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Spreeblick

I live by the river!
17.05.08
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von | 2

 

Bauanleitung: T-Mobile

  1. 40

    Sascha Lobo:

    Moment, das hier ist ein echtes T-Mobile. Nicht diese Papierfälschungen da oben.

    07.04.2008 um 15:10

Dritter!

  1. 39

    Sascha Lobo:

    Dann habe ich ja gute Chancen:

    Daft Punk - Discovery
    Gonzales - Solo Piano
    Phoenix - Alphabetical

    Ändert sich aber alle viereinhalb Monate, vollkommen unabhängig vom Erscheinungsdatum.

    18.03.2008 um 19:46

Kommentare kommentieren

  1. 38

    Sascha Lobo:

    @#671288: Sie meinen solche mit Grammatikfehlern drin, Herr Mob?

    07.03.2008 um 16:58
  2. 37

    Sascha Lobo:

    In einem solchen Artikel mein seit mehr als zwei Jahren bestehendes Blog aus Kommentierbaren Kommentaren (Klog) heimtückisch nicht zu erwähnen, empfinde ich als persönlichen Affront vergleichbar mit dem Überfall auf den Sender Gleiwitz; ich werde Spreeblick vermutlich aus der Blogroll nehmen müssen oder so!

    07.03.2008 um 16:44

Da freut sich die Designerin

  1. 36

    Sascha Lobo:

    Sehr verdient, auch als Auszeichnung für’s Gesamtwerk!

    20.02.2008 um 23:36

Nachlese: BOBs 2007

  1. 35

    Sascha Lobo:

    Ich.

    18.11.2007 um 16:06

Neues Spreeblick-Logo gesucht

  1. 34

    Sascha Lobo:

    Ich bin ja Freund des Einfachen, so einfach, wie es geht, gleichzeitig vielleicht noch zumindest in Teilen konzeptionell gedacht. Hier ein Vorschlag.

    Ich bin natürlich überhaupt kein Grafiker, aber die Andeutung einer Idee dahinter:

    Schrift ist Futura Bold, die Älteren werden sich erinnern, in der Mitte der Anker (im Beispiel in verschiedenen Stilisierungsgraden), bei Bedarf lässig ein “.com” herangehängt. Vielleicht verdichtet man noch die Spationierung der Schrift, fertig.

    01.08.2007 um 00:53

Spiegel zum Hören

  1. 33

    Sascha Lobo:

    Das ist medienrezeptiv noch viel zu wenig verworren. Ich halte es für richtig, wenn die Bloglandschaft da mit gutem Beispiel vorangeht.

    Ich setze mich gleich mal mit ix hin und wir bauen für Niggemeier einen Vcast bei Sixtus, über den man vom Popkulturjunkie per RSS-MMS live einen von Knüwers Second-Life-Avatar vorgelesenen mp3-Stream mit denjenigen Nerdcore-Artikeln bekommt, die von Mercedes Bunz über UMTS auf Wortfeld gediggt werden.

    14.05.2007 um 14:37

Dot-Cube

  1. 32

    Sascha Lobo:

    Ich finde das übrigens alles ganz super. Vor allem, wie dünn ich als Pixelversion aussehe.

    Was ich mir noch nicht so ganz erklären kann, ist, weshalb das nicht eines von diesen neumodischen Blogs ist, wo die Pixelstrips veröffentlicht werden, sondern das auf viele Arten und Weisen überaus hässliche myspace und auf der überflashten Homepage - was ich als erklärter “Freund von Flash an der richtigen Stelle” sage.

    16.03.2007 um 09:20

Sascha Lobo war im Fernsehen und ich habe ihn gesehen

  1. 31

    Sascha Lobo:

    Ich bin praktisch nicht zu beleidigen. Jedenfalls nicht von Leuten, die noch nicht mit mir geschlafen haben. Wir können hier aber gerne einen Wettbewerb im Sascha-Lobo-beleidigen abhalten. Einzige Bedingung: korrekte Rechtschreibung.

    Das wollte ich aber gar nicht schreiben, sondern was anderes, nämlich kritische Gedanken zu meiner Rolle in dieser Show. Wenn man wie ich in zwei Talkshows aufgetreten ist und eine Bunte-Homestory abgelehnt hat, weil die eigene Wohnung popelig ist und stinkt, dann darf man sich mit Fug und Recht “temporäre D- bis F-Prominenz” nennen. Das ist natürlich vor allem deshalb super, weil man dann eine Art mediale Grundrente in Form von zukünftigen Dschungelcamp-Angeboten bekommen wird; vielleicht moderiert Dirk Bach auch irgendwann eine Tanzshow für Dicke. Das ist präzises Frisurenmarketing, ich muss mich an dieser Stelle selbst loben.

