscht haben.

    taz-Recherchen im Kreuzberger Urbankrankenhaus haben ergeben, dass es sich bei der Verletzung nur um einen Hautdurchschuss, also eine Streifwunde, und keinesfalls um einen glatten Schulterdurchschuss handelt.

  3. 70

    Dr. Dean:

    Echt geil. Jetzt macht Spreeblick, wenn es um ein “rappendes Pali-Tuch” geht, auf Opferverhöhnung.

    Hey, so sonderlich klar ist noch nicht, was da abgelaufen ist. Aus medizinischer Sicht halte ich es für ziemlich unwahrscheinlich, dass jemand mit einem Schulterdurchschuss mal eben ganz locker nach Hause spaziert und anschließend keine medizinische Versorgung benötigt.

    Nehmen wir aber einfach mal an, immerhin wäre es möglich, dass der Rapper tatsächlich angegriffen wurde. Also keine Inszenierung. Wie fühlt es sich dann an, wenn man sich über Opfer lustig macht? Und dieses Opfer, wegen seiner Herkunft, noch extra verhöhnt.

    Wenn man Aggro Berlin verspotten will, gibt es allemal bessere Gründe.

Lagerdenken

  1. 69

    Dr. Dean:

    Ach, Sonja Zietlow ist garnicht so übel. Sie macht für Geld alles.

    Moderatorinnenaustauschware.

Blogger vs. Journalisten

  1. 68

    Dr. Dean:

    Bis Blogistan die Qualität hat, um in Sachen Kommentation und Nachricht mit etablierten Nachrichten mitzuhalten, vergeht m.E. noch etwas Zeit. Angesichts der teils bizarre Ausmaße erreichenden Qualitätsmängel der etablierten Medien, muss es sich dabei allerdings nicht unbedingt um eine lange Zeit handeln. Der Artikel zur Veranstaltung von Rüther in der FAZ belegt das. Da wird nicht recherchiert, da wird nicht nachgefragt.

    Printmedien. Oft übler, als man denkt.

Sie haben das Recht zu schweigen

  1. 67

    Dr. Dean:

    „Einschüchterungen Andersdenkender und Behinderungen der unabhängigen Blogger sind durch nichts zu rechtfertigen“, erklärte die Kanzlerin auf der Plenarsitzung weiter.

    Wenn man das Wort “Presse” an Stelle von “Blogger” einsetzt, wird sogar ein richtiges Zitat draus.

    Mein Eindruck ist, dass sich unsere politische Elite weniger für Vorgänge im eigenen Land interessiert - obwohl sie durch vernünftige gesetzliche Regelungen Sinnvolles beitragen könnte. Ich persönlich fände es z.B. gut und hilfreich, wenn - vor (!) Vornahme einer Abmahnung - zunächst die Pflicht von Firmen gäbe, auf Rechtsverstöße infolge von Diffamierungen u.ä. hinzuweisen, zusammen mit einer 24-stündigen Frist, die diffamierende Äußerung zu beseitigen. Ich habe keine Ahnung, ob das der richtige und geeignete Vorschlag wäre, aber die gegenwärtige Praxis bei der Ahndung von Meinungsdelikten im Internet ist jedenfalls im Sinne der Aufrechterhaltung der Meinungsfreiheit: ungeeignet.

    Im Übrigen tut es m.E. weder dem Rechtsfrieden noch der Rechtspflege gut, wenn der Staat und die politische Elite sehenden Auges zulassen, dass das Institut der Abmahnung immer öfter als Machtmittel im Meinungskampf sowie zur Durchsetzung fragwürdiger Geschäftsinteressen genutzt wird, oder aber sogar selbst zum Geschäftzweck von darauf spezialisierten Rechtsanwälten.

  2. 66

    Dr. Dean:

    Wer haftet eigentlich, wenn ich als Blogger auf einen Beitrag bei einem fremden Blog hinweise, wenn in der Kommentarfunktion dieses fremden Blogs irgendein minderschwerer Rechtsverstoß stattfindet, irgendwann eines Nachts? Anders gesagt:

    Sollten die in Auftrag von Callactive aktiven Abmahner bei Stefan erfolgreich sein, erscheint mir denkbar, dass dann in Folge auch alle Blogs abmahnbar wären, welche auf Stefans Blogbeitrag verwiesen haben.

    Was dies, oder auch nur eine dahin reichende allgemeine Rechtsunsicherheit, für die Zukunft der Meinungsfreiheit im Internet bedeuten würde, mag sich jeder selbst vorstellen.

    Im Übrigen ist es nicht nur mein Eindruck, dass es den Callactive in diesem Fall in erster Linie nicht um den Rechtsverstoß bzw. die kurzfristig (für sehr wenige Leser) lesbare Diffamierung innerhalb eines alten Blogeintrags geht, sondern zentral um die Person Stefan Niggemeier, den man sich dort aus begreiflichen Gründen wohl gerne mundtot wünscht. Das Mittel der Abmahnung dient, wenn dies zutrifft, hier der geschäftspolitisch motivierten Durchsetzung von Diskurshegemonie bzw. der Verhinderung von Kritik. Wenn sich Callactive im Rechtsstreit durchsetzt, dann erreichen wir in Deutschland einen Zustand, welcher in seiner tatsächlichen Gestalt nicht allzu weit vom freiheitlich-demokratischen Geist der chinesischen Diktatur entfernt ist, jedenfalls in eine Zustand, wo es für interessierte Firmen ein Leichtes ist, gegen missliebige Blogs bzw. Diskussionen im Internet vorzugehen.

  3. 65

    Dr. Dean:

    Da das Hamburger Landgericht im Fragen des Äußerungsrechts bzw. dort, wo das Verfassungsrecht der Meinungsfreiheit zu berücksichtigen wäre, oft eher absonderliche Urteile zu verkünden versteht, vertraue ich hier mehr der Urteilskraft der nachgeordneten Instanzen.

    Im Übrigen befürworte ich Disziplinarmaßnahmen gegen Richter Buske.

