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Spreeblick

I live by the river!
24.07.08
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von | 2

 

Der deutsche Obama

  1. 26

    Matthias:

    Der Spot ist jetzt auch nicht so ganz mein Fall, aber was ist schlimm daran, wenn die deutsche Politik jetzt auch mal die Möglichkeiten des Internets nutzt? Wenn Obama gebetsmühlenartig mit dem Bob-der-Baumeister-Motto “Jo, wir schaffen das!” durch die Lande zieht ist es hipp und innovativ, wenn ein bayerischer Abgeordneter ein Loblied auf seine Person singen lässt, ist es plötzlich lächerlich? Ganz abgesehen davon finde ich, dass der Spot erstaunlich professionell produziert ist. Da gibt es auf n-tv und N24 diverse “Firmenporträts” (Auftragsarbeiten) namhafter mittelständischer Unternehmen, die qualitativ bei weitem nicht an das Maget-Filmchen heranreichen.

    04.07.2008 um 16:50

EM08: Keine Frage ohne Antwort

  1. 25

    Matthias:

    @ Marcel in 35:
    Das klappt so leider nicht. Die Streifen, die man von der Tribüne aus oder am Fernsehen sieht, kann man als auf dem Platz stehende Person nicht erkennen. Man benötigt eine gewisse Blickhöhe um die beim Rasenmähen unterschiedlich gewalzten Grashalme als streifige Fläche zu erkennen.

    27.06.2008 um 12:23
  2. 24

    Matthias:

    > Und was passiert eigentlich, wenn sich der Schiedsrichter verletzt?

    Du hast ja schon geschrieben, dass dann der “vierte Offizielle” einen ordentlichen Job bekommt und nicht mehr die Coachingzone bewachen muss. Aber ich kann noch eine Anekdote beisteuern, die sich vor gut und gerne 15 Jahren mal in einem Spiel der ersten DFB-Pokal-Hauptrunde zugetragen hat.

    Damals gab es noch keinen “vierten Offiziellen” und der Schiedsrichter der Partie verdrehte sich im Spiel das Knie und musste aufgeben. Nach einer kurzen Beratung der Mannschaftsleitungen kam man auf die Idee, über Stadionlautsprecher nachzufragen, ob denn zufällig ein Schiedsrichter anwesend sei. Und in der Tat meldeten sich einige Zuschauer, die über eine gültige Lizenz verfügten. Man einigte sich schließlich darauf, den Kandidaten mit der höchsten Lizenz zu nehmen (nicht jeder Schiedsrichter darf alles pfeiffen - man muss seine Qualifikation im Laufe der Jahre steigern). Und so konnte das Spiel nach gut 20 Minuten Unterbrechung wieder aufgenommen werden. Einer der Linienrichter (damals gab es noch keine “Schiedsrichterassistenten”) wurde Schiedsrichter, der Zuschauer-Schiri ging an die Linie. Und wie gesagt: Das war kein Kreisliga-Kick, sondern ein echtes DFB-Pokalspiel.

    Ich frage mich manchmal, ob man heute ebenso schnell und unbürokratisch handeln würde.

    27.06.2008 um 10:19

Internetsurfen mit dem Wii Balance Board

  1. 23

    Matthias:

    Um ehrlich zu sein: Das Video hat mich überhaupt nicht beeindruckt. Man erkennt gar nicht, ob der “Surfer” tatsächlich Einfluss auf das Geschehen auf der Leinwand nimmt. Es geht immer nur geradeaus und das mit gleichbleibender Geschwindigkeit. Ich glaube denen zwar, dass das funktioniert (ist ja auch technisch nichts dabei), aber wenn man so etwas präsentiert, sollte man schon zeigen, was die “Erfindung” drauf hat. Ansonsten produziere ich demnächst mal ein Video, das mich vor einer Beamer-Leinwand zeigt, wie ich mit einem IKEA-Messerblock meinen WoW-Charakter steuere (immer schön geradeaus laufen, immer gleich schnell bleiben…).

    28.05.2008 um 10:30

Na, wenn`s doch brennt

  1. 22

    Matthias:

    Besser als jede Drehmaschine sind Drehmatten. Siehe: http://i15.ebayimg.com/06/i/000/a4/e9/b5b8_1.JPG Die waren wohl in den 70ern mal sehr beliebt, man bekommt sie aber auch heute noch für 1 bis 3 Euro in jedem gutsortierten Raucherfachgeschäft. Der Vorteil der Matte: Du kannst selbst bestimmen, wie fest oder locker die Zigarette wird und sie lässt sich bequem in der Tabakpackung verstauen. Nach etwa einem Monat mit der Drehmatte hast du dann das Gefühl in den Fingern, um auch ohne Hilfe perfekte Zigaretten zu bauen. Übrigens würde ich an deiner Stelle ein anderes Zigarettenpapier wählen. Das von dir verwendete “französische Blatt” (diese pergamentartigen Dinger sind insbesondere in Frankreich sehr beliebt) verfälschen den Geschmack, lassen sich nicht so schön rollen, brennen nicht richtig ab (man muss ständig nachzünden) und verfärben sich nicht wirklich schön während des rauchens.