    In der Talkshow war ich als bunter Fleck eingeladen, drei, vier Äusserungen von mir hat man herausgeschnitten, zum Beispiel, als ich sagte, dass die Erbschaftssteuer massiv angehoben werden sollte, die ist in Deutschland nämlich im internationalen Vergleich extrem niedrig. Man bräuchte also eine Art Erneuerung des Generationenvertrages, der das riesige, riesige, riesenriesige Erbe auf mehr Köpfe verteilt als nur auf die verwandten. Rausgeschnitten wurden übrigens auch Norbert Blüms mehrfache Tiraden und Aufrufe über die Bildzeitung. Warum auch immer.

    Die drei Politiker der Runde haben unendliche Talkshow- und Medienerfahrung, und das merkt man vor allem an, Überraschung: ihrer Impertinenz und Lautstärke. Abgesehen davon, dass die Tontechniker die einzelnen Mikros sehr schnell und präzise steuern können, so dass im TV ein Zwischenruf nur zu hören ist, wenn sie das wollen, gilt in der direkten, medialen Konfrontation mit Politikern die 4L-Regel: Lauter lamentieren, länger labern. Dann wird man mehr beachtet, schreit so lange, bis alle anderen ruhig sind und kann dann seine Kernaussage bringen: “Ich hatte/habe/werde recht haben” in allen Forben und Farmen, unterstützt durch Daten, Zahlen, die niemand spontan verfizieren kann.

    Wenn man wilde Gesten macht und sich hin- und herbewegt, richten sich die Kameras auf einen, die Bildregie findet das super und die Tontechniker richten sich danach. Man kann also ruhig Quatsch erzählen, wenn man das laut macht und mit den Armen wedelt.

    Vor der Kamera sind Metzger und Blüm halb explodiert, Blüm hat Maschmeyer der “Hochstapelei” bezichtigt, Metzger hat Blüm Lügner genannt und Wagenknecht mit “Herr, wirf Hirn vom Himmel” beschrieen. Wenige Minuten danach stiess man mit einem gediegenen Grauburgunder an und lächelte sich freundschaftlich an, besprach im Plauderton die nächsten gemeinsamen Mittagessen. Als ich Backstage Metzger weiterbeleidigen wollte, konnte er es nicht einordnenfand er das sogar noch lustig; kurz, die einzige echte Emotion in der Runde war die Angst von Frau Illner, zu lange zu überziehen. Alles andere, vor allem von Metzger und Blüm, war spontaner Emoschaum. Ein Schauspiel für’s Volk. Scheinkonfrontation. Politiker sollten Medienstuntmen genannt werden, vielleicht ist es das Bewusstsein, dass politische Lösungen sowieso hinter den Kulissen zurechtgekungelt werden müssen, die solche Blüten hervorbringen. Talkshows haben eher die Funktion eines emotionalen Charakterbeweises, schliesslich möchte man auf der nächsten Mitgliederversammlung gewählt werden, und das geht besser, wenn die Parteipeople einen schon in Talkshows haben ausrasten sehen.

    Der mit Abstand professionellste in der Runde: Maschmeyer. Er liess vorher von jedem Teilnehmer Meinungsprofile anlegen, antizipierte daraus Thesen und bereitete so seine Gegenthesen vor. Dass er nicht so recht zum Zuge kam, lag daran, dass er - bei allen Vorwürfen, die man einem Versicherungsvermittler machen kann - sich nicht auf die Schreivogelebene begeben wollte.

    Blüm hat bei mir den grossen Pluspunkt, dass er Rudi Carell mal einen Eimer Wasser über den Kopf gekippt hat. Er hat den monolithschen Minuspunkt mit goldenen Bommeln dran, dass er 16 Jahre Kohl überhaupt erst ermöglicht hat. Blüm ist hinter den Kulissen sympathisch und zugänglich, lebt aber in seiner eigenen Welt. Immerhin sagte er auf meine Nachfrage sofort zu, BildBlog medial helfen zu wollen.

