Partei der Woche: Die Linkspartei
Street with a view – Kunst mit Google
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Philipp A.:12.11.2008 um 17:54Es geht mir dabei weniger um das konkrete Bild, das wird in der Tat sehr unspektakulär. Mir geht es dabei - recht plakativ - ims Prinzip. Ich möchte selbst entscheiden, was von mir im Netz steht. Und da Google mich nicht gefragt hat…
Die erschreckendsten Hits der 90er
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Philipp A.:12.11.2008 um 10:57Aber Captain Jack ist doch tot, wie mancht man da ein Comeback. Oder haben sie einen in ne Uniform gesteckt.
Auf Captain Jack jedenfalls lass ich nichts kommen. Der wird heute auf der Bad-Taste-Party gern gespielt. Und so ganz insgeheim ist es doch immer noch nen Ohrwurm - wie Scatman John auch.
Street with a view – Kunst mit Google
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Philipp A.:12.11.2008 um 10:52Klar werden die das. Es sei denn, du wohnst in Schleswig-Holstein. Die haben nämlich erfolgreich Einspruch erhoben.
Ich selbst hab ihn auch schon gesehen, und werde mich unkenntlich machen lassen, wenn die Bilder denn online sind. Der Berliner Datenschutzbeauftragte plant jedenfalls nicht, so wie seine Kollegen im Norden, dagegen vorzugehen.
Dabei empfinde ich es schon als gravierende Einschränkung. Jetzt kommen sicher gleich wieder all jenige, die anmerken, dass ich hier in Berlin auch an jeder zweiten U-Bahn-Station gefilmt werde. Alles richtig, das find ich auch nicht gut. Aber mir ist es immer noch lieber das geschieht durch unsere Polizei, die parlamentarischer Kontrolle unterliegt, als durch ein Unternehmen mit Sitz in den USA, welches sich außerhalb unserer Jurisdiktion befindet.
Exit vor dem Aus
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Philipp A.:29.10.2008 um 09:42@#694962: Die Linke bekennt sich eben gerade nicht zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Die wollen die Neuauflage der Planwirtschaft. Hinzu kommen all die juristischen Probleme der Partei: Ungeklärtes verschleiertes DDR-Vermögen, die alten Stasi-Kader. Aber das alles war ja nicht Gegenstand der Diskussion
@#695050: Danke für diesen versöhnlichen Beitrag, vielleicht kommen wir damit wieder zum eigentlichen Thema zurück.
Zu Exit wollte ich nochmal bemerken: Wenn es sich hierbei wirklich um so ein existenzielles Problem handelt, dann müssen auch die Versäumnisse von Exit gewaltig gewesen sein. Ich kann mir schlicht und ergreifend nicht vorstellen, dass mit etwas Entgegenkommen seitens Exit (z.B. indem alle wirklich erfüllbaren Formalia eingehalten werden) sich der finanzielle Schaden hätte nicht begrenzen lassen können.
Meine Erfahrung ist, dass wer sich in dieser Republik für demokratische Grundwerte einsetzt, mit etwas Suchen auch Unterstützung bekommt. Ich selbst habe zu Schulzeiten mal bei einem Filmprojekt mitgearbeitet, welches sich gegen Fremdenfeindlichkeit gerichtet hat. Dafür wären wir mit staatlichen Projekten mit bis zu 8.000 EUR gefördert worden. Gut, soviel haben wir natürlich nie gebraucht, aber wenn selbst ein Schulfilm solche Fördersummen erhalten kann, dann sehe ich auch für ein Projekt wie Exit nicht schwarz.
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Philipp A.:28.10.2008 um 13:11@#694937: Nun ja, gänzlich von der Hand zu weisen war die Schilderung von Vernunft ja nun auch nicht. Aber darum gehts ja auch gar nicht. Als aufrechter Demokrat muss man gegen jede Form von politischer Gewalt vorgehen. Und augenblicklich reden wir ja von einem Verein gegen rechtsextreme Gewalt.
Mit deinen Anschuldigungen verfestigst du doch lediglich die “rechtskonservative” Meinung von Vernunft. Ich glaube nämlich, das zum einen die Aggressivität deiner Argumentation und der quantitative Überhang des Anti-Rechts-Lagers seine Wahrnehmnung nur weiter verängt, statt sie zu öffnen.
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Philipp A.:28.10.2008 um 13:04Das Problem ist vielschichtig. Zum einen sind viele gute Projekte (zu denen ich auch Exit zählen möchte) in Verruf geraten, weil andere unseriöse Projekte Fördergelder lediglich in Personalkosten, weniger aber in konkrete Aktionen gesteckt haben.
Zum anderen finde ich, dass viele Projekte, die sich dem Antifaschismus verschrieben haben, effektiv nicht viel bewirken. Kaum ein Nazi wird sich wohl von einer Gegendemonstration abschrecken lassen. Ich möchte hier nicht falsch verstanden werden, Gegendemos in allen Ehren, aber das allein wird kaum reichen. Im Algemeinen verstehen nämlich die Gegendemonstranten in etwa soviel von der Lebenswelt der rechten Szene, wie die Nazis von den Vorzügen einer weltoffenen Gesellschaft.
In dem Zusammenhang ist Exit besonders positiv hervorzuheben, weil hier wirklich ein substanzieller Abbau der rechten Szene stattfindet, statt wie üblich deren Abwehrhaltung und Militanz noch zu erhöhen.
Deshalb plädiere ich, die Förderungen - sofern möglich - stärker am messbaren Erfolg auszurichten, statt Staatsgelder überwiegend für bloße Agitation zu verpulvern.
Dann kommt man nämlich auch schnell zu dem Ergebnis, das Exit jeden einzelnen Euro verdient.