    27.06.2007 um 12:57

Die ganze Welt in einer Stadt

  1. 21

    Matthias:

    Berlin - voll auf Sand gebaut!

    12.06.2007 um 10:53

Was nun, Attac?

  1. 20

    Matthias:

    @45

    > Auch du nimmst diesen Protest jetzt ernster, oder?

    Nö. Der Wahrnehmung des Protests haben die Vorkommnisse in Rostock geschadet. Globalisierungskritik ist nun für viele Betrachter gleich Randale. Wieso sollte ich den Protest jetzt ernster nehmen? Ich dachte es geht bei den Protesten um die Sache und nicht um die Bundesjugendspiele im Schlagballweitwurf. Von den Anliegen der friedlichen Demonstranten hört man seit Rostock eigentlich gar nichts mehr. Da ist jede Talkrunde bei Maischberger, Illner oder Christiansen der Sache zuträglicher.

    > Du denkst mehr über die Ziele der Demo nach.

    Nö. Ich habe mir schon vorher meine Gedanken gemacht. Momentan bin ich von der ganzen Szene ziemlich angewidert. Ich habe die Wahl zwischen Randalieren und Weltverbesseren, die sich zwar herausnehmen, alles zu kritisieren, selbst aber nicht der A… in der Hose haben, sich von Mitläufern klar zu distanzieren. Beides nicht unbedingt Sympathieträger für mich.

    > In den Medien wird mehr über die Demo berichtet.

    Hui, was für ein Vorteil. Siehe Punkt 1.

    > Ohne Ausschreitungen wäre Demo schon heute (3 Tage danach) vergessen.

    In allen deinen Punkten befürwortest du die Ausschreitungen. Interessant. Ist das etwa auch die Haltung der Demo-Organisatoren? Nach vorne hin schön betroffen und unbeteiligt tun, nach hinten sich fein ins Fäustchen lachen? Ich hoffe nicht.

    05.06.2007 um 19:12
  2. 19

    Matthias:

    Hi Arne,

    direkte Ansprache, direkte Antwort:

    > Man definiert die Qualität eines Fussball-Spieles ja nicht auch
    > über die Aktivitäten von Hooligans am Rande, oder?

    Wie ist denn eigentlich das Europapokal-Finale von 1985 im Heysel-Stadion ausgegangen? War Platinis Elfmeter berechtigt? Und war die Partie Deutschland vs. Rest-Jugoslawien bei der WM 1998 in Lens ein gutes Spiel? Immerhin sind ja vier Tore gefallen.

    Natürlich beurteilt man die Qualität eines Fußballspiels (bzw. das Ereignis an sich) auch über die Aktivitäten der Hooligans am Rande! Zumindest wenn es derartige Ausmaße annimmt wie 1985 in Belgien, 1998 in Frankreich und - übertragen auf dein Bild - 2007 in Rostock.

    Wenn man jetzt sagt: “Die Demo war super und bunt, die Krawalle natürlich doof, aber wir erinnern uns jetzt einfach nur noch an die Demo” - meinst du nicht, dass man es sich damit etwas zu leicht macht? Jeder Fußballverein muss sich zu Recht für “seine” Hooligans an den Pranger stellen lassen. Von jedem Fußballverein wird verlangt, dass er das Problem in Zusammenarbeit mit der Polizei - auch präventiv - löst. Und letztendlich wird jeder Fußballverein (oder Verband) dafür zur Rechenschaft gezogen, was die Massen, die durch ihn angezogen werden, veranstalten. Passendes Beispiel im ganz kleinen Rahmen: Der Spielabbruch in Dänemark am Wochenende. Das war auch nicht der Vorsitzende des dänischen Fußballverbandes, der da aufs Feld gestürmt ist.

    Veranstalter der Demo in Rostock war nicht die Polizei sondern attac. Sich einer Verantwortung stellen funktioniert nicht mit ein paar Lippenbekenntnissen oder durch die öffentliche Zurschaustellung von wortkarger, ratloser Betroffenheit. attac wollte groß werden - das haben sie geschafft. Nun müssen sie auch mit den Folgen ihrer Größe fertig werden.

    05.06.2007 um 12:17
  3. 18

    Matthias:

    @ arne in Kommentar 15:

    > Die Ausschreitungen am Samstag waren eine Randerscheinung, von
    > der Polizei per Wasserwerfern und Gas-Granaten in die
    > friedliche Hauptveranstaltung gedrängt. (…) Abgesehen von
    > der provokanten Präsenz der Polizei (Helikopter-Tiefflug
    > übern Veranstaltungsort o. das Eindringen in den
    > Demonstrationsraum von Hundertschaften in Kampfausrüstung
    > ohne erkennbaren Grund) verlief die Veranstaltung bis dahin
    > sehr friedlich und glänzte vor allem durch kreativen Protest.
    > Leider stürzen sich wieder alle auf die, die die Aufmerksamkeit
    > am wenigsten verdient haben.

