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I live by the river!
07.10.08
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von | 2

 

Kopfwäsche mit Nebenwirkungen

  1. 23

    Andi:

    Trackback: http://www.andreas-lazar.de/2007/07/diogenes-und-alexander

    20.07.2007 um 04:24

Manhunt 2 - Recht auf Blutrausch

  1. 22

    Andi:

    Wenn selbst Studien von stark selbstinteressierter Seite und auch unter Berücksichtigung der generellen Schwierigkeit des kausalen Nachweises in den Sozialwissenschaften größte Probleme haben, eine Verbindung zwischen gespielter und tatsächlicher Gewalt herzustellen, was sagt uns das dann über das Forschungsfeld?

    “Gespielte Gewalt erzeugt vielleicht keine reale Gewalt, aber begünstigt sie!”

    Kann sein. Hier ist jedoch eine Güterabwägung gefragt, die sich keinesfalls auf die allzu schlichte Formel “Wenn nur einem Menschen dadurch geholfen ist, muß es verboten werden” reduzieren läßt, da dann konsequenterweise ALLES verboten werden müßte. In einer freien Gesellschaft hat aber immer noch der, der verbieten will, die Pflicht des objektiven Nachweises der Schädlichkeit und nicht umgekehrt, auch wenn einige offensichtlich antidemokratische Kommentatoren hier das auf zum Teil sehr besorgniserregende Art (”pervers”) anders sehen.

    Wenn es einem im Übrigen so sehr um die Bedingungsfaktoren von Gewalt geht, warum tut oder sagt man dann nicht etwas gegen Bedingungen, die im Gegensatz zur Gewalt in Videospielen seit Jahrzehnten direkt nachweislich und massiv für Gewalt sorgen wie z.B. Arbeitslosigkeit, überforderte Eltern, trostlose Wohnsiedlungen etc.? Vielleicht, weil das nicht so wohlfeil und billig ist, wie gegen “Killerspiele” zu wettern?

    Ich habe keinerlei Sympathien für Kreaturen wie Günther Beckstein, die mit der einen Hand Familien in den Sudan zurückschieben und mit der anderen Krokodilstränen über die bösen, bösen Computerspiele zerdrücken. Welcher denkende und fühlende Mensch wollte sich auf seine Seite stellen?

    26.06.2007 um 01:01
  2. 21

    Andi:

    Jannes (94): Was Thomas Jefferson schreibt, könnte nicht klarer sein. Die Aristokraten glauben besser als das Volk zu wissen, was gut für es ist, die Demokraten aber vertrauen ihm.

    Ich nenne Dich, Limited, daher weiter undemokratisch. Auf der tönernen Basis bisher nicht vorgebrachter und auch längst nicht ohne Weiteres vorbringbarer Belege für den gesellschaftsschädigenden Einfluß von Videospielen möchtest Du sie im Zweifelsfall verbieten. Und das ist nicht nur undemokratisch, sondern auch unfreiheitlich, kurz: aristokratisch.

    25.06.2007 um 02:18
  3. 20

    Andi:

    Ich meine “undemokratisch” hier im Jeffersonschen Sinne:

    “Men by their constitutions are naturally divided into two parties: 1. Those who fear and distrust the people, and wish to draw all powers from them into the hands of the higher classes. 2. Those who identify themselves with the people, have confidence in them, cherish and consider them as the most honest and safe, although not the most wise depositary of the public interests. In every country these two parties exist, and in every one where they are free to think, speak, and write, they will declare themselves. Call them, therefore, Liberals and Serviles, Jacobins and Ultras, Whigs and Tories, Republicans and Federalists, Aristocrats and Democrats, or by whatever name you please, they are the same parties still and pursue the same object. The last one of Aristocrats and Democrats is the true one expressing the essence of all.”