    Eine besondere Sorgfaltspflicht von Bloggern bei Beiträgen bzw. Thematiken, wo es erkennbar absehbar war, dass hier auch Hirnlose, Bekloppte, Diffamierer und Beleidiger sich in Kommentarform beteiligen werden (also: hier z.B. im Fall Callactive) sehe ich trotzdem.

    Im Unterschied zu diesem Landgericht bin ich aber der Auffassung (und die nachgeordnete Instanz wird das m.E. auch sein), dass Stefan eine ausreichende Sorgfaltspflicht gewahrt hat. Eine Firma wie Callactive muss es hinnehmen, wenn es nachts irgendwo im Internet für ein paar Stunden diffamierende Kommentare gibt. Das Gut der Meinungsfreiheit wiegt so hoch - und umgekehrt wiegt der tatsächliche Schaden für Callactive so gering, dass ich mich sehr wundern würde, wenn das Urteil des Hamburger Landgerichts bestätigt werden würde.

Mein grünes Päckchen

  1. 64

    Dr. Dean:

    Ich finde ja, was eigentlich ganz überraschend ist, dass in Christophs Begriff “Alternativ-Spießer” viel Antwort enthalten ist.

    Einmal auf die Frage, ob man in die Politik gehen sollte bzw. sich dafür eignet. Wer versucht, auf Politik Einfluss zu nehmen, wird - wenn es ihm damit ernst ist - nur eher selten an Parteien vorbeikommen. Politische Macht wird in starken Maß über Parteien ausgeübt. Nun, und da muss man halt von eigenen Vorstellungen mitunter Abstriche machen und mit Leuten zusammen arbeiten, die man selbst z.B. als “Alternativ-Spießer” empfindet.

    Ich habe mehr Respekt vor Leuten, die das probieren, als vor Leuten, die jede ernsthafte Beteiligung an politischen Prozessen mies finden und jedes Blog scheiße, weil dort die Kommentare missfallen. Das ist mir zu bequem.

    Was nun Christophs allgemeine Spreeblick-Kritik betrifft und seine Geringschätzung der typischen (gibt es die überhaupt?) Kommentatoren/innen hier, steht es ihm doch völlig frei, selber etwas Besseres zu realisieren. Geschmäcker sind halt verschieden, Vorurteile auch. Der eine mag in Anhäufungen von Schmähformeln den geistreichen Ausdruck seiner Menschenkenntnis und Kritikfähigkeit sehen, z.B.:

    Parkett und Skandinavienurlaub. Zierkamin und Popkultur. Freiheit und Soziales. Holzspielzeug und musikalische Bildung. Evangelischer Kindergarten und Waldorf.

    Ich tue das nicht. In unserer Mobbing-Society gelten derartige Herabwürdigungsversuche merkwürdiger Weise nicht als Form einer selbstgenügsamen Blasiertheit, die ihre passive Konsumhaltung als Kritik tarnt.

    Vielleicht ist es aber nur das Unglück darüber, dass das für ihn Passende noch nicht existiert.

Wie es die Musikindustrie doch noch ins 21. Jahrhundert schaffen kann

  1. 63

    Dr. Dean:

    Tja, DieterK, was Du glaubst, was nicht funktionieren könne, das funktioniert z.B. beim holländischen Pedant zur GEMA. Letztlich ist es das Geld, worum es geht. Und solange die GEMA zur Bereicherung bestimmter Kreise dient (auf Kosten der Mehrheit der Musiker und auch auf Kosten der KOnsumenten), wird sich hier in Deutschland nicht viel dran ändern.

  2. 62

    Dr. Dean:

    Johnny: Bravo für Deinen Beitrag!

    Die [seltsamen und un-demokratischen] Mehrheitsverhältnisse in der GEMA und den übrigen Verwertungsgesellschaften werden auch in Zukunft dafür sorgen, dass weniger die Interessen der Künstler und Konsumenten zählen, und dafür umso mehr die Rechtspositionen und Erbhöfe der Etablierten.

    Denen gelingt es - in der GEMA besonders - auch ganz hervorragend, auf Kosten vieler kleiner und mittlerer Bands

    a) Gelder in vielhundertfacher Millionenhöhe z.B. von Sendeanstalten, DVD-Herstellern u.v.m. zu vereinnahmen

    um diese Gelder dann

    b) in den Rachen der Etablierten in der Musik- und Rechteindustrie zu werfen, die damit in nicht geringen Maß an weitgehend leistungslose Einkommen gelangen, welche - wie gesagt - in sehr stark woanders erwirtschaftet wurden.

    Warum sollten die das ändern wollen?

    Zugleich hält man sich bei diesem Verfahren die Konkurrenz von Leibe, ein Verfahren, welches z.B. die überwiegende Mehrheit aller Pop/Rock/Elektro-Musiker systematisch benachteiligt. Das geht so weit, dass sich z.B. fast die gesamte DJ- und Technoszene aus der GEMA verabschiedet hat.

    Die GEMA kassiert natürlich trotzdem Kohle aus diesen Kanälen…

    Die systematische Benachteiligung kleiner und mittlerer Bands und Projekte wäre m.E. nicht notwendig, auch nicht die Knebelverträge und die Aussperrung von Creative Commons. Denn es gäbe - gerade mit den heutigen technischen Verfahren [man könnte für Musikstücke sowas wie ISBN-Nummer vergeben] - durchaus die Möglichkeit für die GEMA, so abzurechnen, dass dabei keine systematische Benachteiligung kleiner und mittlerer Musikgruppen stattfindet.

    Man müsste nur wollen.

    Ich möchte in Bezug auf die Verfahrensweisen der GEMA und der davon profitierenden Kreise nicht von organisierter Kriminalität sprechen, auch nicht in Hinblick auf die wohl schwerlich zufälligen Knebelvertragsmodellen.

    Ich denke, es gibt keinerlei wirkungsvolle ökonomische Anreize für die Rechteverwerter und die GEMA, die derzeitige Lage [und die Privilegierung von einigen wenigen] grundsätzlich zu verändern. Im Gegenteil - man wäre schön blöd, wenn man das täte.