    Du sagst es: Man stürzt sich auf die, die es am wenigsten verdient haben. In diesem Fall ist es leider die Polizei. Denn glaubst du wirklich, es hätte keine Ausschreitungen gegeben, wenn keine Polizei vor Ort gewesen wäre? Ich bin weit davon entfernt hier den großen Polizei-Freund zu geben, aber mir geht dieses latente Cop-Bashing gehörig auf die Eier!

    attacs aktuelles “Problem” ist, dass sie aus Gipfelveranstaltungen ein internationales Happening gemacht haben. Eine Art Weltjugendtag mit Bier, Ringelpietz und kreativen Aktiönchen. attac sucht die öffentliche Aufmerksamkeit und weiß doch genau, dass ein Großteil der Mitmacher den Hintergrund der Aktionen gar nicht intellektuell überreißt. Hauptsache es ist schön inszeniert, bunt, schrill, abgedreht und schafft es in die Medien. Genau diese mediale Aufmerksamkeit und das Massenhappening ist es, was Krawaller aus ganz Europa anlockt. Und nun nochmal die Frage: Glaubst du wirklich, ein spanischer Hool setzt sich 38 Stunden lang in den Zug nur um gegen etwas zu demonastrieren, wovon er nichts weiß? Nein, der will “Spaß” haben weil er im Fernsehen gesehen hat, wie geil diese gut organisierten Straßenschlachten sind und nun möchte er auch endlich mal dabei sein. Da ist es ganz egal, ob die Polizei vor Ort ist oder nicht. Nun der Polizei die Schuld in die Schuhe zu schieben ist - sorry - wirklich schäbig.

    Mach’ doch mal eine Umfrage, was “G8″ überhaupt heißt. Du wirst als Antworten so diffuse Dinge wie “Naja, Klimawandel und so, ne!” oder “Mmmh, ja Afrika und AIDS, oder, ne!” erhalten. Absolut entlarvend war in diesem Zusammenhang eine Szene aus Spiegel-TV am Sonntag. Da rissen Krawaller einer Parkuhr aus dem Boden und machten sich über die Münzen her. Angesprochen darauf, was daran jetzt die konkrete Form der Globalisierungskritik ist, antwortete einer aus dem sog. Schwarzen Block: “Ja das ist ja wegen dem Staat, ne, der hindert uns ja hier zu parken, ne, das ist ja also staatliche Unterdrückung, ne.” Und der Knabe randaliert also tatsächlich nur, weil die Polizei zugegen war?

    attac hat im Prinzip stinknormale Gipfeltreffen überhaupt erst zu dem gemacht, was sie heute sind: Massenhappenings mit organisierter Anreise. Ohne die mediale Werbetrommel von attac gäbe es in Heiligendamm keinen Zaun, keine Polizistenüberangebot, keine Massendemos. Ich kann mich mit den Zielen von attac durchaus identifizieren. Aber sich nun hinzustellen und zu sagen “Ups, das wollten wir alles nicht, da können wir nichts für, das sind die anderen” zeugt eben auch nicht von “nachhaltigem Handeln”. Komisch - genau das ist es doch, was die Glabalisierungsgegner von den Regierungen verlangen, oder?

    05.06.2007 um 10:51

Hallo Werbeagenturen!

  1. 17

    Matthias:

    Ich weiß nicht, wer war das nochmal? Auf jeden Fall hat ein bekannter Musiker mal auf die Frage, ob er seine Songs auch für die Werbung zur Verfügung stellen würde, geantwortet: “Für 10 Millionen Dollar auf jeden Fall - aber nur wenn der Titel, der Text, der Rhythmus und die Melodie verändert werden und keiner sagt, dass es von mir ist.”

    21.11.2006 um 09:45

ipod-iTunes-Link “geknackt”?

  1. 16

    Matthias:

    Dough, du sprichst mir aus der Seele. Ich besitze selbst seit einem Jahr einen ipod-Nano, aber mittlerweile bereue ich den Kauf und benutze stattdessen für meine täglichen Touren einen stinknormalen NoName-mp3-Stick mit 512 mb Speicher (den gab’s mal als Angebot für 39,95 Euro im Supermarkt um die Ecke). Der ipod mag zwar schön sein und die Bedienung des Gerätes ist wirklich phänomenal intuitiv - aber die Software ist das Allerletzte. Was meinst du, was ich geflucht habe, als ich mir in nächtelanger Kleinarbeit eine wunderbare Musiksammlung inkl. aller Cover auf den Nano gespielt hatte und diese nur einen Tag später komplett innerhalb weniger Sekunden gelöscht wurde, weil ich es gewagt hatte, den ipod an mein Notebook anzuschließen (Stichwort: Automatische Synchronisation…). Im übrigen erachte ich DRM generell als Eingriff in meine Persönlichkeitsrechte. Wenn ich etwas kaufe, dann will ich es nicht nur besitzen, sondern auch nutzen. Und zwar genau so, wie ich das will. Es hat Apple einen Scheißdreck zu interessieren, was ich mit meinen erworbenen mp3’s anstelle - und wenn ich den Sound als Hupton für mein Auto installiere. Das ist allein meine Sache! Genau deshalb begrüße ich jede Aktion gegen das DRM.

