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von | 2

 

Zum Tod von Jörg Haider

  1. 03

    udo jürgens:

    hallo!
    ich bin auch nur ein kärntner.
    http://lindwurm.wordpress.com/

    14.10.2008 um 22:21
  2. 02

    ösi in berlin:

    Erstaunlich, daß mich die Nachricht doch irgendwie berührt hat.
    Schließlich gehörte er 30 Jahre zur österreichischen Politik. Sozusagen das Krokodil beim Kasperltheater, oder der Falco der österreichischen Politik “larger than life”. (nicht ideologisch od. menschlich natürlich, ich bin der grösste Falco Fan!!)
    Ich hab Jörg Haider auch zweimal persönlich in den 90ern erlebt, er konnte ungaublich charismathisch und nett im persönlichen Umgang sein. (selbst mit Gegnern) Sobald die Kameras angingen aber auch hetzen und bewußt falsches zu seinem Vorteil verbreiten.

    Was mich hier im fernen Berlin allerdings etwas stört ist die unendliche Heroisierung in Österreich. Ebenso entsetzt war ich über die pietätlosen Postings auf standard.at am Samstag morgen, wurden eine halber Stunde später unterbunden. Herr Dr. Haider und seine Buben waren auch nicht zimperlich in Sachen Verleumdung und Niedermachen andersdenkender, aber manche Postings waren einfach widerlich. Damit stellt man sich selbst auf das selbe Niveau.
    Zugute halte ich ihm, daß er sich durchaus persönlich für Menschen eingesetzt hat, wenngleich auch nur dann, wenn diese es ihn seinen Augen verdient hatten. Also bei allem Respekt vor Haiders Familie und seinen Freunden hier ein paar Worte die jemand in das Kondolenzbuch geschrieben hat und die alles sagen was zu diesem thema gesagt gehört!

    >>>

    Nach Kurt Waldheim ist innerhalb eines guten Jahres auch der zweite jener Politiker tot, der dem Staat Österreich seit 1945 am meisten Schaden zugefügt haben. Haider noch mehr als Waldheim. Ersterer hat “nur” unseren Ruf im Ausland zerstört, der zweite hat dazu auch noch das Leben in unserem Land nachhaltig zum Schlechteren beeinflusst. Dass offener Fremdenhass, rechte Demagogie am Rande der Wiederbetätigung und Populismus übelster Sorte in unserem Land wieder salonfähig wurden, ist maßgeblich Jörg Haider anzulasten und bleibt auch das einzige Erbe seiner politischen Tätigkeit.

    Ein Mensch, der seine Intelligenz, seine Verführungskunst, seine großen Talente stets in den Dienst der falschen Sache stellte. Der oft an die billigsten Instinkte im Menschen appellierte, den Neid schürte, Benachteiligte gegen noch Benachteiligtere ausspielte, manipulierte, polarisierte und verführte. Einer, der bei jeder Gelegenheit wehleidig über die “schlimme Ausgrenzung” klagte, die ihm “völlig zu Unrecht” widerfuhr, der seinerseits aber Minderheiten sogar so etwas “Billiges” wie zweisprachige Ortstafeln verwehrt. Einer, der auch dann, wenn er tatsächliche Missstände im Land anprangerte - vom ständestaatlichen Relikt der Zwangskammern bis zur überflüssigen Nationalbank - dies ausschließlich zur Gewinnung politischen Kleingelds tat. Der aber - kaum an der Macht - genau die gleichen Umfärbungen und politischen Postenschachereien betrieb wie die von ihm deswegen völlig zu Recht gegeißelten Altparteien.

    So tragisch sein Unfalltod auch erscheinen mag, so geradezu perfekt passend zum Politiker Haider ist er. Hämisch grinsend über alles drüberfahren, was sich in den Weg stellt. Vollgas-Lifestyle in jeder Dimension leben und sich gleichzeitig als “Anwalt des kleinen Mannes” ausgeben. Einzig, dass er nicht in seinem Porsche dahingeschieden ist, sondern in einem überfetteten VW steht jetzt noch der posthumen Glorifizierung als “rechter” österreichicher Märtyrer durch seine verblendeten Anhänger im Weg….

    PS: Wenn es denn ein Jenseits gibt, wünsche ich ihm dort einen milderen Landeshauptmann, als er es gewesen ist. Sonst ist wahrscheinlich Schluss an der Ortstafel für Ausländer vom Planeten Erde.

    13.10.2008 um 18:25

Fanboy

  1. 01

    Tom:

    Meine Befürchtungen wurden gestern wahr. Da wird eine Band aufgrund ihrer illustren Zusammensetzung quer durch die Musikjournaille gehypt, dem “elitären” Publikum wird das ganze mit riesigem Marketingaufwand als Geheimtipp verkauft und schon springen wir alle mit an. Musikalisch waren ja ganz interessante Ansätze dabei, aber das ganze hat einfach nicht gereicht, was am Ende rüberkam war eines der schwächsten Konzerte ever. Einzig gut das Charles Dickens mäßige Bühnendesign und die lässige Beweglichkeit des charismatischen Clashers. … und dann noch 1h Musik für 35 euronen… nein danke, Herr Blur!

    09.02.2007 um 10:47

08.02.2007 um 20:06

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