    Dass die GEMA aus Youtube jetzt eine Art legales Downloadportal macht (!), mag im ersten Moment verblüffen [und passt auch nicht wirklich zu den übrigen Lizenzbedingungen], aber es ist eine Reaktion darauf, dass immer mehr Künstler sich auf dem Wege von Internetvermarktung von Plattenfirmen und Rechteindustrie lösen.

    Urteilt man misstrauisch gegenüber der GEMA bzw. denen, die dort den meisten Einfluss haben, könnte man darin den Ausdruck einer Abwehrstrategie sehen - ebengenau, um Konkurrenz aus dem Internet niederzuhalten.

    Emanzipationsperspektiven
    1. Einlussnahme innerhalb der GEMA. Mühselig, vielleicht lohnenswert.
    2. Einflussnahme auf die Politik (z.B. eine breite Creative-Commons-Petition und die Einführung einer Kulturflatrate]
    3. Etablierung einer ANTI-GEMA (um die Musikindustrie ins Wanken zu bringen]
    4. GEMA-Boykott - und Ausnutzung der Youtube-Lücke.
    5. GEMA bekämpfen

    Welchen Weg man auch immer wählt, an den starken ökonomischen Interessen der Musikindustrie und ihrer Lobbyistenmacht wird man m.E. kaum vorbeikommen. Vielleicht wäre ein “runder Tisch” eine gute Idee - und die Politik dazu gleich an Board holen.

    Johnny: Du hast mit dem Thema “Musikindustrie & Co” m.E. ein gutes Thema für eine re:publica.

Vorratsdatenspeicherung: War nur Spaß, oder?

  1. 61

    Dr. Dean:

    Das Irre ist ja, dass mit dem Beschluss zur Vorratsdatenspeicherung die Regelungen im Telemediengesetz nicht aufgehoben wurden - und nach diesen Regelungen ist die Vorratspeicherung personenbezogener Daten (z.B. IP-Nummer) verboten.

    Man hat den Eindruck, dass Grundgesetz und Bürgerrechte den hier hyperaktiven Gesetzgeber nur stören, und mehr noch, dass er mit den neuen Medien und dem Internet einfach nicht klar kommt. Am Ende gibt neben dumpfsinniger Terrorhysterie Ausschlag, wer die mächtigsten Lobbytruppen finanziert und sich am Ehesten als Wirtshaftsinteresse tarnt.

Ein neuer Grüner.

  1. 60

    Dr. Dean:

    Mit dem letzten Parteitag der Grünen - und der dort sichtbaren Linie, auch damit, dass man Metzger das Passende gesagt hat, wird diese Partei langsam auch für mich verlockend.

    Gegenrede: Für mich sind die Grünen Öko-Etatisten, das heißt, sie überbetonen Ökoaspekte (damit könnte ich noch leben) und sie räumen die Etats auf lokaler, Länder- und Bundesebene ab, um für ihre Klientel Gelder und Projekte rauszuhauen. Ich bin z.B. kein Freund der derzeitigen Windkraftförderung - das kann man jedenfalls billiger haben.

    Andererseits: Wo in der deutschen Parteienlandschaft zählen Bürgerrechte noch etwas? Wo gibt man sich wenigstens Mühe, Antworten auf Notwendigkeiten im Sozialstaat zu finden? Wo versucht man gleichermaßen verantwortungsvoll wie progressiv zu sein?

    Ich wanke.

Worträtsel

  1. 59

    Dr. Dean:

    @ rOssi
    Nein, für den berühmten Mittelstrahl bei der Urinprobe gibt es ja bereits die “Mittelstrahl-Urin-Kollektoren”, ich zitiere:

    Der Mittelstrahl-Urin-Kollektor ist die Antwort auf einen seit langem von Prädiatern und Urologen beklagten Zustand - “wenn es nur einen einfachen Weg gäbe, automatisiert eine Mittelstrahl-Urinprobe bei Kleinkindern und Säuglingen isolieren zu können!”

    Ich hoffe, damit ist Deine Frage beantwortet.

  2. 58

    Dr. Dean:

    Ein Begriff aus der Gehirnchirurgie. An Stelle der Lobotomie ist nunmehr als gründlicheres Verfahren die “Mittelfeldentleerung” getreten, die mit einer makroinvasiven Ansaugvorrichtung betrieben wird. Der Patient darf nun auch frei wählen, ob er anschließend eine perfektionierende Hirnausschabung wünscht oder 24 Stunden lang, zur Reprogrammierung, 9live-Gameshows plus Werbedreck aus Fernsehnachtkanälen anschaut.

Sicher ist gar nichts

  1. 57

    Dr. Dean:

    Tja, genau diese Vorsicht (von der ich meinte, dass ich sie mir längst schon angeeignet hätte) wurde torpediert, als ich den Artikel verfasste. Plötzlich gab es einen einheitlichen Polizeibericht (der z.B. nicht mehr von Angriff sprach) sowie eine Pressemeldung, die meine falsche Deutung als harmloses Protestgeschehen mehr als nahe legte. Ich prüfte dann die neuen verfügbaren Informatione (vermeintlich sorgfältig) und dachte nun, das wäre eine gute Gelegenheit, einen “Spin” der bürgerlichen Presse darzustellen, die falsche Skandalisierung bei gleichzeitiger Nichtkenntnis des Geschehens.

    Ähem: So richtig diese allgemeine Beobachtung mitunter sein mag, genau (!) das traf mich dann selbst.

    Nichts ist sicher.

    Aber nun, ein wenig habe ich daraus gelernt, hey, und immerhin war ich korrekturfähig. Ansonsten ist der Vorgang auch nicht uninteressant, denn er wirft (jedenfalls für mich) neue Aspekte auf. Zum Beispiel: Wie soll der Staat sich verhalten, wenn es militante Politsektierer wie Bialkas gibt? Kann man hier mit Überwachung oder den übrigen u.a. von W. Schäuble bevorzugten Maßnahmen tatsächlich etwas Sinnvolles erreichen - und eventuelle Übel abwenden?