    27.10.2006 um 12:30

Schmerz

  1. 15

    Matthias:

    Ja dann ist der Bezug zum Leistungssport doch geradezu genial und gottgegeben, bei den ganzen Amphetamin-Junkies die da rumspringen :)

    22.09.2006 um 10:14
  2. 14

    Matthias:

    Naja, weiß ich nicht. Eine Staffelläuferin, die vier Meter vor dem Ziel klar in Führund liegend strauchelt und stürzt leidet sicherlich mehr seelische Qualen als tatsächliche körperliche Schmerzen. Ich finde die Werbung nicht schlecht und Johnny wird sicherlich nicht im Grab rotieren.

    22.09.2006 um 10:02

Für die nächste Geburtstagsfeier

  1. 13

    Matthias:

    Stichwort Bandgagen: Jetzt mal weg von den großen Stars, hin zu den deutschen Feld-, Wald-, und Wiesencoverbands. Ich hatte unlängst das “Vergnügen” für eine Hochzeitsfeier im Bekanntenkreis eine Band zu suchen. Ich hatte unter anderem in einschlägigen Internet-Foren annonciert, aber auch die “Macht” (=Google-Positionierung) eines Weblogs genutzt.

    Ich hatte klar geschrieben: ca. 80 Gäste müssen unterhalten werden; Spieldauer etwa 5 Stunden mit Pausen; minimal drei, maximal aber fünf Musiker; gezahlt wird eine marktübliche Gage aber bitte bedenken, es ist nur eine popelige Hochzeit vor etwa 80 Gästen und kein Festival-Auftritt; Bands aus der Region Münster bevorzugt etc. Und was kamen für Angebote? u.a. eine Coverband aus Südbayern, die mit fünf Musikerinnen, zwei Roadies und einem Managementvertreter auflaufen, für die ersten beiden Stunden 2.500 Euro und dann für jede weitere Stunde 1.500 Euro (bei einer garantierten Mindestspielzeit von vier Stunden) haben wollten, zzgl. Hotelübernachtung “Gehobene Kategorie” für alle acht Leute, zzgl. Spesen von 50 Euro pro Tag und Person (Aber Achtung: Da die ja übernachten wollten, waren es jeweils zwei Tage die “bespest” werden sollten), zzgl. Anreiskosten in Höhe von 800 Euro, zzgl. Miete einer PA-Anlage für 750 Euro. Der Auf- und Abbau - so teilte mir die Band mit - sei dafür kostenlos. Wie großzügig.

    Eine andere Band, eine absolut lächerliche Zwei-Mann-Kombo mit Glitzerjäckchen und Porno-Balken im Gesicht aus dem Raum Bremen, wollte mit einem zusätzlichen Roadie auflaufen, verlangte pro Stunde Spielzeit 900 Euro bei vertraglich fixierten 6 Stunden Mindestspielzeit. zzgl. Reisekosten, zggl. Hotelübernachtungen im Einzelzimmer, zzgl. Anlagemiete (die war mit 250 Euro aber sogar noch günstig). Dafür Auf- und Abbau pauschal nochmal 250 Euro.

    Und um es noch einmal klar zu sagen: Das waren keine Top-Acts. Die Internet-Auftritte waren erbärmlich, die Bandfotos sahen aus wie vom Bahnhofs-Automaten, die Referenzlisten wiesen als absolute Bandhighlights Auftritte bei Stadtfesten in 50.000-Einwohner-Städtchen auf.

    Rechnen wir zusammen. Bei beiden Bands wäre das Hochzeitspaar mit mehr als 6.000 Euro dabei gewesen - fast 8000 US-Dollar. Als ich den beiden Bands freundlich absagte und darauf verwies, dass die Gagenforderungen nicht in Einklang mit dem Anlass stehen (keine Promi-Hochzeit!) bekam ich von den beiden Glitzerjacken aus Bremen sogar noch die pampige Antwort, dass Qualität eben seinen Preis hat und ich schon sehen werde, was ich von meiner Einstellung habe.

    So gesehen sind die Gagenforderungen der “richtig Großen” gar nicht ganz so erschreckend.

    17.07.2006 um 16:06

Wo guckst du?

  1. 12

    Matthias:

    In Münster - bekannt für seine großartige seefahrerische Tradition ;-) - wird sich die WM, zumindest was die ganz großen Events angeht, hauptsächlich am Wasser abspielen. Die beiden größten Public-Viewing-Veranstaltungen sind die http://www.hafenarena.de (überdacht) und die nur wenige Meter entfernte LED-Videowall auf dem Hafenplatz (Freiluft) - siehe http://www.muenster.de/wm.html. Zusammengenommen werden hier knapp 9000 Leute die Spiele sehen können. Bei beiden Events findet ein umfangreiches kulturelles Rahmenprogramm statt. Wer sich in den kommenden Wochen in Münster aufhält, sollte da mal vorbeischauen.

