Cyber War
Für meine Schuhe schwitzen Kinder
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Analyser:14.05.2007 um 13:37Treffende Beschreibung der komplex gewordenen Güterströme. In der Tat fällt es heutzutage schwer, durch Käuferboykott auf mangelnde Sozial- und Umweltstandards in anderen Ländern hinzuweisen. Der Markt íst undurchschaubar und nur wenige verfügen über Detailwissen. Zwar prüfen auch große Unternehmen wie Aldi die Produkte ihrer Zulieferer sehr genau, aber das handhaben nicht alle deutschen Unternehmen so. Ich persönlich würde abgesehen von modischen Aspekten beispielsweise nie bei REAL Textilien kaufen. Doch ein umfassender Kodex-Katalog existiert bisher nicht, zumal seine Anwendung als Konsument sehr aufwändig wäre.
Gefragt sind hier also auch die nationalen Regierungen und die EU, entsprechende Standards bei den Importbedingungen zu setzen und effektive Kontrollmechanismen zu installieren. Das wäre auch sinnvoller als rein politisch und protektionistisch betriebene Zollpolitik. Denn ohne Aufhebung von Handelsbeschränkungen und überhöhten Zollaufschlägen muss man auch darauf hinweisen, dass gerade viele Entwicklungsländer durch eine Anhebung der Standards deutlich weniger konkurrenzfähig wären. Gefragt ist also ein “Kombipaket”: Höhere Standards und im Gegenzug besseren Zugang zum deutschen Markt.
Cyber War
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02
Analyser:14.05.2007 um 13:22Es gibt in der Summe Milliardenzuschläge für unfähige Arbeitnehmer. Darüber sollte man sich genau so aufregen, wenn man glaubwürdig bleiben will. Nur weil einzelne Menschen mit einer besonderen Verantwortung und Entscheidungstragweite besonders im Rampenlicht stehen, und davon auch nur ein kleiner Teil, heißt das nicht, dass deren Bezahlung gerechter oder ungerechter als die ein weniger auffälligen Gruppe ist. Und der Durchschnittslohn in Deutschland beträgt nicht die durchschnittliche Körpergröße in % - sondern ca. das 15fache - 2507 Euro.
Rechnen wir jetzt mal 30 Millionen Vollzeitarbeitnehmer, dann kommen wir auf ca. 75 Milliarden Euro MONATLICH (75 000 000 000) bzw. 900 Milliarden Euro JÄHRLICH (900 000 000 000) an ausgezahlten Gehältern, da braucht nur 10% davon zuviel zu verdienen oder ineffektiv zu arbeiten, so dass wir ganz schnell auf 2stellige Milliardenbeträge kommen, die durch Arbeitnehmer jährlich durch Überbezahlung vernichtet werden (und dann sind noch nicht mal mögliche Folgeschäden der fehlerhaften Arbeit enthalten). Darüber lohne es sich auch nachzudenken, werte Manager-Basher.
G-8-ung
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01
Analyser:14.05.2007 um 13:12Kein Wunder, dass linksradikale Gruppierungen um den G8-Gipfel terroristische Strukturen entwickeln, die RAF hat es vorgemacht.
Dabei gibt es durchaus Gründe, die Wirtschaftspolitik der G8-Staaten zu kritisieren, auf dringende Umweltprobleme hinzuweisen oder Demokratisierungsprozesse zu fördern und auch in Deutschland zu optimieren, da die direkte Demokratie hierzulande immer noch unterentwickelt ist.
Doch wer sich auf den typischen Anti-G8-Seiten umsieht, muss leider entdecken, dass kommunistische Sympathisanten die Szene unterwandert haben. “Klasse ist durch Klassenkampf bestimmt” ist etwa auf g8-2007.de zu lesen, “make capitalism history” und der Wunsch nach “globaler Rebellion” - der kommunistische Jargon verrät, dass es nicht um das aufrichtige Vorhaben geht, das Wohlergehen aller Menschen der Welt zu steigern, sondern um den Versuch, die Kritiker an gesellschaftlichen Problemen ideologisch zu infizieren, ihr nobles Bestreben also letztlich zu missbrauchen.
Unreflektierte “Kapitalismus”-Kritiker stehen in der Tradition von Marx, und damit in der Tradition einer der menschenverachtendesten Ideologien der 20. Jahrhunderts. Sie stehen in der Tradition von Gewalt zur Durchsetzung politischer Konzepte, denn Marx hat das Gewaltprinzip in seinem kommunistischen Manifest ausdrücklich festgelegt - “Die Kommunisten verschmähen es, ihre Ansichten und Absichten zu verheimlichen. Sie erklären es offen, dass ihre Zwecke nur erreicht werden können durch den gewaltsamen Umsturz aller bisherigen Gesellschaftsordnungen.”