    Oder ist - trotz vorhandener Gefahren - von einem sicherheitsstaatlichen Wahn zu sprechen?

    Ich persönlich plädiere im kontreten Fall für einen fähigen Sozialarbeiter. Das mag vielleicht komisch klingen, aber in genau diesem Fall zeigt sich (das ist meine vorläufige Wertung), dass selbst der monströseste Überwachungs- und Präventionsstaat das Problem nicht gelöst hätte.

    (Vorsicht ab jetzt wird es ganz verwegen)

    Man könnte sich die extremsten Maßnahmen ausdenken und bedenklichen Politaktivisten wie Bialka funkige Personalchips bzw. eine elektronische Fußfessel verpassen; man könnte zusätzlich überall bis in die Privatwohnungen staatliche Kameras aufbauen, man könnte jeden Privatrechner dauerhaft im Zugriff haben und dann eine Armee von Leuten beschäftigen, die all diese Informationen auswerten:

    Nichts davon könnte verhindern, dass Leute wie dieser Roland Bialko irgendwann irgendwo über Absperrungen springen und ihren ultimativen HartzIV-Traum verwirklichen wollen, Frau Merkel mal eine zu langen.

    Und bei so einem selbst ernannten “Sprengstoffexperten” wie diesen Bialka kann man auch nicht sonderlich sicher sein, ob er nicht aus Böseres beabsichtigt.

    Wie soll sich der Staat verhalten?

  2. 56

    Dr. Dean:

    Apropos: Das hier ist keine Falschmeldung.

  3. 55

    Dr. Dean:

    @ erlehmann
    Was als “Gesinnungsschreibe” abgewertet wird, entscheidet oft nur der eigene politische Standpunkt, gell? Meine politische Orientierung gefällt Ihnen nicht. Geschenkt. Ich bin falschen Informationen aufgesessen; sowas kann passieren (auch Ihnen!) - mit oder ohne Gesinnung. Das Wort “entlarvt” können Sie sich gerne sonstwo hin stecken.

    @ all
    Ich denke, ich habe mich um eine schnelle Korrektur bemüht und ergänzend ein wenig recherchiert. So peinlich mir mein Fehler auch ist, immerhin bin ich lernfähig und daran interessiert, die Dinge zutreffend darzustellen.

    Ein Unterschied zu den “Gate Keepern” der großen Verlage mag man darin sehen, dass in Blogs z.B. über Kommentare (man könnte das die “kollaborative Komponente” nennen) eine Korrekturmöglichkeit besteht, die oft eine wertvolle Ergänzung zu den klassischen Medien darstellt. Und, vielleicht ist es nicht nur mir aufgefallen: Die klassischen Medien haben sich in diesem Fall auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Da stehen immer noch - unkorrigiert - jede Menge Falschdarstellungen.

    Tja, und den Fall, dass unser angeblich musterdemokratischer Staat Demonstranten schikaniert und Bürgerrechte unzulässig verkürzt: Den gibt es trotzdem.

    In einem demokratischen Staat erwarte ich übrigens nicht nur, dass Leute wie dieser Bialke von Straftaten abgehalten werden, sondern auch, dass man Bürgern eine Möglichkeit einräumt, ihren Unmut zu äußern. Es wurden bei diesem Staatsbesuch alle Demonstranten ferngehalten.

    Das halte ich nicht für richtig - und einem demokratischen Staat für unangemessen.

Dr. Dieter Wiefelspütz - Ein leidenschaftlicher Sammler

  1. 54

    Dr. Dean:

    Das Grundgesetz ist unserer politischen Führung zu unbequem geworden - und nun werden die Bürgerrechte scheibchenweise entworgt. Wehe, du rufst in Hörweite etwas gegen den Überwachungsstaat, wenn ein Politiker vorbeiläuft! Denn dann passiert Dir - wie heute geschehen - das. Kein Witz.

Anne Will und das Nichts

  1. 53

    Dr. Dean:

    Will will Müll, z.B. Brüll-ereien, unbedingt vermeiden, überhaupt ist ihr jede Form von Zuspitzung zuwider.

The Wunder of Nahrologie

  1. 52

    Dr. Dean:

    Apple-Creme ist unsachlich? Das glaube ich nicht. Ha! ;-)
    Außerdem käme es auf einen Versuch an…

  2. 51

    Dr. Dean:

    Ich glaube auch, dass ein Stündchen Extraschlaf pro Tag auf Dauer mehr für Schönheit und Lebensqualität einbringt als teure Kosmetika aus Erdöl und Schlachtabfällen. Die Fett-Wasser-Creme Nivea ist trotzdem nicht übel - wenngleich es günstigere Alternativen gibt. Im Übrigen habe ich den leisen Verdacht (ich bin mir nicht sicher), dass einige Spreeblickautoren talgige Kosmetika nutzen würden, sofern diese von Apple käme bzw. direkt von Steve Jobs.

    Wir brauchen also eine Apple-Creme.

Linker Neoliberalismus - mal was anderes

  1. 50

    Dr. Dean:

    Es wäre schon möglich, den Begriff mit Leben zu füllen. Es gibt linkgerichtete, fortschrittliche Einstellungen. Und man könnte auch eine ökonomische Theorie - recht fern von Marx - auf der Höhe unserer Zeit formulieren, die tatsächlich “links” wäre.

    Nur, das wäre dann kein “linker Neoliberalismus”, sondern - wie Mercedes Bunz wohl selber weiß - ein ziemlich radikaler, linksgerichteter Ordoliberalismus.

    Damit lässt sich anstinken gegen die wachsende Übermacht und Konzentration wirtschaftlicher Macht, anschreien wegen dem Leid der Leidenden, anpöbeln die satten Eliten Europas; den Klientelisten und Lobbyisten die Maske vom Gesicht reißen, es ließe sich - auch in der Ökonomie - Gerechtigkeit und Chancengerechtigkeit fordern, ohne damit unrealistisch zu werden. Den diversen Professor Unsinns, die geradezu maschinenhaft das Stetsimmergleiche formulieren, könnte etwas entgegen gehalten werden, was funktioniert - und nicht nur bloße Utopie ist.