    Würde Sahra Wagenknecht nicht aussehen wie meine Lektorin, dann hätte ich vermutlich Angst vor ihr gehabt. Gerade weil sie distanziert, aber äusserst höflich ist. Kommunistin kann aber natürlich nicht mehr ernsthaft sein, wenn man schon mal ausserhalb von Nordkorea gewohnt hat.

    Die ver.di-Erwerbslose trägt das schwere Schicksal mit sich herum, in mir auszulösen, sie beschimpfen zu wollen. Obwohl sie es nicht einmal verdient hat, vor allem, weil die unvorbereitete Konfrontation mit solchen Showpolitikern nicht leicht spontan zu verkraften ist. Ich konnte mir gerade noch verkneifen, sie “Profiarbeitslose” zu nennen, das wäre auch gemein. Aber ihr meckeriger, anschuldigender Ton ist bei egal welchem Inhalt so schwer verdaulich wie ein kinderkopfgrosser Klumpen aus einem Steinmehl-Heizöl-Gemisch.

    Oswald Metzger ist Politikerdarsteller mit Leib und Leib. Seele hab’ ich nicht entdecken können. Kann natürlich auch mein Fehler sein, ich aber Freund der Konsistenz vor und hinter der Kamera, da war er das stärkstmögliche Gegenteil davon. Positiv anzurechnen ist ihm, dass er meine Seitehiebe und späteren Beschimpfungen in der Halböffentlichkeit des Backstageraums locker weggesteckt hat; auf der anderen Seite deutet das auch auf komplette Beratungsresistenz hin.

    Maybrit Illner ist ebenfalls professionell, allerdings einer Schreihalsrunde nur bedingt gewachsen, weil sie mit intelligenten Stichen die Menschen aus der Reserve locken möchte (”Daran erinnern wir uns doch beide, Herr Blüm?”). Funktioniert aber nicht, wenn drei Leute gleichzeitig schreien.

    Ich selbst hätte gern mehr zur Sache gesagt, aber eine dreiviertel Stunde für acht Personen (inkl. Moderation und Experte) plus zwei, drei Aussenaufnahmen - da ist klar, dass man als temporärer D-Promi maximal drei Minuten netto bekommt.

    Immerhin: die Quote war mit 20,7% (knapp über 3 Mio Zuschauer) die beste seit langer, langer Zeit, der Schnitt der Sendung liegt bei 14%. Da nicht auszuschliessen ist, dass auch hier das Frisurenmarketing eine Rolle spielt oder es zumindest so scheint und ich nach der Sendung ordentlich bei der Redaktion herumgeschleimt habe, ist nicht ausgeschlossen, dass ich nochmal eingeladen werde. Hin gehe ich aber nur, wenn weniger als zwei Politiker da sind.

    10.02.2007 um 16:54

Social-Bookmarking-Aktion

  1. 30

    Sascha Lobo:

    Das nenne ich Social Bookmarketing.

    01.02.2007 um 19:56

Pressemitteilung: Spreeblick kauft Blocks

  1. 29

    Sascha Lobo:

    Ich möchte einen kleinen Dämpfer in die allgemeine Europhorie bringen. Viel von dem, was Johnny in seiner Pressemitteilung schreibt, ist bei näherem Hinsehen zumindest würgfradig. Natürlich sehen auch wir von RiesenMashInc die Zukunft der Zukunft im Blockbusinetz. Den wissenschaftlich angepinselten Beweis habe ich dazu ja auch schon in meinem Buch “Wir nennen es nervenzehrende Medienüberpräsenz” geführt.

    Aber: In meinen Augen kommt es bei Blocks darauf an, ob es gut ankommt auf einem Block - und da ist nicht jeder Block gleich gut geeignet. Ich sehe das jeden Tag an meinem Firefox Adblock (immerhin Marktführer!), der eine verdammt destruktive Performance hinlegt. Ich würde daher vom Inhalt her auf Content setzen und eben nicht auf unorganisches Wachstum durch schnöden Zukauf. Vielleicht erstmal einen Schritt zurücktreten, einen Baum fällen, kleinsägen und selbst ein bisschen Papier schöpfen, bevor man in einen Markt eindringt, der bis vor Kurzem reichlich hölzern daherkam.

