Medien sind Macht
Google Street View
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Toni:30.05.2007 um 00:38Hm, als Hobbyparanoiker würde ich spontan bei jedem Anfall von Datensammelei mit einem “SAUEREI” einfallen, aber hier erkenne ich nicht so ganz was daran beängstigend sein soll. Einfach nur “Gruslig” rufen bringts hier irgendwie nicht so. Die Nummernschilder sind nicht suchbar, in einer Sauschlechten Qualität…und selbst wenn man die Nummernschilder nachverfolgen könnte, man würde einen Ausschnitt einer Fahrt an irgendeinem Tag in irgendeinem Jahr vor langer, langer Zeit präsentiert bekommen.
Na gut, vielleicht wird irgendwo der Flirt mit der heißen Sekretärin auf dem Beifahrersitz entdeckt oder so, aber dieses Risiko abgelichtet zu werden gehen auch die Fußgänger auf dem Seitenstreifen ein. Da müsste man gleich das ganze Feature verbieten.
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In diesem Zusammenhang finde ich es erstaunlich, daß noch niemand auf die exzellenten Forderungen von Netzpolitik hingewiesen hat, dies sei hiermit getan:
http://netzpolitik.org/2008/forderungen-fuer-eine-zeitgemaesse-netzpolitik-20/
Insbesondere die wegweisende Feststellung das im TV nix mehr zu holen ist und das Gebührenfinanzierte Inhalte dem Netzbürger unter offenen Lizenzen zugänglich gemacht werden sollen finde ich netzdemokratisch schlüssig (entgegen den “Hippie” rufen, die ich bereits erschallen höre).
Was die Wettbewerbsverzerrung ausmacht, ist schließlich nicht die *Produktion* der ÖR-Formate (über deren Qualität sich streiten lässt) sondern die ökonomischen Verwertungsketten die sich von Produktionsstudios über den Bücherverkauf bis zum Servicebetrieb für Filmschaffende zieht. Wird diese Kette durchbrochen, indem z.B. jeder Bundesbürger lizenztechnisch in der Lage ist das von seinen Steuergeldern erzeugte Programm zu remixen, zu brennen und mit Zusatzmaterialien zu versehen sieht das Ganze anders aus. Das wäre dann Mitmachkultur. Wie wäre es z.B. wenn eingetriebenes GEZ Blutgeld für Dinge wie Wikipedia ausgegeben würden? Wie wäre es wenn Videostreamquellen geöffnet würden und man Bürgerseitig die Digitalen Archive der ÖR Sender für eigene Medienproduktionen verwenden darf? Von mir aus mit Creative Commons, damit sich die Privaten nicht eine Goldene Nase verdienen.
ÖR muss heute einfach anders definiert werden, da sich die Zeiten, wie du schreibst ja bereits derart geändert haben. Da hilft es auch nichts immer wieder zu jammern, daß “Monitor” das letzte große Rettungsboot des Investigativjournalismus ist etc.