    Aber bitte, dann taugt der Begriff “Neoliberalismus” nicht, der heute doch nur für einen radikalisierten Wirtschaftsliberalismus steht. Neoliberalismus bezeichnet die Interessen der Wirtschaftseliten und die von ihnen deformierte paläoliberale ökonomische Theorie.

    Das kann man nicht einfach “links” nennen - und alles ist wieder gut.

Y’know what time it is?

  1. 49

    Dr. Dean:

    Danke an Herrn Icke! Der Tipp wurde gleich verbraten.

Sonst hol´ich meinen Bruder

  1. 48

    Dr. Dean:

    Es gibt tatsächlich Schlimmeres im Parteienspektrum. Beispielsweise die heimlichen Verfassungsfeinde innerhalb des “Studienzentrum Weikersheim”. Ein stinkender Sumpf, dem z.B. die Homann-Rede entstiegen ist. Überaus typisch für diese hochaktive Schnittstelle zwischen Rechtsextremismus, Neuer Rechte und Konservatismus ist der Aufbau von Feindbildern und Gruppenhass (diesmal: “der” Islam und “die” Muslime), politischer Hysterie (diesmal: “Terrorgefahr”) sowie das stete Zündeln am Rechtsstaat.

Nobel, Herr Gore!

  1. 47

    Dr. Dean:

    Guter Einwand. Hmm. Mein Vorschlag wäre: Feuerwehrleute, Lagerarbeiter, Romanisten.

    (Okay okay, es gibt wohl keine halbwegs idiotenfreien Berufsbilder)

    OT
    (Ich glaube aber tatsächlich, dass es im Berufsstand des Journalismus recht oft eine - berufsbedingte - Oberflächlichkeit droht. Eine DIfferenz zwischen empfundener und tatsächlicher Kompetenz. Die Vielzahl von Themengebieten, der hohe Druck, sich keine Zeit für die Erschließung eines Themas nehmen zu können, das stete Kratzen an der inhaltlichen Oberfläche. Es finden sich viele Beispiele für sehr sorgfältig arbeitende Journalisten - ich rechne Niggemeier dazu -, aber in der Summe überschreitet bei vielen Journalisten das Berufsgefühl der “Informiertheit” und des “Wissens” den Grad der tatsächlichen Themendurchdringung erheblich, und ganz besonders dort, wo der Journalist nicht selbst bereits ein Fachmann bzw. eine Fachfrau ist.)

  2. 46

    Dr. Dean:

    Der Veranstalter, also der raffgierige Energiemonopolist EnBW, kann wohl die Übertragung von O-Tönen und -Bildern untersagen, jedenfalls, wenn es sich um eine geschlossene Veranstaltung gehandelt hat. Zitate kann er nicht untersagen - auf keinen Fall.

    Warum der DJV ausgerechnet Gore wegen der Einschränkung der Berichterstattung kritisiert, das erschließt sich mir nicht.

    (Manchmal glaube ich, dass es unter den Journalisten ziemlich viele Idioten gibt - sorry)

Koexistenz mit dem schwachen Geschlecht

  1. 45

    Dr. Dean:

    Anna flüchtet vor Verantwortung, und sei es nur davor, eine Zeitlang zu versuchen, ob es gut gehen könnte. Keine Beziehung ist jemals völlig symmetrisch, aber wenn Anna (die ich für einen Mann halte) das Fracksausen bekommt, allein deshalb, weil da jemand (eigentlich: sogar sie selbst) einen Bindungwunsch hat, dann ist das feige und unehrlich - sich selbst gegenüber. Darum schlage ich - im Unterschied zu Variante a) - die Variante d) vor (frei nach Gabi Pauli):

    Die beiden Sexpartner Kontrahenten vereinbaren für die Frist von 3 Monaten, es miteinander so einigermaßen zu probieren, ohne sich dabei auf den Keks zu gehen. Funktioniert das zur beiderseitigen Zufriedenheit, wird ggf. über eine Vertragsverlängerung verhandelt.

Bedenkliche Kleidung - Viertes Kapitel

  1. 44

    Dr. Dean:

    k) eine Verirrung einer libanesischen und dem Wahabismus nahe stehenden Migrantin in Australien

  2. 43

    Dr. Dean:

    j) keine redliche Designerarbeit, sondern eine Provokation, finanziert von rechtsgerichteten “Think Tanks”, mit der ein Kulturkampf zwischen “dem” Islam und “dem” Westen das Wort Bild geredet werden soll.

Selig sind die Reichen

  1. 42

    Dr. Dean:

    @Chrisfried
    Wenn ich also nicht der Meinung bin, dass alle Arbeitslosen “selbst schuld” sind, dann darf ich also auch nicht sagen, dass die Familie Thyssen ekelhaftesten Dreck am Stecken hat, und ich darf erst Recht nicht sagen, dass das Zustandekommen großen Reichtums sehr oft von Ungerechtigkeiten begleitet ist?

    Verstehe ich Dich richtig? Und Du glaubst an das Kindermärchen, dass großer Reichtum vor allem auf “Leistung” zurückzuführen ist?

    Übrigens sind Malte und ich verschiedene Personen. Wenn ich etwas gesagt habe, heißt das noch nicht, dass es Malte auch gesagt hat. Er hätte die antisemitische Gräfin beispielsweise nicht “ekelhaft” genannt, wie ich es tue. Malte ist höflicher.

  2. 41

    Dr. Dean:

    Aaah, ein Headlinekritiker.

    Chrisfried, ich glaube kaum, dass die Headline ironisch gemeint war - eher schon beschreibend. Und als Beschreibung - und impliziter Vorwurf - findest Du das sehr unangemessen, ja, falsch. Gut, aber bedenke doch einmal zwei Umstände:

    Erstens, dass Reiche i.d.R. Macht, Einfluss und Geld haben - und all dies dafür nutzen, um - im Falle von Verbrechen - die Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen.

