MP3s für frei
Sorry…
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reisestein:28.01.2005 um 01:03Vorab; ich finde es bemerkenswert wie du auf Kommentare reagierst und das du so viel Muehe fuer das Antworten in Kauf nimmst. Ich habe kaum Artikel von dir gelesen und haette nach dem letzten nicht soviel Herzblut erwartet, ich war wohl etwas voreilig mit meiner Meinungsbildung.
Zum Thema:
Ich bin wie die meisten verbittert demonstrierenden Studenten nicht grundsaetzlich gegen Studiengebuehren, wie bereits erwaehnt bin ich fuer Kompromisse.
Wenn ich nichts durcheinanderwerfe glaube ich zu wissen, dass die begrenzte Anzahl an Stipendien an den meisten Universitaeten gleichzeitig auch eine Foerderung von begabten Beginnern oder als begabt eingestufte Studierende aus sozial tieferen Schichten sein soll und somit fuer den Schnitt der finanziell schwachen Studenten nicht in Frage kommt.Ob ‘Finanzierungen’ einen flaechendeckenden Umfang haben kann nicht viel dazu sagen da hier mein Informationshintergrund nicht ausreicht. Im schlimmsten Fall waere es lediglich ein Kredit mit leicht besseren Bedingungen als bei einer Privatbank. Im besten Fall waeren Finanzierungen nachlaufende Gebuehren mit keinem oder verschwindend geringem Zinssatz.
Am ende vom Tag kann man natuerlich immer keck behaupten, wer wirklich studieren will, laesst sich durch nichts aufhalten. Nur sind wir in Deutschland in einer Position in der uns andere Laender aufgrund der Globalisierung den Rang in den Bereichen die unsere Staerke waren ablaufen. Was an sich ein natuerlicher und unvermeidbarer Prozess ist. Deutschland ist als Standort zu teuer und quasi vergleichbar qualifizierte Arbeiter gibt es im Ausland billiger.
Lange Rede kurz:
Ich sehe (durch eine rosa Brille mit Pisa-Filter) Deutschlands einzige Chance in der Zukunft als Ideenschmiede und Forschungssandkasten der Welt und eine Verringerung Studentenanzahl (was jegliche Form Studiengebuehren einfach mit sich bringt) ist einfach nicht vorteilhaft.In Irland uebrigens, als 1996(97?) die Studiengebuehren abgeschafft wurden nahm die Zahl der Studenten und vorallem der Absolventen deutlich zu.
Klar, ne? :)
Heulsusen, akademische!
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reisestein:27.01.2005 um 21:07Das Modell der sogenannten “nachlaufenden” Gebuehren halte ich fuer den einzig guten Kompromiss der mir bislang untergekommen ist. Man zahlt die Gebuehren gemessen an seinem spaeterem Gehalt in Raten nach.
Das muss noch nicht mal von jemanden vorfinanziert werden. Nach einiger Zeit stellt es sich (zumindest in meinem Gedankenbild) so ein, dass die Absolventen mit ihren Ratenzahlungen den großteil der Gebuehren der jetzigen Studierenden zahlen. Den Restbetrag zahlen die Studierenden selber in Form von Gebuehren. Dieser Restbetrag aendert sich dann natuerlich jaehrlich und wird jeweils fuer das vergangene Jahr eingefordert.Ich muss noch loswerden, dass ich mich nach dem lesen des Weblogeintrags hier leicht beleidigt gefuehlt habe.
Mir wird Bafoeg oder Kindergeld aufgrund meines Aufenthaltstatus verwehrt; meine Familie schafft gerade noch so die Runden. Ich bin Selbstfinanzierer, mein Bruder der naechstes Jahr anfaengt zu studieren ebenfalls.
Seit kurzem habe ich wieder einen Minijob mit dem ich u.a. noch den vorherigen Monat den ich auf Pump gelebt habe abzahle. Zusaetzlich nehme ich noch jede Tages- , Zeit- und Messearbeit an die ich finden kann um mein Studium zu finanzieren, auch wenn ich einige Tage Vorlersung, Uebung und Praktika verpasse, anders geht es nicht.
Die Studiengebuehren brechen mir das Genick. Ein Trost ist da, dass ich in Hessen lebe und die Gebuehren erst naechstes Jahr kommen (oder Herr Koch?). Dann werde ich wohl ein Semester arbeiten und eines studieren.
In einer verblueffend aehnlichen Situation befinden sich noch zahlreiche andere in und um meinem Umfeld.Da kann man nur Lachen wenn Wirtschaft und Politik mehr und vorallem juengere Akademiker fordern. Lachen kann man auch ueber die Polemik in diesem Weblogeintrag - leider nur abfaellig.
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bei mir das selbe.
gibt wohl nichts mehr fuer frei. :(