    Abgesehn davon kann von First Mover nicht die Bohme einer Ahnung, bzw. Rede sein, zu gegebener Zeit werde ich ein Foto auf Skype veröffentlichen, das zeigt (mit Datum!), dass ich bereits im Frühsommer 2006 mit Felix Schwenzel und Don Dahlmann im Block-House sass und aus dem hervorgehen wird, dass es explizit um Blocks und deren Kauf ging.

    06.11.2006 um 17:56

Bin ich Böhme?

  1. 28

    Sascha Lobo:

    Das ist jetzt weniger auf einen konkreten Kommentar gemünzt, sondern eher ein methodischer Vorschlag: nur ein ganz klein weniger Pauschalisierung im Denken und in der Benennung der Dinge hilft mitunter, viel klarer zu sehen. Das gilt sowohl für die Berlin-Problematik als auch insbesondere für den sozialen Status des Einzelnen. Ich bin ein grossen Fan von Meinungen, Meinungen sind super, einige meiner besten Freunde haben Meinungen, aber sie ersetzen halt keine Fakten. Besonders dann nicht, wenn man sich etwas Scheinobjektives zusammenmeint, um es anschliessend auch noch subjektiv zu bewerten.

    Das aber nur am Rande; was ich nämlich eigentlich sagen wollte, ist, dass Diskussionen oft erst dann spannend und bereichernd werden, wenn man sich abwendet von der Personenbewertung und hinwendet zur Systembewertung.

    05.11.2006 um 15:49

Wir nennen es Arbeit. Leider.

  1. 27

    Sascha Lobo:

    Johnny, hast Du dieses Wordpress-Plugin noch, das Zynismus in den Kommentaren in wertvolle Beiträge umwandelt?

    01.11.2006 um 18:48
  2. 26

    Sascha Lobo:

    Nun. Ich finde die Unterscheidung zwischen Festanstellung und freiberuflicher Arbeit eben nicht albern, weil ich der Meinung bin, dass das System Festanstellung (in vielen Bereichen, nicht in allen) kaputt ist. Vielleicht könnte man es reformieren - ich glaube aber, dass der Bug dabei systemimmanent ist, unter anderem, weil die meisten Experimente mit wenig hierarchischen Unternehmensstrukturen entweder scheiterten oder blitzartig stark hierarchisch wurden, lustigerweise entweder, wenn das Unternehmen äusserst erfolgreich oder misserfolgreich wurde (ich spreche hier schwerpunktuell von New-, bzw. New-New-Economy-Unternehmen).

    Was, auf das Buch bezogen, wahr ist, dass wir vor allem kleinere Unternehmen ausgeblendet haben, die durchaus annehmbare Festanstellungs-Modelle entwickelt haben. Das ist zum einen wie von Dir beschrieben der klareren Linienziehung geschuldet und zum anderen auch dem “Auf den Schlamm hauen”, bzw. eine plakative Gegenposition einzunehmen. Insofern mag die Grenzziehung in der Realität nicht so deutlich sein, wie wir sie beschrieben haben - der Diskussion um das, was diese Form der Arbeit weiterbringt, hilft sie auf jeden Fall.

    Als äusserst wichtigen Link dazu möchte ich auch noch Paul Grahams Aufsatz anbringen, “How to do what you love”, der deutlich eines unserer inhaltichen Vorbilder war (und der diese Grenze nur bedingt zieht):
    http://www.paulgraham.com/love.html

    01.11.2006 um 15:07

Digital Bohemian Rhapsody

  1. 25

    Sascha Lobo:

    Super. Supersuper.

    28.10.2006 um 13:42

We put the ‘B’ in ‘Blogging’!

  1. 24

    Sascha Lobo:

    Ah, ein Smiley war da, ich habe so ein Ödblock-Firefox-Script, das mir automatisch alle Grinsedings ausblendet. Was stimmt, und gerne beim Bier (oder Bier!) diskutierbar ist: wir haben den Begriff “Bohème” bei digitale Bohème umdefiniert und interessieren uns nicht mehr für Kleidung, Freizeitverhalten, Drogeneinnahme, sondern nur noch für die Frage “Arbeitest Du selbstbestimmt?”. Das mit den Grenzwerten der ebay-Verkäufer ist wahr, bzw. tatsächlich leicht auf den Schlamm gehauen von uns, eher ist es so, dass man die Feuilleton-Begriffe “Unterschicht” und “digitale Bohème” in ein Zimmer sperrt und am Ende kommt ein Powerseller raus. Gesprochen ganz ohne die übliche Verachtung als Kreuzungsexperiment von Schlagworten.