    09.06.2006 um 14:59

Die Welt zu Gast bei Toni

  1. 11

    Matthias:

    Malte, Geilomat! Die rrs-Seite ist meine persönliche lustigste Site der Woche. Danke! Für alle die es noch nicht getan haben: Dreht die Boxen auf, schließt die Augen und klickt auf Maltes Linktipp. Nun die Preisfrage: Worum geht es auf der Seite? Kleiner Hinweis: Halt dein Rohr sauber …

    03.06.2006 um 14:50
  2. 10

    Matthias:

    Jaja, der Underground wird vom Establishment gef… Alle die jetzt hier über den bösen Focus, den bösen Spiegel etc. jammern mögen doch bitte mal einen kurzen Blick auf ihren Monitor werfen. Da prangt bei 90 % aller User entweder ein kleiner grauer Apfel drauf oder es flimmert eine Software namens “Fenster” über die Mattscheibe. Beides glücklicherweise total unbedeutende Independant-Labels, die es den fiesen Geschäftemachern irgendwann zeigen werden.

    Ich gönne es dem Toni - hoffentlich bekommt er für seinen Auftritt bei Focus-Online auch ein paar nennenswerte Euro. Und außerdem ist es doch auch interessant zu sehen, wie die “alten neuen Medien” jetzt versuchen mit den “neuen neuen Medien” zu schmücken. Eine größere Ehrung kann Klein-Bloggerdsorf doch kaum wiederfahren.

    Die Frage ist jetzt nur: Wen angelt sich stern.de? Ehrensenf und Toni sind weg - so langsam müsste doch jetzt das große Kribbeln bei den verbliebenen Video-Podcastern ausbrechen…

    02.06.2006 um 14:56

The internet is for art

  1. 09

    Matthias:

    Ich fand die MillionDollarPage schon selten dämlich und ebenfalls das “Ein Pixel für Kinder”-Plagiat (wenngleich es bei letzterem wenigstens um eine gute Sache ging). Allerdings finde ich diesen generellen Trend schon sehr interessant: Man verkaufe ein Produkt, dass offensichtlich überhaupt kein Ziel verfolgt, total sinnlos ist und materiell nicht bewertet werden kann, bewerbe es mit Hinweisen darauf dementsprechend offensiv als “Event” und verlange einen völlig abtrusen Preis. Derzeit findet sich immer noch jemand, der ein paar Flocken für den Quatsch übrig hat. Und das schönste: Wo jeder, der etwas anbietet, dafür Sorge zu tragen hat, dass sein Produkt gewissen Maßstäben genügt, nicht gesundheitsschädlich ist, keine Rechte Dritter verletzt und keine Versprechungen macht, die es nicht halten kann sind die neuen “Internet-Luftverkäufer” fein raus, da ihr Angebot so weit weg vom Schuss ist, dass sich niemand später beschweren kann, er wäre über den Tisch gezogen worden. Ob das Kunst ist? Mag irgendwie sein. Allerdings ist der Unterschied zwischen derartigen “Events” und den vor etwa zwei Jahren sehr populären reinen Bettel-Homepages (”Bin unverschuldet in Not geraten…”) mit angegebener PayPal-Nummer marginal bis nicht vorhanden. Auf jeden Fall ist es - und da schließe ich mich den Vorrednern an - geniales Marketing. In spätestens einem halben Jahr hat sich der Trend aber auch wieder totgelaufen.

    31.05.2006 um 14:27

Paradox

  1. 08

    Matthias:

    @ Dirk in 5: Genau aus diesem Grund gehen selbst kleinere Autoren heute auf “Lesereise” und geben dort in - eigens zu erwerbenden - Exemplaren ihrer Bücher Autogramme. Ich kenne einen Autor, der das seit Jahren so handhabt und mittlerweile auch auf seiner privaten Homepage an allen möglichen Affiliate-Programmen teilnimmt.

    @ jbc in 6: Dann streiche die 500.000 und ersetze sie durch 10.000. Und dennoch hat der Autor, der 20 % vom Erlös erhält und 10.000 Stück verkauft immer noch mehr davon als derjenige, der 35 % einstreicht aber nur 5.000 Exemplare loswird.

    @ Johnny in 7: Natürlich hast du Recht - die Marge erscheint in der Tat klein und es es vielleicht auch (je nachdem, wie hoch die Marge denn nun ist). Allerdings ist eine Marge - meinen Erfahrungen aus der Ferne (flüchtige Bekanntschaften mit einigen kleineren Autoren) nach zu urteilen - auch immer eine Frage der Verhandlung und des Standings. Ein unbekannter Autoren-Novize, der eine Abhandlung zum Thema “Dauerviskosität von Schneckenschleim im luftleeren Raum unter besonderer Berücksichtigung der Gravitalkräfte” schreibt wird weniger Prozente dafür erhalten, als wenn sich John Grisham desselben Themas annähme.