    24.06.2007 um 23:23
  4. 19

    Andi:

    Wie bereits erwähnt, habe ich ein skeptisches Menschenbild.
    Sag ruhig “undemokratisch”, denn darauf läuft es letztlich hinaus: Andere in ihren Entscheidungen zu bevormunden, weil man der unbewiesenen Meinung ist, sie könnten mit manchen Optionen nicht umgehen; besser zu wissen als die Menschen selbst, was gut für sie ist. Kurz: undemokratisch zu sein.

    24.06.2007 um 20:48
  5. 18

    Andi:

    Ach Peterchen,

    “Ab und an muss was verboten werden”.

    Warum fangen wir denn nicht mit Deinen Äußerungen an, sie sind ja offensichtlich wertlos, unbegründet, antidemokratisch und auch ein bißchen ekelhaft.

    22.06.2007 um 22:05
  6. 17

    Andi:

    Vielleicht ist das Spiel unbenutzbar, hat eine beschissene Grafik, keinerlei Spielwitz, nicht einen Einfall und ist eine einzige, völlig geschmacklose Mordorgie (Genozidsimulatoren wie den “KZ Manager” gibt es ja schon).

    Na und?

    Seit wann ist Geschmack eine Kategorie der Beschränkung der Kunst- und Redefreiheit? Wer bestimmt, was dieser “Geschmack” ist und was nicht? Mit welchem Recht? Und unter welcher Kontrolle?

    Auch wenn es hierzulande keine Tradition der kontroversen freien Meinung gibt und Artikel 5 GG ein bedauerlich nachgeordnetes, windelweiches Recht ist, muß man nicht sehenden Auges in eine Denkfalle gehen, die schon die alten Griechen und Römer erspäht haben: quis custodiet ipsos custodes?

    22.06.2007 um 16:57

Kopfwäsche mit Nebenwirkungen

  1. 16

    Andi:

    Stimmt, das Gehirn sollte man vorher immer einschalten :)

    22.06.2007 um 11:04
  2. 15

    Andi:

    Und ich hatte mich schon gewundert, weshalb mein Blog gestern plötzlich doppelt so viele Besucher hatte wie sonst :-) Vielen Dank.

    Wenn ich nun im oben verlinkten WiWo-Artikel folgendes lese…

    Oder Gisela M. Die Wirtschaftsprüferin galt als aussichtsreichste Kandidatin für den Geschäftsführerposten in einem öffentlichen Unternehmen. Schließlich hatte sie zuvor bereits in einem vergleichbaren Job brilliert – wohl auch, weil sie die nötige Durchsetzungskraft besitzt: Während ihrer Amtszeit hatte die Niedersächsin Unregelmäßigkeiten in der Bilanzierung des öffentlichen Betriebes aufgedeckt. Es kam zum Eklat mit dem Bürgermeister und zu einem öffentlichen Ränkespiel, das sogar vor Gericht landete. Am Ende setzte sich Gisela M. durch. Die Medien feierten sie als Heldin – zu ihrem Nachteil. Den Lokalbericht fand jetzt auch ihr potenzieller Arbeitgeber im Netz. Sein Urteil: „Sicherlich eine hochkompetente Managerin, aber eben auch sehr wehrhaft und korrekt.“ Zu korrekt. Den Job bekam sie nicht.
    …dann wundere ich mich aber ein wenig, warum Punkt 1 und 3 meines zitierten Kommentars oben so viel mehr Beachtung zu erfahren scheinen als Punkt 2. Kann es wirklich sein, daß eine Frau nicht eingestellt wird, weil sie zu integer ist? Will irgend jemand für eine solche Firma arbeiten? Will irgend jemand in einer solchen Welt leben? Und wenn nicht, warum tun wir dann nichts dagegen?