    27.10.2006 um 14:12
  2. 23

    Sascha Lobo:

    Ich meine jetzt nicht den elektrischen Reporter, sondern den verlinkten “I’m blogging right now, hold my calls”-Knaller.

    27.10.2006 um 13:51
  3. 22

    Sascha Lobo:

    Vollkommen unter ist übrigens der grandiose Film gegangen, der so lustig ist, dass mir die digitale Bohême inzwischen egal ist.

    27.10.2006 um 13:50
  4. 21

    Sascha Lobo:

    Was ist denn Ironie?

    Zurückklugscheiss: Der grosse Vorreiter der Bohèmebeschreibung, Helmut Kreuzer (”Die Bohème”) beschreibt in der Vorrede, wie es Bohème, Boheme und sogar Bohéme als Schreibweisen gibt. Passend dazu hiess es in seiner ersten Auflage von 1968 “Die Bohème”, in einer Neuveröffentlichung von 1984 “Die Boheme”:
    http://www.amazon.de/s/ref=nb_ss_b/028-6939082-4744503?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85Z%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=die+boheme+kreuzer&Go.x=0&Go.y=0&Go=Go

    27.10.2006 um 13:46
  5. 20

    Sascha Lobo:

    Ich finde es etwas unshmoove, um mal ein von mir geliebtest Wort der 90er Jahre wieder auszugraben und zu preisen, erst selbst was zu erfinden und dann zur Verstärkung einen Wikipedia-Eintrag draus zu machen. Wenn die Menschen im Netz die “digitale Boheme” als Begriff brauchen, dann werden sie ihn früher oder später da rein schreiben, wenn nicht, dann nicht. Und fehnman, das ist ja nicht unbedingt eine Not, sondern häufiger selbstgewählt, als man glaubt, wenn man die Generation-Praktikums-Beschwerden liest.

    27.10.2006 um 13:18
  6. 19

    Sascha Lobo:

    Manchmal reicht sogar noch nicht mal eine Stunde drüber reden, bei manchen Leuten. Vielleicht reicht nichtmal Buchlesen, aber Konsens darf auch gar nicht das Ziel von Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sein, das wird oft verwechselt. Insofern bin ich über ein wenig Gegenwind, und sei er auch lauwarm, froh.

    27.10.2006 um 12:47
  7. 18

    Sascha Lobo:

    Ja.

    27.10.2006 um 12:32

Podcast vom 24.10.2006

  1. 17

    Sascha Lobo:

    Ja super, danke für die Gratulation. Und sehr froh bin ich, dass wir das Buch nicht gewidmet haben.

    [edit] Alles, was ich im Buch schlechtes über Podcasts geschrieben habe, nehme ich jetzt natürlich zurück.

    24.10.2006 um 16:25

U-Bahnfahrterträglichmacher

  1. 16

    Sascha Lobo:

    Bis zu einer lustigen Party in Hamburg mit viel betrunkenem Rumgehopse hatte ich einige Wochen lang den neuen Flash-8GB Nano und war sehr zufrieden, vor allem, weil inzwischen die Kopfhörer nicht mehr für normalklingonische Ohrformen gemacht sind, sondern seit dieser Generation gut passen und vom Klang kaum zu schlagen sind. Die davor, gut, nicht drüber reden, aber die seit August: super.

    24.10.2006 um 00:48

Wir nennen es Leben

  1. 15

    Sascha Lobo:

    “Modell jenseits der Lohnarbeit for Life” - das trifft es ziemlich gut. Bzw. soll es treffen, ich würde natürlich immer behaupten, dass es gelungen ist, aber ob es ganz in echt auch stimmt, sollen mal andere sagen bzw. herausfinden.

    Das mit dem Schönreden ist natürlich bei manchen Menschen innerhalb von dem, was wir “digitale Bohème” nennen, ein Problem. Aber der Anteil derer dürfte vergleichbar sein mit denjenigen, die sich ihre 9-to-5-Mobbinghölle schönreden.

    19.10.2006 um 17:44

Marge 2.0

  1. 14

    Sascha Lobo:

    Lustig, ich las gerade Marge 2.0 und dachte, klar, ein Artikel über den Wahnsinnsschnitt, den die Youtubegründer gemacht haben. 1,6 Mrd. in anderthalb Jahren, das nenne ich Marge 2.0. (jaja, ich weiss, dass Marge eigentlich was ganz anderes etc. usw.)