Twittern und gegen Vorratsdatenspeicherung sein
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Philipp A.:07.10.2008 um 18:10Klasse Post Malte, nur hast du damit meine kritische Frage (wie Google und Datenschutz zusammen passt) nicht ganz beantwortet.
Was bloggen und twittern angeht gebe ich dir selbstverständlich recht.
Googles Projekt Zehn hoch 100
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Philipp A.:06.10.2008 um 14:34@#692235: Für den Fall, dass du mich missverstanden hast: Ich habe nie versucht dir zu widersprechen. Ich wollte damit nur zum Ausdruck bringen, dass mir vom ersten Tag des 10^100-Links auf der Google-Seite klar war, dass es sich hierbei sicher nicht um eine gemeinnützige Stiftung, sondern vielmehr um einen neuen Weg zur Erlangung von Ideen und Daten handelt.
Wie du schon korrekt heraus gestellt hast, muss jeder der da mitmacht mittelmäßig bescheuert sein, wenn das rechtliche Risiko für den finanziellen Gewinn eines Großkonzerns trägt.
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Philipp A.:06.10.2008 um 12:23@#692208: Man braucht keinen Blick in die AGBs zu werfen, um zu wissen das auch Google nichts zu verschenken hat.
Freiheit statt Angst 2008
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Philipp A.:06.10.2008 um 12:04Genauso absurd ist es, zum Protest gegen Vorratsdatenspeicherung aufzurufen, und gleichzeitig für die Datenkrake #1 (Google) eine Lanze nach der anderen zu brechen.
Googles Projekt Zehn hoch 100
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Wir sind BILD: The Chrome Conspiracy
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Philipp A.:05.09.2008 um 08:03Ohne die gesamte EULA gelesen zu haben, würde ich diese Passage mal dezent anzweifeln:
“In den Nutzungsbedingungen steht klar, an welchen Stellen welche Daten übertragen werden. Diese Daten werden verschlüsselt übertragen, um sie gegen Diebstahl zu schützen. Es werden nur Daten übertragen, deren Versand notwendig ist, um dem Benutzer sinnvolle Funktionen zur Verfügung zu stellen, und jede dieser Funktionen ist abschaltbar.”
Und selbst wenn das da steht ist das schlichtweg Unsinn. Natürlich kann ich nicht alles abstellen, und was “notwendig ist, um neue Funktionen bereitzustellen” entscheidet doch auch nur Google selbst. Und da das Unternehmen prinzipiell an allen Entwicklungen im Web interessiert ist, wird Google im Zweifelsfall lieber mehr als weniger Daten übertragen.
“Darüber hinaus stellt Google auch noch den Quellcode des Programms zur Verfügung, sodass jeder genau überprüfen kann, wann welche Daten wie übertragen werden. Und wenn mir das alles nicht gefällt kann ich mir meine eigene Version von Chrome basteln, oder jemanden anderen basteln lassen, ohne irgendjemandem Rechenschaft darüber schuldig zu sein. So viel Freiheit bietet kein anderer Browser, nicht einmal Firefox.”
Auch das stell ich mal in Frage. Nun mag Google zwar den Quelltext von Chrome offenlegen, bei anderen Programmen tut es dies nicht. Und das Chrome damit mehr Freiheiten bieten würde als Firefox ist schlichtweg falsch.
Trotzdem ein gelungener Artikel.
Cheers, Philipp
Die Depression der SPD
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Philipp A.:24.07.2008 um 10:48Bei der SPD weiß doch keiner mehr wo sie steht. Die FDP vertritt den liberalen Turbokapitalismus - das ist klar. Die Union, die hat ihre soziale Marktwirtschaft und die Linke den Neokommunismus.
Und wo steht die SPD? Momentan wohl eher auf Sozialismus. Damit läuft ihnen aber die Mitte weg. Also schnell auf Abgrenzung zur Linken und rein in bürgerliche Bündnisse. Und schwupps bricht der linke Rand weg. Und beides Bedienen geht auch nicht. Also muss man sich entscheiden, doch dafür fehlt ein Programm.
Wer heute sein Kreuz bei der SPD macht weiß nicht ob er Koch oder Gysi bekommt. Und beides klingt für die Stammwählerschaft nicht verlockend.
Kein iPhone!
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Philipp A.:14.07.2008 um 23:35Ich geb denen noch max. 5 Jahre, dann ist der blaue Apfel genauso out wie es die Windows-Flagge heute ist. Der Underdog ist dem Massenmarkt verfallen.
Mein erstes halbes Mac-Jahr
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Philipp A.:08.07.2008 um 09:19Mal im Ernst: 90% von euch kaufen doch nur den Mac wegen dem schönen blauen Apfel. Mac, iPod und iPhone sind halt irgendwie “in” und damit bezahlt ihr den Trend-Aufschlag. Das man ohne Probleme ein ähnlich kompfortables System auf Windows- oder Linux-Basis haben kann scheinen viele zu vergessen.
Die Tage, an dem Apple der trendige Underdog war sind jedenfalls vorbei. Sie sind längst zu den Chucks unter den Schuhen geworden - jeder Depp läuft mit rum. Und damit haben meines Erachtens auch qualitative Vorzüge der Äpfel gelitten.
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Ein anderes Beispiel ist nebenbei Porsche. Der gute Herr Wiedeking hat den Gewinn des Unternehmens in den letzten 12 Jahren mehr als vertausendfacht und den Unternehmenswert von 300 Mio auf 25 Mrd EUR gesteigert.
Da verdient der gute Herr Wiedeking auch seine 60 Mio EUR im Jahr, denn ohne ihn wäre Porsche womöglich insolvent und die 12.000 Angestellten ohne Arbeit.