Linker Neoliberalismus - mal was anderes
Nachlese: jonet-Tag in Hamburg
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Toni:23.11.2005 um 14:18Wunderbare Charakterisierung von Blumencron. Hat man wohl was verpasst!
Nur: Jeder Chefredakteur, Chef eines Quasi-Blogs, welchem Presseerzeugnis auch immer, würde seine Mitarbeiter als Selbstausbeuter bezeichnen. Schon oft genug gehört. Zumal das in solchen Kreisen - “Hey, harte Zeiten, ich lass euch aber nicht im Stich” - immer gerne als Beleg für die Berufung Journalismus und treue, besessene Schreiberlings-Recken gilt. Jedenfalls ist Blumencron nicht mal in dieser Hinsicht besonders. Und nicht mal skandalös.
Das mal wieder
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Toni:05.08.2005 um 16:45@Hong-An
“Das (sic!) Journalisten voneinander abschreiben ist doch Gang und Gebe (ist das nach neuer dt. Rechtschreibung richtig?). Sieht man ja in allen Tageszeitungen, dass sie meistens auf die Presseagenturen verweisen dpa, ap, reuters, etc.”Die Presseagenturen hätten sich aber auch schnell erledigt, wenn niemand mehr von ihnen “abschreiben” würde. So ist das gedacht. Also wohl eher ein verfehltes Beispiel für journalistisches Abschreiben. Das offenbart sich eher beim Themen-Hinterherhecheln und - klar - das Hauptproblem ist in der Tat, siehe die Duisenberg-Geschichte (die jetzt nun wirklich im Vergleich zu anderen Beispiel NICHT wirklich GRAVIEREND ist…): immer weniger wird nachgeprüft.
Aber das kennen doch die Blogger. Geiles Zeug von anderen übernehmen, um damit den fehlenden eigenen Content aufzuwerten. Dass dabei meistens auch ziemlicher Schwachsinn weiterverlinkt wird, ohne sich nochmal selber Gedanken drüber zu machen, wird ja an jeder Stelle deutlich. Nennt sich nicht abschreiben. Sondern halt Trackback.
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Danke dafür. Ist doch toll, so ein direkter Meinungsaustauch hier. Und Frédéric hier, das ist auch toll, ruhig mehr davon.