Mediaspree bedenken
48 Stunden Neukölln
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kallefuffzich:19.06.2008 um 14:54@#680058: Wann kommt denn dann der Relaunch als Landwehrkanalblick? Höhö.
Ich find’s super, dass es das hippe Neukölln, Nordneukölln, Kreuzkölln oder wieauchimmer gibt. Ein paar Artyfarties weniger tun Kreuzberg mal ganz gut..
Die Zerstörung des Londoner Osten
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kalefuffzich:18.06.2008 um 18:43@#679823: Hoppla, das muss mir gestern abend in der Frustration über das Frankreichspiel so rausgerutscht sein. Désolé.
April, April
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Christian:01.04.2008 um 11:41Nicht sonderlich originell, aber immerhin: http://www.tagesschau.de/inland/zeitumstellung16.html
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@#682306: Die 165 Mio Euro sind eine theoretische Summe an Entschädigungszahlungen, die sich durch eine Änderung des Bebauungsplanes jener Grundstücke bezieht, welche unter den Fittichen von Mediaspree stehen - also auch solcher, die bereits erfolgreich verbaut sind, wie Universal im Eierkühlhaus, MTV am Osthafen oder die Treptowers. Dass diese Gebäude in absehbarer Zeit nicht abgerissen werden, so dass ein neuer Bebauungsplan abgelehnt und entsprechende Entschädigungen vom Senat fällig werden könnten, liegt auf der Hand. Die 165-Millionen-Zahl ist also faktisch nicht falsch, hat aber eben keinerlei Realitätsbezug.
Was ich bei der ganzen Diskussion ein wenig vermisse, ist ein kurzer Reality Check der gegenwärtigen Berliner Verhältnisse seitens der Politik: Die Stadt hat ja nun offensichtlich keine 6 Millionen Einwohner, wie es in der Nachwendezeit prophezeit wurde. Gleichzeitig fahre ich jeden Morgen mit der S-Bahn an allerlei schicken Neubauten in Wasserlage und Innenstadtnähe mit prima Verkehrsanbindung vorbei, und blicke oft genug in leere Büros mit schiefen Jalousien und von der Decke baumelnden Stromkabeln. Während die Trias-Türme, Mitte der Neunziger an die Spree geklotzt, nun doch endlich mal mit der BVG einen Mieter bekommen, hat die Bahn anscheinend die Lust verloren, in ihre Bürotürme am Hbf zu ziehen, so dass diese weiterhin ein einsames Dasein fristen - und dabei hat man am Humboldthafen (Wasser! Regierungsviertel!) noch nicht einmal angefangen, die hehren Pläne einer weiteren Bürostadt auf dem Boden zu stampfen.
Warum trifft man sich nicht in der gesunden Mitte? Ich bin auch gegen Mediaspree und den plumpen Ausverkauf des Kiezes, vor allem aus städtebaulch-ästhetischer Sichtweise. Genauso gehen mir aber sinnentleerte Utopien von kulturellen Freiräumen für Jugend, Theater und abendlichen Grillspass auf die Nerven. Beide Seiten beschwören in ihrer Argumentation die berühmte “Kreuzberger Mischung”, also Wohnen, Arbeit und Freizeit kleinteilig und auf engem Raum, aber weder die MS-Befürworter noch die Gegner machen entsprechende Vorschläge in diese Richtung.