    Chrisfried, wäre das generell möglich? Und war das so im Fall der “edlen” und kunstsinnigen Familie Thyssen, die für ihre bewundernswürdigen philanthropischen Neigungen den brutalen Antisemitismus ihrer Mitglieder in den 20er Jahren und danach wohlbekannt ist?

    Zweitens, klebte am märchenhaften Reichtum z.B. von “Heini” Thyssen und auch am Reichtum dieser lebenslustigen und die Nähe von Nazis suchenden Gräfin jede Menge Blut. Z.B. das Blut von Zwangsarbeitern, und auch das Blut ermordeter jüdischer Zwangsarbeiter. Die Thyssenfamlie hat die Nähe zu Nazis gesucht und davon geschäftlich profitiert. Es war ein Symbioseverhältnis, man feierte z.B. gemeinsam Mordspartys (”Gefolgschaftsfeste”) und sorgte für wechselseitiges Wohlergehen.

    Die Thyssenfamilie und die lebensfrohe Gräfin Margit von Batthyány haben sich am Elend anderer Menschen bereichert.

    Selig sind die Reichen! Oder, wie es an der Markuskirche von Venedig steht: Omnis dives aut iniquus aut iniqui heres” (”Jeder Reiche ist entweder selbst ungerecht oder der Erbe eines Ungerechten”).

  3. 40

    Dr. Dean:

    @all / Nachtrag

    Kai Müller vom Tagesspiegel spricht auch davon, dass die Vorgänge rund um das Rechnitz-Massaker “nicht nachgewiesen” seien. Jedoch, während Wolfgang Benz nach wie vor behauptet, dass das Buch von Litchfield über das Rechnitzmassaker reinweg verschwörologisch sei, aus “Rachsucht” geschrieben worden sei und nur unmaßgebliches “Geraune und Hörensagen” enthalte, widerspricht ihm (Mp3) Stefan Klemp vom Simon-Wiesentahl-Zentrum diametral.

    Offenbar gab es derartige Vorgänge (Massakrierparties) sehr wohl, nicht nur in Rechnitz, und dies, obwohl sich laut W. Benz die Historiker angeblich alle einig seien, dass es sowas nicht gegeben hätte. Und zu Rechnitz gib es von einer Historikerin eine ähnlich gelagerte Forschungsarbeit - obwohl dies von W. Benz bestritten wurde.

    An Stelle von Wolfang Benz würde ich jetzt eine großzügige Rechnung schreiben, und sie an die Thyssenfamilie schicken.

    @Friedchris

    Malte hat nicht geschrieben, dass Reiche grundsätzlich schuldig oder gar Dreckschweine seien. Er hat nur geschrieben, dass die Thyssenfamilie Dreck am Stecken hat. Stört Dich das?

  4. 39

    Dr. Dean:

    Während der etablierte Historiker Wolfgang Benz eilfertig davon spricht, erstens, er kenne die Vorgänge nicht (”Dieser Fall ist [in den historischen Forschungen] nicht bekannt”) und zweitens sagt, die Angaben von Herrn Litchfield beruhten nur auf “Geraune und Hörensagen“, empfehle ich als Hörensagen (Mp3) ein sehr seriöses Interview mit Eduard Erne.

    Für Zweifler.

    Man erfährt da, dass es in an der ungarischen Grenze zu dieser Zeit seitens der Nazis tatsächlich üblich war, die von schwerer Arbeit ausgezehrten jüdischen Zwangsarbeiter abzuknallen. Und es gab - selbstverständlich - eine überaus enge - geschäftliche und private - Beziehung der Thyssenfamlie zu den Nazis und ihren Führungskadern. Auch damals in Rechnitz. Frau Thyssen hatte damals ihre Lieblingsnazis zu einem “Gefolgschaftsfest” eingeladen, und das waren solche Nazis, die schon in den Wochen davor es gewohnt waren, jüdische Zwangsarbeiter in Massenererschießungen zu beseitigen. Nach Kriegsende dann half die Thyssenfamilie den Mördern von Rechnitz, u.a. mit Geld und organisatorischer Hilfe.

    Das wollte konnte Wolfgang Benz natürlich nicht wissen…

Eva Herman aus linguistischer Perspektive

  1. 38

    Dr. Dean:

    Kurzum, es ist das “aber”, dass sie verrät.

    Sie glaubt tatsächlich das, was Rechtskonservative und konservative Nationalisten schon immer geglaubt haben, nämlich, dass die bösen 68er die “guten Werte” verraten haben und damit hätte sich ein dramatischer “Werteverfall” ergeben. Diese Kreise glauben (eine gewisse Ähnlichkeit zur Dolchstoßlegende ist erkennbar), dass es “damals” im Wesentlichen gut gewesen sei - und heute sei die Lage hoffnungslos, jedenfalls, wenn wir uns nicht endlich wieder auf diese Werte zurückbesännen. Besonders heraushebenswert als Werte damals sei der “Zusammenhalt”, oder ausführlicher, Ehre, Treue und Zusammenhalt sowie die Familienwerte. Der verfluchte Individualismus und Hedonismus der “68er” führe in den Untergang, die Selbstverwirklichung von Menschen sei ein finsterer Abgrund. Denn daraus ergäbe sich der Verfall von Familie und Gesellschaft - am Ende werden die Deutschen aussterbien, wenn im deutschen Vaterland nicht endlich die Rückkehr zu “Werten” erfolge.

    Ich meine, Frau Eva Hermann wollte eigentlich nur ganz harmlos rechtskonservativ sein und “pro Familie”. Dummerweise hat der Rechtskonservatismus (man betrachte einmal die exemplarische Hohmann-Rede) sich nie von seinen braunen Wurzeln gelöst - und auch nie von seiner verqueren Geschichtsbetrachtung.