    Um abgesehen davon mal meine persönliche “Googlability” anzusprechen, mache ich mir, kurz vor dem Diplom, schon Gedanken. Ich bin seit mindestens 1999 unter meinem Namen im Netz unterwegs, und entsprechend findet man nicht nur mein (gepflegtes) Blog und meine (seit mehr als drei Jahren fast komplett vernachlässigte) Filmsite, sondern auch ein paar unkritische Hausarbeiten, einige Debattierturnierergebnisse, Tausende unlöschbarer Useneteinträge und bei genügend tiefer Suche selbst eine Handvoll eher peinlicher Gästebucheinträge aus der Zeit, als man sich noch in Web-Gästebücher eingetragen hat.

    Obwohl ich eigentlich immer darauf geachtet habe, keine Dinge zu veröffentlichen, die mir privat sind, denn es stimmt natürlich, nur weil alles raus kann, muß es das noch lange nicht, frage ich mich schon, was ein Personaler, ein Feind oder auch “nur” ein Date mit meinen Äußerungen anfängt. Es wird sicher nicht jedem gefallen, wie ich über den Bundesminister des innern Terrors Schäuble abledere. Oder daß ich zur schwindenden proisraelischen Fraktion gehöre. Oder Sinéad O’Connors Zerreißen des Papstbildes mag. Oder “World of Warcraft” spiele. Oder oder oder, man muß nur mal ins Gästebuch meiner alten Filmsite schauen, um zu lesen, wie sich Menschen aufregen können, nur weil man ihren Lieblingsfilm “Armageddon” beleidigt hat, und das noch mehr als sechs Jahre, nachdem ich das Machwerk gesehen und darüber geschrieben habe. Ich hätte bedeutend weniger Beschimpfungen und andere, durchaus unschöne Sachen erleben müssen, wenn ich mich nie darüber oder über andere Dinge geäußert hätte.

    Aber das sind doch meine Meinungen. Das sind doch die Sachen, die ich tue. Das sind doch Teile davon, wie ich war und bin.

    Und das ist auch gut so.

    Und ich bin kein Christ, aber wer ist ohne Sünde, den ersten Stein zu werfen und mir vorzuwerfen, wie ich bin? Schäuble bestimmt nicht, und ich habe auch nicht vor, für ihn zu arbeiten. Personaler, die Leute nicht einstellen, weil sie zu integer sind, bestimmt nicht. Feinde, die mich hassen, weil ich “Armageddon” hasse, bestimmt nicht. Dates, die lieber einen glattgebürsteten Andi statt the real thing haben wollen, bestimmt nicht (zum Glück ist mir das noch nicht passiert).

    Alles, was ich mir wünsche, ist mehr Mut, dazu zu stehen, wie man ist. Denn es ist doch gut so. Und niemand, niemand hat das Recht, über einen zu richten. Das gilt, wenn fünf Menschen wissen, wie man ist, genauso, wie wenn es fünf Millionen wissen. Auch wenn die Wahrscheinlichkeit, daß Schindluder mit meinen Äußerungen getrieben wird, bei fünf Millionen Menschen ungleich höher ist als bei fünf.

    Das kann man naiv nennen. Oder idealistisch.

    Aber für mich heißt es menschlich.

    22.06.2007 um 10:08

StudiVZ: Auf Platz 1 gegruschelt

  1. 14

    Andi:

    Maltefan (97): Es gibt durchaus noch genug Leute, für die “Homo” gleichbedeutend ist mit “was man letzte Nacht so getrieben hat”, insofern sehe ich weder einen prinzipiellen noch einen graduellen Unterschied zur Selbstoffenbarung im Internet.

    Und genauso kann es einem auch heute noch zum gröbsten Nachteil gereichen, sich als schwul oder lesbisch zu offenbaren. Aber ist das noch der Regelfall (und wenn nicht, warum nicht)? Ist das ein Zustand, den wir unterstützen oder auch nur billigen wollen (und wenn nicht, wie nicht)? Ist das eine Welt, in der wir leben wollen?

    Die ersten Frauen, die Hosen trugen, wurden buchstäblich auf offener Straße in Stücke gerissen. Die ersten Schwulen, die sich geoutet haben, kamen ins KZ. Was kann uns heute auch nur annähernd Vergleichbares passieren?