Der Kommunismus hat nach Schätzungen weltweit 100 Mio. Tote gekostet. Es ist Zeit, sich auch als G8-Skeptiker davon zu distanzieren, wer Neonazis kritisiert, die aus Mein Kampf zitieren, sollte mit Anleihen aus dem kommunistischen Manifest vorsichtig sein.
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“Und wen interessiert das? Wenn ich auf meinem Lohnstreifen statt 2507 Euro, eben 184 EUR stehen habe, dann hilft es mir relativ wenig, dass es ein paar Leute in Deutschland gibt, die mehr als 5000 EUR monatlich verdienen und somit den Durchschnitt gewaltig anheben.”
Und wen interessiert das, könnte ich jetzt zurückfragen? Wer als Deutscher 184 Euro verdient, sollte sich vielleicht mal fragen, ob er nicht die falschen Prioritäten gesetzt hat, “Party, Frauen und Saufen” statt “Schule, Lernen und Büffeln”, “schwänzen, faulenzen, und krankfeiern” statt “früh aufstehen, arbeiten und anstrengen”
“Oder wenn man bedenkt, dass vom eigenen Gehalt beinahe ein Drittel (!) in den Steuertopf fließt.”
Was allerdings nicht passiert, wenn man ~600 Euro oder weniger im Monat verdient, denn bis zu dieser Grenze ist Ihr persönliches Einkommen vollkommen steuerfrei.
“Die Rechnung kann ich nicht ernstnehmen, weil sie schon auf falschen Annahmen beruht. Man kann problemlos von realen Gehältern auf Durchschnittsgehälter schließen, aber der Umkehrschluss, dass man aus Durchschnittsgehältern wieder auf reale Gehaltssummen kommen kann, ist der größte Unfug den ich zu diesem Thema bisher gelesen habe.”
Ihre Logik kann ich nicht ernstnehmen. Der Durchschnittslohn wird aus der Gesamtsumme der Löhne durch Anzahl der Lohnempfänger ermittelt. Ein einfacher Bruch mit einem Ergebnis, bei dem man jederzeit auch wieder den Zähler errechnen kann.
Ja, ich weiß, es ist erschreckend - die Summe aller Löhne ist erheblich eine schwindelerregend hohe Zahl, die zugleich zeigt, welches Potenzial an Verschwendung für eine Volkswirtschaft darin steckt.
“Und es interessiert mich, WER sich das Gehirn zermatert über konkrete Lösungen, WER Überstunden schiebt um das Jahresumsatz-Plus zu erreichen, dass der tolle Manager mit seinem Millionen-Jahresgehalt gerne hätte. Während dieser SEINEN Job mit der Kündigung von Tausend Mitarbeitern erledigt, hier und da ein paar millionenschwere Entscheidungen trifft, dafür aber während er Manager ist gut lebt (besser als ganze Fußballfelder voll seiner Angestellten) und wenn er es mal nicht ist, auch keine Existenzängste haben muss.”
Ihre Vorstellungen triefen vor Klischees und strotzen vor Stereotypen.- Als ob Manager nur Mitarbeiter entlassen würden, zuallererst stellen sie welche ein. Natürlich weiß ich, dass man durch das täglich Lesen von BILD oder SpOn-Schlagzeilen den Eindruck erhalten könnte, in Deutschland würden Arbeitsplätze nur noch abgebaut, statt aufgebaut. Dann aber ist man mindestens ein sekundärer Medienanalphabet. Ein wichtiges Merkmal von Unternehmensverläufen, auch an der Börse ist, dass im Allgemeinen der wirtschaftliche Aufstieg oft sukzessive, Korrekturen und Umbrüche stets rapide verlaufen. Daher lassen sich Schlagzeilen wie “Siemens stellt 10000 Mitarbeiter ein” nie produzieren, auch wenn große Unternehmen über die Jahre eine solche oder größere Zahl von Arbeitsplätzen geschaffen haben.
Überhaupt haben Unternehmen in Deutschland (ich weiß, Manager und Unternehmer sind zwei paar Schuhe, aber ein Gesamtbild tut mal not) ca. 30 Millionen (30 000 000) Vollzeitarbeitspläze in Deutschland bisher geschaffen und alleine in den letzten Jahren sind über 500 000 hinzugekommen.
Da sollte sich jeder selbstkritisch fragen: Wieviele Arbeitsplätze habe ich eigentlich in meinem Leben bisher geschaffen, und so der Allgemeinheit einen Dienst getan?