    10.10.2006 um 09:12

Diskutieren in Berlin

  1. 13

    Sascha Lobo:

    So. Jetzt ist es vorbei. Es war aber okay, so als Veranstaltung. Ich halte es für nötig, dass diese Politiker, von denen man jetzt soviel hört, mit Menschen sprechen, deren Lebenswelten sie sonst kaum wahrnehmen könnten. Zum Beispiel Bloggern, oder Clubbetreibern oder anderen Kultur- und Kleinkulturschaffenden. Vor Ort war übrigens Gerriet Schulz vom Club WMF und nicht Herr Kretschmar, um das zu präzisieren.

    01.09.2006 um 21:59

Befindlichkeitsbloggen

  1. 12

    Sascha Lobo:

    Mo-ment. Befindlichkeitsbloggen hat, anders als im Artikel oben dargestellt, nicht unbedingt bedingungslose Feinde. Was mich angeht jedenfalls, der sich schon oft abfällig über Befindlichkeitsbloggen im Grossen geäussert hat, es aber selbst (auf wirres.net zum Beispiel) tut. Im Gegenteil, Befindlichkeitsbloggen kann super sein, aber eben nicht immer überall als Massgabe. Das war es auch schon, weitersenden, dankeschön.

    14.08.2006 um 21:07

Happy Birthday, Max!

  1. 11

    Sascha Lobo:

    Nie zu früh bedanken, dann verbaut man sich die Gratulationen der Nachzügler, die gestern am See waren!

    30.07.2006 um 12:09

Blog-Artikel im TIP-Magazin

  1. 10

    Sascha Lobo:

    Eines der Hauptprobleme von RSS ist, dass es ein sehr oberflächliches Rezeptionsverhalten fördert, ich sehe das an mir selbst, die Feeds, die ich abonniert habe - ich weiss gar nicht, wann ich da das letzte Mal einen Artikel zu Ende gelesen habe. Wenn ich mir ansehe, dass es keine Seltenheit ist, 200 Feeds abonniert zu haben, dann finde ich die Oberflächlichkeitsthese ausreichend bestätigt, um zu sagen: Feed gut und schön, um sich einen Überblick zu verschaffen, wer schreibt, worüber, das Bild, die ersten zwei, drei Sätze und wenn ich mehr wissen will, reicht ein Klick. Den zu investieren ist allein schon aufgrund des schlimmen Designs der Beiträge in den allermeisten Readern sinnvoll, wenn man sich irgendetwas davon verspricht.

    27.07.2006 um 11:46
  2. 09

    Sascha Lobo:

    Feedreader sind so eine Sache, finde ich. Tägliche Abrufe per Feedreader sind bei der Riesenmaschine relativ unterschiedlich, aber immer ziemlich deutlich vierstellig. Die Feedreader-Abrufe sind bei der Zahl da oben nicht mitgezählt. Das heisst allerdings so unfassbar wenig, dass man daraus keinerlei Rückschlüsse ziehen kann. RSS-Nutzung ist eben ein Rätsel der Verwendung, wer weiss schon, ob das auf aggregierten Seiten eingepflegt wird, ob das absichtliche Abrufe oder fast irrelevante Abo-Abrufe sind, oder ob das so ist wie bei mir, der Feedreader aus ästhetischen Gründen nur zum Übersicht verschaffen benutzt, die Blogs dann aber ganz Oldschool im Browser ansieht?

    Unabhängig von den tatsächlichen Zahlen kann ich als Faustregel anwenden: Spreeblick hat 2,5-mal soviele Zuschauer wie Riesenmaschine und Bildblog 10-mal soviele wie Spreeblick. Und alle Blogs zusammen haben 0,1-mal soviele Zuschauer wie im grossen Masterplan aufgezeichnet, was wiederum daran liegt, dass Deutschland um den Faktor zehn zu wenig Blogs hat im internationalen Vergleich.

    26.07.2006 um 09:50
  3. 08

    Sascha Lobo:

    Das ist leicht zu erklären, auch, wenn es zugegebenerweise schwierige Untertöne beherbergt: Das sind die eigenen Serverzahlen, und zwar die von Schlund ausgegebenen Unique Visits, bereinigt um Suchmaschinen-Bots. In der Kommunikation nach aussen haben wir uns wegen sehr hoher Differenzen verschiedener Counter (Opencounter, Blogscout, früher Blogcounter) entschlossen, diese Zahl als konkreten Wert anzugeben. In der Regel erklären wir den Journalisten dann auch noch dazu, dass es ein Ranking gibt, dass zwar andere Zahlen ausgibt, aber gut dazu taugt, Blogs unter einnander zu vergleichen (Blogscout Rangliste, leider grad down). So kommt das.