    21.06.2007 um 13:39
  2. 13

    Andi:

    Hundertprozentige Lösungen gibt es nie. Aber nur, weil es noch einige Schwulenhasser gibt, sollte keiner Angst vor seinem Outing haben. Sonst haben die Hasser gewonnen.

    Jetzt aber wirklich gute Nacht!

    21.06.2007 um 04:54
  3. 12

    Andi:

    Es gibt noch Vorurteile gegen Schwule und Lesben, ja. Aber sie werden nicht mehr von Gesetzes wegen diskriminiert und auch nicht mehr am nächsten Baum aufgeknüpft. Ich sehe also durchaus eine Verbesserung.

    21.06.2007 um 04:13
  4. 11

    Andi:

    So, langsam muß ich auch mal ins Bett, aber weil dieses Thema in letzter Zeit zu meinem neuen intellektuellen Violon d’Ingres geworden ist, will ich nochmal in drei kurzen Punkten nachlegen:

    1. Richtig, man ergoogelt kein Leben, sondern Daten aus einem Leben. Das ist doch genau der Punkt! Warum sollen die Stücke meiner Person, die sich im Netz finden lassen, über meine tatsächliche Person aussagekräftiger sein als z.B. Stephen Kings Romane über Stephen King? Genau diese vorurteiligen Kurzschlüsse “Frau = hat keine Seele”, “schwul = pädophil” oder “Säufer im StudiVZ = echter Säufer” sind doch, was wir bekämpfen müssen und nicht billigen!

    2. Ganz abgesehen davon, daß hier mal wieder die Heuchelei seitens der Personaler und der Mächtigen maßlos ist: Nur weil die Eskapaden eines Herrn Hartz, Mayer-Vorfelder oder Beckenbauer nicht in Blogs und auf Flickr verewigt sind, heißt das nicht, daß sie brave Engel waren oder daß sie bessere Arbeiter sind als ein studiVZler. Aber eben auch nicht unbedingt schlechtere. Warum will man es solchen Leuten unhinterfragt durchgehen lassen, über die Form unserer Lebensläufe zu bestimmen? Mein Lebenslauf ist mein Leben, und das gestalte ich bestimmt nicht, wie es sich Peter Hartz wünscht.

    3. Man glaubt es kaum, aber ich bin seit 2000 im Usenet unterwegs, in den letzten Monaten jedoch zeitbedingt nicht mehr so häufig. Man findet unter meinem Klarnamen Lustiges, Kluges und vielleicht auch Erhellendes, aber auch Dummes und Peinliches, das ich heute nicht mehr so schreiben würde.

    So what?

    Ist es verboten, sich zu ändern? Ist es unvorstellbar, aus seinen Fehlern zu lernen? Ist es falsch, ein Mensch zu sein??

    Und wenn es das nicht ist: Warum sollte ich mich für meine Äußerungen schämen? Hinter den meisten stehe ich nach wie vor, und bei den anderen habe ich meinen Fehler eingesehen bzw. dafür um Entschuldigung gebeten. Warum sollte mich das dann erpreßbar machen bzw. warum sollte ich mich davon erpressen lassen? Sind nicht umgekehrt die die Schweine, die einem die Jugend nicht verzeihen können? Wollen wir von solchen Kreaturen beherrscht werden, die selber nie Menschen waren oder ihre Leichen ganz, ganz tief im Keller vergraben haben?

    Meine Antwort ist klar. Glasklar.