    Und immer droht der Untergang des Abendlandes…

SpOn von Titanic-Agenten unterwandert?

  1. 37

    Dr. Dean:

    Mir ist egal, was er wiegt, Hauptsache, er fliegt.

Das Kreuz mit Mohammed

  1. 36

    Dr. Dean:

    Ich bin mir sicher (ohne die Kommentare über mir vollständig gelesen zu haben), dass es jede Menge Stimmen gibt, welche Mohammed-Karrikaturen als eine Art Freiheitskampf deuten und die Reaktionen von Islamisten als Zeichen der Intoleranz “des” Islam. Weil ja vom Verhalten von Extremisten immer auf den Rest geschlossen werden könne usw. usf.

    Mal davon abgesehen, dass ich die allermeisten Mohammed-Karrikaturen gähnend langweilig finde, gebe ich zu bedenken, dass z.B. eine derbe Papst-Karrikatur (z.B.: ein dämlicher Ratzinger fickt gerade ein Kind), veröffentlicht beispielsweise in der FAZ, ebenfalls zu gewissen Aufregungen führen würde.

    Dabei wäre die Thematik (Papst fickt Kind) der Karrikatur durchaus passend für den Umgang der katholischen Kirche mit Missbrauch seitens ihrer Würdenträger.

    Es traut sich nur keiner.

Anrufen!

  1. 35

    Dr. Dean:

    Junker Kurbjuhn? Bleib lieber bei Deinen braunen Brüdern! Du bist hier nicht erwünscht.

Stefan Niggemeier erneut von Callactive abgemahnt

  1. 34

    Dr. Dean:

    Diese Abmahnung gegen Stefan hat m.E. keinerlei Aussicht. Reine Angstmacherei. Diesmal. Von einem Fristversäumnis von Stefan - oder einem anders gearteten groben Pflichtversäumnis seinerseits - kann in diesem Fall m.E. nicht ausgegangen werden. Für die Zukunft (und zwar: aufgrund (!) dieses Vorfalls) würde ich es für Blogbetreiber übergangsweise für sinnvoll erachten, Kommentare nur noch nach Prüfung freizugeben, jedenfalls Beiträgen zu dieser m.E. recht windigen Call-Active-Firma.

    Ich frage mich bei diesem Vorgang allerdings, was die hier beteiligten, sogenannten “Organe der Rechtspflege” für ein Rechtsbewusstsein haben.

    Wie auch immer: Wenn es darum geht, die kläglichen Interessen wirtschaflich Mächtiger zu schützen, und sei es, dass es sich um eine Art [edit: tut mir leid, ich bin da lieber vorsichtig] handeln sollte, hat unser Recht m.E. eine enorme Schieflage. Und derlei Anwälte: beteiligen sich daran.

    Ich vermute, dass Stefan mit Hilfe derartiger, m.E. grob unredlicher, Einschüchterungsversuche mundtot gemacht werden soll. Wo sind wir hingekommen?

    Deutschland in den Nullerjahren.

Gespräch mit einer Hure, 2. Teil

  1. 33

    Dr. Dean:

    Anyway: ein interessantes Interview. Die Offenheit der Beteiligten, und auch der offene Umgang mit Brüchigkeiten verdienen Respekt.

  2. 32

    Dr. Dean:

    Es ist scheiße und es führt in die Scheiße.

Damnatus, Warhammer und das Urheberrecht

  1. 31

    Dr. Dean:

    Was es weltweit geben wird, wenn es schief geht: Immer stärkere Rechte für Rechtverwerter. Sowie in der Praxis eine Entrechtung der Kulturtreibenden, Autoren und Musiker. Seien diese Fans oder nicht.

    Sorry, der Zug für ein vernünftiges, nämlich intelligent beschränktes Urheberrecht ist längst abgefahren.

Blaue Hood

  1. 30

    Dr. Dean:

    Äh, Malte: `Nen bisken klischeehaft war Dein Breitrag. Extinktionsgelüste (ein schönes Wort), die soll es nicht nur auf Seiten naserümpfender Vertreter des Geldbürgertums geben. Habe ich gehört.

    Diesmal naserümpfend, aber unbeirrt grüßend
    Dr. Dean

Schneewittchen - Der deutscheste Seufzer

  1. 29

    Dr. Dean:

    Ich bin mir aber sicher, dass sie die Bundes-Drogenbeauftragte ist, was sie m.E. auch damit verdeutlich, dass man bei ihr “alle Weblogs aus 2007” lesen kann.

  2. 28

    Dr. Dean:

    Immer noch besser als ein Text von Aggro Berlin über Neger. Ach Malte!

Kopfwäsche mit Nebenwirkungen

  1. 27

    Dr. Dean:

    Tatsache: Arbeitgeber sind bei Einstellungsentscheidungen i.d.R. Risikovermeider. Manche Arbeitgeber bzw. Personaler urteilen rücksichtsvoll - sehr viele eben nicht. Es mag ein Fehler sein, als Arbeitgeber ein Faible für glatte Lebensläufe zu haben - indes:

    Es ist so. Kann man nicht wegdiskutieren. Die “freie” Wirtschaft ist halt nicht immer sehr freiheitlich gesinnt und human - schon garnicht im Umgang mit Arbeitnehmern.

    Wer als Bewerber nicht unabhängig ist, sondern in einer beinahe prekären Lage, sich einem Arbeitgeber präsentieren zu müssen, während dieser beinahe unendliche Auswahl möglicher Kandidaten für die jeweilige Position hat: Wer eines Tages in eine solche Lage kommt, der sollte gut überlegen, welche Spuren er für die “freie” Wirtschaft im Internet hinterlässt.

    P.S.
    Lang lebe das Pseudonym!

Fütterungszeit

  1. 26

    Dr. Dean:

    Ist es egal, für wen man Werbung macht? Johnny sagt ja:

    Als ich mich vor zweieinhalb Jahren über die Geschäftspraktiken von Jamba aufregte, kritisierte ich Jamba. Nicht MTV.