    Im übrigen darf beim Thema Autorenvergütung generell die gute alte “VG Wort” nicht vergessen werden. Wer ein Buch schreibt, dass einigermaßen gut verkauft wird, bekommt hier “hintenrum” noch ein paar nette Euros extra.

    27.05.2006 um 17:06
  2. 07

    Matthias:

    Wieso Paradox? Du kannst das beste Produkt (in diesem Fall ein Buch) haben, wenn es keiner kauft, ist es wertlos. Der Schlüssel zum Verkauf ist der Vertrieb (in diesem Fall die Form des Affiliate-Programms). Aus diesem Grund verdienen gute Vertriebsleute häufig ein vielfaches von dem, was der eigentlich “Herstellende” verdient. Das ist nur auf den ersten Blick ungerecht. Denn z.B. der Agentur-Webdesigner könnte die umwerfendste Website der Welt kreieren - wenn der Vertriebsmensch sie nicht an den Kunden bringt, sind es letztendlich nur wertlose Zeilen Quellcode und der Webdesigner würde verhungern. Genau daran, am Vertrieb, scheitern die meisten Firmen. Und genau deshalb lassen sich Online-Händler diese auf dem Empfehlungs-Marketing basierende Sonderform des Vertriebs auch gerne etwas kosten. Am Ende profitieren alle: der Online-Händler, der Teilnehmer am Affiliate-Programm und ganz besonders auch der Autor, der sich darüber freut, dass sein Buch aufgrund eine guten Vertriebs nicht nur 5.000 Mal sondern 500.000 Mal verkauft wurde. (btw: Ich bin kein Vertriebler!)

    27.05.2006 um 15:50

Löwen unter sich

  1. 06

    Matthias:

    Noch viel mehr als der Marketing-Hype um die Fußball-WM geht mir allerdings auf den Keks, dass ich seit Wochen hier in den Kommentaren immer wieder dieselben Einträge lesen darf, in denen man mir wortreich mitteilt, dass man die WM hasst und man jetzt doch am liebsten auswandern würde. Diese sich ständig wiederholende Zurschaustellung der eigenen Ablehnung ist viel deutscher als der deutscheste Mob in vollgepisster Jogginghose jemals sein könnte.

    04.05.2006 um 10:54

It’s magic!

  1. 05

    Matthias:

    Bei der Nummer mit der Glastür habe ich eine Ahnung, wie das gehen könnte…

    03.05.2006 um 16:04

Freikartenfrei

  1. 04

    Matthias:

    Wo ist die Quizfrage? Was muss ich tun? Mensch, der Hot-Button blinkt doch schon!!!

    13.04.2006 um 09:20

Ich glaube gar nichts mehr

  1. 03

    Matthias:

    @ Johnny in 92
    Natürlich verletzt du mit deiner Leugnung der Existenz eines höheren Wesens (= “Nichtglauben” überspitzt ausgedrückt) auch die Gefühle zahlreicher Christen, Juden, Hindus, Buddhisten, Naturreligionen, Star-Trek-Fans etc. Was ich mit meinem kleinen, fiesen Einwurf sagen wollte ist, dass wir uns es nicht zu einfach machen sollten und sagen: Die dänische Zeitung ist schuld, denn sie hat die religiösen Gefühle anderer Menschen verletzt und somit ist der Westen schuld, denn er beachtet die Regeln des Islam nicht. Wo die Verletzung religiöser Gefühle beginnt und wie man auf diese zu reagieren hat, entscheidet paradoxer Weise letztendlich immer derjenige, der verletzt wird. Ist halt nunmal so ‘ne Sache mit Gefühlen generell…

    Du forderst einen Lösungsvorschlag. Ich säße nicht Nachmittags an einem Rechner, wenn ich das Allheilmittel für die Welt in meiner Hosentasche trüge. Ich versuche es trotzdem.

    Die Frage ist: Was wollen wir? Uns auf den kleinsten gemeinsamen Nenner einigen und bloß niemanden Anlass geben, sich gekränkt zu fühlen? Dann aber Vorsicht, denn bereits der Art unseres westlich-schlurfenden Ganges könnte die etischen Gefühle der stolzen Massai beleidigen und wer weiß: Vielleicht haben die eines Tages davon den Kaffee auf und fallen in westliche Botschaften ein. Ein abwegiges Beispiel? Nein! Bis vor zehn Tagen hätte keiner von uns gedacht, was so ein paar Kritzeleien für Auswirkungen haben können.

    Wollen wir auf der anderen Seite unsere Werte überhöhen und sie anderen Kulturen aufzwängen? Eine schreckliche, geradezu perfide Vorstellung! Letztendlich wollen wir, dass ein Dialog zwischen den Kulturen möglich ist. Dialog ist aber (leider) immer nur auf Augenhöhe möglich.