    25.07.2006 um 20:00

Toni Mahoni - 48: Tierpark

  1. 07

    Sascha Lobo:

    Ich möchte Johnny an dieser Stelle mal zart zustimmen, wenn man den Inhalt mit dem abgleicht, was einem Zuschauer an dieser Stelle um diese Zeit zuzumuten ist, ist das durchaus ein okayer Bericht gewesen, mehr noch, auf den ersten Blick ist mir sogar kein besonders dämlicher Fehler aufgefallen. Ab und an schaue/sehe/lese ich andere Berichte, über Blogger, wo gut 30% totaler Quatsch vorkommt und ich mich etwas ärgere, aber nicht zuviel, denn dann stelle ich mir sofort vor, wie ein Bericht über Fleischer im Fernsehen kommt und am nächsten Tag die Fleischer sich nach Feierabend treffen am Wurststammtisch und Sachen sagen wie “Krass, im Bild war ‘ne Feingrobe zu sehen und die Stimme so ‘grobfeine Wurst’, wie doof sind die denn? Das muss man doch wissen!” Nee, muss man nicht. 10.000 Menschen in Deutschland, die Toni sehen, bedeutet nämlich auch 79.990.000 Menschen, die ihn nicht sehen. Siehe auch Verbreitung von Blogs allgemein.

    Es ist übrigens nicht schlimm, dass ich nicht zu Wort gekommen bin in diesem Beitrag, weil ich an dem Tag ausschliesslich groben Bullshit von mir gegeben habe ohne jeden Unterhaltungswert. Passiert nämlich auch manchmal. Oder oft, je nach dem.

    17.07.2006 um 16:42

Mal wieder eine technische Frage

  1. 06

    Sascha Lobo:

    Technisch kann ich ziemlich wenig beitragen, aber mal einen verhältnismässig ernüchternden Erfahrungswert in die Runde werfen. Vor zwei Jahren, ungefähr, habe ich für einen Kunden konzeptionell eine Website betreut, die mit längeren Soundfiles gearbeitet hat (knapp unter einer Minute). Das war zwar nicht Podcasting, aber darauf angelegt, dass es bis zu Ende gehört werden sollte. Weil gestreamt wurde, konnten die Techies mit einigem Aufwand auslesen, wie lange zugehört wurde. Von 10 Hörern haben zwischen 4 und 5 bis zum Ende ausgehalten. Kann natürlich auch an meinen bocklosen Texten gelegen haben.

    04.07.2006 um 10:47

Wessen Essen isst ess denn?

  1. 05

    Sascha Lobo:

    Ich habe mal Marketingkrempel für Ferrero gemacht, Textchen geschrieben und so, und zwar für Milchschnitte. Die Marketingabteilung hatte noch einen Anke-Huber-Milchschnitte-Trainingsanzug in meiner Grösse (mehr oder noch viel weniger) übrig, den zog ich an und ging anschliessend zum Supermarkt um die Ecke, um für das Team ganz viele Milchschnitten zu kaufen, damit man sich “ins Produkt reinversetzen” kann. Auf dem Rückweg begegnete ich einem Foodwatchstand. Das sehr junge Mädchen und der sehr junge Junge davor wedelten mich lustig mit einer Broschüre an.

    Es dauerte eine Zeit, bis wir alle bemerkten, dass ich von oben bis unten vermilchschnittet war, inklusive Milchschnitte-Mütze und mit 40 Milchschnitten im Arm, und sie als grosses Plakat auf ihrem Stand die Nachteile der Milchschnitte mit Produktabbildung kleben hatten. Wir assen dann zusammen ein paar Milchschnitten und sie erzählten mir von ihrem Job, der mich entfernt an Drückerkolonnentum erinnerte (Spenden sammmeln).

    17.06.2006 um 11:58

Grimme für Spreeblick!

  1. 04

    Sascha Lobo:

    Herzlichen Glückwunsch auch von mir.