    Und ich kann zum Abschluß nur nochmal auf die Präzedenz des homosexuellen Outings zurückkommen, an der wir uns meines Erachtens ein großes Beispiel nehmen sollten. Denn wie anders ändern sich Einstellungen, wenn nicht, daß Oma Erna sieht, daß der nette Nachbar, der ihr immer die Tüten hochträgt, ja weiter nett bleibt, auch nachdem er sich als warmer Bruder offenbart hat? Wie anders, wenn nicht, daß Artur Kowalski merkt, daß dieser Wowereit oder dieser Westerwelle gute Arbeit leisten können, obwohl sie’s gern mit Männern machen? Wie anders, wenn nicht, daß man sagt, man ist schwul und das ist gut so, und es gibt nichts, wofür man sich schämen oder entschuldigen müßte, und wer einen trotzdem angreift oder nicht einstellt, ist eben ein hoffnungsloser Ewiggestriger, den die Härte des Gesetzes treffen soll?

    Wie anders sollen wir Menschen unter Menschen sein?

    In diesem Sinne lade ich jetzt meine Bikinifotos in den Flickr.

    21.06.2007 um 03:05
  5. 10

    Andi:

    Hm, drei Links führen den Kommentar schon in die Moderationswarteschleife? Na egal, als Kontrast noch zwei Artikel zum Thema, die ich eher schlecht und oberflächlich fand: aus der Neon und der Zeit.

    21.06.2007 um 02:35
  6. 09

    Andi:

    Malte (84): Ja, im Cache meiner noch nicht veröffentlichten, weil unfertigen Blogbeiträge (zur Zeit ca. 60% fertig). Unfertig deshalb, weil ich längst nicht mit dem Nachdenken über das Thema fertig bin und es ohnehin wie immer keine einfachen Lösungen geben wird. Gerade darum würde ich mir dazu mehr Gedankenfutter wünschen, statt immer dasselbe Bashing lesen zu müssen.

    Für den Anfang neben dem oben bereits verlinkten Artikel aus SFGate.com und dem klasse Comic die aber wahrscheinlich auch schon bekannte NY Mag-Story zum Thema.

    21.06.2007 um 01:59
  7. 08

    Andi:

    Das eine (Coldcalls) ist eine Form der unfreiwilligen Belästigung und als solche offensichtlich borderline-rechtswidrig. Das andere (Bikinifotos) ist freiwillige Preisgabe, die meines Erachtens auf lange Sicht eher positive Effekte für die Gesellschaft haben wird, so wie es die freiwillige Preisgabe der sexuellen Präferenz (Outing) schon erreicht hat. Wenn das Bikinimädchen oder der Schakkeline-Gruppengründer genauso gute oder schlechte Arbeit leisten wie der Hetero Max und die Lesbe Petra, kommen wir vielleicht endlich vom schwachsinnigen Vorurteil weg, eine Summe von Attributen sei eine ausreichende Beschreibung einer Person.

    Ein sehr guter Cartoon zum Thema.

    21.06.2007 um 01:24
  8. 07

    Andi:

    Selbst mit einem völlig seriösen Anbieter bliebe die Tatsache, daß Leben mehr und mehr ergoogelbar sind, bestehen. Das ist die Frage, die interessant ist. Was Dariani und Co. treiben oder nicht, interessiert offensichtlich keinen Schwanz, was einige Blogger im Rausch ihrer vermeintlichen Wichtigkeit bis heute nicht verwinden können.

    Wie der Junge, der mit seiner Lupe schon hundert Ameisen verbrannt hat, frustriert feststellt, daß der Haufen weiter fest steht und die Königin immerdar thront, und in einen Heulkrampf ausbricht.

    Eine lächerliche Figur.

    21.06.2007 um 01:09
  9. 06

    Andi:

    Die immer mehr wachsende Möglichkeit, ein ganzes Leben online abzurufen, ist ja gerade das Spannende, das eine genauere Betrachtung als die vorliegende billige und überhebliche Polemik verdient hätte.

    21.06.2007 um 00:56
  10. 05

    Andi:

    Mit ein Grund, weswegen ich Spreeblick fast nie lese: Die widerwärtige und völlig unangebrachte Arroganz der selbst kaum der Adoleszenz ent-, auf jeden Fall noch nie in Verantwortung hineingewachsenen Autoren gegenüber dem vermeintlichen Geschmeiß, das zu Millionen Gottschalk guckt und nebenbei Ehssan Dariani gruschelt.