    Und genau dabei fällt mir eines auf: Ich habe mich in den letzten Tagen auch mit Moslems über den “Bilderstreit” unterhalten. Moslems aus meinem Bekanntenkreis, der sich aus (Ex-)Studenten zusammensetzt. Und was höre ich von denen? “Matthias, das war wirklich nicht schön von dieser Zeitung. Das hat uns Moslems wirklich verletzt und sollte nicht noch einmal vorkommen.” Merkürdiger Weise hat aber keiner meiner Bekannten eine dänische Fahne angezündet, ist darauf herumgetrampelt, hat das Rathaus gestürmt und Steine auf Kirchen geworfen. Und warum nicht? Sie sind gebildet!

    Bildung ist der Schlüssel. Um auf Augenhöhe diskutieren zu können bedarf es einer gewissen Form von Bildung. Wie kann ich es mir anmaßen von jemandem Diskussionskultur erwarten zu können, dessen alltägliche Probleme so unglaublich weit von meinen entfernt sind. Der seit seinem achten Lebensjahr 14 Stunden am Tag arbeitet um seinen Teil zur Ernährung der Familie beizutragen. Der gelernt hat, dass Gott in den Wolken sitzt und jeden kleinen Fehler sofort per Blitzeinschlag oder Krankheit bestraft? Der abgrundtief davon überzeugt ist, dass ihn jetzt gleich eben dieser Blitz treffen wird, wenn er nicht sofort etwas handfestes gegen die Gottlosen unternimmt?

    Was macht denn jede Diktatur? Sie hält das Volk dumm, ersetzt Bildung durch Ideologie. Was für ein Klientel sitzt denn bei uns in den Talkshows und geifert sich zum Thema “Du Sau hast meine Oma geschwängert” an? Und was für Leute patroullieren in Texas bis an die Zähne bewaffnet an der mexikanischen Grenze, immer in der Hoffnung, einen illegal grenzüberschreitenden Latino auf frischer Tat zu ertappen und - mit etwas Glück - abknallen zu können? Humanisten sind es jedenfalls nicht.

    Man muss kein abgeschlossenes Philosphiestudium haben, um diskutieren zu können. Aber man sollte zumindest schreiben können und den Aufbau der Welt (eine Kugel, keine Scheibe) verstanden haben. Und so bitter das klingt: Viele tausende der Leute (nicht alle - man darf die Gruppendynamik niemals unterschätzen), die gerade dänische Botschaften stürmen, können noch nicht einmal das, weil sie über Jahrzehnte hinweg dumm gehalten wurden. Und ihre Eltern, und deren Eltern etc. pp.

    Es sollte deshalb das oberste Anliegen sämtlicher westlicher Regierungen sein, ihre Pendants in den “Krisenstaaten” dazu zu ermuntern, Bildung zuzulassen und zu fördern. Zur Not auch mit sanftem Druck. Dann gibt es eben das neue von der EU gesponsorte Wasserwerk und die von der “Strabag” gebaute Autobahn irgendwo im Wüstenstaat nur dann, wenn gleichzeitig die Dorfschulen aufgestockt werden. Die Entwicklungshilfe-Diplomatie birgt gerade in diesem Bereich so viele Chancen, die leider zu oft ungenutzt bleiben.

    Das alles sollte natürlich nicht mit dem Ziel geschehen, die Bevölkerung zu verwestlichen. Aber man sollte ihnen helfen, ihre eigene Identität und Kultur zu verstehen. Denn auch der Koran sagt sicherlich nicht “Zündet Botschaften an und verbrennt Flaggen”. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob das auch alle Demonstranten im Nahen Osten wissen.

    Das wäre mein kleiner Lösungsansatz für die große Problematik. Sicherlich auch mit viel Für und Wider aber in meinen Augen sinnvoller als zu sagen “Ich weiß es auch nicht - wahrscheinlich sind wir im Westen an allem Schuld.” Und auf jeden Fall besser als uns jetzt in Schuld zu wälzen und zukünftig unser Leben nach den Regeln anderer Kulturen zu gestalten.

    Im übrigen finde ich es gut, dass Johnny sein Blog für dieses Thema geöffnet hat. Danke - das war sehr wichtig! Ich halte jetzt auch meine Finger still und beende meine maßlose Posterei in diesem Thread. Aber auch hier sieht man: Der typische Spreeblick-Leser besitzt ausreichend Bildung um zu diskutieren und muss sich deshalb nicht gegenseitig anonym anbölken oder gar bedrohen.

    Allerdings weiß ich nicht, ob ich diesen Thread nicht gleich ausdrucke, anzünde und wild darauf herumhüpfe… :)

    07.02.2006 um 18:43
  2. 02

    Matthias:

    @ Johnny
    > Ich kann nebenbei bemerkt mit keiner Religion etwas
    > anfangen, ich glaube an keinen Gott.

    Und genau in diesem Moment hast du etwas getan, das eine Fatwa im Nahen Osten auslösen könnte, so sich denn jemand findet, der nur lange genug durch die Region pilgert und deine Meinung - immerhin im bekanntesten deutschsprachigen Blog geäußert - ein wenig überspitzt Publik macht. Denn das Leugnen der Existenz Allahs ist eine beleidigende Verletzung der religiösen Gefühle. Woher nimmst du das Recht, Millionen Muslime derart rüde zu verunglimpfen?