    03.06.2006 um 01:10

Paradox

  1. 03

    Sascha Lobo:

    Ein Wort, dass ich in dieser Diskussion nicht ganz aussen vor lassen möchte, ist Vorschuss. Bei grösseren Verlagen (in Deutschland) bekommt man tatsächlich im Schnitt 12%, am Anfang jedenfalls, in vielen Fällen existiert eine Staffelung. Dafür werden dort Vorschüsse gezahlt, die nicht rückzahlbar sind, also auf Risiko des Verlags gehen. Ich weiss von Vorschüssen über 60.000 Euro für Zweitlingswerke, ohne dass die Autoren prominent wären. Die Regel bei den zehn, zwölf grösseren Verlagen sind aber zwischen 10.000 und 20.000 Euro (Zahlen für Sachbücher). Kleinere Verlage schieben das Risiko oft auf die Royalties, also auf die Autorenprozente, zahlen also mehr Beteiligung, aber keinen Vorschuss.

    Was das scheinbare Ungleichgewicht zwischen Vertriebsbudget und Urheberanteil angeht: Besonders in Deutschland ist der Vertriebsapparat irrsinnig kompliziert, komplex und damit auch teuer - aber auch hocheffektiv. Fast jede Buchhandlung in Deutschland kann innerhalb von 48 Stunden fast jedes lieferbare Buch bestellen und ausliefern (jaja,Ausnahmen, Regeln, etc.). In den USA sieht das vollkommen anders aus, wo Wochen die Regel sind, jedenfalls bei Echtwelt-Buchhandlungen. Das ist auch der Grund, weshalb Amazon in den Vereinigten Staaten eine echte Marktmacht ist - hier in Deutschland werden nur lächerliche 3% der Bücher dort bestellt. Der Rest geht tatsächlich über die Buchhandlungen. Kann man sich immer gar nicht so richtig vorstellen, wenn man seit Jahren im Internet wohnt.

    Abschliessend sei jedem, der mit dem Thema zu tun hat, die Website des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels empfohlen, dort gibt es neben vielen wertvollen Informationen auch geschätzte 42 Millionen kostenlose Downloads, von Formularen über Studien und Marktdaten bishin zu Standardverträgen, zum Beispiel den Autorenstandardvertrag (auch auf englisch und französisch erhältlich):
    http://www.boersenverein.de/de/69181?rubrik=82998&dl_id=64216

    27.05.2006 um 18:54

©

  1. 02

    Sascha Lobo:

    Zu genau diesem Thema gibt es das spannende Buch “Freie Kultur - Wesen und Zukunft der Kreativität” von Rechtsprofessor Lawrence Lessig, nebenberuflich Erfinder von Creative Commons. Nicht so irrsinnig leicht zusammenzufassen, Grundtenor ist aber, dass Kreativität von der eingangs beschriebenen Mischung aus Zitat und Diebstahl lebt. Deutlichstes Beispiel dazu ist der erste Film von Disney, der vom Namen bishin zum Setting ein ironisierendes, zitierendes, von Buster Keaton geklautes Machwerk ist. Für eine onlinestadionübergeordnete Diskussion darüber, die sicherlich sehr notwendig ist, ist das Buch unabdingbar.

    Im vorliegenden Stadionfall möchte ich allerdings etwas abschwächen, denn die Idee an sich ist so ungewöhnlich nicht. Ich habe durch Zufall im Sommer 2005 bei einer der geschätzt 150 Agenturen, die für T-Com arbeiten, zu tun gehabt und dort das Konzept eines Onlinestadiums zweimal von voneinander unabhängigen Seite gesehen - 2005, wie gesagt. Am Ende herausgekommen ist dann diese Kette von Trikotträgern, die im Stadion anfängt, aus allen möglichen Menschen besteht und immer weitergeht, auch die ist nicht so weit davon entfernt (alles übrigens nicht meine Ideen, falls das nicht ausreichend deutlich rübergekommen ist).

    Diebstahl ist und bleibt im Bereich geistigen Eigentums natürlich kacke, es ist aber sehr schwer, auch und besonders für die daran beteiligen Personen, zu sagen, wo Inspiration aufgehört und Copy&Paste angefangen hat.

    23.05.2006 um 12:02

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  1. 01

    Sascha Lobo:

    Spreeblick - bei uns sitzen Sie nicht in der ersten Reihe.

    07.09.2005 um 16:12

07.09.2005 um 15:49

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Frischer Spreeblick

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