    Wer hat Dich zum Richter über das Onlineverhalten der Studenten und den Nutzen von Social-Networking-Websites bestellt, Malte? Was maßt Du Dir an, besser als ich zu wissen, was gut für mich ist? Woher dieser abstoßend elitistische, zutiefst undemokratische Reflex? Alles nur aus dem gekränkten Ego des ungehörten Propheten heraus?

    Statt fader und steriler Polemik hättest Du Deine Zeilen für eine eingehendere Betrachtung des Umstandes nutzen können, was es für uns alle heißt, daß heute soviel über so viele im Netz zu finden ist, wie es z.B. amerikanische Medien wie auch oben zitiert längst tun, das ist nämlich durchaus spannend und intellektuell fruchtbar. Aber wozu das Hirn rühren, wenn die Claque schon jeden leisen Furz begierig aufsaugt?

    Armer Junge.

    21.06.2007 um 00:28

Weiberkram

  1. 04

    Andi:

    Wo habe ich aus Frauensicht kritisiert? Dir ist schon aufgefallen, daß ich “Frauensicht” in Anführungszeichen geschrieben habe? Und daß ich wie in meinem vorletzten Kommentar geschrieben hier Bevormundung unabhängig vom Geschlecht am Werke sehe?

    Im Übrigen wundere ich mich, wie anscheinend die ganze hiesige Claque meinen oben verlinkten Blogeintrag mißversteht, obwohl ich es im letzten Absatz des Posts doch ausdrücklich erwähne: daß ich einen Eintrag über frauenfeindliche Medienbilder mit eben diesen Bildern illustriere, ist genau das Problem, das das Thema des Eintrags ist - es gibt keine Frauenbewegung, weswegen ich als Mann darauf hinweisen muß, weil es mich sehr stört. Und das ist genauso absurd wie ein männlicher Frauenbeauftragter… oder ein männlicher Blogger, der gönnerhaft über unklassische Frauenthemen bloggen lassen will. Na, vielleicht war mein Eintrag aber einfach nicht “diffizil” genug.

    02.09.2005 um 01:07
  2. 03

    Andi:

    Der erste von Dir zitierte Satz ist eine Kritik am Eintrag in Form einer Feststellung. Was soll darin “für Frauen reden” sein? Wenn ich sage, daß man Dir den Kopf abreißt, wenn Du in eine amerikanische Flagge eingewickelt in den Iran reist, rede ich dann auch für Perser?

    01.09.2005 um 14:59
  3. 02

    Andi:

    Ich rede nicht für die Frauen, sondern für mich. Und wenn Du als Mann vorschlägst, daß eine Frau, die Du nach Deinen Kriterien auswählst, sich bei Dir melden soll, um unklassisch über Frauenthemen zu bloggen, aber auch nur in die Richtung, in die Du schon gehst, dann halte ich das für Bevormundung, unabhängig vom Geschlecht. Wenn zudem nur Frauen aus “Frauensicht” kritisieren dürfen, dann sagst Du auch nichts gegen Despotien und Diktaturen? Lebst ja nicht in einer!

    Ist Dir übrigens aufgefallen, daß ich weder Deine Person noch Dein Blog angegriffen habe? Warum tust Du es dann?

    01.09.2005 um 02:22
  4. 01

    Andi:

    Für Deinen Eintrag hätten Dir die Frauen vor dreißig Jahren mit Genuß die Eier abgerissen. Und zurecht. Findest Du es nicht seltsam, daß ein Mann vorschlägt, eine Frau unter seinen Bedingungen und seiner Fuchtel ausgerechnet über “unklassische Frauenthemen” bloggen zu lassen? Überlaß die Frauenbewegung man ruhig den Frauen, auch wenn sie zur Zeit etwas schwach auf der Brust ist.

    31.08.2005 um 04:35

29.08.2005 um 16:12

Spreeblick

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