    Siehste.

    07.02.2006 um 16:08
  3. 01

    Matthias:

    Naja, ich weiß nicht, aber andererseits muss man ja auch beachten - obwohl - es ist vielleicht gar nicht so - und dennoch ist es ja irgendwie, trotzdem man auch die anderen bzw. man selbst, nichts desto trotz oder auch nicht…

    Sorry, Leute. Wir haben einen ganz klaren Konflikt. Entweder bezieht man zu diesem auch Stellung oder man lässt es bleiben. Dieses indifferent-schwammige Gerede, aus dem der Artikel und die Kommentare zu einem Großteil besteht, bringt gar nichts. Im Gegenteil: So lange sich die Intelligenz nicht klar äußert, überlässt sie das Feld denjenigen, die ihr braunes Süppchen kochen wollen und sich deshalb klar positionieren.

    “Freiheit ist immer die Freiheit des anderen”, sagte Rosa Luxemburg einst. Das kann man in die eine oder in die andere Richtung deuten. Allerdings - und das ist mir in den letzten Tagen bei meinen Streifzügen durch Klein-Bloggersdorf extrem aufgefallen - lassen wir uns bereits jetzt in unserer Freiheit gewaltig einschränken. Wie sonst ist zu erklären, dass die deutschen Blogs - ansonsten Lästermäuler ohne Gleichen - sich vornehm bedeckt halten. Frei nach dem Motto: Bloß nichts schreiben was irgendwie missverstanden werden könnte, sonst steht morgen die Hamas vor der Tür und steckt das Haus an.

    Haben wir diese durchaus reale Angst auch, wenn wir alle gemeinsam (berechtigt, wohlgemerkt!) auf George W. Bush einschlagen? Hat irgendjemand der zigtausend “Klowand-Affäre-Kommentierer” Angst davor gehabt, dass ihm Jung von Matt hintenrum die berufliche Karriere versaut? Johnny: Hattest du während der Hochzeit der Jamba-Diskussion davor Angst, dass die dir irgendein angeheuerter Schlägertrupp die Beine bricht?

    Wie kann man Verständnis für Leute aufbringen, die seit mittlerweile einer Woche randalieren, bomben, bedrohen, morden, brandschatzen? Natürlich wurden religiöse Gefühle verletzt, natürlich hätte das nicht sein müssen. Aber diese Verletzung der religiösen Gefühle fand im September (!) statt und wäre nie so hochgekocht worden, wenn nicht eine Delegation des dänischen Moslem-Zentralrats zwei Monaten lang auf Road-Show durch den Nahen Osten gezogen wäre auf der Suche nach jemanden, der den Ball endlich aufnimmt. Wenn also überhaupt jemand die Verantwortung für das trägt, was gerade passiert, dann der Zentralrat des Muslime in Dänemark. Ansonsten wären die Karrikaturen eine klitzekleine Randnotiz aus der Provinz geblieben.

    Ich habe großes Verständnis dafür, dass die Muslime sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Ich habe keinerlei Verständnis dafür, dass ich nun mein eigenes Leben auf die Gefühle der Moselms ausrichten soll. Und wir sind derzeit auf dem besten Weg dahin. “Freiheit ist immer die Freiheit des anderen” - wenn ich mich daran halte, erwarte ich, dass sich auch andere daran halten. Basta! Denn nicht immer ist der “böse Westen” an allem Schuld, auch wenn es Herr Ströbele gerne so darstellt.

    Wer auch Verständnis für das aufbringt und es gar rechtfertigt, was gerade im Nahen Osten passiert, sollte sich die Frage stellen, ob er die Inquisition, die Hexenverbrennungen, die Progrome, die Völkermorde, die Ausrottungskriege gegen die amerikanischen Indianer, die Sklaverei, den Kolonialismus, die Apartheit etc. auch damt rechtfertigen kann, dass tiefe (religiöse) Gefühle im Spiel waren.

    Im übrigen - und damit komme ich zum Schluss - hätten die Karrikaturen durchaus auch der Anlass einer aufgeklärten Diskussion innerhalb des Islams sein können, ob es denn wirklich sein muss, dass selbst nach den grausamsten Attentaten von den geistlichen Führern ständig nur eine halbgare Pseudo-Verurteilung gegen die Attentäter hervorgebracht werden. Es ist die Aufgabe des Islam selbst, die eigene Religion davor zu bewahren, dass sie von den Attentätern als Rechtfertigung für ihre Taten herangezogen wird. Doch anstatt dass die Karrikaturen der Auslöser für eine kritische Diskussion innerhalb des Islam wurden, hat man sie direkt zu einem weiteren Anlass des “Imperialismus-Bashing” gemacht.

    Nur mal zur Erinnerung: Nicht die Karrikaturisten haben den Islam in Verbindung mit dem Terrorismus gebracht, sondern die ungezählten Selbstmordattentäter höchstselbst. Bilderverbot hin oder her.

    07.02.2006 um 15:07

06.02.2006 um 17:07

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