    Tja, wenn das so ist, sollte Spreeblick Werbung für Jamba machen. Der nächste Werbblock nach Yahoo…

    Ich bitte aber darum, in der ganzen Diskussion nicht in die Scheinheiligkeit abzurutschen.

    ???

    Wer aktiv Werbung für Menschenrechtsverhöhner macht, sollte beser nicht mit dem Begriff “Scheinheiligkeit” operieren. Was bleibt? Folgende Feststellung: Adical (bzw. Johnny und Tanja) hätten sich den Werbepartner besser auswählen können. Yahoo musste nicht sein.

China und das Internet

  1. 25

    Dr. Dean:

    @Ansgar: Ja, gut. Danke. Gegenfrage: Kannst Du Kritik ertragen?

  2. 24

    Dr. Dean:

    @Johnny

    Schau ihm in die Augen. Und dann schreib noch mal, dass Werbung für Yahoo okay ist.

    Hinweis: Ich habe wirklich Verständnis dafür, dass ihr an allem festhalten wollt, was ihr mit adical verbindet - immerhin ist adical ein größerer geschäftlicher Erfolg. Endlich. Und den gönne ich euch, Dir, Tanja, Sascha, aber gerne auch den Autoren, die dadurch von ihrer bloggenden Arbeit leben können. Verständnis: Aber genau dieses Verständnis hätten in Bezug auf Yahoo auch eure Werbepartner.

    Wenn ihr die Yahoo-Werbung ausknipst und durch etwas anderes ersetzt: Damit gefährdet ihr nicht euren geschäftlichen Erfolg.

    Johnny, man kann die Kunstfertigkeit Deiner Argumentationen handwerklich bewundern, teils sogar die Stimmigkeit, ja, sogar die dort enthaltene Demut, Sorgfalt und die sorgfältige Abwägung - obwohl all dies wohl nur den beiden Zielen dient, an Yahoo als Werbepartner festzuhalten - und sich nicht von außen reinreden zu lassen.

    Johnny und Sascha: Redet mit euren Werbepartnern, auch, wenn denen das ggf. lästig vorkommen könnte. Tauscht die Werbung aus. Sie werden euch verstehen. Gebt euch einen Ruck.

Re: Ausschreibung Merkel-Podcast

  1. 23

    Dr. Dean:

    Ich besprach es mit meinen Schwestern,
    die Opposition, die war gestern.
    Etablissment: Das gilt schon morgen.
    Mit gutem Geld - und ohne Sorgen.

Okay, raus mit der Sprache!

  1. 22

    Dr. Dean:

    Oh, es war die Genesis-Mailingliste? Ups. Ich hab mich vertan. Sorry.

China und das Internet

  1. 21

    Dr. Dean:

    Johnny: Die Kunst bzw. Potenz, fast alles schönzureden, macht einen Menschen keineswegs zu einem redlichen Menschen. Mehr dazu hier (manuelles Trackback).

    In Kürze:

    Die absolute Grenze sind die Menschenrechte.

    Das gilt selbstredend auch für Werbekunden. Johnny, bitte, schmeiß endlich Yahoo raus! Dann gehts Dir wieder besser. Uns auch.

Polizei bestätigt Einsatz von Zivil-Beamten

  1. 20

    Dr. Dean:

    M.E. wäre es wenig überraschend, wenn der eine oder andere Polizeizug, auf, ähem, unkonventionelle Ideen gekommen ist. Das Rachebedürfnis von (einzelnen) Beamten mag ein unschöner Zug sein, aber ist verständlich, vielleicht auch vor dem Hintergrund, dass die meisten Polizeibeamten von mehreren Dutzenden schwerverletzter Kollegen ausgingen und einem halben Tausend verletzter Kollegen.

    Verhetzende Desinformationen können verheerende Wirkungen haben. Weit über die Grenzen unseres Grundgesetzes hinaus.

Was nun, Attac?

  1. 19

    Dr. Dean:

    @Johnny

    Es gibt auch bei Attac Gruppen, die ausgefeilte Vorschläge und Lösungsideen anbieten. Du gibt es gute Ideen - und neben Widersprüchlichkeiten auch einige schlechte, zu denen ich u.a. die Tobin-Steuer rechne.

    Aber immerhin: Es gibt Ideen.

    Wenn man z.B. soziale Mindeststandards durchsetzen könnte, Mindestlöhne, Mindest-Arbeitsbedingungen, wenn man bestimmte Praktiken in Sweat Shops unterbinden könnte, wenn bestimmte globale Herausforderungen gezielter angegangen würden: All das wäre viel Wert.

    Die (teils sogar gemeisterte!) Schwierigkeit, mit Polit-Hooligans umzugehen würde ich nicht unbedingt allein Attac zurechnen. Nach den Vor-Ort-Berichten, die ich kenne, ist es immerhin so, dass das Gewaltpotential gemäßigt wurde - auch dank der Bemühungen von Attac. Das macht hysterisches Verhalten und Gewalttaten von “Demonstranten” nicht ungeschehen, aber ich denke, man verschiebt die Maßstäbe, wenn man nur auf die Gewalt achtet (dann wäre nämlich auch die Polizei ein übler Gewalttäter - was ich insgesamt nicht glaube) - und außerdem meine ich, dass es sich lohnen könnnte, bestimmte Veröffentlichungen von Attac oder auch von Joseph Stiglitz zu lesen. (Lesetipps)

    Doch doch: Es gibt gute Vorschläge. Sogar viele. Auch von Attac.

    Und es dürfte unsere mühselige bis peinigende Aufagabe sein, diese Vorschläge abzuwägen, diese bzw. den Diskurs dann in die Öffentlichkeiten zu bringen, und sogar in die Parteien - bis in die innersten Machtzirkel).

    Ich denke, es wäre z.B. eine verdienstvolle Aufgabe, die Hegemonie neoliberalen Denkens bei unseren politischen und sozialen Eliten aufzubrechen.

    Ohne Mühe, ohne Arbeit: gibt es keinen Fortschritt.

Daniel Rosenthal verhaftet - Update!